Kastration bei Katzen und Katern Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (4.8 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (4/4).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
- das Tier markiert sein Revier nicht mehr
- meine Katze hat endlich Ruhe
- kein ungewollter Nachwuchs
Markieren und Rolligkeit hören auf, Überbevölkerung wird eingedämmt, ...
Trägt deutlich zur Verringerung des Katzenelends bei.
alles
Nachteile/Kritik
- die Op bringt gewisse Risiken mitsich
- nie wieder Nachwuchs
- eventuell wird das Tier etwas fauler
- mögliche Gewichtszunahme
Kosten, Risiko, Stress für die Katz
Kosten
Nun hat meine Katze endlich Ruhe!
ein Testbericht von NancyNoack2007-01-15 14:46:25vom 15.01.2007Empfehlung: ja
Vorteile: - das Tier markiert sein Revier nicht mehr
- meine Katze hat endlich Ruhe
- kein ungewollter Nachwuchs
...Nachteile/Kritik: - die Op bringt gewisse Risiken mitsich
- nie wieder Nachwuchs
- eventuell wird das Tier etwas fauler
- mögliche Gewichtszunahme
Heute möchte ich euch wieder nicht über irgendein Produkt berichten, sondern über die Kastration meiner beiden Kater David und Zeus....
Weshalb ich mich zur Kastration entschieden habe:
------------------------------------------- ---------------------
In meiner Wohnung tummeln sich insgesamt drei Katzen. Eine weibliche und zwei männliche Tiere. Mietzi, Zeus und David. Mietzi und Zeus sind sozusagen verheiratet und David ist der gemeinsame Sohn der beiden. Meine Katze hatte inzwischen drei mal Nachwuchs und beim letzten mal verlief die Geburt leider nicht ganz einfach, sodass es ohne Hilfe eines Tierarztes nicht ging. Einer der Gründe weswegen ich mich zur Kastration entschieden hatte war, das ich meiner Mietzi nicht noch eine Geburt antun wollte, denn ich will meine Katze noch eine Weile behalten und sie nicht dermaßen quälen. Wer weiß wie die nächste Schwangerschaft ausgegangen wäre. Da Zeus die kleine jedoch nicht in Ruhe lassen wollte und scheinbar sehr potent war, musste er also unbedingt kastriert werden. Ein weiterer Grund der Kastration war gewesen, dass ich inzwischen alle meine Freunde und Bekannte mit Katzennachwuchs versorgt habe, ich also keine Abnehmer mehr hätte, die einem kleinen Stubentiger ein gutes Zuhause bieten könnten. Und David musste die Kastration über sich ergehen lassen, weil er nun das Alter erreicht hat in dem er geschlechtsreif ist. Und seine eigene Mutter sollte er natürlich auf keinenfall „besteigen“!!!!
So, nun kennt ihr also die Gründe der Kastration und ich gehe mal davon aus das jeder von euch dafür Verständnis haben wird, das ich es hab machen lassen.
Der Kastrationstermin:
-----------------------------
Ich habe für meine Katzen zwei Termine für die Kastration machen müssen. Den ersten Termin hatte ich nämlich nicht wirklich wahrgenommen und natürlich möchte ich euch auch gleich berichten aus welchem Grund ich diesen Termin nicht voll und ganz in Anspruch genommen habe...
Termin1 am Freitag, dem 05.01.2007:
..................................... .............................
Diesen Termin hatte ich in einer Tierarztpraxis gehabt, in der ich noch nie zuvor gewesen bin. Die Kastration sollte bei dieser Tierärztin 35 € kosten (pro Tier). Wegen des angenehmen Preises vereinbarte ich also einen Termin und erschien auch pünktlich in der Arztpraxis. Um in die Praxis zu gelangen, muss man erstmal drei Treppen hochlaufen. Schon das fand ich nicht gerade toll, und dachte mir so was wohl Tierbesitzer machen, die ein großes schweres Tier hier hochschleppen müssen. Dann kam ich also endlich oben an. Eine Rezeption gab es nicht, man setzte sich also einfach in den Warteraum, oder in den Flur. Da im Warteraum bereits ein Hund saß, der unbedingt mit meinen Mini-Tigern spielen wollte, entschied ich mich also im Flur zu warten. Der Flur war total verdreckt, die Wände waren schmutzig, sowie auch der Fußboden und die provisorisch wirkenden Sitzgelegenheiten. Das ließ ich erstmal noch über mich ergehen und wartete brav. Nach 20 Minuten kam ein Mann in die Praxis, der eine leere große Papiertüte dabei hatte. Er verschwand im Badezimmer, welche für die Patienten bzw. für ihre Besitzer gedacht war und kam mit einer vollen Tüte wieder raus. Das ganze geschah drei mal. Wie sich schnell rausstellte trug der Mann in den Tüten Tierleichen weg! Bitte wo waren die gelagert??? Etwa
auf der Toilette??? Und dann trägt er die toten Tiere raus wenn Patienten da sind??? Macht man so etwas nicht in der Mittagspause oder nach der Sprechzeit, wenn da keine wartenden Leute mehr sind? Da wurde mir das erste Mal ordentlich schlecht und ich war drauf und dran zu gehen. In der ganzen Zeit wo das geschah hatte die Ärztin gerade eine Wildkatze in Behandlung. Diese trug sie dann ohne Körbchen in ein anderes Zimmer. Das Tier im Nacken gepackt strampelte und wehrte sich und sah doch recht fit und agil aus. Circa 10 Minuten später kam die Tierärztin aus dem Zimmer wieder raus, und das Tier war tot. Was hat die mit dem armen Lebewesen gemacht??? Es vergiftet??? Die Katze war ganz sicher nicht todkrank gewesen!!!!
