Intel Celeron II FCPGA Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (4.5 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Zuverlässigkeit:
ausgezeichnet
Rechenleistung:
gering
Verarbeitung:
ausgezeichnet
Installation:
sehr einfach
Vorteile
zuverlässig, langlebig, für viele Anwendungen ausreichend, gutes Übertaktungspotential
Nachteile/Kritik
vom heutigen Stand der Technik gesehen zu alt und zu langsam
Aufrüsten oder nicht aufrüsten...
ein Testbericht von Robzn2004-05-08 13:11:43vom 08.05.2004Empfehlung: ja
Vorteile: zuverlässig, langlebig, für viele Anwendungen ausreichend, gutes Übertaktungspotential...Nachteile/Kritik: vom heutigen Stand der Technik gesehen zu alt und zu langsam
In meinem alten Rechnersystem hatte ich einen Celeron mit 400MHz verbaut. Zur damaligen Zeit keine schlechte Alternative zu den wensentlich teureren Pentium III Prozessoren. Aber heute, wo die Geschwindigkeiten schon jenseits der 3GHz liegen (außer bei AMD ;) ) und die CPU grad mal 5-10 Euro kostet? Nun, auch 10 Euro sind Geld und so mancher denkt sich, wozu nen neuen CPU, wenn der alte noch reicht. Stimmt genau!
Preis
Neu gibt es den CPU natürlich nicht mehr. Wenn man Glück hat, bekommt man ihn vielleicht irgendwo gebraucht, oder fragt beim Händler nach. Alles über 10 Euro ist schon zu viel, da kann man sich auch gleich einen größeren kaufen.
Lüfter
Die Temperaturen liegen in völlig erträglichen Bereichen. Nur im Sommer und bei extremster Hitze, hatte ich teilweise echte Aussetzer, der Rechner ging aus und erst nach ein paar Minuten wieder an (war nicht das Netzteil). Die CPU ging aber dadurch nie kaputt und ein zusätzlicher Gehäuselüfter hat sein bestes gegeben, damit dies nicht noch passiert.
Übertaktung
Tjaha! Ich habe meinen kleinen 400MHz Celi auf satte 500MHz laufen. Heute sind 500MHz nichts, aber damals war es doch schon ganz nett. Viele sagen noch heute, man solle seine PCI- und AGP-Ports nicht mit 83 anstatt 66MHz übertakten. Da kann ich nur sagen, dass mein Rechner seit 1999 völlig Problemlos läuft und das noch heute tut (man übertaktet bei 500MHz nicht nur die CPU, sondern auch alles andere)! Meine Creative Live, Longhine Netzwerkkarte und Hercules Prophet 4500 haben nie einen Schaden davon getragen. Naja, möglicherweise verliert man die Garantie, aber wer kann einem das Übertakten bei einer Soundkarte schon nachweisen?
Theoretisch hätte ich ihn sogar auf 600MHz übertakten können, aber zur damaligen Zeit waren mir die Lüfter noch zu teuer. Ausprobieren würde ich sagen.
Geschwindigkeit / Alltagsnutzen Office+Spiele
Selbst ein kleiner Duron, Pentium 2 oder andere CPUs dürften schneller sein, keine Frage. Aber bis vor 4 Monaten habe ich ihn noch eingesetzt und konnte, bis auf neue Spiele, eigentlich alles mit machen. Videobearbeitung in Echtzeit (ging spitze), MP3s, Internet, Office, DivX Filme ohne Ruckeln ansehen und Return to Castle Wolfenstein durchspielen. Erst ab Need for Speed Hot Pursuit 2 bemerkte ich, dass er in Verbindung mit 256MB SDRAM und der Hercules Prophet 4500 zu langsam war und die neuen Anwendungen doch nicht mehr gingen. Quake 3, Unreal Tournament usw. geht aber tadellos.
Fazit
Wenn man wirklich neue Spiele wie Call of Duty etc. spielen möchte, dann kommt man nicht drumherum sich einen PC anzuschaffen. Er ist einfach schlichtweg zu veraltet. Wenn man aber nur „normale“ Heimanwendungen benutzt, hier und da nen Film sieht, im Internet surft und MP3s hört, dann reicht er voll und ganz. Damals gab es schließlich auch schon die meisten Sachen und sie haben nicht geruckelt und gezuckelt. Warum also sollte das heute langsamer sein als vor ein paar Jahren? Nur die ganz neuen Sachen gehen halt nicht.
Meinen Celeron hatte ich z.B. auf einem Slot-1 Mainboard per Adapter montiert. Mit entsprechenden Updrades (Bios, Slotkarte), könnte ich sogar einen Celeron mit 1GHz fahren und
der kostet auch nichts mehr. Man muss halt wissen, wofür man sein Geld ausgeben möchte und ob es sich lohnt oder nicht. Finde es halt nur blöd, wenn jemand einen Computer kaufen möchte und als Empfehlung sofort das größte und beste angeboten bekommt. Denn brauchen und wollen ist ein Unterschied.
450Mhz und mehr sind zwar schön, allerdings fehlten dem Celeron doch die optimierten Pentium III SIMD Instructions. Die neuen Celerons ab 566MHz basieren nun auf dem Coppermine Kern, der neben den Instructions auch die optimierten Pipes und Caches mit sich bringt. Vom normalen Pentium III Coppermine unterscheidet sich dieser also nur durch den halb so großen Second Level Cache von 128KB und eben dem 66MHz Frontside Bustakt.
Es galt nun herauszufinden wie sich der neue "Selerie" in der Praxis schlägt. Der 566er ist besonders attraktiv, denn der Multiplikator von 8,5 würde bei 100MHz FSB 850Mhz bedeuten - nicht schlecht bei einem Straßenpreis von rund 350,- DM. Und 850MHz sind nicht soviel, daß man unbedingt mit einer geringen Erfolgsaussicht rechnen müßte. Soviel zur Theorie.