Medikamente im Internet
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Medikamente im Internet Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
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Annna13

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ein Testbericht von 2005-10-03 22:15:47 vom 03.10.2005
Empfehlung: nein
Ob Aspirin oder Anabolika, Absinth oder Viagra: das Internet bietet mittlerweile auch im Gesundheitsbereich alles, was weltweit in den Pharmalabors, dubiosen Naturapotheken und dunklen Giftküchen produziert wird. Wegen zunehmender Probleme warnen Experten vor einem russisch-Roulette mit den @-Pillen, ähnlich spricht die Verbraucherzentrale Baden-Württemberg von abenteuerlichen Ergebnissen einschlägiger Probenkäufe.

So sind nach Tests der Arzneimittelkommission der Deutschen Ärztschaft mindestens 7% aller Arzneimittel weltweit gefälscht, zudem werden Beipackzettel häufig nicht mitgeliefert, und man wirbt mit falschen Indikationen: Antiepileptika werden z. B. Gegen Depressionen und Konzentrationsschwäche verkauft, Prozac gegen Bulimie oder Migräne.

Vorm Surfen mit Nebenwirkungen warnen Wissenschaftler besonders bei den s.g. Smartdrugs: In „schwindel erregender Vielfalt werden die cleveren Pillen als magical medicines für alles angepriesen, was den Lifestyle fördert. Präparate wie Stabilium oder Brainstorm sollen neben verstärkter geistiger und körperlicher Leistungskraft, Entspannung, sozialer Kompetenz, erhöhter Konzentration und sexueller Genussfähigkeit auch das Leben verlängern.Gefährlich sind sie vor allem deswegen, weil ihre Wirkstoffe nur im Krankheitsfall unter ärtzlicher Kontrolle verwendet werden dürfen.

So wird etwa das Parkinsonpräparat Seleginin als Anti-Aging-Mittel und libidosteigerndes Aphrodisiakum angepriesen. Wirkungen, auf die es aber niemals untersucht wurde, wie von Experten betont wird. Ähnlich soll das Antiepileptikum Phenytoin als Turbo fürs Gedächnis Konzentrationsstörungen beseitigen und Denk- wie Lernfähigkeit fördern, obwohl gerade bei dieser Substanz Konzentrations- und Gedächnisstörungen bekannte Nebenwirkungen seien völlig unabhängig davon, daß es bereits in minimalen Überdosierungen stark giftig wirke. Bei beiden Stoffen wurden gefährliche Wechselwirkungen mit anderen Arzneimitteln beobachtet bei Selegenin etwa kam es mit Antidepressiva zu Todesfällen.

Als gefährlich erweisen sich auch viele der angeblich harmlosen pflanzlichen Lifestylemittel. So feiert der in Europa und den USA schon lange verbotene Absinth (Wermut) eine webweite Wiederauferstehung als Antistress- und Beruhigungsmittel. Alsem oder ähnliche Wermutprodukte beruhigen aber kaum, sondern führen zu Krämpfen, epilepsieähnlichen Auffällen und Nierenversagen oder geistiger Verwirrung. Beim vermeintlichen Wachmacher Herbal Ecstasy (Ephedra) wiederum kommt es neben Herzrasen, Unruhe oder Angstzuständen auch zu Psychosen und körperlicher Abhängigkeit.
Nachdem im letzten Jahr mehrere Todesfälle durch falsch Onlinebehandlungen bekannt wurden, warnt auch dasLondoner Gesundheitsministerium ebenso wie die US-Regierung vor den @-Pillen: Viele der im Internet angebotenen Medikamente und Heilmittel seien wirkungslos oder gesundheitsschädlich. Bei Untersuchngen ermittelte die US-staatliche Handelskommission FTC über 800 obskure Webanbieter, von denen mehrere nun strafrechtlich verfolgt werden, weil sie Patienten online völlig falsche Hoffnungen auf Heilung machen bei multipler Sklerose, Herz- und Kreislaufleiden oder Arthritis ebenso wie bei Krebs und Aids.

Einen vernünftigen Grund, Medikamente per Zufallsrecherche im Internet zu ordern gibt es nicht. Bei vielen @-Pillen steht nicht nur die Gesundheit auf dem Spiel, sie sind auch durchschnittlich 5-fach teurer als in Apotheken. Außerdem dürfen ausländische Medikamente rein rechtlich gesehen nur gegen Vorlage eines Rezeptes eingeführt werden: Wer also entsprechende Arzneimittel online ordert, begeht immer eine Ordnungswidrigkeit oder eine Straftat.

