Legacy of Kain - Blood Omen Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Bewertung (5.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
Bombastische Atmosphäre, saubere Grafik, Sound, riesiger Spielumfang, interessante Geschichte, fantastische Filmsequenzen, viel Sprachausgabe, Licht- und Soundeffekte
Fantastische deutsche Sprachausgabe, tolle Begleitmusik, sehr gute Soundeffekte, gute Handlung, tolle Filmsequenzen, gelungene Animationen und Effekte, großer Spielumfang, sehr brutal
Nachteile/Kritik
Eigentlich keine, allenfalls bedenklich für die Jüngeren unter uns
Triste Hintergrundlandschaften und Texturen innerhalb der Gebäude, selten, auch heute noch nicht ganz billig, sehr brutal
Ein echtes Brutalo-Highlight
ein Testbericht von denjuandemarco2003-03-19 11:23:23vom 19.03.2003Empfehlung: ja
Vorteile: Bombastische Atmosphäre, saubere Grafik, Sound, riesiger Spielumfang, interessante Geschichte, fantastische Filmsequenzen, viel Sprachausgabe, Licht- und Soundeffekte ...Nachteile/Kritik: Eigentlich keine, allenfalls bedenklich für die Jüngeren unter uns
Im Jahre 1997 gelang der amerikanischen Firma Crystal Dynamics sowohl auf dem PC als auch besonders auf der Playstation ein absoluter Überraschungshit!
Dieses Spiel zog mich von Beginn an total in seinen Bann und ließ mich bis zum Ende nicht mehr los, die Atmosphäre hat es nämlich in sich.
Zu dieser schaurig-schönen Horror-Atmosphäre trägt nicht nur die makellose Grafik mit fantastischen Filmsequenzen bei, sondern auch die schön-schaurige Musik, die guten Soundeffekte und die tolle Sprachausgabe, doch nun erst einmal eins nach dem anderen.
An dieser Stelle ganz kurz ein megadickes Lob an Ciao, denn sie haben meinen Vorschlag innerhalb von 48 Stunden angenommen, das ist Spitze!!
Wichtig
Bevor ich Euch dieses Videospiel vorstelle, möchte ich kurz darauf hinweisen, daß ich doch sehr verwundert war, daß noch niemand von Euch vor mir über dieses erlesene Spiel hier berichtet hat.
Damit es keine Verwechslung mit dem bekannten Nachfolger gibt, BLOOD OMEN ist der Vorgänger von SOUL REAVER!!
Jetzt dürfte es vielleicht bei dem ein oder anderen User "Klick" gemacht haben, hehee.
Kain
Unser Held, somit natürlich auch die Hauptfigur von Legacy of Kain - Blood Omen, ist Kain, seines Zeichens blutsaugender Halbtoter mit wehender weißer Mähne und klangvoller tiefer Stimme, ich konnte mich schnell mit diesem Hauptcharakter anfreunden, hoho.
Die zarten Gemüter unter uns winken jetzt bestimmt schon ab, jajajaa, schon klar.
Handlung
Nach einem Attentat hat der eigentlich von Natur aus adlige Kain zu einer blutgierigen Tötungsmaschine entwickelt, fürwahr kein netter Zeitgenosse!
Von Rachedurst angetrieben und zutiefst verbittert, ging Kain nämlich einen vorschnellen, üblen Pakt mit einem Magier ein, der ihm - dem Totgeweihten - ein ewiges Leben versprach, das Ende vom Lied ist leider aber nur der obengenannte besagte Zustand, es ist aus dem einst kräftigen Jüngling eine bleiche Bestie mit unstillbarem Blutdurst geworden, oje!!
Seit jenem düsteren Tag durchstreift Euer Anti-Held als depressiver Untoter die Landschaft und beobachtet, wie die Untergebenen seines Schöpfers ein Dorf nach der anderen abfackeln.
Zudem greift Kain seinen Feinden unfreiwillig unter die Arme, indem er sich jede Nacht aus seiner Gruft schleicht und in den Gassen dieser mittelalterlichen Städtchen auf Nahrungssuche geht.