Ich war bereits kurz davor zu gehen, als ein Hund in das Behandlungszimmer gerufen wurde. Und dann wurde noch ein zweiter Hund dazugeholt. Die Hunde gehörten nicht zusammen und trotzdem hat sie beide Tiere gleichzeitig behandelt. Und die Praxis wurde weder desinfiziert, noch wurden die Instrumente ausgetauscht und die Hände hatte sich die Frau ebenfalls nicht gewaschen nachdem sie die Katze behandelt hatte. Und sie arbeitete ohne Handschuhe! Das gab mir den Rest. Nachdem ich mir das alles fast eine Stunde lang angesehen hatte, schnappte ich mir meine Katzen und verließ die Arztpraxis auf schnellstem Wege.
Wäre ich dageblieben, hätte ich jetzt wahrscheinlich zwei Katzen weniger. Nein, so was tut man keinem Tier an!!!!
Termin 2 am Montag, dem 08.01.2007:
..................................... ............................
Diesen Termin habe ich bei meinem Tierarzt gehabt, zudem ich immer hingehe wenn meine Tiere krank sind. Es ist ein guter Arzt, dem ich vertrauen kann. Preislich ist er zwar erheblich teurer, aber dafür hatte ich Gewissheit dass es meine Tiere gut haben und ich sie auf jedenfall lebend wiederbekomme.
Pünktlich um 10 Uhr war ich also in der Praxis gewesen. Nach einer sehr geringen Wartezeit kam dann die Ärztin und meinte, das sie mir meine Kater schon mal abnimmt. Bereitwillig händigte ich ihr also meine Tiere aus und dachte das sie mich gleich nachholen wird, damit ich dabei bin wenn sie die Narkose bekommen. Aber nix da. Die Arzthelferin meinte nur das ich gegen halb 12 anrufen solle um zu erfragen wann ich die beiden wieder abholen kann. Ohne das ich mich von Zeus und David verabschieden konnte musste ich also die Praxis verlassen. Aber immerhin wusste ich ja, das sie es gut haben werden. Na jedenfalls wurde die OP durchgeführt und um 12.30 Uhr konnte ich meine Tierchen wieder abholen. Die Hoden wurden aufbewahrt, falls ich die Dinger sehen will, was ich natürlich keineswegs wollte. Daraufhin hatte man sie dann doch fachgerecht entsorgt. * gg* Am Abend rief die Ärztin bei mir noch mal an um sich nach dem Wohlergehen meiner Katzen zu erkundigen. Nun habe ich also zwei kastrierte Kater. Die Wunden sind sauber und gut vernäht. Diesen Tierarzt kann ich nur empfehlen!
Durchführung der Kastration:
------------------------------------- -
An dieser Stelle möchte ich euch nun ein wenig erklären wie eine Kastration durchgeführt wird. Wer so was gar nicht erst wissen mag, sollte diese Stelle eventuell einfach überspringen...
Der Kater bekommt zuerst eine Narkose, welche in Form einer Spritze verabreicht wird. Bei Katzen wird diese entweder in eine Vene im Arm gegeben, oder in den Nacken gespritzt. Danach wird die zu operierende Stelle rasiert, damit kein Fell in die Wunde geraten kann. Wenn das Tier tief und fest schläft, bekommt es zusätzlich noch eine örtliche Betäubung in den Hodensack.
Danach wird der Hodensack mit einem circa 1-1,5 cm langen Schnitt geöffnet. Der Hoden wird nun mit einer Art Garn abgeschnürt und dann sauber abgetrennt.
Das Verschließen der Wunde ist von Tierarzt zu Tierarzt verschieden. Einige vernähen die Wunde mit Fäden welche nach etwa 7 Tagen gezogen werden müssen, andere verwenden sich selbstauflösende Fäden. Einige Tierärzte Klammern die Wunde auch. Meiner hat die Wunde aber weder genäht noch geklammert, sondern geklebt. Somit bleibt dem Tier ein weiterer Tierarzt besuch erspart. Die Wunde ist sauber und ordentlich verschlossen und sollte innerhalb von drei Tagen fast verheilt sein.
Während der OP, welche nur 15 Minuten dauert, wird darauf geachtet das das Tier so liegt das es anständig atmen kann und nicht an seiner eigenen Zunge, oder im Fall von Erbrechen etwa daran erstickt. Eine Beatmung mit einem Tubus ist nur bei Tieren notwendig, die normalerweise Schwierigkeiten mit ihrer Atmung haben.
Wie es David und Zeus überstanden haben:
------------------------------------------ --------------
Bei meinen Katern hatte ich gleich zwei sehr Unterschiedliche Fälle gehabt. Einer der beiden hat die Narkose ohne Probleme weggesteckt, und der andere hat sie nur sehr schwer verkraftet...
David:
.............
Die Narkose ansich hat mein kleiner David ganz wunderbar weggesteckt. Er erwachte recht schnell und auch sein Reaktionsvermögen kehrte schnell wieder zurück. Er war zwar noch sehr müde und hat den Rest des Tages fast nur geschlafen, aber ansonsten fühlte er sich gut. Und auch die örtliche Betäubung hat sehr schnell bei ihm nachgelassen, sodass er schon bald wieder richtig laufen konnte. Am nächsten Tag war er schon wieder so aufgeweckt und frech wie immer. Das einzige das für ihn ein kleines Problem darstellte war die Wunde selbst. Er konnte es einfach nicht lassen ständig daran zu lecken und so wurde er an der Stelle ein wenig Wund, was aber zum Glück nun auch schon gut verheilt ist.
