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Platz 1 in der Kategorie "Mehr zu Brasilien". Alles wissenswertes über Brasilien. ...mehr
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Makoma

Alles was man wissen sollte über Brasilien

ein Testbericht von 2004-07-02 18:38:29 vom 02.07.2004
Empfehlung: ja
Brasilien hat ca. 169.544.443 Einwohner (Stand 01.August 2000), 1960 waren es noch 70 Mill. Die Bevölkerung hat sich also in den vergangenen 30 Jahren mehr als verdoppelt. Große Familien sind in einem Land wie Brasilien ein wichtiges Element der Überlebenssicherung, da Kinder und Jugendliche schon früh ein Einkommen erzielen. Dann spielt die Haltung der katholischen Kirche Geburtenregelung eine Rolle, dritte die mangelnde Sexualaufklärung und nicht zuletzt die Einstellung des brasilianischen Mannes: ein "richtiger Mann" muss möglichst viele Kinder haben. In den Favelas und ländlichen Gegenden mag Kinderreichtum noch sinnvoll sein.

In bezug auf die gesamte gesellschaftliche Entwicklung verschärft ein hohes Bevölkerungswachstum alle ohnehin bestehenden Probleme. Vor allem in den Städten produzieren viele Kinder in einer Familie heutzutage mehr Kosten als Nutzen. Außerdem entstehen auch in Brasilien vor allem durch das überaus Einflussreiche Fernsehen neue Familienleitbilder. Zusätzlich wird ein größerer Teil der Jugendlichen in Schule und Berufsausbildung integriert, wodurch sich das durchschnittliche Heirats- und Zeugungsalter verschiebt. Die regionale Verteilung der Bevölkerung in diesem Land ist sehr ungleich.

Der größte Teil, nämlich ca. 44 Prozent, lebt in den südöstlichen Bundesstaaten; 29 Prozent leben im Nordosten, 15 Prozent im Süden, 6 Prozent im Mittelwesten und ebenfalls 6 Prozent im Norden. Entsprechend schwankt die Bevölkerungsdichte z.B. zwischen rund 300 Einwohnern pro km² in Rio und 2 in Roraima im Amazonasgebiet. Dreiviertel der Bevölkerung lebt in den Städten. Das hat zwei wesentliche Ursachen: Zum einen die jahrzehntelange wirtschaftspolitische Bevorzugung der Industrie und den Dienstleistungen gegenüber der Landwirtschaft. Zum anderen die Verhinderung einer einschneidenden Landreform durch die konservativen Großgrundbesitzer. Auf diese Weise konnte mit Ausnahme weniger Regionen, vor allem im Süden, kein bäuerlicher Mittelstand entstehen und es kam zu einer Landflucht verarmter Menschen in die Slums der explosiv und chaotisch wachsenden Städte.

Nicht ganz leicht lässt sich die Verteilung der Bevölkerung nach ethnischen Gruppen bestimmen. Nach der Statistik ist sie wie folgt: Weiße 53%, Mulatten 22%, Mestizen 12%, Schwarze 11% und sonstige 2%. Von den Ureinwohnern Brasiliens vermischte sich nur ein kleiner Teil nicht mit anderen Volksgruppen. Viele von ihnen leben im Amazonasgebiet. Einige hatten noch nie Kontakt zur modernen Außenwelt. Diese Eingeborenenvölker, wie z.B. die Yanomami, sind durch die in ihren traditionellen Gebieten angelegten Behelfsflugplätze, Straßen und wegen des Bergbaus vom Aussterben bedroht. Gruppen deutscher, italienischer und japanischer Einwanderer siedelten sich im südliche Teil des Landes an, wo diese ethnischen Gemeinschaften heute noch bestehen. Brasilien beheimatet die größte japanische Gemeinde außerhalb Japans.

Die afrobrasilianische Bevölkerung lebt zumeist in den nordöstlichen Bundesstaaten, wie z.B. in Bahia. All diese Gruppen beeinflussen die vielfältige brasilianische Kultur. Ungefähr 90% der Menschen leben auf zehn Prozent der Landesfläche. Sie wohnen überwiegend an der Ostküste in Städten von Fortaleza bis zur Grenze von Uruguay. Brasilien ist das größte und bevölkerungsreichste Land in Südamerika. Sprache: Im Gegensatz zu den anderen Ländern Südamerikas, in denen Spanisch gesprochen wird, ist in Brasilien Portugiesisch die Amtssprache. Menschen, die sich im Alltag auf Portugiesisch verständigen, verstehen größtenteils auch Spanisch. Umgekehrt ist dies zumeist nicht der Fall. Einige Brasilianer fühlen sich beleidigt, wenn sie auf Spanisch angesprochen werden.

Die verschiedenen Indianergruppen verfügen über mehr als hundert verschiedene Sprachen. Im Laufe der Zeit entwickelten die Brasilianer zunehmend eigene Wendungen und Ausdrücke, nahmen immer wieder Sprachelemente verschiedener Einwanderungsgruppen auf, vor allem aber integrierten sie sowohl indianische wie afrikanische Begriffe. Natürlich hat Brasilien auch seine ureigene Umgangssprache, seinen "Slang", seine Schimpf- und Koseworte. Brasilianer und Portugiesen brauchen daher mehrere Tage um sich gegenseitig "einzuhören". Sehr zahlreich sind allerdings die Worte afrikanischer Herkunft. So eng lebten Sklaven und Herrschaften auf den Plantagen neben- und miteinander, dass afrikanische Idiome in der portugiesischen Sprache einfach aufgingen.

