Macao
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Macao gebraucht & neu

Macao Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Die kleine Schwester Hong Kongs

ein Testbericht von 2002-03-06 14:37:16 vom 06.03.2002
Empfehlung: ja
Eine Ausflugsmöglichkeit ab Hong Kong, die man bei einem Aufenthalt dort nicht versäumen sollte ist Macau!
Diese „Kleine Schwester“ Hong Kongs, ist mittlerweile aufgeblüht...Früher kam man aus dem schillernden, modernen Hong Kong jedoch geradezu in eine andere Welt, rückständig und auch etwas heruntergekommen, jedoch mit einem durchaus liebenswerten Charakter und einem besonderen Charme...

In der Zwischenzeit hat sich Macau weiterentwickelt, es ist moderner und westlicher geworden. Nur ca. 55 Minuten sind es von Hong Kong hierher. Obwohl es schon einige jahre einen Flughafen gibt, ist die hauptverbindung nach Macau immer noch per Jetfoil oder Katamaran von Hong Kong aus und das hat auch durchaus seinen Reiz. Früher gab es noch den etwas abenteuerlicheren „Ritt“ auf einem Hovercraft, und wer das nachts mal bei etwas stürmischer See gemacht hat, wird es so schnell nicht wieder vergessen. Für empfindliche Mägen bedeutend erträglicher ist die benutzung der Jetfoils, die durch den Antrieb zweier Flugzeugmotoren (den gleichen wie in den älteren Boeing 737) aus dem Wasser herausgehoben werden und so elegant und schnell über dem Wasser dahinzischen.

Die allermeisten Chinesen fahren nach Macau um zu spielen, denn Glücksspiel ist in Hong Kong verboten. Selbst auf den Fähren und jetfoils geht die Zockerei schon los, und wer sich später eines der Casinos ansieht, wird sich wundern, um welche Summen die manchmal abgerissen wirkenden Personen so spielen !!

Man muß natürlich seinen Paß mitnehmen, denn man muß aus HK ausreisen und nach Macau einreisen. Obwohl beide Territorien jetzt zu China gehören, ist dies nötig!

Macau war portugiesische Kolonie seit 1557 und fiel erst Ende der neunziger Jahre an China zurück (99). Es besteht aus einer Halbinsel und zwei vorgelagerten Inseln, nämlich Taipa und Coloane, die jedoch mit dem Festland über eine Brücke verbunden sind. Die moderne Brücke nach Taipa ist an sich schon sehenswert!

Macau hat über 1,5 Millionen Einwohner. Die Stadt ist sehr portugiesisch geprägt, das merkt man an vielen alten Gebäuden, aber auch z.B. an der Speisekarte der Restaurants. Eine Allianz aus chinesischer und portugieischer Küche, einfach lecker, besonders was die Bäckereien zu bieten haben....

Anschauen sollte man sich das Fortaleza del Monte, von dem aus man einen guten Blick über die Stadt hat, und wo auch das Macau Museum untergebracht ist.

Der Guia Hügel ist mit 90m die höchste Erhebung der Stadt und mit seinem Leuchtturm auch eines der Wahrzeichen.

Das bekannteste Wahrzeichen ist jedoch die Fassade der Paulskirche, die als Ruine der vor über 150 Jahren verbrannten Kirche übrig blieb.

Interessant sind auch die zahlreichen schummrigen Tempel, die einen in ihren Bann ziehen, und mit den verwinkelten Gäßchen, den vielen auf der Straße arbeitenden Handwerkern, den Garküchen und den bunten Märkten eine perfekte Symbiose eingehen. Macau ist wie Hong Kong eine Stadt der Gegensätze, eine Metropole zwischen Tradition und Moderne. Dazu dann noch der portugiesische Einfluß- das gibt dieser Stadt schon ein besonderes Flair.

Einen kurzen Eindruck kann man sich schon in einem Tag verschaffen, die Verbindungen nach HK gibt es tag und Nacht, am späten Abend sollte man allerdings reservieren wenn man noch zurück nach HK will, denn dann strömen die Glücksspieler zurück....

Interessant ist die Stadt auch für Motorsport-Fans, denn die kennen den Macau-Grand Prix bestimmt und freuen sich, die Strecken und den Startturm live zu sehen....

