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Mazda MX-5 Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher
Erfahrungen mit Mazda MX 5 NB 1,6 l (Baujahr 07/98)
ein Testbericht von SchoeneMaid2002-06-02 21:23:40vom 02.06.2002Empfehlung: ja
Es begann im Frühling 1998. Als ich für meinen Ford Fiesta Champ 1.1 l, vier Jahre alt, unter 50.000 km gelaufen, monatlich eine Reparaturpauschale in Höhe von ca. 400,00 DM veranschlagen konnte. Alle redeten auf mich ein, dass ich mir doch ein neues Auto kaufen sollte. Für das Geld, was ich monatlich für den Fiesta aufwenden musste, hätte ich durchaus Porsche fahren können.
Erst interessierte ich mich sehr für einen MGF, den ich mir dann auch mal für ein gesamtes Wochenende zur Probefahrt ausgeliehen habe. Das Fahrgefühl war ausgezeichnet. Allerdings waren es dann Kleinigkeiten, die mich davon abhielten, mir einen MGF zuzulegen. So empfand ich das Geräusch beim Schließen der Türen als qualitativ minderwertig. Außerdem gab es im Innern Schalter, die sich einfach zu billig anfühlten...
Kurze Zeit später tauchte dann der neue MX 5 auf. Da mir der erste MX 5 mit Klapplampen nie sonderlich gefallen hat, habe ich ihm zuerst keine große Beachtung geschenkt. Irgendwann sagte dann mein Vater, dass ich mir doch mal den neuen MX 5 ansehen solle. Der hätte gute Kritiken, wäre preiswert und sieht schön aus. Also machte mich auf den Weg zu Mazda zwecks Probefahrt. Mein erster Eindruck. Sehr ordentlich. Allerdings empfand ich das gesamte Fahrzeugverhalten (geringer Bodenabstand, direkte Lenkung, straffe Federung, kurze Schaltwege) anfangs als stressig. Ich kam mir irgendwie durch aus Auto „gejagt“ vor. Die Optik hatte es mir allerdings derart angetan, dass ich das dann in Kauf nahm.
Versicherung, Typklassen:
Der erste Schrecken kam, als mir Ende 1999 meine Kfz-Versicherung mitteilte, dass mein MX 5 ab 2000 anderen Typklassen zugeordnet werden wird.
1998 war er in der Haftpflicht TK 15 und in der Vollkasko TK 16 (=sehr günstig!!!)
Ab Januar 2000: Haftpflicht TK 14 und Vollkasko TK 22
Laut Auskunft meines Versicherungsvertreters war die Hochstufung von 16 auf 22 die höchste!
Ab Januar 2002: Haftpflicht TK 13 und Vollkasko TK 23
Da die Haftpflicht generell runter und die Vollkasko hochgestuft wurde, gehe ich davon aus, dass viele MX 5 aufgrund des doch manchmal sehr unberechenbaren Fahrverhaltens schlicht und ergreifend zu Schrott gefahren worden sind (Baume, Gräben, Leitplanken etc).
Fahrverhalten/Konstruktion:
Der MX 5 ist konstruktionsbedingt einfach ein ganz anderes Fahrzeug als z. B. ein Golf. Er hat serienmäßig einen sehr geringen Bodenabstand und ist von der Bauart so, dass kaum jemand tiefer sitzen dürfte. Die Federung ist auch recht stramm. Der MX 5 wiegt -abhängig von Ausstattung- um die 1.100 KG, was somit ein Gewichts-/PS-Verhältnis von 10:1 ergibt. Daher ist er recht gut motorisiert. Er verfügt über Heckantrieb, der Motor befindet sich vorne. Es kommt leider gelegentlich vor, dass er über die Hinterachse ins Schleudern kommt. Dafür ist auch keine hohe Geschwindigkeit nötig (unter 50 km/h). Eine kleine aber rückartige Lenkbewegung genügt dafür. Dann schlägt das Heck bei stark quietschenden Reifen einige Male etwa einen Meter von links nach rechts. Ich erkläre mir das damit, dass das Fahrzeug recht verwindungsarm ist und bei nicht ebenen Straßen eines der Hinterreifen eben keinen richtigen Fahrbahnkontakt mehr hat und ab die Post!
Das Fahrgefühl lässt sich am besten mit einem Gokart vergleichen. In der Kurve neigt sich der MX 5 nur gering, was leicht dazu führen kann, dass die Kurvenmaximalgeschwindigkeit überschätzt wird. Wenn die Kurvenmaximalgeschwindigkeit überschritten wird, bricht er über die Hinterachse aus. Die Folgen habe ich bereits vorstehend beschrieben. Außerdem suggeriert die Bauart eine höhere Geschwindigkeit. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass die Mitfahrer stets denken, dass ich schneller als erlaubt fahre, was aber meistens nicht stimmt. Die sehr tiefe Bauart führt dazu, dass es schwierig ist, auf der Autobahn vorausschauend zu fahren, da die Sicht nach Vorn in der Regel durch die Heckklappe oder den Kofferraumdeckel des Vorfahrenden versperrt wird. Daher sollte der Sicherheitsabstand mehr betragen als vorgeschrieben.
Bereifung/ Benzinverbrauch:
Aufgrund des oben beschriebenen Fahrverhaltens habe ich mir 175er Winterreifen (Conti Winter) für meinen MX 5 auf 14 Zoll-Billig-Alufelgen zugelegt. Merkwürdig ist, dass der Wagen mit Winterreifen ca. 1,5 Liter weniger verbraucht, als mit der MX 5-Alufelgenbereifung (Michelin Pilot xy 195, 15 Zoll). Auch haben sie ein geringeres Abrollgeräusch. Daher schiebe ich den hohen Verbrauch zum Teil auf Michelin. Mit der 195er Bereifung verbraucht er immerhin 10 l Super!Allerdings ist der hohe Verbrauch, da konstant, auch nur relativ. Ich bin einmal von Hannover nach Berlin (A 2) bei extrem leerer Autobahn zwecks Test nahezu die gesamten 300 km mit Vollgas gefahren. Der Verbrauch betrug –wie üblich- auch nur 10 l. Wenn ich andere so höre (wenn ich denn richtig trete, braucht der 15, 16 etc. Liter).