Auch gibt es keine ausgeprägten Dialekte, obwohl Ausdrücke und Aussprache sowohl nach Regionen wie nach sozialer Schichtung variieren. So wird das "S" in der Gegend von São Paulo als normaler S-Laut ausgesprochen, in Rio und an der Küste am Ende eines Worte aber als "sch".Das "L" wird, wenn es der letzte Buchstabe eines Worte ist, als "U" ausgesprochen: Brasil lautet also "Braziu". Bei der einfachen Landbevölkerung fällt das "L" ganz weg: Carnaval reduziert man zu "Carnavá". Solche häufigen Auslassungen hängen sicherlich auch damit zusammen, daß Analphabeten kein "Bild vom Wort" haben. Mit seinem Schulportugiesisch wird man sich daher beim Verstehen zunächst etwas schwer tun. Mit Englisch kommt man nicht sehr weit. Meist sprechen selbst in den besten Hotels gerade einmal zwei Mitarbeiter nur ein paar Brocken. In Südbrasilien, beispielsweise in Blumenau und Pomerode, sprechen einige Einwanderer-Nachkommen noch deutsch.

Die Stadt São Paulo liegt im gleichnamigen Staat, mit 31 Millionen Menschen. Hier findet man von allem etwas: die rauchenden Industrieanlagen, Strände die mit denen Rios konkurrieren können, eine große Anzahl äußerst reizvoller Urlaubsorte in den Bergen, aber auch fruchtbare Anbaugebiete. Im fast 8.000km² großen Häusermeer existieren 1.250 Restaurants der verschiedensten Küchen, 134 Kinos, 43 Theater, 48 Museen und 49 Bibliotheken. 9.000 Linienbusse quälen sich durch das Verkehrsgewühl, auch mehr als ein Drittel der in Brasilien registrierten Hubschrauber knattern über São Paulo, sie ermöglichen es Geschäftsleuten, ihre Termine einzuhalten und den Besuchern verschafft erst ein Helikopter-Flug ein umfassendes Bild dieser Megametropole.

São Paulo besitzt zwar keine Altstadt mehr, ist dafür aber um so mehr modernes Kulturzentrum, das eine Fülle interessanter Sehenswürdigkeiten bietet. Der eigentliche Kern São Paulos besteht aus einer luftigen Esplanade und einer Handvoll weißer Bauwerke, Pátio do Colégio genannt. Genau hier gründeten die Jesuiten Anchieta und Nóbrega 1554 die Mission São Paulo de Pirantininga. Missionsgebäude und Kapelle wurden in den siebziger Jahren von Grund auf erneuert. Das Anchieta-Haus ist ein Museum, in dem Gegenstände der ersten Siedler des Dorfes ausgestellt sind. Etwas außerhalb des Zentrums, im Parque da Independência im Stadtteil Ipiranga, befindet sich das Museu Paulista. Das 1888 errichtete Gebäude steht auf dem Ipirangahügel, auf dem Kaiser Dom Pedro I. die Unabhängigkeit Brasiliens ausgerufen hatte. Das Museum beherbergt die bedeutendste, der Universität angeschlossene anthropologische und ethnologische Sammlung Brasiliens. Weltbekannt ist das Instituto Butantã der Universität, das Seruminstitut mit der größten Schlangenfarm der Welt. Im ehemaligen Herrenhaus einer Plantage wurde das Institut 1899 zur Pestforschung eingerichtet. Auf der Farm werden heute Tausende von giftigen Schlangen, Spinnen, Skorpionen und anderen liebenswerten Wesen gehalten und bei Bedarf gemolken, um aus dem Gift lebensrettendes Serum herzustellen.

Dieser Giftabnahme darf man zwar nicht beiwohnen, die Tiere sind jedoch in ihren Terrarien und Gruben zu besichtigen. Wie die Cariocas können auch die Bewohner São Paulos in den Bergen oder am Meer Urlaub machen, ohne ihren Heimatstaat zu verlassen. São Paulos beliebtester Erholungsort in den Bergen heißt Campos do Jordão und liegt in einem fruchtbaren Tal des Mantiqueira-Gebirges in 1.700m Höhe. Touristen mögen die alpinen Chalets, das kühle Winterwetter und das Musikfestival im Juli. Das einmonatige Musikfest, bei dem neben der Klassik auch die Volksmusik zu ihrem Recht kommt. Die Umgebung von São Paulo bietet eine Reihe interessanter Ziele. Empfehlenswert ist eine Fahrt mit dem Touristenzug in das 48km entfernte Bergdorf Paranapiacaba. Unterwegs kann man einen Halt in Santo André, einem kleinen Städtchen mit historischen Bauten, einlegen. Die kleine historische Stadt Embu liegt 27km südöstlich von São Paulo. In den Häusern um die "Praça - Marktplatz" bieten Antiquitätenhändler ihre Waren an, bekannt ist der Ort für den Verkauf rustikaler Möbel im Kolonialstil.

Seit 1994 besteht die "Regenwaldakademie Salve Floresta", 140km südlich von São Paulo, auf 900m Meereshöhe in einem 5.000ha großen, privaten Naturpark in der Mata Atlântica, dem brasilianischen Küstenregenwald.São Paulos Sonnenküste ist 400km lang und geht vom beliebten Ubatuba im Norden bis zum einsamen Cananéia an der Grenze zum Staat Paraná. Ubatuba, das nur 75km von Parati im Süden Rio de Janeiros liegt, besitzt kristallklares Wasser, das ideal zum Schnorcheln ist. Um Ubatubas Buchten und Inseln schlängeln sich insgesamt 85km Strände.

