Konami Ronin Blade
Abbildung vergrößern: Konami Ronin Blade
Konami Ronin Blade
Konami Ronin Blade
Konami Ronin Blade

Konami Ronin Blade

 PS1 Spiel
Platz 350 in der Kategorie "PS1 Spiele". Genre: Actionspiele / Actionabenteuer mit Samurai oder Ninja im mittelalterlichen Japan unterwegs, für die Sony Playstation ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 1,00 / 5,00 (1.0 von 5)

Konami Ronin Blade Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Yasmeen

Grauen in Fernost

ein Testbericht von 2005-03-08 20:05:25 vom 08.03.2005
Empfehlung: nein
Vorteile: Anfangs interessant, zwei Hauptfiguren mit eigener Geschichte ...
Nachteile/Kritik: Schlecht aussehende Figuren, todlangweiliger Sound, keine Abwechslung, extrem anspruchslose Kämpfe, viel zu leicht (bis auf die Endgegner), Geschichte wird langweilig
Erneut widme ich mich einem Abenteuerspiel, welches im mittelalterlichen Japan spielt, ein dementsprechendes Ambiente erwartet Euch in „Ronin Blade“, einem Playstationspiel, welches im Jahr 2000 bei uns in Europa auf den Markt kam, ich es allerdings erst weit über ein Jahr später zum ersten Mal sah. Wir hatten uns dieses Videospiel allerdings nur für ein langes Wochenende aus der Videothek ausgeliehen, zum Glück wie sich schon sehr bald herausstellen sollte. Ähnlich wie schon bei „Rising Zan“ lernen wir unter anderem einen jungen Samuraianwärter kennen und ich hoffte, dass dieses Spiel von einer weitaus besseren Qualität als jener Playstation-Flop sein würde. Leider Gottes war dieses Abenteuer dann aber auch nicht sehr viel besser, so dass ich Euch unbedingt vor ihm warnen möchte. Bevor ich anfange, „Ronin Blade“ Stück für Stück in seine Einzelteile zu zerlegen, nun erst ein paar Zeilen zum Inhalt des Spiels.

Zu Beginn des Spiels befinden wir uns in einem japanischen Dorf, in dem mysteriöse Dinge vor sich gehen, denn in dem einst so friedlichen Ort herrscht nun nur noch der blanke Terror. Soldaten des Fürsten Tohjo terrorisieren urplötzlich die Straßen, wobei es den Anschein hat, dass diese verhext, verflucht oder irgendwie seelenlos zu sein scheinen, es herrscht jedenfalls Mord und Totschlag. Doch das ist noch längst nicht alles, denn diejenigen Dorfbewohner, die in Todesangst aus dem Städtchen flüchten wollen, begegnen im angrenzenden Waldgebiet nicht weniger grausamen Kriegerinnen, die kurzen Prozess mit ihren Opfern machen wollen. Von einer schlechten Stimmung zu sprechen, wäre demnach eine maßlose Untertreibung, genau zu jenem Zeitpunkt wird schließlich unsere Aufmerksamkeit auf zwei Charaktere gelenkt, bei denen sich schließlich herausstellt, dass sie die beiden von uns anwählbaren Helden darstellen. Die junge Ninja-Frau Lin und der Samuraischüler Kotaro stehen zur Auswahl, für einen der Beiden müsst Ihr Euch entscheiden, denn hier bei „Ronin Blade“ handelt es sich um ein Soloabenteuer einer einzelnen Heldenfigur. Dies klingt zunächst ja nicht uninteressant, doch der Schein trügt, leider.

Ich entschied mich für Lin, die zwar nicht ganz so kräftig wie Kotaro ist, dafür aber wesentlich flinker und reaktionsschneller ist, was mir mehr zusagte. Schnelligkeit ist hier auch gefragt, denn schon kurz, nachdem wir das Abenteuer begonnen haben, um möglichst schnell hinter das Geheimnis der schrecklichen Vorgänge zu kommen, stürzen sich nahezu unentwegt finstere Gestalten auf uns. Lin, die übrigens auch auf der Suche nach ihrem verschollenen Bruder ist, setzt sich daraufhin energisch mit Fußtritten, ihrem Schwert oder Wurfsternen zur Wehr, schließlich ist sie ja ein besonders talentierter Ninja. Was mir zunächst sehr gut gefiel, dass ich mit zunehmender Dauer durch die erfolgreichen Kämpfe deutlich an Erfahrungspunkten hinzugewann, so dass Lin nach und nach wie in einem Rollenspiel immer stärker wurde. Doch das war es allerdings auch schon, was Elemente aus jenem Genre angeht, ansonsten wird nämlich fast nur geprügelt und aufgeschlitzt.

