Geschichte Allgemein
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Geschichte Allgemein Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Vorteile
  • Ein Stück vergangenheit.
  • übt kritisches Hinterfragen von Texten, fördert ("humanistische") Allgemeinbildung, man erfährt Wissenwertes nicht nur aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft,
Nachteile/Kritik
  • Ein Stück Geschichte interessiert nicht jeden.
  • Textflut könnte abschreckend sein
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das III. Reich

ein Testbericht von 2002-07-01 22:42:47 vom 01.07.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: ~...
Nachteile/Kritik: ~
Dies ist eine kleine Zusammenfassung von dem was mir in der Schule über das III. Reich und Hitler beigebracht wurde.....



I. Weltkrieg
========

Siegermächte:

- Frankreich
- Großbritannien
- USA (hat sich aber zurück gezogen)


Kein Glanz ohne Ahnentafel

Um die Macht in Deutschland zu sichern, gingen die National Sozialisten nicht Allein mit brutaler Gewalt zu. Sie waren viel mehr bemüht, die Zustimmung der des Deutschen Volkes zu gewinnen. Hierzu stellten sie ihre Politischen Ziele in eine Reihe historischer Ereignisse, die für Deutschland eine besondere Rolle spielten. Sie wollten damit die Bevölkerung beruhigen, dass heißt ihnen die Angst nehmen vor unerwarteten und radikalen Änderungen. (Beispiel das III. Reich)

I. Heiliges Römisches Reich Deutscher Nation (1000-1806)
II. Kaiser Wilhelm und Bismarck (1871-1918)
III. Hitlers Macht


Weimarer Republik
==============

Da am Ende des I. Weltkrieges in Berlin Aufstände herrschten, trafen sich die Politiker in Weimar, um dort eine Verfassung für die neue Republik auszuarbeiten. Weimar wurde deshalb ausgewählt, da in dieser Stadt Goethe und Schiller gearbeitet haben.

Die Weimarer Republic hatte seid ihrer Gründung mit vielen Problemen zu kämpfen. Schreibe diese heraus!

Die Siegermächte des ersten Weltkrieges fanden heraus das Deutschland allein Schuld am Ausbruch des Krieges war und deshalb hohe Reparationsleistungen und Gebietsabtrennung an die Siegermächte zahlte. Die Weimarerische Republik musste die wirtschaftlichen und politischen Probleme lösen. Das Volk hat der Republik und nicht dem Kaiser die schuld gegeben.


Beginn der Terrorherschaft

Die Mittel, die die National Sozialisten einsetzten um ihre Gegner auszuschalten oder gefügig zu machen.

Durch Bestechungen und Schiebung.
Hitlers Führung hat denen gedroht die nicht für ihn stimmen würden.
Außerdem hast Hitler einer Partei die Stimmenabgabe verboten.


Hitlers Aufstieg zur Macht
===================

1923 Hitlers Putsch
5 Jahre Haft doch nur
9 Monate abgesessen
1924-1929 die goldenen Zwanziger Hitler bedeutungslos
Oktober 1929 "Schwarzer Freitag" Börsencrash ;
in Deutschland 6 Millionen Menschen Arbeitslos


Hitlers Versprechungen

- sorge für Arbeit
- sorge für Brot
- schaffe die unbeliebte Republik ab
- Abschaffung der Reparaturen
- Mache Deutschland wieder zu einem starken/mächtigen Land


Schritt für Schritt in den Krieg

Zu den nächsten Zielen der nationalsozialistischen Politik gehörte der "Kampf" um Lebensraum. Sofort mit der Macht Ergreifung 1933 wurde dieses Ziel verfolgt. Zuerst wurden Milliarden ReichsMark (RM) in den Ausbau einer schlagkräftigen Armee investiert.

Kriegs Vorbereitungen, die Hitler in den Jahren 1933-1939 getroffen hat.

- Auszug aus dem Genfer abkommen
- Versailler Vertrag gebrochen
- Wehrpflicht eingeführt
- Sich auf den bevorstehenden Angriff konzentriert
- Produktion hauptsächlich in Waffen
- Autobahnen waren schon vor 1933 geplant
- Das Reichskrigsministerium musste weg


Organisationen im 3. Reich

Gestapo : Geheime Staatspolizei

SA : Sturmabteilung
- Massenorganisation; über 3 Mil. Angehörige

SS : Schutzstaffel
- Eliteorganisation für die besten unter den Nazis

HJ : Hitler Jugend

NSDAP : National Sozialistische Deutsche Arbeiter Partei
- die Partei selber


Lebenslauf eines Kindes im 3. Reich


10 Jahre Jungvolk
14 Jahre Hitler Jugend
18 Jahre SA oder SS, Arbeitsfront



Widerstand gegen Hitler
==================

Widerstand äußert sich nicht nur in Aktionen wie Attentate. Widerstand liegt auch dann vor, wenn man sich nicht der Allgemeinen Meinung anschließt und damit Gefahr läuft Nachteile erleiden zu müssen. Zum Beispiel mit Menschen spricht, die ausgegrenzt werden sollen.


Weitere Beispiele für Widerstand:

- Demonstrationen
- Verweigerung von eintreten in eine Organisationen

Hausaufgabe: Streik und widerstand von den Seiten 32/33 raus schreiben!

- Verweigerung in dir NSDAP einzutreten und deswegen die Arbeit zu kündigen
- Pfarrernotbund gegründet und sich an Widerstands Gruppen gebunden
- Untertauchen als Freiheitskämpfer und illegal Flugzettel und Rundschreiben verteilen
- Auflehnung gegen Hitler, ihn stürmen

Hitlers Weg in den Krieg

Das umliegende Ausland verhielt sich zu Deutschland:

- sie beobachteten es mit sorgen
- verurteilten es
- guckten tatenlos zu


Widerstand gegen Hitler
- die Geschwister Scholl -


Jugendbezirk: - Hans war begeisterter national Sozialist, erst nach einem Streit mit einem HJ Führer begann er sich vom National Sozialismus abzuwenden.
- Sophie war bereits in jungen Jahren sehr interessiert an Politik.

Am Anfang nannten sie sich die "Weißen Rosen" und sie bestanden nur aus einem Freundeskreis wo man sich über Literatur und Politik unterhielt.

Der Widerstand: Ab Juli 1942 schrieben sie Flugblätter auf Matrize und schickten es an Bekannte und an Leute aus dem Telefonbuch.
-- Anfang Februar 1943 schrieben die beiden Scholls mit Ölfarben Parolen an die Wände der Universität
-- Am 8. Februar verteilten sie weitere Flugblätter, dann wurden sie entdeckt und verhaftet in ihren Zimmern hat man weitere Materialien gefunden und auch Adressen der anderen Mitglieder so konnten alle schnell gefunden werden und alle wurden noch am selben Tag öffentlich hingerichtet.



Andere ausgrenzen, sich selbst erhöhen
=============================

- Ursachen des Antisemitismus -

Die jüdische Bevölkerung wurde nicht erst jetzt als Sündenbock mißbraucht. Immer schon mußten sie hinhalten, wenn es Probleme (z.B. Krankheiten, wirtschaftliche Krisen) gab.