Es werden Bootsausflüge angeboten, die zu den Ruinen des Anchieta-Gefängnisses auf einer der Hauptinseln und entlang der Küste zu den unheimlichen Ruinen der Zuckerplantage Lagoinha fahren, die letztes Jahrhundert durch einen Brand teilweise zerstört wurde. Caraguatatuba, 50km südlich von Ubatuba besitzt fast so viele Strände wie sein Nachbar im Norden, aber weniger historische Stätten. Der beliebteste Strand heißt Enseada, ein Hufeisen aus Gischt, Sand und prächtigen Hotels, die an die Copacabana erinnern. Daneben liegt der einsamere Strand Pernambuco, den São Paulos Schickeria zu ihrem Malibu gemacht hat.
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Letizia21

Die Bundesstaaten: Bahia, Paráiba und Rondônia!!

ein Testbericht von 2004-11-18 10:02:29 vom 18.11.2004
Empfehlung: ja
Der Bundesstaat Bahia

Bahia ist das Herz Brasiliens. Der Bundesstaat mit 567.295qkm, in der ungefähren Grösse Frankreichs, liegt im nördlichen Teil des brasilianischen Berg- und Tafellandes an der Küste. Bahia grenzt an die Bundesstaaten Espírito Santo, Minas Gerais, Goiás, Tocantins, Piauí, Pernambuco, Alagoas und Sergipe. Im Osten hat Bahia Zugang zum Atlantischen Ozean. Der grösste Fluss ist São Francisco, der den Bundesstaat von Süden nach Norden durchzieht.

Hauptstadt Bahias ist Salvador da Bahia de Todos os Santos. Salvador ist das politische, kulturelle, wirtschaftliche und touristische Zentrum Bahias. Diese Stadt hat mit Abstand die saubersten Kirchentreppen der Welt. Eine der unzähligen Feste, Prozessionen und Feiern Salvadors sind die "Lavagens", die Reinigungen der Stufen vor dem Portal. Auf Schritt und Tritt begegnen Sie hier der Kolonialgeschichte: Barockkirchen, alte Gutshöfe und Festungen zeugen vom verflossenen Reichtum der einstigen Kolonialmacht Portugals. Und da es so viele Kirchen gibt, wird ständig gereinigt, geputzt und gefegt. Tief im Volksempfinden verwurzelt sind diese Ehrungen, welche den afrikanischen Göttern ebenso zuteil werden wie den katholischen Heiligen der jeweiligen Kirche. Und nirgendwo ist Brasilien afrikanischer als in Bahia: Die Nachkommenschaft der Sklaven ist stolz auf ihre Herkunft. Alte Traditionen werden bewahrt und gepflegt.

Salvador entstand auf der Kuppe eines Hügelzuges, welcher den Eingang zur 300qkm grossen Baia de Todos os Santos markiert. Der Kern Salvadors teilt sich auf in Ober- und Unterstadt, Cidade Alta und Cidade Baixa. Verbunden sind sie untereinander mit dem Elevador Lacerda, Salvadors Stadtlift und Wahrzeichen.

Bahias Landschaftsbild ist geprägt durch schwellende Erhebungen, Kurven und geschwungene Linien; feminine, sinnliche Konturen zeichnen die Küstenlinien und Flussläufe nach.

Der Staat Paráiba


Genau 100km nördlich von Recife an der Atlantikküste gelegen, bildet João Pessoa, die Hauptstadt des Bundesstaates, mit seinen 550.000 Einwohnern den östlichsten Punkt Brasiliens. Mit einer Fläche von 53.958km² gehört Paraíba zu den kleineren Bundesstaaten. Die Gründung von João Pessoa im Jahre 1585 demonstrierte den endgültigen Sieg der Portugiesen über die Franzosen an diesem Küstenabschnitt. Von da an datiert auch die Erschliessung des Hinterlandes mit dem Zuckerrohranbau in den Niederungen des Rio Paraíba, welcher der Region bzw. dem späteren Bundesstaat seinen Namen gab. Bis heute ist Paraíba überwiegend ein Agrarland geblieben, im unterentwickelten Nordosten neben Ceará eines der Schlusslichter und vom übrigen Brasilien ähnlich dem deutschen Ostfriesland eher verspottet und belächelt.

João Pessoa ist die drittälteste Stadt Brasiliens; sie feierte 1985 ihren 400.Geburtstag. Die tropische Vegetation in der Stadt ist auffallend üppig; überall stehen Palmen, Bougainvilleasträucher, Flamboyants und andere blühende Bäume.


Der Staat Rondônia


Rondônia, ein seit den 70er Jahren vorrangig gefördertes Kolonisationsprojekt der brasilianischen Regierung, wurde 1981 mit viel Pomp zum Bundesstaat erhoben. Er wurde nach dem brasilianischen Forscher, Landesvermesser und Erbauer von Telegraphenleitungen Marechal Cândido Rondon benannt, der 1913 von Franklin Delano Roosevelt, dem späteren nordamerikanischen Präsidenten auf einer Expedition in den nördlichen Mato Grosso begleitet wurde.

