Luthiens Wagnis - R. A. Salvatore Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Besser gelungen als Band Eins!
ein Testbericht von dove-networks2004-08-31 11:04:17vom 31.08.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Komplexe Story, komplexe Charaktere, detaillierte Beschreibungen...Nachteile/Kritik: teilweise gekünstelt, erstaunliche Dinge werden als normal hingenommen
Luthien zum Zweiten, eindeutig besser als der erste Teil. Mein Bericht:
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Biographie Salvatore:
R. A. Salvatore wurde 1959 Massachusetts in den USA geboren. Er ist einer der weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Autoren auf dem Gebiet der Fantasy und Science Fiction. Bereits mit seinem ersten Roman „Der gesprungene Kristall" erschuf er 1988 seinen populärsten Helden, den Dunkelelfen Drizzt Do´Urden. Die Abenteuer um diese Fantasy-Kultfigur sind in den „Vergessenen Welten" (Forgotten Realms) angesiedelt, die sich auch bei Fantasy-Rollenspielern größter Beliebtheit erfreuen, und erreichen mit jedem neuen Roman Spitzenplätze auf den internationalen Bestsellerlisten. Mittlerweile hat R. A. Salvatore einen zweiten Zyklus geschaffen, der auf einer von bösen Geistern bevölkerten Welt mit dem Namen Corona spielt. Diese Romanserie läuft in Deutschland unter dem Titel „Dämonendämmerung" und wird in der zweiten Generation unter dem Titel „Schattenelf" fortgeführt. Kürzlich gab Salvatore mit dem Roman „Das Erbe der Jedi-Ritter 1. Die Abtrünnigen auch seinen Einstand im Star-Wars-Universum. Der große Erfolg veranlasste George Lucas, ihn als Autor für „Episode II" auszuwählen. Die Fans lieben seine Bücher vor allem wegen der plastischen Schilderungen von Kampfhandlungen und der farbigen Erzählweise des Autors. R. A. Salvatore lebt mit seiner Familie in Massachusetts.
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Inhalt:
Nachdem es gelungen war, den Herzog von Montfort trotz dessen Einsatz von Dämonen zu töten, eroberten die Reichen der Stadt mit Hilfe der Zyklopen die Kathedrale schnell zurück, da die Rebellen noch in der Minderheit waren. Doch nachdem diese die Zwerge aus den Bergwerken befreit hatten, war die Streitmacht groß genug, um das Notwendige zu schaffen: Die ganze Stadt wurde eingenommen, und auf der Kathedrale wurde das alte Banner vom freien Eriador gehisst, um der umliegenden Landbevölkerung wieder Hoffnung auf Freiheit zu geben. Doch diese Stadt galt es nun zu halten. Eine Flotte war mit einer Streitmacht des Hexerkönigs Grünspatz unterwegs, um den Aufstand niederzuschlagen. Die Rebellen mussten tief in die taktische Trickkiste greifen, wenn sie gegen eine solche Armee bestehen wollten...
Luthien, der schon im ersten Band eine Liebelei mit der Halbelfe Siobhan begonnen hatte, die erst den Stein der Revolution ins Rollen gebracht hatte, sah sich plötzlich mit seiner Jugendliebe aus der Heimat konfrontiert. Katerin O'Hale war ihm nachgereist und brachte ihm das Schwert seiner Familie, den Blender, mit Grüßen von seinem Vater. Luthien war nun hin- und hergerissen zwischen Katerin und Siobhan, welche ihn beide gleichermaßen zu lieben schienen....
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Meinung:
Dieser Band ist um einiges besser als der Erste. Die Story ist komplexer, nicht mehr so leicht vorhersehbar. Die Charaktere sind besser hervorgearbeitet und haben ihre Stereotypität abgelegt. Zusammenhänge sind logisch und nachvollziehbar, darin gleicht sich das Buch mit dem ersten Band. Ebenso in Sachen Plastizität und Detailliertheit steht es dem Vorgänger in nichts nach. Das Buch ist von vielen Kampfszenen geprägt, und Salvatore versteht es wie kaum ein anderer Autor, diese Szenen hautnah an den Leser zu bringen. Taktische Besprechungen sind notwendig, aber von Salvatore auf das Minimum reduziert, um Langeweile vorzubeugen. Die Spannung erhöht sich. Während im ersten Band ziemlich schnell klar wird, dass es gar nicht anders geht, dass der Herzog sterben muss, werden in diesem Buch auch Zweifel
geschürt, ob das denn alles so klappt, wie es geplant ist. Luthien ist nicht mehr der ungestüme Jüngling und standhafte Held, er zeigt auch Schwächen, was es dem Leser leichter macht, sich in diesen Charakter hineinzuversetzen. Dazu trägt auch die Nebenhandlung mit dem Kampf der beiden Frauen um Luthiens Herz bei, die das Buch zusätzlich interessant macht. Wie der erste Teil, so ist auch dieses Buch gespickt mit witzigen Dialogen, und vor allem der Halbling Oliver deBurrows ist wieder unübertrefflich, was dem Leser des Öfteren einen Schmunzler entlockt. Es ist recht einfach und verständlich geschrieben und somit sehr gut zu lesen.
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Fazit:
Alles in allem besser gelungen als der erste Teil, für mich aber dennoch keine Höchstbewertung, da gibts noch Potential, was ausgeschöpft werden könnte. Dennoch empfehlenswert.
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Details:
R.A. Salvatore
"Luthiens Wagnis"
2. Roman der Luthien-Trilogie
Heyne
soweit ich weiß nicht mehr im Handel, nur noch Sammlerstücke erhältlich
ISBN meiner Ausgabe: 3-453-13349-8
Die Biographie von Salvatore entstammt dem B&B Fantasyportal (http://www.fantasy-tor.de)