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| Der Marquis de Sade |
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![]() Justine and Julietein Testbericht von Creeptceeper2004-12-29 12:09:07 vom 29.12.2004 Empfehlung: jaDie Geschichte des Filme dreht sich um die zwei ungleichen Geschwister Juliet und Justine. Im Jugendlichen Alter wachsen die beiden wohlbehütet im Kloster auf. Doch eines Tages müssen sie nach dem Tode ihrer Eltern, dass Kloster verlassen. Auf sich allein gestellt wählen die beiden Schwestern zwei ganz unterschiedliche Lebensweisen. Juliet arbeitet fortan als Prostituierte, und frönt ein Leben im Luxus. Justine dagegen entscheidet sich gegen diesen Weg. Doch das heißt nicht das sie durch ihr züchtiges Leben es besser hat als ihre sündige Schwester. Eher das Gegenteil ist der Fall. Justine wird nur ausgenutzt und muss für ihre Tugendhaftigkeit ordentlich leiden. Sie wird unschuldig ins Gefängnis gebracht und hat auch sonst nicht viel zu lachen. Dann der Gefängnisaufenthalt ist nicht die letzte Tortur die sich auf sich nehmen muss. Jess Franco ist ein Kaliber für sich. Was er nicht alles an Schmuddelfilmen auf die Beine gestellt hat, dafür könnte man ihm schon Respekt zollen. Doch leider sind die meisten seiner Filme großer Mist. Ich glaube kaum ein Regisseur, außer Joe D´Amato, spaltet die Zuschauer so wie er. Doch man muss ihm zu Gute halten das er in seiner Langen Karriere doch ein paar gute Filme gemacht hat. Aber wer hätte das nicht geschafft bei weit über hundert Filmen? Franco widmete sich in seiner Karriere meistens dem Erotikfilm. Doch häufig enthielten seine Filme auch Gewalt in Verbindung mit Sex oder auch Horrorelemente. So entstanden „Klassiker“ wie „Erotikill – Lüsterne Vampire im Spermarausch“ oder filme von ähnlichen Kaliber. Doch trotz des ganzen Mist, den er verbockt hat entstanden auch sehr gelungene Filme wie „Liebesbriefe einer portugiesischen Nonne“ oder auch „Faceless“. Doch Jess Fanco hat den letzten Schuss immer noch nicht gehört, und dreht immer noch Filme. Doch das (zum Glück) fast unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Ob man ihn mag oder nicht muss jeder selber entscheiden, aber was man ihn nicht absprechen kann, ist dass er einige großartige Filme gemacht hat. „Justine“ entstand im Jahre 1969 und kostete damals ca. eine Million Dollar. Das war für einen Film der damaligen Zeit sehr viel Geld. Doch wenn man sich anguckt wer alles bei dem Film dabei war, wundert das Budget eigentlich keinen. Als Hauptdarstellerin verpflichtet Franco Romina Power. Diese war damals in Italien fast so etwas wie ein Filmstar. Sie drehte zwar nur wenig Filme, war trotzdem aber sehr beliebt. Später wechselte sie dann ins Musikgeschäft, wo sie große Erfolge feierte. Ein andere Prominenter ist Klaus Kinski. Er wurde bekannt durch sämtliche Western und andere B- Movies aus dem Bereich Horror. Auch mit dabei im Film ist ein waschechter „Oskar“ Gewinner. Diesen kriegte er zwar erst Jahre später aber trotzdem, ist es eine Erwähnung wert. Jack Palace kriegte seinen Oskar für die Rolle des mürrischen Cowboys, in der Komödie „City Slickers“. Auch dabei ist Frank Horst. Dieser war in seiner Anfangszeit in dutzenden Italowestern dabei. Doch die meisten könnten ihn aus diversen „Tatorts“ kennen. Also an der Besetzung sollte es nicht scheitern, dass „Justine“ ein guter Film wird. Das einzige was den Film noch schaden könnte war also Jess Franco. Doch bei dem Dreh des Films hatte er wohl ein paar gute Tage, dann der Film würde alles andere als schlecht. Eher das Gegenteil war der Fall, der Film wurde gut. Und damit meine ich nicht „Franco gut“ sondern, wirklich gut. Ich denke dafür gab es verschiedene Faktoren. Durch das hohe Budget des Films, dürfte Franco nicht so Filme machen wie sonst. Und zum anderen lag ihm die Verfilmung wohl auch am Herzen. Dann was die Inszenierung angeht, sieht man kein bisschen vom üblichen Look der Franco Filme. Und Franco tat auch noch eine Sache die er nie zuvor und auch nie danach wieder getan hatte. Wer schon einmal das Buch gelesen hat, weiß was de Sade alles an Perversionen und anderen Dingen aufgetischt hat. Doch im Film wurde die Vorlage sogar noch ein bisschen verharmlost. So kommt es dazu, dass der Film nicht in einem Sumpf an billigen Sexszenen und ein paar Gewaltakten zu Grunde geht. Der Film konzentriert sich wirklich darauf die Leidensgeschichte von Justine zu verzählen. Natürlich muss sie auch einige male im Film ordentlich leiden, doch das bringt eine de Sade Verfilmung mit sich. So ist