Kind der Pophezeihung - David Eddings
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Kind der Pophezeihung - David Eddings

Platz 109 in der Kategorie "Medien & Unterhaltung Bücher - F-K". ISBN: 3-404-20189-2; Verlag: Lübbe ...mehr
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Kind der Pophezeihung - David Eddings Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Cuchulainn1981

Belgariad-Saga Band I

ein Testbericht von 2004-01-25 17:27:59 vom 25.01.2004
Empfehlung: ja
Vorteile: Gut zu lesender und einfacher Fantasieroman...
Nachteile/Kritik: Nicht so anspruchsvoll wie andere Vertreter dieser Gattung
Als ich das letzte Mal in der Bücherei war, ist meine Wahl auf einen Fantasy-Roman gefallen: „Kind der Prophezeihung“ von David Eddings. Dieses Buch ist der erste Band der fünfbändigen Belgariad-Saga. Voraussichtlich lese ich die Saga ganz und schreibe dann über jeden Band einen Bericht.

Handlung:
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Das Buch beginnt mit der „Geschichte vom Krieg der Götter“ (S.8) aus dem Buch von Alorn. Darin geht es um die sieben Götter, die am Anfang noch in Harmonie untereinander und mit den Menschen leben. Der Gott Aldur jedoch scharte kein ganzes Volk um sich wie seine Geschwister, sondern begnügte sich mit einigen treuen Anhängern. Aldur erschuf ein magisches Juwel, das Auge Aldurs. Sein Bruder Torak beherrscht das Land Angarak, möchte aber seine Macht ausbreiten. Er stiehlt Aldur das magische Juwel und löst damit einen Krieg zwischen Menschen und Göttern aus, denn er weigert sich, sein Diebesgut zurückzugeben.

Als Torak jedoch die Macht des Auges benutzen möchte, um seine finsteren Pläne durchzusetzen, verbrennt ihm das Auge die linke Gesichtshälfte. Das war die Strafe für den Diebstahl und den Missbrauch der Macht. Eines Tages gelingt es einigen Anhängern Aldurs, das Auge an sich zu nehmen. Es soll nun von einem Mann namens Riva Eisenfaust und seinen Nachkommen bewacht werden, auf dass Torak niemals wieder das Juwel in seine Finger bekommt. Dieser schläft nun an einem unbekannten Ort, doch die Angarakener wollen ihn wieder auferwecken. Deswegen sind sie bei den anderen Völkern verhasst.
Der unsterbliche Zauberer Belgarath und seine Tochter Polgara wachen seit dieser Zeit über Torak Einauge wie er jetzt genannt wird, damit er seine Macht nie wieder zurückgewinnen kann.

Für den Jungen Garion ist das alles nur eine schöne Geschichte, die man sich an kalten Winterabenden erzählt. Er glaubt nicht an Torak Einauge, ebenso wenig wie an Belgarath und seine Tochter. Garion wächst auf Faldors Farm auf und verbringt dort eine schöne Kindheit. Er ist zwar Waise, aber seine Tante Pol kümmert sich um ihn. Sie arbeitet in der Küche der Farm und ist allseits sehr beliebt.
Ein gern gesehener Besuch auf der Farm ist ein alter Geschichtenerzähler, der ein Freund Polgaras zu sein scheint. Niemand weiß, wer er wirklich ist, und Garion gibt ihm den Namen „Meister Wolf“. Meister Wolf kennt viele Geschichten, unter anderem auch die von Torak und dem Auge Aldurs.
Zu Garions Kindheit gehört jedoch noch mehr: Ein merkwürdiger unheimlicher Reiter, der ihn beobachtet. Der Junge weiß nicht, wer dieser Reiter ist oder was er will. Aber er tut dem Jungen auch nie etwas sondern beobachtet nur.

Als eines Tages Meister Wolf nach jahrelanger Abesenheit zurückkommt, scheint Garions unbeschwerte Kindheit mit einem Schlag zu enden. Meister Wolf erklärt, dass irgendetwas gstohlen wurde. Er und Tanbte Pol müssten dieses Etwas suchen und zurückholen. Sie verlassen Faldors Farm in dem Wissen, dass sie wahrscheinlich nie wieder zurückkehren werden. Und Pol besteht darauf, dass Garion sie begleitet.

