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![]() Minarette an der Seidenstraßeein Testbericht von LoMei2002-03-10 16:57:15 vom 10.03.2002 Empfehlung: jaINHALT 1. Taschkent 2. Buchara 3. Auf der Seidenstraße nach Samarkand 4. In Samarkand 5. Fahrt nach Schachrisabs 6. Abschied von Samarkand 7. Fazit 1. TASCHKENT Am nächsten Vormittag, es war der 21. September 1990, machten wir von unserem Hotel „Usbekistan“ aus eine Stadtrundfahrt durch Taschkent. Eine junge Usbekin führte uns. Ihr Name war Bakram. Sie war eine ganz besondere Frau, die ihre Aufgabe als Fremdenführerin und Dolmetscherin so intensiv ausfüllte, dass alle begeistert waren. Sie brachte sich selber ganz mit ein, sprach über ihre usbekische Heimat und ihr Volk mit all seinen Problemen. Sie sprach über die moslemischen Familientraditionen mit ihren Licht- und Schattenseiten und zeigte durch ihre Vergleiche mit deutschen Verhältnissen, dass sie gut informiert war. Eine bessere Dolmetscherin hätten wir gar nicht bekommen können. Taschkent ist mit 2 Millionen Einwohnern eine der größten Städte der ehemaligen Sowjetunion. Im Stadtbild fielen die Männer mit ihren typischen Kopfbedeckungen, der Tjubeteka, und die Frauen in ihren bunten Kleidern auf. Wir erfuhren, dass es hier wie auch in Alma Ata über 100 verschiedene Volksgruppen gibt, deren Zusammenleben nicht immer frei von Spannungen ist. Es wurde berichtet, dass hier auch Deutsche leben, aber wir hatten keine Möglichkeit, ihnen zu begegnen. Wir besuchten die Moschee Kucheldasch, die Barak Chaus (16. Jashrhundert) und das Denkmal des Erdbebens von 1966, bei dem die Stadt in Trümmer gelegt wurde. Nach dem Erdbeben wurden viele moderne nicht besonders schöne Wohnblocks gebaut. Die Rundfahrt endete am Markt. Hier war man ganz im Orient. Diese Farben. Diese Menschen mit ihren Gebräuchen, ihrer bunten Kleidung und mit ihren so ganz verschiedenen Gesichtern. Es war faszinierend. Einmal sprach mich ein alter Mann an und beschimpfte mich als Amerikaner. Ich verstand zwar kein Wort aber das begriff ich: Er wollte mir klarmachen, dass er die Amerikaner nicht mochte oder ihr gegenwärtiges Tun in der Golfregion missbilligte. Ich konnte ihm begreiflich machen, dass ich kein Amerikaner sei. Er entschuldigte sich. Das merkte ich daran, dass er mir mit freundlichen Worten auf die Schulter klopfte und davon trottete. Am Eingang des Marktes standen Blumenverkäuferrinnen mit ihren bunten Sträußen. Manche Frauen unserer Reisegruppe bekamen Blumen geschenkt Nachmittags führte uns Bakram durch ein kleines Museum, in dem usbekische Kunst zu bewundern war. Wir sahen dort Teppiche, Schnitzereien. Wandmosaiken, Keramik und manches mehr. Wir bewunderten vor allem alte reich verzierte Kleidungsstücke und Schmuck. Es waren wunderschöne Sachen dabei. Manches Stück hätte man gerne mitnehmen mögen. Am Spätnachmittag saßen wir in einem nahen ganz kleinen Theater und erlebten usbekische Folklore mit Tanz, Mimik und Gesang. Alte traditionelle Instrumente zauberten eine Musik aus „1000 und 1 Nacht“. 