Ibis Köln am Dom Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bahnfahrer werden es mögen, Autofahrer nicht...
ein Testbericht von Travelwriter2005-08-15 22:48:38vom 15.08.2005Empfehlung: nein
Vorteile: Absolute Bahnhofsnähe, großes Bad...Nachteile/Kritik: Kein Aufzug im vierten Stock, ungünstiges Preis/Leistungsverhältnis
Nachdem ich bereits zwei Standorte der Hotelkette Ibis in Köln getestet hatte (Messe Arena und Barbarossaplatz) wollte ich mir einen lang gehegten Wunsch erfüllen und auch mal im IBIS Dom absteigen. Dieses lag ja direkt im Kölner Hauptbahnhof und war mir schon bei meinen ersten Reisen nach Köln aufgefallen.
----- Buchung
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Bis jetzt hatte mich immer der erhöhte Preis abgestreckt aber als dann bei meinem letzten Besuch in Köln die anderen beiden Hotels gerade ausgebucht waren, schlug ich zu. Ich buchte über der Website der Hotelkette Accor eine Nacht in diesem ** Hotel im Bahnhof.
----- Preis
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Der Preis betrug in jener Nacht satte 77 Euro (ohne Frühstück!), was für IBIS Hotel überdurchschnittlich teuer ist. Es wird auch im ganzen Jahr nicht billiger, zu Messezeiten geht der Preis sogar auf 109 Euro rauf. Während die meisten IBIS Hotels ihren Preis fürs Zimmer verlangen (egal ob eine oder zwei Personen übernachten) muss hier eine eventuelle 2. Person noch 12 Euro dazulegen.
Ich war alleine, wurde aber von meiner Accor Favorite Club Karte begleitet. Das brachte mir 10% Rabatt beim Preis ein und eine Einladung an die Bar.
----- Lage/Anfahrt
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Was ich mir noch einsparte, war die Fahrt zum Hotel. Das Hotel ist nämlich direkt im Hauptbahnhof von Köln integriert. Also brauchte ich nur aus dem Zug aussteigen, die Halle in Richtung Ausgang Dom durchqueren und stand bereits vor der etwas kleinen Verbindungstür zum Hotel. Diese war allerdings verschlossen und ließ sich nur durch Klingeln öffnen.
In anderen Worten, dieses Hotel kann man als Bahnreisender auch bei Wolkenbruch trockenen Fußes erreichen. Wenn man dann weiter in die Stadt fahren möchte, kann man vom Hotelausgang ebenfalls unter Dach zur U-Bahn spazieren oder man geht lediglich ein paar Meter rüber zu den Taxis, die vor dem Hauptbahnhof warten.
----- Parken
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Und was ist, wenn man mit dem Auto kommt? Ich würde sagen, das wäre ein großer Fehler. Das Hotel hat in keinster Weise einen Parkplatz zur Verfügung. Selbst die Zufahrt wäre durch die wartenden Taxis vor dem Hotel erschwert. Ein Parken in den umliegenden Tiefgaragen zu den Kölner Preisen würde das Preis/Leistungsverhältnis des Hotels endgültig ruinieren.
Darum würde ich sagen, das ist ein Hotel für Bahnfahrer!
----- Check-In
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Nun, ein Bahnfahrer war ich ja und so stand ich eines Vormittags vor besagter Hoteltür. Zunächst wollte ich aber nur mein Gepäck abstellen, da ich noch in der Stadt zu tun hatte. Das Abstellen des Gepäcks funktionierte tadellos, ich bekam sogar einen Gepäckschein.
Das Einchecken erledigten wir dafür erst am Abend. Den Meldezettel musste ich allerdings zur Gänze selbst ausfüllen, die Möglichkeit, meine Daten auf Basis der Buchung einzutragen, wurde vom Hotel nicht genutzt.
Dafür bekam ich ein neues Kärtchen für meine reiche Sammlung an Rabattkarten. Für jedes Frühstück bei IBIS kann ich darin einen Stempel drücken lassen, nach 10 Stempel habe ich ein Frühstück frei. In meinen Augen allerdings kein brüllender Vorteil.
----- Aufzug/Barrierefreiheit
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Aber es war ohnehin Abend und da frühstücke ich nicht mal wenn es kostenlos wäre So fuhr ich dann mit meinem Gepäck erstmals in mein Zimmer. Leider gab es trotz der 71 Zimmer nur einen kleinen Aufzug, was sicher den einen oder anderen Gast
länger warten lässt.
Ich selbst nutze in Hotels beim Runter gehen grundsätzlich die Stiegen, schon allein deswegen, um meinen eventuellen Fluchtweg bei Feuer kennen zu lernen. Nun, diesmal geschah das Treppen steigen aber nicht nur aus sportlichen Gründen. Der Aufzug endete im 3. Stock, mein Zimmer lag aber im 4. Stock!
