Mehr zum Thema Bausparen
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Bewertung
Kundenbewertung 3,10 / 5,00 (3.0 von 5)
von 71% aller Autoren empfohlen (5/7).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • Kann ein wichtiger Teil einer Finanzierung sein.
  • ich kenne wirklich keine Vorteile, wenn man dieses für den Laien undurchsichtige Gesamtkonstrukt betrachtet.
Nachteile/Kritik
  • Kann ein teurer Teil einer Finanzierung sein.
  • Es ist einfach nur eine unfaire Wette, bei dem der Anlager mit 99%-iger Wahrscheinlichkeit verliert.
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ET2000

Macht Sinn, aber....

ein Testbericht von 2003-11-20 14:57:32 vom 20.11.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: Kann ein wichtiger Teil einer Finanzierung sein. ...
Nachteile/Kritik: Kann ein teurer Teil einer Finanzierung sein.
Bausparen


Ich muss bekloppt sein mich mit dier Thematik auseinander zu setzen.
Gerade wird mir wieder bewusst, dass auch dieser Bericht wohl 5-6 Seiten lang wird. Aber nagut, da muss ich jetzt wohl durch 



Vorwort
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Ich möchte in diesem Bericht nicht so sehr auf die Finanzierungsmöglichkeiten eingehen. Im Vordergrund soll eindeutig der Bausparer stehen, wobei ich versuchen werde das System ein wenig zu durchleuchten und hoffentlich verständlich zu veranschaulichen. Darüber hinaus möchte ich natürlich einige Tipps zur richtigen Wahl geben.

Wer sich allgemein über die verschiedenen Möglichkeiten der Finanzierung informieren möchte, der sollte sich die Berichte von Mausbaer1977 durchlesen, die eine wirklich sehr gute Übersicht liefern.



Bausparen sinnvoll oder nicht
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Das mit einem Satz zu beantworten, wie das hier ab und an der Fall ist, ist eigentlich unmöglich. Wird das Bausparen richtig eingesetzt, so kann es durchaus sinnvoll sein. Selbst für reine Sparer. Aber und dieses ABER ist besonders hervorzuheben, man muss es richtig machen und den richtigen Tarif wählen.




Erste Überlegung –Wozu einen Bausparer
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Ganz von vorne herein sollte man sich überlegen was das Spiel des Sparens sein soll. Geht es um einen reinen Sparvertrag, so sollte man sich die Rendite berechnen lassen untereinander und mit anderen Anlageformen vergleichen.

Jeder sollte dann auch für sich entscheiden in wie weit der Sicherheitsaspekt für ihn eine Rolle spielt.

Aussagen, dass reines Sparen von vorne herein keinen Sinn macht halte ich für unseriös. Allerdings schrenke auch ich den Personenkreis sehr ein, bei dem es Sinn macht.

Bei allen meinen Informationen kann ich natürlich nur derzeitig noch gültiges Recht zugrunde legen. Einiges kann im nächsten Jahr bereits wieder anders aussehen.

Neben dem Sparen kommen natürlich Überlegungen über Renovierungskosten bei vorhandenem Eigentum oder überhaupt die Anschaffung von Eigentum.

Man sollte sich hier sehr genau überlegen was man macht. Es gibt einige Tarife die bieten die Möglichkeit zwischen günstigem Darlehen und höheren Sparzins zu wählen.
Ganz offen: Diese Tarife machen keinen Sinn! Auf die Gründe gehe ich später ein, im Ergebnis sei gesagt, das durch diese Kalkulation weder das Darlehen günstig noch der Zins besonders hoch ist.




Die Sparphase
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Wer einen Bausparvertrag abschliesst erhält bis zu ca. 4% Zins, je nach Tarif.
Hierzu sei gesagt, dass Kosten noch runter gerechnet werden müssen.

Zusätzlich gibt es zur Zeit noch 2 Möglichkeiten die niedrige Rendite zu erhöhen. Da wäre einmal die Wohnungsbauprämie, die allerdings 2004 wegfallen soll. Wer einen Bausparer mit Prämie sichern will, sollte diesen noch dieses Jahr abschliessen.

Jeder Bausparer, dessen zu versteuerndes Einkommen unter 25.600 Euro (Ledige) bzw. 51.200 Euro (Verheiratete) liegt, hat einen Anspruch auf Wohnungsbauprämie. Diese beträgt maximal 51,20 Euro pro Jahr für Ledige und 102,40 Euro pro Jahr für Verheiratete. Diese staatliche Bausparförderung steht jedem zu, der mindestens 16 Jahre alt ist. Jugendliche, die im Sparjahr 16 Jahre alt geworden sind, sind selbständig prämienberechtigt, auch wenn ihre Eltern bereits eine Wohnungsbauprämie erhalten.

Die Bausparprämie wird allerdings nicht mehr wie früher einmal jährlich ausbezahlt, sondern komplett erst nach Ablauf von 7 Jahren über den vollen Leistungsumfang.

Wer jetzt innerhalb der 7 Jahre den Bausparer auflöst verliert den Anspruch dieser Prämie. Das nennt sich dann Bindefrist und hat nichts mit Kanzlerehen zu tun *g*


Neben der Wohnungsbauprämie gibt es die Arbeitnehmersparzulage.

Anspruch auf die Arbeitnehmersparzulage hat jeder Arbeitnehmer, dessen zu versteuerndes Einkommen 17.900 Euro für Ledige bzw. 35.800 Euro für Verheiratete nicht überschreitet. Im Rahmen eines sogenannten VL-Bausparvertrags kann jeder bezugsberechtigte Arbeitnehmer dann im Rahmen seiner Lohnsteuer-Erklärung einen Zuschuss, die Arbeitnehmersparzulage, in Höhe von 48 Euro monatlich beantragen.

Auch hier gilt die Bindefrist

Wer also in den Genuss einer dieser Förderungen kommt, für den macht das Bausparen durchaus Sinn. Nach Abzug aller Kosten bleiben so oft netto Renditen von ca. 6%. Das ist für einen garantierten Betrag sehr hoch und wer kann mir eine Sparform nennen, bei der er mit mtl. Sparraten so viel Zins garantiert bekommt ?

Ein weiterer Vorteil ist, dass die Bindefrist nach 7 Jahren ausläuft und man nicht wie bei einer LV 12 Jahre sparen muss. Die Anlagedauer kann also mittelfristig gesehen werden.

