Die Fernuniversität Hagen bietet einen wirtschaftwissenschaftlichen Zusatzstudiengang für Ingenieure und Naturwissenschaftler an. Folgender Artikel setzt sich hauptsächlich mit diesem Fernstudiengang auseinander, da auch eine nützliche Beschreibung des Fernstudiums den hier vorhandenen Rahmen mit Sicherheit sprengen würde.
Dieser Studiengang richtet sich an Interessierte die neben Forschung und Entwicklung ein Interesse an wirtschaftwissenschaftlichen Denkweisen und Fragen haben.
Eingangsvoraussetzung zum Studium ist Universitätsabschluß mit Diplomtitel. Dabei ist zu beachten, dass ein Studienbeginn zur Zeit leider nur zum Wintersemester möglich ist.
Das Studium gliedert sich in Grund- und Hauptstudium.
Diese Studienabschnitte werden jeweils mit einer Prüfung, Diplom-Vorprüfung bzw. Diplomprüfung abgeschlossen. Die Regelstudienzeit beträgt einschließlich der Diplomprüfung 5 Semester für Vollzeitstudenten. Bei Teilzeitstudenten verlängert sich die Studiendauer entsprechend.
Das Grundstudium
Während des Grundstudiums bestehen für den Studenten keine Wahlmöglichkeiten. Es müssen die Kurse BWL 1-3, Recht 1, Mikro- und Makroökonomik belegt werden. Allerdings ist man in der Reihenfolge der Belegung ziemlich frei.
Während des Semesters müssen vom Studenten in jedem Fach sog. Einsendearbeiten bearbeitet werden, die sich jeweils eng mit dem Stoff der einzelnen Kurse befassen. Von diesen Einsendearbeiten müssen pro Fach 50% bestanden werden, um das Recht zu erlangen im jeweiligen Fach die Abschlußklausur zu schreiben.
Diese Abschlußklausuren werden, anders als die Einsendearbeiten, nicht Zuhause, sondern in einem sog. Studienzentrum unter Aufsicht geschrieben.
Wurde in jedem der sechs genannten Fächer die Abschlußklausur bestanden, gilt das Grundstudium als abgeschlossen.
Das Hauptstudium
Im Hauptstudium kann zwischen der betriebswirtschaftlichen und der volkswirtschaftlichen Fachrichtung gewählt werden
Neben dem Kernfach Allgemeine BWL bzw. VWL müssen 2 Wahlpflichtfächer, die aus einem großen Angebot, welches von Bank- und Börsenwesen über Marketing bis zu Philosophie oder Psychologie reicht, gewählt werden können. Zusätzlich ist eine Diplomarbeit (Dauer 6 Wochen für Vollzeit- und 9 für Teilzeitstudenten) anzufertigen.
Wie im Grundstudium sind die einzelnen Teilgebiete wieder durch studienbegleitende Einsendearbeiten zu bearbeiten. Diese berechtigen wiederum zur Teilnahme an den Abschlußklausuren.
Die abschließende Diplomprüfung besteht dann aus der Diplomarbeit und 3 vierstündigen Klausuren in den Fächern des Hauptstudiums.
Was bringts?
Wer sich letztendlich durch alle Schwierigkeiten des Studiums gekämpft hat, darf sich ganz offiziell mit dem Titel ?Diplom-Wirtschafts...? schmücken. In der Wirtschaft gilt ein erfolgreich abgeschlossenes Fernstudium sehr viel. Nicht nur wegen der zusätzlichen Qualifikation, vielmehr steht es auch für ein hohes Maß an Eigendisziplin, Engagement und Interesse zur Weiterbildung.
Ist es machbar?
Meine Erfahrungen beziehen sich auf dieses Studium als Teilzeitstudent. Ich studiere im 3. Semester neben meiner Promotion.
In der Möglichkeit zum Teilzeitstudium liegt die große Stärke der Fernuni. Jeder berufstätige, der sich weiter qualifizieren will, hat neben seinem Job einfach nicht díe Zeit Präsenzveranstaltungen zu besuchen. Im Fernstudium werden einem die zu berarbeiteten Materialien und Skripten zugesandt. Diese Skripten sind von außerordentlich hoher Qualität. Ich hätte mir in meinem Erststudium mehr Skripten solcher Qualität gewünscht!
Durch sie ist das Bearbeiten der Einsendearbeiten kein Problem.
Allerdings muß an dieser Stelle gesagt werden, dass zwischen dem Anfertigen von Einsendearbeiten, mit zur Verfügung stehen von allem Nachschlagematerial und dem erfolgreichen Bestehen der Abschlußklausuren zwei Welten liegen. Ein gutes Abschneiden in einer Abschlußklausur ist ohne vorheriges Einreichen von
Urlaub zum Lernen nahezu nicht möglich.
Ein Tip: Zu Beginn des Studiums sollte man sich einen Mitstreiter suchen, der einen auch mal (mit Verlaub) in den Hintern tritt. Den ohne Zweifel, die Hemmschwelle nach einem anstrengenden Arbeitstag sich am Abend noch an den Schreibtisch zu setzen und mehrere Stunden sich durch zum Teil komplexen Stoff zu kämpfen ist sehr hoch. Aber wenn es euch gelingt wie bei mir Neugier zu wecken, habt ihr schon fast gewonnen.