Es stimmt, daß es verführerisch und bequem ist, von zu Hause Medikamente zu bestellen, es sind aber eben ein Produkt, bei dem es eigentlich grundsetzlich nie machen müsste. Also definitiv müsste es, meiner Meinung nach, nicht möglich sein, Arzneimittel im Internet zu bestellen. Man kann sich natürlich denken, dass dies auch ein Geschäft ist wie mit Drogen und Pornographie, wir können also nicht ruhig auf angemessene Gesetzgebung warten. Sondern müssen unser Bewußtsein entsprechend lenken. Und unsere Kinder nicht vergessen.



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Kommentare
25188
25188, 10.07.2002
klingt ziemlich abgeschrieben. Die eigene Meinung fehlt jedenfalls.
diana75
diana75, 02.04.2007
GRUSS
Duffy_2000
Duffy_2000, 04.04.2002
Sehr interessante Ausfuumlhrung, sollte man mal druumlber nachdenken
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poeschel

0800DocMorris

ein Testbericht von 2003-04-11 13:49:26 vom 11.04.2003
Empfehlung: nein
Vorteile: Möglichkeit Geld zu sparen...
Nachteile/Kritik: Liefert nicht
Ich möchte hier meine Meinung zu 0800docmorris bekannt geben:

Allgemeines:
0800DocMorris ist eine niederländische Versand-Apotheke. Dort kann man sich also Medikamente bestellen. Auch Rezepte können eingelöst werden. Dabei fallen im Gegensatz zu den herkömmlichen Apotheken in Deutschland keine Rezeptgebühren an. Da der Arzneimittelversand in Deutschland verboten ist, wendet 0800DocMorris einen Trick an. Man bestellt die Medikamente und beauftragt einen Botendienst, zum Beispiel die Deutsche Post AG, die bestellen Medikamente abzuholen und zu sich selbst nach Hause zu liefern. Dies alles geschieht für den Besteller völlig unkompliziert in einem Arbeitsgang.
Bestellen kann man per Internet, Telefon, Fax oder Brief. Ein Bestellformular kann man sich von der Homepage herunterladen, ausfüllen und dann an 0800DocMorris schicken.


eigene Erfahrungen:
Ich persönlich habe zweimal bei 0800DocMorris bestellt. Davon möchte ich hier berichten.

1) Ich wollte ein nicht ganz billiges Medikament, für welches ich ein Rezept hatte, bestellen. Allerdings wollte ich das Medikament an eine andere Adresse geschickt haben als auf dem Rezept stand. Dazu ging ich also auf die Webpage http://www.0800docmorris.de und registrierte mich zuerst einmal. Bei der Registrierung gab ich unterschiedliche Rechnungs- und Lieferadressen an. Dies war völlig problemlos.
Anschließend suchte ich mein Medikament in der großen Medikamentendatenbank und löste eine Bestellung aus. Dies war dann schon nicht mehr ganz so einfach. Zwar konnte ich dabei meine Lieferadresse angeben, doch stand auf der Bestellbestätigung immer die Rechnungsanschrift als Lieferanschrift. Also blieb mir nichts anderes übrig als die Rechnungsanschrift zu ändern. Jetzt stand also als Rechnungsanschrift und Lieferanschrift die Adresse an die ich das Medikament geliefert haben wollte. Nun habe ich noch schnell die Bestellbestätigung ausgedruckt und mit dem Rezept zusammen an 0800DocMorris geschickt.
Leider habe ich nach ein paar Tagen mein Rezept, und nicht das Medikament zurück bekommen. Immerhin war die Apotheke noch so nett und hat einen Brief beigelegt, darin heißt es, dass sie derzeit mehr Bestellungen bekommen als sie verarbeiten können und mir deshalb mein Rezept zurück schicken. Dummerweise wurde das Rezept aber an die falsche, nämlich die eigentlich Rechnungsadresse nicht an die Lieferadresse geschickt.

