In Lust We Trust - The Ark
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In Lust We Trust - The Ark

Platz 2456 in der Kategorie "CDs: Musik aller Interpreten". Tonträger-Typ: CD / Genre: Rock / Pop / Interpreten von A-Z: T / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)

In Lust We Trust - The Ark Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

northstar

Calleth You, Heareth I

ein Testbericht von 2003-03-15 19:15:40 vom 15.03.2003
Empfehlung: ja
Als Eintagsfliege darf man The Ark wohl nicht bezeichnen. Nach ihrem Debut im Jahr 2000 mit We Are The Ark legten die Schweden im letzten Jahr mit In Lust We Trust einen würdigen Nachfolger hin. Große Melodien, viel Drama, viel Spaß, all das sind The Ark. Und wer etwas mehr über sie & diese Platte erfahren will, der ließt nun bitte einafch mal weiter...

Sehen wir uns abermals The Ark erst einmal genauer an...


Zur Band:

The Ark kommen aus Rottne, Schweden, hier kennt man sie noch nicht so gut, aber dort sind die 5 Jungs richtige Stars und führen desöfteren die Charts an. Und sorgen auch gerne für so manchen Skandal, etwa mit dem Video ihrer letzten Single „Father Of A Son“, wobei hier schon der Text reichte, aber dazu mehr im folgenden Bericht. Mit ihrem leichten Hang zur Exzentrik sind The Ark im einzelnen...

Ola Salo – Gesang, Keyboard
Jepson - Guitare
Sylvester Schlegel - Drums
Leari - Bass
Martin Axén – Guitare


Cover & Booklet:

In Lust We Trust, pinkfarbene Letter auf einer schwarzen Mauer. Einfacher geht’s nicht, aber schrill ist es dennoch. Der Aufkleber mit dem Bandnamen muss aber ab...

Das Booklet selbst ist dann eine Collage aus Bildern der Band, manchmal schwarz / weiß, manchmal bunt, immer übelst angezogen. Da befiel mir das Outfit vor 2 Jahren erheblich besser, aber who cares. Daneben findet man dann Texte und Credits, leider oft unlesbar, dank dem glorreichen Pink.


Die Songs:

Beauty Is The Beast – Angefangen, abgebrochen, doch noch begonnen. Brutalitäten und Verbrechen, das Böse, daneben die Schönheit, irgendiwe kommt beides dann zusammen, „Beauty is the beast, you better believe it“. Die Frage nach schön und hässlich wird erörtert, lautstark natürlich. Und letztlich heben The Ark diese Sichtweisen eh auf, gibt’s halt nicht, beides ist eben beides. Hmm, eine politisch korrekte Message. Wer’s denn braucht. Leider ein nur netter Einstieg ins Album...

Father Of A Son – Böse, böses Thema, das hier The Ark aufgreifen. Gefällt mir gleich viel besser, Track # 2. Dachten sich wohl die Schweden, das mit dem bösen Thema, und spielten den Track recht wenig. Kann man jetzt nicht wirklich verstehen, immerhin geht’s hier nur um einen Mann, der gerne Vater wäre. Wie sein Freund eben auch. Yep, 2 Männer und ein Baby. Und davon lässt sich der gute Mann nicht abbringen, „but can’t change the way I feel, or convince me that my wish is unreal“. Denn letztlich siegt allein das Gefühl, die Liebe, „’cause if you fight love, you’re always the lsoer“. Na dann schmettern die Gitarren noch mal zum „Hallelujah“ los und rocken das Lied in eine fats unermässliche Höhe, wo’s auch bleibt. Ein Zeugniss des Respekts, The Ark wiedermal als Vorkämpfer der Schwulen. Wenn’s so gut klingt wie hier, hab ich bestimmt kein Problem damit...

Tell Me This Night Is Over – Langsam, gar schleppend, ein Klavier, leise, sanft, wann ist diese Nacht zuende? Man versteht nicht was vor sich geht, versteht den anderen nicht, „can you tell me what is on your mind?“. Und man will eben einfach nur weg hier, denn hinter jeder Nacht lauert auch immer ein Tag und der kann ja nur besser sein, „I just wanna belive that I could be something to someone“ wenn man eben vorher noch dachte „when I look in the mirror all I sse is a big mistake“. Jetzt ist nichts mehr schleppend, das Tempo steigert sich, das Leise wird laut, das Trübe gar freudig, der Tag bricht an...

