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Gigabyte GA-K8NS-939 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Ultra ist schnell
ein Testbericht von Merlin012006-12-15 17:20:54vom 15.12.2006Empfehlung: ja
Vorteile: sehr stabil, hohe kompatibilität...Nachteile/Kritik: kein sli betrieb, kein pci express steckplatz
Auch meine Jungs wollen einen guten und schnellen PC. So auch der Jüngste. Nachdem bei ihm ein System mit einer Slot A CPU lief sollte und musste ein neues Board her. Vor ca. zwei Jahren war der Sockel 939 technisch das Beste. Da ich ein Nvidia Fan bin, sollte das Mainboard mit dem neuesten Chipsatz betrieben werden. Das war der nForce3 Chipsatz. Da es diesen in unterschiedlichen Versionen gab wollte ich den in der Ultra Spezifikation. Bei dem Kauf war es mal wieder so wie es meistens ist, heute entschieden und sofort kaufen. Eine lange Zeitverzögerung wurde nicht hingenommen und los ging es.
Hersteller
Vor ca. 20 Jahren wurde die Firma Gigabyte in Asien gegründet. Wie die meisten Hardwarehersteller aus diesem Raum nimmt sie eine führende Stellung im Hardwaresektor ein. Neben Motherboard werden auch Server, Grafikkarten, Kühler, Netzteile, Notebooks, Netzwerkzubehör und digitales Zubehör für Home Entertainment Anlagen produziert.
Kauf/ Bezahlung/ Lieferung
Das Board habe ich online bei der Firma Mix- Computer aus Gießen gekauft. Zum Kauftermin im März 2005 kostete das Ganze 99,87 € plus Versand. Die Bezahlung konnte auf Rechnung erfolgen und das Paket war nach vier Tagen bei mir. Mix Computer ist ein sehr zuverlässiger und schneller Onlinehändler.
Verpackungsinhalt
Im bunten Karton befanden sich:
Motherboard K8NS Ultra 939
Bracket für USB Anschluss
Bracket für Fire wire
Bracket für SPDIF Out
Handbücher
2 x Kabel für SATA Festplatten
Adapter für Stromanschluss SATA Festplatten
1 x IDE Kable 80-polig
1 x Floppy Kabel
Treiber CD mit Norton Internet Security 2004
Technische Daten
CPU Unterstützung für Sockel 939 für Athlon 64/ 64 FX/ 64x2 und Opteron; 2000 MHz SystemBus
IDE Connections 2 x IDE UDMA33/ ATA 66/ ATA 100/ ATA 133 für 4 IDE Anschlüsse
Anschluss für bis zu 2 FDD
Onboard SATA 4 x SATA Anschlüsse; 2 x Nvidia nForce3 Ultra Anschlüsse und 2 x SIL 3512 Anschlüsse
Onboard LAN 1 x Marvell 8001 Chip (10/ 100/ 1000 Mbit); 1 x ICS 1883 Chip (10/ 100 Mbit) mit 2 x RJ 45 Port
Onboard Audio Realtek ALC850 Codec; Unterstützt 2/ 4/ 6/ 8 Kanal; SPDIF in/ out; CD in und Game Anschluss
Onboard SATA RAID 1 x Nvidia nForce3 Ultra Chipsatz für RAID 0 und 1; 1 x Silicon Image Sil 3512 Chipsatz für RAID 0 und 1
I/O Control IT8712
Rückseite:
2 x PS/2 für Tastatur und Maus
1 x IrDA Anschluss
1 x Front Audio Anschluss
3 x IEEE 1394b Anschlüsse
8 x USB 2.0/ 1.1 (4 hinten und 4 forne mit Kable)
2 x Serial Anschluss (Com A und B)
1 x parallel Anschluss für Normal/ EPP/ ECP Modus
Formfaktor ATX
BIOS Award mit DualBios Unterstützung und Q-Flash
Unterstützt das Übertakten über die Voltzahl im Bios und das Ändern des Multiplikators im Bios
Hardwaremonitor CPU/ System/ Power Fan speed detection; CPU/ System/ Power Fan failure Warnung; CPU Temperatur Überwachung und Anzeige; System Voltage Anzeige; Überhitzungs-Schutz-Funktion; CPU Kühler Überwachungsfunktion
Einbau
Der Einbau gestaltet sich unkompliziert. Nachdem der Rechner heruntergefahren ist und die Abdeckungen entfernt
