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Bewertung
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![]() Don't mess with TEXAS!ein Testbericht von jabberwocky6662002-02-24 02:43:47 vom 24.02.2002 Empfehlung: jaIm Juni 1998 habe ich mir meine damalige Freundin geschnappt, habe ein Ticket bei Delta Air erstanden und bin losgeflogen. Die erste Etappe lautete Stuttgart - Atlanta. Dort bekam ich einen ersten Eindruck von der vielgepriesenen Größe Amerikas. Ein Flughafen, der so groß ist, daß die einzelnen Terminals mit einer U-Bahn-Linie verbunden sind und die Flugzeuge im Abstand von 10 Sekunden starten. Sehr beeindruckend. Von dort ging es mit Verspätung weiter nach Dallas. In Dallas gab es eine längere Wartezeit, die wir für eine kurze Zigarettenpause im Freien nutzten. Rauchen während des Fluges war leider nicht gestattet, in öffentlichen Gebäuden in den USA herrscht ebenfalls Rauchverbot (von sogenannten „Smoking-Launches“ abgesehen, die allerdings mehr einer Räucherkammer gleichen und selbst hartgesottenen Rauchern die Freude an ihrem Laster nehmen). Nach der Zigarettenpause wollten wir wieder den Flughafen betreten, mußten davor jedoch durch den Security-Check. Der Metalldetektor reagierte mit Freude (oder wie man den Summton auch sonst deuten mag), der nebenstehende Polizist (Cop) weniger erfreut. Seinen Anweisungen gehorchend leerte ich meine Taschen und startete einen erneuten Versuch. „Möööööp“. Nächste Anweisung: „Jacke aus“. Nächster Versuch: „Möööööp“. Ein paar Mööööps später flanierte ich dann in der Unterhose auf dem Dallas Airport durch die Kontrolle. Endlich ohne „Möööp“. Daher der erste USA-Tip: Zieht Euch einen zeigbaren Slip an! Von Dallas ging es dann in die texanische Hauptstadt, Austin. Austin ist, wie erwähnt, die Hauptstadt von Texas. Dies ist auch das einzige, was sie zumindest tagsüber ist. Eine triste Hochhauswüste, in die Menschen nur zum Arbeiten kommen. Shopping ist eigentlich ausgeschlossen, da es in der Innenstadt so gut wie keine Läden gibt. Einziger Höhepunkt (im wahrsten Sinne) ist das Capitol von Austin, das in seinen Ausmaßen 2 Meter höher als das Capitol von Washington ist. Damals amtierte dort noch der jetzige Präsident Bush jun., der uns allerdings nicht begegnete. Das Capitol selbst ist megainteressant; dort wird die gesamte Geschichte des Lone-Star-Staates Texas erzählt und den Helden von Alamo still gedacht. Bevor wir nun einen Blick auf Austin bei Nacht werfen, kurz ein paar Worte zu Texas im Allgemeinen: In Amerika ist alles groß, in Texas größer (Texas alleine mißt schon ca. 800 x 1.000 Meilen!!!). Es gibt bei allen gängigen Maßeinheiten die Bezeichnungen „Large“ (klein), „Big“ (groß) und „Texas Size“ (ziemlich groß!). Die Texaner fühlen sich eigentlich nicht als Amerikaner, sondern eben als Texaner (wie bei uns die Bayern...). Der Ausspruch „Don't mess with Texas“ (Hände weg von Texas) ist an jeder Ecke zu sehen, ebenso die texanische Flagge. Die Texaner selbst sind ein sehr gastfreundliches (Texas kommt vom indianischen Wort „tejas“ = Freund) und feierfreudiges Völkchen, der Einfluß des nahen Mexico ist überall zu spüren und findet auch in der weitverbreiteten TexMex-Kultur ihren Ausdruck. In Texas herrschen meist Temperaturen jenseits unseres Vorstellungsvermögens; 50°C sind keine Seltenheit. Diesen extremen Bedingungen treten die