TFT- bzw. LCD-Monitore werden zunehmend zum gehobenen Standard jedes PC-Arbeitsplatzes. Ein Grund hierfür ist, dass sie weit weniger Platz als die alten „Röhrenriesen“ verbrauchen, zum anderen aber auch deutlich in der Ergonomie vorn liegen. So entfällt das zwar bewusst kaum wahrnehmbare, aber dennoch vorhandene und die Augen belastende „Flimmern“ eines Röhrenmonitors – wer bei seinem eigenen Gerät das „Flimmern“, also den in Bruchteilen von Sekunden erfolgende Bildaufbau in seiner permanenten Wiederholung bewusst wahrnimmt, sollet dringendst an der Einstellung der Grafikkarte etwas ändern oder aber gleich einen neuen Monitor bzw. auch einen neuen PC kaufen.
Doch zurück zu den „neuen“ Monitoren, die noch einen dritten, oftmals als solchen nicht einmal direkt wahrgenommenen, Vorzug gegenüber den Konventionellen haben: sie bieten mehr Anzeigeplatz auf ihrer Mattscheibe an, ohne dabei allerdings die typischen Rand- und Eckenverluste, die physikalische Ausflüsse der Braun’schen Röhrentechnik sind, mit aufzuweisen. Denn hier werden Kontrast, Schärfe und Bildstabilität bis hin zum ersten bzw. letzten Randpixel gehalten, so dass eine „Bildkorrektur“ durch manuelle Einschränkung der Anzeigefläche schlichtweg überflüssig ist.
Zuletzt, ebenfalls nur selten bemerkt, weil auch nur selten in Anspruch genommen, die Möglichkeit, die Anzeige mittels eines einzelnen Knopfdruckes – Auto-Kalibrierung – sowohl in der Phase wie auch der Höhe, Breite und horizontalen als auch vertikalen Lage passend einzustellen. Natürlich, ähnlich wie bei einem Röhrenmonitor ein Erfordernis, dass, insbesondere, wenn man keine Anwendung ausführen muss, die eine andere als die übliche Windows-Auflösung benötigen oder benutzen, kaum zu Anwendung führen wird.
Wer allerdings auch mal ältere Anwendungen, insbesondere ältere Spiele – Nostalgiker wie ich sterben eben nie wirklich aus – benutzen möchte oder sogar zwei (oder mehr) PCs über einen einzigen Monitor betreibt, wird sehr schnell den „Luxus“ einer Einknopf-Konfiguration nicht mehr missen möchten.
Eben letzteres, das Betreiben zweier PCs an einem Monitor, war es letztlich auch, was mich zum Kauf eines TFT-Monitors bewogen hat, wobei ich bis heute, rund fünf Monate später und bei beinahe täglicher mehrstündiger Benutzung, den Kauf eines L18112-Flatron von LG Electronics nicht bereut habe. Der Preis des Gerätes betrug seinerzeit 599,- €, wobei ich nach wie vor jeden einzelnen € für mehr als gerechtfertigt bzw. sinnvoll ausgegeben erachte.
Hier kurz die technischen Details für alle, die es kurz und kompakt mögen:
Größe: 18.1“
Sichtbare Diagonale: 45,96 cm
Punktabstand: 0,2805 mm
Max. Auflösung: 1280x1024 bei 75 Hz
Kontrast: 350:1
Reaktionszeit: 30 ms
Helligkeit: 250 cd/m²
Blickwinkel: 160° hor. / 160° vert.
Panel-Typ: Aktiv-Matrix, also weiter Einblickwinkel
Anschluss: nur VGA kein DVI
Der Monitor selbst ist von einem angenehm schmalen silberfarben gehaltenen Gehäuse umgeben, das ein schlichtes, aber gerade dadurch auch elegant wirkendes Aussehen erzeugt. Die Verarbeitungsqualität ist, soweit ich das im Vergleich mit anderen Geräten, etwa von Sony, Belinea oder Sanyo, beurteilen kann, mehr als zufriedenstellend. Die gut fixierten und in ihrer Anzahl auf ein angenehmes Mindestmaß begrenzten Funktionstasten lassen sich ohne größeren Kraftaufwand betätigen – nicht Lachen, ich habe kürzlich ein Gerät bei einem Händler gesehen, bei dem musste man, um nicht den Monitor zu verrutschen, diesen festhalten, da die Tasten wirklich „stramm“ angebracht waren.
Das Bildschirmmenu ist mehrfach untergliedert, wobei so gut wie alles – Kontrast, Helligkeit, Vertikal- und Horizontalmaße und –lage,
Farbintensitäten und Takt sowie Phase eingestellt werden können. Sehr angenehm ist dabei die Möglichkeit, neben der Anzeige der aktuellen Bildwiederholungsrate und Auflösung auch die Menusprache einstellen zu können – wer also lieber Englisch, Französisch oder Spanisch zur Sprachkenntnisverbesserung anstelle von Deutsch hätte, kann dies ohne weiteres auch haben.