Allerdings fallen, wie sich jeder ausrechnen kann, nicht so viele Personen in den erlauchten Kreis der Förderberechtigten. Erst recht nicht, wenn die Bausparprämie wegfällt.
Bei der richtigen Wahl der Tarife sollte man jedoch auf die Kosten achten. So gibt es Tarife die wenig oder keine Abschlussgebühr im reinen Sparfall haben. Darüber hinaus sollte man aber auch Kontoführungsgebühren beachten.
Auch lassen sich einige Gesellschaften das mtl. erscheinende Bausparmagazin bezahlen. Darauf kann man getrost verzichten und sich die paar Euros sparen. Nicht viel, aber auch nicht wichtig.

Aber auch das ist sicherlich Geschmackssache, denn manch einer mag ja auch nicht auf die Informationen dieses Magazins verzichten. Gerade wenn man später mal finanzieren will.

Manche Kunden werden übrigens regelrecht unter Druck gesetzt, ihren Sparbeiträgen nachzukommen. Hier möchte ich den Hinweis geben, dass es im Bausparbereich KEINEN (!!!) Sparzwang gibt. Selbst wenn manche Gesellschaft etwas anderes behaupten. Nochmals: Es gibt keinen Sparzwang !

Wer seinen Sparvertrag kündigen möchte, der sollte das nach Ablauf der Bindefrist tun um seine Förderungen nicht zu verlieren.

Sehr wichtig ist auch die vereinbarte Bausparsumme. Ist der Sparbetrag so niedrig, dass man den Bausparer länger als 7 Jahre ansparen muss um die Mindestsumme zu erreichen, so ist die Bausparsumme zu hoch !

Die Abschlussgebühr, die wie gesagt bei reinen Sparverträgen erstattet wird, beträgt zwischen 1-1,6% der Bausparsumme. Sie lässt sich in der Regel durch den mtl. Sparbeitrag mitfinanzieren. Der verlorene Zinseszinseffekt wird in der Regel nach Erstattung der Gebühr zu Gunsten des Kunden mitgerechnet.



Machen Sonderzahlungen in den Bausparvertrag Sinn ?
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Eventuell ja. Wer ein Darlehen in Anspruch nehmen möchte muss bei einem Bausparer auf die Zuteilung warten (dazu später mehr). Diese Zuteilung kann er schneller erwirken, in dem er Sonderzahlungen leistet.
Kommt der Bausparer innerhalb der Bindefrist von 7 Jahren zur Zuteilung und wird ein Darlehen in Anspruch genommen, so geht auch die Wohnungsbauprämie nicht verloren.




Wann kommt ein Bausparer zur Zuteilung
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Die Zuteilung bedeutet, dass der Kunde einen Anspruch auf das Darlehen hat.
Dafür ist es notwendig, einen bestimmten Prozentsatz der abgeschlossenen Bausparsumme zu sparen. Über die sinnvollen Varianten später mehr.

Ich möchte das Verfahren der Zuteilung mal so simpel wie möglich darstellen.
Zunächst einmal besteht kein Anspruch auf Auszahlung des Darlehens nach Abschluss der Sparphase !! Auch wenn das einige Vertreter noch immer anders darstellen.

Das Guthaben des Bausparers wird in der Regel einmal zum Jahresende im Verhältnis zur Bausparsumme errechnet. Daraus ergibt sich eine sogenannte Bewertungszahl.
Die Bewertungszahl die erreicht werden muss legt die Gesellschaft fest.

Ver geschickt agiert leistet eine Sonderzahlung oder jährliche Einmalzahlung kurz bevor diese Bewertungszahl vergeben wird und nimmt so den vollen Vorteil der höheren Bewertungszahl mit.

Damit aber nicht genug. Hat der Bausparer seine Bewertungszahl erreicht, kommt er in einen Auszahlungspool. Dort werden die Gelder so verteilt wie sie in diesem Pool vorhanden sind. Heisst auch, dass wenn es brenzlig wird der Kunde zwar die Zuteilungszahl erreicht hat, jedoch noch auf sein Darlehen warten muss.

Wer sich hier im Voraus für die falsche Gesellschaft entschieden hat und ein Wohnungsdarlehen evtl. zwischenfinanzieren muss, der hat kleine Gebührenvorteile schnell wieder verloren und evtl. ist der Schaden auch noch grösser.

In der Regel aber erfolgt die tatsächliche Zuteilung ca. 6 Monate nachdem man die Zuteilungszahl erreicht hat.



Wie lange sollte die Anspardauer sein
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Über den Daumen gesagt kann man sagen dass eine kürzere Anspardauer besser ist als eine Längere. Man muss das aber ein wenig im Verhältnis zur Tilgungsdauer sehen.

Tilgungsdauer ist nämlich von der Anspardauer abhängig. Je kürzer die Tilgung, desto höher die mtl. Belastung.
Anders herum ist es so, dass eine zu lange Anspardauer den Vorteil des günstigen Darlehenszinses wieder aufwiegt, da der Guthabenzins bei Inanspruchnahme des Darlehens sehr sehr gering ist. Das ist dann das was einige Vermittler beim Bausparer Kapitalvernichtung nennen.
Sicher versteht ihr langsam warum ich Pauschalaussagen das Bausparer sinnlos sind für unseriös halte.

Eine gesunde Kalkulation ist sicherlich wenn die Anspardauer 7 Jahre und die Tilgungsphase ca. 12 Jahre dauert. Dauert die Ansparphase länger, ist bei vielen Tarifen der Fall, so macht der Bausparer schon keinen Sinn mehr.



Wie erkenne ich wie schnell eine Bausparkasse zuteilt
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Aufgrund des bereits erwähnten Kostenrisikos wenn das Darlehen benötigt wird, sollte der potentielle Darlehensnehmer die Gebühren der Bausparkasse mal etwas in den Hintergrund rücken. Ich weis, das klingt ein wenig blöd, weil man immer gerne Gebühren vergleicht. Geht aber mal hin und finanziert 150.000 € für ½ Jahr nur weil der blöde Bausparer nicht zugeteilt wird. Die gesparte Abschlussgebühr ist dann schnell wieder dahin.

Wenn man die Zuteilungen der Bausparer vergleichen will, kann man dies am besten, wenn man sich Angebote zukommen lässt die gleich aufgebaut sind. So lasst Euch kein Angebot mit einem mtl. Sparbeitrag berechnen, sondern fragt die Gesellschaft wie lange die voraussichtliche Zuteilung dauert, wenn Ihr den prozentualen Mindestsparbeitrag sofort einbezahlt. Je kürzer die eingegangenen Werte desto besser.

Bereits hier werden nämlich viele Bausparangebote für den Darlehensnehmer uninteressant.

Darüber hinaus geben Tests auch Aufschluss darüber ob diese Zuteilungen eingehalten wurden. Gut schneiden hier immer die Badenia und die LBS ab. Auch wenn beide recht hohe Gebühren haben, rechnen sie sich gerade bei Finanzierungen somit wieder sehr gut.