2. BUCHARA Am nächsten Morgen flogen wir nach Buchara. Am Vormittag kamen wir dort an. Sogleich begann eine Stadtrundfahrt. Es fiel mir schwer, aufzuschreiben, wie all die Bauwerke geheißen haben und wie alt sie jeweils gewesen sind. Ich hab es trotzdem versucht. Es begann an der Medrese (Koranschule) Mir-i-Arab, von wo wir den Blick auf das Minarett Kalau hatten. Es war Lehrbetrieb. Wir hörten, dass die Medrese die Anzahl ihrer Schüler in den letzten Jahren verdoppelt hatte. Länger verweilten wir im Innenhof der Moschee Kalau. Weiter ging es durch überkuppelte Basare, die über der Kreuzung zweier Geschäftsstraßen errichtet waren. Sie sind so gebaut, dass es in Innern immer angenehm kühl ist, und dass das Sonnenlicht nicht direkt einfällt. An den alten Gebäuden standen zum Teil Gerüste. Es wurde viel restauriert. An manchen Stellen waren die Restaurationsarbeiten abgeschlossen oder jedenfalls weitgehend abgeschlossen. Das galt auch für die älteste erhaltene Moschee Zentralasiens, die Majoki-Attari aus dem 12. Jahrhundert, die an einer Stelle errichtet wurde, wo sich bereits in vorislamischer Zeit ein Tempel befand. Die Hauptfassade aus dem 12. Jahrhundert, die sich fast 5 m unter dem heutigen Straßenniveau befindet, wurde 1930 entdeckt und restauriert. Durch einen weiteren Basar gelangten wir zum Labi-Chaus-Komplex. Dort gingen wir in eine ehemalige Moschee, die zur Zeit unseres Besuches Ausstellungsraum war, und Chanija Nadir-Diwan-Begi heißt. Am Labi-Chaus-Wasserbecken entlang kamen wir zu einem Park, an dessen Beginn viele Menschen, besonders Männer bei einem Glas Tee saßen. Es war ein ganz malerisches Bild. Links von diesem Platz lag die Medrese Kukltasch. Hinter dem Park befand sich die Medrese Nedir-Diwan-Begi. Wir gelangten in deren Innenhof und setzten uns unter die schattigen Bäume. Bei einem Kupferschmied erstanden wir für 10 Rubel einen getriebenen Armreif. Später standen wir am Denkmal des legendären Weisen und scharfsinnigen Witzboldes Hodscha Nasreddin. Er ist der usbekische Till Eulenspiegel, reitet auf einem Esel und ist Held der Volksmärchen. Das neue Buchara hatte moderne sehr bombastisch wirkende Bauten mit aufwendigen Außenanlagen, Betonhochbeeten, Wasserbecken und Springbrunnen. Letztere wurden nicht mehr betrieben, da die Unterhaltung nicht mehr möglich war. Das alles wirkte ein wenig verwahrlost. Überhaupt fiel auf, dass der Umgang mit Wasser in diesem heißen und trockenen Land ausgesprochen sorglos war. Das galt für die Bewässerungspraxis draußen auf den Baumwollfeldern wie auch für viele tropfende Wasserhähne. Nach dem Mittagessen fuhren wir aus der Stadt heraus zu Sommerresidenz Sitora-i-Moschi-Chossa. Wenn ich recht erinnere, soll das bedeuten: Ort wo sich der Mond und die Sterne begegnen. Hier hatte der letzte Emir residiert. Wir besichtigten mehrere Prunkräume mit kostbarer Inneneinrichtung. Mehrere Hochzeitszüge kamen zur Residenz. Sie machten im Innenhof ihre Gruppenaufnahmen und spazierten durch die Räume. Wir sahen Menschen mit bezaubernden Gesichtern, die Frauen in bunten Kleidern und die Männer mit ihrer Tjubeteka. Zum Abschluss wanderten wir durch einen Teil des Gartens, der früher einmal zu einem Harem gehörte. Nach dem Abendbrot schlendern wir zu viert in die Altstadt. Dort wanderten wir eine Weile durch enge dunkle Gassen. Rechts und links ragten hohe fensterlose Lehmmauern auf. Ab und zu brannte an einer Ecke eine Lampe. Manchmal saßen einige Männer an einem Hauseingang und redeten miteinander. Kleine Kinder spielten Versteck. Es war sehr malerisch. Inzwischen suchten wir in dem Gewirr der engen Gassen den Weg zurück. An einer Ecke wurde das von zwei Jungen beobachtet. Sie liefen zu uns her und fragten auf Englisch, ob sie uns helfen könnten. Dann führten sie sehr schnell uns aus dem Gewirr der dunklen Gänge heraus. Einer heißt Michel und der andere