Texaner mit Klimaanlagen entgegen; Kein Auto ohne diesen Luxus, keine Wohnung und kein Laden - anders wäre die Hitze auch nicht zu ertragen. Die Fauna von Texas läßt sich auf 6 wesentliche Tierarten beschränken, die man dafür ständig antrifft: Armadillos (Gürteltiere, die sehr häufig tot am Straßenrand liegen), Bugs (Kakerlaken in Texas-Size bis 10 cm!), Bats (Fledermäuse - dazu später mehr), Rattle-Snakes (Klapperschlangen, die in den trockenen Gebieten oft klappern), Squeerls (handzahme Eichhörnchen, die einem in jeder Großstadt begegnen) und Vogelspinnen. Stürzen wir uns nun in das Nachtleben von Austin: Beginnen sollte die Nacht bei Einbruch der Dämmerung mit einem Besuch der Congress-Bridge. Dort ist die größte Fledermauskolonie der Welt beheimatet. In der Dämmerung verlassen 2.500.000 Fledermäuse die Brücke und machen sich auf Beutejagd. Über 2 Stunden kommt ein endloser Schwarm aus den Pfeilern der Brücke und verteilt sich in alle Himmelsrichtungen. Die Tierchen fressen jede Nacht mehrere Tonnen Insekten, weshalb man auch im weiten Umfeld von Austin keine Angst vor Mosquitos haben muß. Nach diesem beeindruckenden Erlebnis ist ein kleiner Imbiss in einem der zahlreichen „Diner“ angesagt. Doch Vorsicht: In den USA gilt die Regel „wait to be seated“, was bedeutet, daß man nach Betreten eines Restaurants an der Tür stehen bleibt und wartet, daß jemand vom Service einen empfängt und einen Tisch zuweist. Wer sich einfach so an einen freien Tisch setzt, wird als sehr unhöflich empfunden und meist total ignoriert. Dies ist uns gleich am ersten Tag passiert, als wir in ein völlig menschenleeres Restaurant gingen und uns einfach gesetzt haben. Die Kellnerin würdigte uns keines Blickes und reagierte auch nicht auf unsere Fragen.... Da ist die Stimmung bei einem der zahlreichen B-B-Q's schon besser. B-B-Q steht für Barbecue und bedeutet einfach Unmengen von Fleisch zu absoluten Dumpingpreisen in Picknick-Atmosphäre. (@jabberwocky666) Solchermaßen gestärkt geht es nun ab in die City. In Austin gibt es nur zwei Straßen, in denen das Leben regelrecht tobt. 4'th Street: Hier ist das Mekka der Schwulen und Lesben (die sich in den USA nicht nur outen, sondern feiern!). Eine Bar neben der anderen, viele Diskotheken und überall Table-Dance. Die schwul/lesbische Gesellschaft ist ungemein herzlich und nimmt auch Heteros gerne auf. Die andere Straße ist die 6'th Street. Diese Straße wird auch als Wiege der Countrymusik gerühmt, in jeder Kneipe gibt es Live-Acts von bekannten und unbekannten Gruppen, immer umsonst! Ein absolutes Muß für den Aufenthalt in Austin! Wie bereits erwähnt, bietet Austin bei Tag nicht viel. Daher ist ein Mietwagen zur Erforschung der Umgebung unerläßlich. Doch welche Möglichkeiten hat man? Shopping: Einkaufsmärkte für den täglichen Bedarf gibt es in der Peripherie von Austin. Die texanischen Supermärkte sind sehr beeindruckend, da wirklich groß. Wir waren hauptsächlich bei Randall's und bei Walker, beide sind gigantisch! Endlose Reihen mit Lebensmitteln aus der ganzen Welt, Packungsgrößen, wie man sie bei uns nie zu sehen bekommt und Preise, von denen wir nur träumen können. Wieder Achtung: Die Preise in den Läden sind immer ohne Tax (=Steuer). Zum Einkauf kommen also je nach Produkt und Bundesland noch 6 - 11 % Tax hinzu. Wer richtig shoppen will (Kleidung u.