Grüner Mars (Mars-Trilogie 2) - Kim Stanley Robinson
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Grüner Mars (Mars-Trilogie 2) - Kim Stanley Robinson

Platz 75 in der Kategorie "Medien & Unterhaltung Bücher - F-K". Gebundene Ausgabe - 908 Seiten - Heyne Erscheinungsdatum: November 1997 ISBN: 3453094298 ...mehr
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Grüner Mars (Mars-Trilogie 2) - Kim Stanley Robinson Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

mima007

Mars wird frei: Revolution number 2!

ein Testbericht von 2004-05-19 17:17:09 vom 19.05.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: mitreißende Saga der Mars-Eroberung, genau gezeichnete Charaktere, kühne Vision ...
Nachteile/Kritik: viel Wissenschaftsjargon, fehlerhafte Übersetzung, , gibts nur noch bei Ebay & Co.
Dies ist die direkte Fortsetzung von "Roter Mars" (siehe dort) und wird mit "Blauer Mars" 1999 - das Original erschien 1996, doch die Übersetzung dauerte ewig - fortgesetzt.

Der Autor
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Kim Stanley Robinson, geboren 1952 und passionierter Bergsteiger, gehört seit seiner Doktorarbeit über Philip K. Dick und diversen Romanen zur Autoren-Mannschaft, die Mitte der achtziger Jahre als "Humanisten" bezeichnet wurde. Damit stellte man ihn in Opposition zu den neuen "Cyberpunks" um William Gibson und Bruce Sterling, die neue Techniktrends aufgriffen und kritisch verarbeiteten. KSR selbst hat es stets als lächerlich abgelehnt, dieses Etikett auf sich selbst anzuwenden. Er legte in seiner bekannten Orange County Trilogie (The Wild Shore; The Gold Coast; Pacific Edge; 1984-1990) mehr Wert auf gute Charakterisierung der Figuren, eine Vision gesellschaftlicher Entwicklung und die Überzeugungskraft seiner Ideen. Das hat mir immer am besten an seinen Büchern gefallen.

Wesentlich bekannter wurde Robinson mit seiner Mars-Trilogie Red Mars, Green Mars und Blue Mars, die in naher Zukunft zu einer Kurzserie fürs Fernsehen gemacht werden soll. Danach folgten die umfangreichen Romane "Antarktika" (Umweltthriller) und "The Years of Rice and Salt" (Alternative History), dem im Juni 2004 ein weiterer Roman folgt. Im Herzen ist KSR stets ein Erforscher.

Vorgeschichte
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D ie Trilogie besteht aus den Bänden Roter Mars, Grüner Mars und Blauer Mars. Diese Titel verraten bereits die ökologische Entwicklung, der der Rote Planet unterworfen wird, sobald im Jahr 2027 die ersten hundert Wissenschaftler gelandet sind. Gnadenlos wird der Planet terraformt, allerdings von rationalen Experimentierern, die damit ein tolles Spielzeug gefunden zu haben glauben. Der Rote Planet wird von den großen übernationalen Konzernen der Erde als auszubeutendes Territorium ohne eigene Regierung betrachtet. Millionen von billigen Arbeitskräften werden in zerbrechlichen Kuppelstädten angesiedelt, um die Bodenschätze abzubauen, so etwa radioaktives Uran! Die übervölkerte Erde, geplagt von Bürgerkriegen und Umweltzerstörung, will ihren Überschuss loswerden. Es ist der radikale Widerstand der Fraktion der "Roten" um die Geologin Ann Clayborn nötig, dass Sax Russell, der Terraformer, sein Ziel überdenkt.

Und notwendig ist auch die spirituelle Dimension, die Hiroko einbringt. Sie sorgt für den ersten Nachwuchs der Siedler und formt ihre eigene kleine "Kirche" des Mars. In ihrem Glaubensbekenntnis, der "Areophanie", werden alle seine Namen in allen Sprachen genannt. Kein Wunder, daß drei ihrer Söhne Mars-Namen tragen: Nirgal, Kasei, Harmakhis. Sie spielen im zweiten Band eine tragende Rolle.

Ann, Hiroko, Sax, John Boone - der erste Mann auf dem Mars - und seine Freunde Maya und Frank - sie alle schildert Robinson in solchem Detail und mit psychologischen Einfühlungsvermögen, dass es den Leser wirklich rührt, wenn John und Frank schließlich sterben, Ann ins Exil geht und Sax verwundet wird. Niemanden lässt der extreme, kalte und unwirtliche Planet unberührt. Die Siedler nennen diesen Vorgang der Menschen durch den roten Planeten "Areoformung".

