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![]() Auf den Spuren der Pharaonen.......ein Testbericht von Sommergirl2006-03-31 16:21:35 vom 31.03.2006 Empfehlung: ja Vorteile: siehe Bericht...Nachteile/Kritik: siehe BerichtAuch hier konnte ich leider keine passende Rubrik finden und wenn ich auf yopi warten würde, fände man mich wohl auch bald in einem Grab als Mumie wieder. Also verzeiht mir meine Dreistigkeit, eine eigentlich falsche Rubrik zu verwenden. Viel Spass beim Lesen! ---------------------------------------- -------------------------------------------------- -- ~~~~~~~~~~~ Tal der Könige ~~~~~~~~~~~ An unserem letzten Tag der Niflussfahrt sind wir wie schon berichtet nach West-Teben gefahren, dem Ort, der am meisten zu bieten hat. Unter anderem ist dort das Tal der Könige und das Tal der Königinnen zu finden. Wir sind aber „nur“ ins Tal der Könige gefahren, weshalb ich davon am meisten berichten kann. Anfahrt: ----------- Wir fuhren mit einem Kleinbus von Luxor nach West-Theben, was ca. 35 Minuten dauerte. Wir machten noch einen 2-minütigen Stopp bei den Kolossen von Memmnon, bevor es dann in die Wüstenberge hinein ging. Lage: -------- Man fährt auf einen grossen Parplatz, wo schon zahlreiche Busse stehen und auf ihre Fahrgäste warten. Am Rand dieses Parkplatzes sind natürlich wieder Souvenirstände mit hartnäckigen Verkäufern an zu treffen. Die Souvenirs hier sind auf die Pharaonen ausgerichtet, Statuen der berühmtesten gab es haufenweise. Auch Imitationen von Steintafeln mit Grabmalereien konnte man kaufen und natürlich immer wieder den gleichen Kram wie Hüte, Tücher, Klamotten und Karten. Nachdem man den Spiessrutenlauf hinter sich gebracht hat, steht man am Kartenhäuschen, wo unser Reiseleiter die Tickets holte. Danach mussten wir noch ein paar Meter gehen bis wir auf einen kleinen Platz gelangten, der als Bahnhof und Wendeplatz für Touristen-Bähnchen diente. Gut mussten wir nicht die heisse Teerstrasse inmitten der Wüste entlang gehen. Wir konnten einfach ins nächste Wägelchen einsteigen und wurden dann laut tuckernd zum Haupteingang des Tales der Könige kutschiert. Hier wird man nochmals gründlich kontrolliert, ein hübscher Haufen Touristen steht vor dem mit Metalldetektor ausgestatteten Eingang. Da der Andrang recht gross war, öffnete man noch einen weiteren ungesicherten Eingang, wo wir dann durch durften. Nun standen wir also auf dem Gelände der berühmtesten Begräbnisstätte der Welt. Irgendwie sah das ganze recht unspektakulär aus, eine befestigte Strasse führt zu den einzelnen Katakomben, linkerhand hat es eine überdachte Sitzmöglichkeit. Das Tal der Könige: --------------------------- Zahlrei che Gräber sind hier während Jahrhunderten pharaonischer Herrschaft entstanden. Rames 1 - 12, Thutmosis III. und Tut-ench-amun (eigentlich heisst es sogar Tut-ankh-amun) fanden hier ihre letzte Ruhestätte. Vor jedem Grab ist eine Infotafel aufgestellt die Auskunft über das Innere der Gruft gab. Übrigens ist überall fotografieren verboten. Die Malereien an den Wänden sind hinter Glas und können somit nicht berührt werden, dafür sind aber die Farben noch sehr gut erhalten und die einstige Pracht ist gut zu erahnen. Jedes Grab hat eine Treppe die zu einem vergitterten Eingang führt. Am Eingang hängt eine ältere Tafel mit der Grabnummer und dem Namen des Pharao. Ein Beduine steht dann am Eingang und reisst einem ein Eckchen des Tickets ab. Pro Ticket kann man drei Gräber besuchen, mit Ausnahme von dem von Tut-ench-amun, dafür zahlt man separat. Geschichtliches: Bereits im Alten Reich hatten einige Beamte ihre Gräber in den Felsabhang des Westgebirges treiben lassen. Der Aufstieg zum nationalen Ehrenfriedhof setzte aber erst unter Pharao Mentuhotep I. ein, der 1987 v. Chr. Ägypten wieder vereinigt hatte. Er ließ im Talkessel von Deir el-Bahari seinen Totentempel erbauen. Nach einer Pause von rund 500 Jahren, in der im Norden des Landes noch einmal die Pyramide als Grabform für den Herrscher in Mode kam, kehrten die Pharaonen der 18. Dynastie (ab 1540 v. Chr.) zurück nach Theben. Um dreisten Grabräubern zu entgehen, ließen sie ihre „Häuser für die Ewigkeit“ versteckt in einem entlegenen Seitental des zerklüfteten Westgebirges anlegen. Zu jedem Grab gibt es immer einen Gedächtnistempel, jedoch sind diese oft nicht in der Nähe der eigentlichen Gruft sondern weiter weg, um potenziellen Grabräuber nicht den Weg zu weisen. Die berühmtesten Gräber: Die meisten Besucher lockt der jung verstorbene König Tutanchamun an. Für den Besuch dieses Grabes muss man aber tatsächlich nochmals Eintritt bezahlen. Mit den Berichten von