Ich bevorzuge dann schon ein gutes Essen in einem der zahlreichen kleinen Restaurants und natürlich einen Besuch im Casino, wenns geht im wohl bekanntesten, nämlich dem ehrwürdigen Lisboa. Für den kleinen Geldbeutel genügen ja auch die einarmigen Banditen, den Besuch an einem der zahlreichen Spieltische, bei deren Spiele kaum ein Tourist durchblickt, sollte man aber nicht versäumen...Nicht vergessen: auf halbwegs korrekte Kleidung achten!

Verkehrsmäßig ist Macau kein Problem, es gibt zuverlässige Taxen, die einen preiswert überall hinbringen. Wer Spaß haben will, kann sich auch Mini-Mokes mieten...

Wer einmal in Hong Kong ist, dem kann ich den Trip nach Macau nur empfehlen, auch zum Shoppen ist es immer noch interessant.
...
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Kommentare
owesen
owesen, 06.03.2002
Lesenswert !!! Gruszlig, Soumlnke owi13
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Kuschelwuschel

Europas ältester Vorposten im Fernen Osten

ein Testbericht von 2002-09-30 12:42:08 vom 30.09.2002
Empfehlung: ja
Hier mal eine schon vor längerer Zeit geschriebene Meinung. Diese hatte ich schon im "alten" Yopi veröffentlicht. Da alle Meinungen verschwunden sind, poste ich sie nun erneut.

Macao (Europas ältester Vorposten im Fernen Osten)

Hier findet ihr hauptsächlich Tipps zu Sehenswürdigkeiten, aber auch ein paar allgemeine informationen. Viel Spaß beim Lesen!


Allgemeines:

Die winzige portugiesische Überseeprovinz Macao an der Südküste Chinas besteht aus einer felsigen Halbinsel und zwei kleinen vorgelagerten Inseln, Taipa und Coloane. Diese sind durch einen Fahrdamm und eine Brücke mit dem Festland verbunden. Es gibt keinen Flughafen. Die meisten Besucher kommen mit der Fähre von Hongkong.


Historisches:

Die Portugiesen errichteten 1521 eine Handelsniederlassung auf Macao. 1557 machten sie es zur Kolonie. Die portugiesische Souveränität über das Gebiet endete 1974. Von da an war Macao wieder chinesisches Territorium, wenngleich unter portugiesischer Verwaltung. 1999 erfolgte die Ein-gliederung von Macau in das chinesische Staatswesen.

Macao konnte in wirtschaftlicher Hinsicht zu keiner Zeit mit dem dynamischen Hongkong konkurrieren. Jahrelang verharrte es in einem Zustand der Rückständigkeit und Stagnation. Lediglich das Glücksspiel belebte die Wirtschaft. Doch seit der Mitte der 70er Jahre hat sich das Land zu einem Industrie- und Handelszentrum entwickelt. Erzeugt werden u. a. Kleider, Spielzeug und künstliche Blumen. 1995 wurde auch ein Flughafen auf Macau errichtet.


Daten:

Fläche: 17 km2; Einwohner: 459 000 je km2 27 000; Hauptstadt: Macao; Sprache: Chinesisch, Portugiesisch; Religion: Buddhisten und Taoisten, Christen; Klima: Subtropisches Monsunklima. Durchschnittliche Temperatur im Januar 16 °C, im Juli 28 °C


Anreise von Hongkong:

Ca. 1 Stunde benötigt man von Hongkong nach Macao, mit den Jetfoils über die Perlflußmündung. In Macao kann man sehr gut der Hektik von Hong-kong entfliehen und die Preise sind wesentlich niedriger. Die Fahrt von Hongkong kostet 130 Ptcs. (Einfach). Achtung: an Wochenenden, Ferien, Feiertagen und abends teurer. Die Rückfahrt bezahlt man in Macau. Der Fährbetrieb ist rund um die Uhr, allerdings zwischen 0 und 5 Uhr nachts mit größeren Abständen. Bezahlen kann man zum Glück mit HongKong Dollar und auch mit Kreditkarten.

Ein gültiger Reisepaß und ein Einreiseformular werden benötigt. Paradox: Obwohl HongKong und Macao mittlerweile zu China gehören, reist man aus HongKong aus und in Macao ein (Formular ausfüllen) auf der Rückfahrt ist es genau umgekehrt (wieder Formular ausfüllen).


Besichtigungs Tips:

Coloane:
Zu der ländlichen Insel (ca. 5000 Ew.) gehören Macaos einzige Badestrände. Am idyllischen Cheoc-Van-Strand liegt ein Park mit Schwimmbad und Restaurant. Größer ist der dunkelsandige Strand Ha Sac im Osten. (Busse 21, 21A, 25, 26, 26A).