Die Überfremdung und Ausbeutung durch irdische Kolonialherren und Arbeitskräfte nimmt derart zu, dass sich die Alteingesessenen nach 34 Jahren spontan entschließen, eine Revolution zu machen. Es ist eigentlich eine unorganisierte Revolte: Der Mond Phobos stürzt ferngelenkt auf den Planeten hinab, ebenso das 34.000 km lange Kabel des Aufzugs zu der Anlegestation für Raumfrachter. Die Szene, wenn das massive Kabel sich zweimal um den ganzen Planeten wickelt und alles in seinem Weg vernichtet, gehört zum Besten in der ganzen Trilogie.

Handlung
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In "Grüner Mars" ist die Umgestaltung des Planeten schon bei sauerstoffspendenden Pflanzen und bei der Entstehung eines Ozeans auf der Nordhemisphäre angelangt - sehr zum Missfallen der immer radikaler werdenden Areologin Ann Clayborn, die vor Anschlägen auf Installationen nicht zurückschreckt. Hirokos Söhne (s.o.) erlangen Bedeutung: Während Kasei Deiche sprengt, versucht Nirgal die Menschen in den verschiedenen Parteien zu versöhnen.

Auch "Grüner Mars" soll, wie "Roter Mars", mit einer Revolution enden. Aber die Ersten Hundert, langlebig dank genetischer Behandlung, haben aus dem Scheitern ihrer Revolte von 2061 gelernt. Im Jahr 2127 übernehmen zentral koordinierte Gruppen ihre jeweils von Sicherheitstruppen der Erdkonzerne besetzten Kuppelstädte.

Der vormals überzeugte Terraformer Sax Russell spielt eine wichtige Rolle bei der Verteidigung. Er schießt den zweiten Mond Deimos ebenso wie alle feindlichen Satelliten ab. Lediglich die Städte Sheffield, Endstation des neuen Aufzugs, und Burroughs, die größte Stadt, widerstehen der Revolution.

Kasei sprengt den Deich, der Burroughs vor dem andrängenden Ozean des Nordens schützt - die Wassermassen wurden aus dem Untergrund und von den Polkappen herausgeschmolzen. Die Konzerntruppen fliehen ebenso wie die 80.000 Einwohner. Doch diese haben als einzige Fluchtmöglichkeit nur den Fußweg über die beinah luftlose Oberfläche bis zur nächsten, 73 km entfernten Bahnstation - ein Todesmarsch? Es sind nicht genügend Atemmasken vorhanden.

Dank eines von Sax entwickelten Filters können die Einwohner auch ohne Atemmasken den Marsch aufnehmen, bei klirrender Kälte, die die Russen unter den Ersten Hundert stark an Sibirien erinnert. Aber die Luft ist bereits atembar, und die Marsianer können unabhängig von Kuppelstädten auf der Oberfläche überleben. Und sie haben eine von bestimmten Erdnationen anerkannte Führung.

Der Mars ist frei!

Mein Eindruck
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Unbedingt lesenswert! Wie Robinson nicht nur die technische, wissenschaftliche, ökonomische und ökologische Entwicklung des Mars und seiner Bewohner beschreibt, ist oftmals atemberaubend - doch nicht für jeden Leser. Leser ohne wissenschaftliche Vorbildung oder Grundkenntnisse werden den Roman auf weite Strecken hin langweilig und völlig bedeutungslos finden. Der beste und verständlichste Roman der Trilogie ist für solche Leser ohne Zweifel "Roter Mars". Für mich persönlich gehört die komplette Trilogie zum Besten in der SF der neunziger Jahre.

Michael Matzer (c)1999/2004ff

Info: Green Mars, 1994, Nr. 06/5362, 910 Seiten, aus dem US-Englischen übertragen von Winfried Petri, München, Heyne, 1997, ISBN 3-453-09429-8
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Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Grüner Mars (Mars-Trilogie 2) - Kim Stanley Robinson

Technische Daten und Produkteigenschaften
Gebundene Ausgabe - 908 Seiten - Heyne Erscheinungsdatum: November 1997 ISBN: 3453094298
Allgemeine Informationen Grüner Mars (Mars-Trilogie 2) - Kim Stanley Robinson
gelistet seit: 05.05.2004
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Allgemeine Informationen
Kategorie: Science Fiction & Phantastische Literatur 
Autoren von A-Z:
Autor: Kim Stanley Robinson 
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