Noch recht gut, aber in der Vergangenheit (allerdings schon lange her) mit erheblichen Problemen: Die BHW. Damals wurde der Begriff B ausparen H eisst W arten kreiert. Wie gesagt, das ist Vergangenheit.


Welcher Tarif mit wie viel Prozent Ansparung ist sinnvoll
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Auch hier sollte man genau vergleichen. Grundsätzlich machen Tarife für Darlehensnehmer keinen Sinn, wenn 50% und mehr angespart werden, werden müssen.

Der Zinsverlust in der Ansparphase ist zu gross als das sich das durch den niedrigen Darlehenszins rechnet.

Wenn jemand was anderes behauptet, dann lasst Euch verschiedene Finanzierungsmodelle mit anderen Anlageformen im Vergleich durchrechnen.

Klassisch ist die 40% Ansparung und 60% Tilgung. Heisst bei einer Bausparsumme in Höhe von 100.000 € müssen 40% angespart werden und 60% werden neben dem Guthaben als Darlehen ausbezahlt.

Es gibt Tarife mit 30% Ansparung. Die Erfahrung zeigt, dass diese Tarife keinen Sinn machen. Auch wenn das Darlehen höher ist, brauchen diese Tarife ewig bis zur Zuteilung (siehe oben im Bericht). Hier wieder den Trick mit der Soforteinzahlung beim Angebot anwenden. Die Wüstenrot verkauft vieler dieser scheinbar günstigen Tarife, bei denen ich aber noch keine Variante fand die sich für den Kunden rechnet.



Verschiedene Darlehensanträge
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Einige Gesellschaften haben verschiedene Darlehensanträge je nach Höhe des Darlehens.
So gibt es oft sogenannte Blankodarlehen. Bei diesen in der Regel bis 5000 € hohen Darlehen kann der Vertreter selbsständig bestätigen, dass das Darlehen wohnwirtschaftlich verwendet wird, wenn der Kunde ihm gegenüber das glaubhaft versichert. ;-))

Darüber hinaus gibt es weitere Darlehen im vereinfachten Verfahren, in der Regel bis 10.000 €. Hier sind keine Grundbucheinträge nötig usw. .

Darüber hinaus muss man einige Unterlagen wie Einkommensbescheide, Grundbuchauszug, Bauplan, Selbstauskunft usw. usw. vorlegen.



Wie lange sollte die Tilgungsphase / Tilgungshöhe dauern
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Je kürzer die Tilgungsphase, desto höher die Belastung und desto weniger Zinsvorteil z.B. gegenüber einem Annuitätendarlehen (Bankdarlehen) hat man.
Daher ist es sinnvoll die Tilgung so lange wie möglich zu gestalten.

Auch hier sollte man direkt vorm Abschluss eines Bausparvertrages fragen, wie lange die Tilgungsphase und die Tilgungshöhe ist. Denn manch günstiger Bausparer entpuppt sich dann aufgrund hoher Tilgung als nicht finanzierbar.

Wer mit 6 – 6,5% der Bausparsumme jährlich tilgen kann der liegt auf der günstigen Seite. Das sind dann bei einer Bausparsumme in Höhe von 100.000 € noch immer 6000 €.

Daran seht Ihr auch schon, dass die Bausparsumme nicht zu hoch gewählt werden sollte, damit man sich die Tilgung auch leisten kann. Oft sind Mischfinanzierungen erforderlich.




Grundschuldeintrag
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Klingt vielleicht komisch, wenn man sich die Gedanken vielleicht auch schon alle machen soll wo man doch erst in 7 Jahren baut, man sollte sich diese Überlegungen aber dennoch antun.

Ein Darlehen wird in der Regel ins Grundbuch aufgenommen. In diesem Grundbuch werden die verschiedenen Darlehen nach Rängen eingeteilt. Das Banken in Deutschland ja gerne Kredite vergeben wenn man ihn eigentlich nicht braucht, fordern diese in der Regel den 1. Rang im Grundbuch. Heisst, dass im Fall der Fälle die Bank als Erstes auf das Eigentum zurückgreifen und ihren Durst stillen darf.

Alles was dahinter folgt, folgt auch bei der Verteilung dahinter. Das machen Bausparkassen natürlich nur bis zu einem bestimmten Betrag mit. Zumal wenn das Objekt mit 80-90% oder darüber hinaus recht hoch finanziert ist. Auch hier sollte man vorher erfragen, in wie weit die Bausparkasse mit einer Nachrangigkeit einverstanden ist.




Wohnwirtschaftlicher Verwendungsnachweis
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Bereits unter dem Punkt „Verschiedene Darlehensanträge“ bin ich kurz darauf eingegangen. Um das Darlehen in Anspruch nehmen zu können, muss ein wohnwirtschaftlicher Verwendungsnachweis erbracht werden. Kurzum funktioniert es nicht sein Auto zu finanzieren.

Unter wohnwirtschaftlich ist auch nicht der Wohnzimmerschrank gemeint. Es geht um die Wohnungen, Häuser, Grundstücke und ähnliches.

Beim Bausparer darf in der Regel der Gewerbeanteil des zu finanzierenden Objektes 49% nicht überschreiten.




Beleihungshöhe
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Vom Wert eines Objektes sind die Bausparkassen bereit einen gewissen Prozentsatz zur Verfügung zu stellen. Oft sind die Bausparkassen da grosszüger als die Banken. Manchmal zu grosszügig. Bei 100% Finanzierungen ist auf jeden Fall Vorsicht (!) angesagt.
Diese werden oft bei vermietetem Eigentum als Kapitalanlage angeboten. (Kalkulierte Mieten überprüfen usw… !)




Sicherheitentausch
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Ab und an tritt der Fall ein, dass der Bausparer z.B. seine Eigentumswohnung verkauft, um sich eine Wohnhaus zu kaufen oder zu bauen. Der Käufer will jedoch eine lastenfreie Eigentumswohnung erwerben. Die noch eingetragene Grundschuld der Bausparkasse muss also gelöscht werden.

Dies geht jedoch nur, wenn das Bauspardarlehen komplett zurückbezahlt wird, was wirtschaftlich nicht sinnvoll wäre, oder eine Grundschuld auf dem neu zu kaufenden bzw. bauenden Wohnhaus an der geforderten Ranstelle im Grundbuch eingetragen ist.

Während der Laufzeit des Bauspardarlehens kann der Bausparer eine bereits einmal zur Verfügung gestellte Sicherheit, z.B. eingetragene Grundschuld auf dem Beleihungsobjekt, mit Zustimmung der Bausparkasse jederzeit durch jede andere Darlehenssicherheit nach dem Bauspargesetz austauschen. Die Kosten für die Abwicklung muss der Kunde tragen.