Mehr Infos gibts natürlich unter www.feruni-hagen.de oder Fragen auch an mich unter synpp@hotmail.de
Ich wünsche euch viel Spaß.
MFG TigerTom (alias SynPP bei dooyoo)
PS: Durchs Fernstudium wird man trotz allem zusätzlichen Aufwand nicht zum ?Stubenhocker?. Ausgehen, ein Bierchen mit Freunden und ein paarmal Sport die Woche lassen sich noch unter einen Hut bekommen!
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Ich habe bereits im Wintersemester 86/87 mit dem Informatikstudium an der Fernuni begonnen. Damals wohnte ich in Hannover, war gerade arbeitslos geworden und kurz davor, eine Umschulung zu beginnen. Das war für mich eine gute Gelegenheit, gleichzeitig zu studieren. Natürlich kam dazu eine "Präsenzuni" nicht in Frage, denn ich mußte tagsüber ja bei der Umschulung präsent sein. Also blieb die Fernuniversität Hagen - übrigens die einzige in Deutschland.
Die ersten Kurse kamen - und das Material war "überwältigend". Mit dem ersten Studienmaterial aber kamen auch Inforamtionen. So erfuhr ich, daß es in Hildesheim ein Studienzentrum gab, in dem die einzelnen Kurse auch durch Mentoren betreut wurden. Nun, die Gelegenheit habe ich wahr genommen. Und ich kann JEDEM Fernstudenten nur empfehlen, diese Möglichkeiten auch zu nutzen! Studienzentren gibt es überall in Deutschland, und auch im Ausland. Nicht für jeden mögen sie immer gleich gut erreichbar sein, aber wenigstens gelegentlich sollte man den Weg auf sich nehmen.
Im Studienzentrum traf ich Kommilitonen, die mit den gleichen Problemen kämpften wie ich. Ich lernte Leute kennen, mit denen ich für mehrere Semester Arbeitsgemeinschaften gebildet habe. Gemeinsam haben wir uns durch die Kurse gekämpft, gemeinsam haben wir Aufgaben gelöst, gemeinsam sind wir zu Klausuren gefahren, gemeinsam haben haben wir an Praktika teilgenommen... Dieser Austausch ist eine große Hilfe im Fernstudium, in dem man ja sonst sehr auf sich allein gestellt ist.
Zwar kann man auch die Kursbetreuer in Hagen direkt befragen - telefonisch, schriftlich, per email, bei Besuchen, aber eine regelmäßige Betreuung durch einen Mentor ist eine wirklich gute Möglichkeit, den Stoff durchzuarbeiten. In Übungsgruppen werden zusätzliche Aufgaben gestellt und von anderen Studenten Fragen aufgeworfen, an die man vielleicht selber noch gar nicht gedacht hat.
Im übrigen muß man sich bereits vor Beginn des Fernstudiums unbedingt eins klar machen: Gerade wenn man "nebenbei" studiert, wird man nicht in 10 Semestern fertig sein, sondern eher in 10 Jahren. Das bedeutet ganz konkret: 10 Jahre lang sich dem Rhythmus des Studiums unterwerfen, 10 Jahre lang an mindestens drei Abenden in der Woche büffeln, 10 Jahre lang manch ein Wochenende dem Lernen opfern, 10 Jahre lang eisern durchhalten. Sinnvoll ist - aber wer kann das schon - wenigstens für die Zeit der Diplomarbeit "auszusteigen" aus seinem Beruf.
Die Besonderheit des Fernstudiums ist, daß die Lerninhalte zunächst schriftlich vermittelt werden. Alle 14 Tage bekommt man Post von der Universität mit den Kurseinheiten. Zwei Wochen hat man dann Zeit, die Texte durchzuarbeiten und die Einsendeaufgaben zu lösen. Zu bestimmten Terminen muß man seine Lösungen einschicken, meist per Post, für viele Kurse inzwischen auch elektronisch. Nach einer Bearbeitungszeit bekommt man die korrigierten Lösungen zurück. Bei den meisten Kurse benötigt man eine bestimmte Mindestpunktzahl, um an den Klausuren teilnehmen zu können. Diese Klausuren - manchmal auch mündliche Prüfungen - schließen einen Kurs ab.
Auch Praktika muß man absolvieren. Im Grundstudium sind das ein Programmierpraktikum, in dem man eine kleine Aufgabe selbständig zu Hause löst, und ein Praktikum in der technischen Informatik, in dem man sich mit Schaltungen und mit Mikroprogrammierung beschäftigt.
Was
viele Studenten als abschreckend empfinden, ist die Denkweise in der Informatik: man muß einige Kurse in Mathematik belegen (und bestehen) und die mathematische Denkweise auch für etliche Kurse in der Informatik beherrschen. Wem Beweisverfahren schon in der Schule ein Greuel waren, der sollte sich noch mal gründlich überlegen, ob er wirklich Informatik studieren will - egal ob an der Fernuni oder woanders. Denn in der Informatik geht es nicht in erster Linie darum, schöne Programme zu schreiben, sondern es geht um Strukturen, Konzepte und Denkweisen. Und da ist die Mathematik ein unerläßliches Hilfsmittel.
Na klar, ein Nebenfach wird auch studiert. Angeboten wird Mathematik, Wirtschaftswissenschaften oder Elektrotechnik. Aber wer bereits ein Diplom mitbringt, kann sich sein früheres Studium als Nebenfach anrechnen lassen.
