Wenn wir uns miteinander unterhalten, kommt es immer wieder zu größeren oder kleineren Missverständnissen, selbst dann, wenn wir die "gleiche" Sprache sprechen. Aber was ist eigentlich Sprache?
„Sprache" dient den Menschen zur Informationsübermittlung. Sie ist eine Anreihung von Lauten und Zeichen, die von Menschen einer bestimmten Region, in einer bestimmten Zeit (Jahrzehnt, Jahrhundert), entsprechenden Gegenständen, Formen, Farben, Gefühlen und Sachverhalten zugeordnet sind.“
Jedoch auch hier, keine Regel ohne Ausnahme. Die Menschheit hat in ihrer Geschichte auch sogenannte Kunstsprachen erfunden deren Zeichen auf der ganzen Welt annähernd gleich sind. Wie z.B. die „Sprache“ der Musik, die „Sprache“ der Mathematik oder die Gebärdensprache.
Sprachen haben sich immer weiter entwickelt, oder sind aus unterschiedlichen Gründen ausgestorben. Einige ausgestorbenen, toten Sprachen sind z.B. Latein oder Altgriechisch. Diese Sprachen werden heute umgangssprachlich nicht mehr benutzt. Dies hat den Vorteil, diese Sprachen unterliegen keiner Veränderung. Diesen Vorteil haben sich verschiedene Wissenschaften ( z.B. Botanik, Zoologie, Chemie, Medizin, Theologie, Physik u.s.w.) zu nutzte gemacht. Da diese Sprachen sich nicht mehr verändern, sind die Zuordnungen zu Gegenständen, Formen, Farben, Gefühlen und Sachverhalten allgemeingültig.
Eine lebendige Sprache, birgt allein durch die Tatsache ihrer ständigen Veränderung, Risiken bei der Informationsübermittlung. Nun könnten wir diese Risiken ja ausschalten, in dem wir uns auf eine tote Sprache einigen. Aber wie würden wir dann neue Erkenntnisse, Gegenstände, Sachverhalte usw. benennen. Des weiteren ist die Sprache auch Ausdruck einer Epoche und eines Lebensgefühls. Es wäre sicherlich schwer, unsere Zeit und das Lebensgefühl im lateinischen darzustellen.
Wenn Sprache nun Ausdruck eines Lebensgefühls ist, ein Gefühl aber ein persönliches empfinden, müssen wir dann nicht davon ausgehen, dass jeder seine eigene, individuelle Sprache hat? Doch wie ist "meine" Sparche dann entstanden, wie konnte ich sie erlernen?
Jede Gesellschaft hat durch ihren Wortschatz Gegenstände, Formen, Farben, Gefühle und Sachverhalte definiert. So weiß jeder von uns was ein Baum, ein Auto, ein Hund, was Wasser oder Luft ist. Schwieriger wird es schon wenn wir von Gefühlen sprechen, von Angst, Liebe, oder Trauer.
Diese definierte Sprache erlernen wir im Umgang mit anderen Menschen, durch die Familie, durch die Schule, durch Freunde, durch die Medien usw. Dieses Erlernen der Sprache wird geprägt durch den Lebensweg des Einzelnen (Welche Möglichkeiten hat der Einzelne, Wörter aus dem vorhanden Wortschatz zu erlernen.). Hinzu kommt, dass jeder von uns Gegenstände, Formen, Gefühle und Sachverhalte und die damit verbundenen Wörter in einem individuellen Zusammenhang im laufe seiner Lebensgeschichte lernt. Mit jedem Wort sind die unterschiedlichsten Emotionen, Gefühle und Gedanken verbunden. So können einzelne Wörter die unterschiedlichsten Reaktionen auslösen, ohne dass ein Außenstehender dies verstehen kann.
Wenn ich jetzt einem Menschen begegne, mich mit diesem Menschen unterhalten möchte, so
weiß ich nur mit absoluter Sicherheit, dass dieser Mensch seine Lebensgeschichte hat, die ich nicht kenne und ich meine Lebensgeschichte habe die er nicht kennt. An diesem Punkt, mit dieser Unterhaltung sind jetzt die beiden Lebensgeschichten miteinander verbunden.
Und wenn ich jetzt, aus den verschiedensten Gründen, mit diesem Menschen gemeinsam ein Stück Geschichte schreiben werde, so muss ich versuchen seine Gegenwart zu begreifen, die aus seiner Vergangenheit heraus gewachsen ist. Und im
gemeinsamen Gespräch daran denken, dass unsere "gemeinsame" Sprache erst am wachsen ist.
