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![]() Uruguayein Testbericht von Minigolfer0072002-09-24 16:20:11 vom 24.09.2002 Empfehlung: jaUruguay liegt im südöstlichen Südamerika, grenzt im Norden und Osten an Brasilien, im Osten und Süden an den Atlantischen Ozean, im Süden an den Rio de la Plata und im Westen an Argentinien. Es ist das zweitkleinste Land auf dem südamerikanischen Kontinent. Der Fluss Uruguay bildet die gesamte westliche Grenze. Die Gesamtfläche vom Land beträgt 176'215 Quadratkilometer. Montevideo ist die Hauptstadt, gleichzeitig aber auch bedeutendster Seehafen und wirtschaftliches Zentrum. Doch zuerst möchte ich etwas über die Geschichte des Landes erzählen. Der erste Europäer, der Uruguay erkundete, war 1515 der spanische Entdecker Juan Diaz de Solis, der jedoch von den Charrua, den Ureinwohnern des Landes, getötet wurde. Die Spanier zeigten für das Gebiet wenig Interesse und gründeten erst 1624 die ersten Siedlungen im Südwesten von Uruguay. 1724 gründeten sie Montevideo, die Hauptstadt. Von 1817 – 1827 war das Land von Brasilien besetzt. 1827 wurden die Brasilianer mit Hilfe von Argentinien aus Uruguay vertrieben. Obwohl Argentinien und Brasilien wechselweise Anspruch auf das Gebiet erhoben, erhielt Uruguay 1828 mit Hilfe der Briten die Unabhängigkeit. 1830 wurde das Land zur Republik. Während des ersten Weltkrieges brach Uruguay 1917 seine Verbindungen zu Deutschland ab und verpachtete im Hafen von Montevideo gekaperte, deutsche Schiffe an die Vereinigten Staaten. Im gleichen Jahr wurde eine neue Verfassung verkündet, die die Exekutivgewalt zwischen dem Präsidenten und dem Nationalrat teilte und ausserdem die Teilung von Kirche und Staat vorsah. Uruguay trat 1920 der Liga der Nationen (dem Völkerbund) bei. 1945 wurde das Land Mitgliedstaat der Vereinten Nationen. Land Das südöstliche Gebiet besteht aus weiten Grasebenen. Im Norden und Nordwesten befindet sich ein flaches Plateau, die Cuchilla de Haedo. Sie wird von Hügelketten durchzogen, die Höhen bis zu 377 Meter über dem Meeresspiegel erreichen. Der östliche Teil des Landes wird von der Cuchilla Grande geprägt, die vom Süden Brasiliens bis in die Nähe von Punta del Este verläuft. Sie erreicht beim Mirador Nacional eine Höhe von 501 Metern und ist damit die höchste Erhebung des Landes. Waldgebiete erstrecken sich vorwiegend entlang der Flussufer. Der Rio Negro, der nur in seinem unteren Lauf schiffbar ist, ist der bedeutendste Fluss Uruguays. Der Fluss Uruguay ist von seiner Mündung bis nach Salto schiffbar. Das Land besitzt eine 193 Kilometer lange Küste am Atlantischen Ozean. Klima In Uruguay herrscht ein gemässigtes Klima. Die durchschnittliche Temperatur der wärmeren Monate Januar und Februar beträgt 21,7°C und im kältesten Monat Juni 10°C. Niederschlag fällt das gesamte Jahr über und beträgt durchschnittlich 890 Millimeter im Jahr. Während der Wintermonate wehen die kalten, als Pamperos bekannten Stürme aus Südwesten. Bevölkerung Die Einwohner Uruguays sind mehrheitlich europäischer Abstammung. Viele sind im Ausland geboren worden und kommen vorwiegend aus Spanien und Italien sowie aus Brasilien, Argentinien und Frankreich. Nur etwa fünf bis zehn Prozent sind Mischlinge europäischer und indianischer Abstammung. Eine ursprünglich indianische Bevölkerung ist nicht mehr vorhanden. Uruguay hat etwa 3,2 Millionen Einwohner. Die Bevölkerungsdichte liegt bei 18 Einwohnern pro Quadratkilometer, die