Seit die BR-364 zwischen Cuiabá und Porto Velho fertiggestellt wurde, ist der Staat Rondônia von einer Siedlungs- und Zerstörungswelle heimgesucht worden. Vorher war das von den Guaporé-Indianern bewohnte Gebiete kaum bekannt. Unter unvorstellbar hohen Belastungen für die Menschen wird dort die Erschliessung vorangetrieben. Acht Jahre nach seiner Gründung zählte bzw. das Städtchen Romlin 80.000 Einwohner und über 100 Sägewerke. Doch viele Siedler sind schon kurze Zeit, nachdem sie ihr Stückchen Land mühsam gerodet haben, gesundheitlich gar nicht mehr in der Lage, ihren Acker zu bewirtschaften. Vielfach geben auch die Böden nach der zweiten Regenzeit nichts mehr her. Für viel zu wenig Geld verscherbeln die Siedler ihren Boden dann an die Grossgrundbesitzer und Rinderzüchter. Die seit Generationen ungerechte Verteilung von Boden und Gütern wird so ungewollt bis in den letzten Winkel Brasiliens fortgeschrieben. Porto Velho hat sich innerhalb von zwanzig Jahren zur rund 250.000 Einwohner zählenden Stadt entwickelt. Siedler, Gold- und Zinnsucher. Im Zentrum ist es laut und bunt: Musik aus riesigen Lautsprechern und die Ansagen der Goldpreise.

Rondônia liegt eine Stunde hinter der brasilianischen Standardzeit zurück.
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Kommentare
esposa1969
esposa1969, 07.01.2005
meine Schwiegereltern haben in Minas Gerais Monte Verde ein Sitio, mein Sohn bras. Staatsbuumlrger, ebenso mein Ehemann hat am selben Tag Geb.-Tag als du den Bericht verfasst hast und eine liebe bras. Freundin von mir heisst Letizia. LG
JanoschBerlin
JanoschBerlin, 18.11.2004
Sehr netter Bericht. Ich war zwar leider noch nicht da, ist aber sicherlich ne Reise wert. Gruszlig Janosch
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Methusalem

Da ist die Heimat der guten Laune!

ein Testbericht von 2003-03-04 21:42:32 vom 04.03.2003
Empfehlung: ja
Hallo liebe Leser/innen,

vor Jahren, ich war damals so um die 24 Jahre alt, wenn ich mich recht erinnere, verbrachte ich drei Wochen in Brasilien und darüber möchte ich Ihnen nun berichten, zumindest so weit ich meine Erinnerungen noch zusammen bekomme, denn es war ein sehr schöner und beeindruckender Urlaub.


Reisezeit
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Der Urlaub begann so in der ersten/zweiten Woche im Dezember, und der Rückflug war genau an Sylvester. Das weiss ich noch ganz genau, denn ich ärgerte mich beim Rückflug tierisch darüber in der Sylvesternacht
im Flugzeug zu sitzen, zumal direkt vor unsere Unterkunft, wo wir die drei Wochen wohnten, ein grosses Fest mit Bühne und allem drum und dran
stattfand.
Aber das konnte man ja schliesslich vorher nicht wissen. Aber über die Freude am Feiern später etwas mehr.
Wie gesagt war unsere Reisezeit war Dezember, und in Brasilien ist es dort um diese Zeit Sommer, zumindest steht der Sommer am Anfang, was man natürlich auch an den Temperaturen merkt. Wir hatten immer so um die
28 - 32° C und jeden Tag strahlenden Sonnenschein. Allerdings muss ich hier anmerken, das man sich unbedingt eincremen sollte, wenn man in die SOnne geht, den Sie brennt in den dortigen Gefilden doch etwas stärker als bei uns zuhause.

Unterkunft
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Da einer der bekannten, der mit uns dorthin geflogen ist, mit einer Brasilianerin verheiratet ist, und er dort oft war, hatte er natürlich auch die besten
Kontakte und verschaffte uns ein Appartment in einem Hochhaus direkt am Strand.
Im untersten Stock war die Österreichische Botschaft oder so etwas einquartiert, zumindest war es etwas amtliches aus dem Staate Österreich, denn der Bereich war gesppert, und auch das Wohnhaus war durch Portiere gesichert.
Das Appartment ist für brasilianische Verhältnisse sicher eine Luxuswohnung gewesen.
Es gab eine Küche, ein Wohnzimmer, ein kleines Kämmerchen und noch zwei Schlafzimmer, so das wir alle genügend Platz zum entfalten hatten.
Selbstverständlich hatte unser Bekannter noch eine Haushälterin engagiert, welche jeden Tag drei Stunden um die Mittagszeit kam und dann kochte und die Bude
reinigte.
Auf diese Weise brauchten wir nicht zu kochen, und die Frau konnte sich gutes Geld verdienen, was dort lebensnotwendig ist, den der grösste Teil der Bevölkerung lebt in Armut.
Auch ein Supermarkt gab es ganz unten im Haus, so das wir bequem alles notwendige nur einkaufen brauchten, und das zu sehr günstigen Preisen, zumindest
was die Lebensmittel anging.
Wollte man Schnaps oder Wiskey oder ähnliches
musste man dann doch schon tiefer in die Tasche langen.

Wo genau waren wir:
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Fast hätte ich es vergessen zu sagen, wir verbrachten unseren Urlaub in Salvador de Bahia, eine Millionenmetropole in Brasilien. Die Ecke wo wir dort genau waren, nannte man "Pharol de Barra" was glaube ich soviel heisst, wie der Leuchtturm am Strand, den dort stand ein Leuchtturm in der Nähe.