Fortaleza do Monte:
Oberhalb der Sao-Paulo-Ruine gewährt Macaos größtes Fort einen schönen Rundblick. Inklusive Macao Museum.

Guia Hügel:
Macaos höchste Erhebung wird von einem Leuchtturm von 1865 gekrönt. Sehr schönes Panorama. Seilbahn ab Flora Garden.

Jardim de Lou Lim Loc:
Macaos schönster Park. Miniaturlandschaft mit künstlichen Gebirgen, Bambusgainen und Goldfischteichen mit Lotusblüten.

Kun lam Tong:
Bedeudenster buddhistischer Tempel der Insel, aus dem 17. Jahrhundert.

Largo do Senado, Leal Senado:
Sehr schönes Historisches Zentrum mit dem Rathaus und Geschäften.

Lin Fong Miu:
1592 gegründeter Tempel mit der Himmelskaiserin.

Ma Kok Miu
Ältester Tempel der Stadt.

Porta do Entindimento:
Tor der Verständigung.

Portas do Cerco:
Das Grenztor zu China ist heute nur noch ein Denkmal und wurde 1890 erbaut.

Protestantischer Friedhof und Jardim Luis de Camoes:
Der Park Jardim Luis de Camoes erinnert an den großen Dichter. Der einfache Freidhof (nordöstlich des Parkeingangs) ist ein steinernes Geschichtsbuch. Tode aller Nationalitäten liegen dort begraben.

Sao Domingo:
Schönste Barockkirche von Macao (17. Jh.).

Sao Paulo:
Imposante Fassade der 1835 abgebrannten Kathedrale (kulturhistorisches Denkmal und Wahrzeichen der Stadt).

Taipa:
Auf der Insel (30000 Ew.) wurden Industrie- u. Freizeitanlagen angesiedelt, sowie die Pferderennbahn und das Sportstadion. Im Osten wurde der Flughafen gebaut. Sehr geruhsam geht es noch im alten Taipa Dorf zu. Daneben entstehen Hochhaussiedlungen. Weitere Sehenswürdigkeiten dort: Taipa House Museum, Pou Tai Un, Chinesischer Friedhof.

Taetro Dom Pedro V und Kirche Santo Agostinho:
Auf der Rückseite des Leal Sanado gelangt man zu sehr schön restaurierten Gebäuden rund um die Kirche Santo Agostinho. Gegenüber liegt der Bau des Taetro Dom Pedro.

Museen:
Grand Prix Museum und Weinmuseum: (Eintritt 20 Ptcs. Beide zusammen). Fahrzeuge, Fotos, Dokumente des seit 1954 ausgetragenen Motorspor-tes. Fahrsimulator. Fotos und Geräte des portugiesischen Weinbaus.
Macau Museum (Eintritt 15 Ptcs.). Dokumente zur Geschichte der Stadt.
Museu Maritimo (Eintritt 8 Ptcs.). Meeresmuseum. Tieftauchsimulator.

Auswahl von Restaurants:
A Lorcha (Portugiesisch-Macanesisch)
Cacarola (Portugiesisch)
Clube Militar (Portugiesisch)
Fernandos (Meeresfrüchte)

Auswahl von Hotels:
Hyatt Regency, ab 1040 Ptcs (pro Nacht und Person)
Mandarin Oriental, ab 1320 Ptcs
Mondial, ab 414 Ptcs
Pousada de Sao Tiago, ab 1590 Ptcs
Westin Resort, ab 870 Ptcs

Auswahl von Unterhaltung:
Crazy Paris Show, erotisch Show
Hunderennen
Kasinos
Pferderennen



Fa zit:

Es lohnt sich auf jeden Fall von Hongkong aus einen Ausflug nach Macao zu machen. Fast alle Sehenswürdigkeiten kann man zu Fuß erlaufen. Allerdings kann man auch Mokes, Taxis und Busse benutzen. Innerhalb eines Tages kann man sich die meisten Sehenswürdigkeiten ansehen. Besser ist (falls man genügend Zeit hat) es eine Nacht dort zu bleiben, um sich mehr Zeit zu lassen und um abends in einem tollen Restaurant zu speisen. Bei Bussehaltestelle und anderen Zeichen hat man oftmals ein Problem, diese sind nämlich in Chinesisch verfasst und oftmals bekommt man auch Antworten in Portugisisch.
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
lotharh44