Irgendwann ist es dann so weit: man kann ans Vordiplom denken. Als ich mein Grundstudium beendet hatte (nach ca. 4 Jahren) mußte ich die mündlichen Vordiplomprüfungen noch innerhalb von einem halben Jahr machen. Die Studienordnung ist inzwischen dahingehend geändert worden, daß man die Prüfungen studienbegleitend machen kann. Das ist eine echte Erleichterung, denn nun kann man sich direkt, nachdem man einen Kurs durchgearbeitet hat und die jeweiligen Voraussetzungen erfüllt, prüfen lassen. Das ist wesentlich einfacher, als nach zwei oder noch mehr Jahren den Stoff noch mal durchzuarbeiten.
Im Hauptstudium dann folgt in gewissem Rahmen eine Spezialisierung. In bestimmten Schwerpunkten kann man Kurse belegen. Die Teilnahme an Seminaren ist ebenso Pflicht wie die an einem Softwarepraktikum.
Seminare laufen in der Regel so ab, daß man ein Thema bekommt, zu dem man einen Vortrag ausarbeiten muß. Alle Studenten, die das Seminar belegt haben, treffen sich unter der Leitung eines Professors an einem Wochenende, um ihre Vorträge zu halten und darüber zu diskutieren. Die Belohnung ist dann der Seminarschein.
Für das Programmierpraktikum muß man in der Regel zwei (getrennte) Präsenzwochen einplanen. Davor und dazwischen bearbeitet man eine größere Programmieraufgabe in einer Gruppe. Auf diese Weise wird auch das Teamwork in einem Projekt trainiert.
Am Ende des Studiums folgen dann weitere mündliche Prüfungen und eine Diplomarbeit.
Diese Diplomarbeit soll normalerweise ein halbes Jahr dauern. Computer, die man dafür braucht, kann man normalerweise ausleihen. Natürlich kommt zu den sechst Monaten dann noch eine Einarbeitungszeit: in das vielleicht unbekannte Betriebssystem, in die vom jeweiligen Lehrgebiet mitgelieferte Software. Das bedeutet in der Praxis, daß eine Diplomarbeit nicht sechs, sondern oft zwölf, nicht selten auch mehr Monate dauert. Da viele Fernstudenten berufstätig sind, ist gerade diese Zeit eine ungeheure Belastung, weil der kalkulierte Zeitrahmen meistens nicht ausreicht.
Wer das Studium erfolgreich beendet, kann heute auf dem Arbeitsmarkt viele Pluspunkte verbuchen - und das gilt nicht nur für das Informatikstudium. Denn viele Arbeitgeber haben - anders als noch vor zehn Jahren - inzwischen erkannt, daß ein Fernstudium einerseits ein vollwertiges Studium ist, und daß es außerdem einer ungeheuren Energie, eines großen Engagements und einer ungewöhnlichen Ausdauer bedarf, bis zum Diplom zu kommen.
Ich selber habe übrigens mein Studium nicht beendet. Irgendwann war ich an einem Punkt, an dem ich einfach nicht mehr bereit war, meine ganze Freizeit dafür zu opfern. In der Systemadministration habe ich inzwischen so viel Berufserfahrung, daß sich wohl auch niemand mehr für ein Diplom interessieren würde, wenn ich mich noch mal woanders bewerben würde. Und bei meinem derzeitigen Arbeitgeber würde ich nur aufgrund eines Diploms auch nicht mehr Geld bekommen.
**** Nachtrag: ****
Hinsichtlich der Studienabschlüsse hat sich an allen Universitäten einiges getan: auch an der Fernuni ist es inzwischen möglich, ein Bachelor- und ein darauf aufbauendes Master-Studium zu absolvieren - zur Zeit noch neben den althergebrachten Diplom-Studien. Der Vorteil eines Bachelor-Studiums ist klar: man hat wesentlich schneller einen Abschluß. Der Nachteil ist ebenso klar: noch hat dieser Abschluß in der Arbeitswelt nicht die breite Anerkennung gefunden. Aber vielleicht ist er trotzdem für manch einen Studenten zunächst mal eine Alternative.
Denn: Leider ist der Kelch auch an der Fernuniversität nicht vorbeigegangen: die Studiengebühren. Als Universität in NRW unterliegt auch die Fernuni der Gebührenordnung in Nordrhein-Westfalen. Derzeit muß in diesem Bundesland jeder Student, der ein Zweitstudium absolviert oder deutlich länger als die Regelstudienzeit benötigt ("Langzeitstudenten"), ca. 500 Euro pro Semester zusätzlich berappen. Bildung ist teuer geworden - auch wenn sie zielstrebig für eine weiter Berufsqualifikation genutzt wird. Nicht jeder Student wird dabei die (finanzielle) Unterstützung seines aktuellen Arbeitgebers erfahren. Zu den Semestergebühren kommt noch die an der Fernuni schon immer normale Gebühr für die jeweils belegten Kurse hinzu. Ich denke, das Studium an der Fernuni ist damit immer noch preiswert, und allemal preisWERTER als so manch ein dubioses Bildungsangbot anderer Institute. Aber ob es sich am Ende rechnet, muß manch ein Student wieder ganz neu entscheiden...
...