Das Display selbst ist dank der Aktiv-Display-Eigenschaft beinahe aus jedem Winkel ohne nennenswerte Verlust an Kontrast oder Schärfe einsehbar – natürlich innerhalb der „gewöhnlichen“ Bandbreite – und bietet auch bei 1280x1024 eine sehr ordentliche Trennschärfe. So ist, anders als bei 17“-TFT-Monitoren, diese doch recht hohe Auflösung gerade bei Schreibarbeiten oder allgemein bei leseintensiven Tätigkeiten überhaupt kein Problem – den hier zu lesenden Beitrag habe ich unter Word bei einem Zoom-Faktor von 100% und Arial 10 ohne Augenbeschwerden schreiben können. Bei einem 17“-Monitor, der ebenfalls mit der genannten Auflösung betrieben wurde, hatte ich nach einer Woche solche Probleme mit den Augen, dass ich das Gerät, obgleich ein Weihnachtsschnäppchen, lieber wieder gegen einen ebenso großen Röhrenmonitor umgetauscht habe.
Kontrast und Reaktionszeit sind bei Office-Anwendungen selbstredend kein Problem, wobei nach meiner Erfahrung aber auch Videosequenzen, angefangen bei Trickaufzeichnungen über Avi-Files bis hin zur DVD-Wiedergabe, keine Qualitätseinbußen zu befürchten sind. Wie es sich allerdings im Bereich der Hochgeschwindigkeitsspiele, Flugsimulatoren, Actionspiele etc. verhält, kann ich mangels eigener Erfahrung nicht sagen, glaube aber, dass auch hier keine größere Enttäuschung zu befürchten ist – zumindest konnte ich bei sehr schnell ablaufenden Animationen – mehr als dreißig Bilder pro Sekunde – keine „Schlieren“ oder „Verschmierungen“ erkennen.
Der Monitor selbst ist freitragend montiert, wird dafür in wirklich kinderleichter Weise auf einen dunkelgrauen Fuß aufgesetzt, der zum einen Stütze ist, zum anderen aber auch eine sehr hohe und vor allem fein abstimmbare Neigbarkeit des Gerätes ermöglicht. Dabei ist allerdings eine Grundfläche von schätzungsweise 30x30 cm für den Fuß erforderlich. Wem diese nicht zur Verfügung steht, der kann den Monitor selbst aber auch an die Wand hängen, die Gerätetiefe liegt gerade mal bei 5-6 Zentimetern. Dank seines unaufdringlichen, vielmehr eleganten, Designs macht das Gerät dabei auch im ausgeschalteten Zustand „etwas her“.
Abschließend kann ich den Flatron L1811S nur jedem empfehlen, der sich mit dem Gedanken der Anschaffung eines TFT-Monitors trägt. Zwei Aspekte scheinen mir bei diesem Gerät bzw. seiner Größe dabei besonders hervorhebenswert.
Die 18“-TFTs stellen gegenüber den 15“-TFTs einen wirklichen Qualitätssprung dar, der nicht zuletzt einfach auch in der höheren maximalen Auflösung, 1280x1024 anstelle 1024x768, festzumachen ist. Die 17“-TFTs stellen hingegen ein „Zwischenstück“ dar, das weder „Fisch noch Fleisch“ ist. Denn hier können, selbst bei den wirklich teueren Modellen, weder die 1024x768-Auflösung, die eben für 15“-TFT- bzw. 17“-Röhre konzipiert ist, noch die 1280x1024-Auflösung, die für 18“-TFT bzw. 20“/21“-Röhre geeignet ist, gut dargestellt werden. Erstere führt dazu, das quasi mehr als ein, aber natürlich weniger als zwei der meistens 0,26mm großen Bildpunkte einen Pixel darstellen müssen, so dass auch bei hoher Anzeigequalität einfach ein „Schmieren“ festzustellen ist. Die höhere Auflösung ihrerseits führt zu einen recht anstrengendem eingestauchten Anzeigebild, bei dem insbesondere Texte oder Zahlen eine Dauerbelastung werden. Insoweit stellt ein 17“-TFT selbst gegenüber einem 15“-TFT eher einen Rückschritt dar und sollte auf keinen Fall als 18“-Alternative aufgefasst werden.
Der andere Vorzug des Flatron ist, dass er auf den zwar vermeintlich platzsparenden, letztlich aber nicht ungefährlichen Schnickschnack eines eingebauten Lautsprechers verzichtet. Zum einen ist die Qualität dieser „Boxen“ oftmals gerade noch vertretbar und hebt sich damit nur knapp über den PC-Speaker ab, zum anderen gefährden aber die notwendigerweise erzeugten Schwingungen – Schall ist ja nichts anderes als Schwingung, die sich durch die Materie vorpflanzt – zu einer gesteigerten Anfälligkeit der TFT-Anzeige, da meistens keine oder nur eine lächerlich schwache Isolierung und Dämpfung im Gehäuse selbst untergebracht ist. Dieses wird dafür deutlich voluminöser und nicht selten auch unansehnlich, weil einfach die Proportionen, die etwa bei einem Bild und seinem Rahmen ja als selbstverständlich angesehen werden, nicht mehr stimmen.
