Gigabyte GA-6WMM7 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Das Board ist klein – die Leistung fein
ein Testbericht von Herr_Tom2006-04-12 09:41:47vom 12.04.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Einfach zu handhaben, auch erweiterungsfähig...Nachteile/Kritik: Nur zwei USB-Ports
Jeder, der sich für PCs zumindest ein wenig interessiert bzw. beschäftigt, weiß, dass das Herzstück von solch einem Gerät die Hauptplatine d.h. das Mainboard oder Motherboard darstellt, von dem aus alles zu funktionieren hat.
Dies war schon immer so und wird auch zukünftig so sein, weshalb man beim Kauf eines solchen Produktes oder eventuell auch kompletten PCs darauf achten sollte, um was für ein Board es sich dabei eigentlich handelt.
Während vor einigen Jahren die Motherboards noch recht groß und sperrig waren, sind die heutigen doch relativ kompakt und mit zahlreichen Funktionen ausgestattet, die man vor einigen Jahren bei diesen Teilen nicht finden konnte wie beispielsweise Grafik oder Sound on Board, wofür man früher separate Steckkarten benötigte. So verhält es sich mitunter auch bei dem Socket 370 Mainboard 6WMMC7 der gleichnamigen Serie von Gigabyte. Zu dieser Serie zählen auch die Motherboards mit der End-Kennung –1, -E1 sowie E2.
Dieses befand sich in meinem PC, den ich mir vor längerem zugelegt hatte. Man bekommt es mittlerweile schon recht preisgünstig mitunter auch bei Auktionen wie Ebay.
- Lieferumfang -:
Sofern das 24,3 x 19 cm kleine Mainboard nicht schon in einem ATX-Gehäuse beim Erwerb als Komplettsystem installiert wurde wie es bei mir der Fall war, gehört zum Lieferumfang auf jeden Fall ein Kabel-Set für die Festplatten sowie für die Floppys hinzu, eventuell auch noch für den COM-Anschluss.
Darüberhinaus eine Intel Chipset Series Motherboard Utility CD mit Chipsets/Audio/Network Drivers, Intel LDCM (LANdesk Client Manager), Bios, Easy Tune, Norton AntiVirus, Personal Firewall 2001 usw. Mit dabei war natürlich auch ein Handbuch in Englisch.
- Leistung -:
Im Gegensatz zu dem Motherboard mit der Endkennung –1, ist diese Hauptplatine mit einem Pentium III FC-PGA-Support ausgestattet, sodass der Einsatz von 370 Socket CPUs mit einer externen Geschwindigkeit von 66 MHz FSB wie bei Intel Celeron CPUs vom Typ 200-533 möglich ist oder aber mit 100/133 MHz FSB von Intel Celeron oder Pentium, also Prozessoren vom Typ 300-800/400-1066 Taktfrequenz.
Markant ist an dem Board, dass eben die Grafikfunktionen im Chipsatz Intel 810E integriert sind. Gleiches gilt für die Soundfunktion, die sich ebenfalls auf der Hauptplatine befindet, im Chip AC97-Codec.
Beide lassen sich darüber hinaus aber auch im Award-Bios/4 M bits Flash ROM Version 6.00PG GWMMC7 F8 von 3/01 deaktivieren, wenn man sich eine separate Grafikkarte oder Soundkarte installieren möchte. Dies erfolgt für die Soundkarte im Untermenü Integrated Peripherals unter AC97 Audio, für dieGrafikkarte im selben Untermenü unter Init Display First.
- Zwei Speicherbänke für 168 pins DIMM-Module in den Größen von 16, 32, 64, 128 und
256 MB, wobei PC-100 SDRAMs unterstützt werden bis maximal 512 MB. Änderungen an der Speicherbestückung können gegebenenfalls auch manuell im Bios Untermenü Advanced Chipset Features vorgenommen werden. Dort kann man im übrigen auch unter Local Memory Frequency erkennen, dass das Einsetzen von Speichermodulen mit einer höheren Frequenz – also mit 133 MHz nicht möglich ist.
