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Blick über die Dächer der Altstadt

Bar Mitzwa-Feiern an der Klagemauer (normalerweise montags und donnerstags)

Blick auf Jerusalem vom Ölberg

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Platz 1 in der Kategorie "Jerusalem". Typ: Stadt / ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)

Jerusalem gebraucht & neu

Jerusalem Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 5,00 / 5,00 (5.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (3/3).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • interessante Ausgrabungsstätten, Kultur und Religion pur
  • sehr interessant und sehenswert
  • heilige Stätte, beeindruckende Architektur
Nachteile/Kritik
  • vielleicht die Sicherheitslage, wobei das von außen immer schlimmer aussieht als es wirklich ist
  • die vielen Unruhen SCHADE
  • manchmal überfüllt, keine Stimmung
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Eine faszinierende Stadt

ein Testbericht von 2008-10-03 01:33:16 vom 03.10.2008
Empfehlung: ja
Vorteile: interessante Ausgrabungsstätten, Kultur und Religion pur...
Nachteile/Kritik: vielleicht die Sicherheitslage, wobei das von außen immer schlimmer aussieht als es wirklich ist
Im Rahmen eines zehnmonatigen Aufenthaltes in Israel habe ich auch den einen oder anderen Ausflug nach Jerusalem unternommen. Vielleicht gleich zu Anfang: Diese Stadt macht süchtig. Am Ende meines Aufenthaltes, als ich eigentlich endlich noch in den Süden und runter nach Eilat wollte, bin ich dann doch noch einmal für eine Woche in Jerusalem gelandet.

Geschichte

Wie ich wohl nicht allzu sehr auszuführen brauche, hat Jerusalem eine sehr bewegte Geschichte hinter sich. Seit hunderten von Jahren streiten Juden, Christen und Muslime um und in dieser Stadt, die für solche Gefechte eigentlich wirklich viel zu schade ist.

Gegenwart

Momentan ist Jerusalem in West- und Ostjerusalem aufgeteilt, wobei der Osten muslimisch-arabisch ist und zu Palästina gehört.
In der Altstadt gibt es vier verschiedene Viertel - arabisch/muslimisch, arabisch/christlich, jüdisch und armenisch. Jedes dieser Viertel hat einen ganz eigenen Charakter.

Anreise

Ich bin immer mit dem Bus am zentralen Busbahnhof in Jerusalem angekommen. Hier ist meist (insbesondere kurz vor Beginn des Shabbat) sehr viel los und man steht schon mal etwas länger an der Sicherheitskontrolle Schlange. Von hier aus bin ich meist zu Fuß in die Altstadt, es geht aber natürlich auch mit Bus oder Taxi.
Wenn man von außer Landes kommt, landet man wohl meist am Ben-Guerion-Flughafen in Tel Aviv. Von hier aus ist es mit dem Bus ungefähr eine Stunde bis nach Jerusalem (alternativ Mietwagen oder ähnliches).
Die Buspreise in Israel sind meiner Erfahrung nach recht günstig. Für die zweistündige Fahrt von meinem Wohnort bis nach Jerusalem habe ich umgerechnet 6-7 € bezahlt.

Sehenswert

Hier fällt es mir sehr schwer, mich auf ein paar wesentliche Dinge festzulegen. Es kommt wohl vor allem auch darauf an, mit welchen Erwartungen man hierher kommt. Ich zum Beispiel interessiere mich für alles, was irgendwie mit Geschichte, Kultur, Religion und Archäologie zu tun hat . . . und da bietet Jerusalem schon eine ganze Menge.

Ich werde mich hier zunächst vor allem auf die Altstadt konzentrieren.