Produktbewertung:
4
Bewertung Testbericht:
sehr hilfreich
Erreichbarkeit:
ausgezeichnet
Lehrniveau:
sehr hoch
Mensa:
nicht wie bei Muttern, aber ok
Studentenfreundlichkeit:
gut
Informationsangebot:
ausgezeichnet
Freundlichkeit der Angestellten (keine Lehrkräfte):
campimo, 14.10.2005
SH und vor allem echt interessant, weil ich mir über Fernstudiengänge auch bereits Gedanken gemacht habe. Die 500,- Sem. werden viele davon abbringen, denn es ist ja schon schwer genug, sich den Lebensunterhalt nebenbei zu verdienen.
doeter, 12.01.2007
8687 --- Sieh an, sieh an! Ende der 80er war ich an der FernUni an einem der Lehrstühle für Praktische Informatik damaliger Lehrstuhlinhaber war Prof. Unger beschäftigt. Ich kenne das Ganze also von der anderen Seite her.
ein Testbericht von katschi62005-02-08 09:48:38vom 08.02.2005Empfehlung: ja
Ich habe 1999 mein Abitur gemacht, dann zwei Jahre lang eine kaufmännische Ausbildung absolviert und seit 2001 bin ich im Berufsleben unterwegs. Anfang 2004 kam ich dann an einen Punkt, wo ich feststellte, dass ich eine neue Herausforderung brauche. Ich schaute mich nach Sprachkursen oder anderen Seminaren um. Aber nichts sprach mich wirklich an.
Dann sah ich einen TV-Spot über eine Fernuniversität. Der Name tut hier mal nichts zur Sache. Ich fand das interessant und begann mich über das Thema Fernstudium zu informieren. Schnell bekam ich Material über private Unis
– dort kann man innerhalb von 2-3 Jahren Diplom-Kauffrau werden. ABER: es kostet unheimlich viel Geld (bis zu 1.000 EUR pro Monat) und man hat zwar einen staatlichen Abschluss, aber immer mit der Endung der Uni, wo man den Abschluss erworben hat. Das kam für mich nicht in Frage.
Eines Tages erzählte jemand von der Fernuniversität in Hagen. Es klang alles sehr aufregend. Und so begab ich mich auf die Internetseite www.fernuni-hagen.de, um mich dort mal umzusehen.
Über diese Webseite könnte man noch einen Extra-Bericht schreiben, aber in dieser Kategorie geht es ja um das Wirtschaftswissenschafts-Studium. Und für genau dieses entschied ich mich dann auch. Ich wollte an der Fernuni in Hagen BWL studieren.
*** Vollzeit??? Oder Teilzeitstudent??? Oder noch was Anderes???***
Bevor man sich anmeldet, sollte man sich zunächst mal klar machen, wie viel Zeit man in das Studium investieren möchte. Wenn man als Frau während der Erziehungspause studieren möchte, oder aber nur zur Überbrückung oder was weiß ich, kann man sich als Vollzeitstudent eintragen. Die Uni setzt dafür 7 – 9 Regelstudiensemester für Diplomstudiengänge und 4 – 7 Semester für Bachelor oder Master an. Das ist für jemanden, der neben seinem Beruf studieren möchte eine ganze Menge – deshalb empfiehlt sich hier das Teilzeitstudium. Hier sind 14-18 Semester fürs Diplom und für Bachelor/Master 8-14 Semester als Regelstudienzeit vorgegeben. Also die doppelte Zeit, der Zeitaufwand in der Woche halbiert sich.
Es gibt noch die Möglichkeit sich als Studiengangszweithörende anzumelden. Hier studiert man neben dem Erststudium einen weiteren anderen Studiengang an der FernUniversität.
Weiterhin gibt es noch die Möglichkeit des Akademiestudierenden. Zugeschnitten auf die individuellen Bedürfnisse kann man so aus dem gesamten grundständigen Studienangebot der FernUniversität ein eigenes Studienprogramm zusammenstellen und als betreute Fernkurse studieren. Das ist interessant für jemanden, der sich erst noch orientieren möchte. Die erbrachten Leistungen kann man sich dann später anrechnen lassen, wenn man in einen Studiengang wechselt.
Letzte Möglichkeit: Weiterbildungsstudierender. Hier studiert man besondere Weiterbildungsstudien/-studiengänge für bestimmte Berufsgruppen und -felder, die mit Zertifikaten, Zeugnissen und /oder akademischen Graden abgeschlossen werden.
*** Die Anmeldung ***
Der Entschluss war gefasst – ich wollte Teilzeitstudent werden. Nun musste ich mich anmelden. Nur leider musste ich feststellen, dass die Anmeldefrist für das Sommersemester 2004 grade vor ein paar Tagen abgelaufen war. Pech gehabt. So musste ich mich bis zum 15.05. gedulden, denn da begann die Einschreibefrist für das Wintersemester 04/05. Diese Frist ging 2 Monate bis zum 15.07.04 – also reichlich Zeit. Zur Info: die Anmeldefrist für das SS ist vom 01.12. bis 15.01.
Was braucht man nun um sich an der Uni anzumelden? Für ein Studium der Wirtschaftswissenschaften benötigt man bis zum WS 05/06 eine Kopie eines Zeugnisses der Hochschulreife (oder Fachhochschulreife), welches mindestens in NRW gültig ist. Diese muss beglaubigt werden. Das habe ich beim Notar für 10,00 EUR machen lassen. Schnell und unkompliziert.