- Drei Überwachungsfunktionen – zum einen den sogenannten Speaker Alarm, der sich
einschaltet, wenn ein
CPU-Fehler auftritt oder die CPU überhitzt sein sollte. Dann ein
automatisches Verringern der CPU Geschwindigkeit bei Überhitzung, sowie eine
Überwachung des Monitor Power Status, eine Überwachung des Gesamtzustands des
Systems, was vom Bios übernommen wird und zwar im Untermenü PC Health Status.
- Gemäß für Pentium 3 Prozessoren wird der L2 Cache Memory unterstützt.
- An Steckplatzen für eine Grafikkarte, Soundkarte, Netzkarte, Internes Modem usw. sind 3
and der Zahl mit 33 MHz für Master/Slave PCI-BUS vorhanden
- Ein Port für AMR (Audio Modem Riser)
- Festplatten vom Typ ATA 66/DMA 33 können durch die beiden Master-Anschlüsse insgesamt 4 angeschlossen werden, ebenso natürlich auch ATAPI-CD-ROMs wie CD-ROM Laufwerke, Brenner, DVD-Laufwerke oder Streamer.
- Zwei Floppys entweder für 1,44/2,88 Zoll oder 5,25 Zoll können an dem vorhandenen
Anschluss installiert werden.
- Durch das Vorhandensein von 2 COM Ports ist der Anschluss eines Modems, eines
zusätzlichen Druckers, eines Scanners oder sonstiger externer Geräte kein Problem.
- Der LPT Port ist auch hier in erster Linie für den Anschluss eines Druckers gedacht.
- Für neuere Geräte mit USB-Anschluss wie bei mir eine Web-Cam, sind nur zwei USB-Anschlüsse vorhanden, reichen bis auf weiteres allerdings noch aus.
- Für Maus und Tastatur mit PS/2-Anschluss, die mittlerweile zum Standard geworden sind,
gibt es demzufolge auch zwei Anschlüsse.
- Ein Display-Cache von 4 MB
- Außerdem 1 Port für VGA, Joystick, Line-In und Line-Out, Mikrophon, Kopfhörer
- Erfahrung -:
Obgleich ich das Motherboard seit mittlerweile über drei Jahren besitze, hatte ich bis dato keinerlei Probleme, was ich als überaus erfreulich bezeichne und was nicht unbedingt so sein müsste, zumal eben Sound und Grafik on Board sind, was bei einigen Motherboards durchaus auch zu Problemen führen kann.
Diese blieben bei mir glücklicherweise jedoch aus, obwohl das Board zeitweise auch ziemlich beansprucht wird, da doch recht viele Komponenten innerhalb des Towers angeschlossen sind.
Gleichermaßen verhält es sich mit externen Geräten, die ich seit damals nach dem Kauf des PCs daran angeschlossen hatte, die aber immer einwandfrei erkannt wurden und alle entsprechend normal laufen.
Gut finde ich auch, dass man mit der Software EasyTune III durchaus noch etwas aus der CPU herauskitzeln kann, indem man eine Übertaktung vornimmt, womit durch die entsprechenden Überwachungsfunktionen zwar nichts passieren sollte, ich allerdings trotzdem vorsichtig wäre.
Ich selbst hab eine CPU 900 von Celeron mal lediglich auf 946 hochgetaktet, dies allerdings trotz entsprechender geringfügiger positiver Auswirkungen auf die Geschwindigkeit trotzdem wieder rückgängig gemacht.
- Fazit -:
Das Motherboard ist jetzt zwar nicht mehr neuesten Datums, man kann es aber nach wie vor prima zum Einsatz bringen, gerade wenn man daran denkt, sich einen Zweit-PC zusammen zu stellen.
Ich werde es vermutlich noch einige Zeit im Einsatz haben, weil ich mit ihm eben keinerlei Probleme hatte und ich dieses Motherboard demzufolge ohne wenn und aber empfehlen kann.
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