Langban - schwedisches Mekka der Mineraliensammler
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Platz 1 in der Kategorie "Langban". Typ: Mineralien / Langban in Mittelschweden - die mineralienreichste Ecke Europas ...mehr
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Langban - schwedisches Mekka der Mineraliensammler Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

bjlghs

Langban - schwedisches Mekka der Mineraliensammler

ein Testbericht von 2005-02-06 22:19:28 vom 06.02.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: unendlich mineralienreich...
Nachteile/Kritik: weit weg
Mekka der Mineraliensammler, die Region um Langban
Erfahrungsbericht von bjlghs über Värmland
6. Dezember 2004


Produktbewertung des Autors:


Pro: Mineralien satt, traumhafte Wälder
Kontra: keines

Empfehlenswert? ja

Kompletter Erfahrungsbericht
Anno 2003 verbrachte ich (u.a. Mineraliensammler) einen dreiwöchigen Urlaub im Gebiet bei Filipstad im Värmland. Anreise erfolgte über Dänemark, Fähre von Fredrikshavn nach Göteborg, von dort zwischen den Seen Vättern und Vänern bis Filipstad und dann in die Wälder zu unserem Ferienhaus (14 km von Filipstad entfernt und damit auch von den frischen Brötchen).

Wir hatten diesen Urlaub bewusst in der mineralienreichsten der Welt angelegt, um eben solche suchen und finden zu können. Und Langban, der Ort in der Welt, an dem die meisten Mineralien an einem Ort bislang gefunden wurden (bis 2003 waren es 314 verschiedene, wenn auch einige nur spurenelementar). Ein Mekka für Mineraliensammler.

Die ganze Umgebung von Filipstad ( nennt sich auch Bergslagensregion ) ist durch den Bergbau gekennzeichnet. Belege für diese Zeit sind unzählige sogenannte Grubenlöchern und eine Vielzahl grubenhistorischer Anlagen wie Mailer, Hochöfen (Hytten), Fördertürme, und alte Stangengänge, mittels derer früher das Wasser aus den Gruben fördert wurde.

Langban liegt rund 15 Kilometer nördlich von Filipstad und besteht nur aus wenigen Häusern. In früheren Zeiten wurden hier Erze abgebaut und es gibt neben einem exzellenten kleinen Mineralienmuseum auch alte Gebäude aus der Betriebszeit des Bergwerkes. Die Exponate in diesem Museum sind schon supergut, und nicht verkäuflich und so sicher heute dort auch kaum noch findbar. Aber für die „Mineralienaugen“ sind sie einfach faszinierend. In der Nähe des Langbanmuseums liegen ein paar riesige und langgestreckte Halden, auf denen die Mineralienfans dieser Erde herumkraxeln und klopfen, was das Zeug hält.

Und man wird immer wieder fündig. Selbst gefunden habe ich etwa 15 verschiedene Mineralien in guter bis sehr guter Ausprägung. Und ich konnte mir noch ein paar Teile sehr günstig im Museum erwerben, die dort angeboten werden. Folgende Mineralien habe ich selbst gefunden: Magnetit, Hämatit, Hornblende, Calcit, Manganophyll, Mellenit (schwarzer Granat), Aktinolith, Järnkiesel, Diopsit, Rosenquarz, Rhodonit, verschiedene Schiefer, feldspat, Serpentin, Tilasit, Theophoit, Schwefelkies, Tremolit, Granat (braun), Phyrolit, Eisenkies, Epidot, Soigit, Jacobsit. Ich fand die Ausbeute schon beeindruckend.

Und in der Region gibt es weitere Orte, die hohe Ausbeute versprechen. Alles in einem Umkreis von knapp 50 Kilometern. Harstigen und Jacobsberg sind zwei davon. Auch die Silbergrube von Nykroppa ist interessant. Dort fand ich unter anderem Bleiglanz in ausgezeichneter Ausführung. Und es gab dort eine sehr gute deutschsprachige Führung durch das Bergwerksgelände, bei der man gute Einsicht in die Arbeitsweise des Bergbaus im Mittelalter vermittelt bekam.