Besondere aber interessante Finanzierungsform
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Was noch wenig propagiert wird, macht durchaus öfters Sinn. So gibt es beim Bausparen ein sogenanntes Vorausdarlehen.
Das gibt es je nach Dauer der Gesamtfinanzierung in 1, 2 oder 3 facher Form.

Und das funktioniert so:
Der Kunde schliesst in der 3 Fach Variante 3 Bausparverträge ab. Kauft der Kunde ein Objekt, so streckt die Bank das Geld komplett vor und verlangt dafür Zinsen. Man zahlt so lange die Zinsen auf die Darlehenssumme und zusätzlich spart man den ersten Bausparer mit einem Betrag an.

Kommt dann der erste Bausparer zur Zuteilung, so spart man den 2. weiter an und zahlt an die Bank Zinsen für die Restdarlehenshöhe, weil das Darlehen und das Guthaben aus Bausparer 1 einen Teilbetrag abgelöst hat.

Diese auf den ersten Blick etwas kompliziert klingende Variante ist im Gesamtergebnis oft die Günstigste Finanzierungsform. Man sollte sich das auf jeden Fall ausrechnen lassen !

Zusätzlich gibt diese Form eine gewisse Sicherheit was die Zinsfestschreibung angeht.
Bei der Bank wählt der Kunde nämlich wie lange der Zinssatz garantiert ist. Fällt er nach Ablauf dieser Frist in eine Hochzinsphase, so ist schon so manche Finanzierung gescheitert.

Aufgrund der schon lang anhaltenden Niedrigzinsphase ist übrigens bei der Bank eine lange Zinsfestschreibung von 10-15 Jahren sinnvoll, auch wenn kurze oder gar variable Zinsen im ersten Moment günstig wirken.



Zwischenfinanzierung
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Manchmal, wenn auf einmal das Traumhexenhäuschen vor einem steht, ist es nötig sofort Geld zu bekommen. Hier besteht die Möglichkeit einer Zwischenfinanzierung. Der Kunde zahlt weiter seine Sparbeiträge in den Bausparer, bekommt das Darlehen aber vorab ausbezahlt und zahlt bis zur Zuteilung einen bestimmten Zinssatz. Danach läuft dann das normale Bauspardarlehen.




Höhe der Darlehenszinsen
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Vie lleicht ist dieser Punkt hier etwas spät angebracht. Naja, jedenfalls ist er nicht vergessen worden 
Neben den bereits genannten Zinsen ist der Darlehenszins wichtig. Dieser ist garantiert. Der Nominalzins! Den Effektivzins zu vergleichen hinkt, denn was im Effektivzins bereits eingerechnet ist, schwankt je nach Gesellschaft. Wichtig ist daher einfach einmal ein Finanzierungsbeispiel durchzurechnen und so alle Kosten mit einzuberechnen.




Sonstige Gebühren
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Für Sparer sind eigentlich nur noch die eingangs erwähnten Kontoführungsgebühren interessant. Für Darlehensnehmer sieht das schon anders aus.

Es gibt ähnlich wie bei der Bank Bearbeitungsgebühren, die durchaus auch mal bis zu 3% der Darlehenssumme betragen können. Bei 100.000 € Darlehen sind das mal so ebend 3.000 € und die Abschlussgebühr ist dagegen oft ein Witz.

Auch hier sollte man sich vor Abschluss erkundigen !




Fazit
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Es sind ja nun doch noch ein paar Seiten mehr geworden. *g*
Dabei hab ich ja viele Bereiche nur umrissen.

Unterm Strich bleibt zu sagen, dass der Bausparer selten für Sparer, oft für Darlehensnehmer sinnvoll ist. Dabei sollte man die genannten Dinge beachten und auch die erwähnte Finanzierungsform als Vorausdarlehen nicht ausser Acht lassen.

Ein Bausparvertrag sollte aber und das gillt doppelt für Bauwillige, mit Bedacht und nach reichlich guter Überlegung abgeschlossen werden. Denn der falsche Vertrag kostet evtl. mehr als er Vorteile bringt.

Es gibt sogar eine Ausbildung zum Bausparkaufmann. Neben echt geilen Schulungen *dumdidum* lernt man da auch sehr viel.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 3,00 / 5,00 3
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
2einhalbraumwohnung

das Bauen sparen kann man sich mit Bausparen

ein Testbericht von 2004-05-15 01:43:24 vom 15.05.2004
Empfehlung: nein
Vorteile: ich kenne wirklich keine Vorteile, wenn man dieses für den Laien undurchsichtige Gesamtkonstrukt betrachtet....
Nachteile/Kritik: Es ist einfach nur eine unfaire Wette, bei dem der Anlager mit 99%-iger Wahrscheinlichkeit verliert.
Seit meiner Ausbildung bei der Deutschen Bank weigerte ich mich vehemend, einen Bausparvertrag zu verkaufen. Aus folgenden Gründen:

Meine letzte Station im FDL-Bereich war die Allianz. Und als ich dort so in der Angebotssoftware herumstöberte geriet ich auf das Thema Bausparen. Nach allen möglichen Daten, die man dort so eingeben kann hatte ich zum Schluss die Möglichkeit, mir die sogenannte Effektivverzinsung anzeigen zu lassen. Und was soll ich sagen: bei keiner einzigen Tarifvariante stand eine 2 vor dem Komma!!! Das ist doch Wahnsinn !!! Es gibt Tarife mit 2 - 5 % Zins in der Ansparphase. Und bei keinem Dieser Tarife erreichte die effektive Verzinsung die 2,0% !!!
Dies rührt daher, das natürlich die Abschlussgebühren der jeweiligen Bausparkasse anfallen (jeder Bausparer fängt im MINUS an auf seinem Bausparkonto)...dann die Kontoführungsgebühr...gelegentlich bekommt man noch eine Zeitschrift zum Thema "Haus" zugesandt, welche natürlich separat in Rechnung gestellt wird usw...Einigen wir uns also darauf, das ein "Hocheistungsbausparvertrag eine effektive Verzinsung von 2,5 % erwirtschaftet - mit viel Optimismus.

Im Jahre 2004 schließt also ein vertrauensvoller zukünftiger "Häuslebauer" einen Bausparvertrag einer Wahl ab, z.B. über eine Bausparsumme von 50.000 €. In diesen Vertrag zahlt er mtl. 200,- Euro ein. Nach 10 Jahren sind in diesem Vertrag "stolze" 27.253 € (24.000 selbst eingezahlt) Den Rest von 22.747 erhält der dankbare Bausparer von seiner Bausparkasse und zahlt diese in mtl. Raten zurück.
Gehen wir nuneinmal davon aus, das der Kredit für den Bausparvertrag bei mit jährl. 4,5% Zinsen belastet wird (Hört sich doch ganz gut an).
Dann zahlt unser Kunde 10 Jahre lang (angenommene Rückzahlungsdauer) 237,- € im Monat zurück und hat nach den 10 Jahren keine Schulden mehr. Insgesamt hat er also 28.440 Euro zurückgezahlt.