Es gibt ab dem WS 05/06 wohl auch die Möglichkeit ohne Abitur zu studieren – aber wie das genau funktioniert kann ich leider nicht sagen. Ich habe mich darüber jetzt auch nicht genauer informiert, da es für mich nicht in Frage kommt.
Weiter mit der Anmeldung. Nun geht es darum den Antrag der Uni auszufüllen. Dieser ist online zu erreichen. Link kann ich momentan nicht geben, da er nur während der Einschreibefrist online ist. Man findet ihn über die o. g. Startseite und dann unter „Bewerbungsunterlagen“. Diesen kann man online ausfüllen, druckt ihn dann aus, unterschreibt ihn und sendet ihn an die Uni. Zusammen mit der beglaubigten Zeugniskopie.
Wichtig zu wissen ist: man muss sich bei der Anmeldung schon für die Kurse entscheiden, die man belegen möchte. Erscheint im ersten Moment schlimm, weil man ja noch nicht so richtig einschätzen kann, was das bedeutet. Ich kann nur jedem empfehlen, sich für das Erstsemester-Paket zu entscheiden. Dieses beinhaltet:
- Mathematik für Wirtschaftswissenschaftler 1 (00053)
- Buchhaltung (00046)
- Jahresabschluss (00029)
- Grundzüge der betrieblichen Steuerlehre (00034)
Die letzten 3 Kurse sind zusammengefasst BWL1. Es gibt dann noch im weiteren Verlauf BWL 2 und 3. Weiterhin gibt es noch Mathe2. Aber das jetzt alles auszuführen würde zu weit führen. Über das komplette Kursangebot sollte sich jeder selbst informieren, denn das wäre noch mal einen Extrabericht wert.
Oben genannte Kurse ergänzen sich für Vollzeitstudenten um den Kurs „Einführung in die EDV“.
Es ist aber so, dass das Grundstudium folgende Fächer umfasst:
- BWL I, II und III
- Mathe I und II
- Mikro- und Makroökonomie
- Statistik
- Recht für Wiwi I und II
Das ist für jeden gleich. Im Hauptstudium dann entscheidet man sich in welche Richtung das Studium gehen soll. Zum Beispiel Personal, Marketing, Finanzen etc.
*** Ablauf des Studiums ***
Nachdem man sich nun angemeldet hat, heißt es warten. Nach einiger Zeit bekommt man dann von der Uni seine Einschreibebestätigung mit der Martikel-Nr. Dabei liegt dann auch der Studentenausweis. Nun war ich also ein richtiger Student *stolzsei*
Alle zwei Wochen sollten nun die Unterlagen bei mir eintreffen. Und dann ging es auch schon los. Das erste dicke Paket rollte ein. Im ersten Moment fühlt man sich von der Fülle des Papiers erschlagen. Aber nicht aufgeben. Ich schon gar nicht. Also fing ich an, den Packen Papier zu ordnen.
Es waren zwei Kurseinheiten für Mathe, drei für BWL. Dann waren da noch grüne und gelbe Blätter. Und sehr viele Informationshefte. Also wühlte ich mich durch das Material. Mit folgendem Ergebnis:
### Kurseinheiten ###
Jeder Kurs unterteilt sich in verschiedene Kurseinheiten. Am Anfang wird einem ein Überblick verschafft, welches Wissen die Kurseinheit vermitteln soll. Es handelt sich um so genannte Skripte. Man kann dann Kurseinheit für Kurseinheit durcharbeiten.
Am Ende jeder Kurseinheit hängen gelbe und grüne Seiten – die so genannten Selbstkontrollarbeiten und die Einsendearbeiten.
### Selbstkontrollarbeiten ###
Nicht zu übersehen aufgrund ihrer gelben Farbe. Sie dienen einfach nur dazu, sein Wissen zu überprüfen. Man muss sie nicht einschicken. Sollte man aber tun, damit man weiß, wo man steht und was man gelernt hat. Termine dazu stehen in dem Infoheft, was es zu Beginn des Studiums gibt. Man sollte sich die Termine in den Kalender eintragen, damit man den Überblick nicht verliert. Am besten pro Kurs eine Farbe – also rot für BWL und blau für Mathe oder so.
### Einsendearbeiten ###
Diese sind grün und somit auch nicht zu übersehen. Diese sind besonders wichtig, denn sie sind die Zulassung zu den Klausuren. Um zu der BWL-Klausur zugelassen zu werden, braucht man mind. 50% der Einsendeaufgaben richtig. Es gibt insgesamt 4 Einsendeaufgaben, dass heißt, zwei davon müssen richtig sein.
### wie einschicken??? ###
Da gibt es wieder diverse Möglichkeiten. Zum einen der normale Postweg. Ab in den Umschlag und an die Fernuni schicken. Nur muss man daran denken, dass die Post auch mal zwei Tage braucht. Das heißt, wenn der Termin am 11.11. ist, dann muss man schon schauen, dass man die Aufgaben am 08.11. spätestens losgeschickt bekommt. Und man muss auch aufpassen, ob vielleicht ein Wochenende dazwischen liegt oder ein Feiertag. Die Auswertung kommt ebenfalls per Post.
