Kairouan
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Kairouan gebraucht & neu

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Kairouan Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • kein Meer vor der Tür *g*
Nachteile/Kritik
  • im Sommer extrem heiss...
saida

Bauausschreibung: Ein Meer für Kairouan!! (ein weiterer Teil der Tunesien-Reihe in lockerer Folge)

ein Testbericht von 2004-02-23 20:31:12 vom 23.02.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: kein Meer vor der Tür *g*...
Nachteile/Kritik: im Sommer extrem heiss...
Meine Tunesien-Reihe findet mit diesem Bericht eine weitere Fortsetzung.
Ich berichte nachfolgend ausschließlich über die Dinge der Stadt Kairouan, die mich persönlich beeindruckt haben.



=== LAGE & REISEZEIT ===

Die Stadt liegt mitten im Sahel - in der Zeit zwischen Juni und September ist in der Mittagszeit von einer Stadtwanderung in dieser Region dringend abzuraten!
Die Luft ist drückend heiß und unwahrscheinlich stickig, man hat das Gefühl, als bewege man sich in einem Grill...

Die Kairouani [k-ru'a:ni] trifft man denn auch eher am frühen Morgen oder späten Nachmittag an, denn im Sommer hält man sich, wenn irgend möglich, im Haus auf. Die Fensterläden (Klappläden) sind meist verschlossen, damit die Hitze nicht eindringen kann. Ähnlich, wie man es von der iberischen Halbinsel (oder auch Mexiko!) her kennt, wird nämlich in der größten Hitze geruht, also "Siesta" gehalten. Nur, wer Geschäfte zu erledigen hat, geht um diese Zeit aus dem Haus! Im Hochsommer haben ja in ganz Tunesien Behörden, Banken, die Post u.ä. an die klimatischen Bedingungen angepasste Öffnungszeiten, denn wo der Tourismus nicht so stark vertreten ist, gibt es oft noch keine Klimaanlagen (und Ventilatoren schaffen hier auch nur wenig Abhilfe)... So kann zur heißesten Tageszeit denn die Stadt wie ausgestorben erscheinen, und man findet hauptsächlich Touristen, die busweise in die Stadt gekarrt worden sind...

Das bedeutet also: entweder, man sucht sich für die Sahel-Zone eine andere Jahreszeit aus, wie etwa Frühling oder Herbst, oder aber man sieht zu, dass man erst am späteren Nachmittag, wenn die Schatten wieder länger werden, dort ankommt. Dann ist ein Gang durch Kairouans Medina aber unabdinglich!



=== SEHENSWERTES - ? ===


+++ In der Medina +++

Ich habe Kairouans Medina mit ihren Souks als sehr ansprechend in Erinnerung.
Ähnlich wie in Marrakesch/Marokko (aber bei weitem nicht so riesig) gibt es ganze Viertel/Straßenzüge, die von jeweils einer Handwerkerzunft dominiert werden.
Vermutlich haben wir damals das Viertel durch das Bab Et-Tounes betreten, denn ein Bild von einem großen Tor ist mir noch im Kopf, und die Atmosphäre hat mich sofort gefangen genommen und begeistert!

Ganz stark im Gedächtnis geblieben sind mir die zahllosen Teppichknüpfereien (Souk de Tapis), denn das ist das traditionelle Handwerk Kairouans. Sollte man an einem Kauf interessiert sein, ist es empfehlenswert, sich zuvor bei einem ONATT-Büro über die Preise zu informieren (abhängig von Muster und Knotenanzahl pro qm) - über diese Behörde läuft auch die Zollabfertigung für die Ausfuhr nach Deutschland, und seriöse Teppichhändler arbeiten selbstverständlich mit ihr zusammen. Aber das weiß ich alles leider nur vom Hörensagen (und Gesprächen mit einigen Teppichhändlern), denn ich muss ja keinen Teppich aus Tunesien hierher bringen, sondern fasse mich in Geduld, bis wir einmal dort leben können. Es gibt schon wirklich hübsche Teppiche dort, das muss ich zugeben...