Und dann findet man auch neben den Straßen, wenn man wachen Auges durch die herrliche Waldlandschaft fährt (siehe Erfahrungsberichte Värmland) immer wieder alte, zum Teil schon heftig überwucherte Halden, auf denen aber das Herumklettern nicht immer ganz unproblematisch ist, denn durch das Überwuchern durch Pflanzen kann man schon mal das eine oder andere Loch im Boden übersehen. Gerade auf diesen kleinen Althalden kann man auch immer wieder ganz tolle Mineralien finden, vorausgesetzt man hat das richtige Handwerkszeug dabei.

Ich kann empfehlen, mindestens zwei Hämmer mitzunehmen (einen 300 Gramm einen 800-1000 Gramm) mit denen man die größeren Steine zerkleinern kann. Ein Pinsel zum Reinigen, eine starke Lupe (7-10 fach) für die Hosentasche sind für einen Mineraliensammler lebensnotwendig. Dazu ein Rucksack, der die groben Steinteile verträgt. Ich hatte auch mein sehr gutes Binokular mit 20 und 40-facher Vergrößerung dabei (natürlich nur im Ferienhaus). Wer erfolgreich suchen will, sollte, soweit vorhanden, ein solches Gerät mitnehmen, denn man kann damit sehr viele Details erkennen, die das eine oder andere Gestein weitaus wertiger machen, als es selbst in der 10-fachen Vergrößerung zu erkennen ist.

Zur Region noch das. Ich bin nun schon sechs oder siebenmal in Schweden gewesen und nur ein einziges Mal konnte ich einen Elch entdecken. In diesem Urlaub im Värmland bei Filipstad jedoch konnte ich insgesamt siebenmal Elche sehen, wobei ich sogar zweimal eine Elchkuh mit jeweils zwei Kälber beobachten konnte. Das hatte schon was. Und einmal gelang es sogar, eine Elchkuh mit Kalb auf der Straße in einer Distanz von knapp 30 Metern filmen zu können (meine Familie traute sich wegen der kurzen Distanz nicht aus dem Auto). War schon ein beeindruckender Anblick, dieses Riesentier.

Und dann abschließend noch der Tipp für die kleine Stadt Filipstad selbst. Dort steht eine der größten, wenn nicht die größte Bäckerei der Welt, nämlich die Wasa-Knäckebrot-Fabrik, mithin auch der größte Arbeitsgeber der näheren Umgebung. Wer in der Region Urlaub macht, sollte dieses Werk unbedingt besuchen. Dort werden an bestimmten Tagen auch deutschsprachige Führungen angeboten, die hochinteressant und kostenlos sind. Backstraßen in einer Breite von 3-5 Metern und einer langen Führung durch mehrer Hallen hatte ich jedenfalls bis dahin nie gesehen. Das Wort Knäckebrot hat seitdem einen anderen Klang für uns. Nach der Führung konnte man dann in einem kleinen Shop auch eine oder mehrere Knäckebrotvarianten erstehen. Das hat viel Spaß gemacht.

Fazit
Värmland ist wunderschön, das kann man in den Erfahrungsberichten bei Ciao nachlesen. Und die Region um Filipstad ist für Mineraliensammler ein El Dorado. Für Knäckebrotfans natürlich auch. Info Z.B. auch unter www.munkeberg.com oder anderen Anbietern.

bjlghs
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Informationen zu Langban - schwedisches Mekka der Mineraliensammler

Technische Daten und Produkteigenschaften
Langban in Mittelschweden - die mineralienreichste Ecke Europas
Allgemeine Informationen Langban - schwedisches Mekka der Mineraliensammler
gelistet seit: 03.02.2005
Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 5,00 / 5,00
Allgemeine Informationen
Typ: Mineralien 
Kategorie: Sehenswürdigkeit 
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