sind, kann das alte Board ausgebaut werden. Alle Verbindungen zum PC sind zu trennen, der Rechner und der Mann am Schraubendreher sind zu erden und dann können alle Verbindungen zum Motherboard getrennt werden. Vielleicht könnte es hilfreich und nützlich sein, die IDE Kable aus dem Gehäuse zu nehmen. Die Kabelverbindungen vom Netzteil sollten so gesichert werden, dass sie nicht immer wieder auf das Board fallen. Nun können alle Steckkarten entfernt werden. Jetzt werden die Schrauben gelöst, die das Board mit dem PC verbinden. Davon gibt es 6 bis 8 je nach Board. Dabei ist mit besonderer Sorgfalt zu arbeiten. Mit dem Schraubendreher bitte dabei kein Kontakt mit dem Board vornehmen. Jetzt kann das Board aus dem PC gehoben werden. Die noch verbleibende CPU und der Lüfter passen in der Regel nicht auf das neue Board. Sie können auf dem alten Board verbleiben um den Einbau in einen anderen PC zu erleichtern. Wenn es erforderlich ist, können die RAM Module entfernt werden.
Wenn man nun in den PC schaut, sieht man die verblieben Auflagebolzen für das Motherboard. An diesen Stellen werden dann die Schrauben fixiert, die das ganze dann Halten. Bei Bedarf kann nun auch noch mal schnell der restliche Staub aus dem PC geblasen oder gesaugt werden.
Zum Einbau des neuen Boards wird zuerst die CPU gesockelt und der entsprechende Lüfter montiert. Wie das genau geht, könnt ihr in meinen anderen Berichten lesen. Nun wird das Board in den PC gesetzt. Dabei werden die Löcher über die Bolzen geschoben. Am Besten macht es sich, wenn das Board beim Einführen zuerst an der Rückseite genau eingepasst wird. Die silberne Rückabdeckung muss dabei genau eingepasst werden. Nun werden die Schrauben eingesetzt. Alle Schrauben erst mal leicht anziehen und wenn alle eingesetzt sind, festziehen.
Nun werden die RAM Module wieder eingesetzt und alle Karten montiert. Dann wird die Stromversorgung angeschlossen. Die IDE Kabel und die SATA Kabel werden gesteckt. Nun sollten alle Anschlüsse wieder vorhanden sein. Der Einbau ist abgeschlossen. Alle zusätzlichen Module können anhand der Bedienungsanleitung genau identifiziert werden und mit der richtigen Steckverbindung verbunden werden.
Besonderheiten des Boards
Die Besonderheiten des Ultra Chipsatzes liegen vor allem in der Unterstützung von DDR RAM 400. Hier wird im Dualchannel Betrieb die maximale Performance aus dem System geholt. Weiterhin unterstützt der Chipsatz den DualLAN Betrieb, die RAID Funktion und den Anschluss von SATA Platten.
Bei der Verwendung von mehreren Festplatten könne diese zu einem RAID Verbund zusammengeschlossen werden. Es werden dabei RAID 0 und 1 unterstützt. Leider führt dies nicht zu einer Verbesserung der Performance sonder erhöht nur die Datensicherheit.
Das Board unterstützt den Dualchannel Betreib der RAM Module. Dabei müssen zwei oder vier baugleiche Dimms verbaut werden. Hier bietet es sich an, so genannte Kits zu kaufen. Dabei werden vom Hersteller zwei dieselben Module in einer Verpackung verkauft. Anhand einer Kompatibilitätsliste kann der beste Hersteller ausgewählt werden. Beim Kauf der Module sollte man vor allem auf die Latenzzeiten geachtet werden. Je geringer desto besser. Ein werkseitig verbauter Kühlkörper bietet hier nochmals Übertaktungspotential.