I. Welches waren die Gründe für diesen Haß?

1. Neid, viele Juden hatten angesehene Berufe ( Rechtsanwalt, Arzt, Kaufmann)
2. Unkenntnisse des jüdischen Glaubens verunsichert viele Deutsche, da sie dieses nicht kannten.
3. Den Juden wurde ebenso vorgeworfen, Jesus verraten zu haben, also Schuld an seinem Tod zu haben.

Juden unter uns

- eine lange Tradition -

Juden und Christen haben die gleiche religiöse Wurzel.
Während für die Christen Jesus der von Gott gesante Retter ist, hoffen die Juden noch auf diesen Messias.
Nach einer wechselhaften Geschichte kam das Jüdische Volk ab 63 v.C. unter römische Herrschaft.
Für die Kirche waren alle Juden alle Gottesmörder und Brunnenvergifter.
Seit der Französischen Revolution 1789, wurden Juden nach und nach als Mitbürger anerkannt und rechtlich gleichgestellt.
Viele Juden waren Ärzte und andere wichtige Menschen in hoher sozialer Stellung. Unter 40 deutschen Nobelpreisträgern waren 11 Juden.
Die deutschen fingen an die Juden zu verachten und ihnen die Schuld zu geben am militärischen Zusammenbruch im 1. Weltkrieg.

verdrängt- vergessen- vergeben

Frage: Das Ende des zweiten Weltkrieges liegt mittlerweile über 55 Jahre zurück. Sollten die Deutschen daher einen Schlußstrich unter die Beschäftigung mit der Vernichtung der Juden ziehen? Begründet eure Antwort:

Ja, einmal zur Abschreckung und zur Ermahnung, außerdem gehört es zur deutschen Geschichte dazu und das kann man nicht einfach so vergessen oder wiedergutmachen.

Davon haben wir nichts gewußt

"Sie sagen, dass sie nichts von der Vernichtung der Juden gewußt haben, dann waren sie wohl nie draußen?" "Wenn doch an jüdischen Geschäften stand - Deutsche! Wehrt euch! Kauft nicht beim Juden!- haben sie nicht so etwas gelesen oder mitbekommen?"
"An den eingangs Schildern der deutschen Städte, so wie an deutschen Firmen und Fabriken stand - Juden sind hier unerwünscht - haben sie so etwas nie gelesen?"
"Als am 9. November die über 100 Synagogen abgebrannt wurden, wußten sie nicht warum?"
"Wenn ihnen jemand mit einem gelben Stern begegnet ist wußten sie nicht das es sich um einen Juden handelt?"
"Sie haben nicht mitbekommen, wie Juden abgeführt wurden mit Pauken und Trommeln weil sie eine kleine Straftat begangen haben?"
"Ich glaube nicht das alle deutschen Taub waren und nicht lesen konnten!!!"


.....die meisten Informationen stammen aus dem Unterricht einige auch aus dem I-net und aus Büchern

~bei Fehlern oder falschen Jahrangaben einfach bescheid sagen~
...
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FLESCH

Ein besonderer Tag der 30 Mai 1900-1994.

ein Testbericht von 2003-03-01 23:48:24 vom 01.03.2003
Empfehlung: nein
Vorteile: Ein Stück vergangenheit....
Nachteile/Kritik: Ein Stück Geschichte interessiert nicht jeden.
Hallo ihr lieben Leser,

wer erfährt nicht gerne mal etwas aus der Vergangenheit?
Ich denke so ein Stückchen Geschichte kann ganz interessant sein und somit möchte ich euch gerne einige Ereignisse berichten, die sich an einem ganz bestimmten Tag und in einem ganz bestimmten Jahr ereignet haben.

Ich hoffe es gefällt euch.

Nunmehr dreht es sich um den 30. Mai 1900-1994.
Was genau geschah in welchem Jahr an diesem einen Tag?

Na, wer weiss das schon?

~~Im Jahr 1900~~ wurde die Oper von Hänsel und Gretel das erste mal in Paris aufgeführt.
Der Komponist war: Engelbert Humperdick.

~~Im Jahre 1904~~ begann der erste Arbeiterkurs in Berlin. Die christlichen Mitglieder der Gewerkschaften wurden in Theorie und Praxis für die Gewerkschaftsarbeit geschult.

~~Im Jahre 1908~~ Der Brite Harald Willson läuft als erster Läufer der Welt eine Strecke von 1500m in genau 3:59,8 min..

~~ Im Jahre 1911~~ wurde in Berlin die Reichsversicherungsverordnung die die Bismarkische Sozialgesetzgebung ergänzen sollte verabschiedet.

~~Im Jahre 1912~~ In Dayten stirbt der US-amerikanische Flugpionier Wiltur Wright im Alter von 45 Jahren.

~~ Im Jahre 1916~~ gewinnt H. Dario Resta ein Nichtamerikaner das 500-Meilen-Autorennen in Indianapolis.

~~ Im Jahre 1920~~ wird William Pierson zum neuen Generalstaatsanwalt der Vereinigten Staaten von US-Präsident Woodrow Wilson ernannt.

~~ Im Jahre 1929~~ übernimmt im diktatorisch geführten Venezuela Juan Bautista Perez als Nachfolger von Juan Vincente Gomez das Präsidentenamt.

~~ Im Jahre 1936~~ wird das Ehrendenkmal in Kiel zum Gedenken an die Schlacht von Skarrak in Anwesenheit von A. Hitler angeweiht.

~~ Im Jahre~~ 1942~~ wird in Berlin eine Zentralstelle für Generatoren gegründet.
Angesichts der Treibstoffknappheit und des raren Benzins versuchte man es durch alternative Stoffe zu ersetzen.

~~ Im Jahre~~ 1950~~ kam es in Tokio zu Protesten,
wegen der Besatzungsmacht der USA.
erst am 08.09.1951 schlossen 48 Nationen ausser der UdSSR in San Francisco einen Friedensvertrag mit Japan.
Dies wurde durch einen Sicherheitsvertrag der USA ergänzt.

~~ Im Jahre 1962~~ schliessen die USA und Belgien ein Abkommen über eine atomare Zusammenarbeit.

~~ Im Jahre 1973~~ wird die am 21.12.1972 beschlossene Kommission der USA und der UdSSR zur Begrenzung der strategischen Rüstung (SALT) in Genf die Arbeit aufgenommen.

~~ Im Jahre 1986~~ verhängt Dänemark als erstes westliches Industrieland gegen Südafrika und Namibia ein Handelboykott wegen der südafrikanischen Rassentrennungspolitik.

~~ Im Jahre~~ 1994 spricht sich Pabst J. Paul der 2 gegen die Priesterweihe von Frauen aus, mit der Begründung zu Jesus Christus, der nur Männer zu Aposteln gewählt habe.

Nun gibt es noch ein Paar Infos über Preise und Löhne.

In den 60er Jahren kostete 1kg Butter ca. 3,60 Euro.
1 kg Kaffee ca. 8,35 Euro und der Lohn pro Std. lag bei 2,07 Euro.

In den 80er Jahren kostete 1kg Butter ca. 4,10 Euro und 1kg Mehl ca. 0,55 Euro, die Std.-Löhne lagen bei ca. 12,45 Euro.

