Ich muss euch sagen, es ist etwas schreckliches passiert....
Meine Grafikkarte hatte letzte Woche den Geist aufgegeben. Ich habe es mit allem probiert, gut zureden, fluchen,
selbst Elektroshocks wollte ich ihr geben. Leider hatte alles nichts genutzt, sie wollte nicht mehr.
Ich spreche hier von meiner guten alten GeForce4 Ti, die ich noch nicht alzu lange hatte und die mir eigentlich immer gute Dienste geleistet hatte.
Kurz und Gut, es blieb mir nichts anderes übrig als in meine zweite "Heimat" zu stiefeln und mir mal ein paar Infos geben zu lassen.
Schnell wurde ich gelangweilt, denn was mir der Verkäufer zeigte, waren zwar recht ordentliche Karten, aber nichts was einen Gamer wie mich zum Schmelzen bringt.
"Haben Sie denn nicht die neue 9700pro"?, fragte ich ihn. Ihr hättest sein Gesicht sehen sollen, plötzlich standen ihm Dollar-Zeichen in den Augen und mit einem Elan den man manchen Verkäufern gar nicht zutraut, fing er an mir die technischen Finessen
dieses "Ferraris" unter den Grafikkarten zu erläutern.
Technisch gesehen hat die ATi Radeon 9700pro folgende features zu bieten :
128 MB DDR RAM
AGP 2fach 4fach und 8fach
DirectX 3D komaptibel mit einer Hardware die DirectX 9 unterstützt
OpenGL fähig
Die max. Auflösung beträgt 2.048 x 1.536 (man erkennt zwar nicht mehr viel, aber das Spiel läuft trotzdem noch glatt :-) )
GPU Takt: 325MHz (GPU = Graphic Processing Unit)
Ausgänge: DVI (für die, denen ein Bildschirm zum zocken nicht reicht) TV und VGA
Die Systemanforderungen an den Rechner sind dagegen relativ gering. Es reicht schon wenn man mind.
64MB RAM (besser sind min. aber 128MB), 8MB auf der Platte freihabt.
Die Karte wird auf einen AGP-Steckplatz gesetzt.
Kompatibel ist sie mit allen Win-Versionen ab 98.
Verzückt hörte ich ihm weiterhin zu, bis, ja bis es zum Preis kam. EUR 369,-- wollte er von mir haben, was mich vor Schreck erstarren lies.
Aber was ist denn ein richtiger Computerheini wenn er sich für sein Baby nicht mal was anständiges holt.
Ich schaffte es nach einem Verhandlungsmarathon ihn auf EUR 320,-- zu drücken, schaute noch noch einmal
wehleidig auf meine Barschafft und machte dann, dass ich schnellstens rauskomme.
Sogleich wieder zuhause, packte ich die Karte vorsichtig aus (blos nichts kaputt machen) und schaute sie mir einfach einmal an.
In Rot und ein bischen blau gehalten und mit jeder Menge Transistoren versehen, dachte ich.
Dazu ein, für eine Graphikkarte, mächtiger Kühler mit einem (wir werden sehen wie stark) Processor darunter.
Ich schraubte meinen Rechner auf, holte meine alte Karte heraus und steckte die neue in den vorgesehenen AGP-Port.
Es klappte reibungslos, so dass ich meine Kiste wieder zumachte und ihn anwarf.
Jetzt musste nur noch der Treiber drauf. Die ATI wurde gleich erkannt und mein Rechner fand auch die nötigen Treiber dazu, nachdem ich ihm das passende Futter gegeben hatte.
Zum Schluss noch der passende Nachtisch in Form von beigefügter Software und ab gings.
Ich holte mir direkt ein sehr lastiges Game, Unreal 2, und stellte alles auf max.
Der Wahnsinn sage ich euch, klar und flüssig ohne ruckeln und die guten alten Pixel sucht man vergebens.
Anti-Aliasing und Anisotropischer Filter gehört zur Grundausstattung. Ebenso Pixel und Vortex Shader,
ein Video-Shader und der
Z-Buffer für bessere Bildqualität.
Alles in allem, nimmt man den Preis mal raus, der einem graue Haare bereitet, ist diese Karte zur
Zeit nicht zu schlagen und auf längere Sicht auch nicht von der Benchmarkliste zu verdrängen.
Die neue Radeon 9800 DirectX 9 VPU (R350) ersetzt die erfolgreiche Radeon 9700 (R300). Technisch stellt der Chip eine weiterentwickelte und optimierte R300 Lösung dar, die sich nicht auf ein reines Anheben der Taktrate beschränkt. Die Shader Einheit (SmartShader) wurde durch einen so genannten "F-Buffer" ergänzt, der es erlaubt theoretisch unbegrenzt langen Pixel Shader Code auszuführen. In Anspielung auf NVIDIA, die bei der FX durch die erweiterte Programmierbarkeit von "DirectX 9+" sprechen, nannte ATI dies nun äußerst kreativ "DirectX 9++". Weitere Änderungen erfahren "Smoothvision" (nun 2.1) sowie HyperZ III (nun III+). Daneben stieg die Taktrate von 325/310MHz auf 380/340MHz. Keine Änderungen gibt es beim Fabrikationprozess und dem verwendeten Speicher. Der R350 wird wie auch der R300 im 0.15 Micron Fertigungsprozess gefertigt und verfügt über ein 256-Bit Speicherinterface, das auf DDR(1) Speichermodule zugreift, obwohl der R350 laut ATI dazu ausgelegt ist, DDR-II Speicher zu unterstützen. Die 256 MB Version der 9800 PRO, die später auf den Markt kommen wird, soll aber mit DDR II ausgestattet sein. Wie der R300 besitzt der R350 acht Pixel Pipelines sowie vier Vertex Shader Units.