In meiner Kochbuchsammlung befinden sich die unterschiedlichsten Kochbücher. Da stehen welche von berühmten Köchen wie Boucuse und Witzigmann, oder von bekannten Persönlichkeiten, wie Frau Antje und Biolek, aber auch viele andere Kochbücher mit den unterschiedlichsten Spezialitäten. Da ich ja für mein Leben gerne koche, schaue ich mir logischerweise auch sehr gerne Kochsendungen an und habe von vielen auch die Bücher. So ist es kein Wunder, dass hier das Buch vom Kochduell neben mir liegt. Doch es ist nicht irgendein Exemplar auch dem Buchladen, nein es ist ein Buch mit einer sehr lieben Widmung von der Moderatorin der Sendung Britta von Lojewski. Danke Britta!
1.) Die Daten
Kochduell
Mit 100 Rezepten aus der
Schnellsten Kochsendung der Welt
Gebunden, 120 Seiten
DuMont Buchverlag
ISBN: 3-7701-4485-6
Preis: 8,90 Euro
2.) Wie sieht es aus?
Das Buch ist 24,5 x 19 cm groß und gut 1 cm dick. Im Kochduell kochen 12 Köche, aber als dieses Buch in den Handel kam waren es erst 10. Oben könnt ihr das Foto sehen, aber was ihr nicht sehen könnt ist, dass denen beim Fotoshooting ein kleiner Fopas passiert ist. Ihr seht rechts Sante de Santis und links Wolfgang Kohlhepp. Die Köche tragen ihre Kochkutten auf denen jeweils ihre Namen stehen, leider hat niemand bemerkt, dass Wolfgang die Kutte von Ralf Meuser trägt.
Die Buchdeckel sind ziemlich stabil und schützen 120 hochglänzende Seiten. Alles ist sehr übersichtlich und man findet schnell was man sucht. Das Buch ist durchweg bebildert mit den angerichteten Speisen und ein paar Fotos aus der Sendung. Die dominierenden Farben sind hier Rot und Grün, also die Farben der Sendung.
3.) Was ist drin?
Schlägt man das Buch auf, so ist auf den ersten 5 Seiten ein Inhaltsverzeichnis mit den Gerichten die hier nachzukochen sind. Jedes Gericht ist abwechselnd in Rot, oder Grün geschrieben, weil sie jeweils vom Team Tomate, oder Paprika gekocht wurden. Wer die Sendung kennt, weiß was ich meine, den anderen sage ich nur: Mo-Fr 17 Uhr Vox einschalten.
Was dieses Buch von anderen Büchern unterscheidet ist die Tatsache, dass hier keine Mengenangaben zu finden sind und somit vielleicht eher für die Leute nützlich ist, die bereits kochen können. In der Sendung kommen Zuschauer mit ihren Einkaufstüten (sie haben damals 15 DM zur Verfügung gehabt, heute sind es 10 Euro) an und der Koch muss dann zusammen mit dem Zuschauer in 15 Minuten etwas leckeres zaubern. So steht im Buch dann auch einfach drin welche Sachen gekauft wurden und wie daraus was schmackhaftes entsteht.
Etwas viel Gemüse hat sich der Koch Frank Buchholz (diesmal im Team Tomate) wohl gesagt, als er das sah. Nach 3 Minuten überlegen ging es dann los. Nach exakt 15 Minuten standen dann eine Vorspeise (Herbstlicher Salat mit Croûtons) und eine Hautspeise (Chaos von Bananen) da. Jedenfalls ging das in der Sendung so fix. Zu Hause dauert es, will man alles gar haben, dann schon ein paar Minütchen länger. Allein bis man den Salat geputzt, die Tomaten gehäutet
und zusammen mit den Radieschen geschnitten hat, dauert schon ein paar Minuten. Gut, in der Sendung sind sie zu zweit, aber trotzdem. Der Salat geht ganz leicht. Man macht eine Vinaigrette und gibt diese über die geschnittenen Tomaten und Radieschen, welche man unter den geputzten Lollo Rosso gibt. Aus einer Scheibe Toast ein paar Croûtons gemacht und garniert mit Schnittlauch und Zitronenmelisse.
