Hudson Soft Bloody Roar (Var.2)
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Hudson Soft Bloody Roar (Var.2)
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Hudson Soft Bloody Roar (Var.2)

 PS1 Spiel
Platz 250 in der Kategorie "PS1 Spiele". Genre: Actionspiele / Actionspiel ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Hudson Soft Bloody Roar (Var.2) Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Yasmeen

Blutiges Gebrüll

ein Testbericht von 2004-10-12 17:47:19 vom 12.10.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Innovative Kampfaktionen (Beast-Modus, Rave-Modus), zahlreiche Spielmodi und Highscore-Listen, individuelle Abspänne, gute Steuerung der Spielfiguren, viele unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, brutal ...
Nachteile/Kritik: Eine eher nur durchschnittliche Grafik und ein etwas langweiliger Soundtrack, brutal
Jetzt sind wir bei einer kleinen Premiere, was meine Reviews über Videospiele angeht, angelangt, denn zum allerersten Mal werde ich Euch etwas über ein Prügelspiel, ein sogenanntes Beatèm-Up erzählen. Ähnlich wie bei Rennspielen reizt mich bei diesem Genre, dass ich nicht immer gleich mehrere Stunden einplanen muss, sondern auch nur mal so eben zwischendurch die Spielkonsole einschalten kann. Natürlich gibt es mittlerweile sehr viele Prügelspiele und auch für die Sony Playstation sind damals zahlreiche solcher Titel erschienen, doch in meinen Augen ist „Bloody Roar“ trotz der fast schon übermäßigen Konkurrenz unbedingt eine Erwähnung wert. Denn zumindest in einem Punkt (über den ich nachher noch sprechen werde) ist es ganz anders als die meisten Beat’em-UPS, so dass sich vielleicht für den ein oder anderen Sammler auch heute noch der Kauf dieses Prüglers aus dem Jahre 1998 lohnen könnte.

Wie schon gesagt handelt es sich bei Bloody Roar nicht um den üblichen Prügelspiel-Einheitsbrei, zunächst jedoch müsst Ihr Euch ganz normal für einen der acht zur Verfügung stehenden Figuren entscheiden. Ihr habt die Auswahl zwischen der attraktiven Fox, dem Schulmädchen Alice, der etwas dicklichen Mitsuko, dem dynamischen Gredo, dem Skater-Freak Yugo, dem Bruce-Lee-Verschnitt Long, dem muskulösen Greg und dem edlen Ritter Bakuryu. Wie deutlich zu merken ist, hören sich fast alle Namen sehr japanisch an, was natürlich kein Nachteil ist und der Identifikation mit den Helden keinen Abbruch tut. Wer die berühmte Street-Fighter-Serie zu Zeiten des Supernintendos noch kennt, wird bei manch einer Figur große Ähnlichkeiten mit den einst so berühmten Helden jener Reihe feststellen können, aber dies nur als kleine Information am Rande. Wahrscheinlich werdet Ihr so oder so sämtliche Charaktere einmal ausprobieren und von daher soll es jetzt auch schnell losgehen.

Bevor Ihr allerdings so richtig loslegt, solltet Ihr Euch erst einmal ausgiebig mit den besonderen Fähigkeiten der einzelnen Kämpfer vertraut machen. Während eines Turniers seid Ihr zu Gast in insgesamt zehn verschiedenen Kampfarenen, wobei zunächst allerdings nur acht Arenen anspielbar sind. Sämtliche Areale sind dabei durch Zäune begrenzt, auf Wunsch könnt Ihr Euren Gegner möglichst oft gegen diese schmettern. Gelingt Euch dies mehrmals, zerbricht das Zaungitter und Ihr habt dann die Möglichkeit, den Kontrahenten aus dem Ring zu befördern, wodurch Ihr dann augenblicklich zum Sieger des Kampfes erklärt werdet. Damit Euch im Einspielermodus nicht langweilig wird, verfügt Bloody Roar über unzählige Schwierigkeitsgrade, ich glaube, dass es sechs oder acht verschiedene waren, was im Prügelgenre bis heute eine absolute Seltenheit darstellt. Somit ist für alle, ganz gleich ob Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi, etwas dabei, niemand wird sich langweilen oder über einen längeren Zeitraum frustriert sein, da bin ich mir sicher.