Auf diesen Punkt sollten Gäste mit Gehbeschwerden beim Buchen unbedingt achten!
----- Zimmer
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Aber der lange Weg zum Zimmer lohnte sich. Der 4. Stock hat es nämlich in sich. Während die Zimmer selbst angeblich alle einen Blick auf den Dom haben (lt. Empfangsdame) ist der Gang zu den Zimmern im vierten Stock auf der Seite zum Bahnhof hin verglast! So kann der schlaflose Gast bequem vom Gangfenster aus, wie aus einer Loge dem Treiben auf den Bahnsteigen 1 und 2 folgen.
Aber ich wollte ja eigentlich schlafen. So öffnete ich mit einer Steckkarte die Tür und betrat einen kleine Flur. Links ging es in ein sehr großes (!) Bad hinein, geradeaus ging es durch eine weitere Tür in das Zimmer selbst.
Die Ausstattung des Zimmers entsprach dem üblichen IBIS Standard. Der Boden war mit einem Teppich in Ocker bespannt. Die Wände waren weiß, die grünen Vorhänge brachten etwas Farbe in das Zimmer.
An der Wand hatte ich die Möglichkeit in einen großen Spiegel zu blicken, ein TV Gerät mit ca. 30 gängigen Programmen gab mir den nötigen Fernblick auf das Weltgeschehen.
Außerdem konnte ich noch einen Blick auf das Marsfeld unter dem Pariser Eifeltumr werfen, genauer gesagt auf die Ecole Miltaire, ein Bild, das eine Seite meines Zimmers verschönte.
In IBIS Hotels gibt es ja grundsätzlich auf den Zimmern ein Bild von Orten mit weiteren IBIS Hotels. Weitere Bilder von IBIS Standorten sah ich übrigens auch auf den Gängen, so dass ich immer etwas zu zählen hatte: War ich schon - War ich noch nicht - kenne ich schon - War ich noch nicht - den Bericht muss ich erst noch schreiben....
----- Arbeitsmöglichkeiten
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Apropos schreiben: Die Arbeitsmöglichkeiten waren durch die Größe des Tisches, der sich entlang des Fensters erstreckte sehr gut. Zwei Steckdosen versorgten mein Notebook und meine Kamera mit Strom.
Ein Fax- und Kopierservice gab es in der Rezeption, für Gäste gab es auch die Möglichkeit kostenlos ins Internet einzusteigen. Da scheinbar alle Gäste schon schliefen oder noch beim Kölsch in den Kneipen weilten, nutzte ich diese Möglichkeit ausgiebig um meine e-Mails zu checken.
----- Bad
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Aber wegen der Hitze bekam ich Lust auf eine Dusche. Das Bad war wie bereits erwähnt etwas größer als von IBIS gewohnt. Die Dusche war in einer großen Duschkabine untergebracht, beim Waschbecken hatte ich ausreichend Platz für all mein Zeug. Fürs Einseifen gab es Seifenbehälter beim Waschbecken und in der Dusche, dazu noch Hygienetücher und Hygienebeutel. Auch Handtücher waren mit zwei Paar reichlich vorhanden. Was bei IBIS sowieso nicht vorhanden ist fehlte auch hier: Kein Rasierspiegel für meine Bartstoppel, kein Föhn für meine nicht gelockten Haare...
Eigene Heizung für das Bad gab es auch nicht, aber es war ja ohnehin gerade Sommer.....
----- Bar/Minibar
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... und da sehnt man sich ja eher nach einen Kühlschrank. Nun, so etwas wie eine Minibar gibt es bei IBIS grundsätzlich nicht. Deshalb musste ich mich für mein Getränk wieder in die Bar des Hotels bemühen. Diese war aber nicht besonders groß, eigentlich viel zu klein für die Größe des Hotels. Ich könnte mir aber vorstellen, dass ohnehin niemand in die Bar geht, wenn er einige 100 Meter weiter die Kneipenlandschaft Kölns erleben kann.
Die offiziellen Öffnungszeiten der Bar waren 17:00 bis 01:00, aber wie die meisten IBIS Fans wissen, in IBIS gibt es immer eine Servicekraft, die einem einen Snack zubereitet oder ein Bier eingießt. 24h Service eben...
----- Restaurant
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Über ein Restaurant verfügte das Hotel übrigens auch nicht. Allerdings lernte ich in der Nähe des Doms schon so manches Restaurants und Kneipen kennen, verhungern kann man in dieser Gegend eigentlich nicht.