Das Textilienhandwerk, von Kleidung bis zu Lederwaren (aber auch Schmuck), findet man passender weise in der Gegend um die Rue du Tailleur (*g* hat mir mein Reisführer verraten - oder glaubt wirklich jemand, ich könnte mich auch noch nach Jahren an die Straßennamen erinnern???), und dort haben die Viertel klassisch-orientalisch mit Decken überspannte Gassen. Diese jedoch habe ich nicht so negativ in Erinnerung wie die in Sousse – es muss also doch an der allgemeinen Atmosphäre liegen...

Natürlich gibt es auch alle anderen erdenklichen Waren, zu Festpreisen, oder zum Er-Feilschen, und die Wege führen meistens ebenerdig voran. Alles in allem empfand ich die Medina Kairouans um ein Vielfaches ansprechender als die in Sousse, und ganz bestimmt ist sie auch nicht so überlaufen wie die in Tunis (um die wir bis heute einen großen Bogen geschlagen haben, da ja auch keine Notwendigkeit zu einem Besuch besteht). Auch sind die Händler in Kairouan meist nicht so aufdringlich wie in den Touristenhochburgen.
Ein Besuch lohnt ganz bestimmt, und sei es nur zum Bummeln und Schauen!

Außerdem findet sich in der Medina – neben weiteren, bedeutenden islamischen Bauten - die erste Moschee, die auf afrikanischem Boden gebaut worden ist: die Sidi-Oqba-Moschee. Es ist empfehlenswert, sich vor einem Besuch über die Gebetszeiten zu informieren, denn nur außerhalb dieser Zeiten hat man als Nicht-Moslem auch nur die Chance, mehr als den Innenhof besichtigen zu können. Ich habe mal gelesen, man käme ohne Eintrittskarte (vom Fremdenverkehrsamt) – als Nicht-Moslem - überhaupt nicht hinein – ich war leider zur Gebetszeit dort, aber ohne Eintrittskarte, und in Begleitung dreier Tunesier, und so wurde mir immerhin ein kurzer Blick in den auch schon beeindruckenden Innenhof gewährt. An Freitagen sollte man (immer vorausgesetzt, man ist Nicht-Moslem) die Moschee ohnehin ganz meiden, denn das ist der Haupt-Gebetstag, an dem viele Muslime zum Gebet extra die Moschee aufsuchen (ähnlich dem Sonntags-Gottesdienst der Christen).
Auch sollte man sich unbedingt taktvoll kleiden, das heißt, die Beine und Schultern sollten bedeckt sein - immerhin handelt es ich um ein Gotteshaus des Islam, und jeder fremde Glauben hat es doch verdient, dass man ihm zumindest den gebührenden Respekt zollt! Tut man dies nicht, so kann es auch außerhalb der Gebetszeiten passieren, dass einem der Einlass verwehrt wird...
Kairouan gilt als eine der Heiligen Stätten des Islam, und es will sogar die vierte in der Rangliste sein (Mekka natürlich Nr.1). Allerdings existiert eine Rangliste gar nicht wirklich, und so beansprucht zumindest Damaskus denselben Platz wie Kairouan.
Im Übrigen hält sich in etlichen Reiseführern hartnäckig das Gerücht, ein siebenmaliger Besuch dieser Moschee in Kairouan ersetze eine Pilgerfahrt nach Mekka (die Hadj ['ha:dsch - nur gehauchtes "d" und stimmhaftes "sch"!]. Ich habe diese Geschichte auch schon von einem tunesischen Reiseführer zu hören bekommen, jedoch die Normalbevölkerung - selbst wirklich gläubige Moslems! - weiß von dieser Ersatzregelung für die Hadj überhaupt nichts...