Zeus:
..........
Mir war schon vorher klar das Zeus doch etwas mehr leiden wird. Ich kenne ja schließlich meine Stubentiger gut, und weiß was für eine Memme der Kater ist. * gg*
Zeus hat super lange gebraucht um aufzuwachen. So richtig wach wurde er eigentlich erst am nächsten Morgen. Und auch die örtliche Betäubung wollte seinen Körper nur schwer wieder verlassen. Laufen konnte er erst am späten Abend wieder. Vorher ging das gar nicht. Sobald er versucht hat aufzustehen fiel er sofort wieder um, weil seine Hinterbeine sein Gewicht nicht halten konnten. Dadurch das er das Narkosemittel nicht so gut vertragen hat, hat er sich auch mehrmals übergeben und seine Körpertemperatur fiel auch sehr stark ab. Er sah wirklich nicht gut aus und ich machte mir doch ernsthafte Sorgen um meinen Kater. Aber der Tierarzt meinte das es sich bald geben wird und ich notfalls jederzeit anrufen könne um Zeus nochmals zu ihm zu bringen. Ich kümmerte mich also gut um meinen Kater, hielt ihn warm indem er sich eng an mich ankuscheln durfte. So sank seine Körpertemperatur nicht noch mehr und er fühlte sich dadurch auch gleich viel sicherer und konnte in Ruhe seine Narkose ausschlafen. Weiterhin musste ich darauf Acht geben das er nicht an seinem Erbrochenen erstickt und anständig Luft bekommt. Ich betreute den Kleinen den ganzen Tag und die ganze Nacht ohne auch nur einmal von seiner Seite zu weichen. Am nächsten Tag ging es ihm auch gleich viel besser. So ganz fit sah er zwar noch immer nicht aus, aber er konnte wieder laufen, fressen und erbrach auch nicht mehr und die Körpertemperatur stimmte auch wieder. Einen weiteren Tag verschlief er fast komplett und dann war auch alles überstanden. Nun ist auch er wieder vollständig auf den Beinen. Die Wunde ignorierte er fast komplett. Er leckte also nicht übermäßig fiel daran so das es beim Heilungsprozess keine schlimmen Vorfälle mehr gab.
Was zu beachten ist:
---------------------------
Wenn ihr euer Tier zur Kastration bringt, dann sollte das Tier auf jedenfall nüchtern sein. Gebt ihm also vorher nichts zu fressen. Denn nicht jedes Tier verträgt die Narkose problemlos und es kann dazu kommen das sich das Tier erbricht, was die Gefahr mitsich bringt, das es daran ersticken kann.
Des Weiteren müsst ihr den Tierarzt auf jedenfall vorher über den Gesundheitszustand des Tieres informieren, damit er weiß ob er während der OP auf etwas Bestimmtes zu achten hat.
Habt ihr euer Tier dann wieder Zuhause, so habt ihr darauf zu achten das sich das Tier nirgendwo verletzt, solange es noch nicht wieder richtig laufen kann.
Außerdem ist darauf zu achten das das Tier im falle von Erbrechen nicht daran erstickt.
Passt auf das die Wunde sauber und möglichst trocken bleibt. Das heist ihr müsst gucken ob nach dem Toilettengang auch kein Katzenstreu dran kleben bleibt, oder sich irgendein anderer Schmutz daran festsetzt. Es ist die unsauberste Stelle an einem Katzenkörper, daher ist die Kontrolle sehr wichtig.
Und zu guter letzt solltet ihr eure Katze die ersten drei Tage möglichst unter Kontrolle haben, damit es nicht pausenlos an der Wunde leckt. Denn die raue Zunge könnte die Wunde eventuell wieder öffnen oder wundscheuern.
Habt ihr zu eurem Kater auch noch eine Katze Zuhause, so solltet ihr diese die ersten paar Tage getrennt halten. Denn ist die Katze gerade rollig könnte sie den Kater in seiner Ruhe stören und außerdem besteht die Gefahr das der Kater die Katze nochmals schwängert, da noch immer Sperma in den Samenleitern sein könnte. Nach circa vier Tagen besteht dann aber keine Gefahr mehr.
Was so eine Kastration kostet:
--------------------------------------
Die Preise für eine Kastration liegen bei 55 € – circa 60 € pro Tier.
Durch eine Mitgliedschaft bei einem Tierschutzbund kann man die Kastration auch ein wenig Preiswerter bekommen.
Sollte ein Tierarzt nur 30 € oder so verlangen, dann seit bitte vorsichtig und überprüft ihn und seine Praxis vorher genau und gebt euer Tier dort nur ab wenn ihr ganz sicher seit das es in gute Hände gerät!!!
Fazit:
---------
Ich bereue es kein bisschen meine beiden Kater kastrieren lassen zu haben. Nun kann meine Katze sich endlich richtig erholen und muss sich nicht mit weiteren Babys rumquälen. Wichtig war mir auch das David nicht seine eigene Mutter besteigt und das Zeus endlich aufhört ständig sämtliche Plüschtiere zu vergewaltigen. * gg*
Die meisten Kater fangen ab einem bestimmten Alter auch an ihr Revier zu Markieren, was ganz widerlich stinkt und auch nur schwer wieder wegzukriegen ist. Von daher ist bei Katern die in einer Wohnung leben das Kastrieren nur vorteilhaft. Beide Kater haben im großen und ganzen die OP recht gut überstanden und verhalten sich kein bisschen anders als vorher, abgesehen davon das der Vermehrungstrieb nun nicht mehr vorhanden ist.