Calleth You, Cometh I – Was soll ich sagen? Ich liebe diesen Song. Als er Samstag auf einer Party kam kannte ihn zwar keiner außer mir und dem DJ, denn keine Sau tanzte auch nur im geringsten, außer mir, aber ich war ja besoffen, aber das ist ok. Geheimtipp, wie The Ark eben allgemein. Rockig, treibend, tanzbar, eine Melodie, wunderschön, die sich gegen Ende hin auflöst & bei der Mann eigentlich ganz wo anders sein möchte. Und wenn man die Augen schließt ist man eh schon da. Thema ist die Liebe, was auch sonst, die Liebe die’s gar nicht gibt, „and you’re not the one that I think of every time the telephone rings“, aber man hilft sich dennoch, ist füreinander da, also „calleth you, cometh I“. „And I’ve been waiting for this so long, a-waiting to sing this song for you“ – ich ebenso.

A Virgin Like You – Wo gehört man hin? Was soll das wieder alles? Zu viel Stress? Zu viel Arbeit? Leicht bescheuert? Sicher doch, „Oh, I wish I was a Virgin, a virgin like you“. Sonst noch was? „I wish I was as simple as you seem“. Nicht sehr nett, auf den ersten Blick, aber guck man genauer hin, macht alles andere als einfach sein das Leben zu kompliziert. Auch Sex, als wäre Jungfrau sein doch nett. Hmm, klingt doch nach nem dummen Thema für ein Lied, was? Richtig, klingt als Lied dann doch nett, wie Ola Salo das dahin säuselt und das wirklich so zu meinen scheint. Ruhiges Stück. Dennoch irgendwie abgehoben.

Interlude – Eben genau das, ein Zwischenspiel, gut eine Minute lang. Braucht man das? Nee. Skip? Nee, auch nicht. Nett würd ich sagen...

Tired Of Beeing An Object? – Ein Freund hat das mit Blur verglichen. Ich jetzt mal nicht. Wohl das rockigste Stück der Platte, laut, ein Schlag ins Gesicht, provokativ. Gleich zu Beign die Frage „Are you tired of beeing an object? Or did you never have the chance to be one“? Jetzt sollte man gucken, ob man nicht den ganzen Spaß verpasst hat, aber ist da denn auch Spaß? Anziehung, Wünsche, Unwiederstehlichkeit. „The only human right for which I’m gonna fight is everybody’s right to sometimes feel irresistible“. Und damit tut man uns allen doch einen Gefallen, so dass man sagen darf, „maybe sometimes getting fucked can eb amusing“...

Disease – Jetzt kommt ein Liebeslied, wenn auch ein krankes. Man kann alles durchstehen, Arbeit, Schule, dies und das, aber eben auch Krankheit. „I believe I could get through it, I could even get into it, but only you can make me do it“. Liebe besiegt auch Krankheiten, aber manchmal will man dann auch selbst krank sein, was dann eben nicht so gesund ist; „and if there is disease in you I want to have that disease too, cause I want everything that is inside you“. Eine große, aber wohl auch fatale Liebeserklärung, die man aber verstehen kann. Aber besser nicht sollte. Einschmeichenlde Musik dazu, hervorgebracht mit überzeugter Stimme, große Gefühle, leider wenig nachgedacht...

Vendelay – Oops, auch The Ark? Klingt eher nach BritPop, ruhig, mit Gitarre ohne viel drum herum. Aber auch sowas geht auf „In Lust We Trust“. Wieder geht’s um Zuneigung, andere erzählen Mist, „now I hear people talking garbage about you“, aber da hört man nicht drauf, deshalb schreibt man diesen Song, „just to say to you: I believe in you, - I do, Vendelay“, was besser ein Name ist, sonst liege ich wieder falsch mit meinem Ansatz. Deshalb auch genug davon...

