IKEA FIRA Schubladenbox

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Produktbeschreibung

IKEA FIRA Schubladenbox

gelistet seit 07/2004

Tests und Erfahrungsberichte

  • Bekloppt ... die tausend Teile

    Pro:

    praktische, stabile Schubladenbox zum Ordnen von Papieren und anderen Kleinigkeiten

    Kontra:

    man braucht Ewigkeiten, um die 1000 Teile zusammen zu bauen

    Empfehlung:

    Ja

    Eigentlich leb ich ja schon eine ganze Weile in meiner Wohnung. Und eigentlich habe ich hier seitdem keine Möbel mehr zusammen bauen müssen. Bis jetzt. Ich wollte mir eigentlich nur ein kleines Schubladenschränkchen von Ikea kaufen. So ein Teil hatte ich schon. Das wurde allerdings fix und fertig montiert verkauft. Doch beim schwedischen Mäbelhaus hat man scheinbar umgestellt. Die kleinen Ordnungshelfer werden nun im Selbstbaukasten unter dem Namen angeboten. Und so hab ich mein Glück kurzerhand probiert.

    VERPACKUNG:
    Die ist an sich sehr transportgerecht: Man hat es mit einem Pappkarton zu tun, der in seinem Format in etwa einem Büroordner entsprecht. Rundum ist er mit einer Plastikfolie verschweißt. Durch die kann man erkennen, mit welcher Fira-Variante man es zu tun hat. Sie läßt sich auch verhältnismäßig leicht öffnen. Einen Nachteil hat das gesamte Verpackungsmaterial aber: Beim fertig montierten Schubladenset gab es nur die Folie. Durch den Karton hat man nun beim Selbstbausatz mehr Müll zu entsorgen.

    DIE MODELLE:
    Hier gibt es drei Varianten: Die eine besteht aus drei Schubladen, in den man Dinge im DinA4 Format aufbewahren kann. Die zweite (die ich heute gekauft habe), hat ebenfalls zwei Fächer der großen Größe. Der obere Bereich besteht dann aber aus drei kleinen Schubladen. Und für all die, die vor allen Dingen Kleinkram ordnen wollen gibt es den Fira-Selbstbausatz auch mit neun Fächern. Die haben dann alle das kleine Format.

    DER SCHRECK:
    Nun, ansatzweise hab ich es ja schon im Titel erwähnt, die tausend Teile. Genau tausend sind es zwar nicht. Aber immerhin mehr als neunzig, wenn man alle Nägel, Schrauben und Holzstücke mitzählt. Auf den ersten Blick vermute ich fast, dass der Bausatz für zwei kleine Schubladenboxen reicht ... Doch das stellt sich als Irrtum heraus. Aus all den vielen Teilen wir ein einziges Miniaturschränkchen.

    DIE TEILE:
    Puh, mit Holzarten kenn ich mich an sich nicht sooo gut aus. Es handelt sich hier um ein extrem helles in einem Beigeton, der fast schon ins Weißliche geht. Die Maserung gibt dem ganzen eine natürliche Optik. Das Holz ist weitestgehend sehr gut geschliffen. Nur einige wenige Partien könnten etwas glatter sein. Die Schubladenvorderseiten sind alle oben mittig mit einem Loch versehen, das gleichzeitig als Griff dient.

    DIE ANLEITUNG:
    Die ist nun mal wieder Ikea-üblich: Fast ohne Worte, denn schließlich sollen Menschen in vielen Ländern mit dem kleinen Heftchen weiter kommen. Aber immerhin sind die Abbildungen recht anschaulich. Insgesamt gibt es 14 davon, die man Schritt für Schritt nachvollziehen kann und muss, um so seinem Ziel, der fertigen Schubladenbox, näher zu kommen. Einige davon sind natürlich immer wieder zu wiederholen, wenn man nacheinander die einzelnen Schubladen zusammenzimmert.

    GERUCH:
    Moment mal! Geruch? Bei einem Schubladenschrank. Nun, warum nicht? Denn intensiver als mache Lebensmittel oder Schönheitsprodukte entwickelt der kleine Schrank seinen Eigenduft. Und das vor allem, wenn er zusammen gebaut wird. Der ganze Raum füllt sich nun mit einem Holzaroma.

    SCHRAUBEN UND HÄMMERN:
    Vielleicht könnte man die ganze Box in viel kürzere Zeit zusammen setzen, wenn man sie leimen würde, statt sie mit Nägeln und Schrauben zu versehen. Glücklicherweise hat man bei Ikea wenigstens ein wenig Vorarbeit geleistet: kleine Löcher sind vorgebohrt, so dass man schon einmal die richtigen Stellen findet. Aber das war’s dann auch schon. Nun muss man selber ran. Das Außengerüst wird mit Schrauben versehen. Die sind dann jeweils durch das obere Brett auch ganz gut zu drehen, beim unteren, in das sie dann hinein sollen, wird es aber schwerer.
    Noch mehr Kraft braucht man dann vielleicht, wenn man die Schubladen zusammen zimmern will. Auch hier hilft es zwar, dass schon die Ansätze vorgestanzt sind. Doch die Hauptarbeit muss man dann noch selber leisten. Wichtig ist, dass man exakt arbeitet und die Schrauben und Nägel ganz tief ins Holz befördert. Denn sobald sie zu stark abstehen, lassen sich die fertigen Schubladen nicht mehr in die Box schieben.