Von 1900-1909 kostete ein Liter Milch ca. 0,45 Euro und 1kg Butter ca. 1,35 Euro.

Es geschah ne ganze Menge an diesem Tag und das ist noch lange nicht alles.
Ich habe einfach mal die mir bekannten Geschehnisse aufgeführt und hoffe es ist auch für euch eine Wissensbereicherung.

Vielen Dank für das Lesen dieses Berichtes.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Indigo

Die Geschichte der sozialen Dienstleistungen

ein Testbericht von 2002-09-26 14:58:28 vom 26.09.2002
Empfehlung: nein
Aufgrund der freundlichen Bewertungen meiner Beiträge zu Hilfe, soziale Hilfe und sozialpsychologischer Implikationen und unter Berücksichtigung zahlreicher Einträge in meinem Gästebuch neige ich dazu, nunmehr der Sache auf den Grund zu gehen. Eine Analyse sollte m.E. historisch-situativ sein. Demzufolge habe ich mich zu entschuldigen und füge zur weiteren Aufklärung nun einen Beitrag zur Geschichte an.

Den interessierten Leser bitte ich die Reihenfolge meiner Veröffentlichungen zu entschuldigen.


Geschichte der sozialen Dienstleistungen

Vorbemerkungen:

In Krisen (es gab davon immer wieder welche) des Kapitalismus verstärken sich unter anderem auch soziale Probleme. Art, Umfang und Stärke solcher Probleme präsentieren sich deutlicher. Dies führt nicht etwa, wie man erwarten könnte, zu einer Steigerung der staatlichen Sozialleistungen, sondern zu Reduzierungen.

Akzeptiert man die Anspruchsberechtigung auf Sozialhilfe als Indikator für Armut, gibt es in der BRD 1985 fünf Millionen Arme. Wichtigster Grund für den Anstieg in den letzten Jahren ist ohne Zweifel die Massenarbeitslosigkeit.

1983 sind z.B. 20 % der Empfänger zum Lebensunterhalt Arbeitslose. Arbeitslosenversicherung ist folglich als Instrument nicht ausreichend. Ein weiteres Beispiel: 23 % der Empfänger zum Lebensunterhalt sind 1985 Rentner. Das Instrument der Rentenversicherung ist demzufolge nicht hinreichend.

Sozialhilfe wird immer mehr "Regelsicherung", weniger, wie sie immer versucht wird darzustellen, "Ausfallbürgschaft".

Die realen Kürzungen der Sozialhilfe stehen nicht im Verdacht, daß sie den Staatshaushalt konsolidieren könnten. Was, muß also gefragt werden, ist die Funktion solcher Verfahrensweisen? Da die Höhe der Unterstützungen immer unter den unteren Lohngruppen liegen soll, ist mit solchen realen Kürzungen als Folge auch eine Absenkung der Löhne für die Lohnabhängigen möglich. Diese Absenkungen haben attraktive Effekte für die Kassen der Arbeitgeber.

Diese kurzen Darstellungen provozieren Fragen. Nicht zuletzt auch die Frage: was hat das mit Sozialarbeit zu tun? Der Sozialarbeitssektor kann grob als einer verstanden werden, der alle sozialen Prozesse umfaßt, die durch BSHG und KJHG reglementiert werden. Auch dieser Bereich ist in den jeweiligen Krisen mit Kürzungen konfrontiert. Stellenstop, Sachmittelkürzungen etc. sind noch relativ klar zu fassende Umgangsweisen.

Was soll demnach geschehen?

Soll:
- der Staat sich zurücknehmen; private Ressourcen stärker genutzt werden,
mehr ehrenamtliche Arbeit geleistet werden; professionelle Arbeit abgebaut (USA),
- Beziehung zwischen Helfer und Klient intensiviert werden oder
- bürokratische und administrative Erbringung von Hilfe abgebaut werden ?.

Die Organisationsform der Sozialarbeit ist in ein Veränderungsprozeß eingetreten. Will man diese verstehen [Möglichkeiten / Notwendigkeiten einschätzen], muß man die wesentlichen Bestimmungen kennen und die Funktion im gesellschaftlichen Reproduktionsprozeß bestimmen.

Dies ist nur zu leisten, wenn man die historische Entwicklung aufnimmt, sie in Beziehung setzt zu der Struktur der kapitalistischen Gesellschaftsformation und darin die Funktion zur gesellschaftlichen Reproduktion bestimmt.

Die folgenden Ausführungen sind als Hilfestellungen für ein solches Unterfangen gedacht.


Historische Entstehung des Sozialarbeitssektors in Deutschland

In der mittelalterlichen Gesellschaft wurden alle, die nicht durch Arbeit in der Lage waren sich zu erhalten, durch die Kirche und jeden Christen unterstützt. Neben dem "Anlaß zur guten Tat" hatten sie noch eine Regelungsfunktion für gesellschaftliche Überproduktion.

Mit dem Zerfall feudaler Formen der Subsistenzsicherung und zunehmender Reproduktionsdefiziten der Familien, werden Arme zunehmend ausgegrenzt. Städte und Gemeinden werden anwachsend zuständig für die Versorgung der Armen. Das Heimatprinzip ist auch heute noch Grundlage der Sozialhilfe.

Anfang des 16 Jahrhunderts setzt sich, als Voraussetzung für die Hilfeleistung, die Arbeitsunfähigkeit durch. Die Vergabe von Bettelzeichen macht die Unterscheidung zwischen "Guten" und "Schlechten" Bettlern möglich. Die Berechtigung auf Hilfe wird an die Einhaltung an gültige Normen und Werte gebunden.

Der Tauschverkehr und die Urbanisierung lassen neue und andere Lebensformen und Arbeitsverhalten entstehen. Die konkrete Arbeit wird von der abstrakten Arbeit abgelöst. Arbeit erzeugt Werte für den Austausch. Auch die Armen haben sich diesem Prinzip zu unterwerfen. Wird Hilfe gewährt - zur Kompensation von Armut - wird gleichzeitig ihre Verhalten kontrolliert. Kontrolle setzt die Individualisierung des sozialen Problems voraus. Hilfe soll mißglückte individuelle Reproduktion ersetzen; jedoch nicht auf Dauer.

Cirka Mitte des 18. Jahrhunderts sind die Bevölkerungsverluste des Dreißigjährigen Krieges ausgeglichen, eine mengenmäßige Steigerung der Unterschicht ist bemerkbar. Die Anzahl der Armen wird größer. Die geltenden Subsistenzformen reichen nicht aus. Die städtische Mittelschicht reagiert mit Ausgrenzung und produziert die Nichtseßhaftigkeit. Wandern wird zur Überlebensstrategie. Zucht-, Toll-, Waisen-, Findel-, Fremden-, Narren- und Arbeitshäuser entstehen als Reaktion. Zwangsarbeit löst Körper- und Todesstrafe ab.

Arbeitserziehung setzt sich mit Hilfe protestantischen und humanistischen Denken durch.
Stationäre Armenpflege nimmt seinen Anfang - die produktive Nutzung aller verfügbaren Arbeitskräfte für den Ausbau kommerzieller Wirtschaftsförderung - all das läßt eine disziplinierte Arbeitsbevölkerung entstehen.