- Die Altstadt -

Die Altstadt, insbesondere das jüdische Viertel. Hier gibt es zahlreiche archäologische Ausgrabungsstätten (ich empfehle ein Kombiticket), nette kleine Geschäfte und vieles mehr. Weiterhin kommt man von hier aus zur Klagemauer und dem Tempelberg, sozusagen das Herzstück Jerusalems. Die Klagemauer selbst hatte ich mir irgendwie immer größer vorgestellt, aber sie ist trotzdem bemerkenswert, insbesondere, wenn man sich ihre Geschichte vergegenwärtigt. An der Mauer selbst läuft alles streng getrennt nach Männern und Frauen. Touristen wird hier auch mit einer Kippa (für die Männer) bzw. einem Kopftuch (für die verheirateten Frauen) ausgeholfen. Es gibt meines Wissens drei verschiedene Zugänge zur Klagemauer, alle sind strengstens bewacht (Tasche wird durchleuchtet etc.).

-rund um den Tempelberg -

Der Tempelberg ist ebenfalls absolut sehenswert. Ich hatte das Glück, hochzudürfen. Reguläre Öffnungszeiten gibt es hier allerdings nicht, kommt immer auf die Lage und den muslimischen Verantwortlichen an. Auch hier natürlich die üblichen Sicherheitskontrolle, der diesmal (sehr zu meinem Erstaunen) meine Bibel zum Opfer fiel (konnte sie mir allerdings anschließend wieder abholen . . .). Vom Tempelberg aus hat man auch einen wunderbaren Blick auf den Ölberg. Die Moschee sowie der Felsendom dürfen leider nur von Muslimen betreten werden, sehen aber auch von außen schon sehr beeindruckend aus.
Zur Rechten des Tempelbergs erstreckt sich eine weitere Ausgrabungsanlage (Ophel genannt), die ein sehr gutes Bild vom Jerusalem der Frühzeit vermittelt. Audioguides in verschiedenen Sprachen helfen dem Besucher, mit den ganzen Steinen etwas anfangen zu können.

- Marktchaos und Religion -

Auch der Shuk (Markt) im arabischen Viertel ist definitiv sehenswert, allerdings auch ziemlich überfüllt und anstrengend, da man von so ziemlich jedem Händler angesprochen wird, insbesondere (wie in meinem Fall) als alleinreisende Frau. Das ist überhaupt etwas, was mir ein wenig negativ aufgefallen ist und auch der Grund, warum ich mich nur ein einziges Mal ins muslimisch-arabische Viertel gewagt (und auch prompt verlaufen) habe . . . Für die Mutigen unter uns gibt es in diesem Viertel die Via Dolorosa. Hier soll Jesus sein Kreuz entlang getragen haben.
Und wo wir schon gerade bei Religion sind: An Kirchen mangelt es in Jerusalem wahrlich nicht. Besonders ist mit hierbei die Grabeskirche in Erinnerung geblieben. Nicht nur wegen ihrer Größe und der Menschenmassen, durch die man sich kämpfen musste. Auch die Architektur ist wirklich beeindruckend.
Die meisten Kirchen in einer Reihe findet man wohl am Ölberg. Der mutige Tourist sei allerdings gewarnt: In brütender Hitze den ganzen Berg hoch- und wieder runterzulaufen ist nicht unbedingt eine intelligente Idee. Auch hat man hier wieder mit recht vielen anderen Leuten zu rechnen. Ich persönlich fand es immer ganz spannend mitzubekommen, aus welchen Ecken der Welt die Leute alle nach Jerusalem zum Pilgern kommen. . .
Gut gefallen hat mir auch die Pater-Noster-Kirche relativ weit oben am Ölberg. Hier findet sich an den Wänden und teilweise kunstvoll verziert das Vaterunser in so ziemlich jeder Sprache der Welt.
Am Ölberg liegt auch noch der jüdische Friedhof, der aufgrund seiner Größe beeindruckt, ansonsten jedoch nicht besonders spannend ist.

- Jaffator und Davidszitadelle -

Einer der Zugänge zum Altstadt ist durch das Jaffa-Tor. Hier findet sich auch gleich noch eine Ausgrabungsstätte/Museum namens „Davidszitadelle“. Faszinierender Ausblick auf den Tempelberg und auch auf den „neuen“ Teil von Jerusalem. Dazu wieder Türme zum hochklettern und verschiedene Ausstellungsräume, die die Geschichte der Stadt sehr kurzweilig präsentieren.