Mit den mitgelieferten Brackets kann man das System mit einer Fire Wire Schnittstelle ausrüsten.
Durch das Dual BIOS System, wird die Sicherheit des PC erhöht Sollte es zu einem Crash des BIOS kommen übernimmt automatisch das zweite BIOS die Funktion und stellt den Lieferzustand des ersten BIOS her. Dies wird außerdem durch die Xpress BIOS Rescue Funktion unterstützt.
Das Board besitzt eine CPU Overhead Protection Funktion. Diese Schützt die CPU vor Überhitzung und fährt bei Bedarf das System herunter, bevor der Prozessor zerstört wird. Diese Funktion ist sehr gut für Übertakter geeignet, da es nicht zu einer Überbeanspruchung der CPU kommen kann.
Durch die integrierte Smart Fan Funktion wird die CPU und die North Bridge entsprechend der Belastung gekühlt. Dies führt zu einer Reduzierung der Geräuschkulisse.
Die verbauten Komponenten
Netzteil 450 W
Graka Pixelview Nvidia 6600 GT AGP
Soundkarte Sound Blaster 5.1
CPU Athlon 64 3200+
Lüfter Zalman
RAM 2 x 512 MB DDR 400 mit CL 2,5
DVD Laufwerk Toshiba
DVD Brenner LG
Floppy Teac
Tastatur Logitech G15
Mouse Logitech MX 1000 Laser
Monitor Xerox XL 775D
Stabilität/ Kompatibilität
Das System läuft perfekt. Dafür ist sicher zum einen des Betriebssystem Windows XP SP2 zuständig aber auch das Layout des Boards. Alle verbauten Komponenten und verwendeten Treiber laufen sehr stabil. Die USB Unterstützung läuft ohne Bluescreens ab.
Um beim Kauf von Grafikarten, CPU Lüftern und RAM Module sollten herstellerseitige Hinweise bzw. Kompatibilitätslisten eingesehen werden.
Auch neueste Hardware wird problemlos erkannt und stellt für das Board kein Problem dar.
Lautstärke/ Wärmeentwicklung
Das Board arbeitet mit einer normalen Lautstärke. Es entsteht im Betrieb, auch unter Volllast, kein störendes oder nervendes Geräusch. Die Lüfter werden über das oben erwähnte Smart Fan System sehr gut gesteuert. Die Kühlung der North Bridge verursacht einen leicht erhöhten Geräuschpegel. Durch den kleinen aber sehr hoch drehenden Lüfter hört man dabei ein leichtes surren.
Die Wärmeentwicklung kann als gering betrachtet werden. Das innere des PC wird nicht wärmer als 40 °C und die CPU nicht wärmer als 65 °C. Durch den Einsatz eines Gehäuselüfters wird die warme Luft gut abtransportiert.
Geschwindigkeit
Die Geschwindigkeit des Systems kann im Vergleich zu heutigen PC's als gut bezeichnetet werden. Durch den Einsatz von aktuellen CPU's wird eine hohe Rechenleistung erzielt. Die Verwendung von DDR 400 RAM erlaubt einen schnellen Datenaustausch und erzielt in Verbindung mit niedrigen Latenzzeiten und Dualchannel ein zügiges Arbeiten. Durch das BIOS kann das System weiter übertaktet werden. Hier kann eine Rate von 10 % als gut geeignet empfohlen werden. Der Schwachpunkt bei der Geschwindigkeit liegt in der Verwendung des AGP Garfikslots. Diese ist zum heutigen Tag nicht mehr aktuell und fällt in Punkto Speed hinter dem PCI Express Slot ab. Das Board besitzt keinen SLI Support. Da die Schnellen AGP Karten langsam aussterben und die neuen Chipsätze der GraKa Hersteller nur noch PCI -Express unterstützen, ist die Lebensdauer hier beschränkt. Vor allem ambitionierten Spielern empfehle ich lieber ein anderes Board mit PCI- Expresslot zu kaufen.