Am besten schmeckt unserem Helden dabei traditionell das Blut sanfter Damen mit adeliger Teint-Blässe, hmm, ne was lecker!!
Spieltechnik
Ihr steuert Euren frustrierten Vampir in herkömmlicher Action-Adventure-Manier aus der Vogelperspektive durch die farbenfrohe, mit vielen wunderschönen Lichteffekten versehene 2D-Landschaft.
Kämpfe werden in Adventure-Tradition in Echtzeit ausgefochten, Kain murkst dabei lautstark seine Opfer mit Schwert, Morgenstern oder fiesen Waffen ab.
Gerade bei diesen Kämpfen wurde viel Wert auf Realismus gelegt, denn ein einfaches Drauflosmetzeln funktioniert nicht, Ihr müßt schon den Gegnern auch geschickt ausweichen bzw. Eure schweren Äxte etc. erst einmal in einer weiten Ausholbewegung nach oben wuchten, bei mehreren Gegnern auf einmal sind kleine scharfe Messer wohl in diesem Falle doch viel eher angebracht.
Ob Ihr den richtigen Schlagmoment abgepaßt habt, verraten Euch ein glühendes Augenpaar oberhalb Eurer Energieanzeige und Kains nicht zu überhörenden Schlachtrufe.
Auch bei der übrigen Gewaltdarstellung sind die Programmierer realistisch zugange gewesen: tödlich verletzte Gegner bluten erst einmal aus etlichen Wunden und sinken dann qualvoll stöhnend
in eine rote Lache.
Die besonders sadistischen Vampire unter Euch prügeln ihr Opfer "nur" bewußtlos: während Soldaten, Wächter oder sonstige armen Kerle dann hilflos umhertaumeln, saugt Kain einen enormen, nicht zu übersehenden Blutschwall aus der Kehle seiner Beute, noch Fragen??
Habt Ihr Euch dann genug gelabt, fühlt Ihr Euch gleich schon viel besser: das Blut träufelt aus einem Totenschädel in ein Reagenzglas ,welches Euch den Stand Eurer Lebenspunkte anzeigt, na dann aber Prost!!
Ihr seht jetzt schon, daß dieses Spiel sicher nicht jedermanns Sache ist, daher will ich mich auf diese kurze Inhaltsbeschreibung beschränken und mich anderen Elementen des Spiels zuwenden.
Als Vampir stehen Euch nämlich auch noch mächtige Zauberkräfte zur Verfügung.
Diese müßt Ihr allerdings erst Spruch für Spruch in der weiten Landschaft auffinden: Energieblitze, Schutzzauber und andere Fähigkeiten werden dabei wie Gegenstände als rotierende Tarot-Karten angezeigt und im Ausrüstungmenü verstaut.
Hier sortiert Ihr aktive Objekte oder Zaubersprüche, welche Ihr später in anschließenden Kämpfen auch bitter benötigen werdet, denn der Schwierigkeitsgrad ist vergleichsweise hoch!
LEGACY OF KAIN - BLOOD OMEN ist somit nicht nur sehr brutal, sondern zudem aber auch erfreulich anspruchsvoll!!
Spielumfang
Dieses sehr umfangreiche Horror-Fantasy-Adventure ist nicht an einem Wochenende durchgespielt, 60 bis 70 Stunden minimale Spielzeit erscheinen mir sehr realistisch.
Für diese etliche Mühen, die ihr erbringen müßt, werdet Ihr aber auch ab und an toll entschädigt: zahlreiche kleine Filmchen in wirklich atemberaubender Qualität sowie die düstere Stimmung mitsamt der tollen Musik und Soundeffekte sorgen für eine absolut unvergleichlich schöne Atmosphäre!!
Fairerweise muß ich sagen, daß dieses Spiel nicht für Kinder geeignet ist, abgesehen von der - für einige unter uns zumindest - bedenklichen Thematik, ist der hohe Schwierigkeitsgrad durchaus bemerkenswert!!