- Unterkunft und Verpflegung -

In der Altstadt gibt es einige Hostels, in denen man in Schlafsälen unterschiedlicher Größe preiswert übernachten kann. Richtige Hotels findet man allerdings eher außerhalb. Auf dem Shuk und in den kleineren Geschäften der Altstadt findet man das nötigste für die Selbstverpflegung, ansonsten gibt es im Rest von Jerusalem wirklich alles, was man braucht.
Gut an Jerusalem ist außerdem, dass es hier keinen wirklichen Ruhetag gibt. Am Shabbat, wenn die jüdischen Geschäfte alle geschlossen sind, bekommt man im arabischen Teil der Stadt problemlos was zu essen... (in meinem Wohnort konnte man das total vergessen . . .).

Persönliche Eindrücke und Fazit

Im Grunde könnte man seine komplette Zeit in Jerusalem hier in der Altstadt verbringen. Mich fasziniert diese Stadt gleich aus mehreren Gründen sehr. Zum einen war es schon immer ein Traum von mir, mal in das Land zu gehen, in dem Jesus gelebt hat (ja, ich bin was man wohl religiös nennt). Auch wenn an der einen oder anderen Stelle angesichts der Realität Ernüchterung eintritt, war es doch ein einschneidendes Erlebnis. Zum anderen fasziniert mich die Geschichte Israels bzw. des jüdischen Volkes sehr stark. Und nirgends kann man so gut in diese Geschichte eintauchen wie hier.
...
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Kommentare
Cuchulainn1981
Cuchulainn1981, 16.05.2009
Jerusalem ist ja ein interessantes Reiseziel. Und bis jetzt habe ich auch noch niemanden getroffen, der einen Auslandsaufenthalt in Israel gemacht hat. Besonders wertvoller Bericht.
jamesi_bg
jamesi_bg, 03.05.2007
WOW. SH von mir, lg aus AT, Bianca!
mami_online
mami_online, 12.11.2007
toll, da wäre ich auch gerne mal ......LG, Nicole
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Kein Ort der Besinnung

ein Testbericht von 2009-09-19 23:05:48 vom 19.09.2009
Empfehlung: ja
Vorteile: heilige Stätte, beeindruckende Architektur...
Nachteile/Kritik: manchmal überfüllt, keine Stimmung
In einem meiner letzten Berichte habe ich ja schon angekündigt, dass ich mich Ende August für zwei Wochen in Israel aufhalten werde. Nun ist ja schon bald Mitte September und ich bin schon wieder zurück. Und was soll ich sagen? Schön wars… Und um euch ein wenig an meinen Eindrücken teilhaben zu lassen werde ich mich jetzt mal an ein paar Berichten darüber versuchen. Und anfangen werde ich ziemlich am Ende meiner Reise. In der Grabeskirche in Jerusalem.
Aber zunächst mal von vorne. Die ersten 11 Tage habe ich ja zwecks GPS-Messungen für ein FH-Projekt (wen es interessiert: http://www.fh-oow.de/aktuelles/database/index.php? anzeige=Nachricht&id=2618) in der Gegend um Haifa verbracht. Aber zum Abschluss des Trips hatten wir auch noch zwei Tage Jerusalem eingeplant. Nach der Ankunft Donnerstag Nachmittag stand noch ein Bummel durch den arabischen Teil der Altstadt an. Freitag war für Sightseeing eingeplant. Morgens auf der Stadtmauer um die Altstadt und nachmittags Davidsstadt. Die Grabeskirche hätten wir beinahe vergessen. Aber als wir vormittags in einem Straßencafe saßen und einen Saft getrunken haben fiel uns beim Lesen unseres Reiseführers auf, dass wir ja gar nicht weit von der Grabeskirche entfernt waren. Und da wir nichts besseres mehr zu tun hatten, gingen wir da einfach hin.