Der Preis von 60 € pro Tier ist auf jedenfall berechtigt und nicht überteuert, insofern auch der Tierarzt gute Leistung erbringt.
Wer keinen Nachwuchs möchte sollte diesen Eingriff bei seinem Tier auf alle Fälle machen lassen.
...
Mittel und Wege zur Verhinderung von überfüllten Tierheimen...
ein Testbericht von Miezekatze19722007-01-09 11:16:38vom 09.01.2007Empfehlung: ja
Vorteile: Trägt deutlich zur Verringerung des Katzenelends bei....Nachteile/Kritik: Kosten
Letzten Freitag habe ich mein Teufelchen "Laura" kastrieren lassen.
"Laura" lebt seit dem 4. Oktober 2006 bei mir. Knapp 1 Woche zuvor, am 25. September 2006 war mein Hexchen "Cleopatra" im Alter von nunmehr 15 Jahren über die Regenbogenbrücke gegangen...
Erste Anzeichen:
-------------------------
Vor gut 3 Wochen war "Laura" dann zum ersten Mal rollig; extrem tiefes und penetrantes Gemaunze ("Ich will ein Katerchen haben! Ich hab' zwar beim besten Willen keine Ahnung, was eigentlich mit mir los ist. Aber ich will jetzt meinen Trieb ausleben!!!"), Herumgewälze auf dem Boden, *gurrrrr* *schnurrrrr*. Zum Glück hatte ich nach "Cleo"'s Tod alle Fachbücher über Katzenhaltung aufbewahrt und konnte mich so mal schlau machen, welches Verhalten meinerseits denn nun vernünftig wäre. Außerdem habe ich einen sehr guten Draht zu meiner Tierärztin, die mich gleich beruhigen konnte. Ich sollte erst die Rolligkeit abwarten und dann mit "Laura" zur Voruntersuchung in die Praxis kommen. Gesagt, getan.
Voruntersucherung:
-------------------- ----------
Letzten Dienstag ging's also zum ersten gründlichen Check-up, ob auch wirklich alles in Ordnung ist. "Laura" ist für ihre nunmehr 7 Monate hervorragend entwickelt, alle bleibenden Beißerchen sind da. Für Freitag, 7:30 Uhr wurde dann ein Termin für ihre allererste und hoffentlich auch letzte OP vereinbart. Meine Frage, ob es sinnvoll wäre, die Katze nach der OP bis in den Nachmittag in der Praxis zu lassen (sollte es in der Aufwachphase zu Komplikationen kommen, kann die Tierärztin gleich eingreifen), wurde mit einem eindeutigen JA beantwortet. Die Kastration wäre auf jeden Fall sinnvoller als eine Sterilisation, nach der eine Katze wieder rollig werden kann, ohne jedoch "tragend" zu werden. Somit würde dem kleinen Tierchen und mir jede Menge Stress erspart...
Eingriff:
-------------
Um kurz vor 7:30 Uhr stand ich also mit einer stocknüchternen "Laura" (hatte seit Donnerstag Abend nur noch Wasser bekommen) in der Praxis, war bestimmt sehr viel aufgeregter als mein Teufelchen und konnte mehr oder weniger beruhigt zur Arbeit fahren.
Entgegen meiner Befürchtung machte die Tierärztin keinen großen Bauchschnitt, sondern nur einen verhältnismäßig kleinen Schnitt an der linken Seite in Hüftnähe, um an die zu entfernenden Eierstöcke und die Gebärmutter zu gelangen. Folglich ist auch die Naht nicht allzu groß und die Beschwerden für "Laura" halten in überschaubaren Grenzen. Bisher ist sie ganz lieb und brav und lässt das Schnäuzchen von der Narbe. Die Fäden werden am Ende dieser Woche gezogen.
Befinden der Katze nach dem Eingriff:
--------------------------------------- ---------------
Um kurz nach 16:00 Uhr konnte ich meinen kleinen Schatz wieder mit nach Hause nehmen. Eine der Arzthelferin sagte schon zur Begrüßung, "Laura" hätte gleich nach dem endgültigen Aufwachen angefangen, die ganze Praxis zusammen zu schimpfen "Ich will heim! Wo ist meine persönliche Leibsklavin, diese blöde Kuh?". Zuhause futterte sie sich erst mal so richtig satt. Kontrollierte mittels *schnüff* *schnüff*, ob sie auch tatsächlich wieder in ihrem kleinen Königinnenreich war. Für den Rest des Abends war "Laura" dann nur noch platt! Das Sofa hatte sie ausnahmsweise die ganze Nacht für sich allein...
Alles in allem hat "Laura" diesen Eingriff hervorragend überstanden. Bereits um 7:00 Uhr am nächsten Morgen stand sie vor der Schlafzimmertür "Ich hab' Hunger!!!". Das ganze Wochenende über verwöhnte
ich meinen rekonvaleszenten kleinen Teufel ausschließlich mit allerfeinstem SHEBA... Nach ausgiebigem Hübschmachen gab's dann überhaupt kein Halten mehr. Nun war Spielen und Rumgewetze quer durch die Wohnung angesagt...