Mobilität:
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In Brasilien, zumindest dort wo wir waren, fahren die Busse ihre Routen ab, und die einzelnen Haltestationen sind an den Bussen beschrieben. Man hatte damals umgerechnet so um die 80 Pfennig damals Pauschal bezahlt, und konnte dann aber mit dem Bus solange mitfahren, wie man es benötigte, da der Bus
immer wieder seine Stadionen anfuhr.
Auch ein gutes Fortbewegungsmittel sind die Taxis dort, allerdings sollte man hier vorher den Fahrpreis aushandeln, den sonst könnte es teuer werden, gerade
wenn man als Tourist unterwegs ist.
Das mit dem Fahrpreis wurde dort nicht so genau gesehen, obwohl die Taxis auch Fahrtuhren hatten, wie hier bei uns.
Ich glaube, die Fahrer haben sich bei den Touristen ein Zubrot verdient, und öfter mal die Uhr ausgelassen und sind dafür zu dem ausgehandelten Preis
gefahren.

Währung
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Damals hies die Währung glaube ich noch Cruzeiro, wenn ich mich recht erinnere, heute ist es der Real. Man konnte damals aber auch bequem überall mit
US Dollar bezahlen, auch die gute DM wurde eigentlich fast überall angenommen.
Was mir aufgefallen ist, das es dort sehr viele Illegale Wechselstuben gab, die sich ein kleines Zubrot durch Geld wechseln verdienten.
Diese waren meist in kleinen Geschäften unter gebracht, und wir wurden nur
darauf aufmerksam, weil unser Bekannter uns darauf hin wies.

Fazit
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Brasilien ist auf jedenfall eine Reise wert, dort ist die gut Laune zuhause, und das Land ist sehr sehenswert!

Freundlichst

Ihr Methusalem
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ruebi

Kultur und Menschen sehr interessant

ein Testbericht von 2002-05-05 20:45:55 vom 05.05.2002
Empfehlung: ja
Guten Abend,


heute möchte ich euch etwas Geschmack auf das Reiseziel Brasilien machen, im Herzen Südamerikas.

Brasilien – das bedeutet Lebensfreude, Kontraste, Superlative. Die längste Küste der Welt (etwa 7400 Kilometer), das größte Sumpfgebiet der Welt (Pantanal), der größte Regenwald der Welt (Amazonas), die größten Wasserfälle der Welt (Iguaçú), die reichste Flora der Welt (etwa 50 000 Blütenarten) – das fünftgrößte Land der Erde besticht durch Weltrekorde der Natur.

Hinzu gesellen sich faszinierende Großstädte, Rio de Janeiro gilt vielen als schönste Metropole der Welt. Aber auch die afrikanisch geprägte Stadt Salvador da Bahia mit ihrer pulsierenden Altstadt, das Barock-Städtchen Ouro Preto, die reizvollen Küstenstädte Florianópolis im Süden oder Fortaleza im Norden ziehen Reisende aus aller Welt an.

So üppig wie die Natur sprießt auch die Kultur. Die brasilianische Musik gilt als die facettenreichste des Kontinents, die Literatur hat wie die Architektur Weltgeltung.

Filme (wie jüngst Central do Brasil) gewinnen Preise auf allen wichtigen Festivals, Brasiliens Künstler zeigen ihre Werke in den bedeutendsten Museen Europas. Die Volkskultur findet ihren eindrucksvollsten Ausdruck im Karneval. Doch ist dies nur eines von vielen Festen, steht den 160 Millionen Brasilianern doch nichts näher als Feiern, Tanzen und Lachen.

Und natürlich: Essen und Trinken, das Land von Zuckerhut und Copacabana, von Fußball und Formel-1-Helden ist zugleich Schlaraffenland für Gourmets. Aus nahezu allen Ländern Europas, aus Afrika und Asien kamen Menschen in das klimatisch gesegnete Land – und brachten ihre Rezepte mit. Heute kredenzt man Sushi und Pasta in São Paulo so raffiniert wie in Tokio oder der Toskana. Die Küche in Bahia ist afrikanisch geprägt, die Fischrezepte in Belem und Manaus

verraten indianischen Ursprung und das Fleisch des Churrasco aus Südbrasilien wird längst auch in Europas Metropolen kredenzt. Ungezählt sind die Cocktail-Varianten und Fruchtsäfte, gebraut wird hervorragendes Bier und in jüngerer Zeit entsteht in den Tälern de Rio São Francisco ein Weinanbaugebiet.

Doch trotz einzigartiger Naturschätze und faszinierender Landschaften, trotz eindrucksvoller Metropolen, überschäumender Feste und der vielfältigen Kultur- und Kochtraditionen – der wirkliche Reiz Brasiliens sind die Brasilianer selbst.

Ihre Leichtigkeit, zu kommunizieren, Gefühle zu äußern, ihre Lebensfreude und Ausgelassenheit, ihre Gastfreundschaft und Aufgeschlossenheit ist bewundernswert. Daher stimmt auch heute noch ein Satz, der vor rund 70 Jahren von dem brasilianischen Gelehrten Sérgio Buarque de Holanda formuliert wurde: “Brasiliens Beitrag zur Zivilisation wird die Herzlichkeit sein.”

