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![]() Seefahrt 15: Deutschlands größter Hafen ist Rotterdamein Testbericht von LoMei2002-04-05 17:39:03 vom 05.04.2002 Empfehlung: jaINHALT 1. Rotterdam, der größte Hafen Deutschlands 2. Das Erbe der Vergangenheit. 3. Landgang 4. Orkan im Hafen 5. Werftzeiten in Rotterdam 6. Fazit 1. ROTTERDAM, DER GRÖSSTE „DEUTSCHE“ HAFEN Rotterdam ist der wichtigste Umschlagplatz für das Ruhrgebiet. Wenn man die Warenströme betrachtet, ist es eigentlich der größte deutsche Hafen. Oftmals lagen neben uns Rheinkähne aus West- und Süddeutschland und übernahmen die bei uns gelöschte Ladung, um damit den Rhein aufwärts zu fahren. Das galt für Stückgut und genau so für Schüttgut (Kohle, Erz, Getreide). Manchmal wurde direkt Ladung für Übersee aus diesen Rheinkähnen an Bord genommen. Im Hafen von Rotterdam traf man immer wieder Freunde und Bekannte. Viele der Freunde aus der Schulzeit und der Lehrzeit auf einer Hamburger Werft fuhren zur See. Oft lagen Schiffe der selben Reederei in der Nähe. Da kannte man meistens jemanden. Das war dann ein Grund für manche Wiedersehensfeier. 2. DAS ERBE DER VERGANGENHEIT Mitte der 50er Jahre war die im 2. Weltkrieg von der deutschen Luftwaffe großflächig zerstörte Stadt weitgehend wieder aufgebaut. Die Holländer haben die Stadt eigentlich nicht wieder sondern vollkommen neu aufgebaut und ihr ein wirklich modernes Gesicht gegeben. Ich war immer aufs Neue von der Kühnheit und Großzügigkeit des Aufbaukonzeptes beeindruckt. In großen Teilen der Bevölkerung war der Fliegerangriff von 1943 nicht vergessen. Uns wurde erzählt, die Deutschen hätten die Stadt aufgefordert, sich zu ergeben. Wenn das nicht innerhalb einer bestimmten Frist geschehe, würde bombardiert. Die Stadt kapitulierte fristgemäß. Trotzdem kamen die Bomber und legten sie in Schutt und Asche. Ob es hier an Pannen in der Nachrichtenübermittlung gelegen hat, weiß ich nicht genau. Ein eindrucksvolles Denkmal, dass eine menschliche Gestalt mit aufgerissenem Körper und hochgestreckten verkrampften Händen zeigt, erinnert daran. Einmal habe ich erlebt, dass sich junge Leute, die ich auf deutsch nach dem Wege fragte, abwandten. Als ich die Frage auf englisch wiederholte, wurde ich angeschwiegen. Ein anderes Mal fragte ich an einem Sonntagmorgen nach dem Weg zur deutschen evangelischen Kirche. Ein Mann mittleren Alters zeigte mir den Weg. Er sprach fließend deutsch. Da er in die gleiche Gegend wollte, gingen wir ein Wegstück miteinander und unterhielten uns. Bei diesem Gespräch sind mir die Verletzungen der Bombennacht sehr deutlich geworden. Beim Abschied meinte er, ich gehörte ja zu einer neuen Generation und könne nichts dafür und da ich offensichtlich zum Gottesdienst wolle, wäre ich wahrscheinlich den Menschen zuzurechnen, die das Wort Versöhnung kennen. Das war in der Zeit um 1955. Der 2. Weltkrieg war gerade 10 Jahre vorüber. Ich denke und hoffe, heute sind die Wunden weitgehend verheilt. 3. LANDGANG Da wir regelmäßig und immer wieder nach Rotterdam kamen, hatten wir dort unser Fotogeschäft, unseren Friseur und unsere Kneipen und Restaurants. Wir wussten, wo wir günstig einen Rasierapparat oder Kleidung kaufen konnten und waren mit der Stadt und ihrer Verkehrssituation sehr vertraut. Manchmal war auch Zeit für einen Besuch des Museum Boijmans mit seinen herrliche Zeichnungen von Rembrand. Gerne gingen wir zur katholischen Seemannsmission „Stella Maris“. Das hatte mit Mission nicht viel zu tun. Dort wurde tüchtig