Zweite Möglichkeit ist die Eingabe am PC. Hier gibt es vorgefertigte Bögen, wo man nur noch die Lösungen eintragen muss. Man bekommt eine kurze Bestätigung, die man sich am besten ausdruckt, damit man einen Beweis hat, dass man die Aufgaben rechtzeitig abgeschickt hat. Die Auswertung kommt dann per Mail. Bei den SK-Aufgaben geht das superschnell – ich hatte meine bereits am nächsten Tag. Bei den EA-Aufgaben wird die Auswertung logischerweise erst nach dem letzten Abgabetermin verschickt.
Dritte Möglichkeit ist die Abgabe der Lösungen im Studienzentrum. Diese schicken die dann nach Neuss. Das hat den Vorteil, dass es Porto spart. Außerdem kann man sich im Zentrum bestätigen lassen, wann man die Aufgaben dort abgegeben hat.
*** die Studienzentren ***
Wichtige Anlaufstellen für ein Studium an der Fernuni Hagen sind die Studienzentren. Es gibt davon mehr als 60 Stück. Es sind regionale Außenstellen der FernUniversität im In- und Ausland. Hier können sich die Studierenden treffen, von Mentorinnen und Mentoren geleitete Arbeitsgruppen besuchen, PC-Arbeitsplätze und die Bibliothek nutzen. Beratung zum Fernstudienangebot gehört selbstverständlich auch dazu.
Man kann sich zu Beginn des Studiums entscheiden, welches Studienzentrum für einen in Frage kommt. In NRW gibt es z. B. welche in Neuss, Mönchengladbach, Krefeld, Leverkusen, Oberhausen etc. Insgesamt 26 Stück. Die anderen sind überall in Deutschland verteilt. Generell lässt sich sagen, dass es in jeder größeren Stadt auch ein Studienzentrum gibt. Es gibt auch Studienzentren in der Schweiz, in Ungarn, Lettland, Russland und Österreich.
Da ich in Düsseldorf arbeite, habe ich mich für das Studienzentrum in Neuss entschieden. Dort besuche ich zweimal die Woche Mentoren- Vorlesungen. Diese Vorlesungen sind freiwillig. Pro Woche wird pro Kurs eine Vorlesung angeboten. Die Zeiten kann man dem Studien-Informationsheft entnehmen, in dem auch die Termine für die Abgabe der SK- und EA-Aufgaben stehen.
Ich halte diese Vorlesungen für sehr nützlich. Mir fällt es leichter Dinge zu verstehen, wenn sie mir jemand erklärt, als wenn ich sie nur erlesen muss. Man kann Fragen stellen und erhält auch zusätzliches Material. Die Besuche in den Studienzentren kann man sich schriftlich von der Uni bestätigen lassen – und später in der Steuererklärung mit angeben.
*** Klausuren ***
Es gibt verschiedene Klausurorte in Deutschland. Für das Grundstudium werden folgende Orte angeboten: Berlin, Bielefeld, Bochum o. Dortmund, Bonn o. Köln, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg, Karlsruhe, München, Nürnberg o. Erlangen und Stuttgart/Ulm. Für das Hauptstudium stehen allerdings nur noch Düsseldorf, Bochum oder Dortmund zur Verfügung.
Hier können allerdings Abweichungen auftreten, wenn es nicht gelingt, an diesen Orten entsprechende Räume zu reservieren.
Es lässt sich dann auch leider nicht vermeiden, dass man zu den Terminen dort hinfahren muss. In der Regel findet nach Abschluss jeden Kurses eine Klausur statt.
*** was entstehen für Kosten??? ***
Die mitunter wichtigste Frage ist wohl die, nach den entstehenden Kosten. Das lässt sich so pauschal nicht sagen, weil dieses abhängig ist von den Kursen die man belegt.
Hier mal an de Beispiel für Regelstudenten erklärt. Für Akademiestudenten und Weiterbildungsstudenten gibt es noch wieder andere Berechnungsgrundlagen.
Die Bezugsgebühr für das Studienmaterial beträgt 13,50 EUR / pro belegter SWS. Jeder Kurs wird mit so genannten Semesterwochenstunden beschrieben. Danach richten sich die Kosten. Ein Beispiel: Ein Kurs wird für Teilzeitstudierende mit 8 SWS definiert. Das heißt dann 13,50 EUR mal 8 SWS macht zusammen 108 EUR für das Studienmaterial was man zugeschickt bekommt.
Hinzu kommt eine Bereitstellungsgebühr von 30,- EUR pro Semester, sowie 11,- EUR Studierendenschaftsbeitrag. Macht in unserem Bespiel zusammen 149,- EUR.
Ich habe für das Erstsemesterpaket zusammen 189,- EUR bezahlt.
Sollte man schon mal ein Studium begonnen haben, muss man schauen, ob man schon das 1,5-fache der Regelstudienzeit überschritten hat. Ist das so, kommen noch mal 325,- EUR für Teilzeitstudenten und 650,- EUR für Vollzeitstudenten dazu. Dieses Geld muss man auch bezahlen, wenn man bereits ein abgeschlossenes Studium hat, oder das 60. Lebensjahr überschritten hat.