Kosten:
------------
95,00 EUR
Schlussfazit:
-------------------
Die Kastration von Katzen ist die einzige Möglichkeit, dem Katzenelend vorzubeugen. Die Tierheime in Deutschland quellen regelrecht über. So ziemlich jeder tierfreundlich gesinnte Mensch findet kleine Kätzchen weiß der liebe Gott wie niedlich. Aber sobald sich unerwünschter Nachwuchs ankündigt, ist es mit der ach so großartig beschworenen Liebe zum tierischen Familienmitglied ganz schnell wieder vorbei. Bei reinen Hauskatzen ist es tatsächlich so, dass eine ungedeckte Katze sozusagen "dauerrollig" werden kann... Wer mehr als einmal erlebt hat, wie sehr eine eingesperrte Katze während der Rolligkeit leidet und nicht dem Sexualtrieb nachgehen kann, wird mir sicher zustimmen.
Die oben im Bericht bereits erwähnte Sterilisation bewirkt zwar, dass eine Kätzin keine Kinder mehr bekommt. Aber alle anderen Probleme (auch dieses habe ich bereits im Bericht erwähnt) bedingt durch die Rolligkeitssymptome bleiben.
Ich weiß, dass die 95,00 EUR im ersten Moment sehr teuer klingen. Aber wer sein Tier wirklich liebt, sollte bereit sein, so viel Geld für ein schönes, langes Katzenleben zu investieren.
...
ein Testbericht von Barbara012006-03-08 16:28:13vom 08.03.2006Empfehlung: ja
Vorteile: alles...Nachteile/Kritik: -
Hallo lieber Leserinnen und liebe Leser meiner Berichte, liebe Tierfreunde,
heute geht es in meinem Bericht mal wieder um die Kathinka. Wie vielleicht einige von Euch wissen, die meine Berichte regelmäßig lesen, habe ich sie vor 2 Wochen kastrieren lassen.
Einige meiner Leser haben mir eine Anregung zu diesem Bericht gegeben und gewünscht, ich solle einen Bericht, über die Kastration von Katzen verfassen.
Also hier ist er, der Erfahrungsbericht.
Meine Katze, die Kathinka, sie ist jetzt fast 2 Jahre alt. Sie ist eine reine Wohnungskatze, ohne Freigang, geht auch leider nicht, wir wohnen
in der Stadt und dazu noch im 3. OG. Da sie es gewöhnt ist, gab es auch bisher noch keine Probleme, ihr reicht es, auf der Fensterbank zu sitzen und herauszuschauen und mit den Zähnen zu klappern, wenn ein Vogel vorbei kommt und um ihr Futter braucht sie sich nicht selbst zu bemühen.
Geschlechtsreife/Rolligkeit:
*** ******************************
Ich habe meine Katze mit 6 Wochen bekommen und mir war es klar, dass sie mit ca. 8 bis 12 Monaten geschlechtsreif wird. Da die Kathinka meiner erste Katze ist, habe ich mir gedacht, ich lasse die Sache mal gelassen auf uns zu kommen.
So war es dann auch, mit 10 Monaten wurde sie zum ersten mal rollig, dass sieht für uns Menschen recht lustig aus. Sie stampft mit den Hinterbeinen, hält ihren Po in die Luft und gleichzeitig reibt sie ihr Köpfchen an Gegenständen oder aber auch Menschen und dazu gibt sie Schreilaute von sich. Rolligkeit dauert zwischen 4 und 7 Tagen dazwischen ist meistens eine Woche Pause und dann geht es wieder los. Katzen werden im Frühjahr und im Herbst rollig.
Im letzten Jahr habe ich meine Katze rollig werden lassen, es kam und verging wieder. Aber in diesem Jahr wurde es so extrem, sie urinierte an verschiedenen Stellen meiner Wohnung und in meinem Bett, rannte aufgeregt hin und her, schrie, gönnte sich kaum noch Ruhe, sie wurde dauerrollig.
Dauerrolligkeit bedeutet für eine Katze und auch für Menschen sehr großen Stress, für die Katze kommt es dabei zu einer Hormonvergiftung, dass bedeutet für eine Katze, ein kurzes heftiges Leben. Hört sich gut an, ist es aber nicht, denn es kann zum frühen Ableben der Katze führen. Da ich keinen Nachwuchs für die Kathinka haben wollte, blieb mir nicht anderes übrig, sie kastrieren zu lassen.
Kastration:
**************
Ich habe sehr lange überlegt, mir Erkundigungen eingeholt, bei Tierärzten, im Katzenforum des Internet, was man mit einer rolligen Katze machen soll. Als Antworten habe ich erhalten, entweder die Katze decken lassen oder es gibt auch ein Medikament, welches die Rolligkeit unterbricht, aber dass hat leider sehr starke Nebenwirkungen, ansonsten sollte eine Katze regelmäßig zum Kater, damit ihr Zyklus funktioniert. Der Kontakt zu einem Kater, obwohl es sehr nett ist für die Kathinka, bedeutet aber, dass sie Nachwuchs bekommt und dass wollte ich unbedingt vermeiden. Denn meiner Meinung nach, wenn man in Tierheimen schaut, gibt es genügend Katzen die auf Vermittlung warten, da sollte man nicht aus Unachtsamkeit dieses Elend noch erhöhen.
Also half mir nichts mehr, die Kathinka muss kastriert werden. Daraufhin habe ich einige Tierärzte abtelefoniert und war sehr erstaunt über Preisunterschiede für gleiche Leistungen.