Bremsen:
Der MX 5 verfügt über Scheibenbremsen vorn und hinten. Der Bremsweg beträgt laut Mazda 37 Meter. Andere Fahrzeuge dieser Generation liegen meistens über 40 Metern. Somit verfügt der MX 5 über einen sehr kurzen Bremsweg.
Lenkung:
Der MX 5 hat ein Lenkrad mich recht kleinem Durchmesser. Zudem verfügt er über eine sehr direkte Lenkung. Diese Lenkung erweist sich beim Rangieren als besonders vorteilhaft. Es macht wirklich Spaß, mit ihm in Parkhäusern zu fahren. Da müsste er eigentlich jedes "Rennen" gewinnen. Allerdings bedarf es etwas Übung bis diese Lenkung bei schnellerem Fahren (Autobahn) sicher beherrscht wird. Als nachteilig empfinde ich, dass sich der Widerstand des Lenkrads bei höheren Geschwindigkeiten kaum erhöht. Daher kann ein heftiges Niesen leicht zum Kontakt mit der Leitplanke führen, was mir bisher allerdings noch nicht passiert ist.
Schaltung:
Die Schaltung ist sehr präzise und hat sehr kurze Schaltwege. Daher ist der Schaltknauf auch nur kurz. Es ist mir bisher noch nicht passiert, dass ich versehentlich einen anderen Gang als geplant eingelegt habe. Außerdem hat Mazda sie mit einem nostalgischen Klicken versehen, was mich irgendwie an Motorräder erinnert.
Verdeck:
Das Verdeck lässt sich sehr schnell mit drei Griffen öffnen. Halterung links und rechts öffnen, zurückklappen und fertig (5 Sek.). Es ist nicht nötig auszusteigen. Das Verdeck kann daher während einer kurzen Rotphase entspannt geöffnet werden. Den meisten Männern ist es sogar möglich, das Verdeck im Sitzen wieder zu schließen. Es bedarf allerdings etwas Kraft. Ein Griff nach hinten, hochziehen, Verschlüsse öffnen, einrasten, schließen und fertig. Dauert mit etwas Übung vielleicht 8 Sekunden. Ích habe noch mein erstes Verdeck und das wird wohl auch noch etwas halten. Allerdings parke ich selten im Freien.
-Touring-Paket (Zentralverriegelung, beheizte
Außenspiegel, Lederlenkrad von Nardi, Windschott)
-Alufelgen (15 Zoll, mit 195er Bereifung)
-Metalieklackierung (grün, blau, silber)
Die Interieur ist schlicht und irgendwie klassisch. Die Innenverkleidung ist schwarz und gepolstert. Die Türen sind ebenfalls schwarzverkleidet und im oberen Bereich gepolstert. Somit kann die gesamte Innenverkleidung abgewaschen werden. Es sammelt sich schließlich in einem Cabrio viel mehr Dreck als in einem geschlossenen Fahrzeug an. Die Mittelkonsole ist abschließbar und beinhaltet einen Doppelgetränkehalter. Ferner befindet sich die Fernentriegelungen für die Kofferraumklappe und den Tankdeckel darin. Das Handschuhfach ist ebenfalls abschließbar. Das Aufnahmevolumen der Mittelkonsole entspricht etwa einem Liter. Das Handschuhfach dürfte so 3,5 Liter haben.
Die Instrumente sind grün beleuchtet. Die Helligkeit kann über einen Regler reguliert werden. Dieses grün empfinde ich als sehr schön. Es ist nicht poppig. Der MX 5 soll ja auch die englische Roadster-Tradition fortsetzen. Das Nardi-Lederlenkrad liegt gut in der Hand und ist dafür, dass es einen Airbag beinhaltet, ausgesprochen elegant. Der Schaltknauf ist zwar optisch schlicht, dafür ist seine Form aber perfekt. Die Sitze sind bequemer als sie es optisch vermuten lassen. Sie bieten einen sehr guten Seitenhalt. Die Rückenlehne kann verstellt werden. Eine Sitzhöhenverstellung sowie eine Lenkradhöhenverstellung gibt es leider nicht! Die am Lenkrad befindlichen Hebel sind irgendwie nicht so passend. Aber so sahen damals eben die Mazda-Standard Scheibenwischer- und Lichthebel aus. Mazda hat sich nicht die Mühe gemacht, seinem Paradepferd in dieser Hinsicht etwas mehr Individualität zu verleihen. Das finde ich schade. Das beste und ungewöhnlichste Ausstattungsmerkmal ist die beheizte Glasheckscheibe. Das ist ein Feature, was in dieser Preisklasse nicht ein zweites Mal zu finden ist. Roadster haben alle bauartbedingt nicht die beste Rücksicht. Außerdem neigen Cabrios zu beschlagenen Scheiben. Da ist eine beheizte Echtglasheckscheibe, die auch im Gegensatz zu den Kunststoffscheiben nicht erblindet, ein riesiger Vorteil. Da die Außenspiegel auch beheizt sind, was ebenfalls Beschlagen verhindert, ist der MX 5 ein wirkliches Ganzjahresfahrzeug. Zudem sorgt die gute Heizung nach recht kurzer Zeit dafür, das es in ihm mollig warm wird. Der Begriff "Kofferraum" ist bei dem MX 5 wahrlich übertrieben. In ihm findet kein normaler Schalenkoffer Platz. Das liegt daran, dass der Kofferraum nicht die erforderliche Tiefe aufweist und zum anderen lediglich ein Volumen von 140 Litern vorzuweisen hat.