getanzt. Die Mädchen, die man dort traf, sprachen alle Sprachen. Man konnte sich ausgezeichnet unterhalten und erfuhr viel über die Stadt und das Leben in Holland. Heute wird dort sicher so etwas wie Disco ablaufen, aber das gab es damals in der Form nicht. Solche Tanz-Veranstaltungen gab es auch bei der deutschen evangelischen Seemannsmission. Man hätte natürlich auch zum Kadendrecht gehen können. Dort ist das Rotlichtviertel. Aber das war nicht jerdermanns Sache, und meine auch nicht. Abends saßen wir öfters in Rutecks Restaurant in der Lijnbaan. Dort unterhielt eine sechsköpfige Kapelle die Gäste mit alten und neuen Weisen. Es machte einfach Spaß, in einer tollen Umgebung zu sitzen und gemütlich eine Tasse Kaffee zu trinken und ein Stück Kuchen zu genießen. Dabei waren die Preise nicht unverschämt. Wenn heute im Fernsehen alte Filme aus den Fünfzigern gezeigt werden, fällt mir ein, dass ich viele von ihnen zuerst in Rotterdam gesehen habe. Einmal lag zeitgleich mit uns der russische Kreuzer „Swerdlowsk“ mit zwei Zerstörern im Hafen. Die Matrosen überschwemmten alle Straßen und vor allem die Kaufhäuser und kauften groß ein. Es sah aus, als sei die Stadt von der sowjetischen Marine eingenommen worden. 4. ORKAN IM HAFEN Wir kamen von Norwegen mit Erz für Rotterdam. Es wehte aus allen Knopflöchern. Dann flaute es etwas ab. An einem Sonntag ganz früh stieg an Hoek van Holland der Lotse an Bord. Kurz vor Mittag lagen wir an unserem alten Liegeplatz im Waalhaven. Abends wollten wir an Land und hauten uns deshalb nach dem Mittagessen in die Koje. Schon beim Einlaufen hatte sich die steife Brise wieder zum Sturm gesteigert und war inzwischen zum Orkan geworden. Plötzlich wurden wir beiden Assis geweckt. Ein englischer Erzfrachter trieb auf uns zu. Seine Leinen waren gebrochen. Ich holte sofort meine Kamera (alte Adox mit Faltenbalg) und fotografierte die Situation. Bei uns brachen bei dem Anprall auch einige Leinen. Die Brückennock wurde zersplittert, 6 Spanten angeknackt, die Gangway zerdrückt, der vordere Backbord-Mast beschädigt und einige Nietverbindungen gelöst. Zwei Hafenschlepper kamen auf unser lautes Tuuut-Signal hin dahergeprescht und versuchten den 28 000-Tonner fortzuziehen. Die Ladefähigkeit unseres Schiffes lag gerade einmal bei 2 800 Tonnen. Die Leinen brachen abermals, und wieder gab es ein dumpfes Krachen. Das wiederholte sich einige Male. Sechs Schlepper waren nötig, um den Riesen an seinen alten Liegeplatz zurückzubugsieren. Auch andere Schiffe gerieten durch den Orkan in Not und kollidierten mit wieder anderen. Die Aufnahmen von der Kollision hat der Alte an sich genommen, und der aus Hamburg angereiste Inspektor nahm sie als Beweisunterlagen für die Versicherung mit. Als der Sturm abgeflaut war, wurde die Ladung gelöscht, und dann verholten wir vom Waalhaven in die Werft. Dort sollte der entstandene Schaden ausgebessert werden. 5. WERFTZEITEN IN ROTTERDAM Eine Werftzeit kostete die Reederei Geld und brachte Verluste durch Frachtausfall, aber wir waren nie traurig, konnten wir doch einmal mehr an Land gehen. Neben den unvorhergesehenen Werftzeiten für Reparaturen wie bei dieser Kollision gab es auch geplante Aktionen. In bestimmten Abständen muss ein Schiff ins Dock. Der unter Wasser befindliche Boden muss inspiziert, von Bewuchs gereinigt und der Bodenanstrich erneuert werden. Bei Kontrolle der Schraube wird je nach Befund entschieden, ob die Schraube zur Reparatur abzubauen war und eventuell auch die Schwanzwelle zu