Auch einen Besuch wert ist der Kamelbrunnen, wie ich ihn nenne. Richtig heißt es Bir Barouta, und es handelt sich um einen Ziehbrunnen, der im OG eines Hauses ist (Kuppeldach). Als man mich dorthin brachte, konnte man mich den auch fast davon überzeugen, dass das Kamel grade Pause hätte. Ich glaubte die Story nicht, weil es doch im OG war – aber früher soll tatsächlich ein Kamel dort Dienst getan haben – mit verbundenen Augen, und immer im Kreis, das arme Tier. Ich frage mich, ob es wohl immer dort oben leben musste, oder ob es nach getanem Tagewerk die Treppe runter und morgens wieder hinauf steigen musste...
Der Brunnen stammt immerhin schon aus dem 17. Jahrhundert, und die Quelle, die ihn speist, hat angeblich der Stadtgründer und Heilige Oqba zum Sprudeln gebracht, als er an dieser Stelle Anno 671 einen Speer in den Boden gerammt hat. Man glaubt, der Brunnen habe eine direkte Verbindung zur Heiligen Quelle (Zem-Zem) in Mekka, und daher pilgern viele zum Bir Barouta, um an Heiliges Wasser Mekkas zu gelangen...


+++ Außerhalb der Altstadt +++

Außerhalb der Medina möchte ich unbedingt noch den Besuch der so genannten Barbiermoschee empfehlen. Dort liegt ein Weggefährte des Propheten Mohammed begraben, Sidi Sahab (manchen vielleicht auch als Abi Zoma bekannt). Dem Kuppelbau, in dem der Heilige ruht, angegliedert ist eine Medressa, was (Koran-)Schule bedeutet, und Einlass findet man durch den großen Hof, um welchen herum kleine Zimmer zu sehen sind. Wie ich heute weiß, sind das die Pilgerzimmer. Ein Ungläubiger darf wirklich eintreten, und gelangt bis vor die Tür der eigentlichen Grabstätte. Hätte ich den Mund gehalten und wie selbstverständlich meine Schuhe abgestreift, hätte mich der Wächter vielleicht sogar eingelassen. Aber ich wollte ja nicht wirklich einen Toten ehren, sondern war vorrangig von der Architektur des gesamten Bauwerkes regelrecht fasziniert! Schon alleine die Arkaden beim Betreten des ersten Hofes, und die prunkvolle Ornamentik, die schon außerhalb des Kernstückes zu sehen ist, wirklich beeindruckend...
Ach ja, wieso das Bauwerk Barbiermoschee genannt wird, ist mir ein Rätsel, denn soweit ich gehört habe, liegt der Barbier Mohammeds in Gabès begraben. Aber auch das klingt noch seltsam – zwei Gefährten Mohammeds, und beide in Tunesien bestattet - ?

Weiter empfehlen viele Reiseführer die Aghlabiden-Becken. Ich persönlich finde die nun wiederum nicht so beeindruckend, da ich halt Wasserbecken inmitten von einer Art Park nicht wirklich etwas abgewinnen kann. Da mögen diese zehnmal aus dem 9. Jahrhundert stammen und damals über 36 km aus den Bergen gespeist worden sein! Vielleicht war es früher beeindruckender, aber ich habe nur die restaurierte Version zu Gesicht bekommen. Da imponieren mir die Aquädukte selbst erheblich mehr – die stehen einfach noch im ganzen Land verteilt (hauptsächlich Region Zaghouan – Tunis) herum und sehen aus, als trotzten sie der Ewigkeit. Aber so zwei Wasserbecken – nein, nicht wirklich. Im Sommer wird der Ort wohl am ehesten von der Bevölkerung selbst frequentiert, im Ersuchen nach ein wenig kühlerer Luft...
Ich denke, wenn man diesen Punkt in Kairouan überspringt, dann hat man aber nicht wirklich etwas verpasst!



=== CONCLUSION ===


Ich war nur zwei Mal recht kurz in Kairouan:
Einmal im Rahmen einer dreitägigen Jeepsafari (habe darüber schon berichtet), und beim zweiten Mal privat mit tunesischen Bekannten, für einige Stunden - an einem grässlich heißen Junitag. Die Zeit hat aber ausgereicht dafür, dass ich gerne noch einmal hin möchte. Dann aber bitte, wenn es kühler ist, und wenn möglich, gleich für zwei oder drei Tage, und dann auch nur mit meinem Männe. Er kennt diese Stadt nämlich noch gar nicht!