Eine Kastration kostet zwischen 65 und 120 Euro, pro Katze, stolzer Preis, finde ich. Ich habe mich für das preiswerteste Angebot entschieden und gehofft, dass billig nicht gleich schlecht ist.
Daraufhin habe ich einen Termin bei dem Tierarzt mit dem günstigsten Angebot gemacht und innerhalb von 4 Tagen durfte ich, mit meiner Katze dort erscheinen.
Wichtig ist, dass die Katze 8 Stunden vor dieser Operation, nichts mir frisst, da durch die Vollnarkose, es bei der Katzen zu unangenehmen Erbrechen kommen kann.
An dem Tag des Termins, waren wir beide, meine Katze und ich, sehr aufgeregt, wir sind mit dem Bus durch die halbe Stadt dort hingefahren, zu diesem Tierarzt.
Der Tierarzt war sehr nett hat die Kathinka und mich in Empfang genommen und dann ging es auch schon los. Die Kathinka bekam eine Vollnarkose ist friedlich eingeschlafen.
Bei der Kastration wird ca. 10 cm des Katztenbauches rasiert und dann ein ca. 6 cm langer Schnitt vorgenommen. Bei der OP werden der Katze die Eierstöcke komplett entfernt, damit keine Hormone mehr produziert werden können und es zu keiner Rolligkeit und keinem unerwünschten Nachwuchs mehr kommt. Danach wird die Narbe vernäht mit 4 Fäden, die sich innerhalb von 8 Tagen von selbst auflösen und mit einem silbernen Sprühkleber verklebt. Es wurde kein Verband angelegt, dass hat mich sehr erstaunt.
Diese Operation dauert ca. eine halbe Stunde, ich bin aufgeregt hin und her gelaufen, denn ich hatte sehr große Angst um meine Kathinka.
Nach etwas mehr als eine Stunde, war meine Kathinka aufgewacht, lag friedlich in ihrer Transporttasche und ich konnte sie mit nach Hause nehmen.
Nachsorge:
****************
Mir wurde vom Tierarzt gesagt, dass die Kathinka noch in den nächsten Stunden benommen von der Narkose sein wird, ich solle gut auf sie achten und aufpassen, dass sie sich in den nächsten 3 Tagen die Narbe nicht leckt und dabei die Fäden herausreißt.
Zu Hause angekommen, war meine Katze noch sehr schlapp und konnte sich nicht auf den Beinchen halten, sie konnte den Urin nicht halten, es war nicht schön. Ich habe ihr auf dem Boden ein Bettchen aus einer klappbaren Kindermatratze gebaut, sie hingelegt und zugedeckt mit Handtüchern und sie hat friedlich geschlafen. Am nächsten Morgen ging es ihr schon um einiges besser und hat bereits das erste gefressen und ins Katzeklo uriniert.
Die Operationsnarbe ist jetzt nach 14 Tagen sehr gut verheilt, der Sprühkleber und die Fäden sind verschwunden und meine Kathinka ist fast wieder die alte. Sie hat ihr Verhalten geändert, sie ist viel ruhiger und ausglichener geworden und das Urinieren in meiner Wohnung hat aufgehört.
Fazit:
********
Ich kann nur jedem verantwortungsvollen Katzenbesitzer empfehlen, seine Katze kastrieren zu lassen, denn dass verlängert das Katzenleben und unerwünschtem Katzennachwuchs wird dadurch sicher vorgebeugt. Denn es gibt leider zu viel Katzenelend, wenn man nur in Tierheimen schaut, wo häufig mehr als 100 Katzen sitzen und sehnsüchtig auf Vermittlung warten.
Es grüßt Euch aus Wiesbaden die Barbara und die Kathinka
...
ein Testbericht von venus2004-11-08 18:57:24vom 08.11.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Markieren und Rolligkeit hören auf, Überbevölkerung wird eingedämmt, ... ...Nachteile/Kritik: Kosten, Risiko, Stress für die Katz
Letzten Samstag habe ich es getan. Merlin und Toulouse, meine 7 Monate alten Kater wurden in Riegelsberg kastriert. Es ist zwar zwanzig Minuten Fahrzeit, aber ich weiß, dass der Arzt, Dr. Meller, sehr kompetent ist und sehr gut mit den Tieren umgeht.
Warum???
********
Mich macht es immer sehr traurig, wenn zwischen Ende April bis September, dann ist die Hauptsaison, unzählige unerwünschte Kätzchen als herrenlose Tiere im Tierheim landen oder brutal ermordet werden.
Viele Katzen werden auch ausgesetzt in der Hoffnung, dass sie schon selbst überleben können oder sie enden in Versuchlaboratorien und
werden dort zu Tode gequält für Parfüm und Make up.
Katzen werden im 6.-7. Lebensmonat geschlechtsreif und können dann pro Wurf 5 – 6 Tiere zur Welt bringen. Die Überbevölkerung führt auch dazu, dass sich das Virus FIV (Katzen-Aids) verbreitet.
Es halten sich viele Gerüchte rund um das Thema Kastration
************************************** **********
Mit der richtigen Ernährung und ausreichend Bewegung muß eine Katze nicht zwangsläufig dick und faul werden.
Wenn die Katze gut behandelt wird, wird sie nach dem Eingriff eher anhänglicher.
Die Katze handelt bei der Fortpflanzung aus Trieb, nicht aus Lust. Diesen Trieb verspürt sie nach der Kastration nicht mehr und so kann sie auch nicht darunter leiden.