Da das hier ein bunter Langzeiterfahrungsbericht sein soll, möchte ich noch über meine Empfindungen, wenn ich jetzt mit anderen Autos fahre, berichten:
Ich bin vor kurzem mit einem Porsche Boxter 200 km Autobahn gefahren. Der MX 5 ist eindeutig sportlicher. Die Porsche-Boxter-Lenkung ist im Verhältnis sehr indirekt und schwammig. Die Schaltung kam mir vor, als ob ich Traktor fahren würde. Die Straßenlage vom MX 5 ist auch stabiler.
5er und 7er BMW gibt mir das Gefühl, 10 Jahre älter zu sein und Mercedes sogar 20 Jahre.
Fazit:
Der MX 5 ist ein Sportwagen!!! Sportlicher als so manch anderer „richtiger“ Sportwagen. Nur, wer wirklich einen Sportwagen will, sollte sich daher einen MX 5 kaufen. Wenn es nur um das Offen-Fahren geht, gibt es sicherlich Alternativen.
Wer sich aber durch die normalen Autos gelangweilt fühlt und glaubt, alt zu sein, wird im MX 5 eine preiswerte Verjüngungskur finden.
DijkBerlin, 02.06.2002
wenn du lust hast, kannst du dein fahrzeug unter www.cabriopara.de in der quotgaleriequot mit ein paar fotos und deinem erfahrungsbericht veroumlffentlichen ! gruss aus berlin, dijk
Bei den heutigen Benzinpreisen geht der Trend eher weg vom Zweitwagen, aber nach den Verkauf meines Goldwing-Gespannes war eben soooo viel Platz in der Garage und als ichnicht widerstehen konnte als mir ein Freund mitteilte, er hätte ein MX5 Cabrio mit Vandalismusschaden zum Ausschlachten hereinbekommen, das nach seiner Meinung mit vertretbarem Aufwand instand gesetzt werden könnte.
Dach und Sitze aufgeschlitzt, Haube, Kofferraumdeckel durch das Darüberlaufen zerbeult, ebenso die Fahrertür und der linke vordere Korflügel. Die Schlafäuglein eingetreten und die Frontscheibe kaputt.
Als mich das Cabrio so taurig ansah schien es zu sagen: Rette mich!"
Und da ich ein guter, hilfsbereiter Mensch bin wurden wir ein Team.
Nach fast 3-monatiger Arbeit und vielen gewonnenen Ebay-Auktionen konnte das Auto mit gebrauchten Sitzen, neuem Dach und neuem Lack zugelassen werden.
Schon die erste Fahrt hat mich für jeden Euro und jede Arbeitsstunde entschädigt. Nach mehreren Jahren kann ich zu diesem, zwar alten aber sehr zuverlässigen Auto nur raten, wenn jemand ursprüngliches Roadsterfeeling geniessen möchte.
1. Offenfahren:
Mit Windschott auch bei niedrigern Temperaturen angenehm, bei großer Hitze muss die Klima hart arbeiten, was dem kleinen 1,6 l-Motor etwas zu schaffen macht wenn es in großer Höhe auch noch steil aufwärts geht.
2. Geschlossenfahren:
Bei eingeschränkter Sicht geht es recht eng zu im MX5 NA, Hohe Gechwindigkeiten auf der Autobahn sind nicht die Domäne dieses Autos, dann wird es laut und durstig.
3. Motor:
Der 1,6 l/115PS-Motor ist m.E. immer ausreichend um sehr flott vorwärts zu kommen.untern 9 Sekunden aus dem Stand bis 100 km/h sind auch heute noch ein respektabler Wert. Der sonore Sound ist angenehm so lange man nicht Dauervollgas auf der Autobahn prügelt. In Höhen über 2000 m hat der Motor Mühe die zugeschaltete Klimaanlage zu verkraften.
4. Fahrwerk:
Das schönste am MX5 ist das Gocart-Gefühl. Kurven sind seine Welt und ich fahre mit dem Cabrio am liebsten Pässe so sportlich aktiv wie mit dem Motorrad. Es gibt viele Fahrwerksverbesserungen auf dem umfangreichen Zubehörmarkt, die ich jedoch nicht für norwendig erachte. Der beste Kompromiss fürs Fahren ist die Serienbereifung. Breitere Gummis sind mehr fürs Auge. Im Winter oder bei Nässe ist allerdings Vorsicht geboten. Der MX5 ist eine gemeine Heckschleuder, also nichts für Anfänger, schon gar nicht im Winterbetrieb. Wer damit umgehen kann hat Fahrspass pur!
5. Handhabung:
Kurze Schaltwege passen gut zum sportlichen Auftreten des Autos. Das Verdeck ist in 2 Sekunden offen, in 4 Sekunden wieder zu. Die Sitze sind nicht höhenverstellbar, der Innenraum ist eng. Fahrer über 185 cm Größe haben Probleme eine bequeme Sitzposition zu finden und haben zudem den Scheibenrahmen im Gesichtsfeld. 110 Liter Kofferraumvolumen sind der Tribut an einen Sportwagen. Es gibt einen Gepäcktäger - aber wozu? Ich lasse das Ersatzrad zu Hause.
Ein Highlight ist die Heizung. Selbst bei Schneetreiben sind wir schon offen durch den Winter gebraust und hatten weder kalte Hände noch kalte Füsse.
6. Kosten:
Einen gut erhaltenen MX 5 NA mit 120.000 km Laufleistung bekommt man schon für rund 4000 EUR. Die Versicherung ist supergünstig mit Typkl. 13. Der Spritverbrauch hängt sehr stark von der Fahrweise ab. Ich konnte Verbräuche zwischen 7 und 12 Liter
messen. Steuer nach EURO 1 ist relativ teuer, aber die Betonung liegt auf relativ und der Spass ist jeden Cent wert. Die Serienbereifung ist preiswert zu bekommen (ca. 60 EUR je Reifen incl. Montage)
7. Verarbeitung:
Die Verarbeitung des Ur-MX5 ist über ejden Zweifel erhaben. Ich habe nach 16 Jahren kaum Rost, die Motoren sind extrem robust und für 300.000 km gut, wenn man ihnen etwas Pflege zukommen lässt. Schwachpunkte sind die Zündkabel und die Zündspulen, die hin und wieder der Geist aufgeben. Die Sitze sind schwach, dafür ist die Anschaffung eines Hardtops für die kalte Jahreszeit überflüssig, denn das Stoffverdeck ist qualitativ hochwertig und auch für Laternenparker geeignet.