So, nun hoffe ich euch eine kleine Lehrstunde über Brasilien gegeben zu haben und wünsch euch einen schönen Urlaub auf Brasilien euer Ruebi
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Kommentare
retilein
retilein, 30.05.2002
kenne salvador und bahia..und du ? wenn ja teils mir mit
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retilein

Man gönnt sich ja sonst nichts

ein Testbericht von 2002-03-09 14:38:03 vom 09.03.2002
Empfehlung: ja
Letztes Jahr im Frühjahr brachen wir zu dritt nach Brasilien auf. Eine Reise auf die ich mich schon lange gefreut hatte und dementsprechend neugierig entgegenfieberte.
Mit der VASP, eine brasilianische Fluggesellschaft ging es problemlos von Frankfurt/Main nach Salvador de Bahia. Wenn die Stadt näher interessiert kann dort meinen diesbezüglichen Berichtsteil studieren.
Appropos VASP, war der Hinflug ok, so wurde Rückflug fast zur Odysse, denn es war der letzte Langstreckenflug der Gesellschaft. Wegen Geldmangel mußten die ganzen Großmaschinen abgegeben werden und der Flugverkehr bis auf den inländischen eingestellt werden. Dafür gab es auf dem Rückflug Getränke ohne Ende.
Zurück aber zu Brasilien. Was ist mir vermittelwertes Haften geblieben.

C a i p i r i n h a :
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Hierbei handelt es sich um ein brasilianischen Cocktail um dessen Herstellung und Verkauf geradezu ein Kult betrieben wird. Ach in Deutschland kann man ihm mittlerweile trinken, aber ich fand ihm natürlich vor Ort um Klassen besser.

C a p o ei r a :
****************
Für mich persönlich, das vielleicht beeindruckendste. Ich hatte die Gelegenheit denAuftritt einer Capoeira Schule zu erleben, wo u.a. der dritte der bras. Meisterschaft auftratt. Bei dieser Symbiose aus Kampfsport und Tanz ging es ursprünglich um die Selbstverteidigung afrikanischer Sklaven untereinander, aber auch gegen ihre Sklavenbesitzer. Begleitet werden die Kämpfer, wenn man es gesehen hat erscheint mir dieser Ausdruck treffender als Tänzer, von zahlreichen Trommlern und Prkussion-spieler. Letzteres Perkussioninstrument heißt glaube ich "Berimbaus" und besteht aus einen Draht bespannten Holzbogen und einer Kokusnußschale als Resonanzboden. Mit unglaublicher Geschwindigkeit fegen die Beine an den Gesichtern des "Gegners" vorbei. Je knapper desto besser und treffen ist dabei nicht erlaubt. Treffer allerdings sollen auch schon mal leicht zum Tode führen. Wer es einmal gesehen hat glaubt es unbesehen.

D i e b s t a h l :
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Erfahrungsbericht unsererseits zu einen derartigen Erlebnis. Wichtigstes was beim fotografieren oder filmen zu beachten ist; provozieren Sie keine Diebe! Mit einer grossen Foto oder Videoausrüstung sollten Sie nicht alleine unterwegs sein. Es ist zwar nicht überall gleich gefährlich, doch wenn Sie das erste mal in Brasilien sind, werden Sie die sicheren Orte noch nicht kennen.
Ich spreche aus eigener Erfahrung denn auch uns passierte dieses Mißgeschick. Ein junger Kerl entriß einem meiner Begleiter dessen Kamera und flüchtete damit. All dies geschah auf der an sich sehr belebten Uferpromenade in Salvador de Bahia, aber gerade hier befindet sich nach Auskunft der Touristenpolizei der diesbezüglich gefährlichste Abschnitt der Stadt. Hier nun ist auch über die positive Seite zu berichten. In Deutschland undenkbar, aber hier engagierten sich zahlreiche Zuschauer des Ereignisses und vorbeifahrende Autofahrer machten die Touristenpolizei aufmerksam, sodaß es dieser ermöglicht wurde dem Dieb
habhaft zu werden.
Nun folgte zwar der bürokratische Teil von ca. 3 h bis sich die Kamera wieder in den Händen des ursprünglichen Besitzers befand. Aber das hängt mit den verständlichen Wunsch zusammen, positive Ergebnisse auch entsprechend zu dokumentieren und die Daseinsberechtigung der Touristenpolizei - die ohne Zweifel gegeben ist - zu untermauern.

T a n z e n :
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Ohne einen Besuch einer Disco war man nicht in Brasilien. Seit dem denke ich auch nicht mehr im Geringsten, das ich oder andere Deutsche etwa Tanzen können. Wie gesagt Disco "Rock in Rio" in Salvador mit ca. 3000 Tänzern im Raum und davon gut 600 auf der Tanzfläche. Erstens gehen die gewöhnungsbedürftigen brasilianischen Songs länger wie unsere und wesentlich rythmischer und zweitens bewegt sich alles im Takt dazu. So rauscht schon einmal die ganze Kavalkade im Stampfschritt nach rechts und dann wieder zurück. Als Deutscher bist du rettungslos verloren. Beeindruckend fand ich allerdings, das sich am Platz auch einzelne Männer erhoben und absolut ansehenswert sich völlig allein zum Tanz bewegten, udenkbar bei uns. Genauso wie kleine Babys die noch Mitternacht unter Obhut ihrer Großeltern sich befanden, da sich die Eltern der Musik hingaben.

Summa sumarum, wenn es Euch möglich ist, besucht einmal das Land und vergeßt nicht Euch gut darauf vorzubereiten.
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Kommentare
MichaelW97614
MichaelW97614, 09.03.2002
sehr schoumlne meinung!
tinalice
tinalice, 09.03.2002
Klingt total super! Wenn ich das Geld haumltte, wuumlrde ich sofort hinfliegen g
cosch
cosch, 27.09.2008
LG von mir an dich! gute nacht cosch
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brian_lion

Sprache schnell gelernt und viele Freunde gefunden

ein Testbericht von 2002-02-18 17:47:32 vom 18.02.2002
Empfehlung: ja
Hierbei handelt es sich um ein Austauschschuljahr einer meiner Kumpels.

