Platz 422 in der Kategorie "Gartenbäume & Zierpflanzen". Themenbereich: Zimmer-/ Zierpflanzen / Heidelbeerkaktus (Myrtillocactus geometrizans). ...mehr
Der äußerst pflegeleichte Heidelbeerkaktus, zählt zu den Säulenkakteen. In seiner Heimat wächst er baumartig und groß, doch bei uns auf der Fensterbank reduziert sich das Wachstum gewaltig. Eine hübsche Miniform bleibt übrig.
Blaue Früchte gaben den Namen
Aus der warmen Steppe Mexikos ist dieser Kaktus in unsere Zimmer gekommen.
Der Heidelbeerkaktus ist frostempfindlich und kann auch in den Mittelmeergebieten nur dann heimisch werden, wenn die Winter sehr mild ausfallen. Sogar in einigen Gebieten Südfrankreichs, wo die Winter mit 7°C recht mild sind, sind die bis zu sechs Meter hohen baumartigen Säulen zufinden.
Doch auch in diesen Gegenden kann es kälter werden. In Monaco sind bei minus 8°C alle Pflanzen erfroren. Leider bilden sich nur in freier Natur die etwa 2 bis 4 cm großen, grünlich-wießen Blüten. Ihr süßlicher Duft ist recht vielversprechend und läßt schon auf die heranreifenden Früchte schließen.
Diese ähneln im Reifezustand unseren blauen Heidelbeeren in Form und Größe. Daher auch der Name.
In Mexiko werden die Früchte unter den Namen "Garambullos" als Delikatesse angeboten. Sie ähneln im Geschmack den Rosinen und sind sehr süß.
Nicht alles ist zu erreichen
Für das Zimmer ist der schnellwüchsige Heidelbeerkaktus gut geeignet. Er ist eine typische Pflanze für Anfänger. Um diesen besonders dekorativen Kaktus zu kultivieren, braucht man kaum Kenntnisse. Denn seine Ansprüche an Pflege und Behandlung sind sehr gering. Allerdings blühlt er in Kultur nur sehr selten und hat somit auch keine Früchte. Nur in Ausnahmefällen wächst er zu einem Baum mit einem richtigen Stamm und Zweigen heran, die sich nach oben hin noch weiter verästeln.
Leicht zu halten
Wählt für Euren Heidelbeerkaktus einen sonnigen, hellen Platz aus. Hohe Temperaturen und wenig Luftfeuchtigkeit werden, im Gegensatz zu den meisten Zimmerpflanzen, sehr gut vertragen. Tagestemperaturen von 29°C im Sommer und 18°C im Winter gelten als Optimum. Er gedeiht allerdings auch bei Zimmertemperatur. Eine Temperaturabsenkung in der Nacht ist wünschenswert. In der Wachstumzeit, vom Frühling bis zum Herbst, also auch während der warmen Sommertage, Sollte er nur gegossen werden, wenn die Erde ausgetrocknet ist. Als Faustregel gilt: etwa einmal in der Woche. Im Winter, wenn die Triebe anfangen zu schrumpfen, wird noch weniger gegossen.
Das Umtopfen
In fertig gemischter Kakteenerde wachsen alle Kakteen gut. Sie ist gut drainiert und enthält genügend sandig-kiesige Anteile.
Erdmischungen sollten zur Hälfte aus Blumenerde und aus groben Sand bestehen.
Im Frühjahr sollten üpig wachsende Pflanzen in größere Töpfe umgesetzt werden. Achtet hierbei das Ihr Euch nicht an den Stacheln verletzt. Hilfreich sind einige Bögen Zeitungspapier oder Wellpappe, die um die Triebe gewickelt werden. So läßt sich der Kaktus gut anfassen. Auch eine Zange aus Holz erleichtern die Arbeit. Angegossen wird erst ein paar Tage nach dem Umtopfen.
Das Düngen entfällt im ersten Jahr nach dem Umtopfen ganz. Später ist eine einmalige Düngergabe im Frühjahr mit einem speziellen Kakteendünger ausreichend.
Die Vermehrung
Kopfstecklinge, mit einem scharfen Messer geschnitten, müssen ein paar Tage antrocknen, bevor sie in Kakteenerde eingesetzt werden.
Ableger lassen sich einfach abdrehen und ebenfalls nach dem Antrocknen eintopfen.
Ihr könnt auch Pflanzen durch Aussaat heranziehen! Haltet die Samen feucht und topft die Pflänzchen nach ca. vier Wochen um.