2) Ein paar Wochen später wollte ich den Service der Apotheke noch einmal in Anspruch nehmen und habe diesmal ein billiges Schmerzmittel mit Rezept bestellt. Diesmal klappte die Unterscheidung zwischen Rechnungs- und Lieferadresse im Internet. Also habe ich das Formular wieder ausgefüllt und ausgedruckt. Diesmal habe ich noch einen Klebezettel auf das Rezept geklebt. Darauf habe ich noch mal darauf hingewiesen, dass unbedingt an die Lieferadresse und nicht die auf dem Rezept stehende Rechnungsadresse geliefert werden soll.
Leider war es auch diesmal nichts mit einer Lieferung. Ich erhielt meine Unterlagen zusammen mit dem Rezept und dem Klebezettel natürlich an die Rechnungsanschrift geschickt. Wieder enthielt der Brief den Hinweis, dass es zu viele Anfragen gibt.


Fazit:
Vielleicht funktioniert die Apotheke ja manchmal, dann kann man sogar richtig Geld sparen. Mir wurde allerdings bei zwei Bestellungen nie etwas zugestellt. Das ist für mich enttäuschend und ich würde 0800DocMorris niemanden empfehlen, denn es nützt ja nichts eine Chance auf eine Ersparnis zu haben, die aber nicht funktioniert.
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Bonkers

Sollte man Medikamente übers Internet bestellen können?

ein Testbericht von 2003-03-23 13:19:02 vom 23.03.2003
Empfehlung: ja
Ich persönlich finde das es schon eine gute Idee wäre, wenn man auch endlich Medikamente im Internet bestellen könnte. Man kann ja mittlerweile schon fast alles online bestellen, das geht ganz einfach und man muss sich nicht mal mehr aus dem Haus bewegen, auch wenn das schade wäre wenn man seine Wohnung nicht mehr verlässt. Aber bei vielen Dingen hat man einfach keine Lust sie so zu kaufen, weil es ein zu großer Aufwand wäre. Wenn ich z.B. jedes mal in die Apotheke fahren muss nur, weil ich kein Aspirin mehr habe, dann finde ich das nicht so toll und bei mir in der Nähe gibt es zufälligerweise auch keine Apotheke, also bin auch ich davon betroffen.


Es wäre dann doch super, wenn man solche leichten Medikamente wie Aspirin, Schmerzsalbe, Augencreme oder Abnehmpillen. Das sind Medikamente wo ich sage die sind nicht so stark, das man sie auch ruhig frei verkaufen könnte, jeder kann ja den Beipackzettel lesen und weiß dann was passieren kann und das reicht dann auch, es wird ja hoffentlich keiner an Aspirin oder ähnlichem sterben.


Ein weiterer Aspekt ist natürlich das die Medikamente deutlich günstiger angeboten werden könnte, das wäre auch nicht gerade übel. Die meisten Sachen die man online kaufen kann sind billiger, als in echten Geschäften und seid mal ehrlich Medikamente sind schon ziemlich teuer, da käm sowas doch ideal. Besonders wenn man oft das gleiche Mittel kauft, das nicht von der Kasse bezahlt wird.


Ich will auf keinen Fall das man die Apotheken abschafft, die sind sehr gut und wenn man dann doch mal eine Beratung braucht sind die für einen da, ausserdem können nur die einem auch bestimmte Medikamente mischen und zubereiten, ja das gibt es auch noch. Also man muss da dann trennen zwischen den Dingen die im Internet verkauft werden dürfen und den Medikamente die weiter nur mit Rezept in der Apotheke erhältlich sind, so würde ich das jedenfalls machen.


Also wie ihr sehr ich finde sowas wirklich gut, jetzt muss nur noch gehandelt werden, damit wir bald auch unser Aspirin im Netz bestellen können.
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Kommentare
FLESCH
FLESCH, 23.03.2003
Ich halte davon garnichts.
MissyG
MissyG, 12.02.2004
Das Problem bei Online-Apotheken ist u.a. das man keinerlei Beratung erhaumllt. Man kann also nur rezeptfreie Medikament bestellen, die man wirklich kennt. Wenn man etwas gegen Schnupfen beim Baby sucht, muss man in eine richtige Apotheke oder zum Arzt
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FrankL

DocMorris und „aut-idem“: Anstelle der verordneten Medikamente nach 3 Wochen nur Billig-Nachahmer zu

ein Testbericht von 2002-12-22 07:50:32 vom 22.12.2002
Empfehlung: nein
Ich möchte über meine Erfahrungen mit der niederländischen Versand-Apotheke DocMorris berichten, insbesondere unter Berücksichtgung der derzeitigen "aut-idem"-Regelung.