    DAUER DER ARBEITEN:
    Das hängt sicher von der eigenen Kraft ab, davon, wieviel handwerkliche Erfahrung und Geschick man mit sich bringt. Bei mir ist all das nur mäßig vorhanden. Entsprechend lange dauerte es für mich auch, alles zusammen zu schrauben und zu nageln. Ich habe etwas mehr als anderthalb Stunden gebraucht. Das finde ich für so ein kleines Teil recht viel, auch wenn es sich aus einer Menge von einzelnen Bestandteilen zusammen setzt. Im Fazit wird das dann auch einen Abzug geben.

    OPTIK:
    Im großen und ganzen sieht die fertige Schubladenbox ganz ordentlich aus. Das Holz an sich habe ich ja schon beschrieben. Der Farbton wirkt relativ neutral, erscheint aber dennoch einfach. Oben hat man nun die drei kleinen Schubladen. Sie sind jede elf Zentimeter lang und gehen 25 Zentimeter in die Breite. Darunter sind dann die größeren Fächer. Von ihnen hat jede eine Länge von 33 Zentimetern, die Breite misst wie bei den kleinen 25. Man muss allerdings immer etwas für die Holzwände abziehen. Die Tiefe beträgt bei allen Schubladen sieben Zentimeter. Die großen Fächer sind übrigens bestens für DinA 4 geeignet. Wenn es etwas größer wird (z.B., wenn man einen Schnellhefter aufbewahren will) reicht der Platz allerdings nicht.
    Ich habe die Schubladenkiste unter ein Bücherregal geschoben. Man sieht also die Nägel und Schrauben an den Seiten nicht. Wer so eine Box frei im Raum stehen hat, mag die kleinen Silberköpfe allerdings etwas störend finden.

    AUFPOLIEREN:
    Bislang habe ich das noch nicht getan. Aber es ist für mich durchaus eine Option, das Aussehen dieser hölzernen Kiste noch etwas aufzumotzen. Hierzu kann man auch bei Ikea Farbe kaufen. Die, so scheint es mir dringt direkt ins Holz ein, färbt es zwar grün oder rot oder blau, erhält aber auch die Maserung. Alternativ denke ich darüber nach eine Lackfarbe zu verwenden und die Kiste so mit einer glatten weißen Schicht zu überziehen. Option Nummer drei wäre für mich eine selbstklebende Folie. Doch das ist, so vermute ich die teuerste Variante.
    Ikea bietet übrigens auch eine Form mit weißen und schwarzen Vorderfronten an. Doch diese Schubladenkisten sahen für mich recht billig aus.

    VERGLEICH MIT DER ALTEN SCHUBLADENBOX:
    Hier ist nicht nur die lange Arbeitszeit ein Minus und nicht nur die Optik, die wie gerade erwähnt durch die Nägel und Schrauben ein klein wenig in Mitleidenschaft gezogen ist. Auch an den Seiten wirkt die Fertigkiste etwas schöner. Die Bretter sind nämlich ineinander gesteckt, Und da das Holz jeweils aus Schichten besteht, kommen diese Schichten dann an der Seite auch zum Vorschein. Und noch ein Unterschied: Die Schubladen der neuen Box haben weniger Tiefe als die der alten.

    BENUTZUNGSTEST:
    Wie der bei meiner frisch zusammengebaute Fira auf Dauer ausfällt, kann ich natürlich noch nicht sagen. Zumindest kann ich die Schubladen gleich von Anfang an recht leicht rein und raus ziehen. Sie verkannten nicht, was ich schon viel wert finde. Von der alten Box weiß ich, dass das Holzgerüst außerdem recht tragfähig ist. Auch wenn man schwere Dinge hinein schiebt, halten die Schubladen. Für mich ein sehr wichtiger Aspekt! Denn ich bin auf die Holzschubladen umgestiegen, da alte aus Pappe relativ schnell den Geist aufgegeben hatten. Das braucht man bei Fira nicht zu befürchten.

    PREIS:
    Der ist wiederum ganz günstig: 7,99 Euro hat mich meine Fira gekostet. Für den Kurs kriegt man kaum eine andere Schubladenbox. Allerdings muss man in die Kosten irgendwie seine eigene Arbeitszeit mit einberechnen ... Anderthalb Arbeitsstunden ... Dann wirkt die Box schon nicht mehr so billig.

    FAZIT:
    Wer ein wenig Ordnung in seine Wohnung bringen möchte, der tut mit Fira einen guten Griff. Das große Plus dieser Schubladenkisten von Ikea sind die Stabilität (das Holz hält auch schweren Inhalt aus) und der relativ gute Preis. Doch die Sache hat auch zwei Haken. Ich finde den Aufwand, um die kleine Box zusammen zu schrauben und zu hämmern, doch immens. Für handwerklich begabte Leute mag das noch zu machen sein, wer sich aber mit Hammer und Nagel etwas schwerer tut, für den ist es schon ein Riesenaufwand, die zig Teile in eine Kiste zu verwandeln. Hier kann ich auch nicht ganz nachvollziehen, ob sich die Einsparungen bei Ikea (man muss die Teile nicht zuende fertigen, die Selbstbaukästen sind etwas platzsparender im Laden aufzubewahren) sich wirklich lohnen. Denn was von dem schwedischen Möbelhersteller in kurzer Zeit gefertigt wird, dafür braucht der Laie doch zu lange ... Zweites Minus ist ein wenig die Optik. Schick finde ich das helle Holz nur bedingt. Wenn Ikea die Kisten gut lackiert anbieten würde (ich meine damit einen Lack, der nicht billig wirkt und nicht gleich abbröckelt), dann wäre das für mcih ein echter Fortschritt.
    Aufgrund dieser beiden Nachteile ziehe ich einen Stern ab, vergebe aber eine Empfehlung.

IKEA FIRA Schubladenbox im Vergleich