Abraham. Dann kam noch ein Mädchen dazu. Das hieß Bella. Die Jungen fragen uns, ob wir Juden seien und morgen zu ihnen in die Synagoge kämen. Beide hätten Onkel und Tante in Amerika, und Abraham würde in Kürze dorthin fahren, um dort zu leben. Als ich sagte, ich sei in Amerika gewesen, wollten sie von mir genau wissen, wie es dort sei und ob man dort musizieren könne. Dann wollten sie wissen, ob wir Dollars hätten. Als wir ihnen einige Rubel geben wollten, lehnten sie belustigt ab. Wir hatten einige Kleinigkeiten bei uns und gaben ihnen davon. Sie bedankten sich und liefen fröhlich zurück. Am nächsten Vormittag brachen wir zu weiteren Besichtigungsfahrten auf. Zuerst besuchten wir die Moschee Baljaud, vor der sich ein Teich befand. An der Vorderseite stand ein Minarett in klein. Die Vorderfront hatte ein von 20 Säulen getragenes Vordach, das von unten herrliche Deckenverzierungen aufwies. Innen war eine Ausstellung von Bildern und ausgegrabenen Gefäßen. Nach einem Gang um den Teich ging es im Bus weiter zum Marktkomplex. Wir gingen gemeinsam durch einen Park zum Mausoleum der Samaniden (Ismael-Samani-Mausoleum) und von dort zurück zum Tschaschma-Ajub-Mausoleum, in dem aus einer Quelle heiliges Wasser austritt. Wir mussten einige Kopeken Eintritt bezahlen. Viele Moslems holen hier Wasser und nehmen es mit nach Hause. Dann ging es über den Markt mit seinem bunten Treiben, das wir ähnlich schon in Taschkent kennen gelernt hatten. Gleich hinter dem Markt war die alte Stadtmauer. Meine Frau konnte als Flohmarktfan nicht wiederstehen und kauft einige Textilien. Anschließend ging es weiter zur Tschor-Minor-Medrrese, die mit ihren „vier Minaretten“ eher einer Moschee gleicht. Von der Straße aus ging es dorthin durch eine enge Gasse, von der weitere enge Seitengassen abzweigten. Es sah alles sehr malerisch aus. Nach dem Mittagessen machten wir in einer Gruppe von 8 Personen einen Bummel durch das alte Buchara. Es war ein Erlebnis. In der vortrefflich renovierten Medrese Gankuschan waren mehrere kleine Kupferschmieden untergebracht. Der Innenhof hatte eine ganz besonders angenehme Atmosphäre. Wir konnten den Handwerkern bei der Arbeit zusehen, auch etwas kaufen und in dem vorhandenen „Teehaus“ einen Tee trinken. Alle waren begeistert. Kreuz und quer durch enge verwinkelte Gassen ging es durch die Altstadt. Als die goldene Kuppel der Moschee Kalau durch die Häuser schimmerte, wussten wir wieder, wo wir waren. Vor der Medrese Mir-i-Arab tranken wir ein Glas Tee. Ein Teil der Gruppe besuchte kurz die Festung (Ark). Obwohl die Festung eigentlich geschlossen war, wurde extra für uns eine Führung organisiert. 3. AUF DER SEIDENSTRASSE NACH SAMARKAND Am Montag, 24. September 1990 saßen wir nach dem Frühstück wieder im Bus, der uns in das 280 km entfernte Samarkand bringen sollte. Wir verließen Buchara durch die Neustadt. An Vororten vorbei fuhren wir auf der alten Seidenstraße nach Osten. Überall fielen Bewässerungsgräben und -leitungen auf. Rechts und links des Weges dehnten sich weite Baumwollfelder. Der Fahrer raste wie ein Rennfahrer die mit Schlaglöchern reichlich übersäte Piste entlang. Manchmal ging es durch Baustellen. Dann schüttelte es uns besonders durch. Nach etwa 40 Minuten legte der Busfahrer eine kleine Rastpause ein. An dem Haltepunkt war einmal eine Karawanserei. Das Eingangstor und der überdachte Brunnen waren noch vorhanden. Alles andere war dem Zahn der Zeit zum Opfer gefallen. Die