Geschichtliches und heutige Bedeutung
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Nach der Überlieferung befindet sich die Grabeskirche an der Stelle, an der die Kreuzigung Christi stattgefunden und sich sein Grab befunden haben soll. Daher auch der Name der Kirche in unserem Sprachgebrauch. Die Grabeskirche ist damit eines der größten Heiligtümer des Christentums. Die erste Kirche an dieser Stelle wurde bereits im 4. Jahrhundert n. Chr. unter Kaiser Konstantin gebaut. Während der wechselnden Herrschaften in Jerusalem wurde die Grabeskirche in den folgenden Jahrhunderten immer wieder beschädigt, zerstört und wieder aufgebaut. Die heutige Form ist also ein ziemlich zusammengewürfelter Haufen verschiedener Stile und Glaubensrichtungen. Was allen Epochen jedoch gemein ist, ist dass es stets eine christliche Kirche war.

Heute ist die Grabeskirche das Gotteshaus für gleich sechs verschiedene christliche Konfessionen, was immer wieder zu Konflikten führt. Hauptverwalter der Kirche sind die Griechisch-Orthodoxe, die Römisch-Katholische sowie die Armenische Apostolische Kirche. Weitere Nutzer sind die Syrisch-Orthodoxe, die Koptische und die Äthiopisch-Orthodoxe Kirche. Welche Religion wann, wie lange und wo beten darf ist genau festgelegt. Die Schlüssel zur Kirche befinden sich jedoch seit Jahrhunderten in der Hand einer moslemischen Familie. Schon merkwürdig. Stellt euch mal vor, Bayern und 1860 streiten sich um die Allianz-Arena und Unterhaching bekommt den Schlüssel. Aber so ist nun mal Religion…

Das Innere der Kirche
-------------------------------

Da die Altstadt von Jerusalem ziemlich verwinkelt ist, ist das Gebäude der Grabeskirche von außen eigentlich kaum in voller Größe zu erkennen. Eigentlich sind wir es ja gewöhnt, dass Kirchen freistehende Bauten sind. Die Grabeskirche hingegen ist von allen Seiten an die umliegenden Gebäude angeschlossen. Daher erkennt man auch den Bau an sich gar nicht so wirklich als Kirche. Währe da nicht das Portal und die Kuppel die man vom Vorplatz aus nur erahnen kann, würde man die Kirche wahrscheinlich gar nicht erst finden.
Hat man aber mal den Eingang gefunden, bietet sich eine vielleicht einmalige Ansammlung verschiedener Schreine, Krypten, Kapellen und anderer heiliger Stätten. Gleich hinter dem Portal befindet sich der Salbungsstein Christi. Hier soll Jesus für die Kreuzigung vorbereitet worden sein. Eigentlich ein sehr unscheinbarer Stein aber für viele Gläubige doch eine sehr heilige Stätte. Von hier aus kommt man in den Umgang mit all seinen kleinen Kapellen der verschiedenen Glaubensrichtungen.

Das vielleicht größte Heiligtum der Kirche konnte ich leider nicht betreten, da ich dummerweise keine lange Hose dabei hatte (wie blöd kann man eigentlich sein?). Aber allein der Andrang der am vermeintlichen Grab Christi herrschte lässt die Bedeutung schon erahnen. Das Grab befindet sich unter der großen Kuppel der Basilika und wird von einem reich verzierten Schrein verdeckt. Wer einen näheren Blick auf das Grab werfen möchte, muss sich in eine Schlange einreihen, was mir ja erspart blieb.
Im weiteren Rundgang findet man viele kleine mehr oder weniger opulent ausgeschmückte Kapellen mit teilweise ziemlich verwunderlichen Namen. Ich erinnere mich da noch an eine Kapelle der Beschimpfungen oder eine Kapelle der Kleiderverteilung oder so ähnlich. Desweiteren findet man einige Krypten und den sog. Kerker Jesu.


Meine Eindrücke
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Um eines vorweg zu sagen, ich glaube nicht an so etwas wie einen Gott. Was ja nicht bedeutet, dass ich nicht auch irgendwie religiös bewegt werden könnte. An die Klagemauer habe ich mich beispielsweise nicht herangetraut. Ich hätte mich da irgendwie als Eindringling unter den Gläubigen gefühlt. Die Grabeskirche ist allerdings kein solcher Ort. Auch wenn ich den Andrang hier noch als gering empfand, hat man doch an der erstaunlichen Mischung an Besuchern erkennen können, welche Bedeutung der Bau für Christen weltweit hat.