*** Ist man auf sich alleine gestellt??? ***
Diese Frage lässt sich ganz klar mit NEIN beantworten. Man wird in Hagen absolut nicht alleine gelassen. Zunächst einmal gibt es ja oben genanntes Studienzentrum. Dort ist während den Geschäftszeiten immer jemand erreichbar. Egal um was es geht. Man kann dort bereits erworbene Abschlüsse beglaubigen lassen, Kopien machen, einen PC benutzen, Formulare abholen usw. Eine wirklich gute Einrichtung.
Dann gibt es ja noch die Internetseite www.fernuni-hagen.de. Hinter dieser Adresse verbergen sich viele, viele Möglichkeiten. Unter anderem auch die Möglichkeit mit anderen Studenten zu kommunizieren. Sei es in Chatrooms oder in Newsgroups. Man kann sich dort austauschen, es werden dort Aufgaben diskutiert, aber auch allgemeine Fragen geklärt.
Außerdem gibt es die Möglichkeit sich Kontaktlisten ausdrucken zu lassen. Man gibt an, zu welchem Kurs man eine Kontaktliste haben möchte, bestätigt, dass man auch seine eigene Adresse zur Verfügung stellt (Bedingung!!!) und dann bekommt man eine schöne Liste mit den Kontaktdaten aller Personen, die auch den Kurs belegen, den man selbst belegt. Dort sieht man, in welchem Semester sich die Personen befinden, wo sie wohnen etc. Man kann also anfangen Kontakte zu knüpfen. Sehr wichtig für das Studium wie ich finde.
Weiterhin gibt es noch die Mentoren. Man kann sie in den Mentorenvorlesungen ansprechen. Sollte man dazu keine Zeit haben, kann man sich per Mail an die Mentoren wenden. Die Email-Adressen stehen auf der HP im jeweiligen Fachbereich. Ich habe die Erfahrung gemacht, dass sich die Mentoren immer sehr schnell um Antwort bemühen.
Dann gibt es da noch die Seite www.studienservice.de. Auch eine sehr nützliche Seite. Es handelt sich um eine Art Forum, hier tummeln sich ausschließlich Studenten der Fernuni. Auch hier werden Aufgaben besprochen und allgemeines diskutiert. Außerdem gibt es hier Literaturhinweise und Skripte, die man sich herunterladen kann.
Ihr seht, man ist absolut nicht alleine – lernt sehr schnell, sehr nette Leute kennen. Das motiviert ungemein.
*** persönlicher Eindruck und Tipps ***
Also ich bin ja noch ganz frisch dabei. Am 01.10.04 hat das WS begonnen. Ich gehe regelmäßig – wenn es meine Zeit zulässt – zu den Mentorenveranstaltungen im Studienzentrum. Bis jetzt muss ich sagen, bin ich mit dem Material auch sehr gut zu recht gekommen.
Ansonsten kann ich nur jedem anraten es zu versuchen. Ich finde es immer wichtig, dass man sich im Leben weiterbildet und nicht auf einem Punkt stehen bleibt. Es gibt diverse Möglichkeiten an der Fernuni Hagen – dieser oben beschriebene BWL ist ja nur ein kleiner. Die Uni in Hagen gibt sich wirklich viel Mühe. Es gibt immer wieder Informationsveranstaltungen und Seminare, die man unabhängig vom Studium besuchen kann.
Gegen ein solches Studium spricht mit Sicherheit der hohe Zeitaufwand. Man muss schon was dafür tun, von alleine passiert da nichts. Ich habe mir einen festen Plan erstellt, an den ich mich versuche zu halten. Es gibt bei mir zwei freie Tage die Woche – die sind dann wirklich nur für mich und meinen Freund da – KEINE Uni. Zweimal die Woche fahre ich zu den Vorlesungen ins Studienzentrum. Und an den restlichen 3 Tagen lerne ich zu Hause abends noch ein wenig. Klar muss man sich manchmal dazu durchringen, aber wenn man erste Mal angefangen hat, ist es kein Problem mehr.
Man sollte allerdings schauen, dass man vorher mit seinem Partner darüber spricht. Der muss Verständnis dafür haben, dass man zweimal in der Woche erst sehr spät nach Hause kommt und an den anderen Tagen oft bis spät in die Nacht noch am Schreibtisch arbeitet. Ohne das Verständnis vom Partner denke ich, dass es über kurz oder lang zu Problemen kommen wird. Deswegen vorher klären. Ich weiß von einigen, die da wirklich viel Ärger hatten.
Wie ihr sicher merkt, bin ich total begeistert von dem Studium. Man ist eben so unabhängig. Man kann sich alles selbst einteilen. Man kann selbst entscheiden, wie viel Zeit man opfern möchte. Es bleibt einem viel selbst überlassen. Man kann auch einfach mal ein paar Semester aussetzen – wegen Umzug oder was weiß ich. Und dann wieder einsteigen. Das ist alles kein Problem.
Die Leute dort sind supernett. Das fängt im Sekretariat an und hört bei den Mentoren auf. Ich hatte ein wenig Ärger mit meinem Abiturzeugnis, weil das Datum falsch war. Das war für mich eine Menge Rennerei, aber die Uni hat mich toll dabei unterstützt und so ist doch noch alles gut gegangen.
Also Daumen hoch für die Uni Hagen. Wer es nicht versucht ist selbst schuld!!!! :-)
Sollte ich etwas vergessen haben, oder noch offene Fragen da sein, einfach melden - ich beantworte sie sehr gerne...
...
