|
Home > Bücher > Bücher Belletristik > Belletristik Importe, Fremdsprachige Literatur > Bücher Importe, Fremdsprachige Literatur A-Z > Bücher Importe, Fremdsprachige Literatur - T > Frank McCourt: Teacher Man > Überblick
|
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
| Angebot/Beschreibung | Preis | endet in | Gebote | Shoplink | |
| TB - Teacher Man - McCourt Frank |
9,95 € |
29T 7Std. | 0 | ||
| TB - Teacher Man - McCourt Frank |
8,95 € |
29T 7Std. | 0 | ||
| ' Tis von Frank McCourt (2000) |
1,00 € | 6T 4Std. | 0 | ||
| Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt (2000) |
1,00 € | 6T 22Std. | 0 | ||
| Die Asche meiner Mutter von Frank McCourt (1998) |
1,00 € | 1T 22Std. | 0 | ||
| Ein rundherum tolles Land von Frank McCourt (2001) |
1,00 € | 1T 20Std. | 0 | ||
| Alle Angebote für Frank McCourt: Teacher Man gebundene Ausgabe von(gebundene Ausgabe) | |||||
![]() Hier schreibt ein begnadeter Autorein Testbericht von Gemeinwesen2006-12-07 15:41:36 vom 07.12.2006 Empfehlung: ja Vorteile: alles - "Teacher Man" ist ein überaus lesenswertes Buch...Nachteile/Kritik: nichtsMit dem Überraschungserfolg „Angela’s Ashes“ ist McCourt zu späten wie plötzlichen literarischen Ehren gelangt. Erst schossen seine Erinnerungen an die Spitzen der Belletristik-Bestsellerlisten, dann machte Regisseur Alan Parker („The Wall“, „Die Commitments“) aus McCourts lesenswerter literarischer Vorlage einen überaus sehenswerten Film (Tipp: allein McCourts Audiokommentar macht die DVD-Version zum echten Glücksgriff für alle Grenzgänger zwischen Literatur und Film). Mit der Fortsetzung seiner Memoiren ’Tis (deutsch: Ein rundherum tolles Land) meldete McCourt sich wenig später zurück und stellte eindrucksvoll unter bewies auch den letzten Zweiflern, dass die es hier nicht mit einer literarischen Eintagsfliege zu tun hatten. 2006 hat McCourt erneut nachgelegt, und auch Teacher Man (deutsch: Tag und Nacht und auch im Sommer) enttäuscht nicht. Im Grunde bin ich kein großer Fan von verschriftlichen Lebenserinnerungen; weder von Biographien noch von Autobiographien. Ausnahmen gibt’s auch hier natürlich: Den Büchern von Janina David („Ein Stück Himmel“, „Ein Stück Erde“ und „Ein Stück Fremde“) habe ich bereits vor Jahren einen Ehrenplatz in meinem Bücherschrank eingeräumt, Peter O’Tooles “Loitering with Intent“ und “Child in Time“ von Deep Purple-Frontmann Ian Gillan und sicher noch ein paar andere Memoiren habe ich auch im Laufe der Jahre gelesen. Dass ich McCourts “Angela’s Ashes“ gelesen habe, ist also nicht unbedingt selbstverständlich; dass ich seine anderen Bücher auch lesen würde, war mir aber nach seinem Erstling ziemlich klar. Wer nach all diesem Vorschusslorbeer ein Buch erwartet, dass mit spektakulärem Inhalt aufwartet, wird enttäuscht sein: “Teacher Man“ ist zunächst einmal das, was der Titel verheißt – ein Buch, in dem es in weiten Strecken um den Lehrberuf geht; und der hier (ne)schreibt, ist natürlich der Lehrer selbst. Wer jetzt eine Anekdotensammlung erwartet, liegt allerdings genauso falsch wie der, der sich eine Art Anleitung für den Lehrberuf erhofft. Denn McCourts Buch über den Lehrer McCourt ist mindestens im gleichen Maß ein Buch über den Zweifler McCourt. Über einen Menschen, den, so scheint es, in den Lehrberuf verschlagen hat und der permanent im Widerstreit mit sich selbst darüber liegt, ob seine Entscheidung für den Lehrberuf richtig war. McCourt beschreibt sich als zutiefst unsicheren Menschen, dessen Lehrmethoden oft genug aus der Not geboren scheinen. Und niemand scheint es mehr zu überraschen als McCourt, wenn er damit nicht nur bei seinen Schülern ankommt, sondern manchmal sogar bei seinen Vorgesetzten. Diese Unsicherheit und sein Bekenntnis dazu machen McCourt auch doppelt sympathisch. Zum einen als einen Menschen, der sehr offen mit den eigenen Schwächen umgeht, zum