meisten Menschen leben in Küstennähe. Nur etwa 14 Prozent der Bevölkerung leben auf dem Land. Wichtigste Städte Die bedeutendsten Städte sind Montevideo mit seinen 1,4 Millionen Einwohnern, die zugleich Landeshauptstadt ist. 2.grösste Stadt ist Salto mit 81'000 Einwohnern. Religion und Sprache Etwa 60 Prozent der Einwohner sind Katholiken. Spanisch ist die Amtssprache Landwirtschaft und Industrie Der wichtigste Bereich der Landwirtschaft ist die Viehhaltung mit über 40 Prozent der Exportgüter in Form von Fleisch, Wolle und Leder. Das gemässigte Klima mit nur geringen lokalen Temperaturunterschieden lassen eine ganzjährige Viehhaltung auf den Weiden zu. Sie umfasst vor allem Rinder, Schafe, Pferde und Schweine. Die Wollproduktion beträgt jährlich etwa 54'000 Tonnen. Landwirtschaftliche Hauptanbauprodukte sind Zuckerrohr, Zuckerrüben, Weizen, Reis, Kartoffeln, Sorghum und Mais. Das Land ist arm an Bodenschätzen und nimmt in Uruguay einen unbedeutenden Stellenwert ein. Wichtigster Teilbereich des Bergbaues ist der Abbau von Sand und Tonerde. Dafür kommt der Energie durch Wasserkraft mehr Bedeutung zu. Weitere bedeutende Industriezweige des Landes sind Erdölraffination, Zementindustrie und die Produktion von Kleidung, Stahl, Aluminium, elektrischen Geräten und chemischen Erzeugnissen. Flora und Fauna Es gibt vor allem hohe Präriegräser. Andere Blütenpflanzen sind Immergrün, Mimosen, Rosmarin und rot blühende Kapokbäume. Zu den einheimischen Hartholzbäumen gehören Urunday, Papacho, Carob, Quebracho, Jararanda, Weiden und Akazien. Palmen gedeihen im Südosten und in den Tälern der zentralen Region sowie im Norden Uruguays. In den Küstengebieten sind zum Schutz gegen das weitere Vordringen des Sandes Kiefern und Eukalyptusbäume angepflanzt worden. Zypressen, Eichen, Zedern, Maulbeer- und Magnolienbäume sind ebenfalls von ausserhalb eingeführt worden. Bei den Tieren sind die Bestände von Pumas, Robben, Tapiren und Nandus stark zurückgegangen. Zu den häufigsten Säugetieren gehören Hirsche, Wildschweine, Otter, Füchse, Wildkatzen, Gürteltiere, Ameisenbäre Bei den Vögeln sind es Geier, Truthühner, Sittiche, und Kolibris. Bei den Reptilien Echsen, Schildkröten und die Klapperschlangen. Alligatoren gibt es im oberen Flusslauf des Uruguay. Bildung und Kultur Im heutigen Uruguay ist die westeuropäische Tradition weit verbreitet. Bis zum 19. Jahrhundert war der Grossteil der Indianer von Europäern, vorwiegend Spaniern und Italienern, verdrängt worden. Das Land hat seit dieser Zeit die kulturellen Sitten und Bräuche der Einwanderer angenommen. Uruguays Volksmusik und Volkstänze ähneln denen Argentiniens sehr; auch bei ihnen ist der Gaucho zum Gegenstand der Folklore und der Musik geworden. Regierung und Mittelschicht fördern Theater, Konzerte, Museen und literarische Veröffentlichungen. Beliebte Sportarten sind Fussball, Polo, Schwimmen, Tennis und Golf. Verwaltung und Politik Nach der Verfassung von 1966 besitzt Uruguay eine demokratische, republikanische Regierungsform mit einem vom Volk gewählten Präsidenten. 1973 wurde das Parlament vom Militär aufgelöst. Der gewählte Präsident wurde 1976 gestürzt. In Uruguay herrschte in der Folgezeit eine Militärregierung. Erst nach den Parlamentswahlen im November 1984 konnte wieder eine Zivilregierung eingesetzt werden. ... |
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Allgemeine Informationen Uruguay
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