Jagdzeit auf Genellan - Scott Gier Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Abenteuer-SF: Pionier-Romantik ohne Indianer
ein Testbericht von mima0072003-12-08 11:50:00vom 08.12.2003Empfehlung: ja
Vorteile: spannend, abenteuerlich, unterhaltsam...Nachteile/Kritik: leider nur die 2. Hälfte des ersten Romans; Genre-Niveau
Dies ist die zweite Hälfte des ersten Romans aus der Genellan-Trilogie von Scott Gier. Der erste (Halb-) Band erschien bei Goldmann unter dem Titel "Gestrandet auf Genellan".
Handlung
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Nachdem sich die Überlebenden der Raumschlacht über Genellan auf den Planeten retten konnten, errichteten sie eine kleine Siedlung. Doch die Winter auf der Nordhalbkugel stellen sich als derart streng und die Wölfe als so hungrig und aggressiv heraus, dass sich Leutnant Sharl Buccari, die Führerin der Gruppe, an ihre Freunde, die geflügelten Klippenbewohner wendet, um dort um Asyl zu bitten. Als dieses gewährt wird, retten sich Buccari und ihre Leute unter Verlusten in die Höhlen der Klippenbewohner.
Doch weiteres Ungemach droht. Während sich die beiden intelligenten Rassen näher kommen und die ersten Babys geboren werden, landen die bärenähnlichen und meist kriegerischen Konen auf Genellan. Nach einem verlorenen Krieg auf seinem Heimatplaneten erscheint dem neuen Kaiser die Anwesenheit von Menschen auf Genellan als Bedrohung und will sie eliminieren lassen. Zum Glück können Buccari und ihre Leute Freundschaft mit ein paar Konen-Wissenschaftlern schließen und sich mit einer Linguistin verständigen. Es kommt jedoch zu einer entscheidenden Doppelschlacht: am Boden wie auch im Weltraum, wo die verschwundene Erdflotte wieder zurückgekehrt ist, aber sofort von den kriegerischen Konen des Kaisers angegriffen wird.
Nach dem Sieg der Flotte kommen die Menschen ihren Leuten auf dem Boden zu Hilfe, die sich zusammen mit den Klippenbewohnern tapfer ihrer Haut zu wehren wissen. Buccari verliert zwar ihren Geliebten Sergeant MacArthur, gewinnt aber den Beistand und die Achtung von sowohl Konen als auch Klippenbewohnern. Am Ufer des südlichen Ozeans erkennt sie, dass sie mit ihrem ungeborenen Kind doch noch hoffnungsvoll in die Zukunft auf Genellan blicken kann.
Fazit
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Wie schon der erste Band dieses Romans bietet auch "Jagdzeit auf Genellan" zahlreiche Actionszenen und Episoden für harte Jungs - so etwa neben den genannten Auseinandersetzungen auch die Jagd auf Büffel und das Zähmen von Pferden. Das klingt schwer nach Pionier-Romantik - ist es wohl auch, allerdings garniert mit etlichen Aliens, die hierbei wohl die Indianer ersetzen.
Die Genellan-Trilogie bietet wildromantische Abenteuer mit hohem Tempo von einem U.S. Marine, der sich sicherlich andere Marines sehr gut als Leser vorstellen kann.
Die Berichte über die 4 restlichen Genellan-Bände folgen.
Info: Genellan: Planetfall (Kap. 25-44), 1995; Nr. 24813; 349 Seiten, aus dem US-Englischen übertragen von Marcel Bieger, München, Goldmann, 1998, ISBN 3-442-24813-2