anderen als einen Lehrer, der, indem er die eigene Befähigung und Methode in Frage stellt, auch ein besonderes Licht auf seine Kollegen wirft: Was sind das eigentlich für Menschen, die das allein selig machende Wissen über den perfekten Unterricht für sich gepachtet zu haben scheinen? Und während McCourt sich noch fragt, warum er selbst nicht so sein kann wie seine Berufskollegen, fragen wir als seine Leser uns längst, warum, zum Teufel, McCourt so sein sollte wie seine Kollegen. Wahrscheinlich ist das Verfassen von Autobiographen, wenigstens zu einem Teil, immer auch therapeutisch. Für McCourt jedenfalls scheint das Aufarbeiten der eigenen vita wichtig zu sein, und das merkt man. Wenn er sich selbst als Mensch und Lehrer auf den Prüfstand stellt, dann spart er nicht an Kritik; und oft genug möchte man ihm irgendeine Ermunterung zurufen. Das ist aber vielleicht auch gerade das Spannende und Wertvolle an McCourts Büchern: dass ihnen jede Art von Großspurigkeit abgeht. Wir lesen, um zu wissen, dass wir nicht allein sind – wenn es stimmt, was ein kluger Mann einmal gesagt hat, dann sind McCourts Bücher Balsam für die Seele aller Zweifler, die sich mit Leidenschaft selbst in Frage stellen. Dass seine Unsicherheiten und die Probleme, die sich daraus für ihn ergeben, nicht zuletzt späte und dauerhafte Folge seiner Erziehung und seiner eigenen schulischen Erfahrungen im kreuzkatholischen Irland sind, ist auch McCourt klar. Umso anrührender ist es, wie wenig Bitterkeit aus McCourts Büchern spricht. Sind es in “Angela’s Ashes“ vor allem die äußeren grausamen Umstände, die dem Leser in Erinnerung bleiben, sind es in “Teacher Man“ vor allem die inneren Konflikte. McCourts Kindheit dun Jugend hallen nach, und die Echos sind noch in “Teacher Man“ deutlich zu hören. Wenn McCourt in einem kleinen, unscheinbaren Nebensatz von seinen roten Augen spricht, werden Leser der ersten beiden Teile seiner Erinnerungen sich sicher an McCourts ersten Job als Kohlenträger erinnern, den er als Junge annahm, um der Familie zu helfen – und dem er ein chronisches Augenleiden verdankt. Man muss McCourts erste Bücher nicht gelesen haben, um “Teacher Man“ zu verstehen oder darin eine glänzend geschriebene Autobiographie zu sehen. Man bringt sich allerdings um zwei Drittel großartiger Literatur, wenn man “Teacher Man“ liest, ohne “Angela’s Ashes“ und “’Tis“ zu kennen. Die deutsche Fassung des Buches stammt übrigens von einem Menschlein namens Rudolf Hermstein – ob der sich auf sein Handwerk ähnlich gut versteht wie McCourt oder wie Wundertier und Meister aller Übersetzungsklassen Harry Rowohlt (der McCourt seinerzeit wohl etwas vergrätzte, weil er, o Anmaßung, dem Autor beim Schluss seines noch im Entstehen begriffenen Erstlings unter die Arme greifen wollte), der "Angela's Ashes" ins Deutsche übertragen hat, kann ich nicht sagen, denn ich habe mich auch diesmal ans gut zu lesende Original gehalten. ... |
Leela, 07.12.2006
sh :o
Vicky, 07.12.2006
Sehr hilfreich - Vic
LittleSparko, 07.12.2006
lg, daniela
Alle Kommentare anzeigen
Bericht bewerten und eigenen Kommentar schreiben
|
||||
| 1-1 von 1 Bücher Importe, Fremdsprachige Literatur - T | |||||
|
Allgemeine Informationen Frank McCourt: Teacher Man
EAN: 9780007179626
ISBN: 0007179626
gelistet seit: 02.03.2005
Hersteller: McCourt, Frank weitere McCourt, Frank Bücher Importe, Fremdsprachige Literatur - T Bewertung durch unsere Mitglieder
| Details Schlagworte: Amerikanische Belletristik / Roman, Erzählung;Englische Bücher / Biografie, Erinnerung;New York City / Erinnerung, Brief, Tagebuch; Hersteller / Verlag: Harper Collins Publ. UK Spezielle Kennzeichen: Trade Paperback Kurztitel: Mccourt, F: Teacher Man Ausgabeformate: Gebundene Ausgabe Unverbindliche Preisempfehlung: 17.00 Seitenzahl: 352 Erscheinungsjahr: September 2005 Zusätze: Englisch |






