2000 Light-Years Of Darkness – Wieder ein Stück Musik, das einfach mitreissend ist. Und lang. Aber das ist ok, denn wieder steigern sich The Ark in ein Thema rein, brechen es am Ende lautstark, aber genial auf. Thema hier: die Dunkelheit, vielmehr „2000 light-years“ davon. Und alles in meinen Augen, in deinen Augen, so viel Tiefe, Traurigkeit, aber man ist sich eins, „our thoughts will be one, connected in souls, together at last – in the same black hole“. Na danke, also doch nicht so freudig; nein, geteilte Einsamkeit herrscht hier vor, ewig lange, 2000 Lichtjahre...

The Most Radical Thing To Do – Ebenso radikal wie brutal, der Titel lässt es schon vermuten. „I wish that I could be this radical“, man denkt also auch nur dran, was denn sein könnte, was man denn machen könnte, tut’s aber nicht. So bleibt das Lied oberflächlich voll mit großen und kleineren Ideen, „become the president“ oder eben auch „I could dress like a freak“. Beides nette Ideen, vielleicht auch gleich wichtig, aber dazu kommt’s halt doch nicht. „That radical“ ist eben gar nicht so radikal wie’s sein will...


Produziert hat die etwa 44 Minuten lange Platte Peter Kvint & The Ark. Sämtliche Texte und Melodien stammen von Sänger Ola Salo.


Meine Meinung:

Tja, The Ark machen weiter wie bisher. Große Melodien, große Themen. Schwul, normal, Schönheit, Hässlichkeit, Hass, Liebe, was es nicht alles gibt, auf dieser Platte ist es drauf. Mindestens ein Mal. Lust und Vertrauen, wie der Titel anregt, sicherlich auch. Und wenn man "In Lust We Trust" als Kernaussage dieser Band sehen will, bitte schön, das haben The Ark schon auf dem Vorgängeralbum bewiesen. Mehr Vertrauen in sich selbst, den Körper, immer noch gern gesehener Bestandteil der Ark Songs.
Dabei handeln The Ark all diese Themen nicht nur oberflächlich ab, sondern denken meistens drüber nach und suchen Auswege, Verbindungen, Verknüpfungen. So geben sich The Ark als engagierte Band, politisch bewußt, provozieren hier und da, wohl auch ganz gerne, aber nie ohne Grund.
Was mir dann textlich auch zu gefallen weiß.

Musikalisch ja eh, da crossen The Ark querr durch die Popwelt, klauen hier und da alles zusammen und schaffen noch immer etwas eigenes daraus zu machen. Glam Rock, Pop, Alternative, Musical, was weiß ich, alles drin, alles sehr fein. Tanzbar, aber viel besser: hörbar!

Bleibt zu hoffen das Ola Salo und Co. sich und ihrer Musik weiterhin treu bleiben und das „In Lust We Trust“ nicht das letzte Lebenszeichen aus dem hohen Norden war, das zu uns herüber gedrungen ist. Also gebt auch dem zweiten Longplayer der Band eine Chance und zieht euch The Ark rein...

Fazit: Große Melodien aus dem hohen Norden, welche doch hoffentlich auch hierzulande die verdienten Fans finden werden.


>>>>>>>>>& gt;>>>>>>>> by Northstar `03 <<<<<<<<<<<<&l t;<<<<


Linktipp:

http://www.th earkworld.com -> Die Webseite der Band. Besonders cool: wer Songs der Jungs mal anhören möchte, der sollte auf „music“ klicken und im Player der Band rum stöbern. Lohnt sich wirklich und vielleicht findet ja jemand Gefallen an der Musik & vielleicht macht so mein Bericht The Ark in Deutschalnd auch ein wenig bekannter und beliebter...


Diskographie:

2000 – We Are The Ark
2002 – In Lust We Trust


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Anmerkung

Manche Teile der Berichts, Linktipp & über die Band, entsprechen meinem eigenen Text über The Arks erste Platte.
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Produktbeschreibung In Lust We Trust - The Ark

 
Allgemeine Informationen In Lust We Trust - The Ark
gelistet seit: 10.09.2003
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Allgemeine Informationen
Interpreten von A-Z:
Interpret: The Ark 
Genre: Rock / Pop 
Tonträger-Typ: CD 
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