Ende des 18. Jahrhunderts wird die Armenfürsorge reformiert. Die Arbeitspflicht wird auf alle (auch nicht internierte) Arme ausgedehnt. Die Kommunen organisierten Arbeit, welche von den Armen zu Hause ausführt wurden. Die Kontrolle wird von "ehrenamtlichen" Helfern durchgeführt. Mit dieser Umgangsweise hatte man, ein bis dahin durchaus als politisches Problem begriffenes, zu einem sozialen gemacht, welches in der bürgerlichen Öffentlichkeit bearbeitet werden sollte.

Hier knüpft die spätere Sozialarbeit an: Individueller Zwang zur Reproduktion durch Arbeit bietet Ansatz zur formalen Prinzipien Subsidiarität und Individualisierung.

Das 19. Jahrhundert bringt neben der Gewerbefreiheit, die Bauernbefreiung und die Landeskulturgesetzgebung. Der Staat sorgt mit diesen Rahmenbedingung dafür, daß sich kapitalistische Verkehrs- und Produktionsverhältnisse durchsetzen können (passive Proletarisierung).

Die Industrie kann nur kleine Teile der Bevölkerung aufnehmen, da die Bevölkerung stark anwächst, was dazu führt, das Elendsregionen entstehen. Viele dieser Menschen verhungern.
Die kommunalen Haushalte speziell für die Armenfürsorge sind überlastet. Kürzungen in diesem Bereich werden durchgeführt. Arbeitsuche wird zum alleinigen Ausweg aus dieser Situation.

Die Berechtigung auf Unterstützung wird nach dem Wohnsitzprinzip geregelt, was eine Mobilität der Armen verstärkt. Eine klarere Trennung zwischen Armen und Arbeitsbevölkerung stellt sich ein. Eine gewaltige industrielle Reservearmee ist entstanden.

In Elberfeld wird 1852 eine neue Armenordnung eingeführt. Die Stadt wird in Quartiere eingeteilt. Gewählte Bürger werden auf eine bestimmte Zeit verpflichtet eine Anzahl von Armen zu betreuen. Als Ergebnis wird eine Senkung der Anzahl von zu unterstützen Personen erreicht (1852 = 8% / 1878 = 2,95%).

Vor allem die kleinbürgerlichen Schichten reagieren auf diese Entwicklung. Als Prototyp kann J. H. Wichern (1808 - 1881) verstanden werden. Sie wenden sich aus philanthropischer Motivation besonders der verwahrlosten Jugend zu. Das "Rauhe Haus" (seit 1833) steht als Symbol für private Liebestätigkeit mit den Merkmalen:

- private Trägerschaft
- Isolation der Klientel
- Freiwilligkeit (Übertragung der elterlichen Rechte auf das Heim)
- Professionalisierung
- Pädagogische Konzepte durch Beziehungsarbeit

Mit dem Hintergrund der 1848er Revolution fordert Wichern eine generelle Erneuerung des Volkes. Die innere Mission wird von ihm als eine Volkserweckungsbewegung gegründet.

Als Organistationsform wird der Verein gewählt. Eine typische Bearbeitungsform sozialer Probleme für das Bürgertum. Sicher auch heute noch typisch und damals schon versucht; die Einbindung der herrschenden Schichten. Fabrikanten waren ausgeschlossen.

Einige versuchten durch "betriebliche Sozialarbeit", durch Geld und Sachleistungen (Prämien, Wohnungen, Betriebskrankenkassen etc.) streikunwillige Arbeiter an sich zu binden.

Armut war bisher als Resultat von Nichtarbeit erschienen. Mit der Konstitution der freien Lohnarbeit wird deutlich, daß Armut und Verelendung gerade durch die Arbeitsform entstehen kann: Von den feudalen Bindungen befreit, ist jeder Arbeiter auf seine Arbeitskraft ganz allein angewiesen.

Um die Risiken der Lohnarbeit etwas zu mindern, gründen die Arbeiter Unterstützungskassen; ein solidaritätsbildendes Element der Arbeiterbewegung - wichtiger als Parteien oder Gewerkschaften.

In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, formieren sich die Gewerkschaften und Parteien zusehends deutlicher, als antikapitalistische Bewegung. Der Staat reagiert einerseits mit Repressionen auf diese Bewegung und andererseits mit integrativen Angeboten. 1879 wird die Sozialdemokratie verboten, 1883 Krankenversicherung, 1884 Unfallversicherung, 1889 Invaliden- und Altersversicherung eingeführt.

Die Sozialversicherung bündeln verschiedene Interessen:

- finanzielle Entlastung der Gemeinden
- Sicherung und Herstellung von qualifizierter Arbeitskräfte für das Kapital
- Integration der Arbeiterbewegung in den Staat.

Die integrative Strategie wird komplementiert über die Schulpflicht und Schulausbau.
Beide Strategien spalten die Arbeiterbewegung scharf. Einrichtungen für "Kriminelle", psychiatrische Anstalten und Stigmatisierung sind die Folge. Auslese und Erhaltung der notwendigen Arbeitskraft, als eigenständiger Bereich innerhalb der kapitalistischen Gesellschaft, formiert sich: der soziale Sektor.
Die Herausbildung des Sozialarbeitssektors zu Beginn des 20. Jahrhunderts

Auch unter der sozialdemokratischen Regierung der Weimarer Zeit wird der sozialdemokratische Anspruch von einer Verstaatlichung der Sozialarbeit nicht durchgesetzt.

Im Reichsjugendwohlfahrtsgesetz (1922 erlassen) werden private Organisationen als Träger der öffentlichen Aufgaben der Sozialarbeit rechtlich anerkannt, ohne ihnen jedoch einen eindeutigen Vorrang zu geben. ähnlich ist auch das Verhältnis von ”öffentlicher und privater Sozialarbeit.

Um Ansprüche des Staates auf die faktisch durchgesetzte Vorrangstellung privater Träger abzusichern bzw. in den Genuß staatlicher Unterstützung zu kommen, werden weitere Wohlfahrtsverbände gegründet (1917 Zentralwohlfahrtsstelle der deutschen Juden e.V.; 1919 Hauptausschuß für Arbeiterwohlfahrt; 1921 Deutsches Rotes Kreuz; 1930 Paritätischer Wohlfahrtsverband). In den 20er Jahren bildeten diese Spitzenverbände - mit Innerer Mission und Caritas [ohne Arbeiterwohlfahrt] die Liga der Freien Wohlfahrtsverbände.

Diesem Aufbau privater Sozialarbeit steht der Ausbau staatlicher Sozialarbeit gegenüber. Mit dem RJWG wird die Institution Jugendamt für jede Kommune vorgeschrieben.

Es sollte die verschiedenen Aktivitäten der Jugendhilfe unter dem Leitgedanken der Erziehung zusammenfassen. Die Leitung dieser Behörde war aufs engste mit der jeweiligen Gemeinde verflochten, da zu den Beamten gewählte Vertreter "insbesondere aus den im Bezirk des Jugendamts wirkenden freien Vereinigungen für Jugendwohlfahrt und Jugendbewegung" (RJWG) hinzutreten mußten.