8. Alltagstauglichkeit:
Man merkt dem MX5 an, dass er als Sportgerät konzipiert wurde. ein Kofferraumvolumen von rund 110l kann nun mal nicht als alltagstauglich bezeichnet werden. Wir haben uns damit beholfen, dass wir auf das Ersatzrad verzichten und statt dessen nur ein Nofallset mitführen. Zur wintertauglichkeit habe ich ja schon einen Satz geschrieben. Das Auto ist auf glatter Straße wirklich nicht einfach zu bewegen. Ich bin außerdem der Auffassung, dass der MX5 viel zu schade ist um ihn den widrigen Verhältnissen des allgäuer Winters mit Feuchtigkeit, Eis, Schnee und v.a. Salz auszusetzen. Genau genommen ist der kleine Spassmachen von Mazda eben doch eher ein Suchtmittel statt ein vollwertiges Fahrzeug.
...
ein Testbericht von Knusperbaer702010-03-12 20:03:26vom 12.03.2010Empfehlung: ja
Vorteile: Fahrspass, Sportlichkeit und Freizeitfeeling...Nachteile/Kritik: Kein Platzwunder, kleiner Kofferraum, nichts für Leute über 1,80 cm.
Da steht er nun vor mir.... mit seinem typischen fernöstlichen Lächeln....denn, ich habe das Gefühl, dass er mir mit seinen Scheinwerfern zulächelt und da geht nicht nur am Himmel die Sonne auf... die Größe passt ja, denke ich mir....genau wie ich, sozusagen auf Augenhöhe darf ich sein "Mützchen" berühren, hiermit meine ich das Stoffverdeck (natürlich Geschmacksache, da es die neusten MX-5 Modelle auch mit Hardtop gibt), nehme Platz, passe -Gott sei Dank- in die schönen abgerundeten Sitze sehr schön rein, so breitflächig bin ich als "Bär" nun auch wieder nicht...nun
greife ich nach hinten, ein Klick und das Stoffverdeck wird nach hinten verschoben, bei meiner Größe von 1,58 cm sind natürlich auch die Arme in ausgestreckter Form immer noch etwas klein, das Verdeck einrasten zu lassen, ist etwas schwierig aber passt schon (würde auch im Stehen klappen:-)) und dann mein Gedanke "Wow, wie geil"...die Sonne brennt, das Dach ist auf, es kommt Luft an mein Fell, endlich wieder Frühling...nicht nur, dass die Sonne scheint, nein, ich darf mit IHM auf Reisen gehen...mit meinem kleinen japanischen Freund, denn das Äußere aber auch das Seelenleben lässt mein Herz höher schlagen....und so wie mein Herz schlägt, so blubbert es auch aus seinem Auspuffrohr...ein Motorengeräusch, dass meinem Ohr gut bekommt, nicht dieses ätzende Geräuschvehicle, bei dem man glaubt, es fliegt gleich der Auspuff auf die Straße...nein, mein kleiner neuer Freund ist ganz anders....übersichtlich im Innenraum und wohlgeformt von außen....in ihm steckt mehr als man glaubt, während des Fahrens ein bißchen nervös auf der Hinterachse im extremem Kurvenbereich (was vielleicht nicht jeder so empfindet), da der MX-5 aus 2003 noch nicht so ausgereift rüber kam als die Modelle, die Ende 2005 auf den Markt gekommen sind
und dennoch....auf der Landstraße mit wehendem Haar und das Gefühl von Freiheit erleben, WAHNSINN....jetzt werden viele denken, dass das nichts Besonderes bei einem Roadster ist aber ich denke, dass es gerade bei einem Mazda MX-5 anders ist, weil die Chemie einfach stimmt. Jedenfalls werden mir die MX-5 Fans zustimmen, dass das Offroad-Feeling ein unvergleichliches Erlebnis ist.
...
ein Testbericht von amgaida2004-12-26 15:02:04vom 26.12.2004Empfehlung: ja
Vorteile: Günstig, Zuverlässig, gutes Fahrwerk, tolles Offenfahrgefühl...Nachteile/Kritik: Rauher und schlapper Motor, wenig Platz
Unser erster MX-5 war einer mit Klappscheinwerfern aus dem Jahr 1997. Dieser blieb jedoch mit einem kapitalen Motorschaden bei 12.000 km liegen und wurde zu diesem Anlass gegen das Nachfolgemodell in Zahlung gegeben. Im Januar 1999 wurde auf uns einer der ersten MX-5 der 2. Serie zugelassen. Bereits der Vorgänger wurde als Zweitwagen meines Vaters nur hin und wieder mal im Sommer bewegt und dem Neuen sollte das gleiche Einsatzgebiet bevorstehen.
Es handelte sich um einen MX-5 1.6 in piniengrün mit Touring-Paket und Kofferträger auf der Heckklappe. Er hatte noch so
einige andere Ausstattungsmerkmale wie "Holz"-Applikationen im Innenraum, die sich verdammt nach *billig* anfühlten, ein Nardi-Lederlenkrad, verchromte und mit dem Schriftzug "MX-5" versehehe Einstiegsleisten, Nebelscheinwerfer mit Aluminiumgitter im Frontspoiler uvm. Nicht zu vergessen die vom Mazda-Tuner POSTERT angebotene 4-Rohr Auspuffanlage, die wirklich fernab jeglichen guten Geschmacks lag. ;)
ALLGEMEIN:
Der Mazda MX-5 der ersten Serie (Modellcode NA) kam 1989 auf den Markt. Aus der Zeit fahren auch eine Menge Importe aus den USA bei uns herum, wo der kleine Roadster unter dem Namen "Miata" verkauft wurde.