KUNDE 2 schließt im Jahre 2004 einen Fondssparvertrag über 200,- € im Monat ab. Er hat "Pech" und nur einen durchschnittlichen Aktienfonds von seiner Hausbank erhalten, der 7 % Zins im Jahr erwirtschaftet. Und dies ist keine Annahme sondern Realität, denn gute Aktienfonds haben trotz der Börsenkrisenjahre stand heute 9 % und deutlich mehr im Schnitt erwirtschaftet.
Dieser Kunde verfügt nach 10 Jahren über 34.417,- €, muss bei seiner Hausbank also einen Kredit über 15.583,- € aufnehmen, um auch über 50.000 € zu verfügen, wie unser Bausparer.

Leider hat Kunde 2 etwas "Pech" gehabt...Die Zinsen bei der Bank sind zwischenzeitlich auf 8,0 % gestiegen. Doch auch er möchte diesen Kredit in 10 Jahren zurückzahlen. Erstaunlicherweise muss er nur 190,11 € mtl. dafür aufwenden (insgesamt 22.813,20 €)
Woran könnte das liegen? Ach ja, er hat ja aus seinem Sparvertrag nach der Ansparphase über 7.000 € mehr als der Bausparer erhalten und muss logischer Weise hierfür keine Zinsen zahlen.

Nun ja stellen wir uns einfach vor, die Zinsen hätten bei unserem Kunden nicht 8,0 sondern 12,5 % betragen...Dann hätte er mtl. 229,85 € aufwenden müssen, um nach 10 Jahren schuldenfrei zu sein. Insgesamt sind das immer noch 858,- € weniger, als was unser Bausparer zurückzahlen muß.

Liebe Leute - Bausparen ist nichts anderes als eine Zinswette. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, und das ganze mit Hilfe spezieller Software rechnerisch für Euch / Sie alle aufbereitet. Wer also der Meinung ist, das er in Zukunft für sein "Baugeld" mehr als 12,5 % bei seine Bank bezahlt, der sollte ganz schnell einen Bausparvertrag abschließen. Wer an diese Therie jedoch nicht glaubt, sollte sein Geld einfach gewinnbringend anlegen in der Ansparphase, um später weniger Schulden machen zu müssen.

Bausparen stand in Deutschland vor vielen Jahren schon kurz vor dem Zusammenbruch. Denn das System funktioniert nur, wenn immer neue Bausarer hinzukommen. Denn wer heute anfängt, dorthinein zu zahlen, ermöglicht einem anderen die Zuteilung. Wenn dieser jemand jedoch in einigen Jahren selbst auf die Zuteilung wartet, könnte es sein, das ihn die Bausparkasse vertrösten muss, da sie nicht liquide ist.

Doch ich bin mir sicher, solange die Deutschen nicht endlich mal anfangen wirklich mit ihrem hart erarbeiteten Geld zu rechnen und zu planen, solange wird es Bausparkassen geben.

Und wer jetzt noch sagt, haha...der Gute Enrico hat die tolle Bausparprämie noch gar nicht mit eingerechnet, dem sei gesagt, Fondssparen wird auch staatlich gefördert. Und wer mtl. 200,- € in einen Sparvertrag einzahlen kann, der liegt zu 95 % über der Verdienstgrenze für beide staatliche Förderungen (meine eigene Erfahrung aus der Beratungstätigkeit).

Und außerdem...mit 50.000 € kann man heutzutage nicht mehr bauen, also wäre eine weit höhere mtl. Sparrate notwendig.

Mein Tip: Lasst das Bausparen sein und legt Euer Geld rentabel an. Und im Ansatz "rentabel" ist es nur, wenn die Geldanlage nach Abzug aller Kosten mehr als 3,5 % erwirtschaftet. Denn so hoch ist die durchschnittliche Inflation in Deutschland pro Jahr!

Deutschland ist im Übrigen das einzige Land in der "alten EU", in der es Bausparen noch gibt. Sicher werden die Bausparkassen schon jetzt wie Heuschrecken in die osteuropäischen neuen EU-Mitglieder ausschwärmen, um viele neue unwissende Bausparer zu gewinnen.

Ich freue mich auf einen regen Meinungsaustausch.
...
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darkunit

Legalisierter Betrug

ein Testbericht von 2002-05-15 22:07:41 vom 15.05.2002
Empfehlung: nein
Nach jüngsten Statistiken hat jeder Dritte einen Bausparvertrag. Und da ich hier ja meine Meinung kund tun möchte, kann ich nur sagen, die Ärmsten. Denn ich wette nur ca. 20 Prozent davon nutzen ihn auch wirklich in irgend einer Form zum Bauen oder Modernisieren.

Man muss sich das mal vorstellen mehr als 33 Millionen Bausparverträge haben die Deutschen abgeschlossen mit einer Bausparsumme von 65 Millionen Euro. Es gibt doch wirklich lohnendere Anlagen!
Doch noch mal zurück zur Statistik, die besagt, dass Bausparkassen rund ein Drittel zur gesamten Wohnungsbaufinanzierung in Deutschland beitragen.
Karlheinz Henge, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft Baden-Württembergischer Bausparkassen sagt "Die Zahlen beweisen, dass Bausparen auch in Zeiten niedriger Zinsen seinen Stellenwert auf dem Weg zum eigenen Zuhause bewahrt hat."

Doch warum eigentlich?

Als die Mauer vor über 10 Jahren fiel, war es ein offenes Geheimnis, dass es vielen Bausparkassen gar nicht gut ging, und nur weil so viele Ossis fleißig ja und Amen sagten, also unterschrieben, ging es wieder aufwärts. Ich will hier jetzt keine Namen nennen, doch bei manchen Gesellschaften war es sogar so schlimm, dass Auszahlungen nicht getätigt werden konnten, weil nicht genug hinten dran standen, die neue Beiträge einzahlten. Soviel also zum Schneeballprinzip. Doch was ist, wenn diese Situation in ein paar Jahren wieder so passiert?

Ich frage mich manchmal, warum geben so viele brave Bürger ihr Geld an eine Bausparkasse um dort mit diesen Mimizinsen abgespeist zu werden. Wenn ihr wüsstet was die mit eurem Geld verdienen! In so vielen Zeitschriften liest man, dass übrigens nicht nur mit dem Bausparvertrag, legale Kapitalvernichtung betrieben wird. Warum fallen immer noch so Viele darauf rein?