Mit dem Aufkommen der bürgerlichen Jugendbewegung um die Jahrhundertwende und dem Erstarken der Arbeiterjugendbewegung hatten auch die Aktivitäten der Wohlfahrtsverbände wie des Staates eingesetzt, sich stärker der Jugend zuzuwenden und sie durch jugendpflegerische Maßnahmen mit den herrschenden Normen in diesem Staat und in dieser Gesellschaft vertraut zu machen.

Damit wurde eine Entwicklung eingeleitet, die heute noch das Feld der Jugendarbeit prägt: ein Nebeneinander von Verbandsarbeit und eher staatlich geprägten Angeboten zur offenen Freizeitgestaltung und Bildungsarbeit.

Mit der Verstaatlichung der Jugendbewegung wurden auch die zunächst autonom entwickelten Arbeitsformen von der Sozialarbeit übernommen. So wurde vor allem die Gruppe als wichtiges Erziehungsmedium und als Gruppenarbeit etabliert.

Mit dem Zusammenschluß der Freien Wohlfahrtsverbände und der Institutionalisierung des Jugendamts bildet sich das spezifische Verhältnis staatlicher und privater Sozialarbeit heraus.

Diese spezifische Verflechtung von Staat und Gesellschaft wird erst möglich, als die repräsentative Demokratie als die adäquate Staatsform der kapitalistischen Gesellschaftsformation in Deutschland in der republikanischen Verfassung ihre weitgehende Entfaltung findet.

Vor allem mit der Etablierung und dem Ausbau des Sozialversicherungssystems, waren einige Risiken des Lohnarbeiterdaseins materiell abgemildert: Wer seine Arbeitskraft verkauft, erhält Lohn für die alltägliche Subsistenz und Unterstützung der Sozialversicherung bei Unfall, Krankheit und Alter; wer das nicht tut, erhält beides nicht, er muß entweder verelenden oder wird arbeitswillig.

Erst mit der Konstitution des Staates als "Sozialstaat" in der Weimarer Republik wird anerkannt, daß Arbeitslosigkeit auch unverschuldet sein kann.

So kommt es 1927 zum Gesetz über Arbeitsvermittlung und Arbeitsversicherung.

Die Fähigkeit und Bereitschaft zur individuellen Reproduktion (wieder) herzustellen, das ist jetzt die grundlegende Aufgabe der Sozialarbeit. Sie soll also keine (oder nur in Fällen größter Not) materielle Hilfen gewähren, um keine Alternativen zur Lohnarbeit zu bieten.

Sie definiert den Arbeiter ohne Arbeit als arbeitsunwillig und will ihn nicht "durch Geld", sondern nur "durch gute Worte" dahin bringen, sich zu verkaufen. Diese Art der moralischen Persönlichkeitsbeeinflussung, die Beziehungsarbeit, wird jetzt zum Konstitutivum der Sozialarbeit.

"Das historisch Neue an dem Entstehen der Sozialarbeit war eben der Versuch, auf die soziale Destruktivität der kapitalistischen Gesellschaft die Kontroll- und Befriedigungstechnik von Erziehung und Sozialisation anzuwenden" (Münchmeier 1981).

Das Prinzip der Individualisierung konnte jetzt auf neuer Stufe umgesetzt werden: Die Persönlichkeit des Einzelnen, seine Individualität, steht im Zentrum der Intervention: sie wird ausgeforscht und umgeformt.

Eine solche Tätigkeit über längere Zeit (am Tage, in der Woche, im Arbeitsleben) durchzuhalten, verlangt eine spezifische persönliche, soziale und berufliche Kompetenz.

Die Geschichte der Professionalisierung der Sozialarbeit beginnt als gesellschaftlich relevante mit dem Entstehen der bürgerlichen Frauenbewegung um die Jahrhundertwende (1893 Gründung der "Mädchen- und Frauengruppen für soziale Hilfsarbeit", 1908 "Soziale Frauenschule" durch Alice Salomon ins Leben gerufen etc.)

Es entstand eine zweijährige Ausbildung in Gesundheitsfürsorge, Jugendwohlfahrtspflege und Wirtschafts- und Berufsfürsorge.

Die Kompetenz in Beziehungsarbeit, die durch diese Ausbildung erweitert wurde, stand unter dem Leitbild der "geistigen Mütterlichkeit" (Henriette Schrader-Breymann). Diese spezifische weibliche Qualität sollte erhalten und gefestigt werden.

So bestand man auf einem eigenen Ausbildungsgang, der sich von der "rationalistischen" Wissenschaftlichkeit der Universitäten abgrenzt. Erst 1928 wurden auch Männer offiziell zur Ausbildung als Wohlfahrtspfleger zugelassen.

Mit der Bürokratisierung des Sozialarbeitssektors werden neue Arbeitsplätze in diesem Bereich geschaffen. Jetzt werden hier nicht nur Frauen der Bourgeoisie tätig, die Zeit und Geld dazu hatten, auch Frauen, die nur ihre Arbeitskraft besaßen, konnten gegen Lohn mitarbeiten.

Entsprechend organisierten sich diese Frauen 1902 zu einem "Verband der Berufsarbeiter der Inneren Mission" und 1918 zur "Arbeitsgemeinschaft der Berufsverbände der Wohlfahrtspflegerinnen" aus dem "Verband der Katholischer Deutscher Sozialbeamtinnen" und dem "Deutschen Verband der Sozialbeamtinnen" dem sich 1920 der erstgenannte Verband umbenannt in "Verband Evangelischer Wohlfahrtspflegerinnen" anschloß.

Die Tätigkeit der "Sozialbeamtinnen" war also von Anfang an nicht nur als Beziehungsarbeit zu bestimmen, sondern - als Lohnarbeit in bürokratischen Apparaten - immer auch als Verwaltungshandeln.

Zusammenfassend können wir festhalten: Mit dieser Ausdifferenzierung des Sozialarbeitssektors am Beginn des 20. Jahrhunderts ist die Grundstruktur dieses Sektors entfaltet. Sie ist bis heute keinem grundlegenden Wandel unterworfen gewesen. Ein Ausnahme bildete die Zeit des Dritten Reiches.

Ein Fazit des bis hier Dargestellten ist, daß die Probleme auf die sich Sozialarbeit bezog und bezieht, für die Träger dieser Probleme aus dem Umstand entstehen, daß sie zur individuellen Reproduktion durch Lohnarbeit gezwungen sind.

Der Arbeitsprozeß selbst birgt in sich Probleme, da die Produktion fremdgesteuert ist und die Produzenten somit von ihren eigenen Produktivkräften entfremdet werden. Das kann somatische, psychische und Beziehungsstörungen nach sich ziehen.

Der Austausch von Lohnarbeit und Kapital führt in zyklischen Abständen zu Krisen die für Teile der Lohnabhängigen Deklassierung bedeutet.

Die Bemessung der Entlohnung kann zu gering sein, insbesondere für die, die in einer Abhängigkeit des Lohnempfängers stehen. Bevölkerungsgruppen die noch nicht, nicht oder nicht mehr lohnarbeitsfähig sind, erscheinen von Beginn an als soziales Problem.