Das Schnitzel wurde in diesem Fall plattiert und mit gewürfelten Bananen, gewürfelten Baby-Äpfeln und Basilikum gefüllt. Zu einer Roulade aufgerollt wurde es in Olivenöl angebraten und dann bei 180 Grad im Backofen weiter gegart. Dazu gab es eine Soße: Einige Bananenscheiben werden in Butter angebraten, mit Curry bestreut und mit dem Saft von den Baby-Äpfeln und einem Schuss Weißwein abgelöscht und mit einem Brühwürfel angereichert. Den Spinat hat man in Olivenöl mit einer Knoblauchzehe angedünstet und mit einem Stück Butter verfeinert. Dann wurde angerichtet: Auf den Teller kam ein Bett aus Spinat, darüber die Soße und obenauf kam die Roulade zu liegen. Hierbei habe ich mich gefragt warum man vergessen hat dazuzuschreiben, dass das Fleisch und der Spinat mit Salz und Pfeffer gewürzt wurde.
Wer sich jetzt fragt woher denn Toast, Knoblauch und Co. kommen, weil das doch in der Einkaufstüte nicht drin war, dem sei gesagt, dass man hier mit einer gewissen Grundausstattung in der Küche rechnet. Das heißt jeder sollte solche Sachen wie Gewürze, Mehl, Salz, Zucker, Reis, Kräuter, Knoblauch, Öl, Essig, Butter, Milch usw. zu Hause haben.
In dieser Art und weiße findet man 50 Gerichte in dem Buch jeweils bestehend aus zwei Gängen, wie Vorspeise und Hauptspeise, oder Hauptspeise und Dessert. Hinten im Buch wird jeder Koch ausführlich vorgestellt. Name, Geburtsdatum, beruflicher Werdegang, Aktuelle Tätigkeit und besondere Qualifikationen. Ganz am Ende folgt noch ein ausführliches Register in alphabetischer Reihenfolge. Da kann man dann jede einzelne Zutat noch mal finden. Das heißt, wenn jemand eine Avocado zu Hause hat und weiß nicht was er damit machen soll, dann findet er unter Avocado z. B. 6 Rezepte dazu.
4.) Schlusswort
Zweck dieses Buches ist wohl zu zeigen, dass man aus allem was zaubern kann, auch wenn es auf den ersten Blick nicht zusammenzupassen scheint. Es ist nett gestaltet und für Fans der Sendung bestimmt ein Muss. Wer kochen kann, kann damit vielleicht was anfangen, auch wenn ich nicht alles nachkochen würde was da drin steht. Denn die Leute kaufen manchmal schon die tollsten Sachen ein. Ich denke dabei an den legendären Einkauf eines Zuschauers, wo man den Koch Ralf Meuser bewundern musste, weil er nicht sofort laut schreiend das Studio verließ, als er sah was da in der Tüte war. Neben Hähnchenschenkeln kullerten eine Tüte Malzbonbons und eine Dose Cola aus der Einkaufstasche. Aber das gehört jetzt hier nicht hin. Vielleicht schreibe ich mal über die Sendung, denn ich habe einige der Köche kennen gelernt und man hat mir viel erzählt.
Zurück zum Buch: Es ist eingeschränkt empfehlenswert, weil Anfänger nicht unbedingt damit klar kommen. Dennoch ist es interessant was man alles zusammen in einen Topf werfen kann und man bekommt sicherlich die ein, oder andere Inspiration. Hilfreicher war aber eher das Nachfolger-Buch „Tipps und Tricks“, welches ich von einem der Köche geschenkt bekam. Ich könnte euch noch viel erzählen, aber das mache ich vielleicht später mal.
Ich sage Danke für alles Ralf Meuser, Thies Möller, Alexander Herrmann und Wolfgang Kohlhepp.
Vielen Dank für euer Interesse, fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren.
Frohes Fest und ein gesundes, erfolgreiches 2004!!
Zur Bewertung unten kann ich nur sagen: Liebes Yopi-Team, das ist ein Kochbuch!!
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