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Öffnet Türen der Medienbranche
ein Testbericht von Mathi152005-09-27 16:45:47vom 27.09.2005Empfehlung: ja
Ich studiere seit nunmehr 3 Semestern das Studienfach Kommunikations- und Medienwissenschaft im Nebenfach als Magisterstudiengang an der Leipzig Universität. Meines Erachtens nach war diese Wahl auch mehr als nur eine sehr gute wie ich finde.
Ausbildungsinhalt:
Im Fokus des des Studiums soll die selbständige, theoretisch reflektierte Tätigkeit in Wissenschaft und Ausbildung sowie in praktischen Kommunikations- und Medienberufen stehen.
Um diesen Status zu erlangen, steht eine theorieorientierte kommunikations- und medienwissenschaftliche Ausbildung in Form der KMW-Methoden an der Leipziger Uni im Zentrum. Leider mitunter aber etwas zu theoretisch wie ich finde. Das Arbeiten mit medialen und publizistischen Phnänomenen steht also im Mittelpunkt. Außerdem gilt ein spezielles Augenmerk der historischen und systematischen Analyse sowie zur Prognose kommunikativer und medialer Prozesse.
Abschluss:
Der Abschluss kann ausschließlich als Magister Artium, in Verbindung mit einem Hauptfach und einem weiteren Nebenfach erfolgen, wenn man KMW im Nebenfach studieren möchte. Als Bachelor- oder Diplomstudiengang wird KMW an der Leipziger Uni nicht angeboten.
Berufsorientierung:
Mögliche Tätigkeiten als Kommunikations- und Medienwissenschaft-Absolvent sind voralledingen in der Presse, dem Hörfunk, dem Fernsehen, Agenturen, der Filmbranche, der Medienberatung, der Öffentlichkeitsarbeit, der Werbung und generell in der Wissenschaft anzusiedeln.
Zulassungsvoraussetzungen:
Hierzu gilt zunächst erst einmal der Erwerb der allgemeinen Hochschulreife. Zudem müssen als zusätzliche Qualifikationen:Konversationskenntnisse in zwei modernen Fremdsprachen nachgewiesen werden. Ich hatte zwar nur eine echte moderne Fremdsprache, nämlich Englisch neben der nicht gerade moderne Sprache Latein, aber dennoch erhielt ich die Zulassung, da ich als Zivi (Zivildienstleistender) 2 Kurse an der Volkshochschule belegt hatte: Spanisch und Französisch.
Für das Nebenfachstudium Kommunikations- und Medienwissenschaft besteht ein universitätsinterner Numerus Clausus. Dieser liegt in etwa bei 1,9. Ich bin aber auch mit meinem Abi-Durchschnitt von 2,0 und meinen 2 Wartesemestern in der Liste der Immatrikulierten gerutscht.
Studienbeginn:
Leider kann das Studium als Kommunikations- und Medienwissenschaft-.Student lediglich nur zum Wintersemester begonnen werden.
Regelstudienzeit:
Sie beträgt 9 Semester, kann aber auch länger oder krüzer sein. Aber in der Regel länger, da man eh in dieser Zeit nicht alle Scheine zur Zulassung zur Zwischen- und Abschlussprüfung reibunglos sammeln kann. Denn leider ist der Studiengang sehr überrannt und man kommt nicht in alle angebotenen Seminare aufgrund der großen Beliebtheit rein. Deshalb muss man mitunter Kompromisse eingehen oder halt muss warten.
Studienumfang:
Im liegt dieser bei 40 Semesterwochenstunden.
Um die Zulassungsvorausetzung für die Magisterzwischenprüfung zu erlangen, muss man 2 studienbegleitende Leistungsnachweise, wählbar aus den folgenden Bereichen nachweisen
Die Abschlussprüfung ist unterteilt in einen mündlichen und schriftlichen Teil.
Ich bin insgesamt mit der Wahl sehr zufrieden, auch wenn sehr viele extrovertierte Medienfuzzis, mit viel zu viel Selbstvertrauen und eitel erscheinend, im Studienfach der KMW vertreten sind. Zu sehr von sich überzeugt sein, lenkt nur von den eigenen Schwächen, die man unterdrücken will, ab.