Jede notwendig Arbeit für die kein Lohn gezahlt wird (Erziehung, Hausarbeit etc.) bleibt eine von Unterstützung abhängige Arbeit.

Der ideologische Anspruch, daß jeder Revenuequellenbesitzer für sich selbst zu sorgen habe, läßt sich für den Lohnarbeiter nicht in jedem Fall durchsetzen. Die primäre Auffangstation für die sozialen Probleme ist daher normalerweise die bürgerliche Familie.

Da diese Form der Problembearbeitung vom Staat als die adäquate angesehen wird, versucht er, diese Reproduktions- und Reparationsfunktion der Familie zu unterstützen, zu ergänzen oder zu ersetzen. Diese Maßnahmen sind zwar auf die Lohnarbeiterfamilien der Mittel- und Arbeiterklasse gemünzt, werden aber zum Teil allen Familien gewährt (z.B. Kindergeld) oder allen Familien aufgezwungen (z.B. Schulpflicht, um dem Anspruch der Gleichbehandlung aller Staatsbürger zu entsprechen.

Diese kurzen Bemerkungen sollen reichen die Notwendigkeit der Bearbeitung sozialer Probleme und die daraus sich ergebende Funktion (Kontroll- und Kompensationsfunktion) mit den dazugehörigen Adressaten anzudeuten.

Im folgenden soll die Besonderheit des Sozialarbeitssektors in der BRD aufgezeigt werden.

Auf der kommunalen Ebene tritt die Sozialarbeit im Sozialamt, Jugendamt und im geringen Umfang im Gesundheitsamt staatlich auf. Greifen Versorgungs- und Versicherungssystem nicht, tritt die Sozialhilfe kompensatorisch in Kraft. Die Kriterien der Sozialhilfe sind allgemein:

- Individualhilfe kann nicht genormt werden und
wird vergeben auf Grund persönlicher Notlagen
- der Rechtsanspruch besteht nur im Grunde nach; kein Recht auf bestimmte Art, auf bestimmten Umfang, bestimmte Höhe
- Art, Umfang und Höhe der Hilfeleistung bestimmen sich aufgrund einer Bedürftigkeitsprüfung
- Sozialhilfe setzt keine vorherigen Eigenleistungen (Beiträge etc.) voraus; sie wird aus allgemeinen Haushaltsmitteln bezahlt.

Die Hilfen gliedern sich nach dem BSHG in "Hilfen zum Lebensunterhalt" und "Hilfen in besonderen Lebenslagen". Diejenigen die ihren Lebensunterhalt nicht ausreichend herstellen Können, erhalten monetäre Unterstützung nach bestimmten Regelsätzen (Fürsorgerenten). Voraussetzung müssen sein:

1. "Jeder Hilfesuchende muß zunächst seine eigene Arbeitskraft einsetzen zur Beschaffung des notwendigen Lebensunterhaltes für sich und seine unterhaltsberechtigten Angehörigen. Hilfe zur Verwertung der eigenen Arbeitskraft ist vor allem jenen Hilfesuchenden zu gewähren, die auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt eine angemessene Arbeit nicht finden Können. Die Hilfe kann bestehen in der Beschaffung gemeinnütziger Arbeitsmöglichkeiten, im Angebot geeigneter Tätigkeiten zur Arbeitsgewöhnung und zur Prüfung der Arbeitsbereitschaft. Bei schuldhafter Ablehnung des Einsatzes der eigenen Arbeitskraft kann die Hilfe zum Lebensunterhalt auf das Unerläßliche beschränkt werden" (Flamm 1980: 171f.).

2. Es darf kein Besitz (Einkommen, Vermögen) des Betroffenen und seiner Familie vorhanden sein.

Die "Hilfen in besonderen Lebenslagen" beziehen sich auf soziale Probleme die besondere Belastungen für die Betroffenen darstellen. Sie sind versicherungstechnisch schwierig zu erfassen. Diese Hilfen werden aber nur gewährt, wenn bestimmte Einkommmensgrenzen, die für die verschiedenen Hilfearten im einzelnen festgelegt sind unterschritten werden.

Der Grundsatz der Individualisierung ist in § 3, Abs. (1) BSHG fixiert:

"Art, Form und Maß der Sozialhilfe richten sich nach der Besonderheit des Einzelfalles, vor allem nach der Person des Hilfeempfängers der Art seines Bedarfs und den örtlichen Verhältnissen."

Dabei soll nach § 7 BSHG die Sozialhilfe "die Kräfte der Familie zur Selbsthilfe anregen und den Zusammenhalt der Familie festigen." Der Grundsatz der Nachrangigkeit bedeutet hier:

- Nachrang gegenüber der Eigenhilfe,
- Nachrang gegenüber Verpflichtungen Dritter (Unterhaltspflichtige, Sozialversicherungen usw.),
- Nachrang bei bestimmten Aufgaben gegenüber privaten Trägern.

Beratung in sozialen Angelegenheiten [§ 8, Abs. (2)] und persönliche Betreuung [§ 10, Abs. (4)] sind den freien Verbänden bei deren Interesse überlassen. Ferner sollen Einrichtungen der Sozialhilfe (Anstalten, Heime, Rehabilitationszentren, fahrbarer Mittagstisch etc.) nur dann errichtet werden, wenn freie Träger das nicht selbst durchführen [§ 93, Abs. (1)].

Kommunales Sozialamt als Ordnungsbehörde, dies dürfte deutlich sein verwaltet vor allem die Geldausgaben an die Klienten, sowie die Finanzierung von Sach- und Dienstleistungen. Die freien Träger führen die personenbezogenen Dienstleistungen durch - errichten und verwalten die dazu notwendigen Einrichtungen.

Werden die Mittel knapp setzt sich das Sozialamt für Kürzungen der Leistungen ein, engt Ermessensspielräume ein, baut eine Hemmschwelle auf und informiert nicht über Ansprüche.

Neben der Sozialhilfe werden die Prozesse im Sozialarbeitssektor wesentlich bestimmt von der Jugendhilfe. Der Bund regelt die Jugendhilfe gesetzlich vor allem im KJHG. Entscheidend aber für die Durchführung der Jugendhilfe ist das kommunale Jugendamt. Es gliedert sich in den Jugendwohlfahrtsausschuß, der die Jugendhilfemaßnahmen plant und berät, und in die Verwaltung des Jugendamtes.

Diese Behörde, dem üblichen Sprachgebrauch folgend als Jugendamt bezeichnet, hat folgende Aufgaben:

Allgemeine Förderung der Erziehung in der Familie
Allgemeine Förderung der jungen Menschen
Die Gewährung von Hilfen zur Erziehung an einzelne junge Menschen
Vormundschaftshilfe und Jugendgerichtshilfe
Schutz von Kindern und Jugendlichen bei der Unterbringung außerhalb des Elternhauses
Mitwirkung bei der Durchführung von Aufgaben anderer Aufgabenträger für junge Menschen (vgl. Flamm 1980: S. 149).

Hinter diesen scheinbar diffusen Aufgaben steht das Ziel, die Qualifikation der Arbeitskraft im umfassenden Sinn neben Familie und Schule zu sichern.