Allgemeines
**********
Bevor ich mit den Tieren beim Tierarzt war, war ich der Meinung, Katzen werden sterilisiert und nur Kater werden kastriert. Dies stellte sich aber als Irrtum heraus.
Sterilisation
°°°°°°°°°°°°
Katze: Unterbindung der Eileiter -> Eizellen können sich nicht mehr in der Gebärmutter einnisten
Kater: Unterbrechung der Samenleiter -> Abgabe von Sperma ist ab jetzt unmöglich
In den Tierarztpraxen werden jedoch fast nur Kastrationen durchgeführt, da die Tiere durch die Sterilisation zwar unfruchtbar sind, aber noch von ihren Hormonen regiert werden. Sie haben noch ihren ursprünglichen Geschlechtszyklus und verhalten sich dementsprechend.
Kastration
°°°°°°°°°°
Katze: Eierstöcke werden entfernt als weibliche Geschlechtsdrüsen
Kater: Hoden werden entfernt als männliche Geschlechtsdrüsen
Weil die Geschlechtsdrüsen entfernt werden, werden weibliche Katzen nicht mehr rollig und Kater produzieren kein Sperma mehr. Es dauert allerdings ein bisschen, bis die Tiere das „wissen“. Ich meine, ein Kater wird sich aufgrund des langsam sinkenden Hormonhaushaltes noch längere Zeit als „richtiger“ Kater fühlen und sich so verhalten.
Wann?
******
Im Grunde ist es nie zu spät. Generell sagt man aber, dass Katzen ab dem 8. Lebensmonat und Kater ab dem 6. Lebensmonat kastriert werden können. Mein Tierarzt meinte, als die Tiere noch im 6. Lebensmonat waren, meine Kater hätten sich noch nicht vollständig entwickelt, ich solle lieber noch etwas warten. Es kommt wahrscheinlich auf das Tier an.
Vorteile
******
- Hat schon einmal ein Kater in Eurer Wohnung markiert? Das riecht ziemlich übel. Kastrierte Kater machen das normalerweise nicht mehr, also ist das der erste Vorteil.
- Wie ich oben schon erwähnte, wird der Kreislauf der Überbevölkerung unterbrochen und das FIV-Virus wird eingedämmt.
- Katze: Die Katze ist während ihrer Rolligkeit ziemlich viel Stress ausgesetzt.
- Kater: Sie haben sich ihr Gebiet gesichert und vergrössern es nach der Kastration nicht weiter. Sie streunen also nicht mehr so viel umher, was die Unfallgefahr erheblich senkt
- Bei Katzen wird die Gefahr des Gebärmutter-Krebs und Krebs am Gesäuge gesenkt, bei Katern verringert sich das Hodenkrebsrisiko.
- In der Narkose kann ein Tattoo am Ohr angebracht werden. Ein Chip wird injiziert mit einer Kanüle. Das muß nicht in Narkose durchgeführt werden. Manche Leute sagen, dass ein Chip praktischer ist, da ein Tattoo, vor allem ein Grünes, mit der Zeit verblasst oder durch Kämpfe von Katern untereinander zerstört werden kann. Von Mitgliedern im Katzenverein erfuhr ich, dass dort zuerst nach dem Tattoo geschaut wird, da die wenigsten Organisationen über solch ein Gerät verfügen, das Chips aufspüren kann.
Nachteile
*******
- Eine Operation bedeutet immer Risiko und Stress für das Tier
- Der Eingriff ist recht teuer, so dass viele Menschen sich das gerne sparen.
- Die Kater dürfen am Abend vorher ab 21 Uhr nicht mehr raus und er kann sein, dass sie dann ziemlich nerven
- Ihre Welt ist nach der OP total durcheinander. Merlin und Toulouse waren zwei Tage total beleidigt und haben mich regelrecht ignoriert.
Kosten
******
Herr Meller verlangt für
Kater: 51€ und für
Katzen: 87€. Das Tättowieren kostet dann noch mal 4€ pro Tier extra. Die Preise scheinen guter Durchschnitt zu sein. Ich habe gehört, dass es bei manchen Tierärzten noch teurer ist.
P.S. Bei mehreren Tieren gibt es oft Mengenrabatt.
OP-VORBEREITUNG
-------------- ---
Ab 21 Uhr sollten die Tiere nichts mehr zu essen zu sich nehmen und höchstens noch ein wenig trinken. Sie durften auch nicht hinaus. Das machte ihnen am meisten aus. Sie sahen mich flehend an und miauten herzzereißend und sehr ausdauernd mehrere Stunden lang.
Am Morgen verstanden sie auch nicht, warum sie kein Fresschen bekamen und stattdessen in zwei Transportboxen verfrachtet wurden. Merlin und Toulouse fahren nicht gerne Auto. Ich nahm Nadine, die Nachbarin von der ich die Tiere habe mit, da es zu zweit weniger stressig ist. Die Kater fanden das nicht und jammerten auf der zwanzig minütigen Fahrt ununterbrochen.
Zuerst wurden die Tiere auf Herz und Nieren untersucht und als Prachtkerle befunden *megastolzsei*. Nach der Narkose mussten wir wieder etwa zehn Minuten im Wartezimmer sitzen. Es sind immer nette Leute dort, deshalb habe ich auch noch nie einen einzigen Artikel in „Meine Katze“ komplett fertig lesen können. Toulouse kotzte. Ich sah als Ex-Krankenschwester nach, ob er noch Speisereste im Mäulchen hatte, dass er nicht während der OP aspieriert, oh entschuldigung: sich verschluckt.
