Königreich Tonga
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Platz 1 in der Kategorie "Tonga". Das Königreich Tonga ist ein Inselstaat im Südpazifik ...mehr
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Königreich Tonga Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

tongaman

Where time begins

ein Testbericht von 2002-07-11 21:46:26 vom 11.07.2002
Empfehlung: ja
In meinem heutigen Bericht geht es um das Königreich Tonga. Ich hoffe, ich kann Euch die Inselwelt Tongas dadurch etwas näher bringen. Ich möchte allerdings darauf hinweisen, dass ich mich nur mit der Hauptinsel wirklich auskenne. Sollte ich andere Inselgruppen (außer Pangaimotu) erwähnen, stützt sich das auf Erzählungen von Einheimischen und auf Tonga lebenden Deutschen.

Wo liegt Tonga überhaupt?

Das Königreich Tonga liegt etwa 2000 km nordöstlich von Neuseeland, mitten im Südpazifik. Die Hauptinsel, Tongatapu liegt auf 19 Grad südlicher Breite, also noch in den Tropen. Das ganze Königreich verteilt sich auf 171 Inseln, von denen lediglich 45 bewohnt sind. Die Fläche entspricht mit ca. 700.000 km² etwa der Deutschlands, allerdings beträgt die Landmasse nur etwa 10% (750 km²). Die Landmasse verteilt sich auf vier Inselgruppen:
Die Tongatapu-Gruppe beherbergt auch die Hauptstadt Nuku’Alofa ganz im Süden, die Hapaii-Gruppe mit ihren wunderschönen Sandstränden in der Mitte und die Vavau-Gruppe im Norden. Ganz im Norden gibt es noch die Niua’s, auf die sich allerdings wohl niie ein Tourist verirren sollte.
Noch zu erwähnen wäre sicherlich, dass Tonga direkt hinter der Internationalen Datumsgrenze liegt und somit den Tag als erstes begrüßen darf.

Reisemöglichkeiten

Die Air New Zealand fliegt Tonga von Neu Seeland, Australien und Los Angeles an. Ich selber bin die Route über LA geflogen. Je nach Flugplan ist man da bis 30 Stunden am Stück unterwegs. Eine ganz schöne Kante für einen, der wie ich damals Extrem-Raucher war. Es gibt aber auch Flugpläne mit Zwischenstopps von mehreren Tagen, wo man sich ganz gut erholen kann. Allerdings geht dadurch wertvoller Urlaub abhanden.
Weiterhin wird Tonga von Fiji und Samoa angeflogen. Meist übernimmt das Polynesian Airlines.
Es gibt über Royal Tongan auch Flüge zu den anderen Inselgruppen. Allerdings sind die Flugpläne recht wackelig und wenn dem Obermufti mal einfallen sollte, dass er fliegen muss, bleibt Ihr draussen.
Man kann die Inseln auch mit der Fähre erkunden. Das ist billig aber absolut unratsam. Der Sicherheitsstandard entspricht nicht im geringsten westlichen Vorstellungen und nur knapp entging man schon der einen oder anderen Katastrophe.

Unterkunft

Es gibt in Tonga, gerade auf der Hauptinsel das eine oder andere Hotel, aber keines ist seinen Preis wert. Da wären das „International Dateline“, das „Pacific Royal“, und das „Good Samaritan“ noch die besten Adressen. Man kann aber für recht wenig Geld auch so genannte Guest-Houses beziehen. Allerdings ist man dann Selbstversorger. Ist aber auch nicht schlimm, die Hotels bieten auch nur unzureichenden Rundum-Service.

Land und Leute

Man tituliert sich selbst zwar gerne als „friendly Islands“, aber das ist mit Vorsicht zu geniessen. Die Bevölkerung ist gegenüber den Palangis (die vom Himmel kamen, also die Weissen) nicht überschwänglich freundlich, aber keinesfalls feindlich gesinnt. Man sollte sich aber bei Geschäften mit ihnen immer bewusst sein, dass sie hin und wieder versuchen, einen zu übervorteilen. Auch sollte man sich nie auf Uhrzeiten verlassen. Das Leben geht da noch ein wenig gemütlicher ab, also was spielt Zeit da schon für eine Rolle.
Wer allerdings mal das Vergnügen hatte, im Bus zu fahren, wird seine Sichtweise etwas relativieren. Es macht nun wirklich keinen sinn, bei 40 °C irgendeine Diskussion anzufangen. Sehr positiv ist mir die Bereitschaft zur Mitnahme beim trampen aufgefallen. Und ich sage, es gibt nichts schöneres als nach einem Strandtag auf einem PickUp Richtung Sonnenuntergang zu fahren.
Tonga selbst ist eine Monarchie, die von Topou IV angeführt wird. Der Kronprinz allerdings hat keine Kinder und schon spekuliert man emsig über die Nachfolge des Monarchen. Als dessen Bruder starb, war 3 Tage Staatstrauer. Alle mussten in schwarz gehen. Besonders schön bei der Witterung. Ich möchte aber nicht da sein, wenn der Boss das zeitliche segnet.
Die landschaftliche Situation auf der Hauptinsel kann wenig überzeugen. Wo das auge hinsieht, wachsen Kokospalmen. Es gibt auf der ganzen Insel nur noch 2 km² Urwald.
Die Strände auf der Südseite der Insel sind absolut ungeniessbar. Etwa zu vergleichen mit nem Stausee an der Saale. Auf der Nordseite sieht das schon ganz anders aus. Da empfiehlt sich Ha’atafu Beach. Ein kleines Resort ganz im Norden. Herrlicher Strand und sogar ein paar kleine Surf-Wellen.
Das Wetter ist hier zwischen November und Februar recht heiß und zu allem übel auch noch sehr regnerisch. Gleichzeitig ist dann Hauptsaison tropischer Wirbelstürme. Die restliche Zeit des Jahres ist das Klima sehr angenehm, obwohl es zwischen Mai und August auch mal richtig kalt werden kann (12 °C)