Somit sollte gerade das „Fehlen“ eines Lautsprechers als Vorzug angesehen werden, im übrigen, wenn ein 18“er nicht in Betracht kommt, lieber auf einen 15“er denn auf einen 17“ zurück gegriffen werden.
Die mitgelieferte Treiber-CD ermöglicht übrigens eine Feinabstimmung der Farbanzeige durch eine Farbkarte, die ebenfalls beigefügt ist, so dass gerade auch Anwendungen, etwa im Designbereich, eine sehr hohe Farbrealität, unter Berücksichtigung der Umgebungsbeleuchtung, erzielen können - wobei das dann schon in den Bereich der Freaks führen dürfte.
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ein Testbericht von wuzelduzel2006-06-19 13:35:20vom 19.06.2006Empfehlung: ja
Vorteile: Sehr gute Bildqualität, optisch gut aussehend
...Nachteile/Kritik: den kann mein leider noch nicht um 180 Grad drehen
Heute werde ich mal über ein etwas älteres Gerät, den LG Monitor L1811S berichten, der mir schon seit längerer Zeit sehr gute Dienste leistet.
Aussehen
Der Monitor kommt mit einem sehr schmalen Gehäuse um das Bild aus. Das Gehäuse ist in einem schlichten silbergrau gehalten, oben steht Flatron L1811S drauf und unten klein das LG-Zeichen und LG.
Der Standfuß ist dunkelgrau. In der Mitte ist der Fuß leicht geriffelt. Das Display selber ist matt und nicht glänzend.
Außerdem benötigt der Monitor keine große Stellfläche sowie Platz nach hinten. Er ist somit auch für kleinere Schreibtische geeignet oder für solche wo hinten die Fläche geschlossen ist.
Ausstattung
Leider fehlt der DVI-Ausgang so das man nur über die VGA-Schnittstelle anschließen kann. Lautsprecher sind ebenfalls keine vorhanden. Dafür ein ordentlicher Standfuß und ein sehr gutes Display im Gehäuse.
Bedienbarkeit
Der Monitor hat 8 Tasten an der Front. Auto, Menü, 2 für Helligkeit, 2 für Kontrast, Select und Strom. Einmal eingerichtet mit Hilfe der Autofunktion bedarf es außer dem Stromschalter keinen weiteren Tastendruck.
Spielend einfach kann das Gerät nach vorne geneigt werden. Die Stabilität bleibt dabei vollständig vorhanden.
Bildqualität
Ich bin sehr empflindlich im Bezug auf Bildqualität und flimmern eines Monitors. Werte bis 75hz kann ich ohne Spezialgerät bestimmen. Nicht so bei diesem Monitor. Der Monitor läuft mit 75hz und ich kann einen gesamten Arbeitstag davor verbringen ohne das ich Probleme mit meinen Augen bekomme. Das Bild ist sehr scharf, über die ganze Fläche verteilt und die Farbwiedergabe ist hervorragend und recht naturgetreu, nicht so wie bei vielen anderen Flatscreens.
Der Monitor kann mit einer Auflösung von 1280x1024 Pixeln betrieben werden wobei ich recht glücklich mit der Auflösung von 1024x768 Pixeln bin.
Preis
Nachdem ich beruflich mit dem Monitor arbeite und das gute Stück doch schon ein paar Tage auf den Buckel hat kann ich leider nichts über den Anschaffungspreis sagen.
Technische Daten
Abmessungen: (Breite x Tiefe x Höhe) : 40.6 cm x 22.3 cm x 43.1 cm
Gewicht : 7.8 kg
Diagonalabmessung : 18.1"
Sichtbare Bildfläche : 18.1"
Lochmaske : 0.28 mm
Max. Auflösung : 1280 x 1024 / 75 Hz
Farbunterstützung : 24 Bit (16,7 M Farben)
Stromversorgung : Wechselstrom 110/220 V ± 18% ( 50/60 Hz )
Leistungsaufnahme im Betrieb : 53 Watt
Max. Bildwiederholungsrate (V x H) : 85 Hz x 80 kHz
Videobandbreite : 135 MHz
Antwortzeit : 30 ms
Helligkeit : 250 cd/m2
Kontrastverhältnis : 350:1
Max. horizontaler Betrachtungswinkel : 160°
Max. vertikaler Betrachtungswinkel : 160°
Fazit
Sicher, der L1811S ist nicht mehr das neueste und aktuellste MoDELL. Aber für sein Alter macht er durchaus noch was her. Das zeitlose Design sowie die einfach Handhabe sucht noch einen ebenbürtigen Partner bei vielen anderen Herstellern. Der Monitor ist für den Büroalltag sowie für den Dauerbetrieb bestens geeignet. Daher kann ich ihn uneingeschränkt - zumindest für diese Anwendung weiterempfehlen.
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TauBaiBai, 19.06.2006
1769...sh...1769 sehr schöner Bericht von dir, weiter so! Man liest sich, LG Andi
topfmops, 19.06.2006
er Bericht !! Schließlich bin ich der lebende Rechner. Ich hab eine benutzerfreundliche Oberfläche, eine sich dauernd selbsterweiternde Festplatte und es am liebsten, wenn die Maus mit dem joy-stick spielt.