Für mich hat der Bau allenfalls eine größere Bedeutung aus architektonischer Sicht. Von irgendwelchen Streitereien zwischen Priestern oder Mönchen war bei unserem Besuch absolut nichts zu spüren. Aber wie gesagt war die Grabeskirche für mich auch kaum ein Ort der geistigen Einkehr. Wahrscheinlich war dafür der Andrang einfach schon zu groß.
Abschließend bleibt mir nur eins zu sagen. Für Jerusalem-Besucher ist die Grabeskirche auf jeden Fall ein Muss. Für Gläubige sowieso. Wer einen Ort der Besinnung sucht wird hier vielleicht enttäuscht. Als Sakralbau ist sie aber auf jeden Fall sehenswert, wenn auch nicht so prachtvoll wie andere Kirchen.

In diesem Sinne
...
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Kommentare
NancyNoack
NancyNoack, 20.09.2009
SH und einen ruhigen Sonntag
morla
morla, 20.09.2009
ein schönes wochenende wünsch ich dir. lg. petra
sigrid9979
sigrid9979, 20.09.2009
Ein guter Bericht...Lg Sigi
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Lama40

Es stimmt mich traurig

ein Testbericht von 2005-04-08 20:48:33 vom 08.04.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: sehr interessant und sehenswert...
Nachteile/Kritik: die vielen Unruhen SCHADE
hy Interresierte,
im April (2000) war meine Familie einen Tag in Israel, Bestandteil einer Mittelmehrkreuzfahrt.
Israel ist ein kleines Land und nicht größer als unser Bundesland Hessen. Die Tour führte
durch das Land nach Bethlehem und Jerusalem.

Ich war sehr beeindruckt. Irgendwie hatte ich mir diese Stadt und die Größenverhälnisse anders vorgestellt. In Bethlehem haben wir die Geburtskirche -die über der Geburtsstätte Christi gebaut ist,
besucht. Sehr viele Menschen besuchen diesen Ort, um die Felsengrotte in der Jesus -also kein Stall_
geboren wurde, zu sehen und dort zu beten. Bethlehem liegt im autonomen Gebiet der Palistinäzer.
Dann ging die Fahrt nach Jerusalem. Das waren gerade mal 10 Minuten.

Allein das Gefühl das die ganzen christlichen Stätten, die man so kennt, so dicht beisammen liegen, war schon überwätigend.

Jerusalem ist nicht eine Großstadt, so wie sie sich vorstellt oder wie man es gewöhnt ist. Die Gebäude
sind recht klein und sind auf vielen Hügeln verteilt. Überall in der Stadt ist Militär zu sehen.
Einen Basar in der Altstadt war die nächste Station. Es gibt einen christlichen, moslemischen und jüdischen
Teil. Ich hätte eher einen solchen Basar nach Instanbul oder so vermutet. Ein unheimliches Treiben in den engen Gassen. Einfach toll. Dann ging es zum Berge Gholgata. Es ist eigentlich nur eine Erhebung.
Dort konnte man die Kreuzigungsstätte besuchen.

Weiter ging es zur Klagemauer. Hier kann man seinen Kummer -getrennt nach Männchen und Weibchen-los werden und ich war erstaunt, wieviele Menschen dies auch tun. Auch als Tourist darf man sich dort niederlassen.
Wenn ich heute an die schlimmen Bilder denke, wie der Vater und sein Kind gerade an dieser Mauer schrecklich sterben, werde ich sehr traurig. Eine so wunderschöne Stadt, mit einer so alten
religiösen -und nicht nur christlichen- Geschichte, ist Schauplatz solcher Grausamkeiten.

Ich kann nur hoffen, daß sich die kriegerischen Parteien einigen, damit viele Menschen, die diese Stadt besuchen möchten, dies auch können. Denn heute ist es zu gefährlich, und ich
Glaube wir hatten im April/2000/ Glück.

Euer Lama40
...
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