Meine Frau hat einen weit überdurchschnittlichen Bedarf an Medikamenten. Bei der enormen Zahl an Tabletten, die sie schlucken muss, liegt unsere Rezept-Zuzahlungsgebühr als gesetzlich Krankenversicherte bei über 300 Euro im Jahr. Da lag es nahe, die niederländische Versandapotheke DocMorris auszuprobieren, denn Rezept-Zuzahlungen in Holland gibt es nicht.

Zu den Versandmodalitäten ist zu sagen, dass das Kassenrezept per Post an eine deutsche Adresse in Herzogenrath geschickt werden muss. Die Rezepte werden von dort über die Grenze gebracht und in Holland eingelöst. Die Ware wird wieder nach Deutschland transportiert und an den Auftraggeber versandt. Innerhalb von 4-5 Tagen soll der Auftraggeber die Ware erhalten – so ein schriftliches Antwortschreiben von DocMorris. WICHTIG: Hinsichtlich der Einlösung des Kassenrezepts werde deutsches Recht zugrunde gelegt.

Nun zu unserem Fall:
Am 3.12.02 habe ich ein Kassenrezept an DocMorris gesandt, nachdem wir sichergestellt hatten, dass die Medikamente für noch ca. 10 Tage ausreichten. Da wir nach 7 Tagen noch immer auf die Medikamente warteten, habe ich versucht, DocMorris telefonisch zu erreichen. Keine Chance! Zwar gibt es eine 0800er Rufnummer; dieses ist aber nur eine Info-Hotline, die u.a. auf eine Faxabruf-Nummer verweist. Möchte ich ein persönliches Gespräche, so sagt mir der Sprachcomputer: „Tut mir leid. Alle Mitarbeiter sind in einem Gespräch. Bitte rufen Sie ein anderes Mal an.“

Dieses habe ich dann auch getan – insgesamt 25 mal innerhalb von 3 Tagen! Parallel dazu habe ich DocMorris eine e-mail geschickt und auf unsere Dringlichkeit aufmerksam gemacht. Meine e-mail war nach 8 Tagen noch nicht einmal gelesen, geschweige denn beantwortet. Daraufhin schickte ich eine zweite e-mail, dieses Mal an eine Adresse, die speziell der Presse vorbehalten ist. Und siehe da ... am darauffolgenden Tag erhielt ich einen Rückruf. Allerdings teilte mir die Mitarbeiterin mit, dass das Rezept dort nicht angekommen sei. Aber man werde mal nachforschen. Am nächsten Tag wurde die Aussage korrigiert. Das Rezept war eingegangen, aber man warte noch auf ein Medikament, das nicht vorrätig gewesen sei. In 2-3 Tagen sollten wir die Medikamente aber erhalten.

Die Medikamente kamen nicht. Erneute Versuche, DocMorris telefonisch zu erreichen. Keine Chance – nur der bekannte Sprachcomputer.

Am 21.12.02, d.h. nach 18 Tagen erhielten wir endlich das Paket von DocMorris. Dann das Entsetzen: Keines der 3 verordneten Medikamente wurde geliefert! Anstelle dessen 1 Medikament vom Nachahmer Ratiopharm und 2 Reimporte. Dazu ein Infoschreiben über „aut-idem“.

Zu „aut-idem“:
Das am 1.7.2002 in Deutschland in Kraft getretene Gesetz besagt, dass Apotheken ein Medikament substituieren dürfen gegen ein preiswerteres, wenn sich das verordnete Medikament nicht im untersten Preisdrittel befindet (nachzulesen auf der Homepage der KBV). Voraussetzung ist allerdings, dass der Arzt diese „aut-idem“-Regelung zulässt.

Auf unserem Rezept war aber „aut-idem“ durch „Wegstreichen“ des Kästchens untersagt.
Grund hierfür ist, dass meine Frau viele Billig-Nachahmer anstelle des besseren Originals schon genommen hat. Die meisten Nachahmer verträgt sie aber nicht.

Zu Originalpräparaten und Billig-Nachahmern:
Die Krankenkassen sollen sparen. Teure Medikamente sollen durch wirkstoffgleiche Nachahmer, sog. Generika, ersetzt werden. Leider verschweigen Apotheken und auch unsere Gesundheitsministerin, dass die Hilfsstoffe, die sog. Galenik, verändert sein darf. Was aber habe ich vom gleichen Wirkstoff, wenn auf die gut verträgliche Galenik verzichtet wurde? Antwort: Übelkeit und Kopfschmerzen!