Einige werden sicher Tipps von mir zur Verköstigung erwartet haben – aber zum Essen dort war ich von Privat eingeladen, weiß also wirklich gar nichts dazu zu berichten. Einzig in ein Café hat man mich geschleppt, welches absolut gar nichts Besonderes an sich hatte. Nur, dass es dort einen Ventilator gab, der etwas Kühlung verschaffte *lach*

Alles in Allem ist eine Stadtbesichtigung Kairouans wohl an einem Tag zu schaffen, an zweien aber bestimmt, falls man sich nicht jede noch so kleine Heiligengedenkstätte usw. anschauen möchte. Und da liegt denn wohl auch der Hund begraben, will sagen, der Grund dafür, dass der Tourismus bisher im Wesentlichen an Kairouan vorübergegangen ist. Es kommen halt meist nur Ausflugsbusse durch, und die wenigsten bleiben bestimmt zum Übernachten dort.

Einerseits ein Segen, denn so ist vieles ursprünglicher als dies in den Badeorten der Fall ist. Aber andererseits auch ein Fluch, denn somit zählt die Gegend um Kairouan auch als eine der ärmsten Tunesiens, und Unzählige versuchen in den Touristenhochburgen ihr Glück bei der Arbeitssuche...

©saida/20.02.2004
[Statistik: 1.669 Worte / 9.179 Zeichen (ohne Leer-)]

P.S.: Das mit der Überschrift stimmt – die Bewohner sollen einmal tatsächlich eine Eingabe gemacht haben, es sei ungerecht, dass sie in dieser Klimazone ohne Meer leben müssten, und ob man da nicht eines bauen könne... *schmunzel*

[Wer ansonsten Lust verspürt, mehr über Land und Leute zu erfahren, und zwar Dinge, die man eher selten in Büchern findet, und die auch nicht unbedingt jeder Reiseleiter weiter gibt, der wird beim Durchstöbern meiner Berichte ganz bestimmt fündig! :o)]
...
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Kommentare
m0gli
m0gli, 14.01.2007
ich habe ja Kaioruan nur auf dem Rückweg von der Wüstentour besucht und da reichte die Zeit nur um von einer Dachterrasse ein Blick auf die Moschee zu werfen. Daher sehr interessanter Bericht für mich
MissyEllie
MissyEllie, 06.12.2005
Du hast Dir sehr viel Mühe bei dem Bericht gegeben. Ich war auch schon zweimal in Kairouan und finde es ist immer einen Besuch wert. Vielleicht kennst du ja auch die Geschichte von der Moschee die angeblich der Prophet Mohamed für seinen Friseur
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m0gli

Die Heilige unter den Städten Tunesiens

ein Testbericht von 2005-12-26 22:40:18 vom 26.12.2005
Empfehlung: ja
Zum Schluss unserer Zweitagestour fahren wir von Metlaoui und Gafsa kommend ist die Landschaft noch lange Zeit karg, öd und steinig. Je näher wir aber nach Kairouan kommen um so fruchtbarer wird der immer noch trocken wirkende Boden. Teilweise ist er grau, teilweise hellbraun. Aber die Olivenhaine und Mandelbäume werden größer und häufiger. Wir fahren inzwischen wieder durch den nördlichen Teil der Steppe. Bald erkennt man, dass hier unter anderem auch Peperoni kultiviert wird.

Kairouan ist neben Mekka, Medina und Jerusalem die viert heiligste Stadt des Islam. Sie wurde am Schnittpunkt ehemals wichtiger Karawanenwege errichtet, daher auch ihr Name, denn Kairouan bedeutet genau dies: Karawane.

Kairouan wurde von der Unesco in die Liste des Weltkulturerbes der Menschheit aufgenommen und beherbergt u. a. eine Reihe von Moscheen und ist Ziel vieler Pilger aus der islamischen Welt. Kairouan lebt daher vom Tourismus und dem Pilgertum, sowie außerdem von der Produktion von Teppichen die hier meist von Frauen in Heimarbeit geknüpft oder gewebt werden. Schon auf der Fahrt Richtung Kairouan sieht man überall die Schafe weiden, deren Wolle für die Herstellung verwendet wird.