So viel zu diesem Thema für heute; Aktualisierung und Fortsetzung folgt.

Vgl. dazu ebd. Indigo bei Yopi.de
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danisoel

Schule und Erziehung im Dritten Reich

ein Testbericht von 2002-08-09 20:18:37 vom 09.08.2002
Empfehlung: nein
Einige Stichwörter zu:
"Schule und Elternhaus im Dritten Reich"

*Die eigene Meinung und Einstellung war sehr stark vom menschlichen und politischen Einfluss des Elternhauses geprägt,und nicht von der Schule(Normen und Werte).
*Manchmal stellte die Erziehung sogar den klaren Gegensatz zu den Vorstellungen der "Hitler-Regierung"dar.
*Eltern sprachen mit ihren Kindern nur wenig über diese Dinge,weil sie fürchten mussten,dass ihre Kinder ohne Absicht im Gespräch mit Anderen,die Eltern verrieten,und dies könnte lebensgefährlich enden.
*Eltern wurden verpflichten Beiträge für spezielle Propaganda-Filme in der Schule zu zahlen,gegebenfalls wurden Zwangsmaßnahmen angewendet.(Filme mit nationalen Ideen die der Jugend eingedröhnt wurden).
*Zukunftsangst verbreitete sich.
*Der Großteil der Bevölkerung gehörte der katholischen Kirche an,und ihre Gedanken waren meist nicht beim Führer und der NSDAP.Sie empfanden keine sonderliche Begeisterung.
*Allerdings prägte der Krieg und nationalsozialistische Gleichschaltung(=die Gesellschaft wurde zwangsgemäß an die NS ausgerichtet)aller Lebensbereiche die Jugend.(Eine Atmosphäre der Bedrohung entsteht).
*Der "Nationalpolitische Unterricht"war en fester Bestandteil des Unterrichts in der Schule,um Kinder so früh wie möglich beeinflussen zu können.
*Eltern wurden mehrmals bedrängt ihre Kinder in einer "Natonalpolitischen Erziehungsanstalt"("=Napola")oder in einer "Adolf-Hitler-Schule"zu melden.(Besonders bevorzugt waren Kinder mit blonden Haaren und blauen Augen).=Vorbereitung für spätere "NS-Elite"
*Eltern widersprachen oft Hitler`Vorstellungen.
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OLI.G.

Wie gelingt es Hitler und der NSDAP die Mehrheit der Deutschen für sich zu gewinnen?

ein Testbericht von 2002-05-16 16:17:42 vom 16.05.2002
Empfehlung: nein
Hitler und der NSDAP gelang dies durch viele unterschiedliche Taten und Aktionen.
Die Deutschen hatten zum Beispiel die Hoffnung auf eine grundlegende Änderung der deutschen Politik. Dafür schienen ihnen die Abschaffung der Grundrechte und demokratischen Freiheiten als Preis nicht zu hoch. Durch diese Änderung gewannen die Nationalsozialisten die Masse der Deutschen für sich. Außerdem wurden Arbeitsplätze geschaffen, zum Beispiel durch den Bau von Autobahnen, Flugplätzen und öffentlichen Gebäuden. Somit hatte Deutschland einen großen Vorsprung gegenüber anderen Ländern in der Infrastruktur. Die Arbeitslosenzahlen wurden auch durch die Verhaftung als, politische Gegner, von Tausenden arbeitslosen Frauen und Männern gesenkt. Somit wurden sie nicht mehr als Arbeitslose registriert. Aber auch der Anstieg der Nachfrage an Arbeitsplätzen in Zuliefererbetrieben und in der Rüstungsindustrie wurde die Zahl vermindert. Später, durch die Einführung der Wehrpflicht verschwanden weitere Arbeitslose aus der Statistik. Zugleich verschuldete sich aber der Staat auch durch die Schaffung von Arbeitsplätzen. Das Vertrauen zu Hitler wuchs trotzdem mit der Schaffung von Arbeitsplätzen. Des weiteren wurden für die Kranken, Alten und Arbeitslosen Organisationen (Volkswohlfahrt, Winterhilfswerk) zur Linderung der Not gegründet. Es wurde auch eine Organisation Kraft durch Freude (KDF) gegründet, die billige Urlaubsfahrten und kulturelle Angebote ermöglichte um die Arbeitskraft des Einzelnen zu erhalten (Robert Ley). Allerdings musste man sich zum Führer Hitler anerkennen. Und da viele billigen Urlaub haben wollten, taten sie das. Die NSDAP und die Nationalsozialisten versprachen eine Außenpolitik, die auf Beseitigungen auf die Bestimmungen des Versailler Vertrages (Verbot der Allgemeinen Wehrpflicht, Begrenzung der Reichswehr, Entmilitarisierung des Rheinlandes) drängten, die viele Deutsche begeistern konnte. Daher stimmten bei der Volksabstimmung am 29.03.1936 angeblich 98,8% für die Politik Hitlers und der NSDAP. Dieses Ergebnis war aber auch durch die Ausschaltung der Parteien zu Stande gekommen, womit die Menschen für die NSDAP stimmten, weil keine anderen Parteien mehr wählbar waren. Aber auch durch die Propaganda in Presse, Radio und Film wurden die Wähler beeinflusst. Weiterhin hatte Hitler und die NSDAP aber auch von dem Austritt aus dem Völkerbund am 19.10.1933 profitiert. Dadurch erlangten sie mehr militärische Macht. Dann ließ Hitler auch noch den Führer der SA und einige anderen Politiker ermorden, damit die SS und damit Hitler als Führer zur alleinigen Führungstruppe wurde und die Zeit der SA damit zu ende war. Durch diese Taten folgten fast alle Hitler ohne sich erst gegen ihn aufzulehnen.
Hitler hat auch durch das Brechen der Bestimmungen des Versailler Vertrages noch mehr Deutsche auf seiner Seite hatte, die ihm bei seinen Taten alle den Rücken stärkten.
Außerdem hat die aggressive Propaganda der NSDAP die Menschen so überzeugt und bearbeitet, dass sie sich nicht gegen die Politik und Vorgehensweisen der Regierung wiedersetzten.
Ich bin eigentlich nur froh darüber, dass ich nicht in der damaligen Zeit gelebt habe. Ich denke ich hätte mich auch "überreden" lassen, denn was blieb den Menschen anderes übrig???