Preis
Obwohl dieses Spiel nun mittlerweile schon über fünf Jahre auf dem Buckel hat, sollte es Euch auch heute noch problemlos begeistern können, ich betrachte es als eine echte Playstation-Perle.
Zudem ist es bei eBay mittlerweile schon in der Regel unter 40 DM, nun also umgerechnet für circa 20 Euro zu haben.
Billiger dürftet Ihr es allerdings trotz seines Alters nicht mehr bekommen, dafür hat sich die Brillanz dieses Knallers schon viel zu weit innerhalb der Spielergemeinde herumgesprochen.
Resumée
Für mich ist dieses Horror-Adventure ein absoluter Pflichtkauf, wer diesem Genre auch nur ansatzweise etwas abgewinnen kann, der muß einfach zugreifen!!
Die Geschichte um Blutsauger Kain hat einen enormen Umfang, welcher durch den erhöhten Schwierigkeitsgrad nicht gerade geringer wird.
Die Grafik im Spiel ist für damalige Verhältnisse sehr gut, heute wohl eher als Durchschnitt zu betrachten.
Die Soundeffekte wie überhaupt die Musikuntermalung ist großartig, sie reißt Euch garantiert mit und immer tiefer in das Gemetzel.
Die Filmsequenzen und insbesondere die Kamerafahrten dabei sind überragend, die ersten Male habe ich wahrlich nicht schlecht gestaunt, vergeßt nicht, daß es sich um eine Playstation-Umsetzung handelt und nicht einen Pentium II oder II Prozessor.
Des weiteren gibt es unglaublich viele Objekte und Varianten an Zaubersprüchen zu lernen, daß es Euch normalerweise trotz der hohen Spieldauer nie langweilig werden sollte.
Für alle echten Blutsauger-Freaks, die eine Playstation besitzen, eigentlich ein absolutes MUSS !!
...
1nvincible_1986, 10.04.2003
Ich hab das Game auf der Dreamcast durchgezockt, ist wirklich ein einmaliger Titel, auch der Teil 2 ist top gelungen, grtz 1nvincible
Internetman, 19.02.2002
Eine recht interessant geschriebene Meinung der man ein sehr nuumltzlich haumltte geben koumlnnen, doch leider kann ich die Systemvoraussetzungen nicht finden damit man weiszlig ob ich das Spiel uumlberhaupt auf meinem PC spielen kann!
ronaldo86, 13.02.2002
ja das game ist echt geil hatte ich auch mal.Man liest sich.Rony
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Rache ist süß
ein Testbericht von Yasmeen2004-09-13 14:24:04vom 13.09.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Fantastische deutsche Sprachausgabe, tolle Begleitmusik, sehr gute Soundeffekte, gute Handlung, tolle Filmsequenzen, gelungene Animationen und Effekte, großer Spielumfang, sehr brutal...Nachteile/Kritik: Triste Hintergrundlandschaften und Texturen innerhalb der Gebäude, selten, auch heute noch nicht ganz billig, sehr brutal
Diejenigen von Euch, die sich für PC- und Videospiele interessieren, dürfte der Name Kain sicherlich ein Begriff sein, ganz egal, ob die Abenteuer rund um diese bekannte Spielfigur den jeweiligen Geschmack treffen oder nicht. Ich möchte Euch über eine aus meiner Sicht hochinteressante Version für die Playstation von Sony aus dem Jahre 1996 berichten, welche meiner Meinung nach auch heute noch ihren Reiz haben dürfte. Bezahlt habe ich damals „nur“ um die 70 DM, da ich mir „Blood Omen – Legacy of Kain“ erst ein gutes halbes Jahr nach dem Erscheinen kaufte. Heutzutage müsst Ihr natürlich bei weitem nicht mehr so tief in die Tasche greifen, allerdings gehört gerade dieses Playstationspiel zu den wenigen Titeln, die immer noch verhältnismäßig teuer sind. Schuld daran hat sicherlich der zweifellos vorhandene Kultcharakter dieses Videospiels und nicht zuletzt die hohe Qualität dieses Actionabenteuers. Unter 20 Euro solltet Ihr demnach auch heute noch nicht erfolgreich sein, doch diese „Investition“ lohnt sich meiner Ansicht nach allemal. Über dieses außergewöhnliche Abenteuer möchte ich Euch nun berichten.