----- Bett/Nachtruhe
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So, nach einigen Kölsch war endlich Zeit für die Nachtruhe. Das Zimmer verfügte über ein Doppelbett mit einer Decke und zwei Polstern. Eine Zusatzdecke gab es wie immer in der Garderobe. Links und rechts von dem Bett fand ich noch zwei Lampen vor, die ich zweistufig schalten konnte.
Doch ich löschte gleich das Licht und begann nachzudenken. Und zwar über den Lärm. Von den Bahnsteigen her hörte ich rein gar nichts. Der lange Flur entlang den Zimmern und die Tür zwischen Zimmer und Vorzimmer isolierten sehr gut. Diese nur im ersten und vierten Stock zwischen geschaltete Vorraum ist übrigens auch die Erklärung für das große Bad und für die ungewöhnlich große Garderobe.
Nun, was lärmte da? Es war mehr das Gemurmel vieler Reisender, die sich vorne am Domplatz befanden. Reisende, Liebende, verloren Gegangene, Fußballfans, die gewonnen hatten, Fußballfans, die verloren hatten, alles murmelte, plauderte und brüllte ... das alles konnte ich trotz meiner Lage im vierten Stock doch einigermaßen gut hören. Aber irgendwie schlief ich doch schnell ein. In meinem Kölsch muss ein Schlafmittel gewesen sein...entweder im sechsten oder im siebenten ... ich weiß nicht genau...
----- Klimaanlage
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Das Fenster hätte ich übrigens auch Schließen können, denn das Zimmer hatte eine funktionierende Klimaanlage. Aber Frischluft ist halt doch eine ganz andere Sache.
----- Frühstück
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Am nächsten Morgen weckte mich dann doch irgendwie der Bahnhof, ein paar Lautsprecherdurchsagen erinnerten mich daran, das nur weniger Meter von mir entfernt die Züge in alle Länder Europas abfahren.
Super! Gleich werde auch ich damit weiterfahren, aber vorher geht's zum Frühstück. IBIS hat ja beim Frühstück aufgerüstet und deswegen war ich schon neugierig, wie es nun in diesem Hotel sein würde.
Der Raum im ersten Stock war überraschend groß und bot sicher genug Platz für die Gäste. So hatte ich freie Platzwahl und setzte mich mit meinem gut gefüllten Tablett an einem Tisch gleich neben den offenen Fenstern. So speiste ich also leckere Wurst, Schinken und Käse, während ich mit einem Ellbogen fast am Fenstersims lehnte und so auf den Domplatz samt einem kleinen Stückchen Dom blickte.
Was lag noch auf dem Tablett? Ein hartes Ei, etwas Speck, dazu Orangensaft aus dem Spender, verschiedenes Gebäck. Kaffee gab's auch aus dem Spender, den bei IBIS wird am Tisch nicht bedient. Die anwesende Dame kontrollierte nur die Zimmernummern und sorgte dafür, das die Tische schnell abgeräumt werden, bzw. das Buffet nicht abgeräumt wirkte.
----- Check-Out
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Nachdem ich also lecker gegessen hatte, ging's an die Abreise. Die Rechnung war schnell ausgedruckt, der Preis stimmte samt Rabatt und meine Kreditkarte war hoch willkommen. Eigentlich hätte ich ja bis 12:00 in diesem Hotel bleiben können, aber mich zog es weiter auf große weite Fahrt....
----- Resümee
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... werde ich dort wieder absteigen? Nein, das wohl nicht. Es war mal ganz reizvoll, so einfach aus dem Zug ins Hotel zu fallen. Aber der hohe Preis war nicht gerechtfertigt, wenn ich das mal mit den Preisen von IBIS Barbarossaplatz oder IBIS Messe vergleiche. Wer also gerne mal vom vierten Stock aus, den Zügen aufs Dach blicken möchte, oder einfach sehr früh mit dem Zug weiterfahren muss, hat dort sicher seiner Freude. Ich selbst würde aber eher wieder auf eines der anderen IBIS Hotels zurückgreifen.
Köln, Juni 2005
----- Adresse/Kontakt lt. Website
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Bahnhofsvorplatz
50667 Köln
Tel : (+49)221/9128580
Fax : (+49)221/912858199
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April, 16.08.2005
hervorragend geschrieben! Habe alles bildlich vor mir gesehen! An diesem ibis Hotel bin ich bisher nur vorbeimarschiert! Interessant, durch Dich nun mal den Einblick ins Innere zu bekommen! LG April
mami_online, 16.08.2005
die Bahn.... Aber wir quotAuswaumlrtigenquot verfuumlgen uumlber keinen Bahnhof und dementsprechend auch keine Verbindung. Schade. Aber das liegt ja am Hotel selbst und nicht an deinem Bericht. Der ist naumlmlich sehr gut!