seinem sagenhaften Grabschatz und den mysteriösen Umständen seiner Entdeckung ist diese Begräbnisstätte wohl die berühmteste. Sein Grab (Nr. 62) jedoch verblüfft: Unfertig geblieben, wirkt es eher bescheiden und ist tatsächlich die kleinste der insgesamt 62 Anlagen in diesem Tal. Nur die Wände der Sargkammer wurden bemalt, sie zeigen Tut-ench-amun Nachfolger Eje vor dem Sargschlitten und bei der Zeremonie der „Mundöffnung“ vor der Mumie des jungen Pharao. Was ist eine Mundöffnung? Der Mund der Mumie wurde symbolisch geöffnet, um ihr die Nahrungsaufnahme im Jenseits zu ermöglichen. Von Osiris - ebenfalls in Mumiengestalt wiedergegeben - wird er im Jenseits empfangen. Die Paviane an der Westwand symbolisieren die zwölf Stunden der Nacht. Schon aufgrund seiner Lage beeindruckt das Grab Thutmosis’ III. (Nr. 34). Der Zugang erfolgt über eine steile Metalltreppe, nach deren Erklimmung es bergab ins Innere des Felsgrabes geht, ein interessanter Tripp der nicht jedem liegt. Die ovale Sargkammer, deren Form von dem dunkelroten Quarzitsarg aufgenommen wird, überspannt ein mit Sternen übersäter Himmel, was irgendwie was romantisches hat. An den Wänden erscheinen Bilder und Texte des Amduat. Viele der Wesen in Schlangengestalt sind hilfreiche Schutzgötter. Das Grab von Ramses IV ist etwas nach unten in den Berg versetzt und wird durch eine Treppe die mal eine zackige Lingskurve macht erreicht. Wenn man dann die Begräbnisstätte betreten hat, führt eine lange Rampe leicht nach unten. Die Wände links und rechts davon weisen farbenprächtige Zeichnungen auf, die die Taten des Pharaos nochmals erzählen. Aber auch Darstellungen des Totenreiches sind zahlreich zu sehen. Wenn man dann weiter nach unten geht, kommt eine interessante bauliche Begebenheit; nebst der weiter nach unten führenden Rampe hat es links und rechts davon so was ähnliches wie eine Galerie mit jeweils zwei Säulen. Auch da sind die Wände und Säulen voll mit Darstellungen des Ramses IV und seiner Familie sowie seinen Taten. Es erstaunt doch sehr, wie gut die Farben noch erhalten sind. Teilweise strahlt das Weiss wie frisch gemalt! Nun kann ja per Rampe noch weiter in die Tiefen des Grabes vordringen. Nach ein paar Meter wird alles plötzlich kahl, nackter Stein und Geröll herrschen hier vor. Anscheinend wurde die Grabkammer nicht komplett fertig gestellt. Auch findet man keinen Sarkophag vor. Ein weiteres interessantes Grab ist dasjenige von Ramses IX. Ein eigentlich eher unbekannter Pharao, was sich bei der Gestaltung des Grabes widerspiegelt. Das eigentlich interessante ist hier ein riesengrosser steinerner Sarkophag im innersten der Gruft. Der Besucher kann um das mit Hieroglyphen verzierte Ungetüm herum gehen. Die Darstellungen in diesem Grab sind auch viel weniger bunt und eher zurückhaltend, viele Figuren sind ganz in schwarz. Übrigens: Vom Tal der Könige führt ein steiler Trampelpfad über einen Bergrücken des Westgebirges zum Talkessel von Deir el-Bahari. Der weite Blick über den thebanischen Friedhof, das Fruchtland und den Nil bis nach Karnak winkt als Lohn für den relativ beschwerlichen Aufstieg. Zum Schluss: ------------------ Es war schon extrem spannend diese Treppen in eine andere Welt zu nehmen. Der Besuch dieser phantastischen und geschichtsträchtigen Gräber hat sich allemal gelohnt. Es ist für jeden Fan des alten Ägypten schon fast Pflicht sich diese Begräbnisstätten an zu sehen. Die Farben sind teilweise noch so gut erhalten, dass das Betrachten der Malereien ein Vergnügen ist. Man möchte sich am liebsten in die Zeit zurückbeamen als die Zeichnungen noch frisch waren, das musste eine beeindruckende Pracht gewesen sein! Also, jedem der noch unentschlossen ist sage ich: GEHE HIN, ES LOHNT SICH!!! ... |
delphin, 31.03.2006
sh
Gozo-Bernie, 31.03.2006
Du kannst ja das Buch noch miterwaehnen, jetzt wo das Tal selbst kennst! ciao - bernie
Leela, 22.11.2006
sh :o
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Allgemeine Informationen Christian Jacq: Das Tal der Könige
EAN: 9783880226678
ISBN: 3880226679
gelistet seit: 11.06.2004
Hersteller: Jacq, Christian weitere Jacq, Christian Bücher Altertum Bewertung durch unsere Mitglieder
| Details Erscheinungsjahr: September 1998 Kurztitel: Jacq, C: Tal Der Koenige Untertitel: Geschichte und Entdeckung eines Monuments der Ewig Maße (L x B x H): 214 x 129 x 32 Übersetzer: Aus d. Französischen v.: Küsel, Bettina Seitenzahl: 302 Schlagworte: Ägypten / Kunst, Architektur, Design;Tal der Könige; Ausgabeformate: Gebundene Ausgabe Hersteller / Verlag: Rotbuch Verlag Unverbindliche Preisempfehlung: 18.50 |






