Wenn man nicht, wie wir mit einer organisierten Tour hier her kommt, sollte man sich beim Touristenbüro einerseits um Eintrittskarten, sowie andererseits um einen einheimischen Führer bemühen. Zwar bieten immer wieder Personen auf der Straße dementsprechende Dienste an, aber sehr leicht kann man an einen Schlepper geraten und dann findet man sich statt in einer der Moscheen in einem Teppichladen wieder.

Kairouan ist auf jeden Fall einen Besuch wert und sei es nur auf einen Kurzbesuch. Auch wir hatten nicht viel Zeit, denn wir haben der Stadt, die über 100.000 Einwohner hat, auf der Rückfahrt in die Küstenhotels während der 2 Tagestour durch die Wüste nur einen Kurzbesuch abgestattet. Daher haben wir nur die Große Moschee sehen können und ich bin, um die anderen Sehenswürdigkeiten zu beschreiben, auf die lebhaften Schilderungen unseres Reiseleiters bzw. die Ausführungen der Reiseführer und Prospekte des tunesischen Fremdenverkehrsamtes angewiesen. Dennoch halte ich die Punkte für wichtig genug, um sie hier aufzuschreiben, denn da Kairouan von den meisten Küstenregionen nicht weit weg ist (44km von Sousse), ist es vielleicht auf eine Überlegung wert, sich einen Mietwagen zu nehmen und die Stadt auf eigene Faust zu erkunden. Ein paar Brocken französisch sind dabei sicher hilfreich.

Zielpunkt der meisten Pilger wird wohl die Sidi Sahib oder Barbiermoschee sein. Hier liegt Abou Zama al Balaoui ein Gefährte des Propheten Mohamed begraben. Er soll der Legende nach stets 3 Barthaare des Propheten bei sich getragen haben.

Im Gegensatz zum Beispiel zur Türkei dürfen in Tunesien Moscheen grundsätzlich von Nichtmoslems nicht betreten werden. Ausnahmen sind lediglich die Große Moschee und die gerade angesprochene Sidi Sahib Moschee. Allerdings liest und hört man darüber auch unterschiedliche Informationen. Ich kann hier nur die Infos unseres Reiseleiters weitergeben. Vielleicht kann Sternchen 555, als Tunesierin einen Hinweis in die Kommentare schreiben, den sich dann jeder aufrufen kann. (danke Sternchen 555).

Außerdem sind Besuche nur zu bestimmten Zeiten möglich.

Die Barbiersmoschee ist geöffnet Montag bis Donnerstag von 9:00 - 16.00 und Freitags von 9:00 - 13:00, die Große Moschee täglich von 8:00 - 14:00 Uhr.

Leider waren wir auf unserer Wüstentour erst nachmittags in Kairouran und dies wie schon erwähnt auch nur für einen Kurzbesuch (ca. 1 Stunde). Daher haben wir nur die Große Moschee, die sich gegenüber der Stadtmauer in einer Ecke der Medina befindet, sehen können und dies auch nur von außen, denn während des Fastenmonats Ramadan schließt sie noch eine Stunde früher.

So konnten wir die Moschee nur von außen sehen, und von einem Balkon eines gegenüber liegenden Geschäftes in den säulenbestanden Innenraum sehen. Dieser ist 95 mal 80 m groß und von einem doppelten Säulengang umgeben.

Von außen wirkt die Moschee sehr wuchtig und durch die von Streben verstärkten Außenmauern fast festungsartig. Sie wurde bereits im Jahre 670 gegründet und stammt auch in ihrer jetzigen Form schon aus dem 9. Jahrhundert.

Das Betreten des Gebetsraumes Nichtmuslimen ist nicht erlaubt. Die Gebetsnische ist mit blauschimmernden persischen Fayencen ausgelegt und die Kanzel ist mit schönen Blattwerk- und Rebenornamenten verziert. Von diesen kann man Postkarten erwerben. Wunderschön soll auch der gesamte Gebetssaal, der von 600 (sechshundert) antiken römischen und byzantinischen Säulen getragen wird, sein.