Cabo Frio /Brasilien

Dies ist ein Austauschschülerbericht eines sehr guten Kumpels von mir. Ich hab ihn um erlaubnis gefragt ob ich die machen kann. Er hat mit ja geantwortet. Bitte nicht wundern. Mein Kumpel ist wirklich ein Jahr als Austauschschüler in Brasilien. Kein Joke.

Dies ist der Originalbericht von ihm bitte nicht wundern das ich daher in der ich Form schreibe.

Jetzt bin ich (seine Familie hat im moment auch einen Brasilianer für noch gut 6 Monate) hier schon ganze viereinhalb Monate, und es kommt mir wie gestern vor,dass ich zum letzten mal zu meiner Mutter gewunken habe und dann ins Flugzeug Frankfurt- Rio de Janiero eingestiegen bin.
Der Flug war erstaunlicherweise sehr kurzweilig, es gab genügend Dinge, über die ich nachgedacht habe:
Wie wird mich meine Gastfamilie aufnehmen und Freunde, Heimweh, wie wird es damit aussehen?
Bei diesen und vielen anderen Fragen vergingen die zwölf Stunden ''wie im Flug''.

Stille Fahrt
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Das Flugzeug landete gegen 5:30 in Rio. mein Pass wurde gecheckt, und ich nahm mein Gepäck in Empfang. Da standen sie dann, meine Gasteltern und halfen mir, das Gepäck in das Auto zu bringen. Mein ''neuer Vater'' (seinen richtiger war mal mein Lehrer) fragte mich in stotterndem Englisch, ob ich denn Portugiesisch könnte und ich sagte: ein ganz bißchen.
Darauf sagte er dann irgendwas auf Portugiesisch, was ich natürlich nicht verstanden habe! Es war dann eine stille Fahrt nach Cabo Frio (wo er zur Zeit Wohnt, aber im Moment besucht er den Nordosten Brasiliens für 28 Tage), das ca. 150 km nördlich von Rio liegt.

Meine Gastfamilie
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Immer mal ein paar Wörter in Englisch zu Erklärung, aber das war es dann schon. Also kamen wir dann gegen 7:30 in Cabo Frio an. Dort gab es dann Frühstück, und der Rest des Tages zog sich dann noch sehr in die Länge, ich denke durch die Folgen des Jetlags. Der Famielien- Vater Humberto hat zum zweiten Mal geheiratet und hat aus seiner ersten Ehe eine Tochter (18, sie lebt gerade im ein Austauschjahr in München) seine Frau heisst Alzina.
Die beiden haben auch schon eine Tochter, Isadora (5). Es sollte sich schon bald herrausstellen, dass sie mich oft auf Trab halten wird.

Minga, das Mädchen
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Und dann gibt es da noch ein neues Familienmitglied, wie ich es so noch nicht kannte, Minga, das Mädchen. Sie ist die ganze Woche von morgens bis abends ausser Sonntagshier und kocht, säubert, wäscht und spielt mit Isadora (was der für ein Leben da hat), was denn größtenteils meine Aufgabe werden sollte, die ich aber gerne übernahm.
Gerade Mingas Anwesenheit sorgte für mich oft für Verwirrung. Das heisst, man braucht den Tisch nicht abzuräumen, sein Zimmer nicht aufräumen und nicht zu waschen oder zu bügeln.
Das hört sich gut an, aber ist es wirklich schön, wenn jemandin den persönlichen Sachen herrumräumt? Oder während man Hausaufgaben macht, das Zimmer fegt? Das ist am Anfang noch schlimm, aber man gewöhnt sich schnell daran, wie an wie fast alle Dinge hier.
Ich mag sie aber sehr gern - sie hatte immer sehr viel Geduld mit mir, wenn ich ihr etwas erklären wollte, hat sie immer gewartet bis ich das unbekannte Wort nachgeschlagen hatte, dadurch habe ich mich natürlich auch schnell im Sprechen verbessert.
Dann war da Gott sei dank am Anfang noch Livia, die zwei Wochen, nachdem ich an kam, nach Deutschland fliegen sollte, und die mir mit ihrem Englisch half, mich in der ersten Zeit mit allem zurecht zufinden.


In der Schule
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Dann am nächsten Schultag sollte es dann auch schon losgehen, das Leute- Kennenlernen und das Namen Vergessen! Das geht, wie ich hörte, jedem Austauschschüler so. Man lernt unheimlich viele Leute in einer unheimlich kurzen Zeit kennen.
das ist, denke ich, schon eine Spezialität der Brasilianer, die Offenheit. Leider gehört da bei vielen natürlich eine gewisse Oberflächlichkeit dazu.
Ein paar Worte zu den Schulen in Brasilien. Die öffentlichen Schulen in Brasilien haben einen sehr schlechten Ruf. Also, wer das Geld hat, schickt seine Kinder auf eine Privatschule, die es wirklich reichlich gibt. Und nur von solch einer privaten Schule hat man hier die Chance, dadurch das man besser lernt, den test für die Teilnahme an einer Universität zu schaffen.