Sehenswürdigkeiten

Gibt es hier zwar, aber mit ner kleinen Rundreise kann amn die alle an einem Tag abklappern. Dafür kann man sich ein Taxi nehmen. Das kostet ca 50 T$. Achtet aber bitte darauf, dass es mindesten zwei Tage trocken war, da Ihr sonst ohne Allrad nicht alles erreicht. Was ihr auf jeden Fall mitnehmen solltet ist:

King’s Palace – der Könispalast, ist ein alter Holzbau, der aber so viel nicht hermacht, zumal, wenn man ihn ein halbes Jahr jeden Tag zwei bis dreimal sieht. Ich finde das Anwesen des Kronprinzen beeindruckender.

Ha’amonga – ein Steintor, wo kein Mensch weiß, was er bedeutet. Aber die Anstrengung beim Errichten ist dem heute noch anzusehen.

Royal Tombs - Die königlichen Gräber in der Hauptstadt und die
Ancient Tombs – ca 20 km ausserhalb der Stadt. Die alten sehen etwas interessanter aus. Und nicht weit von ihnen gibt es eine Kirche, dessen Kirchturm man mit ein wenig Mut erklimmen kann. Von hier hat man eine gigantische Sicht auf die ganze Insel.

Blow Holes – das sind Auswaschungen im Kalkstein, durch die die Flut Wasser drückt und fontänenartig aufsteigen lässt. Ich hatte das Glück, das nach einem Hurricane zu erleben und war schwer begeistert.

Die Fliegenden Hunde – hängen im Westen der Insel unweit des Good Samaritan Inn. Ganz possierliche Kerle, die nur von der königlichen Familie erlegt werden dürfen.

Das Tor der Tauben – ist ein Loch im Kalkstein, durch das das offene Meer zu sehen ist. Für mich der schönste Ausblick überhaupt. Das gibt es aber recht häufig auf der Welt.

National Center – hierbei handelt es sich um eine große Tongan Fale (typisches Ovalhaus), wo oft Touri-Veranstaltungen stattfinden.

Ich denke das sind die wichtigsten. Den Umo Tangata (Menschenerdofen) spare ich mir, weil man eh nichts sieht.

Gastronomie

Hier hat Tonga noch einiges aufzuholen.

Empfehlenswert sind nur vier Restaurants:

Das Euro-Asia wird vión einem deutschen Koch geleitet und bietet recht abwechslungsreiche aber teure Kost.

Das Good Sailors Inn ist vergleichbar, aber noch etwas teurer.

Das Suliana’s ist ein Restaurant, auf das ich gerne etwas näher eingehe. Das hat einen einfachen Grund. Es gehört meiner Mutter und ist der grund, warum ich ein halbes Jahr dort verbracht habe. Es liegt mitten in der City im zweiten Stock eines Supermarktes und hat sich mittlerweile zum Treffpunkt der Deutschen gemausert. Also wer hier lebende Deutsche kennen lernen will, ist hier richtig. Und wer Sehnsucht nach Bratkartoffeln mit Speck hat, wird hier bedient. Ansonsten gibt es unkomplizierte internationale Küche, die gößtenteils auf meinem Mist gewachsen ist.

In Ha’atafu gibt es einen leckeren Steak-Burger, den ich gutem Gewissens empfehlen kann. Alles andere Essen ist auf eigene Gefahr.

Ein Tipp für den Sonntag sollte hier auf keinen Fall fehlen. Traditionell ist am Sonntag sämtliches Geschäft verboten. Eine angenehme Ausnahme bietet Pangaimotu, eine kleine Insel 10 Bootsminuten von der Hauptinsel entfernt. Hier gibt es einen recht ordentlichen Strand und gekühltes Bier, sowie recht ordentliches Essen. Wer also nicht weiss, was er am Sonntag machen soll, ist hier, abseits aller Kirchen recht gut beraten.

Fazit

Für mich ist Tonga schon eine Reise wert, allerdings sollte man seinen Aufenthalt nicht länger als ein bis zwei Wochen planen. Optimalerweise verbindet man seinen Besuch mit anderen Inseln der Südsee, oder mit einem Besuch von Australien oder Neu Seeland. Sonst wird es recht schnell langweilig.

Ich hoffe die Überarbeitung hat Euch einen besseren Eindruck zum Thema Tonga beschert, als der ursprüngliche Bericht, den ihr unten noch mal lesen könnt.

Euer Kai-Uwe
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Informationen zu Königreich Tonga

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