ziehen und Teile der Wellenabdichtung (Spezialstopfbuchse) erneuert werden musste. Manchmal konnten wir nach dem Ausdocken nicht sofort auslaufen, weil dicker Nebel aufgekommen war. In solchen Fällen lagen wir dann eine Weile im Waalhafen an den Pfählen. An Landgang war natürlich nicht zu denken. Sobald es aufklarte, ging die Reise los. 6. FAZIT Dieser Bericht über Rotterdam ist aus dem Blickwinkel derer geschrieben, die den Hafen nicht nur während einer Hafenrundfahrt zu sehen bekommen, sondern ihn bei jedem Wetter und zu jeder Jahreszeit erleben. Das ist der Blickwinkel, der die Hektik kennt, die Arbeit rund um die Uhr aber genau so die Langeweile, wenn der Nebel „schietendick“ alles einhüllt und es nur eines gibt: Warten. Heute hat Rotterdam weit draußen, dort wo schon fast die Nordseewellen zu hören sind den Europort mit Ölhafen und Raffinerien. Wenn man sich das ansieht begreift man, dass Rotterdam die Zukunft nie verschlafen hat und die große Konkurrenz der deutschen Seehäfen ist. Seht Euch die Stadt mit ihrem grandiosen Hafen an. Es lohnt sich, und reserviert in Eurer Erinnerung ein kleines Plätzchen für das Erbe der Vergangenheit. ... |
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![]() Neues Zuhauseein Testbericht von Mekki832008-01-18 10:43:45 vom 18.01.2008 Empfehlung: ja Vorteile: Die Menschen und die Atmosphaere...Nachteile/Kritik: der Verkehrund hollaendisches AutofahrenSeit dem 28.08.2007 lebe ich in Rotterdam - ich habe hier mein Auslandssemester gemacht und nun beginnt mein Praktikum um die Ecke, in Breda. Nun kennt man ja fuer gewohnlich noch keinen "Einheimischen" und lebt mit vielen anderen "Fremden" in einem Wohnheim. Diese sind im Normalfall (wie viele andere Dinge) versifft und teuer. Ich hatte da mehr Glueck - mein Verlobter ist Niederlaender und so bin ich ganz einfach bei ihm eingezogen mit Sack, Pack und Katze. Von der Hochschule moechte ich lieber nicht so viel erzaehlen, nur soviel: die Pisastudie war Betrug! Es war alles so spannend und neu. Mein Weg zur Schule, meist auf dem Rad (met het fiets) dauerte ungefaehr 10 bis 15 Minuten. Ich oeffne das Fahrradschloss, das meistens groesser und teuer ist als das Fahrrad. Aus unserer kleinen Seitenstrasse biege ich in den Binneweg ein. Viele Laeden, Strassenbahnen und cafes saeumen den Weg. Man muss hier aufpassen, denn mit Verkehrsregeln laeuft es hier etwas anders. Wenn man es um die Ecke schafft ohne selbst ueberfahren zu werden, gelangt man an einem kleinen Kanal entlang in Richtung Erasmusbruecke. Letztes Jahr wurde sie noch in lila angestrahlt. Wohl wegen Architekturstadt 2007. Ob mit der Tram oder dem Fahrrad oder zu Fuss, sobald man ueber die Bruecke faehrt oder laeuft oeffnet sich einem das Herz. Die Maas fliesst unter der Bruecke hindurch, meistens sind Schiffe unterwegs und wenn man Glueck hat, dann liegt ein grosses Kreuzfahrtschiff am Binnenhafen. Ich habe es bisher nur ein einziges Mal erlebt dass die Bruecke hochgeklappt wurde. Das sieht schonbeeindruckend aus, vorallem wenn man selbst auf der Bruecke steht. Sie ist wirklich das Wahrzeichen Rotterdams, das sie eigentlich den Schweizern verdanken zu haben - ohne deren Hilfe haetten sie das Riesending nie stabil bekommen. Also, als erstes in Rotterdam zur Erasmusbruecke. Fahrt mit dem Zug (citynightline Nachtzug) und dann weiter mit Metro oder Tram. Vor dem Bahnhof gibt es RET (das sind sozusagen die Jungs von den oeffentlichen Verkehrsmitteln) und Plaene. VORSICHT: der Bahnhof ist Baustelle