es schön zu betrachten, wie solide die Verfilmung geworden ist. Ich finde auch das der Film, die Shockeffekte gut dosiert einsetzt. Auch das Maß an Erotik oder Sexszenen sind gut im rahmen was man zeigen sollte, bevor der Film ins Exploitationmässige abrutscht. Wer lieber viel Sex und Gewalt sehen will, dem kann ich nur den Film „Justine – Lustschreie hinter Klostermauern“ ans Herz legen. Dort gibt’s es nämlich ständig nackte Tatsachen und eine Prise Gewalt zu sehen. Wer sich aber lieber an das originalgetreuere werk hallten möchte, der sollte sich „Marquis de Sade : Justine“ angucken. Die Botschaft des Films ist eigentlich sehr simpel geraten. De Sade war nämlich der Ansicht, dass Tugendhaftigkeit und Moral nicht auszahlen, die unmoralischen und verdorbenen haben nämlich nur Vorteile. Und das Spiegelt sein Buch und auch der Film wieder. Die Tugendhafte Justine wird nur gequält, erniedrigt oder ausgenutzt. Die „böse“ Schwester hingegen vögelt wild in der Gegend rum, mordet und lässt auch sonst keine Gelegenheit aus, sich einen Vorteil zu verschaffen. Ob die Botschaft des Films so stimmt, würde ich nicht gerade unterschreiben. Nicht zu leugnen ist aber das die Aussage einen wahren Kern hat. Aber pauschal zu sagen, dass nur die „schlechten“ Menschen Erfolg im Leben, würde ich nicht sagen. In der Zeit als de Sade das Buch schrieb mag diese Tatsache vielleicht mehr Gewicht gehabt haben, aber in der heutigen zeit ist es nicht mehr (ganz) so. Im Film werden die reichen als böse und habgierig dargestellt, dar de Sade selber nicht ganz arm war, ist die Vermutung nicht übertrieben, dass er von sich auf andere geschlossen hat. Aber das nur am Rande. Ich glaube um den Aspekt Moral ging es de Sade aber nicht wirklich. Justine ist nämlich nur Naiv und hat auch ein bisschen Pech, aber sonst wird sie nie als besonders Großherzig gezeigt, oder in irgendeiner Weise als besonders moralisch beschrieben. das einzige was sie von anderen Frauen unterscheidet ist, dass sie nicht bereit ist mit jemanden zu schlafen. Darauf baut der ganze Film auf. Sie ist eigentlich nur moralisch weil sie ihren Körper nicht verkaufen will. Sie wird sogar mal gezeigt, wie sie sich einen Mann hingeben will. Doch dieser hat wohl keinen Bock auf eine schnelle Nummer mit ihr. Eigentlich ist alles im Film nur darauf ausgelegt, dass sie durch irgendeine Weise ihre Jungfräulichkeit verliert. Dies ist der einzige wesentliche unterschied zu anderen Frauen. Und ich denke das de Sade wohl Moral mit Keuschheit gleichsetzt. Für die zeit als er gelebt hat kann das auch so gewesen sein, doch wir heutzutage können so eine Denkweise nicht mehr nachvollziehen. Was ich aber so interessant finde ist, dass der Leidensweg von Justine schier endlos ist. Auch kriegt man im Film nur selten das Gefühl, dass sich ihre Situation verbessern könnte. Durch die guten Schauspielerischen Leistungen der Protagonisten, wird dem Zuschauer diese Situation noch verdeutlicht. Der ganze Film wird trotz seiner zwei Stunden Länge nie wirklich langweilt und unterhält sehr gut. Dies gelingt dem Film durch eine gute Atmosphäre und auch durch einige spannende Stellen. Das einzige was ich an dem Film Bemängeln kann, ist das die Figur des de Sade´s verfälscht würde. Dieser ist nämlich, im Film der Erzähler der Geschichte. Doch wird es im Film so dargestellt, das er im Gefängnis sitzt aufgrund seiner Bücher. Auch wird er so gezeigt, als ob er versucht mit der Geschichte zu beweisen, dass die Moralischen doch noch belohnt werden. Eine nette Idee, wo doch der echte de Sade auch mal ein paar Frauen geschändet oder umgebracht hat. Auch stimmt es nicht, dass er wegen seiner Bücher ins Gefängnis gekommen ist. Aber von diesen Bestand abgesehen, ist der Film wirklich sehr sehenswert. Jeder der sich für de Sade´s Werke interessiert, sollte sich den Film angucken. Dieser ist nämlich die sachlichste und auch beste Verfilmung des Buches. Auch interessant ist der Film für Leute die andere Franco Filme nicht ausstehen können. Dann mit diesem hier hat er einen seiner besten Filme gemacht. Originaltitel: Marquis de Sade: Justine Herstellungsland: Deutschland Großbritannien Italien Spanien Ers cheinungsjahr: 1969 Regie: Jess Franco Darsteller: Klaus Kinski Romina Power Akim Tamiroff Maria Rohm Jack Palance Harald Leipnitz Horst Frank Rosemary Dexter ... |
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| Allgemeine Informationen Marquis de Sade: Justine gelistet seit: 28.12.2004 | Bewertung durch unsere Mitglieder
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