Die großen Experten führen die wieder anhaltende Vorliebe der Deutschen für Bausparverträge in erster Linie auf die Kombination von billigem Baugeld und die staatliche Eigenheimzulage für Familien mit Kindern zurück, die mal den Traum vom eigenen Häuschen haben.
Also die Leute, die weder viel Eigenkapital noch hohe Sparleistungen erbringen können. Das sind in meinen Augen auch leider viel zu oft die Leute, die sich Bauen gar nicht leisten können. Und die Leute die es sich leisten können, würden niemals einen Bausparvertrag abschließen. Das ist leider so!


Wie funktioniert nun Bausparen?


Ein Bausparvertrag ist zweigeteilt: Zuerst spart der Bausparer sein Eigenkapital an, das von der Bausparkasse niedrig verzinst wird (zum Beispiel 2 bis 2,5 %). Wenn er ein bestimmtes Kapital angesammelt hat, erhält er von der Bausparkasse sein Kapital plus eine Darlehnssumme ausbezahlt, die Bausparsumme. Auf die Darlehnssumme werden relativ geringe Zinsen erhoben. Guthabenverzinsung, Darlehnszins und Tilgung werden bereits bei Vertragsabschluss festgelegt und gelten für die gesamte Laufzeit des Vertrages. Die Tilgung beläuft sich je nach Vertragsart monatlich auf zwischen 4 und 10 Promille der Darlehnssumme. In der Regel sind Bausparverträge so angelegt, dass das Darlehn nach 7 bis 15 Jahren zurückbezahlt ist. Das heißt, die Finanzierung bleibt überschaubar.

Bausparverträge können in verschiedener Höhe abgeschlossen werden. Das Eigenkapital, das man ansparen muss, beträgt meist 40 % der Bausparsumme. Wer also einen Bausparvertrag über 50.000 € abschließt, muss 20.000 € ansparen, um nachher eine Darlehnssumme von 30.000 € zu erhalten.


Für wen lohnt sich ein Bausparvertrag?


Nur der, der wirklich bauen bzw. modernisieren möchte, sollte Bausparen, denn das Darlehn aus einem Bausparvertrag darf nur für Wohnzwecke verwendet werden. Also kein neues Auto kaufen oder Urlaub.

Bausparen ist also für den "kleinen Mann", der sich ein Eigenheim bauen oder eine Eigentumswohnung kaufen möchte. Durch die Ansparphase kommt er zu Eigenkapital, was er anders viel schneller zusammen gespart hätte, zum anderen billiges Baugeld. Doch die Zinsen sind sowieso oft so günstig, dass er mit einem normalen Kredit fast ähnliche Zinsen bekommen hätte. Ist der Finanzmarkt zum Zeitpunkt der Auszahlung der Darlehnssumme gerade in einer Hochzinsphase hat das allerdings seine Vorteile, dass will ich gar nicht abstreiten. Auf deutsch, beim Bausparen hat der Bauherr die Gewissheit, dass er so oder so zu relativ billigem Geld kommt.

Aber man sollte dabei nie vergessen, dass sein angespartes Kapital während der Sparphase und während er auf die Auszahlung der Darlehnssumme wartet, sehr schlecht verzinst wird (maximal 4 %, meist weniger, je nach Tarif). Würde er sein Geld beispielsweise in einem Renten- oder gar Aktienfonds anlegen, würde er bedeutend mehr Zinsen bekommen.
So betrachtet lohnt sich Bausparen hauptsächlich für diejenigen, die zusätzlich in den Genuss der staatlichen Bausparprämie und vermögenswirksamer Leistungen kommen.


Wie fördert der Staat das Bausparen ?


Einige Arbeitnehmer erhalten von ihrem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen in Höhe von maximal 39,88 € pro Monat bzw. 478,57 € pro Jahr. Dieses Geld muss laut Gesetz in bestimmte Anlageformen fließen, zum Beispiel in Bausparverträge. Ledige Arbeitnehmer, deren zu versteuerndes Einkommen unter 17.895 € liegt, bei Verheirateten sind es 35.790 €, erhalten vom Staat pro Jahr Arbeitnehmersparzulage von 10 % auf höchstens 478,57 €. Jeder, der also diese Möglichkeit voll ausnützt, bekommt vom Staat pro Jahr 48€. So ganz nebenbei möchte ich einflechten, bei Anlage in einem Aktienfonds zahlt der Staat die doppelte Förderung!

Aber es gibt ja noch die Wohnungsbauprämie. In ihren Genuss kommen Sparer, deren jährliches zu versteuerndes Einkommen unter 25564 € liegt für Ledige bzw. bei Verheirateten das Doppelte. Die Prämie wird beim zuständigen Finanzamt beantragt. Die Prämie beträgt 10 % jährlich auf höchstens 500 € bei Ledigen bzw. 1000 € bei Verheirateten, die der Bausparer auf seinen Vertrag pro Jahr einzahlen muss. Zahlt er weniger ein, erhält er auch eine entsprechend geringere Prämie. Und man kann beide Zuschüsse in Anspruch nehmen. Jedoch sollte Jeder darauf achten, dass die staatliche Förderung nicht
einfach dem Konto gutgeschrieben wird, sondern mit der Steuer verrechnet oder erst bei Zuteilung des Bausparvertrags ausbezahlt wird.


Warten wir also auf die Zuteilung


Immer wieder hört man, dass Bausparer lange auf die Zuteilung ihres Darlehns warten müssen, wann wird endlich das Darlehn samt Guthaben ausbezahlt. Also keine Eile, langfristig planen.

Die Bausparkassen rechnen den Zeitpunkt der Zuteilung des Bausparvertrages nach einem relativ komplizierten Verfahren aus. Der Zeitpunkt wird auch nicht vorher verbindlich festgelegt. Doch Erfahrungen zeigen, wenn alles brav einbezahlt wurde, "ruht" das Geld noch 24 bis 51 Monate je nach Bausparkasse und wenn Geld da ist.
Nehmen wir mal an so weit seid ihr gekommen, jetzt wird der Kreditantrag ausfüllt, positiv ist hierbei, dass Bausparkassen sich mit einer nachrangigen Position zufrieden geben, müssen, denn Banken wollen immer an erster Stelle als Hauptschuldner stehen, sollte euch das Geld mal fehlen.


Was ist nun wirklich günstiger Bausparkredit oder Bankdarlehn?