zweite Rast machten wir kurze Zeit später in einer kleinen Ansiedlung. Der Bus hielt direkt vor einem Buchladen. Eine mitreisende Buchhändlerin erstand ein Schulbuch. Unser „Reservedolmetscher“, der bei Stalingrad in sowjetische Kriegsgefangenschaft geraten war, unterhielt sich mit einem Kriegsveteranen, der Leningrad gegen die Deutschen verteidigt hatte. Beide umarmten sich beim Abschied und waren sich darin einig, dass es nie wieder so einen Krieg geben dürfe. Die dritte Rast wurde an einem Straßenabschnitt direkt neben einem Baumwollfeld gemacht. Jeder pflückte sich ein weißes Büschelchen, um es als Andenken mitzunehmen. Alle Felder rechts und links der Straße waren so intensiv bewässert, dass die Wüste grün war. Die Büsche an der Straße und an den Feldrändern ließen den Eindruck aufkommen, als führe man durch eine holsteinische Knicklandschaft. Einmal kreuzte ein Bahngleis die Straße und unser Hochgeschwindigkeitsbus wäre fast auf die Lock eines kleinen Güterzuges aufgefahren. Eine oberirdisch verlegte Pipeline deutete daraufhin, dass hier Erdgas transportiert wurde. Die Hochfackeln auf der rechten Seite der Straße und die Kühltürme einer Weiterverarbeitungs-Anlage auf der linken Seite und isolierte Leitungen, die die Straße kreuzen, ließen den Schluss zu dass hier eine Erdgas-Aufbereitungsanlage arbeitete. Manchmal sah man an beiden Seiten die kahlen Berge der Wüste dichter an die Straße herankommen. Um 13:00 Uhr hielt der Bus vor unserem Hotel in Samarkand. 4. IN SAMARKAND Nach dem Mittageessen machten wir als große Fußtruppe einen Spaziergang zum Registanplatz mit den 3 berühmten Medresen. Die Rückseite der Schir-Dor-Medrese wurde gerade restauriert. Dann landeten wir auf dem Markt. Das Basartreiben unterschied sich wenig von dem in Taschkent und Buchara. Verstaubt kamen wir zurück. Einige aus der Reisegruppe hatten Durchfall. Abends hatte es mich auch erwischt. Am nächsten Morgen fiel beim Waschen auf, dass kein kaltes Wasser lief. Aber, was soll’s. Ich hatte kräftig Durchfall. Der erste Halt der vormittäglichen Stadtrundfahrt war an der Nekropole Schah-i-Sindra. Das war eine Reihe von Mausoleen, die an einer in Treppen aufwärts führenden Straße lagen. Die Sonne brannte vom strahlend blauen Himmel. Die Kühle im Innern der überwiegend türkis-blau gekachelten und mit herrlichen Ornamenten und Inschriften versehenen Kuppelbauten war angenehm. Am Rande der Straße betete eine kleine Gruppe von Mohammedanern. Gleich neben den Bauten lag ein Friedhof. Die Reiseführerin aus Samarkand informierte uns sehr gut über die Dynastie Timurs und seiner Söhne im 14. Jahrhundert. Wir hörten zu und ließen uns in die Welt aus „tausend und einer Nacht“ versetzen. Der zweite Halt war am Observatorium des Ulug Beg mit dem angegliederten Astronomie-Museum. Besonders beeindruckend waren die baulichen Reste des im 14. Jahrhundert von Ulug Bek konstruierten „Riesen-Sextanten“. Der dritte Halt am Mausoleum Gus-Emir (Mausoleum Timur). Am Nachmittag ging es zum Registan mit den Medresen des Ulug Beg, des Schir-Dor und der Medrese Tilla Kari und dann in die Ruinen der Moschee Bibi Chauum (Hauptmoschee Timurs) Hier wurde fleißig renoviert. Neben der Moschee lag der Basar, den wir am Vortag schon besucht hatten. Nach dem Abendbrot ging es im Eilmarsch zum Registan, wo es Wort-, Licht- und Musikspiele gab, die die Geschichte der Usbeken darstellen sollten. Es war alles sehr gewaltig. Ich verstand kein Wort, saß