In diesem Zusamenhang finde ich es unverantwortlich, dass DocMorris den Ausschluss unseres Arztes von „aut-idem“ ignoriert und anstelle dessen Nachahmer verschickt mit ungleich großen Nebenwirkungen.

Aufgrund der fehlenden Erreichbarkeit und einer Versanddauer von fast 3 Wochen wird DocMorris unseres Erachtens weder dem Anspruch einer „beratenden Apotheke“ (siehe Homepage) gerecht, noch dem Minimum einer medizinischen Versorgung.

Meine Erfahrungen mit DocMorris:
- falsche, nicht verordnete Medikamente,
- nicht akzeptabele Versanddauer (ca. 3 Wochen),
- keine Erreichbarkeit, dadurch
- keine Reklamationsmöglichkeit.
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grapefruity

~~~Keiner mehr, der Freundlich

ein Testbericht von 2002-07-10 17:08:26 vom 10.07.2002
Empfehlung: nein
Heutzutage wird ja schon eine ganze Produktpalette im Internet angeboten und im Prinzip bräuchte man gar nicht mehr aus dem Haus gehen, um irgendwo etwas einzukaufen. Da gibt es Onlineversandhäuser für alles und jeden.

Nun sollen auch Medikamente übers Internet beziehbar sein!
Was sind denn nun eigentlich Vor- und Nachteile dieses Services?

Als Vorteil würde ich betrachten, dass man halt nicht mehr in die Apotheke rennen muss, um Medikamente & Co. zu ordern und kaufen. Das erspart einem Laufereien, falls man berufstätig ist und halt auch mal länger als 18 Uhr arbeitet.
Das lohnt sich meiner Meinung nach aber nur, wenn es rezeptfreie Arzneien sind. Für rezeptpflichtige braucht man ja wie es schon heißt ein Rezept. Ich gehe jedenfalls gleich nachdem ich beim Arzt ein Rezept bekommen habe, in die Apotheke und löse es ein. Schließlich will man ja nicht noch 2 Tage länger mit einer Erkältung oder Magenbeschwerden herumlaufen.
Außerdem möchte ich auch gern noch Erklärungen und eventuelle Einnahmehinweise vom Apotheker, die mir eine Online-Apotheke nicht so geben kann.

Ein weiterer Vorteil wäre vielleicht noch für Leute, denen es vielleicht peinlich ist, bestimmte Dinge in der Apotheke zu fordern, obwohl ich es nicht sonderlich schlimm finden würde, Abführmittel oder ähnliches anzufragen. :o)

Ich gehe auch mal davon aus, dass die Medikamente online günstiger angeboten werden, resultierend aus Mengenrabatt etc.

Als Nachteil würde ich halt sehen, neben dem Fehlen von sachdienlichen Hinweisen durch den Apotheker, dass eventuell ein Missbrauch stattfinden kann. In welcher Art und Weise kann ich nicht sagen, da ich mich mit den gesetzlichen Bestimmungen dieser Online-Apotheke nicht auskenne, aber eine große Ration Schlaftabletten zu bestellen, dürfte wohl kein Problem sein. (Die gibt es doch ohne Rezept, oder?)

Außerdem ist ein Nachteil vom Online-Einkauf allgemein, dass man weniger Kontakt zu anderen hat. Während man in der Apotheke noch ein kleines Schwätzchen führen kann, ist das beim anonymen Ordern von Produkten nicht möglich.
So braucht man sich nicht wundern, wenn plötzlich die Sozialkompetenz der Menschheit in den Industrieländern flöten geht.

Desweiteren gehen viele Arbeitsplätze dadurch verloren, dass Läden & Co. weniger Zulauf haben und schließen müssen, da sich das Geschäft nicht mehr rentiert. Denn die Online-Firmen werden ja wohl nicht soviele neue Leute zusätzlich einstellen, wenn ihr Geschäft zu boomen beginnt, da das meiste mittels Computern automatisiert ist.

Ich persönlich möchte nicht in einer Online-Apotheke einkaufen, sondern ziehe es vor in einer richtigen Apotheke einzukaufen.


Meine "Empfehlenswert-Bewertung" spiegelt meine ganz private eigene Meinung wieder. Ich würde es nicht weiterempfehlen, weil ich es noch nicht einmal testen würde.
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nero2222

Sind wir nicht mündig genug?

ein Testbericht von 2002-03-28 09:28:18 vom 28.03.2002
Empfehlung: ja