Die Einstiegsmotorisierungen waren ein 1.6l-Motor mit zuerst 115 PS. Dieser wurde später, als ein 1.9l-Motor mit 131 PS aufgelegt wurde, in der Leistung auf 90 PS gedrosselt, um den Abstand zum größeren Motor ausreichend wirken zu lassen.
1998 wurde nach immerhin 9-jähriger Bauzeit der Nachfolger NB vorgestellt. Dieser wurde zuerst mit einem 1.6l Motor mit 110 PS und einem 1.9l-Motor mit 140 PS angeboten. Das auf den ersten Blick auffälligste Merkmal des Neuen waren die weggefallenen Klappscheinwerfer. Für Cabriofans ein bedeutender Schritt war die beheizbare Glasscheibe im Verdeck, die nun nicht mehr so stark verkratzte und auch mal "Rücksicht" ermöglichte. Dafür war sie nicht mehr per Reißverschluss einzeln zu öffnen. Auch gab es beim NB endlich Türgriffe, die den Namen verdienten. Der Nachfolger war insgesamt äußerlich etwas runder und auch im Fahrverhalten lagen Welten zwischen beiden Serien.
INNENRAUM / RAUMANGEBOT:
Der Innenraum unseres MX-5 war auf den ersten Blick wirklich schön anzusehen. Das kleine Lederlenkrad und die vielen Holz-Applikationen sahen schick aus. Der hohe Mitteltunnel, auf dem man bequem seinen Arm ablegen konnte, um in angenehmer Griffweite den kurzen Schalthebel vorzufinden, passte perfekt zu dem Auto. Die Instrumente waren gut ablesbar, der Tachometer verfügte über zwei Trip-Zähler und einen Gesamt-Km-Zähler. Feinheiten wie einen Bordcomputer oder gar einen Tempomat fand man in unserem MX-5 jedoch nicht vor. Es gab zwei Airbags für Fahrer und Beifahrer, damit war die Sicherheitsausstattung auch schon vollständig erwähnt.
Die Sitze mit Stoffbezug waren recht bequem, jedoch nicht weiter einstellbar. Auch das Lenkrad war nicht verstellbar, aber es war eh alles recht nah beisammen. Einen optischen Lapsus möchte ich noch erwähnen, und zwar bauten die Japaner zwischen die runden Lüftungsöffnungen und die Holzvertäfelung eine grün beleuchtete, nur mit 12h-Anzeige ausgestattete LCD-Uhr ein, was wirklich schmerzte! :(
Leider bekamen Personen meiner Größe (192cm) schwerwiegende Probleme mit dem Platzangebot. Ich stieß zwar nicht mit dem Kopf an, hatte aber arge Probleme, meine Beine unterzubringen. Bei geschlossener Tür musste ich mein Knie immer versuchen, zwischen Tür und Lenkrad zu quetschen, damit überhaupt das Lenkrad noch drehbar war.
Ein Problem war auch, dass aufgrund der Bauform der Sitz nicht wirklich weit nach hinten verstellt werden konnte. Also musste die Lehne herhalten, die Verstellbarkeit war jedoch auch irgendwann am Ende. Bequem gesessen hab ich immer noch nicht. Kurzum: für mich war´s nicht das perfekte auto. ;)
Nicht sonderlich viel Platz war auch im Kofferraum. Mazda gibt das Volumen mit 144l (VDA) an und das klingt glaubwürdig. Leider war der Kofferraum auch zu flach, um z.b. mal eine Kiste Wasser zu transportieren. Das Wochenendgepäck bekam man schon unter, auch hier boten sich aber weiche Sporttaschen eher an als Hartschalenkoffer. ;)
Mein Vater war mit dem Wagen zu 2 Personen für 2 Wochen in der Toskana im Urlaub. Auch das geht, man muss nur Verzicht üben und oben erwähnten Träger auf der Heckklappe mitführen, durch den sich die Möglichkeiten dessen was man mitnehmen kann etwa verdreifachen.
Die nächste Begrenzung stellt jedoch die erlaubte maximale Zuladung dar. Unser MX-5 wog 1080kg, das zulässige Höchstgewicht betrug 1250kg, da war bei zwei Personen sowieso nicht mehr viel Platz für Gepäck. :)
VERDECK:
Das Verdeck des MX-5 ist kein Textilverdeck, sondern er verfügt über ein Kunststoffverdeck. Dieses hat, wie oben erwähnt, seit dem NB eine beheizbare Glasheckscheibe. Das Öffnen das Verdecks ist einfach und wirklich problemlos. Einfach die Fenster ein Stück runter fahren, rechts und links an der A-Säule einen Entriegelungsknopf drücken und je einen Hebel umlegen, damit sich der Verschluss löst. Dann das Verdeck hinter den Kopf "fallen lassen" und los geht´s.
Genauso schnell und mühelos ist es auch wieder geschlossen. Eine Persenning gibt es zwar, diese ist jedoch extrem fummelig zu befestigen und da das Verdeck auch bei 200 Tacho keinen Muckser macht, bin ich nie mit Persenning gefahren. Mazda hätte sich mal die Mühe machen können und eine Lösung mit Reißverschluss oder Druckknöpfen entwickeln können.
Der Offenfahrspaß bei geöffnetem Verdeck ist sehr groß. Anders als bei manchen Cabrios, wo man vor lauter Windschott und großen Windschutzscheiben (die ihrem Namen alle Ehre machen) nichts mehr vom Wind mitbekommt, ist der MX-5 ein richtiger Roadster. Es weht aus allen Ecken, wobei hier der NA noch 'schlimmer' war. Im NB kann man zumindest mit geschlossenen Seitenscheiben das große Getöse aussperren.
Erwähnen möchte ich an dieser Stelle, dass ich den Wagen auch schon im Winter offen gefahren bin und das sogar recht gut ging. Die Heizung voll an und die Lüftung auf Stufe 5 heizt sehr schnell und wirksam, so dass man auf jeden Fall auch unter +10°C mit Jacke und Mütze den Offenfahr-Spaß genießen kann.