Die Hauptfigur Kain war einst ein attraktiver Ritter ohne Furcht und Tadel, der seinerzeit die Frauenherzen höher schlagen ließ. Nach einem hinterhältigen Attentat ist nun aber von jener Ausstrahlung leider nicht mehr viel übrig geblieben, zwar schmückt ihn eine beeindruckende weiße Löwenmähne, doch ist er bedauerlicherweise zu einem Untoten degeneriert, immer auf der Jagd nach Menschenblut. Er war dem Tode nahe und musste sich entscheiden, nämlich entweder als Edelmann „endgültig“ zu sterben oder als Vampir mit besonderen Kräften ein voraussichtlich unendliches Leben führen zu können. Die Verlockung war für Kain einfach zu groß, ebenso wohl wie die Angst vor dem Tode und nicht zuletzt sein gewaltiger Durst nach Rache gab den Ausschlag dafür, dass er einen Pakt mit einem finsteren Nekromanten eingeht. Fortwährend schreitet Ihr nun als überwiegend übelgelaunter blutgieriger Kain durch die Gegend und schlachtet nahezu alles ab, was Euren Weg kreuzt.
Die Diener jenes dunklen Nekromanten überfallen derweil ein Dorf nach dem anderen, was Euch aber zunächst wenig stört. Die Kämpfe mit den Opfern und insbesondere den Feinden (bei den Opfern kann man ja eigentlich nicht von „Kämpfen“ sprechen, denn diese sind in der Regel absolut wehrlos und werden von Euch einfach nur abgeschlachtet) laufen dabei in Echtzeit ab. Immer wenn der Tag sich dem Ende entgegenneigt, steigt Ihr aus Eurem Sarkophag und macht Euch auf dem schnellsten Wege nach draußen, um neue Opfer ausfindig zu machen. Egal was für ein menschliches Individuum Euch in die Quere kommt, Gnade oder Erbarmen ist für Euch ein absolutes Fremdwort. Ganz im Gegenteil, Euer trister Alltag und Eure eigentlich fast durchweg miese Laune wird in jenen Momenten ausnahmsweise etwas aufgefrischt, während Ihr eine Vielzahl an Dorfbewohnern mit Schwert, Axt oder Morgenstern abschlachtet, ertönt sogar ein dreckiges Lachen Eurer Kehle, für einen kurzen Augenblick seid Ihr dann tatsächlich guter Dinge. Während das Blut noch aus den tödlich verwundeten Körpern (oder diese ohnmächtig sind) literweise spritzt, zapft Ihr diesen schnellstmöglich so viel Blut wie möglich ab oder (solltet Ihr Euch gesättigt fühlen) zerfetzt sie vollends.
Dabei seid Ihr nicht besonders wählerisch, ob herkömmlicher Dorfbewohner, Landstreicher oder Zigeuner, Soldat oder Ritter, alles ist Euch recht. Allerdings hat Kain schon ein kleines Faible für junge Frauen mit weißem Teint, also mit vornehmer Blässe, diese werden daher von Euch oft genüsslich „ausgeschlürft“, nun ja. Ihr merkt spätestens jetzt, dass der Ablauf des Spiels aus moralischen Gesichtspunkten nicht ganz unbedenklich ist, das muss ich ganz klar zugeben. Der blutige und in der Tat brutale Spielverlauf war es aber nicht, der mich stundenlang über mehrere Tage an den Bildschirm fesselte. Es war vielmehr die Art der Präsentation, die dafür sorgte, dass ich immer mehr in den Bann dieses blutigen Metzelabenteuers gezogen wurde. Und genau darauf komme ich jetzt zu sprechen.