Doch die drei sind nicht alleine. Sie werden begleitet von dem Schmied Durnik, dem listigen Silk und dem starken Barak. Zusammen suchen sie den Dieb, der natürlich ein Anhänger Toraks ist und das Auge Aldurs gestohlen hat. Damit möchte er seinen Herrn wieder auferwecken, was natürlich niemals geschehen darf.
Für Garion beginnt eine Reise voller Abenteuer und Gefahren. Und voller Zweifel, denn bald muss er erkennen, dass nichts so ist wie er gedacht hatte. Nicht nur, dass die Geschichte um Torak war ist, Meister Wolf und Tante Pol entpuppen sich als Belgarath und Polgara. Garion muss akzeptieren, dass er mit zwei Menschen reist, an die er nicht geglaubt hat.

Aber das schlimmste ist die Ungewissheit. Denn welche Rolle spielt er, Garion, in dieser ganzen Sache? Wer hat seine Eltern ermordet als er noch ein Säugling war? Und warum? Was hat es mit dem seltsamen Reiter auf sich? Was bedeutet das Zeichen auf seiner Handfläche, über das Tante Pol nicht sprechen möchte? Und warum haben die Murgos, die Anhänger Toraks, ein so großes Interesse an dem scheinbar einfachen Bauernjungen?

Meine Meinung:
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Um es direkt einmal klarzustellen: Diese Geschichte ist nicht mit Werken wie „Der Herr der Ringe“ oder Tad Williams Osten-Ard-Saga zu vergleichen. Es ist eine einfache, nachvollziehbare Handlung mit einigen wenigen, dafür aber sehr schön charakterisierten Figuren. Der enorme Tiefgang von Tolkiens Büchern fehlt. Es gibt keine phantastischen Wesen wie beispielsweise Orks, Drachen oder Elben. Die Diener Aldurs und die Diener des bösen Torak sind Menschen. Wir haben also eine simple Schwarz-Weiß-Malerei in der Geschichte: Aldur gegen Torak, Gut gegen Böse.

Die Personen selbst jedoch sind schon interessanter. Sie haben ihre Ecken und Kanten, Stärken und Schwächen. Man muss sie einfach gern haben. Tante Pol beispielsweise sorgt sich sehr um ihren Garion und sie liebt ihn über alles. Deswegen ist sie aber oft unverstanden bei dem Jungen, denn sie verbietet ihm Dinge, die er gerne tun würde, und klärt ihn nicht über seine Herkunft auf. Alles, um ihn zu schützen. Sie sorgt sich einfach zu viel um den Jungen, ein Schicksal, das viele von uns als Kind wohl auch erleiden mussten :) Man kann sich mit dem Kind wunderbar identifizieren, wenn man an seine eigene Kindheit denkt (mir geht ja heute noch manchmal so).

Interessant beschrieben ist Garion selbst. Das Buch ist aus seiner Sicht geschrieben, also ist auch seine Kindheit detailliert dargestellt. Am Anfang wird zum größten Teil nur das Leben des Jungen erzählt. Aber das mit sehr viel Charme, so dass auch dieser Teil ohne Kämpfe gegen das Böse interessant ist. Denn Eddings lässt selbstverständlich schon vermuten, dass hiner Garion mehr steckt als dieser ahnt. Allein schon die geheimnisvolle Herkunft und das seltsame Mal auf der Hand sind Grund genug vor die Vermutung.

Die Geschichte ist teilweise sehr humorvoll erzählt, was vor allem den Personen zu verdanken ist, die sich manchmal leichte Wortgefechte leisten. So herrscht zwischen Belgarath und Polgara manchmal ein etwas gespanntes Vater-Tochter-Verhältnis, und die beiden Freunde Silk und Barak können oft ihre blöden Kommentare nicht für sich behalten.

Die Geschichte ist simpel. Anfangs fand ich sie etwas verwirrend, weil der Leser in dem Prolog mit Namen von Göttern, Personen und Völkern überschwemmt wird. Aber im Lauf der Handlung wird diese Sache einigermaßen schlüssig aufgedröselt. Also nicht genervt aufgeben, sondern einfach akzeptieren, dass der Prolog verwirrend ist. Eddings beschreibt eine einzige Geschichte ohne Nebenhandlungen. Wir folgen einem einzigen Erzählstrang.

Die Beschreibungen sind ebenfalls einfach. Um wieder auf Tolkien zurückzukommen, gibt es bei Eddings nicht diese detaillierten Beschreibungen einer Fantasywelt. Das macht die Erzählung natürlich direkt wesentlich einfacher zu lesen. Ein großer Teil der Handlung machen Dialoge aus, wodurch sie sehr lebendig wirkt. Der Erzählfluss ist flüssig und kommt nicht ins Stocken.