Im Streit um den Internethandel mit Arzneimitteln hat zum ersten Mal ein deutsches Gericht die Geschäftspraxis für rechtmäßig erklärt.
Das Landesgericht wies damit eine Klage des Verbands sozialer Wettbewerb ab. Die Urteilsverkündung liegt noch nicht vor. In der Klage ging es gegen die Geschäftspraxis der niederländischen Apotheke DocMorris. Das Landesgericht stellte fest, dass DocMorris weder gegen das deutsche Arzneimittelgesetz noch gegen das Heilmittelwerbegesetz verstosse.
Seit seinem Start im Juni 2000 hat DocMorris juristische Auseinandersetzungen. Vor allem den deutschen Apothekern ist die Internetapotheke ein Dorn im Auge. Die Preise des Niederländer liegen deutlich unter denen der Apotheken. Viele Krankenkassen erstatten inzwischen Rezepte, die bei DocMorris eingereicht wurden. Der Versuch den niederländischen Rivalen über das Gericht auszuschalten, scheint jetzt fehlzuschlagen.
Ein endgültiges Urteil wird wohl der Europäische Gerichtshof fällen müssen.
Grundsätzlich bin ich persönlich dafür Medikamente im Internet zu vertreiben, bei Medikamenten bei denen man beraten werden will, muss man doch mal den Weg in eine reale Apotheke wählen. Bei Medikamenten die man auf Dauer einnimmt kann man sicherlich auf die Beratung verzichten, und lieber ein paar Mark sparen. Wir sind alle alt genug um zu entscheiden, bei wem wir unser Medikament kaufen.
Gruß nero2222
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Kommentare
Gernot2000
Gernot2000, 28.03.2002
Leider sehr kurz gehalten Dein Bericht. Kann mir leider noch immer nichts genaues darunter vorstellen. LG Gernot
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skorpion99

Innovation ja, aber doch nicht hier!

ein Testbericht von 2002-03-07 09:00:56 vom 07.03.2002
Empfehlung: ja
Die Idee, Medikamente im Internet zu kaufen ist für mich weder genial noch sonst irgendwie etwas besonderes, sondern ein ganz normaler Vorgang. Wenn ich heute so gut wie gar nicht mehr meinen geliebten Stammplatz hinterm PC verlassen muß, um mich mit den Dingen des täglichen Bedarfes einzudecken, wobei mir jetzt spontan Dinge einfallen wie:

- Unterhaltungsmedien, wie Bücher, DVD´s und CDs
- Beautyprodukte
- Lebensmittel aus dem innovativen Supermarkt um die Ecke
- Alles für meine Katze
- Hygieneartikel
- Flugreisen
- Usw.

warum dann nicht auch Medikamente.

Dabei würde ich hier keine Einschränkung auf die sogenannten Verschreibungsfreien oder Rezeptfreien einführen, sondern direkt alle erdenklichen Medikamente einschließen.

Einmal abgesehen von den sogenannten Placebos, die ein Arzt nur bei flüchtig Erkrankten (böse Zungen nennen sie auch Simulanten, die einfach eine Woche Sonderurlaub auf gelben Schein machen wollen, wie mein Vater immer behauptet) verschreibt, also die obligatorischen Erkältungskrankheiten, welche gerne am Telefon im Zuge der Krankmeldung beim Arbeitgeber als Grippe bezeichnet werden, sehe ich ein großes Anwendungsgebiet im Bereich der chronisch Erkrankten, die über große Zeiträume ein und dasselbe Medikament vom Arzt verschrieben bekommen.

Da Apotheken auch ganz normale Wirtschaftsunternehmen sind, gilt auch hier der Grundsatz „Just in Time“ mehr denn je und jeder hat bestimmt schon einmal erlebt, daß ein bestimmtes Medikament nicht sofort verfügbar war, sondern erst ein paar Stunden später vom netten Arzneibringdienst frisch angeliefert werden mußte. Warum soll dieser Bringdienst dann nicht das entsprechende Medikament direkt zu mir nach Hause liefern und erst den Umweg über die Apotheke machen.

Nun gut, wie das mit der Rezeptpflichtigkeit genau aussieht, und wie das technisch umgesetzt werden könnte, darüber sollten sich doch einmal die IT-Branche Gedanken machen.

Mein als rudimentär einzustufender Vorschlag der technischen Umsetzung:

Ein Chipkartenlesegerät kostet doch heute nur noch Pfennige, und die Karten der Versicherten sind doch eh mit diesem Chip ausgestattet, der meines Wissens nach Informationen bis zu 8 KB speichern kann, warum können dann nicht auch Codes zu bestimmten Medikamenten, die wiederum nach Freigabe des Arztes zum Arzneimittelversand (siehe oben) übermittelt werden, direkt an den Patienten ausgeliefert werden, der wiederum durch einstecken seiner Chipkarte in das mobile Lesegerät des Zustellers seine Empfangsberechtigung nachweist.

Wenn ich jetzt in manchen Meinungen etwas über die hohen Kosten lese, dann sage ich, alles Blödsinn. Die DPAG tritt doch täglich Millionenfach den Beweis an, wie günstig und schnell Päckchen zugestellt werden können, und zwar Flächendeckend, vielleicht einmal die Hallig Hoge und die Inselstadt Helgoland ausgenommen, weil sich die Natur nicht immer an eine bis ins kleinste Detail ausgetüftelte Logistik hält.

Mein Fazit, und dabei lasse ich mich auch nicht von den ewigen "Ja aber Sagern" irritieren, die jetzt schon einem drohenden Mißbrauch und kriminellen Machenschaften erahnen, und natürlich auch die unzähligen in Armut gestürzten Apotheker, die noch in ihren Prunkpaläste residieren, in die Schlacht werfen, Medikamente per Internet zu beziehen ist für mich Innovation, und Innovation bringt langfristig gesehen auch immer Arbeitsplätze mit sich.

Innovation bedeutet aber oft auch Umverteilung, und ich brauche keinen netten Plausch mit einem betagten netten Apotheker im weißen Kittel, der mir wie selbstverständlich mitteilt, daß ich mir die gewünschten Medikamente in 4 Stunden abholen kann und mir dabei noch zum Abschied einen Aufmunternden Schubs versetzt, der mich mit meinen AOK-Shopper zurück in die Rollstuhlfeindliche Umwelt katapultiert, sondern ich würde einen netten Plausch via Videokonferenz mit den Angestellten der Praxis meines innovativen Hausarztes vorziehen

In diesem Sinne, auf zu neuen Ufern und laßt uns die Relikte vergangener Zeiten ins Museum befördern, wo sie hingehören und aufgrund ihres Stiles oft auch nahtlos einzufügen sein dürften.

© Skorpion99
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constantin
constantin, 09.03.2002
wow, super Bericht! Gruss Cons
d.wendt
d.wendt, 07.03.2002
Ist ein super Ansatz,der mit genuumlgend Absicherung vor Missbrauch , auch Durchzufuumlhren ist.Jeder kennt die quotUumlberhebliche Art der Apotheker dich in ein anderes Medikament einreden zu wollen!vielleicht sind sie ja selbst Aktionaumlre di
hexe77
hexe77, 07.03.2002
Wenn die Verschreibung wirklich so moumlglich sein sollte, wie Du es vorschlaumlgst, dann waumlre dies sicherlich eine Methode, die in der Zukunft irgendwann kommen wird!
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Danczak

Ist doch zeitgemäß!

ein Testbericht von 2002-03-06 15:11:14 vom 06.03.2002
Empfehlung: ja
Medikamente über das Internet zu bestellen, ist genauso, als wenn ich mir eine neue Wohnungseinrichtung aussuche und diese dann bei einem Anbieter über das Internet bestelle.

Natürlich ist es noch ziemlich ungewöhnlich, daß man nun nicht mehr in die Apotheke gehn muß, sondern per Mouseklick sich die dementsprechenden Medikamente kommen lassen kann, doch wenn man mal ehrlich ist, ist es nur eine Umstellung wie bei vielen anderen Sachen auch.

Zu Überlegen wäre natürlich, welche eventuellen Gefahren damit verbunden sein könnten. Ich denke, diese schrauben sich auf ein Minimum herunter.

Die Freigabe der Medikamente über das Internet bzw. der eigentliche Bezug, also ganz normale Kaufvertrag, kann sich sowieso nur auf die Medikamente beziehen, die man zur Zeit auch ohne Rezept und somit ohne weiteres in den Apotheken beziehen kann.

Damit kommen wir zu dem einzigen Problem das ich hier sehe, nähmlich die unterschiedlichen Freigabebestimmungen der verschiedenen Länder. Da es in deutschland anders gehalten wird als z.B. in den USA, wo schon Medikamente auf dem Markt sind, die hier bei uns noch nicht erhältlich sind, laufen diese natürlich unseren geltenden Bestimmungen entgegen.