MOTOR / ANTRIEB:
Der Mazda ist ein Roadster und keine Reiselimousine. Wenn die Sonne mal schien, das Dach unten war und man die ersten Kurven unter die Räder bekam, waren alle Platzsorgen vergessen. Es machte einfach Spaß den Wagen zu fahren, auch wenn der Motor an diesem Spaß nicht gerade den größten Anteil trug.
Es handelt sich um einen 16-Ventiler mit 1598ccm Hubraum, der bei 6500 U/min 110 PS entwickeln sollte und nach wie vor in der Form im Programm ist. Das max. Drehmoment gibt Mazda mit mäßigen 134 Nm bei sehr hohen 5000 U/min an. Aus den Daten entnimmt man bereits die Charakteristik des Motors. Es heißt: Dreh mich!
Gut, drehfreudige Motoren sind mir nicht unsympathisch, nur dieser 1.6er war einer der drehunwilligsten Motoren, die ich kenne. Er hatte passables Anfahrdrehmoment, hörte aber bei 3000 U/min mit der Kraftentfaltung schon wieder auf und man war gewillt, einen Gang höher zu schalten. Musste mal gedreht werden, dann vollzog sich das sehr zäh, der Motor lief rauh und legte kaum wirklich an Leistung zu. Wenn man dann im 3. Gang bei 5.500 U/min angelangt war, fühlte es sich an wie eine Ewigkeit und wirklich beschleunigt hatte der Wagen bis dahin noch nicht. Es ging soweit, dass man bei 130 Km/h im 5. Gang an Autobahnsteigungen einfach versauerte und sich mit Kleinwagen der 75 PS-Klasse prügeln musste, weil einfach kein Vortrieb kam.
Auf ebener Strecke waren 160 km/h ein angenehmes Tempo, wer mehr wollte, bekam das auch. Nach langem Anlauf waren 210 km/h auf dem Tacho drin, eingetragen waren 191 km/h als Höchtsgeschwindigkeit. Das etwas lahme Verhalten auf der Autobahn ist sicher auch durch den Cw-Wert von 0.38 zu erklären. Ein Golf IV mit 100 PS ist hier z.B. flotter zu bewegen, nicht zuletzt aufgrund der günstigeren Aerodynamik.
Wenn man sich auf kurvigen Landstrassen aber im 3. und 4. Gang aufhielt, war die Leistung ausreichend, um zügige Kurvenfahrt zu ermöglichen. Hier kam auch das knackige 5 Gang-Getriebe eher zur Geltung als auf der Autobahn. Die Wege waren extrem kurz, die Gänge ließen sich zwar etwas knorrig aber mit exakter Rückmeldung einlegen. Das passte aber gut zum Charakter des Autos und die Schaltung war beinahe perfekt auf den MX-5 ausgelegt.
Der Verbrauch betrug bei mir zwischen 7l bei beschaulicher Küstenfahrt in Holland und 11.5l bei beschriebenen Versuchen auf der Autobahn flott voran zu kommen. Im Alltag waren es meist um 9,5 bis 10l Superbenzin, die der MX-5 verbrauchte. Der 50l-Tank ermöglicht damit auch eine ausreichende Reichweite.
Die montierte Auspuffanlage machte bis 2500 U/min einen ziemlich brummigen Sound, im oberen Drehzahlbereich hörte es sich aber nur noch mahlend und metallisch laut an. Von Sportlichkeit war da akustisch leider keine Rede.
FAHRVERHALTEN:
Der MX-5 sollte - so hatte ich es gelesen - ein einmaliges Fahrverhalten besitzen. Was auf jeden Fall schon auf den ersten Metern auffällt, ist die extrem direkte Lenkung. Sie spricht auf die kleinste Bewegung mit deutlichen Richtungswechseln an. Eine Geschwindigkeitsabhängigkeit gibt es nicht, was besonders auf der Autobahn einen konzentrierten Fahrstil erfordert, wenn man nicht durch bloßes Atmen ständig zickzack fahren will.
Auf der Landstrasse macht der MX-5 richtig Spaß. Die Lenkung ermöglicht kleinste Lenkbewegungen, um den Wagen zu dirigieren. Das Fahrwerk ist dabei sehr komfortabel und keinesfalls holprig. Aber es gibt kaum Seitenneigung, der Wagen liegt wie das sprichwörtliche Brett. Dabei verhält er sich absolut neutral und neigt weder zu über-, noch zu untersteuern.
Wenn man wirklich mal zuviel des Guten gibt, rutscht er gutmütig über alle vier Räder nach außen. Selbst durch bewusstes Gaswegnehmen lässt er sich kaum zum Übersteuern verleiten, durch Gaseinsatz auch nur bei Nässe. Ansonsten klebten die Reifen im Format 195/50 15 sprichwörtlich auf dem Asphalt.
Beim Offenfahren sei erwähnt, dass sich die Karosserie etwas aber nicht sehr stark verwindet. Da man aber offen meist eh etwas besonnener unterwegs ist, fällt das nicht ins Gewicht.
Die Bremsen des MX-5 waren ok aber nicht sonderlich giftig. Man hatte stets ein etwas teigiges Bremsgefühl und sie machten den Eindruck, dass hier keine Sportbremse verbaut wurde. Das ABS habe ich bei normaler Fahrweise nur im Nassen gespürt, der Grip war jederzeit sehr gut.
Der Wagen fühlt sich absolut leicht und trotz des kurzen Radstands von unter 2.30m bei 4m Außenlänge nicht nervös an. Wie erwähnt, man wird nicht übermäßig durchgeschüttelt und ist insgesamt komfortabel unterwegs. Klar, beim Überfahren von Schienen oder Kopfsteinpflaster ist der Wagen keine Sänfte, aber wir reden hier von einem Roadster. Insgesamt eine tolle Mischung, die ich so auch bisher einzigartig finde und nicht wieder erlebt habe. Sehr positiv auch der extrem geringe Wendekreis, den Mazda mit 9.70m angibt.