Im Survival-Modus müsst Ihr versuchen, so lange wie möglich mit einer Figur durchzuhalten, das heißt, dass Eure Lebensenergie nach Beenden eines siegreichen Kampfes sich nur geringfügig füllt und dann gleich der nächste Gegner auf Euch wartet. Es zählt die Anzahl der hintereinander geschlagenen Kämpfer, bevor Ihr selber bezwungen werdet. Des weiteren existiert noch der Time-Attack-Modus, bei dem es darum geht, möglichst schnell alle Gegner besiegt zu haben. All diesen Solospielermodi ist gemeinsam, dass Ihr Eure Rekorde in zahlreichen vorhandenen Highscore-Listen eintragen könnt, genau so soll das ja schließlich auch sein, die Langzeitmotivation ist daher nicht gering. Wer sich doch lieber zu zweit gegenseitig „matschig“ haut, wird mit dem VS-Modus zufriedengestellt, wobei jeder menschlicher Mitspieler sich seine Figur natürlich aussuchen kann und dann nur noch die Hintergrundlandschaft festgelegt werden muss.

Wie so üblich verfügt jede Figur über individuelle Fähigkeiten, die Ihr durch bestimmte Tastenkombinationen im richtigen Augenblick auslösen könnt. Aus zunächst ganz normalen Schlag- und Tritttechniken können so gewaltige Würfe entstehen, die in Kombination mit weiteren Schlägen erheblichen Schaden zufügen können. Sehr gut ist es, dass Ihr Angriffen des Gegners ausweichen und im Gegenzug Konterattacken starten könnt, dies sorgt für mehr taktische Elemente, so dass Bloody Roar nicht zu einem stupiden Prügler verkommt. Das ganz Spezielle an Bloody Roar ist allerdings etwas völlig Anderes: über eine spezielle Anzeige nehmt Ihr nämlich den augenblicklichen Stand der sogenannten „Beast-Anzeige“ wahr und wie der Name es dann schon erahnen lässt, so kommt es dann auch, Ihr verwandelt Euch bei vollständig gefüllter Leiste in eine Art Monster. Das war für mich in einem Beat’em-Up völlig neu und hat mir auf Anhieb sehr gut gefallen. Je nach Figur findet dann eine schön animierte Verwandlung in einen Wolf, ein Schwein, ein Häschen, einen Löwen, Tiger, Fuchs oder Gorilla statt, wobei jede „Bestie“ natürlich über ganz individuelle Spezialattacken verfügt. Gerade in diesem Punkt hebt sich Bloody Roar wohltuend von der breiten Masse der Prügelspiele auf der Playstation ab. Fast schon logisch, dass dies als ganz dicker Pluspunkt zu vermerken ist.

Diese speziellen Fähigkeiten beziehen sich aber nicht nur auf Attacken, sondern auch auf spezielle Verteidigungsmanöver, die natürlich im Vergleich zu den normalen Talenten eines Charakters deutlich effektiver sind. Ich kann Euch versichern, dass diese Spezialmanöver sehr sehenswert sind und Ihr Euch diese wirklich wieder und immer wieder anschauen könnt. Allein diese Verwandlungsmöglichkeiten sorgen für eine enorme Abwechslung und steigern Eure Motivation immens. Dabei laufen manche Schlag- und Wurfkombinationen nicht unblutig ab, was in unserem Land (mit Doppelmoral! ) natürlich wieder einmal dazu geführt hat, dass Bloody Roar meines Wissens erst ab 16 Jahren freigegeben wurde. Nun ja, jeder 12-Jährige würde angesichts unseres heutigen Fernsehprogramms nur müde darüber lächeln, aber egal, ich habe nichts gesagt. Jedenfalls laufen nach solchen Monsterverwandlungen die Kämpfe erst recht wenig brutal ab, das kann man sicher festhalten. Auf die Details möchte ich an dieser Stelle aus verständlichen Gründen dann besser nicht eingehen. Ist der Beast-Modus aktiviert, bleibt dieser Zustand so lange, bis die entsprechende Energieleiste wieder leer ist, dann wird wieder normal weitergekämpft. Allerdings habt Ihr während Eurer „Beast-Phase“ Eure normale Lebensenergieleiste wieder aufgetankt und seid dann wieder wesentlich frischer als vorher, somit gut erholt und gerüstet zum Weitermachen. Es gibt auch noch einen weiteren interessanten Spielmodus, der sich „Rave-Modus“ nennt. In diesem werdet Ihr für das Einstecken nur sehr weniger Treffer während eines Kampfes belohnt. Haltet Ihr somit möglichst unbeschadet die Stellung, schaltet Ihr diesen Modus frei, was den Vorteil hat, dass Euch alle Bewegungen nun noch deutlich schneller von der Hand gehen. Allein diese beiden interessanten Spielmodi rechtfertigen auch heute noch einen Kauf dieses Spiels.