Aktuelle Spiele werden aber ohne Probleme mit einer 6600 GT Karte unterstützt und wiedergegeben.
BIOS
Auf diesem Board werkeln zwei 4 MB große Award Bios. Dieses kann in verschieden Sprachen betrieben werden, somit auch in Deutsch. Es lässt sich über das mitgelieferte Bios Flash Programm über eine Windowsoberfläche einfach und komfortabel updaten. Um bei diesem verfahren ganz sicher zu gehen ist hier ein so genanntes Dualbios verbaut. Das heißt neben dem eigentlichen Bios ist ein zweites Bios vorhanden, das bei einem Crash sofort die Arbeit übernimmt. Über die Q- Flash Funktion werden alle Parameter gesetzt, um ein Flashen so sicher wie möglich zu machen.
Eine Besonderheit ist hier das MB Intelligent Tweaker (MIT). In verschiedenen Untergruppen kann die CPU Frequenz, die AGP Frequenz, die CPU Voltzahlkontrolle, die CPU Voltzahl und die AGP DDR RAM und HT Link voltage control in einzelnen Schritten erhöht werden. Dabei soll man auch bei diesem Board vorsichtig vorgehen, damit keine der sensiblen Komponenten durch eine Überspannung kaputt geht. Sollte der Rechner nicht mehr starten, kann über einen Jumper auf dem Board oder durch Herausnehmen des CMOS Batterie ein Reset auf den Lieferzustand hergestellt werden.
Software
Die auf der Support CD vorhandene Software lässt sich einfach und leicht installieren. Die Treiber waren zum damaligen Zeitpunkt aktuell. Daneben wurde Software für den Betrieb des Soundchips mitgeliefert. Hiermit habe ich keine Erfahrungen sammeln können, da ich eine separate Soundkarte habe.
Es empfiehlt sich nach dem stabilen Betrieb des Systems immer die aktuellen Nvidia Treiber für Chipsatz und GraKa zu installieren. Mit den Treiben werden dann kleinste Mängel behoben und die Stabilität und Performance weiter erhöht.
Dazu trägt auch ein BIOS Update bei.
Handbuch
Das Handbuch ist in englischer Sprache verfasst. Es erläutert eindeutig, wie die Hardware verbaut bzw. die beiliegende Software genutzt werden sollte. Neben Textpassagen findet man auch viele Bilder und Skizzen, die bestimmte Problemfelder noch einmal ausführlich beleuchten. Trotz englischer Sprache werden verschieden Bios Einstellungen und die Installation und Nutzung der beiliegenden Software einfach und verständlich beschrieben.
Die Installation der Treiber und der Software wird gezeigt und die Einrichtung der Soundfunktionen und des RAID Systems beschrieben.
Homepage
Die Homepage des Herstellers ist sehr gut zu erreichen du auch ebenso strukturiert. Sein Produkt lässt sich schnell finden. Auf der Seite werden neben weiterführenden Informationen die neuesten Daten dem User zur Verfügung gestellt. Man kann hier das BIOS updaten, eine CPU Liste einsehen und das Handbuch auf den neuesten Stand bringen.
Fazit
Das Board liefert auch zum heutigen Zeitpunkt eine ansprechende Leistung in allen Bereichen. Die sehr gute Verarbeitung und Kompatibilität macht es zu einem Board, das gut übertaktbar und trotzdem sicher arbeitet. Leider wird keine PCI Express oder SLI Funktion unterstützt. Diese waren aber beim Kauf nicht mit diesem Chipsatz verfügbar und steckten noch in den Kinderschuhen.
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Produktbeschreibung Gigabyte GA-K8NS-939
Technische Daten und ProdukteigenschaftenMotherboard Socket939 nVIDIA nForce3 Ultra AGP/5P SATA RAID GLAN