Die Übersichtlichkeit der Karosserie ist für größere Fahrer recht gut. Hinten sieht das Heck mit integrierter 3. Bremsleuchte wie ein Entenbürzel aus, bei dem man gut abschätzen kann, wie kurz der Wagen ist. Nach vorne hat man es auch recht bald raus, obwohl die lange Schnauze an sich unübersichtlich ist. Kleinere Fahrer(-innen) dürften da so ihre Probleme haben.
KOSTEN:
Unser MX-5 hatte einen Neupreis von ca. 46.000 DM nach Liste. Gekauft wurde er für 41.800 DM bei Barzahlung. Inklusive war der teure Umbau der Frontschürze mit dem oben erwähnten Alugitter. Nur in dieser Schürze liessen sich Nebelscheinwerfer integrieren. Diese waren zu dem Zeitpunkt ab Werk nicht mitzubestellen. Auf den Fotos ist das hoffentlich zu erkennen, falls Ihr Euch jetzt nichts darunter vorstellen könnt. ;)
Der Unterhalt als reiner Zweitwagen stellte sich auch günstig dar. Mein Vater machte nach 1000 km einen Ölservice, der umsonst war. Bei 15.000 km gab es eine kleine Inspektion, die wenn ich mich recht erinnere gut 300 DM kostete. Die Steuereinstufung nach Euro 3 macht seit 2004 eine Kfz-Steuer in Höhe von 108,- Euro aus.
Die Versicherungseinstufung für den MX-5 1.6 ist für Haftpflicht/Vollkasko/Teilkasko:
alt: 13 / 20 / 34
neu: 13 / 21/ 22
Wir fuhren in den 4 Jahren, die wir den MX-5 hatten rund 27.000 km mit ihm und gaben ihn für 13.000 EUR in Zahlung für einen Mazda 6 Sportkombi (Bericht in meiner Sammlung). Der Wertverlust hält sich also noch einigermaßen im Rahmen.
Positiv zu erwähnen ist die 3-Jahres-Garantie von Mazda in Deutschland. Auch wenn wir nie die Garantie in Anspruch nehmen mussten, ist es gut zu wissen, dass es eine gibt. Der einzige Schaden an dem Auto waren zwei kleine Beulen auf der Motorhaube durch Hagelkörner, was jedoch über die Versicherung abgewickelt wurde.
FAZIT:
Heute, wo sogar SLK und TT schon als "Roadster" bezeichnet werden, ist für mich der MX-5 einer der wenigen wahren Vertreter dieser Gattung. Er ist leicht, klein und liegt wieselflink auf der Strasse. Mittlerweile hat Mazda das Ausstattungsangebot deutlich erweitert, so dass auch jeglicher Schnickschnack nachgerüstet werden kann.
Als Erstwagen ist er für mich zu wenig Auto, als Zweitwagen kann er eine Menge Freude bereiten, wobei die zuverlässige Technik und die lange Modellgeschichte eindeutig für den MX-5 sprechen. Einziges Problem ist evtl. das wirklich mangelnde Platzangebot für Personen über 1.80m und beim 1.6er der Motor, der in Laufkultur und Leistungsabgabe enttäuscht. Ein 2.5 Liter Sechszylinder wäre genau das, was dieser Wagen bräuchte. :)
Daher ziehe ich auch einen Stern ab und der MX-5 1.6 bekommt von mir 4 Sterne.
Ich hoffe Euch hat der Bericht gefallen. Über Eure Bewertung und Kommentare freue ich mich. Bis nächstes Mal! :)
PS: Der Bericht erscheint so auch unter gleichem Usernamen bei Ciao.de!
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ein Testbericht von a_wendt2003-08-15 14:54:34vom 15.08.2003Empfehlung: ja
Vorteile: klein spritzig Wendig...Nachteile/Kritik: ein paar Schoenhietsfehlerchen
Ich habe mir als alter Mazda Fan - im Februar 2001 wieder einen MX-5 geholt und
bin ein wenig enttäuscht :(
Mein "Alter" war ein NB also der aktuelle MX-5 vor der Umarbeitung und der war
meines Empfindens nach wesentlich besser. Besser verarbeitet... usw.. Ich Zähle gern mal auf :
- Bei meinem neuen MX-5 klappert der Beifahrersitz wenn dieser nicht belegt ist
-Ab Tempo 160 siht man die Motorhaube sich bewegen, um so schneller man fährt
um so schlimmer ist dieses, auf eine Anfrage bei meinem Händler gab es
nur die
flchsige Antwort ja das ist wegen dem großen Kühlerlufteinlass und könnte bei
der nächsten Wartung mit anderen (strafer)Gummistücken behoben werden
- ich denke er ist ein wenig langsamer obwohl gleicher Motor(Mazdas Begründung
: neue Abgasnormen usw.)
-ein leises kreischendes Geräusch an den Bremsen (Mazdas Erklärung : ist normal
gibts schon immer - können wir nichts dran tun ist auch nicht schlimm)
Ausserdem sind ein paar der Veränderungen unüberlegt :
Wenn ich meinen Arm auf die Mittelkonsole lege -was eine normale Sitzstellung
ist wegen wenig Platz und dem lustigen Schaltstick (den ich übrigends urwitzig
und spassig finde - einer der Gründe warum ich mir einen MX-5 geholt habe) kommt
man immer mit den neuen Fächern in Berührung und macht das eine sogar auf :(
Ausserdem scheinen die Sitze (die ich eigentlich ja Schick finde) dafür zu
sorgen das man bei etwas besserem Wetter immer mit einem Durchgeschwitzten Rücken
aus dem Auto steigt.