Nehmen wir also mal die Augenbinde ab, denn der Schein trügt von wegen günstiges Baugeld! In diversen Modellrechnungen in Hoch- und Niedrigzinsphasen hat die Zeitschrift „DM“ in den letzten Jahren immer wieder Vergleichsberechnungen zwischen einem Bausparverträgen zur Finanzierung und einer Kombination aus Geldanlage und Hypothekendarlehn angestellt. Bausparen hat dabei gar nicht gut abgeschnitten. Ich will jetzt keine einzelnen Zahlen nennen, ich denke, dass führt zu weit, aber durch die vielen Gebühren beim Bausparen und durch die niedrige Verzinsung des Guthabens heben sich die niedrigen Darlehnszinsen fast wieder auf. Am Ende war die Kombination aus Geldanlage und Hypothekendarlehn viele 1000 € günstiger, es lohnt sich also genau zu rechnen.


Was sollte man beim Bausparen vermeiden:


Keine Bausparverträge über hohe Summen abschließen, weil es zu lange dauert und euer Geld nicht für euch arbeitet.

Es gibt sogar Verträge mit 50 % Ansparsumme, also Vorsicht!

Zwischenfinanzierungen, weil der Bausparvertrag noch nicht zuteilungsreif ist, diese Zwischenfinanzierungszinsen liegen in utopischer Höhe, da ist jedes Bankdarlehen viel billiger! Hypothekenbanken sind sowieso fast so billig wie eine Bausparkasse.


Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, die Banken versuchen immer erst ihre Bausparverträge los zu werden, wenn einer nach einem Kredit fragt, dabei ist das der blanke Beschiss!
Wir haben unser Geld bei einer Hypothekenbank für 4,2% Zinsen geliehen, sparen die Tilgung in eine Anlage rein, die uns 8 % Guthabenszinsen garantiert einbringt und sind so 17 Jahre früher fertig mit bezahlen, nur mal Gesetz den Fall wir hätten ähnliche Zinskonditionen bei einer anderen Bank erhalten. Das macht über 115.000 € weniger aus, die wir nicht zahlen müssen!
Deswegen ist in meinen Augen Bausparen Quatsch, legalisierte Kapitalvernichtung. Die niedrigen Darlehnszinsen können mich nicht locken, gewusst wo und man bekommt sie trotzdem. Und mein Geld arbeitet für mich und hilft mir schneller meine Schulden wieder los zu werden.
Und selbst die vermögenswirksamen Leistungen sollten auch lieber in einen Aktienfonds gespart werden, bei doppelter Förderung vom Staat und vielfach höherer Ablaufleistung.

So jetzt könnt ihr mich gerne kritisieren, doch ich habe hiermit meine Meinung gesagt und ich denke auch ganz gut vertreten.
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Kommentare
Andreas1501
Andreas1501, 19.05.2002
Ich glaube, am Anfang des Textes ist dir ein Fehler unterlaufen. 33 Millionen Vertraumlge und 65 Millionen Bausparsumme kann sicherlich nicht sein. Ansonsten alels prima! Gruszlig Andreas
aroza
aroza, 15.05.2002
hab ich noch nie druumlber nachgedacht. bevoumllkerungsschwund haus geschenkt in 10 jahren?
blackserver
blackserver, 15.05.2002
Klasse Bericht!
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calrissian

Mit dem Bausparvertrag zur Immobilie, aber wie?

ein Testbericht von 2002-04-03 10:21:55 vom 03.04.2002
Empfehlung: ja
Bausparen ist beliebt. Viele Deutsche versuchen mit dieser Form der Kapitalbildung den Traum der eigenen vier Wände zu erfüllen. Die Aussicht auf scheinbar günstige Zinsen während der Ansparphase und die scheinbar günstigen Darlehenszinsen verleiten viele zum Abschluss eines für den Vermittler provisionsträchtigen Vertrages. Grundsätzlich ist ein Bausparvertrag nur denjenigen zu empfehlen, die eine sichere Anlage suchen. Um mit einem Bausparvertrag eine möglichst hohe Rendite zu erzielen, sollte folgendes unbedingt beachtet werden.

1. Niemals eine Bausparsumme wählen, die über den staatlich geförderten Anteil hinaus geht. Die konstante Förderung wird sonst im Verhältnis zur angesparten Summe immer geringer und entsprechend verschlechtert sich die Verzinsung.
2. Niemals das Darlehen in Anspruch nehmen, denn dann zahlen gute Gesellschaften einen Bonuszins und erstatten teilweise sogar die Abschlussgebühr.

Beachtet man dies, so sind Renditen von 6 % und mehr zu erzielen, für eine konservative Geldanlage ein sehr gutes Ergebnis.

Über eines sollte man sich nämlich im klaren sein, die niedrigen Darlehenszinsen müssen in der Ansparphase teuer bezahlen durch mickrige Zinsen, die deutlich unter dem Marktzins liegen. Außerdem war es in den vergangenen Jahren so, dass ein klassisches Hypothekendarlehen gar billiger zu bekommen war und einschließlich des Verzichts auf höhere Zinsen immer noch so ist. Da davon auszugehen ist, dass die Hypothekenzinsen dank besiegter Inflation in diesem Jahrzehnt nicht mehr den bisherigen langfristigen Durchschnitt von 8% erreichen werden, wird sich dieser Zustand wohl kaum verändern.

Wer also mit dem Bausparvertrag zur eigenen Immobilie kommen möchte, der sollte o.g. Punkte beherzigen mit der Gewissheit, durch das in der Ansparphase im Vergleich höhere Eigenkapital sich nicht so hoch verschulden zu müssen und auch den Kredit entsprechend früher ablösen zu können.

Ob dies von einem „Berater“ einer Bausparkasse empfohlen wird, wage ich zu bezweifeln, da der Vertriebsdruck sehr hoch ist und der Berater zum Verkäufer verkommen ist.
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paelzer

Bauspardarlehen - ist eine längere Zinsbindung besser ?

