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![]() Quiz - nicht mit Jauch und auch nicht mit Pilawaein Testbericht von topfmops2005-09-21 11:24:13 vom 21.09.2005 Empfehlung: ja Vorteile: Exzellente Kurzgeschichten...Nachteile/Kritik: Anal phabetenQUIZ auffassen und sich in Konkurrenz MIT Nicholas (>Nicky<) Welt an der Lösung beteiligen kann – dafür sorgt Harry KEMELMAN So steht es als Appetitanreger auf der 4. Seite des rororo-thrillers Nr. 2172, der im Juli 1969 im Rowohlt Taschenbuch Verlag erschienen ist.. Auch hier wird die schöne Sitte der Reihe beibehalten, den Titel in die Inhaltsangabe einzufügen. Die Originalausgabe wurde 1967 bei G.P. Putnam’s Sons in New York unter dem Titel „The Nine Mile Walk“ veröffentlicht. Aus dem Amerikanischen übertragen hat Edda Janus 122 Seiten. Die ISBN-Nummer ist 3 499 42172 0. Wir haben es noch zu DM-Zeiten gekauft, heute bei Ebay ab 1 Euro oder in gut sortierten Antiquariaten. Die Reihe ‚rororo-thriller’ hat als Motto das Shakespeare-Zitat: “A Faint Cold Fear Thrills Through My Veins” ‘Am Anfang war die Detektivgeschichte; die Gattung des Kriminalromans, die heute das Feld beherrscht, ist erst viel später entstanden. Man könnte auch sagen, am Anfang war Sherlock Holmes – auf den rein akademischen Streit, ob nicht doch E.A.Poe mit „Mord in der Rue Morgue“ die aller erste Geschichte geschrieben hat, möchte ich hier nicht eingehen – unbestrittenermaßen ist Holmes der geistige Ahnherr zahlloser mehr oder weniger nach seinem Vorbild geformter Helden, die allerdings im Laufe der Jahre Eigenleben gewonnen und sich von der Vorlage gelöst haben. So lesbar die Sherlock-Holmes-Geschichten heute noch sind, so wenig vorstellbar erscheint es, der Meister könne dem Leser in einer modernen Kriminalgeschichte begegnen. Dass eben dies in gewissem Sinne aber doch möglich ist, beweist Harry Kemelman in dem vorliegenden Band. Zwar ist sein Professor Nicholas (>Nicky<) Welt kein Übermensch wie Sherlock Holmes, doch wie dieser löst auch er seine ‚Fälle’ allein mit logischem Denken. Wo allerdings Conan Doyles Meisterdetektiv gelegentlich ein Kaninchen aus dem Hut zieht, indem er eine Deduktionskette erläutert, deren Glieder dem Leser nicht alle bekannt waren, vermeidet es Kemelman strikt, Nicky Welt Indizien an oder in die Hand zu geben, über die der Leser nicht ebenfalls verfügt.. Detektiv und Leser haben die gleichen Informationen, so dass langwierige und –weilige Erklärungen zum Schluss unnötig werden. So bietet es sich hier an, den Leser aktiv an der Aufklärung der Verbrechen teilnehmen zu lassen., von denen die acht Stories dieses Bandes berichten. Er hat die gleichen Chancen wie der Detektiv; zu Beginn jeder Geschichte wird ein mehr oder weniger versteckter Hinweis gegeben, der die Lösung des Problems erleichtert; am Schluss wird gezeigt, wo jeweils der Ansatz zur Lösung lag.’ Wer sich also um ein kriminelles Vergnügen bringen will, wer zu faul ist, aufmerksam zu lesen, wem logische Schritte zu unbeholfen sind, der fängt mit dem Ende an. Jedoch ist das ein anderer Autor mit dem Vornamen Michael. Hier ist Mitarbeit verlangt Eigentlich sind dies Fingerübungen Kemelmans, denn diese Geschichten entstanden vor den Romanen um den Rabbi David Small, obwohl sie nach dem ersten Roman „Am Freitag schlief der Rabbi lang“ veröffentlicht wurden. Für seinen Erstling erhielt Kemelman den Edgar-Allen-Poe-Award, und sein zweiter Roman – Am Samstag aß der Rabbi nichts - wurde von der ‚Darmstädter Jury’ als einziger Kriminalroman zum ‚Roman des Monats’ gewählt. Wer mehr über Kemelman wissen möchte, bei google stehen 18.500 Seiten und wer mit dem Schlagwort ‚pilpul’ nach wikipedia geht, kommt sofort zu Harry Kemelman. ‚Pilpul’? Zur Erinnerung ist diese talmudische Art der Logik, eine Aufgabe so lange in Einzelteile zu zerlegen, bis Offensichtliches übrigbleibt. Diese Methode wurde von Harry Kemelman in die Kriminalliteratur eingeführt und in den Rabbi-Romanen zur Meisterschaft entwickelt. Die Kurzgeschichten dieses Bandes wollte Kemelman nicht veröffentlichen, da sie seinem eigenen Anspruch angeblich nicht genügten. Seien wir froh und glücklich, dass er seine Ansprüche heruntergeschraubt hat. Ein wesentlicher Beitrag in der Historie des Krimis wäre von uns ungelesen geblieben. Im Vorwort gibt Kemelman einen kurzen Abriss zur Frage: „Wie entsteht überhaupt eine Kriminalgeschichte?“ und es ist höchst erfreulich, dem Meister mal über die Schulter blicken zu können. Wer – wie ich – dazu neigt, Vorwörter ungelesen zu überschlagen, verpasst hier einen Bericht über die Arbeit und die Selbstzweifel des Autors und bekommt einen tiefen Einblick in das ‚psychische Dramolett’ des Dichters. Alles in allem ein sehr lesenswertes Büchlein von gerade mal 122 Seiten, dass von Spannung strotzt und dem Leser – vor allem beim logischen Mitdenken – viel abverlangt. Sehr empfehlenswert für alle, die sich viel Vergnügen beim ‚Quiz mit Kemelman’ gönnen möchten. topfmops, der auch auf anderen Plattformen zu Gange ist, bedankt sich für’s Lesen und Bewerten und freut sich auf viele Kommentare. ... |
Lotosblüte, 21.09.2005
selbst genug....
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:-
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Allgemeine Informationen Harry Kemelman: Quiz mit Kemelman
gelistet seit: 16.09.2005
Hersteller: Kemelman, Harry weitere Kemelman, Harry Belletristik Romane & Erzählungen - P, Q Bewertung durch unsere Mitglieder
| Details Ausgabeformate: 3-499-42172-0 |






