und wird es noch eine Weile bleiben. Wir bekommen hier eine komplett neue Centraal Station, unterirdisch, mit einem futuristischen, gewoelbten Glasschirm. Direkt an der Erasmusbruecke befinden sich die SPIDO Boote. Wenn man auf der Bruecke steht kann man es rechterhand nicht uebersehen. Das sind Aussichtsschiffe auf denen sich eine kleine Rundfahrt echt lohnt. Will man danach noch mehr "view" geniessen, dann muss man auf den Euromast. Kann man auch mit der Metro erreichen, Wilhelminaplein - Eendrachtsplein, dann umsteigen in die Calandlijn. Im Sommer waren wir oft im nahegelegenen Park bevor wir auf 100m eine wahnsinns Aussicht genossen haben. Speziell am Wochenende wird dort gepicknickt und das Gruen genossen. Obwohl er nahe an den grossen Ringstrassen liegt, bekommt man davon wenig mit. Mit einem Fahrstuhl gelangt man zum Bistro und dem im Euromast gelegenen Restaurant. Preise etc findet man auf der website, fall manes vorher wissen muss: www.euromast.nl. Man kann mit einem kleinen Aufzug noch 20 meitere Meter in die Hoehe. Ehrlich gesagt habe ich mich das noch nicht getraut. Wenn man nach oben sieht, kannman schon auf den 100 Metern sehen wie das ganze Ding wackelt...aber die Aussicht ist auch auf den 100m phaenomenal! Das Essen ist sehr zu empfehlen...auch kann man eine Suite mieten. Fuer die Hochzeitsnacht oder um sich einfach mal was zu goennen. Die Plattform steht einem dann komplett allein zur Verfuegung. Fruehstueck ueber Rotterdam. Da wir vor einiger Zeit ziemlich viel zerbombt haben, gibt es in Rotterdam nicht mehr viel alte Haeuser zu bewundern. Allerdings ergab sich eine tolle Mischung aus etwas alt, extrem vielen modernen Hochhaeusern und allerhand Stilmixen. Gerade das macht die Stadt irgendwie charmant. Ich habe mit vielen internationalen Studenten gesprochen und wir muessen alle das gleiche sagen: man kann sich hier sofort zuhause fuehlen. Im grossen und ganzen sind die Preise recht aehnlich. Der Sprit ist teurer und Lebensmittel auch. Das liegt aber auch daran, dass LIDL und Co sich hier noch nicht richtig etablieren konnten. Es gibt hier Lidl, aber der ist so versifft, dass ich auch lieber zu Albert Heijn gehe. "Hollaender sind zu gestresst um zu kochen", stelle ich fest. Das Kontingent an Fertiggerichten scheint unerschoepflich. Es gibt nichts, was es nicht gibt. Allerdings muss ich zugeben, dass diese kompletten Mahlzeiten auch zehnmal besser schmecken als heisse Tasse oder sowas. Brot solltet ihr Streichen - Milchbroetchen mit Fisch sage ich da nur. Beim Baecker findet man evtl noch was Festeres. Mit Backenhaben die es hier auch nicht so - wenn ich meine Oma besuche, gehe ichmit leerem Koffer und komme mit Lebensmittelgepaeck zurueck.;-))) Weggehen in Rotterdam haben wir bisher nochnicht exzessiv getestet. Die Cafes bei uns um die Ecke sind recht bekannt und gemuetlich. Man mussnurerwaehnendassinHolland mehr Pop/rock gehoert wird (also Wombats nonstop und gib mir Homogenitaet). Man trifft dort immer jemanden und gleich nebendranim Rotown gibts ein paar Malim Monat Konzerte. Mit Clubs haben wir noch nicht so viel Erfahrung gemacht. Es gibt einfach genug andere Moeglichkeiten um sich die Zeit zu vertreiben. Z.b. das Filmfestival, diverse andere Konzerte und Events. Ich hoere jetzt mal auf - ich denke ich werde hier noch einiges Mehr ueber Rotterdam und die Niederlaender erzaehlen:-))) ... |
campino, 18.01.2008
lg andrea
eisengelchen, 17.06.2008
Liebe Grüße vom eisengelchen
Haggia, 09.02.2008
LG und schönes WE!