Zu guter Letzt will ich noch kurz auf die Welt eingehen. Wenn man das Buch aufschlägt, sieht man zuerst eine Karte über zwei Seiten von den Reichen des Westens und der Angarakaner. Das ist eine Sache, die ich an Fantasyromane sehr mag: Karten, auf denen man dem Weg der Helden folgen kann. Das Buch ist in zwei Teile aufgeteilt, die in zwei verschiedenen Ländern spielen, in Sendarien und in Cherek. Vor jedem Teil gibt es noch einmal eine Karte, auf der das jeweilige Land detaillierter dargestellt ist. Auf diesen kann man der Handlung folgen, während die große Karte dem groben Überblick dient.

In dieser Welt leben wie eben schon erwähnt nur Menschen, keine Orks, keine Elben, keine Zwerge oder sonstige Phantasievölker. Am Anfang fand ich das ein wenig ungewohnt, aber man gewohnt sich relativ schnell daran. An die vielen Namen der Länder muss man sich auch erst gewöhnen: Da gibt es Sendarien, Cherek, Algarien, Arendien, ... Die Beziehungen der Völker untereinander sind nicht so komplex, dass man also schon nach recht kurzer Zeit einigermaßen durchblicken sollte.

Zum Buch an sich kann ich nur sagen: Der Buchumschlag sieht in meinen Augen total bescheuert aus. Darauf steht Garion und hält ein Schwert in die Höhe, hinter ihm Polgara und Belgariath. Im Hintergrund sieht man einen Fluss und mit Wäldern überzogene Berge. Und ganz hinten am Horizont ist ein Schloss zu erkennen. Vor allem der hintere Teil des Bildes hat eine leichte rosa Färbung. Ich bin kein großer Freund solcher bunten Buchtitel. Aber das ist wohl Geschmackssache. Ich wollte es nur mal erwähnt haben. Lasst euch davon auf jeden Fall nicht abschrecken. Es ist besser als man vermuten könnte.

Als Fazit kann man sagen, dass es sich bei dieser Geschichte nicht um den anspruchsvollsten Vertreter der Fantasyliteratur handelt, aber um einen lesenswerten. Eddings hält sich nicht mit Beschreibungen von großen Schlachtgetümmeln ab, die Kämpfe werden schnell und unblutig abgehandelt. Die Geschichte ist also auch für jüngere Leser durchaus geeignet.
Wer natrlich jetzt Tolkien als Maßstab nimmt und nichts lesen möchte, dass weniger anspruchsvoll ist, kann ich diese Geschichte nicht empfehlen. Wobei ich es sowieso als Blödsinn empfinde, jeden Fantasyroman mit „Der Herr der Ringe“ zu vergleichen (versteht mich nicht falsch, ich liebe Tolkiens Werk). Es handelt sich um ein eigenständiges und unabhängiges Werk, das einen eigenen Weg beschreitet.
Also, wer einfach nur einige Stunden spannend und humorvoll unterhalten werden möchte, kann mit „Kind der Prophezeihung“ nichts falsch machen.

Dieser Bericht bezieht sich nur auf den ersten Band der Belgariad-Saga. Da ich die anderen noch nicht gelesen habe, könnt ihr sicher sein, dass ich keine Eindrücke aus den anderen Bänden habe einfließen lassen. So handhabe ich das bei den Fortsetzungen auch. Ich lese das Buch, schreibe den Bericht und lese dann das nächste.

Dann bedanke ich mich fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren und wünsche viel Spaß bei der Suche nach dem Auge Aldurs.

Titel: Kinder der Prophezeihung
Originaltitel: Pawn on Prophecy
Autor: David Eddings
ISBN: 3-404-20189-2
Preis: 6,90 Euro
315 Seiten
Verlag: Lübbe
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
ShortBrini
ShortBrini, 14.08.2006
schöner Bericht...brini
Puenktchen3844
Puenktchen3844, 17.06.2009
Ein guter Bericht. LG
Bunny84
Bunny84, 04.07.2009
Ich wünsche dir einen angenehmen Start ins Wochenende. Lg Anja
PS: Freue mich über Gegenlesungen
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Produktbeschreibung Kind der Pophezeihung - David Eddings

Technische Daten und Produkteigenschaften
ISBN: 3-404-20189-2; Verlag: Lübbe
Allgemeine Informationen Kind der Pophezeihung - David Eddings
gelistet seit: 06.01.2004
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00
Allgemeine Informationen
Autoren von A-Z:
Autor: David Eddings 
Kategorie: Science Fiction & Phantastische Literatur 
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