Macao, die schöne Nachbarin Honkongs

ein Testbericht von 2002-03-10 23:12:39 vom 10.03.2002
Empfehlung: ja
=======
MACAO,
=======

die schöne Nachbarin Hongkongs hatte mich bei meinem ersten Besuch im Juni ds. Js. derart fasziniert, dass ich jetzt im August bei "erzwungenem" 2. Asientripp nicht auf eine erneute Umarmung verzichten wollte:

Wahrhaftig, rassig und religiös, so gibt sich Hongkongs schöne Nachbarin Macao.
Nur eine knappe Stunde dauerte die Fahrt mit der Schnellfähre nach Macao, einem kolonialasiatischen Kleinod mit portugiesischer Vergangenheit, welches seinen fast unbegreiflichen Glanz und Ausstrahlung bis in die heutige Zeit bewahrt hat.

An der Jetfoil, dies ist die Schnellfähre die von Hongkong nach Macau fährt, herrscht ständig reger Andrang, aber niemand käme auf die Idee, zu drängeln. Da steht man noch immer „very british“, höchst diszipliniert in der Reihe an. Daran hat sich auch seit Rückgabe der Kronkolonie an China nichts geändert.
Besonders an Sonn- und Feiertagen scheint es halb Hongkong zur kleinen Schwester jenseits des Perlflusses zu ziehen.
Dort strömen dann ganze Heerscharen von Hongkong-Chinesen hastig in die Casinos, um ausgiebig der urchinesischsten aller Leidenschaften zu frönen, dem Glücksspiel. Vielleicht im schon legendären Lisboa, wo in den unteren Sälen das einfache Volk bei Roulette, Baccara, Blackjack und vorzugsweise chinesischen Spielen die Dollars verzockt, während in den oberen V.I.P.- Etagen auch regelmäßig ganz locker fünfstellige Summen zum Einsatz kommen.
Andere nutzen den Tag zum günstigen Shoppen oder auch einfach als unterhaltsamen Ausflug von der hektischen Millionen-Metropole in die noch immer recht gemütliche ehemalige portugiesische Besitzung mit ihren rund 1 450.000 Einwohnern. Nur 55 Fährminuten trennen Macau und Hongkong und doch liegen erstaunlicherweise Welten dazwischen.
Macaus Reiz liegt in seinen zwei Gesichtern: Portugal und China bringen die faszinierende Mixtur hervor aus barocken Kirchen und alten Tempeln, liebevoll restaurierten Kolonialbauten und wuseligen Märkten, brutzelnden und räuchernden Garküchen und der modernen Stadt mit ihren Hochhäusern.

All das, erlaube ich mir vorzuschlagen, sollte man sich auch in dieser prachtvollen, erstaunlichen Stadt zunächst einmal von oben anschauen. Auf dem Guia Hügel, er ist mit 90 Metern die höchste Erhebung der Halbinsel, thront die wuchtige Festung, gekrönt vom dicken, alten Leuchtturm und einer barocken Kapelle, den beiden bekanntesten Wahrzeichen der Stadt. Der Hochhausgürtel scheint sich näher zu schieben, er klopft recht energisch an die. Altstadt. Wie ein Relikt aus einer sehr fernen Zeit wirkt davor der große katholische Friedhof mit seinen schneeweißen Grabmalen und der kleinen Kirche in der Mitte. Zur anderen Seite sieht man über die neue, elegante Brücke auf die Insel Taipa. Dem Monte Fort im Westteil der Stadt liegen die Ruinen der Kathedrale Sao Paulo zu Füßen, und jenseits des Flusses erheben sich die futuristischen Komplexe der chinesischen Boom-City Wanzai, einer in kurzer Zeit aus dem Boden gestampften Wirtschaftssonderzone der Provinz Guangdong.