Genauso unsinnig empfinde ich dieses Überwitzige riesige Radio was jetzt im
Lieferumfang dazugehört, Die Anschlüße sind eine spezialkonstruktion von Mazda und
der Klang des Radios ist auch unter aller Sau. Nachdem ich es geschafft habe
mir alle Adapter und nötigen Zusatzteile zu besorgen und ein anderes Radio
eingebaut habe erfreue ich mich auch wieder am Klang der garnicht so schlechten Boxen
Abschließend kann ich da nur sagen :
Bei so vielen kleinen Fehlern fängt selbst ein Mazda MX-5 Fan wie ich an zu
zweifeln.
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ein Testbericht von cwagner2002-06-27 16:46:03vom 27.06.2002Empfehlung: ja
Hier möchte ich euch über meine Erfahrungen mit einem Mazda MX-5 berichten, den ich seit etwa drei Jahren fahre. Es ist ein MX-5 NA Miata, Baujahr 1990 (also ein US Import, da es dieses Modell erst ab 1991 als deutsche Version gab), er ist aussen „Klassisch-Rot“ und innen schwarz.
Der Neupreis betrug damals ca. 35.500 DM (genauer 16.100 US$, es ist ja ein Ami), heute, seit 1997 gibt es die neue Modellreihe NB, sind die Basismodelle ab etwa 20.000 € zu haben, Gebrauchte gibt es ab etwa 5.000 €.
Er
ist in die Versicherungsklassen VK:23; TK:34; HPF:15 eingestuft, also gar nicht soo teuer.
Technik:
+ 4-Zylinder Reihenmotor, 1,6 Liter
+ 16 Ventile, elektronische Benzineinspritzung, wassergekühlt
+ Leistung: 85 kW (115 PS) bei 6500 Umdrehungen pro Minute, Drehmoment weiss ich leider selber gar nicht
+ 5 Gang-Getriebe
+ Hinterradantrieb, Einzelradaufhängung, vorn und hinten Doppelquerlenker und Schraubenfedern, Scheibenbremsen vorne und hinten (vorn innenbelüftet), LM-Felgen, Servolenkung
Fahrleistungen:
+ Die Beschleunigung ist mit etwas unter 10 Sekunden von Null auf 100 Km/h angegeben.
+ Die Höchstgeschwindigkeit liegt laut Hersteller bei 193 km/h, laut Tacho bei etwa 210 km/h. Das sollte man dann allerdings nur mit geschlossenem Dach fahren, wobei schon ab etwa 160 km/h die Windgeräusche unangenehm laut werden, offen kann man dagegen bis etwa 140 km/h ohne Sturm im Inneren fahren, vorrausgesetzt man hat ein Windschott (ohne Windschott sind schon 120 km/h sehr windig).
+ Der Verbrauch liegt zwischen 7,5 und 11 Litern Benzin bleifrei pro 100 km, das hängt natürlich von der Fahrweise ab, aber um über 9 Liter zu kommen muss man sich aber schon sehr anstrengen oder offen über die Autobahn rasen.
Das sind natürlich nur die puren Zahlen, was die aber nicht ausdrücken, das ist der Fahrspass, den man mit diesem Auto haben kann. Das geht schon eher durch einige weitergehende Beschreibungen:
+ Enges Cockpit, ganz in schwarz gehalten, gut verarbeitet (kein Klappern)
+ Kleiner (bis winziger) Kofferraum (es passt nur ein Kasten Bier oder Sprudel hinein, und das auch nur, wenn man das Reserverad ausbaut, allerdings war ich auch schon zu zweit für ein paar Tage beim Zelten, komplett mit Zelt, Schlafsäcke, Isomatten, und Gepäck...)
+ „Schlafaugen“ (= Klappscheinwerfer, die hat der „Neue“ NB leider nicht mehr)
+ Klassische, schön geschwungene Karosserieform
+ Kurze knackige Schaltwege
+ Meiner hat noch einige ganz lustige Features, wie kleine Boxen in den Kopfstützen der Sportsitze, Klimaanlage, Tempomat, elektrische Fensterheber, das sind wohl die Überbleibsel der amerikanischen Ausgabe, eigentlich Luxus, die aber doch ganz nett sind, wenn man sie hat.
+ Der MX-5 hat eine sehr gute Balance, je 50 % des Fahrzeuggewichtes liegen auf der Vorder- bzw. Hinterachse, dadurch ergibt sich ein hervorragendes Handling und ein tolles Kurvenverhalten. Obwohl es mir manchmal so vorkommt, dass die tiefe Sitzposition die subjektiven Fahreindrücke noch verstärkt, es kommt einem eben so vor als „klebt“ man auf der Strasse. Die Fahrweise erinnert somit stark an die eines Gokarts, was durch die direkte Lenkung unterstrichen wird.
Interessant ist auch, dass der MX-5 der erste Roadster seit den Siebzigern nach diesem alten, klassischen, eigentlich ur-englischem Konzept ist: Zwei Sitze, Cabrio, eher sportliche Fahrleistungen, und nur mit dem Ziel seinem Fahrer Fahrvergnügen zu offerieren.
Nachfolger oder Nachahmer gab und gibt es viele: BMW Z3, Audi TT, Fiat Barchetta, Mercedes SLK, Opel Roadster, Honda S2000, etc.
Im Vergleich mit diesen schneidet der MX-5 aber recht gut ab, er ist um einiges besser verarbeitet als der Fiat, ist erheblich billiger als der Mercedes oder der BMW, ist natürlich aber auch kein reinrassiger Rennwagen wie zum Beispiel der Honda S2000.
Ich fahre „Meinen“ nun seit etwa drei Jahren, ich bin noch nie liegengeblieben oder hatte gössere Reparaturen, sonder musste nur einmal den Fensterhebermotor austauschen, und hatte einen Marderbiss an den Kabeln zu den Zündkerzen, die als Spätfolge allerdings einen neuen Katalysator nach sich zogen.
Fazit:
Der MX-5 vermittelt die in der Werbung angesprochene Freude am Fahren, das Zoom-Zoom-Feeling, er hat ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, kurz er macht einfach Spass und keinen Kummer.