Es müsste also eine Lösung gefunden werden, wie die verschiedenen Produkte einheitlichen Bestimmungen unterworfen werden, und das wird sich wohl bei den vielen verschiedenen gesetzlichen Vorgaben als sehr schwierig darstellen.

Solange es sich allerdings nur um "normale" Schmerzmittel handelt, sehe ich hier kein Problem. Im Gegenteil, Konkurrenz belebt den Markt, und wer weiß, vielleicht wird man ja auch durch die Bestellmöglichkeit seine Kopfschmerzen demnächst noch viel günstiger los als bisher.

Als Fazit kann ich für mich sagen, das es nur wünschenswert wäre, Medikamente auch übers Netz bestellen zu können, denn eine gewisse Eigenverantwortlichkeit liegt auch bei jedem selbst, und wenn man Preparate nicht kennt, läßt man eben die Finger davon. In der heutigen Zeit, alles wird schnelllebig und moderner, kann man auf Dauer diese Möglichkeit nicht mehr länger ausschließen. Wir wollen fortschrittlich sein, also müssen wir auch dementsprechende Möglichkeiten haben, den Fortschritt auszunutzen.
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Kommentare
Indigo
Indigo, 14.06.2002
Es ist schon sehr ambivalent
Juliaroberts13
Juliaroberts13, 06.03.2002
Kann manchmal nicht ganz ungefaumlhrlich sein!!
Ciao
Volker111
Volker111, 07.03.2002
Bin mir selbst nicht schluumlssig, Vorteile aber auch Risiken halten sich in etwa die Waage.
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Alusru

Verführerisch schon aber auch gut?

ein Testbericht von 2002-03-06 13:38:43 vom 06.03.2002
Empfehlung: ja
Eine tolle Sache im Internet viel billiger Medikamente einzukaufen, aber so finde ich, auch echt gefährlich.Medikamente sollte der Arzt ver
schreiben und der Apotheker sollte zusätzlich auch noch beraten, so sehe ich es.

Und wenn ich mir dann noch vorstelle das jeder der im Internet einkauft sich einfach bestellen kann was er gerade will, dann gefällt mir das gar nicht.
Denken wir doc an die Jugendlichen, sie suchen sich irgend etwas heraus von dem sie meinen das es gut ist und nehmen das Zeug auch noch ein, ganzschön gefährlich meine ich.

Die Erwachsenen sind oft nicht besser, jetzt haben sie die Gelegenheit alles quer Beet einzukaufen was ihnen der Hausarzt sonst nicht verschreibt, kann ziemlich gefährlich werden, aber das sehen viele nicht weil sie es einfach nich sehen wollen.

Klar bin ich dafür günstig einzukaufen, aber das kann ich auch ohne Internet, es gibt doch Ratiopharm, die Produkte sind echt preiswert und auch in jeder Apotheke zu bekommen.Und was ist mit den nachgemachten Mitteln, ich meine wissen wir ob das was wir kaufen auch "echt" ist?

So sehe ich es, denkt einfach mal darüber nach und redet mit eurem Apotker, ich kenne meinen schon einige Jahzehnte und wurde immer gut beraten und gut bedient, dabei will ich es auch belassen. Meine
Gesundheit ist mir einfach viel wert, denn ich habe nur die eine.

Wenn ihr aber davon überzeugt seid das es richtig ist über das Internet billige Produkte zu kaufen, dann will ich euch nicht daran hindern. Ich vertrete nur meine Meinung und das darf ich wohl
tun. Also dann bleibt mir alle schön gesund.
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Mischka27
Mischka27, 06.03.2002
nichts fuumlr mich
PrinceofLies
PrinceofLies, 06.03.2002
Du hast deine Meinung klar gesagt und diese gut argumentiert.Daher ist der Beitrag sehr nuumltzlich auch wenn er mit etwas kurz vorkam
skorpion99
skorpion99, 07.03.2002
Also ich glaube, Du interpretierst hier etwas falsch, denn verschreibungspflichtige Medikamente duumlrften auch zukuumlnftig kaum ohne aumlrztliche Verordnung uumlber das Internet zu beziehen sein, aber denk mal an das groszlige Feld der chronis
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