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![]() Rotterdam - ein Beispiel der Moderneein Testbericht von hope12007-09-29 23:33:02 vom 29.09.2007 Empfehlung: Vorteile: Architektur, der Hafen, Geschichte, das Meer, Cafes, Freundlichkeit...Nachteile/Kritik: ... keine AhnungDirekt am Meer gelegen und seit Jahrhunderten von einem Hafen dominiert, den jährlich rund 35.000 Schiffe anfahren, ist Rotterdam nicht nur die zweitgrößte Stadt der Niederlande, sondern natürlich auch eine Stadt der Entwicklung und Wandlung sowie der internationalen Zukunft. Nicht nur Amsterdam präsentiert sich aufgeschlossen – auch Rotterdam. Sehenswertes auf die Schnelle Architektur – einer der faszinierendsten Aspekte dieser atemberaubenden Stadt. Nachdem Göring Rotterdam im Zweiten Weltkrieg dem Erdboden gleichgemacht hat, versammelten sich in den vergangenen Jahrzehnten hier die bekanntesten Architekten der Welt, um ein ganz neues Rotterdam zu erschaffen, eines das heute von manchen als hässliche Ente der Niederlande und von anderen als Schauplatz der Moderne bezeichnet wird. - Die Erasmus-Brücke sollte man gesehen haben. Sie erinnert an den im 16.Jahrhundert lebenden Humanisten Erasmus von Rotterdam. Die Brücke gilt zwar als das größte und berühmteste Wahrzeichen der Stadt, aber sie hat so ihre Macken. Der Erbauer hat aber wohl vergessen, dass die Stadt an der stürmischen Nordsee liegt, denn bei großen Böen muss die Brücke gesperrt werden. Egal, uns hat das nicht berührt :) Also, was wir uns angesehen haben: - Das Hotel New York: Es wird auch als das „Auswandererhotel“ bezeichnet, denn hier versammelten sich im ausgehenden 19.Jahrhundert meistens die hunderttausende von osteuropäischen Juden, die nach Amerika auswandern wollten. Gegen Abend wird das alte „Backsteingebäude(??)“ angestrahlt, zumindest als wir da waren. - Sonnenuntergang am Hafen oder alternativ auch am New York Hotel. Für Fotografen unbedingt sehenswert, wie die Erasmus-Brücke langsam in ein bläuliches Licht getaucht wird und in der Stadt die Lichter angehen. - Das Denkmal „De Verwoeste Stad (Die verwüstete Stadt)“: Dieses Denkmal einer verzweifelten Figur, die ihre Arme in den Himmel streckt, wurde in Gedenken an den 14.Mai 1940 errichtet, an dem die deutsche Luftwaffe die Stadt zerstörte. Ein wichtiges Ereignis an dieser Stelle war die Kranzniederlegung Helmut Kohls am 14.Mai 1995 mit seiner darauf folgenden Rede an der Erasmus-Uni von Rotterdam. Für viele Niederländer war dies die Warschauer Kranzniederlegung Willy Brandts. Denn erst nach diesem Datum konnten viele Rotterdammer Deutschland verzeihen. Geschichtswürdig, die Kranzniederlegungen! - Kijk-Kubus: Hier kann man mal von innen eines der berühmten Kubus-Häuser Rotterdams betrachten. Das Würfelhaus ist wie ein ganz normales Wohnhaus eingerichtet, nur eben mit schiefen Wänden :) Adresse: Overblaak 70. Vielmehr haben wir eigentlich auch gar nicht zu sehen geschafft, denn die Zeit war kurz. Aber schön. Ich kann eigentlich nur raten, bei einer Tour nach Rotterdam Zeit mitzubringen und nicht mit dem Auto unterwegs zu sein. Angeblich sieht man sehr viel mit den Straßenbahnen, haben uns jugendliche Rotterdammer mitgeteilt :) und das Nachtleben blüht wohl auch. Von dem haben wir zwar nichts mitbekommen, aber glauben möchte ich dies schon. Ich hätte mich auch gerne viel länger am Hafen aufgehalten, gerade bis nach Sonnenuntergang, aber das ging leider nicht. Auch ein Gang in die vielen tollen