Hewlett Packard HP P1130 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Das Röhrenmonster
ein Testbericht von sokrates20052006-01-24 18:36:33vom 24.01.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Darstellungsqualität, flimmerfrei...Nachteile/Kritik: Die Größe (und das Gewicht!)
Auch wenn es der Titel nahelegen würde, schreibe ich hier nicht über mich, sondern über meinen 21" Bürobildschirm, den HP p1130. Da dieser Monitor von unserer IT-Abteilung eingekauft und aufgestellt wurde, kann ich nur mit wenigen technischen Spezifikationen aufwarten, dafür umso mehr mit meiner nunmehr 4jährigen Erfahrung an bzw. vor diesem Gerät.
Warum 21 Zoll?
Es gibt bei technischen oder Desktop Publishing Anwendungen viele Gründe, warum man sich einen solchen Riesen auf dem Schreibtisch plaziert. Ich arbeite aber (fast) ausschließlich mit den MS-Office Produkten und da MAG sich der "normale" Anwender schon fragen, warum zum Teufel man sich einen Bildschirm, der rund einen halben Meter breit und ebenso tief ist, aufstellten sollte.
Ich kann ihnen garantieren, dass auch jeder Zahlenknecht (die liebevolle Bezeichung meines Chefs für meine Tätigkeit), Monitore solchen Ausmaßes zu schätzen weiß. Ich habe oft mit umfangreichen Excel-Tabellen und großen Statistiktabellen zu tun und es ist wohl unmittelbar einsichtig, dass man sich damit umständliches Scrollen innerhalb großer Tabellen erspart und mehr Übersicht über die Zahlen gewinnt.
Ein paar technische Daten
Immerhin kann der HP p1130 mit einer Auflösung von bis zu 2.048x1.536 und einer Bildwiederholfrequenz bis zu 85 Hertz aufwarten. Ich selbst nutze ihn mit einer Auflösung von 1.280x1.024 bei einer Bildfrequenz von 75 Hertz.
Ich vermute, dass der Monitor von meiner IT-Abteilung schon ziemlich perfekt eingerichtet wurde, da ich selbst kein einziges Mal das über einen Knopf an der Vorderseite zuschaltbare Bildschirmmenü benutzen musste.
Jedenfalls ist das Menü leicht und intuitiv bedienbar und bietet alle Einstellmöglichkeiten vom Kontrast, über Helligkeit, Bildgröße, Farbtiefe und Beseitigung von Verzerrungen bis zur sogenannten "Degauss"-Funktion. Wenn ich mich nicht irre, dient das zur elektrostatischen Entladung des Bildschirms (die Experten auf diesem Gebiet mögen mich korrigieren oder - hoffentlich - bestätigen).
Warum ich mich nicht so schnell von meinem Röhrenmonster trenne
Seit ich mit diesem Bildschirm arbeite, habe ich zwar zu Hause immer ein wenig den Eindruck, vor einem Zwergenmonitor (immerhin auch 19") zu sitzen. Aber das für die Augen ziemlich ermüdungsfreie Arbeiten, egal ob in Word oder Excel sind es schon wert, ein wenig das Gefühl für Relationen zu verlieren. Eine komplette Word-Seite auf dem Bildschirm zu haben und sich dabei beim Lesen nicht die Augen zu ruinieren, ist einfach eine feine Sache.
Derzeit findet in unserem Unternehmen ein Austausch der Röhrenmonitore gegen entsprechende TFT-Schirme statt. Ich könnte einen HP 20"-TFT-Schirm bekommen, der in der gleichen Auflösung betrieben werden kann wie mein derzeitiger Monitor. Nach eingehendem Probegucken am potenziellen Nachfolger habe ich mich aber entschieden, doch bei meinem hp p1130 zu bleiben. Der Kontrast und die Bildschärfe der von mir getesteten Alternativen (neben der 20" auch noch eine 19"-Version) können dem Vergleich zum jetzt verwendeten Röhrenmodell in keiner Weise standhalten.
Das Argument der Strahlung, der man bei Röhrenmonitoren ausgesetzt ist, überzeugt mich auch nicht wirklich. Ich befürchte nämlich, dass die aus meiner subjektiven Sicht doch deutlich schlechtere Bildschärfe meinen Augen auf Dauer mehr schadet als die Strahlung.
FAZIT
So lange mein Röhrenmonster keine Macken hat, werde ich mich nicht von ihm trennen. Die von mir in Augenschein genommenen TFT-Alternativen konnten mich jedenfalls nicht wirklich überzeugen. Vor allem das für die Augen ermüdungsfreie längere Arbeiten scheint mir mit meinem "Alten"
besser garantiert zu sein.
Noch dazu sollte eine Investition von ca. 1.800 € (so viel hat der HP p1130 vor vier Jahren nämlich gekostet) durchaus noch einige Zeit genutzt werden. Und im übrigen beneiden mich meine Kolleginnen und Kollegen um diesen bildschönen Bildschirm auf meinem Schreibtisch.
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