ein Testbericht von 2002-03-27 23:11:38 vom 27.03.2002
Empfehlung: ja
Wenn man sich zur Zeit die einschlägige Fachliteratur (incl. aller Medien) anschaut, muss man unweigerlich zum Schluß kommen, dass es wohl angesichts der aktuell niedrigen Bauzinsen sehr sinnvoll ist, wenn man im Zusammenhang mit Immobilienfinanzierungen eher auf Zinsbindungen von mindestens zehn Jahren setzt. Ob noch längere Bindungen von 15 oder sogar 20 Jahren sinnvoller sind, muss man im Einzelfall ausrechnen.
Darlehen mit einer längeren Zinsfestlegung bieten nicht nur einen längeren Schutz vor Zinserhöhungen, sie können nach Ablauf von zehn Jahren seit der vollen Auszahlung auch jederzeit mit einer Frist von sechs Monaten gekündigt werden. Der Kreditnehmer muss also nicht darauf hoffen, dass die Zinsen genau nach 15 oder 20 Jahren wieder niedrig sind, sondern kann vielmehr schon früher in einer günstigen Zinssituation die Konditionen neu festsetzen. Bei zehnjähriger Bindung kann der Kredit dagegen grundsätzlich erst zum Ende der Festschreibung gekündigt werden.
Der Nachteil der längeren Laufzeit: Die Zinsen sind meist deutlich höher. Bei günstigen Anbietern beträgt der Unterschied derzeit 0,25 bis 0,3 Prozentpunkte. Bei einem Darlehen über 200 000 Mark macht das zwar nur zwischen 40 bis 50 Mark monatlich aus. Über einen Zeitraum von zehn Jahren summieren sich aber solche Unterschiede auf nicht unerhebliche Beträge. Wer bei einem Spitzenanbieter derzeit statt einer 15-jährigen Festschreibung mit einem Zinssatz von 5,60 Prozent eine zehnjährige Bindung zu 5,35 Prozent wählt und die ersparten. Zinsen zur zusätzlichen Tilgung nutzt, hat bei einem Kredit über 200 000 Mark nach zehn Jahren rund 6200 Mark weniger Schulden (habe ich mit einem Hypotheken-Zins-Berechnungsprogramm aus dem Internet errechnet und stimmt in etwa mit anderen Zahlen aus Zeitungsveröffentlichungen überein).
Marktübersichten der aktuellen Hypothekenzins-Konditionen findet ihr unter dem entsprechenden Stichwort bei den meisten Suchmaschinen im Internet oder könnt sie über die Verbraucherzentralen bekommen.
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calrissian
calrissian, 03.04.2002
Kleiner Tipp: Die Frage ob langfristige 10-20 J. oder kurzfristige 5 J. ist nicht der richtige Weg. Wichtig ist die Differenz! Oder : Warum nur eine Laufzeit...?
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Gaul1

Bausparen ist sicher und sinnvoll ...

ein Testbericht von 2002-02-23 18:47:40 vom 23.02.2002
Empfehlung: ja
Bausparen: eine sehr sichere Art zu sparen

Diese Form des Sparens kann ich allen empfehlen,
die später einmal den Wunsch haben, ein Haus zu bauen, zu kaufen oder sich eine Eigentumswohnung einzurichten.

Viele haben den Sinn einer solchen Sparform noch
gar nicht begriffen. Deshalb möchte ich das hier
ein wenig erklären.

Die Zinsen dieser Sparform sind erheblich niedrig,
doch als Gegenleistung aber kann man später einen
Kredit aufnehmen (z.B. Wohnungsbau), dessen
Darlehenszinsen sehr niedrig sind. Der Bausparer
muß dabei eine bestimmte Summe von einem Gesamtbetrag
ansparen (40 %). Das angesparte Kapital bleibt eine
gewisse Zeit bei der Bausparkasse, bis die Zuteilung
des Darlehens erfolgt. Das Darlehen muß dann aber
auch in einem bestimmten Zeitraum wieder zurück-
bezahlt werden (mehere Jahre).

Bausparen kann im Rahmen vermögenswirksamer
Leistungen durchgeführt werden. Daß heißt, wenn
man gerade in der Lehre ist oder sogar schon
richtig arbeitet, dann zahlt der Arbeitgeber
auf Antrag einen bestimmten Betrag (z. 13 DM
oder mehr) kostenlos zum Lohn dazu, die automatisch
aufs Bausparkonto überwiesen werden. Aber nicht
jeder Arbeitgeber zahlt das.

Bei Eintritt einer Existenzbedrohung (z.B. Tod
eines Familienangehörigen) ist der Bausparvertrag
kündbar. Das angesparte Guthaben wird zwar
vollständig ausbezahlt, aber dann kommt der
Bausparer niemals in den Genuß dieser niedrigen
Darlehenszinsen. Also überlegt euch das ...

Zum Jahresende erhält man vom Finanzamt auf
Antrag die staatliche Förderung in maximaler
Höhe von 100 DM. Hat man im laufenden Jahr
von sich aus extra 1000 DM in das Bausparkonto
eingezahlt, dann kann man wie immer auf Antrag,
vom Finanzamt eine Wohnungsbausparprämie in Höhe
von 100 DM erhalten.

Ich selbst mache sowas und empfehle es auf jeden
Fall weiter.

Tschüß, Gaul1
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calrissian
calrissian, 03.04.2002
Mehr als eine Garage kommt aber dabei nicht raus! Auszligerdem sind die Zinsen nicht immer guumlnstig, wie momentan!
MichaelW97614
MichaelW97614, 23.02.2002
da werd ich gleich mal mit anfangen!
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meridian_star

Der Sparvertrag für Bausparer - Vario 99 3

ein Testbericht von 2002-02-12 16:36:06 vom 12.02.2002
Empfehlung: ja
Dies Variante Vario 99 3 eines Bausparvertrages von LBS ist ein echter Sparvertrag, für einen schnellen und günstigen Kredit also eher nicht geeignet.

Die Verzinsung dieser Anlageform beträgt 4% (Sparverzinsung 2%, Bonus 2%), es ist möglich, eine Wohnungsbauprämie zu erhalten (in Höhe von 10%
für bis zu 1000DM jährlich für Ledige, für Verheiratete ist es die doppelte Summe).
Eine Zuteilung erfolgt frühestens nach 48 Monaten unter folgenden Voraussetzungen:
- der Darlehenszins beträgt 7,3 Prozent (also höher als in Variante 1 oder 2)
- das Bausparguthaben muss 50 v. H. betragen
- eine Mindestbewertungszahl muß erreicht sein (diese beträgt 204 und setzt sich zusammen aus dem Bausparguthaben einschließlich Zinsen + Summe der Zinsen * Zinsfaktor (6,6), geteilt durch 4 v. T. der Bausparsumme)

Der Vorteil des Vertrages ist, dass man auch mit geringen Beiträgen schon recht gute "Gewinne" erzielt. Der monatliche Mindestbeitrag liegt bei 4 v. T., Sonderzahlungen sind jederzeit möglich (bieten sich aber eher zum Jahresende an, da für die Prämie nur der jährlich gezahlte Betrag zählt).
Kann man es sich für eine gewisse Zeit nicht mehr leisten, Beiträge zu zahlen, so ist ein Auslassen ebenfalls kein Problem (einfach mal den Berater fragen).
Insgesamt ist dieser Vertrag sehr zu empfehlen, sofern man sein Geld längerfristig anlegen möchte und einem das nötige Geld für einen Kauf von Fonds etc. vielleicht gerade fehlt.
Bei der Auszahlung ist die LBS recht kulant, sobald das Geld im weitesten Sinn für Wohnung oder Haus ausgegeben wird, bekommt man es auch. Der zuständige Berater hat hierfür eine lange Liste, einfach mal hineinschauen.
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