Die Grafik ist nach damaligem Standard leicht überdurchschnittlich, wobei ich dann eher richtig Standard tendiere als zu einem gut. Aus der heutigen Sicht sind die Figuren zwar schön groß, insgesamt aber doch viel zu kantig gezeichnet und auch damals gab es schon bessere Grafiken in Prügelspielen zu bewundern. Alles sieht zwar schön bunt aus, auch die Hintergründe sind teilweise nett anzuschauen, erst recht die Lichteffekte bei den Spezialmanövern, doch im Großen und Ganzen wirkt das Kampfgeschehen trotz der Monsterverwandlungen einen Tick zu unspektakulär, um richtig begeistern zu können. Das schadet dem Spielspass zwar nicht erheblich, muss aber zumindest leicht berücksichtigt werden. Schön ist auf jeden Fall, dass Ihr über jeden Charakter, mit dem Ihr die Endgegnerin Uriko besiegt habt, einen Abspann bestaunen dürft, dies hat mir wiederum richtig gut gefallen, wobei Ihr aber natürlich keine atemberaubenden Filmsequenzen erwarten dürft. Nichtsdestotrotz wissen manche Gags beziehungsweise manchmal auch ekligen Effekte zu begeistern, auf die ich jetzt aber nicht näher eingehen möchte. Der Soundtrack ist kein Meilenstein, da bin ich mir sicher, aber eine Enttäuschung ist er auch nicht. Es ist eben solider Durchschnitt, was sich Euch da bietet, sowohl der Soundtrack als auch die Soundeffekte passen zwar im Grunde zum jeweiligen Spielgeschehen, wiederholen sich aber zu oft und klingen eigentlich auch etwas unmotiviert. Jedenfalls riss die Akustik mich nicht dermaßen mit, als dass ich mich aufgrund der Melodien völlig in den Bann gezogen fühlte, aber sie ist noch okay.

Bloody Roar ist meiner Meinung nach ein Prügelspiel, welches sich ein Fan von Beat’em-Ups einfach nicht entgehen lassen sollte und das trotz seines Alters. Natürlich lösen die nur leicht überdurchschnittliche Grafik und der mäßige Soundtrack bei Euch keine wilden Begeisterungsstürme aus, das muss ich zugeben, doch das Euch Präsentierte wirkt auch nach heutigen Maßstäben noch grundsolide. Die Stärken dieses Spiels liegen ganz klar woanders, nämlich einerseits in der hervorragenden Spielbarkeit, denn sowohl Kameraführung als auch die Steuerung der Figuren ist den Entwicklern gut gelungen, und andererseits in den sehr eigenwilligen und hochinteressanten Details, welche in dieses Spiel gesteckt wurden und bei Konkurrenztiteln eigentlich kaum zu finden sind. Speziell die beiden erwähnten Spielmodi (Beast-Modus und Rave-Modus) haben mich total begeistert, dadurch hebt sich dieses Spiel ganz deutlich von anderen Beat’em-Ups ab. Ebenso positiv ist dem Spiel die hohe Langzeitmotivation durch die unterschiedlichen Spielmodi, die individuellen Abspänne und die zahlreichen Highscore-Listen anzurechnen wie auch die erstaunlich vielen einstellbaren Schwierigkeitsgrade, die für eine große Zielgruppe sorgen Wäre es noch ein bisschen besser im Hinblick auf Grafik und Sound geworden, Bloody Roar wäre sicher ein Super-Hit geworden, so bleibt es aber immerhin in meinen Augen noch ein echter Geheimtipp.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-1 von 1  PS1 Spiele
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Produktbeschreibung Hudson Soft Bloody Roar (Var.2)

Technische Daten und Produkteigenschaften
Actionspiel
Allgemeine Informationen Hudson Soft Bloody Roar (Var.2)
gelistet seit: 12.10.2004
Hersteller: Hudson Soft
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Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Genre: Actionspiele 
Hudson Soft Bloody Roar (Var.2) PS1 Spiel im Vergleich
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