Cafes oder Restaurant lohnt sich vermutlich, den meist roch es schon draußen lecker nach Café oder Essen. Wir waren im „De Engel“ im Eendrachtsweg 19. Dort gibt es hervorragende Fischgerichte. An die Preise kann ich mich natürlich nicht mehr erinnern, aber einen Gang ist dieses rustikale Restaurant wert. Es gibt auch eine Touristeninformation und mit der in Ljubljana ist sie zwar nicht zu vergleichen, aber auch hier waren die Leute sehr hilfreich und freundlich. Adresse: City Informatiecentrum, Coolsingel 197 (offen 11-17 Uhr). Wer, wie wir, nur einen Extrem-Kurztrip plant, dem sei geraten sich vorher entweder gut zu informieren oder nichts zu erwarten, denn dann bereut man auch nicht im Nachhinein so vieles verpasst zu haben. Allein an einem schönen Herbsttag durch die Straßen zu wandern, kann ja auch beglücken, bei dieser so ganz anderen Architektur, als wie wir sie in unseren meist doch relativ alten Städten finden. Wer also auf dem Weg zum Flieger oder Schiff noch ein paar Minuten hat und keine Lust hat sich großartig anderweitig zu informieren, ist mit diesen Sehenswürdigkeiten glaube ich ganz gut beraten. Die Stadt erhält von mir 5 Sterne für Aufgeschlossenheit, Moderne, Internationalen Flair und gutes Essen :) ... |
novia, 30.09.2007
immer wenn ich solche berichte lese, fällt mir auf, dass ich so vieles noch nicht gesehen habe lg kathleen
Puppekaa, 30.09.2007
LG Karsta
winki36, 08.11.2007
Hoffe du hast dich gut erholt :-
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![]() Kulturhauptstadt Europas - aus alt wurde modern!ein Testbericht von Qantas2002-05-08 16:37:16 vom 08.05.2002 Empfehlung: jaWie könnte man Rotterdam kurz um- bzw. beschreiben!? Nun, ich versuche es mal mit fünf Worten: kulturbewußt, maritim, erlebnishungrig, jung und sicher auch futuristisch. Wenn man Rotterdam eines nicht absprechen kann, dann ist es die lebendige Vielfat der Stadt und diese Vielfalt spiegelt sich insbesondere in ihrem kulturellen Angebot wieder. Dieses präsentierte die Metropole - wie schon oben angedeutet - als "Europäische Kulturhauptstadt 2001" der breiten Öffentlichkeit. Passend zum Erscheinungsbild wurde ein attraktives Motto ausgewählt: "Rotterdam ist viele Städte" hieß es damals. So lud die Hafenstadt zu rund 300 unterschiedlichen Aktivitäten ein. Angefangen bei der Malerei bis zum Festival für Feinschmecker, von der Jugendkultur bis zur Oper. Während meiner ersten Besichtigungstour fiel vor allem eines auf: die moderne Architektur der mit fast 600.000 Einwohnern zweitgrößten Stadt der Niederlande. Besonders beeindruckend hierbei sind die wahrlich futuristischen Bauwerke aus Glas und die Kubus-Häuser. Kubus-Häuser? Ja richtig, die Wohnungen sehen aus wie die bunten Zauberwürfel aus den 80er Jahren, stehen jedoch nicht platt geradlinig wie ein Quadrat in der Gegend, sondern ragen auf der Spitze stehend in den Himmel. Es ist schwierig zu beschreiben, ist bei einem Besuch jedoch besichtet werden, absolute Pflicht geradezu - insbesondere weil diese diese hochmoderne Architektur einen wunderbaren Kontrast zum alten Hafen vermittelt. Übrigens sind die Kubushäuser auch ein Projekt für die Kulturhauptstadt und stellen einen "Wald aus Baumhäusern" dar. Die Geschichte dieser "neuen" Stadt geht in den zweiten Weltkrieg zurück. Hier wurde ganz einfach in die Trickkiste gegriffen. Nich wie normal üblich wurden alte Gebäude wieder neu aufgebaut, sondern Schutt und Geröll komplett geräumt und