Immerhin tauchen im Verlauf dieses Abenteuers einige Rätsel auf, die anscheinend die Aufgabe hatten, den Spielverlauf etwas aufzulockern. Dies klappt aber weniger gut, denn viel simpler könnten die gestellten Aufgaben kaum sein, so dass es fast schon anstrengender ist, nützliche Gegenstände wie Heilmittel und Ausrüstungsgegenstände einzusammeln. Ab und zu ist es uns „immerhin“ gestattet, ein kurzes Gespräch mit Personen zu halten, welche uns ab und zu auch etwas bringen und sogar Zwischensequenzen sind vorhanden. Dass die Geschichte streng linear verläuft und Ihr somit nicht alleine entscheiden könnt, wie und wann es weitergeht, ist nicht ganz so schlimm, schließlich war das damals eigentlich Standard. Am Ende eines Spielabschnitts, in dem Ihr Euch pausenlos durchgemetzelt habt (beide Helden haben dabei immerhin eine eigene Geschichte und somit einen anderen Handlungsverlauf), wartet dann ein überraschend starker Endgegner auf Euch. „Überraschend“ deswegen, weil der Schwierigkeitsgrad ansonsten eigentlich niedrig bis sehr niedrig ist, nur am Ende eines Levels werdet Ihr wirklich gefordert.

Nicht nur, dass die Anforderungen zu niedrig sind, das Abenteuer einfach zu leicht ist, auch die Kämpfe sind derart anspruchslos, dass es fast schon weh tut. Ihr benötigt nämlich tatsächlich im Grunde nur eine einzige Taste, um blocken und schlagen, blocken und schlagen zu können. Das war es wirklich auch schon, wer schneller drückt oder besser noch häufiger drückt, hat gewonnen, na toll. Und eigentlich immer geht Ihr als Sieger hervor, Ihr müsst Euch nach einer kurzen Eingewöhnungsphase schon sehr dämlich anstellen, um frustrierende Momente erleben zu dürfen, nur die Endgegner sind eine echte Herausforderung. So interessant sich die Geschichte am Anfang anhörte, so gut die Spielatmosphäre am Anfang durch dicke mysteriösen Umstände war, so schnell ging die Stimmung schon nach kurzer Zeit nach unten, spätestens nach einer Stunde habt Ihr die Hoffnung sicher aufgegeben, dass sich noch etwas Spektakuläres ereignen, irgendetwas Überraschendes geschehen, etwas völlig Unvorhergesehenes eintreten würde. In dieser Hinsicht tut sich leider gar nichts.

Nicht nur die anfangs interessante Geschichte verkümmert immer mehr und gerät stark in den Hintergrund, nicht nur die Kämpfe langweilen immer mehr, sondern auch die Grafik und der Soundtrack sind zumindest leicht unterdurchschnittlich und das schon gemessen an den damaligen Ansprüchen an ein Playstationspiel. Sehen die Hintergründe meistens noch ganz ansehnlich oder zumindest passabel aus, so sind die Figuren doch sehr pixelig, sehen verschwommen, grob und kantig gezeichnet aus, eben einfach nicht gut aus. Gelungene Animationen sind eigentlich auch nicht zu erkennen, auch wenn die Entwickler von Konami mit dem häufig nicht zu übersehenden Blut anscheinend Aufsehen erregen wollten. Dies gelang ihnen jedoch nur im negativen Sinne. Ähnlich sieht es mit dem müden Soundtrack und den spartanischen Soundeffekten aus, auch hier wird kein durchschnittliches Niveau erreicht.

Der negative Gesamteindruck wird dann dadurch „abgerundet“, dass 99% der Gegner viel zu leicht zu besiegen, eigentlich nicht ernstzunehmen sind, die Endgegner dann aber über derart heftige Spezialfähigkeiten verfügen, dass es nicht nur schwer, sondern sogar richtig unfair wird. Diese Unausgewogenheit nervt sehr und macht eigentlich auch keine besonders große Lust mehr, das Spiel bis zum Ende durchzuspielen, zumal sich die Kampfhandlungen immer wieder so ähnlich sind, dass Ihr nach ein, zwei Stunden das Gefühl habt, immer das Gleiche getan zu haben. Da helfen auch die Zwischensequenzen nicht und auch nicht die zwei verschiedenen Handlungsabläufe der beiden Hauptfiguren. Was vielversprechend begann, endete jämmerlich, sehr jämmerlich sogar. Daher gibt es auch keine Empfehlung von mir, denn „Ronin Blade“ ist ein schlechtes Playstationspiel.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 1,00 / 5,00 1
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
1-1 von 1  PS1 Spiele
Top Webtipps
Amazon.de
Niedrige Preise, Riesen-Auswahl und kostenlose Lieferung ab nur 20 EUR

Produktbeschreibung Konami Ronin Blade

Technische Daten und Produkteigenschaften
Actionabenteuer mit Samurai oder Ninja im mittelalterlichen Japan unterwegs, für die Sony Playstation
Allgemeine Informationen Konami Ronin Blade
gelistet seit: 08.03.2005
Hersteller: Hersteller: KonamiKonami, www.konami-digital-entertainment.de
weitere Konami PS1 Spiele
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 1,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Genre: Actionspiele 
Konami Ronin Blade PS1 Spiel im Vergleich
Home > Games, Entertainment & Education > Sonstige Konsolenspiele (PS1, Gamecube usw.) > PS1 Spiele > Konami Ronin Blade > Überblick