Zunächst einmal beobachtet Ihr das „bunte Treiben“ aus einer Perspektive in 2D von schräg oben. Dies ist zwar nach heutigen Maßstäben sehr unspektakulär, war damals aber Standard. Der Vorteil ist dabei allerdings, dass Ihr stets den Überblick behaltet und das ganze Spiel über keine Probleme mit der Perspektive beziehungsweise der Kamera auftauchen, auch dann nicht, wenn sich sehr viele Figuren auf einmal auf Eurem Bildschirmausschnitt tummeln. Was die Grafik angeht, muss genauer unterschieden werden, denn einerseits beeindruckt die Größe Eurer Hauptfigur inklusive der deutlich zu erkennenden Kampfmanöver, andererseits sieht es in den Gebäuden und auch außerhalb der Dörfer, Städte und Burgen relativ trist und eintönig aus. Auch was die Hintergrundlandschaften angeht, wird Euch allenfalls nur Playstation-Durchschnitt geboten. Demgegenüber stehen aber herausragende Licht- und Regeneffekte, massig Blut und ganz besonders beeindruckend schöne Filmsequenzen, die während des gesamten Spiels nicht nur zahlreich sind, sondern durchweg traumhaft inszeniert wurden. Ich hatte vorher auf einer Spielkonsole noch nie derart schöne eingespielte Filmausschnitte gesehen und schon gar nicht so viele auf einmal, es dürften ungefähr an die 20 gewesen sein. Dies war bis dahin eigentlich nur PC-Spielen vorbehalten gewesen, zumindest nach meinem Kenntnisstand. Ich hatte auch zu keiner Zeit das Gefühl, dass diese Sequenzen eher Fremdkörper darstellen würden, sie passten wunderbar zum jeweiligen Geschehen und machten einfach Lust auf mehr, ich jedenfalls konnte mich eine gewisse Zeit lang gar nicht genug daran satt sehen. Aber ebenso darf nicht vergessen werden, dass auch im Spiel die vorhandenen Figuren von einer außergewöhnlichen Größe sind, das gilt nicht nur für Kain selbst, sondern auch für seine Opfer und Feinde. Dies zusammen mit den Magieeffekten wie zum Beispiel Blitz- und Feuerattacken aber auch Heilzauber sorgen für eine grafisch angenehm aufgepeppte Atmosphäre.
Zudem wird die Spielatmosphäre durch eine fantastische deutsche Sprachausgabe verstärkt, die Stimme des Sprechers wurde hervorragend ausgewählt und auch das, was er sagt, hat stets Hand und Fuß. Die düstere Begleitmusik ist auch ein absolutes Plus und könnte meiner Meinung nach einfach gar nicht besser sein. Die Ausrufe Kains, während er durch die Landschaft streift und sich auf die Opfer oder auch Feinde stürzt, sein dreckiges Lachen, die tiefen Klänge der Begleitmusik, die klirrenden Waffengeräusche oder auch das deutlich zu ernehmende Trinken des Bluts, all das sorgt für eine packende Atmosphäre, treibt Euren Adrenalinspiegel gewaltig hoch, ebenso wie den Spielspass, zumindest erging es mir so. Die ab und zu eingeblendeten gewaltigen (wenn mir auch etwas zu kurzen) Filmausschnitte stellen praktisch das i-Tüpfelchen da. Die Grafik von Blood Omen reicht jedenfalls von gut bis phasenweise hin zu bombastisch, die Musik, Soundeffekte und deutsche Sprachausgabe sind absolute Spitzenklasse, befinden sich stets auf allerhöchstem Niveau, was meiner Meinung nach auch heutigen Ansprüchen noch vollends gerecht wird.