Neues geschaffen. Ich bin das als alter Münsteraner mit vielen Altbauten in der Stadt in keinster Weise gewöhnt und es ist wirklich beeindruckend, was man in Rotterdam alles erblicken kann. Die neu geschaffene City erinnert so gut wie gar nicht mehr an das Rotterdam des 19. Jahrhunderts. Der Raum für die weitere Entwicklung der wahrlich dynamischen Stadt ist jedoch knapp und begrenzt. Folglich entwickeln die Stadtväter immer neue Ideen um neuen Wohnraum zu schaffen. Was zum Beispiel macht man mit einem ehemaligen Hafengebiet? Genau, man wandelt dieses Viertel einfach in einen neuen Stadtteil um. Auch hier ist ein Besuch Pflicht. Auch, weil man das Gebiet über die beeindruckende "Erasmusbrücke" erreicht. Ein meisterhaftes Bauwerk!!! Die wohl beste Gelegenheit sich einen Überblick zu verschaffen ist die "Circle Tram". Mit einem "Circle Tram-Ticket" kann man sich einen ganzen Tag im öffentlichen Personennahverkehr bewegen und eben auch die schicke historische Straßenbahn benutzen. Am besten kombiniert man das Ganze mit einem Trip zum "Euromast" von dem aus 185m Höhe eine hochinteressante Aussicht über die Stadt möglich ist - übrigens das höchste Gebäude des Landes. Unter dem Namen "Space Adventure" ist dies alles mit schicken Licht- und Toneffekten sowie Kunstnebel ein wenig aufgepeppt worden. Für die Entwicklung der Stadt war sicher auch der Erfolg des Hafens entscheidend. Mit 300 Millionen Tonnen Güterumschlag pro Jahr (sagt mein altes Erdkundebuch - kann inzw. auch schon wieder mehr sein) besitzt Rotterdam den größten Hafen weltweit. Bei der angebotenen Hafenrundfahrt, kommt man sich als Passagier auf den Besichtigungsschiffen zwischen den ganzen Kränen, gigantischen Containerschiffen, vollautomatischen Löschterminals, riesigen Lagerhallen und imposanten Werften verdammt klein vor. Auch wenn man sich überlegt, dass sich der eindrucksvolle Hafenbetrieb über 40 Kilometer weit erstreckt, beginnt einjeder zu staunen. Im Grunde ist es auch nicht nur ein Hafen, sondern mehrere geteilte Häfen. Mein Tipp übrigens für alle, die mehr Zeit haben: Nicht die kurzen Trips buchen sondern die etwa fünfstündige "Europoort-Tour" in Angriff nehmen. Atemberaubend!!! Touristentreffpunkt ist das "Waterstadgebied", seines Zeichens darüber hinaus auch das älteste Meereshafengebiet der Stadt. Von Museen und Promenaden über Cafes und Restaurants bis hin zu zahlreichen Diskotheken ? Erlebnisse im Hafen. Rotterdam ist also eine Stadt der Gegensätze und Kontraste. Wen nicht nur der Hafen sondern auch ein bißchen Historie und Kultur interessiert, der wird in dieser Stadt seine helle Freude finden. Abschließend noch ein Hinweis für alle, die mit dem Auto anreisen. Anders als in Deutschland gibt es nicht die Möglichkeit per Kleingeld an Parkuhren am Straßenrand einen Parkplatz abzuzahlen. Eine Ausnahme sind nur die Parkautomaten in den Parkhäusern sonst wird überall mit einer "Prepaid Chipcard" bezahlt die u.a. beim Euromast zu erhalten ist. Oftmals bietet es sich an den Park&Ride-Service zu nutzen. Am Stadtrand befinden sich ca. 5.000 Auto-Stellplätze die kostenlos (!) zu nutzen sind. Per ÖPNV gelangt man anschl. bequem in die Innenstadt. ... |
andrea30b, 17.12.2006
sh
hemasch, 01.03.2007
sh
Leela, 23.01.2007
sh :o
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| 1-4 von 4 Rotterdam (Südholland) | |||||||||||||||||||||||||||||
Allgemeine Informationen Rotterdam
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