Nur zehn Schüler
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Mein Glück waar nun, dass die Direktorin, eine liebenswerte Frau, mich umsonst auf ihrer und jetzt auch meiner Schule lernen läßt. Und das ist nicht irgendeine Schule. Es ist die teuerste Schule im Umkreis von fünf Ortschaften. Eltern bezahlen ca 400 Mark (210 €) für ein Kind im Monat.
Die schule ist sehr klein und für Brasilien habe ich eine sehr, sehr kleine Klasse, nämlich nur mit neun anderen Klassenkameraden. Und das ist auch das Prinzip der Direktorin, sie will keine Klassen mit 50 Schülern wie an anderen Schulen.
Und so kommt es, dass die Schüler hier lernen (müssen). Und es ist auch für mich sehr schwer vorstellbar, dass die ganze Schule meiner Direktorin gehört. (gibt es ja eigentlich nicht in Deutschland)

Familien- Wechsel
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Meine Direktorin, Medinia, wird auch meine nächste Gastfamilienmutter sein, worauf ich mich schon sehr freue, weil es einfach eine großartige Frau ist. Im Moment wohne ich dank meiner Gasteltern immer noch in der ersten Gastfamilie, die mir sehr ans Herz gewachsen sind. Es war nämlich so:
ich sollte eigentlich schon nach drei Monaten meine Familie wechseln, nämlich in die einer meiner Mitschülerin, die ich aber nicht sehr mag, ihre Familie kannte ich auch schon und ich war nicht sehr begeistert von ihnen, weil es dort für mich um einiges strenger zugehen würde. (da fragt man sich doch: hat der zuviel Angst vor dem Mädchen?)*g*
Aber ich genieße meine jetzige Freiheit wirklich sehr. Also hab ich mit meiner Familie geredet, und wir sind zu dem Jugendzuständigen gegangen und baten ihn, daß ich noch bis nach Weihnachten bleiben könne. Nach einigen Diskussionen hat er zugestimmt. Ich war sehr glücklich.

Viele gute Freunde
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Also wie sieht es mit den Freunden aus? Ich habe hier viele Freunde gefunden und wirkliche! Die Gliedern sich in Schulfreunde und in eine Gruppe, die ich zufällig auf der Starsse kennengelernt habe. Und ich bin wirklich oft unterwegs- am Wochenende wr ich noch kein einziges Mal abends zu Hause. Und da ich jetzt Ferien habe (ganze drei Monate, diese faule Sau, naja wenigstens hat er einen Nachteil, er darf kein alk trinken*g*), sind wir auch in der Woche draußen und schauen uns nach Mädchen um (was man da nur denken soll *g*).

Schnell gelernt
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Noch etwas zu der Sprache:
In den ersten zwei Montae war es wirklich schwer für mich, da ich wirklich fast nichts verstanden habe (die Eltern können schlecht Englisch und garkein deutsch). Aber nach zweieinhalb Monaten habe ich schon kein Englisch . Portugiesisch ist nicht so schwer ( ja wen man es kann), und wenn man jeden Tag Vokabeln und ein bißchen Grammatik lernt, ist das alles halb so wild.
Was mir an meiner Stadt gefällt, sind die vielen Feste und Shows von sehr bekannten brasilianischen Künstlern. Das kommt daher, daass Cabo Frio eine Touristenstadt ist. Und im Sommer reisen etwa eine Million Touristen hierher.
Warum?
Weil man hier einen der schönsten Strände von Brasilien (7000 km Strand) findet. Nicht einmal Rio kann da mithalten.

Weihnachten
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Und zum Schluß noch ein paar Worte zu Weihnachten hier:
Es gibt hier kein Advent, keinen Weihnachtskalender (nicht Naschen wa?) und auch kein Nikolaus. Es ist sehr warm und Geschenke bringt der Weihnachtsmann in der nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Es hat mich überrascht, dass wir nicht in der Kirche waren. Schließlich ist ja Brasilien das Land mit dem höchsten Prozentsatz an Katholiken.
Aber meine Familie hier ist nicht sehr gläubig. Ich habe übrigens drei T- Shirts vom Weihnachtsmann bekommen.
In diesen Monat tritt er eine für sich sehr interessante Reise an. Durch den Nordosten Basiliens für ganze 28 Tage soll es gehen

Noch einiges anderes
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Wenn er aus dem Balkon aus guckt sieht er den Pazifik, also liegt es nahe das er nur ein paar Schritte bis zum Strand hat.
Das war auch ein kleiner Zufall das er nach Brasilien und gerade an diesen Ort gekommen ist, weil sein Wunsch war erst ein Austauschjahr in den USA, aber da war schon alles voll. Dann hat er sich Mexiko überkegt, aber dort sah es nicht anders aus. Und dann hatte er die Wahl zwischen Brasilien, Japan, Südkorea und noch einigen Ländern die mir im moment nicht einfallen. Wie ihr wisst hat er sich für Brasilien entschieden, gut!
Die eigentlich Gastfamilie (wohnt ein paar Kilometer weiter im Lande) hatte sich kurz nachdem sie wussten das er kommen würde sich zurück gezogen (aus welchen Gründen auch immer). Dadurch hat er jetzt den absoluten Glücksfall. Ich habe mal Bilder von dem Ort gesehen. Ich kann euch sagen der Ort ist ein reiner Traum, ich würde da für immer bleiben wollen und garnicht mehr weg wollen. Dort sollen ganz 351 Sonnentage im Jahr sein.
Naja im Juli haben wir unseren Tobias wieder *g*.

ciao

P.S. nicht das mir hier kopier gerüchte auftauchen, ich hab die Erlaubnis von ihn, dass ich diesen Bericht veröffentlichen darf ( er schreibt regelmäßig E-Mails mit mir).
...
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Kommentare
KleineHexe82
KleineHexe82, 19.03.2002
Gefaumlllt mir echt gut, wie Du schreibst...Schoumlne Gruumlszlige von der Hexe...
retilein
retilein, 30.05.2002
pazifik ?
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