Ungewohnt wirkt auch das Minarett, da es nicht wie meist, schlank und rund ist, sondern wuchtig, eckig ist. Es besteht aus drei Stockwerken die sich nach oben verjüngen. Die Wuchtigkeit bewirkt, dass das Minarett das ganze Bauwerk dominiert.

Gleichzeitig ist das Bauwerk quasi auch ein Wasserspeicher, denn komplizierte Wasserkollektoren die den Marmorfußboden des Innenhofs gemeißelt sind, leiten das Regenwasser, gefiltert zu unterirdischen Zisternen.

Sehenswert sollen auch die Säbelmoschee (Sidi Amor Abada Moschee) und die Moschee der drei Türen sein. Ferner die Bassins des Aghlabiden. Es handelt sich um zwei kreisrunde Wasserspeicher aus dem Jahr 862 n. Chr. die ursprünglich über einen Äquadukt aus den Bergen gespeist wurden. Das größere der beiden nebeneinander liegenden Becken hat eine Durchmesser von 128m, das kleinere einen von 37,4m. Beide zusammen fassen 62.800 m3 Wasser, wobei das kleine Becken nur der Filterung des Wassers diente. Vom großen Becken aus wurde das Wasser als Trinkwasser in die Stadt geleitet. Für die damalige Zeit sicher eine großartige Leistung. Das alles würde aber wohl die Bedeutung für den gläubigen Mohammedaner nicht erklären, wohl aber, dass der Legende nach

Zur Heiligkeit der Stadt im Islam trägt wohl auch der Barrouta Brunnen bei. Es handelt sich um einen sehr alten Brunnen, aus dem ein Dromedar, dem man die Augen verbunden hat, durch laufen im Kreis über ein über Generationen überliefertes System Wasser schöpft. Der aus dem 17. Jahrhundert stammende Turmbrunnen soll der Legende nach mit der heiligen Quelle in Mekka verbunden sein.

Beim Spaziergang durch die Stadt und vor allem durch die Souks sollte man sich die Wohnhäuser genauer ansehen, denn dann entdeckt man, geschnitzte oder mit Nägeln beschlagene Haustüren, schmiedeeiserne Balkongitter und Erkerfenster und Türen in Form von Spitzbögen mit kunstvollen Steinmetzarbeiten.

Kairouan ist mit ihren vielen Moscheen und sonstigen Sehenswürdigkeiten absolut sehenswert
...
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Kommentare
NancyNoack
NancyNoack, 26.12.2005
super Bericht
inspire
inspire, 26.12.2005
schöner bericht
Fluetie
Fluetie, 27.12.2005
:- lg Dirk
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USA

ein Testbericht von 2004-02-23 21:10:28 vom 23.02.2004
Empfehlung: ja
ALLGEMEINES

Staatsname: Vereinigte Staaten von Amerika
Hauptstadt: Washington, D.C.
Fläche:9629047 Quadratmeter
Große Städte: New York,Los Angeles, Chicago, Houston, San diego, Phoenix, San Antonio, Dallas, San Francisco, jacksonville, Columbus,Boston, El Paso, Washington, Seattle, San Jose

BEVÖLKERUNG

Einwohnerzahl: 274943496
Wachstumsrate: 0,84%
Bevölkerungsverteilung: Stadt 77%
Land 23%
Ethnische gruppen: Weiße 83,4% Afroamerikaner 12,4%
Asiaten 3,4%
Indianer 0,8%

SPRACHEN

Englisch,Französisch, Deutsch, Italienisch, spanisch, chinesisch etc.

RELIGION

protestanten 56%
katholiken 28%
Juden 2%
Andere 6%
Religionslos 8%


POLITIK

Staatsform: Präsisiale bundesrepublik
Unabhängigkeit:4. Juli 1787
Verfassung: 17. September 1787
Wahlrecht: ab 18 Jahren
...
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