ä.), der muß ein gutes Stück fahren: Ca. 70 Kilometer von Austin (in Richtung San Antonio) ist ein großes Outlet-Center mit Werksverkauf von fast allen gängigen Marken. Dort habe ich z.B. Nike-Schuhe für 20 $, Nike-Shirts für 6 $ und Lee-Jeans für 12 $ erstanden - in Deutschland ein Traum.... Die Ladenöffnungszeiten sind ebenfalls traumhaft, jeder größere Supermarkt hat 24 Stunden geöffnet, auch wenn nachts um 3.00 Uhr meist gähnende Leere herrscht. Der Service ist überall großartig, die Einkäufe werden verpackt und ans Auto gebracht - ohne Aufpreis. Freizeitparks: Es gibt sehr viele gute Parks. Wir waren z.B. in San Antonio „Waterworld“ und „Six Flaggs over Texas“. Waterworld ist ein riesiger Wasservergnügungspark mit vielen Möglichkeiten (und tollen Truthahn-Keulen!!), Six Flaggs ein Achterbahn-Vergnügungspark. Dort gibt es 6 verschiedene Achterbahnen, darunter eine, die Rückwärts durch Loopings fährt und natürlich den Rattler, eine Achterbahn aus Holz (!!!) mit über 2 Kilometern länge und über 80 KmH schnell. Houston: Diese Stadt lebt von der Raumfahrt, deren Spuren man überall entdecken kann. Keine Kneipe ohne Autogramme und Bilder der Astronauten. Ansonsten gibt es in Houston zwei große Events im Jahr: Funcartreff (mit gar unglaublichen Autos, bei denen dem TÜV schlecht würde) und Gay-Parade, eine Schwulen/Lesben Parade, bei der die ganze Stadt mitzieht und die herrlich frivol ist. Der Umzug alleine dauert ca. 4 Stunden! Galveston Island: Der Strand von Houston. Ein herrlicher Strand mit extremer Sonnenbrandgefahr. In unmittelbarer Nähe: Moody Gardens, 2 Stahl/Glas-Pyramiden mit einem tropischen Garten und vielen darin lebenden Tieren. Sehr sehenswert! Fredricksburg: Eine deutsche Stadt mitten in Texas! Der „Stadtfriedhof“ ist voller deutscher Inschriften von Siedlern, die hier ihr Leben lassen mußten. Auch sonst ist die Stadt komplett deutsch oder zumindest das, was sich die Amerikaner darunter vorstellen. Sauerkraut in jeder Kneipe, Volksmusik in jedem Laden - einfach herrlich! Laredo: An der mexikanischen Grenze gelegene Westernstadt. In Verbindung mit einem Trip nach Mexico empfehlenswert, sonst aber recht weit entfernt. Zu guter Letzt noch ein Tip für den kleinen Hunger zwischendurch: Alle paar Meilen entdeckt man am Straßenrand ein Schild von McDonalds, Burger King, Wendys, Kentucky Fried Chicken und ähnlichem, meist sind 3 oder 4 Vertreter der Schnellrestaurants in unmittelbarer Nachbarschaft. Empfehlenswert ist nur Wendy's, alleine wegen den tollen Ofenkartoffeln. Zum Mac geht eigentlich kein Amerikaner. Sehr empfehlenswert ist ein Frühstück bei IHOP (International House of Pancakes) - Unmengen zu essen zu einem kleinen Preis. Die Unmengen sind übrigens kein Problem; bei Resten auf dem Teller fragt die Bedienung sofort, ob man ein „doggie-bag“ (Hundetüte) wolle, um die Reste mitzunehmen. Das ist in den USA üblich und durchaus sinnvoll. Leider steht der Dollar derzeit auf einem recht hohen Kurs und macht somit die USA fast unerschwinglich teuer. Solltet Ihr jedoch trotzdem die Mittel oder die Möglichkeit haben, so kann ich Euch einen Besuch von Texas nur wärmstens empfehlen. Carpe Noctem, Euer Jabber ... |
Destany, 24.02.2002
nike turnschuhe fuumlr 20 - cool o, aber ich glaub nicht, dass ich je dahinkomme o
Joebln, 26.02.2002
hihi - also haste auch IHOP entdeckt. Eine Portion reicht mir da glatt fuumlr 2 Tage.
