Ich habe erst vor kurzem mit dem Zigarrerauchen angefangen. Vorher habe ich mehr dem Pfeifentabak gehuldigt. Zwei bis drei Pfeifen pro Monat waren so mein Pensum. Für mich war das stets Genuß und nicht etwa Sucht. In punkto Zigarre läuft es bei mir auf das gleiche Monatspensum hinaus. Generell mag ich lieber milde Tabake. Deshalb habe ich mich vom Start weg für Zigarren aus der Dominikanischen Republik interessiert und die Griffins gehören in diese Kategorie...
Verpackung:
Es gibt sie einzeln in Tubos (nicht die Maduro) oder zellophaniert (allerdings nicht luftdicht -> gleich rauchen oder im Humidor lagern...). Die Tubos gibt es in Pappschachteln à 3 Stück, in den Verpackungen der "Zellophanversion" sind 4 Stück enthalten. Ansonsten gibt es die natürlich auch in Kisten (Tubos à 20, sonst à 25 Stück). Das Design der Verpackung erinnert an die Davidoff - und warum? Die Griffins sind eine Untermarke der Davidoffs. Die Ähnlichkeit hat also ihren Grund. Die Farbe der Verpackung ist weiß mit der Aufschrift "Griffins" sowie Angabe des Formats. Zusätzlich ist noch das Logo der Marke, ein Bild von einem Greif (engl. Griffin; eine Art Löwe mit großen Schwingen...), abgebildet.
Die Tubos sind farblich eher hellgrau, entsprechen ansonsten dem Design der Umverpackung. Zur Verfeinerung des Geschmacks sind sie noch mit einem Blatt aus Zedernholz ausgestattet.
Verarbeitung:
Die Griffins - alle Formate und damit auch die Robusto - sogenannte Longfillerzigarren (d.h. die Füllung ist aus ganzen Tabakblättern gerollt). Es gibt die Robusto in zwei Ausführungen: mit Connecticut Shade Deckblatt (hell- bis mittelbraun) und die Maduro (ein dunkles Rotbraun). erstere Version hat eine sehr gleichmäßige Oberflächenstruktur während die Maduro ein Deckblatt hat, das deutlich grober wirkt. Dies ist jedoch keineswegs ein Qualitätsmangel (ganz im Gegenteil), sondern hängt damit zusammen, daß die Madurodeckblätter speziell fermentiert werden und diesen Prozess "überleben" nur Tabakblätter mit einer etwas kräftigeren Struktur. Beide Versionen liegen leicht in der Hand und wirken angenehm fest. Qualitätsmängel habe ich bislang bei keiner feststellen können (bislang habe ich so rund 10 Stück geraucht...).
Brandverhalten:
Optimal! Sowohl die Robusto als auch die Robusto Maduro brennen sehr gleichmäßig und bieten Rauchgenuß für ca. 1 bis 1 1/2 Stunden. Bei der Maduro muß man mitunter ein klein wenig pusten (die Glut), da es bei dieser aufgrund des groberen Deckblattes hier und da mal vorkommen kann, daß die nicht 100%ig gleichmäßig brennt. Alles in allem macht sich die o.a. hohe Verarbeitungsqualität deutlich bemerkbar; auch der Zug war stets gleichmäßig sehr gut.
Geschmack:
Beide Versionen der Griffin Robusto schmecken überaus mild und doch aromatisch. Die Maduro entfaltet aufgrund ihres fermentierten Deckblatts eine etwas würzigere und intensivere Süße. Mein härtester Kritiker in Sachen Geschmack ist mein empfindlicher Hals. Ist die Zigarre zu "scharf", dann bringt dieser seinen Protest zum Ausdruck, indem er schlicht anschwillt oder gar schmerzt. für beide Griffins gilt jedoch, daß er nix einzuwenden hatte; es war also ein Genuß ohne Reue.
Fazit:
Beide Domingos kosten etwa 6,90 EURO. Das ist zwar irgendwo auch ein stolzer Preis aber bei 2 - 3 Zigarren pro Monat kostet das dann immer noch deutlich weniger als die schnelle Fluppe von der man 1 ganzes Päckchen pro Tag qualmt und die geschmacklich nicht im entferntesten mithalten kann. Im Vergleich zu manch einer Havanna, die mit über 20 EURO zu Buche schlagen kann sind
die Kosten moderat, die Qualität mindestens ebenbürtig und vor allem für Einsteiger ( wie mich...) ein guter Schritt ins Reich der Zigarre. Mich hat die Griffin begeistert. Ich werde wohl noch andere Zigarren testen aber vor allem die Griffin Robusto Maduro wird fortan zu meinen Lieblingen zählen, da ihr spezieller Geschmack mir auf Anhieb gefallen hat.
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ein Testbericht von Seher_Berlin2008-02-20 18:30:28vom 20.02.2008Empfehlung: ja
Vorteile: sehr mild, gute Qualmentwicklung, angenehmer Geschmack...Nachteile/Kritik: -
Die Griffins Robusto ist meiner Ansicht nach eine ausgezeichnete Zigarre für den Spätnachmittag des Wochenendes.
Die durchschnittliche Rauchzeit dieser Zigarre liegt bei ca. 60 bis 90 Minuten. Das heisst, sie ist etwas für den angenehmen Genuss, der mit etwas Zeit verbunden ist. Aufgrund ihrer Milde und des recht angenehmen Geschmacks ist die Griffins Robusto sowohl für den Einsteiger in das Zigarrenrauchen als auch für den Erfahrenen und 'Profi' geeignet.
Ein - entsprechende Lagerung vorausgesetzt - kräftiger und voller Qualm verkünden der Umgebung, dass hier ein Genuss-Mensch am Werk ist und es sich selbst gut gehen läßt.
Das Format einer Zigarre spielt natürlich eine wichtige Rolle bei der Kaufentscheidung. Wobei natürlich hier das Format Robusto schon etwas "Ordentliches" darstellt.
Die handlichen Maße der klassischen Robusto liegen bei einer ungefähren Länge von 13 Zentimetern und weisen dabei einen Durchmesser von gut 2 Zentimetern auf.
Schon diese Dimensionen der Robusto ansich bringen dem Geniesser das Gefühl, dass er auch etwas wertvolles und einmaliges in der Hand hält. Die Format liegt ähnlich gut und "schwer" in der Hand, wie ein gutes Glas Whisky oder dunkler Rotwein, die sich hervorragend als Ergänzung zu einer Milden Griffins eignen. Das Aroma der Zigarre wirkt hierbei keineswegs störend oder domininierend. Hier kann zu einer sehr geschmacklichen Ergänzung kommen.
Dennoch ist die Griffins Robusto für den Spätnachmittag keinesfalls überdimensioniert; im Gegenteil. Sie verlangt dadurch vom Geniesser auch einen Teil Entspannung und Ruhe, die sich wohl jeder am Wochenende nach einer anstrengenden Arbeitswoche sehr gerne nimmt.
Der Tabak der Griffins Robusto kommt aus der Dominikanische Republik - auch dies ein Zeichen der guten Wahl beim Kauf einer Griffins.
Die Griffins ist quasi das Entré in den Wochenendabend. Nach dem Genuss der Zigarre am Spätnachmittag können die Abende der Wochenenden kommen. Hier kann der Geniesser dann auf einen kräftigeren Tabak umsteigen und sich dem Abend und der Zigarre widmen.