Oli.G.
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Kommentare
diewicca
diewicca, 26.08.2002
gut und sachlich
gericomi
gericomi, 06.07.2002
ich finde du unterschlaumlgst die innerparteilichen Probleme Hitlers
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Studium Geschichte - id est historia...

ein Testbericht von 2002-03-01 00:57:13 vom 01.03.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: übt kritisches Hinterfragen von Texten, fördert ("humanistische") Allgemeinbildung, man erfährt Wissenwertes nicht nur aus dem Bereich der Geschichtswissenschaft, ...
Nachteile/Kritik: Textflut könnte abschreckend sein
„Noch eine Geschichte!“ forderte das kleine Mädchen und kuschelte sich und „Wauzi“ näher an seine Oma. Oma seufzte, aber ließ sich dennoch zu einer weiteren Geschichte überreden, obwohl das Mädchen eigentlich schon im Bett sein sollte. „Wie war das eigentlich damals, als du in der Schule warst, Oma?“ hatte das Mädchen gefragt und Oma erinnerte sich lächelnd an die harten, aber schönen Zeiten von damals.
Schon bald darauf lernte das Mädchen lesen, und kam über die Erstleseversuche (das waren Todesanzeigen...) zu Astrid Lindgren und Enid Blyton, dann schließlich hin zu vielen vielen Büchern, die erzählten, wie es damals war, in der Zeit, von der seine Oma früher immer erzählt hatte und die es noch immer faszinierten, ob mündliche oder schriftliche Erzählungen.
Das Mädchen wuchs heran (ihr Vater drohte damit, ihr einen Stein auf den Kopf zu legen) und musste bald auf dem Gymnasium einen Leistungskurs wählen. Einer davon stand für sie bereits seit Jahren fest – „Geschichte“ sollte es sein, die Faszination war geblieben, hatte sich durch (guten) Geschichtsunterricht noch verstärkt; das Mädchen hatte inzwischen schon fast den gesamten Bestand an historischen Jugendbüchern der örtlichen Stadtbücherei durchgeschmökert...

Das Mädchen war inzwischen noch größer geworden, und mit dem Abitur für reif (und weise) befunden und in die große weite Welt geschickt worden. Doch so groß die Welt auch war, eine Leidenschaft war geblieben: das Interesse für Geschichte. Daher stürzte sie sich auch auf das Studium der Geschichte. Das ganze auf Lehramt und dazu auch noch Mathe, leichtsinnigerweise, aber das ist ein anderes Thema...

Tja, und nun schreibt das Mädchen als *sannah* Beiträge für dooyoo, weil sie nach wie vor der Meinung ist, dass ihre Meinung andere Leute interessieren oder weiterhelfen könnte – einfach unverbesserlich, die Kleine, nicht wahr?

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Nun studiere ich also mit völliger Hingabe *g* Geschichte und bin hellauf begeistert. Auch die Unmengen an Literatur, die zu bewältigen sind, konnten mich nicht schocken, war ich doch schon von Kindesbeinen an mit einer extremen Leselust gesegnet. Auch wenn es inzwischen eher Fachtexte, und keine Jugendliteratur sind, die ich lese. Die Autoren heißen Chladenius, Schlözer, Weber oder Ranke und sind vor (einigen) hundert Jahren sehr weise Geschichtstheoriker gewesen, die Sachen geschrieben haben, die auch heute noch besprochen werden (müssen). Das Ganze nennt sich dann „Einführung in die Geschichtstheorie“. Doch das ist nur eine der Veranstaltungen, die ich belege.

Kommen wir zunächst zu dem, was man belegen muss, wobei die Vorschriften zunächst einmal von Uni zu Uni variieren können und dann auch noch ein Unterschied zwischen den Lehramts- und den Magisterstudiengang besteht.
Vier Proseminare in allen Epochen, also „Alte Geschichte/Antike“, „Mittelalter“, „Neuzeit“ (16.-19. Jh.) und „Zeitgeschichte“ (19.-20 Jh.) für Magister (M.A.), die Lehramtsstudenten (LA) müssen entweder Neuzeit oder Zeitgeschichte belegen, dazu kommt dann aber noch ein Proseminar in „Didaktik der Geschichte“. Proseminare dienen dazu, Formen der wissenschaftlichen Arbeit kennenzulernen – es werden Referate gehalten und/oder Hausarbeiten geschrieben, um Leistungsscheine zu erwerben, die man dann für die Zulassung zur Zwischenprüfung nachweisen muss. Diese findet i.d.R. nach dem 4. Fachsemester statt.
Außerdem müssen noch verschiedene Vorlesungen oder Übungen besucht werden, für LA kommen dann noch Schulpraktische Übungen und Praktikumsvorbereitung dazu. Gemessen wird in Semesterwochenstunden, den Nachweis über den Besuch von Veranstaltungen wird hier über Studiennachweise bzw. Teilnahmescheine erbracht. Die Bedingungen dafür sind verschieden, manchen Professoren reicht die pure Anwesenheit, andere wollen eine Bibliographie etc. zum Thema sehen.
Kommt man dann nach bestandener Zwischenprüfung ins Hauptstudium, sieht die Sache ähnlich aus, abgesehen davon, dass man statt Proseminaren jetzt Hauptseminare hat – der einzige Unterschied besteht im Anspruch (man hat ja jetzt Übung) und in der geforderten Länge der Hausarbeit. Nach einer Regelstudienzeit von 10-12 Semestern (als M.A. überziehen viele, weil sie die Chance eines Auslandssemesters nutzen - die internationalen Kontakte sind gerade in diesem Fach besonders gut ausgeprägt) kann man sein Studium dann mit der Magisterprüfung bzw. dem ersten Staatsexamen beenden. Dazu schreibt man u.a. noch einmal eine schlaue wissenschaftliche Arbeit. Näher habe ich mich mit dem Thema allerdings noch nicht auseinandergesetzt – ist ja noch lang hin! *g*

Wo wir grad beim Ausland waren – so einfach darf man Geschichte dann doch nicht studieren, sondern es müssen bestimmte Sprachkenntnisse nachgewiesen werden: Kenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen und (jetzt kommt der Haken) auch in Latein. Zumindest Englisch stellt kein Problem da (ist ja überall Pflicht ab Klasse 5), als zweite Fremdsprache wird Französisch empfohlen, da viel Fachliteratur aus dem frankophonen Bereich im Original gelesen wird, aber zumindest hier in den neuen Bundesländern gehen viele auch noch mit Russisch durch. Das größte Problem stellen für die meisten, die sich Latein nicht grad als zweite Fremdsprache gewählt haben, die geforderten lateinischen Sprachkenntnisse dar. Doch dafür ist das Sprachenzentrum der Uni da, das Kurse anbietet (Achtung: rechtzeitig einschreiben!); entweder schreibt man (als Autodidakt) nur die abschließende Klausur mit oder man besucht drei Semester lang diesen Sprachkurs.

Hat man all diese Hürden umschifft, lebt es sich recht sorglos. Nur muss man sich – wie schon anfangs erwähnt – durch eine Textflut quälen. Denn die wichtigste Fähigkeit, die man während des Studiums erlernt, ist der kritische Umgang mit Texten: Sachverhalte zu hinterfragen, zu analysieren und selbstständig Thesen zu erarbeiten.

Und genau das ist der Grund, warum es viele „fertige“ Historiker nicht mehr ins Museum oder ein Archiv zieht, sondern in die Medienbranche oder an andere Positionen bei Unternehmen, bei denen kritisches Hinterfragen von Zusammenhängen gefragt ist. Auch wenn es weiterhin jede Menge Unkenrufe gibt, dass ein Geschichtsstudium in der Arbeitslosigkeit enden wird – man sollte sich in diesem Fall eher nach seinen Interessen richten als nach der Arbeitsmarktprognose, die sich schon oft genug geirrt hat.


Also geht meine Empfehlung an alle Geschichtsbegeisterten da draußen, die sich auch von dem theoretischen Anteil nicht schrecken lassen – es ist nicht alles Zuckerschlecken!
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