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![]() Everything's bigger in Texasein Testbericht von steffiherr2002-04-02 12:50:13 vom 02.04.2002 Empfehlung: jaUnsere Erwartungen waren doch sehr gespalten: riesiges Land, Cowboy-Atmosphäre, manchmal schwieriges Verstehen der Leute (die sollen einen grausamen Slang sprechen) usw.... Aber wir wurden überaus positiv überrascht. Texas hat uns eine großartige Abwechslung zwischen Metropolen, Kleinstädten aber auch menschenleere Prärien und Wüsten bzw. Natur pur geboten. Und wir haben den Urlaub sehr genossen....vielleicht besonders, weil wir erst im September dort waren und es nicht mehr viele Urlauber dort gibt (NACHSAISON bei 35 Grad Celsius !!!)--> Motels/Hotels zu finden ist kein Problem, außerdem sind sie relativ preiswert !!! Ich will mal einen kurzen Abriß unserer Reise geben (und gleich die Highlights dazu angeben, wobei das natürlich alles meine subjektiven Eindrücke widerspiegelt) HOUSTON: Riesenmoloch an Stadt, nicht besonders attraktiv, muß man nicht unbedingt gesehen haben (außer man stellt sich morgens und abends auf dem Highway gerne in den Stau ;-) Sehenswürdigkeiten: NASA Center: (haben wir nicht angegúckt, da wir den in Florida schon gesehen haben. Wer den schon gesehen hat, kann angeblich auf Houston verzichten. Aber für Technik- bzw. Weltraum-Freaks natürlich ein Muß !!!!) Jacinto Battleground: alte Kriegsstätte im Osten der Stadt mit Monument (Turm mit Aufzug), in der Nähe Schlachtschiff aus den Weltkriegen als Museum zum Anfassen...... DALLAS: auch riesige Stadt, die aber etwas mehr Abwechslung in Downtown bietet (alte Häuser gleich neben den Riesen-Wolkenkratzern) Sehenswürdigkeiten: Sixth Floor Museum: Museum im Stockwerk, aus dem John F. Kennedy (angeblich?) erschossen wurde. Sehr interessant (man bekommt gg. Aufpreis eine deutsche Audiotour) Southfork Ranch: die bekannte Ranch aus der wohl bekanntestenn amerikanischen Fernsehserie der 80er-Jahre FORT WORTH: Schwester-Stadt von Dallas, etwas kleiner, hat sich ihr Western-Flair erhalten können, zugleich aber wieder moderne Prachtbauten Sehenswürdigkeiten: Ft. Worth Stock Yards: Bereich, wo in der guten alten Zeit die Rinder zusammengetrieben wurden, incl. Rodeo und Auktionen BIG BEND NATIONALPARK: riesiger Nationalpark an der Grenze zu Mexiko, fast keine Besucher, daher aber auch fast keine Hotels/Motels verfügbar, Natur pur (viele Berge/Hügel, Kakteen, Tiere uvm...) Ein Nationalpark, der auf den ersten Blick wenig spektakulär ist, der aber trotzdem seine Reize hat und der einen Abstecher auf jeden Fall wert ist !!!! SAN ANTONIO: unser Favorit in Texas, eine Stadt mit einem sehr südländischem Flair, nicht sehr viele Wolkenkratzer Sehenswürdigkeiten: Riverwalk: Kanäle in der Innenstadt mit vielen Restaurants und Läden, unterhalb der Strassenschluchten gelegen, hier kann man die Leute richtig gut beobachten und zugleich sehr lecker essen Sea World of Texas und Six Flags Fiesta Texas: zwei sehr gute Vergnügungsparks, die Spaß und Laune bringen FAZIT: Jederzeit wieder !!!!! ... |
Gernot2000, 02.04.2002
Super Bericht. LG Gernot
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