Produktbewertung:
5
Bewertung Testbericht:
sehr hilfreich
Erreichbarkeit:
ausgezeichnet
Lehrniveau:
sehr hoch
Mensa:
keine Mensa vorhanden
Studentenfreundlichkeit:
ausgezeichnet
Informationsangebot:
ausgezeichnet
Freundlichkeit der Angestellten (keine Lehrkräfte):
Lisolotto, 17.02.2005
ein super Bericht,alles Gute fuumlr Dich
willibald-1, 09.02.2005
So wie Du das anpackst - mit fester Zeiteinteilung, Kontakt zum Studienzentrum ... - hast Du gute Chancen, das zu schaffen!
ich_1313, 01.08.2005
Gerade sitze ich hier, um mich zu informieren. Da ist Dein Bericht super hilfreich. Toll. Danke.
Ich hoffe, dass es so positiv fuumlr Dich weiter geht.
Wirtschaftswissenschaften an der Fernuni Hagen (Vollzeit)
ein Testbericht von MissyEllie2004-05-25 16:06:43vom 25.05.2004Empfehlung: nein
Vorteile: Möglichkeit ein Studium in den eigenen vier Wänden zu absolvieren u. nur für die Klausuren in die Uni zu fahren....Nachteile/Kritik: zu hohe Kosten
sehr hoher Zeitaufwand
sehr schwierig
Im Juli 2002 hatte ich mein Fachabitur über das Telekolleg nachgeholt. Voller Elan und Tatendrang plante ich danach meine Zukunft. Ich hatte gerade geheiratet und wollte die Gelegenheit ergreifen mit 27 noch ein Studium der Wirtschaftswissenschaft zu beginnen. Ich schrieb mich an der Fernuni Hagen in Vollzeit ein, kündigte meinen Job und freute mich wie eine Schneekönigin. Allerdings nur so lange bis das erste Studienmaterial kam...ich war wirklich erschrocken ? Was war das ? So etwas hatte ich nicht erwartet. Die Matheaufgaben sollten eine "Wiederholung" sein zu Beginn des Kurses,
diese hatte ich aber noch nie gesehen. Das für mich zuständige Studienzentrum war Castrop-Rauxel. Dort fragte ich nach Hilfe. Alles was man mir sagte war:"Sie haben aber schon früh Probleme...dieses Wissen setzen wir aber voraus". Toll, da stand ich auf dem Boden der Tatsachen. Ich lernte wie eine Wilde, hatte ein echt gutes Gefühl irgendwann und sandte meine ersten Arbeitsbögen ein. Ihr müsst wissen, dass mind. die Hälfte aller Arbeitsbögen bestanden sein muss um zu einer Klausur zugelassen zu werden. Ich bestand keinen einzigen Bogen.
So zog sich das erste Semester hin. Ich wollte nicht gleich aufgeben und schrieb mich auch gleich für das zweite ein. Mutig wollte ich erst mal noch einen Englisch Brückenkurs machen. Schlappe 330 Euro musste ich für das zweite Semester zahlen (und das wo ich ja keinen Job mehr hatte). Nebenher jobben ist eigentlich unmöglich gewesen.
Das zweite Semester war genau wie das erste..nur halt noch etwas teurer. Ich bestand wieder nichts, kam mir total dumm vor und war entmutigt. Ich habe mich dann exmatrikuliert zum 30.09.2003 und bin seitdem wieder auf Arbeitssuche.
Fazit: Ich habe keine Ahnung wie man dieses Studium schaffen kann. Teilzeit stelle ich mir das noch schwieriger vor, da wirklich überhaupt keine Freizeit mehr bleibt. Für Hausfrauen auch nicht wirklich geeignet, da es sehr kostspielig ist. Leider !
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Produktbewertung:
2
Bewertung Testbericht:
sehr hilfreich
Erreichbarkeit:
mittelmäßig
Lehrniveau:
sehr hoch
Mensa:
keine Mensa vorhanden
Studentenfreundlichkeit:
schlecht
Informationsangebot:
mittelmäßig
Freundlichkeit der Angestellten (keine Lehrkräfte):
ein Testbericht von of1232004-02-09 23:47:38vom 09.02.2004Empfehlung: ja
Die FernUniversität Hagen ist meiner Meinung nach -zumindest in den Studienfächern WiWi und Informatik - uneingeschränkt zu empfehlen, auch für Studieninteressenten, die aufgrund Ihrer Zeitverhältnisse auch an einer Präsenzuni studieren könnten. Ich habe noch keine Hochschule gesehen, die so excellent gemanaged wird und bei der die Mitarbeiter derart professionell und motiviert arbeiten. Ich selbst bin von einer Präsenzuni zur FernUni gewechselt, weil ich die Zustände bei meiner alten Uni nicht mehr ausgehalten habe.
Jedoch sollte man sich selbst gut einschätzen können, ob man für sich allein gut lernen kann oder nicht.
Man braucht schon etwas Biss und Ausdauer, um an der FernUni zum Ziel zu kommen.
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Produktbewertung:
5
Bewertung Testbericht:
nicht hilfreich
Erreichbarkeit:
ausgezeichnet
Lehrniveau:
sehr hoch
Mensa:
nicht wie bei Muttern, aber ok
Studentenfreundlichkeit:
ausgezeichnet
Informationsangebot:
ausgezeichnet
Freundlichkeit der Angestellten (keine Lehrkräfte):