DIE OP
--------
WEM ES SCHLECHT WIRD, DIESEN ABSCHNITT BITTE NICHT LESEN!!!
Ich durfte dabeibleiben und deshalb kann ich auch ungefähr beschreiben, wie das funktioniert. Bitte nicht selber machen!!! Auf dem OP-Tisch wurden Merlin die Häärchen auf dem Hodensack abgerupft. Die Hoden werden einzeln entfernt. Zuerst wird eine Stelle geöffnet, der Hodensack abgeklemmt, dann werden Venen und Arterien verödet, damit es nicht blutet und an zwei Stellen wird genäht. Dann erst wird Hoden 1 entfernt. Mit dem Zweiten verfährt er verständlicherweise genauso. Zum Schluß wird ein Verbandspray aufgetragen und das Tier wird wieder ins Körbchen gelegt. Stellt der Veterinär fest, dass es Komplikationen geben könnte oder ist es während der OP dazu gekommen, behält er das Tier zur Beobachtung. Gerne kann man sein Tier auch morgens vor der Arbeit abgeben und nach der Arbeit wieder abholen.
NACHBEREITUNG
---------------
Nadine und ich sicherten die Tier-Boxen wieder im Auto, damit sie nicht verrutschen während der Fahrt und machten uns auf den Heimweg. Ich bettete jeden Kater in ein speziell von mir entwickeltes Lager.
Ein zusammenklappbarer rechteckiger Einkaufskorb wurde aufgeklappt und mit einer Decke und einem Handtuch ausgestattet. Beide Kater hatten ein einzelnes Bett im Aufwachraum Wohnzimmer und waren gebettet wie die Prinzessin auf der Erbse. Zugedeckt habe ich sie nochmals mit ein bis zwei Handtüchern.
Es hieß, dass die Tiere ohne weiteres zwei bis vier Stunden tief schlafen. Nach zwei Stunden bettete ich sie auf die andere Seite. Nein, ein Tier bekommt innerhalb so kurzer Zeit noch keinen Dekubitus (Druckstellen). Sie hatten eingenässt. Die Decke wurde umgedreht und das Handtuch gewechselt auf dem sie lagen. Nach drei Stunden aufmerksamen Wachens – ich las und kraulte gleichzeitig – zwinkerten sie schon fragend mit den Augen, schliefen aber wieder ein.
Nach vier Stunden befreiten die Miezen sich aus ihren Lagern und torkelten umher wie Harald Juhnke in seinen besten Zeiten. Sie verstanden gar nicht, was los war.
„Was macht das Frauchen mit uns? Erst dürfen wir nicht raus, dann kriegen wir nix zu fressen, dann sind wir hundemüde und fühlen uns irgendwie anders. Schlecht wird uns auch noch dauernd nach dieser merkwürdigen Fahrt. Was soll das alles?“
Vertragen die Stubentiger das Trinken, dürfen sie vier Stunden später auch wieder eine Kleinigkeit essen. Besser ist aber, man wartet bis zum nächsten Morgen, dann ist sichergestellt, dass die Magen-Darm-Aktivität wieder eingesetzt hat und die Tiere keinen Darmverschluß kriegen können, der auch bei Menschen sehr gefährlich ist.
Ganz wichtig ist es, dem Tier viel Liebe und Zuneigung entgegenzubringen; es zu kraulen und zärtlich mit ihm zu sprechen. Seit Dienstag sind mir meine Kater deshalb nicht mehr böse und schmusen wieder mit mir. Zu Anfang ist empfehlenswert, dass die Tiere viel Ruhe haben und ein bis zwei Tage auch keinen Ausgang.
Meine persönliche Schlussfolgerung
******************************** ***
Ja, ich würde es noch mal tun, denn es gibt nicht viele Alternativen zur Kastration. Zu Anfang erwähnte ich die Sterilisation, aber leider bleiben dann die Geschlechtszyklen und die damit verbundenen Aktivitäten erhalten. Die Pille für die Katze erfordert sehr viel Konsequenz und Beobachtung. Spuckt das Tier die Pille unbemerkt aus oder es erbricht sie, ist die Wirkung gleich Null oder wie man so schön sagt "für die Katz".
Die Kastration würde ich immer wieder durchführen lassen, da ich nicht möchte, dass meine Kater an der Katzen-Überbevölkerung mit Schuld tragen. Es sitzen so viele liebe Katzen und Kater im Tierheim, die sich sehnlichst ein Frauchen oder Herrchen wünschen und dann auch sehr dankbar und anhänglich sind.
Ich habe Toulouse und Merlin sehr lieb, deshalb bin ich froh, wenn sie nicht mehr so viel herumstreunen und sich die Gefahr des Erschossen- oder Überfahrenwerdens vermindert. Es dauert ja nicht lange, bis sich die Tiere erholen.
Wer sagt, er findet eine Kastration nicht schön für ein Tier, handelt meiner Meinung nach sehr egoistisch. Die Gründe habe ich im Text ausführlich erläutert.
An dieser Stelle ist mir EURE MEINUNG besonders wichtig. Jeder Kommentar zu diesem Thema wird persönlich beantwortet.
Was haltet Ihr vom Thema Kastration???
UPDATE 22.10.2004
***********************
Toulouse ist leider am 24.8.2003 überfahren worden. Ich habe dann den Kater Pedro bei mir aufgenommen, den ich natürlich auch kastrieren ließ.
...