Auch vom Penha - Hügel im Süden kann man einen Blick hinüber ins neue China riskieren, um dann ins Gewusel der kleinen Gassen hinabzutauchen. Am besten man begibt sich gleich zum A-Ma-Tempel, dem wohl stimmungsvollsten Tempel Macaus, er ist der Göttin der Seefahrer geweiht.
Überhaupt, hier hatten wir Asien pur vor uns, allen Zauber und alle Fremdheit spürt man am intensivsten in den reich verzierten, farbenprächtigen Heiligtümern. Durch schummerige Räume zieht ständig ein schwer-herber Duft verursacht durch Räucherstäbchen. Winkt Glück in der Liebe, wann ist der beste Zeitpunkt für ein gutes Geschäft, auf welches Pferd soll man wetten? Vom Reichtum darf hier jeder träumen. Die Gläubigen schütteln andächtig Orakelstäbchen, Wahrsager wissen auf alle Fragen unverbindliche Antworten. Ein Tempelbesuch bietet eben auch ganz praktische Lebenshilfe.
Ja, und welch ein Kontrast ist dann für den Besucher dieses Inselreiches das Herzstück der Stadt. Wie in einer portugiesischen Metropole fühlt man sich als Betrachter auf dem Largo do Senado mit seinem schwarz-weißen Kopfsteinpflaster und dem Blumen geschmückten Springbrunnen. Es schein fast unglaublich, aber stilechte lusitanische Architektur flankiert den weit geschwungenen Platz, pastellfarben und stuckverziert mit Bögen und Balustraden.
Die Schulkinder sind hier adrett in blau-weißen Uniformen gehüllt,( war ja gerade ein Deutsches Reizthema??) eilige Businessman mit dem Handy am Ohr, topschicke Damen, anscheinend gerade vom Laufsteg gestiegen auf Shoppingtour, Rikschafahrer und Müßiggänger bevölkern diese mediterran anmutende Kulisse, ein Eindruck, der in der ganzen autofreien Bummelmeile bis hinüber zur mächtigen Ruine der Kirche Sao Paulo erhalten bleibt.

Von der stolzen Kathedrale blieb nach einem vernichtenden Brand vor 150 Jahren nur die Fassade erhalten und doch ist sie das meistfotografierte Symbol der Stadt.
Doch ganz schnell, schon in den umliegenden Gassen ist Portugal wieder weit, weit weg. Da hämmert es aus kleinen Handwerksbetrieben, bieten Schneider ihre Dienste an, locken gut bestückte Antiquitätenläden zum Stöbern. Verführerischer Duft weht aus Bäckereien, über Garküchen hängen flachgeklopfte, rotglasierte Enten, da brutzelt und zischt es in Töpfen und Pfannen.
Macau, wenn nicht schon auf den ersten, könnte eine Liebe auf den zweiten Blick werden, es erschließt sich nicht unbedingt sofort dem eiligen Touristen., aber Plätze zum Verlieben sind reichlich zu entdecken, wie z. B. der zauberhafte chinesische Garten Lu Um Lo. Einschmeichelnde, fremdartige Klänge wehen durch das Bambusgebüsch über den Lotusteich. Am Ufer bewegen sich zum Zeitpunkt meiner Videoaufnahme anmutig acht alte Damen in einer Art Zeitlupenballett, sie zeichnen mit großen roten Fächern imaginäre Linien in die Luft, es sind sicher Großmütter bei ihren morgendlichen Tai-Chi-Übungen, dem chinesischen Schattenboxen.
Ein paar alte Männer dehnen ihre Beine an einer kunstvoll verzierten Steinbalustrade, recken und strecken sich, bevor sie das überall beliebte Mah-Jong-Brett unter einem Pagodendach ausbreiten und ihr Spiel beginnen. Omas führen die herausgeputzten Enkel spazieren, in Bambuskäfigen trällern winzige Singvögel für ihre Besitzer um die Werte. Üppige tropische Pflanzen, leuchtende Blüten, Bachläufe und Wasserfälle, kleine Brücken und Pagoden lassen diese Oase im geschäftigen Herzen Macaus wie ein kostbares, begehbares Kunstwerk erscheinen. Es ist so wohltuend schön und entspannend hier, dass man endlos lange verweilen möchte.
Erstaunlich eigentlich, dass man in diesem großen farbenprächtigen Menschengewimmel einzelne Aufmerksamkeit erregen kann, uns gelang dies mit unserem neuen Familiennachwuchs der sich uns schon in Hanoi angeschlossen hatte, den beiden kleinen Vietnamesischen Zwerg - Fox Hunden, „Litschi“ und „Daisy“, welche seitdem ständig mit uns unterwegs waren (fast immer getragen oder in der Kameratasche sitzend) über die es demnächst einen gesonderten, rech abenteuerlichen Bericht von mir geben wird.



© lotharh44 im März 2002
...
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Kommentare
clauds22
clauds22, 10.03.2002
ein wirklich interessanter Bericht, hatte bisher noch nicht mal von Macao gehoumlrt. Liebe Gruumlsse, Claudi
Drogybaer
Drogybaer, 30.10.2002
jawoll das gute alte Macao, auch bekannt als Aumen!
leo_56
leo_56, 18.02.2007
wunderbar
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Informationen zu Macao

 
Allgemeine Informationen Macao
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