Probleme mit der Steuerung von Kain solltet Ihr nicht haben, ebenso wie die unproblematische Perspektive werdet Ihr Euch in dieser Hinsicht zu keinem Zeitpunkt ärgern müssen. Allerdings braucht Ihr zu Beginn ganz sicher etwas Zeit zur Eingewöhnung, denn es gibt eine Fülle an Optionen und Fähigkeiten, die nach und nach im Verlauf des Spiels noch zahlreicher werden. Insbesondere die Tarotkarten in Verbindung mit magischen Sprüchen gilt es auszuprobieren, doch auch zahlreiche zur Verfügung stehende Waffen warten darauf, von Euch benutzt zu werden. Doch trotz der Fülle an vorhandenen Möglichkeiten verliert Ihr nie den Überblick, erstens sind die Manöver leicht zu erlernen bzw. ist die Tastenkombination sehr intelligent angelegt worden und zweitens gibt es ein herausragendes Optionsmenü, in welchem Ihr in deutscher Sprachausgabe auf fantastisch Art und Weise an die zu erlernende Materie herangeführt werdet. Auch hier beeindruckt ganz besonders die tolle Stimme des Sprechers, die jeden auch nur halbwegs von Euch Interessierten in den Bann ziehen wird, da bin ich mir ziemlich sicher.
Ein zu leichter oder sehr schwerer Schwierigkeitsgrad würde allerdings vieles wieder kaputtmachen, doch zum Glück ist dem nicht so. Auf jeden Fall habt Ihr es in diesem Abenteuer nicht mit einem locker und leicht durchzuspielenden Abenteuer zu tun, das war mir sehr wichtig. Ganz im Gegenteil, der Schwierigkeitsgrad ist ganz bestimmt nicht zu unterschätzen, spätestens in der zweiten Hälfte des Spiels werdet Ihr ordentlich ins Schwitzen kommen. Cheats gibt es, besonders im Hinblick auf das bequeme und sofortige Auffrischen Eurer Lebensenergie und der Magiepunkte, doch dies solltet Ihr wirklich nur im alleräußersten Notfall tun, sonst leidet früher oder später der Spielspass ganz erheblich darunter, glaubt es mir. Demzufolge verrate ich Euch auch keinen, entsprechende Hilfe müsst Ihr dann selber schon in Zeitschriften oder im Internet ausmachen.
Dieses Playstationabenteuer ist sicherlich nicht für jeden etwas, schließlich ist es doch außergewöhnlich brutal. Wer darüber hinwegsehen kann (oder dies besonders gut findet), wird viel Freude an diesem Abenteuer des Blutsaugers Kain haben. Von einer herausragenden Qualität sind die zahlreichen Filmausschnitte, die es meiner Erinnerung nach derart auf einer Spielkonsole zuvor noch nicht zu sehen gab. Doch auch im Spiel selbst gibt es, abgesehen von den eher tristen Landschaften, Hintergründen und Texturen innerhalb der Gebäude, einiges in grafischer Hinsicht zu bestaunen. Sowohl Kain als auch sämtliche auftauchende Opfer und Feinde sind sehr groß gezeichnet, die gilt auch für die Animationen beziehungsweise Bewegungsabläufe, insbesondere im Kampf. Literweise Blut, tolle Licht- und Regeneffekte runden den guten Gesamteindruck von der Grafik ab.
Von fantastischer Qualität ist allerdings die deutsche Sprachausgabe, die auch nach heutigen Maßstäben nicht besser sein könnte. Gleiches gilt für die berauschende düstere Begleitmusik inklusive der großartigen Soundeffekte, die besser kaum sein könnten, so dass ich hier wirklich zumindest in diesem Punkt von einem „Meilenstein“ sprechen möchte. Da es außerdem auch keine Probleme mit der Perspektive gibt, der Schwierigkeitsgrad ganz sicher nicht zu unterschätzen ist und Euch demnach dieses blutige Abenteuer lange genug fordern dürfte, fällt mir einfach kein besonders nennenswerter Negativpunkt ein, zumal auch die Handlung zu überzeugen weiß. Besonders die Darstellung des mürrischen, ja fast schon depressiven Kain als Hauptcharakter kommt irgendwie sogar sympathisch rüber, man könnte fast schon Mitleid mit dem blutrünstigen Vampir haben. Auch der Preis, der auch heute noch im Internet bei mindestens 20 Euro liegen dürfte, darf kein ernstzunehmendes Hindernis sein. Dafür ist dieses Actionabenteuer einfach zu gut, es gehört meiner Meinung nach zu den herausragendsten oder zumindest interessantesten Titeln, welches die alte Playstation überhaupt zu bieten hat.
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