ohne Jacke da und mir war ziemlich kalt. 5. FAHRT NACH SCHACHRISABS Am nächsten Tag fuhren wir nach dem Frühstück mit dem Bus nach Schachrisabs (Schahr-I-sabs). Die Fahrt dauerte 2¼ Stunden. Es ging durch eine teils ebene und teils leicht hügelige Steppenlandschaft. An der linken Seite waren hohe kahle Berge. Die Steppe war weitgehend kultiviert, d.h. gepflügt. Es sah alles sehr trocken aus. Hin und wieder fuhren wir durch kleine Dörfer. Man sah Schafherden, die von Hirten auf Eseln bewacht wurden. Manchmal querten Wassergräben die Straße. Der Fahrer ging mit Vollgas durch die Schlaglöcher und in die Kurven. In Schachrisabs hielten wir auf ein Bier am örtlichen Intourist-Hotel. Eine hiesige Dolmetscherin zeigte uns das nur als Ruine vorhandene Eingangsportal des zerstörten Timur-Palastes, die zur Zeit eingerüstete Moschee mit Medrese und dann den Hof einer aktiven aber auch sehr schadhaften Freitagsmoschee. Auf dem Hof war unter einem 1000 Jahre alten Baum ein alter Ziehbrunnen. Hinter der Moschee befand sich das Mausoleum eines Sohnes von Timur. Die Moschee betraten wir nicht. Am Eingang standen auf ausgelegten Teppichen die Schuhe der meist älteren Männer die zum Nachmittagsgebet gekommen waren. Viele trugen einen Turban. Gleich nach dem Essen ging es zurück nach Samarkand. Die Abendsonne warf lange Schatten der Berge. Die Herden wurden in die Ansiedlungen getrieben. Der Fahrer ging wieder hart ran. Einmal wäre fast eine Kuh überfahren worden. Sie stand mitten auf der Straße. Ein Laster fuhr rechts und unser Bus bei einem Überholmanöver links an ihr vorbei. Als wir vor dem Hotel hielten, machte mancher von uns drei Kreuze. Nach dem Abendbrot kam draußen am Hotel ein Demonstrationszug vorbei. Er wurde von einem Fackelträger angeführt. Niemand konnte oder wollte uns sagen, worum es da ging. 6. ABSCHIED VON SAMARKAND Kurz vor dem Rückflug nach Moskau war noch Zeit für einen kleinen Stadtbummel. Es gab in der Stadt herrliche Alleen mit alten Bäumen. Man lief fast überall im Schatten. Leider erinnerten die Autoabgase daran, dass hier keine Sommerfrische war. Vor einem hohen neuen Gebäude setzte sich unsere Gruppe auf eine Bank. Ein junger Mann blieb stehen und fragte, ob wir Deutsche seien. Er stellte sich vor und erzählte uns, dass er schon 5 Jahre Deutsch studierte und war hoch erfreut, dass er sich ein wenig mit uns unterhalten konnte. Wir redeten über sein Studium, den Islam, die Probleme der Sowjetunion, den Nationalsozialismus, den Stalinismus und den Frieden in der Welt. Ein Kommilitone von ihm, er studierte Geschichte, kam hinzu und beteiligte sich am Gespräch, wobei der Deutsch-Student übersetzt. Unter anderem meint der „Historiker“, die Teilung Deutschland sei ein historischer Irrtum gewesen. Beim Abschied tauschten wir Adressen aus. Wenig später brachte uns der Bus zum Flughafen. 8. FAZIT Die Sowjetunion gibt es nicht mehr. Usbekistan ist ein selbständiger Staat und Reisen nach dort müssen anders organisiert werden als damals. Als Nachbarstaat von Afghanistan ist in der gegenwärtigen Konfliktsituation alles verändert. Gute Reisebüros sind sicher mit den heutigen Reisebedingungen vertraut. Eine Reise lohnt sich jedenfalls wirklich. ... |
interola, 10.03.2002
ziemlich weit entfernt von der Heimat
unauffaellig007, 10.03.2002
da hast du dir aber sehr viel muumlhe gegeben, es ist gelungen, dein meisterwerk eines berichtes. Mfg 007
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