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Bewertungsverteilung:
DerMelchior

Lagerung von Intensivpatienten -Tips Teil 1

ein Testbericht von 2002-10-29 00:49:33 vom 29.10.2002
Empfehlung: ja
LAGERUNGSARTEN auf der Intensivstation


Warum ist eine angemessene Lagerung des Intensivpatienten unbedingt notwendig?

Durch Immobilität des Intensivpatienten ( Sedierung, Relaxierung, Koma oder nach schweren Operationen und Unfällen) angepaßte, selbständige Lagerung nicht möglich



Rückenlage über längeren Zeitraum führt zu:

1. Lagerungsschäden
- falsche Lagerungspositionen, unphysiologische Bewegungen oder Haltungen schädigen Knochen Gelenke, Muskeln , Haut und andere Organe

2. respiratorische Störungen
-falsche Lagerung beeinträchtigt die Atmung, nur eine Lungenpartie wird aufgrund der Schwerkraft vermehrt durchblutet aber weniger belüftet
-Atelektasen- später Pneumonieentwicklung



Wie sollte der Intensivpatient gelagert werden?


Vermeidung der aufgefürten Schäden durch engmaschige Lagerungswechsel ( optimal aller 2 Stunden )
Einsatz von Lagerungshilfsmitteln ( Druckentlastung, Ruhigstellung von bestimmten Körperpartien )


- 1. Felle: zur Dekubitusprophylaxe, nehmen die Körperfeuchtigkeit auf, wirken temperaturausgleichend, Haut wird belüftet
- 2. Kissen: zur Hohl und Weichlagerung für Kopf, Arme und Beine
- 3. Schiefe Ebene zur 30-Grad-Schräglagerung: Druckentlastung des Sakralbereiches, Belüftung einer Lungenseite
- 4. Ringe : für Fersen und Ohren
- 5. Spezielle Matratzen ( KCI, ADM )





Welche Lagerungsarten treffen für unsere Station zu?

1. Regelmäßiger Wechsel von der Rückenlage zur 30-Grad-Rechtslagerung und zur 30-Grad-Linkslagerung
2. Bauchlagerung
3. Lageru ng des schädelhirntraumatisierenden Patienten
4. Lagerung des wirbelsäulengeschädigten Patienten






1. 30-Grad-Schräglagerung re/li, Rückenlagerung
Standartlagerung auf unserer Station

Vorteile: durch den häufigen Lagewechsel des Körpers wird die Atemluft in der Lunge besser verteilt und gleichzeitig der pulmonale Gasaustausch
Sekret in der Lungenperiepherie wird gelockert und zu den größeren Bronchien befördert, kann besser abgehustet oder endotracheal abgesaugt werden
Druckentlastung des Sakralbereiches während der Seitenlage

Rückenlage: Kissen unter dem Kopf leicht erhöht, nicht überstreckt oder seitlich abgeknickt
Arme werden gelagert indem die Schultern durch leichten Zug am Unterarm nach unten gezogen werden, Arme vom Oberkörper leicht abspreizen, im Ellenbogengelenk beugen und auf ein Kissen lagern , dabei leicht erhöht um den venösen Abstrom zu fördern

Handgelenk in physiologischer Mittelstellung lagern
Beine werden gelagert indem jeder Unterschenkel auf ein geeignetes Kissen gelegt wird, Knie leicht eingebeugt, Ferse muß frei liegen ( Dekubitusgefahr), Füße in 90 Gradwinkel zur Unterlage ( Spitzfußprophylaxe) mittels Kissen oder Bettkasten o.ä. , Beine oder Füße dürfen nicht seitlich abkippen, evtl. abstützen

Seitenlage : Pat. auf eine Seite drehen, in den Rücken von der Schulter bis zum Kreuzbein die 30-Gradseite der schiefen Ebene plazieren. Das Gesäß bleibt frei. Pat. auf die Schräge leicht zurückdrehen, die unte liegende Schulter nach vorn und unten ziehen, den untenliegenden Arm dezent vom Körper abduzieren und im Ellenbogengelenk gebeugt auf ein Kissen legen.
Der Ellenbogen des obenliegenden Armes wird leicht nach hinten gezogen und der Unterarm auf ein Kissen gelagert. Das untere Bein wird in Streckstellung leicht nach hinten und das obere in Beugestellung darüber nach vorn auf ein Kissen gelegt.


Wichtig!!! oberes Bein in Höhe Hüfte
Knie dürfen sich nicht berühren
Fußknöchel frei halten
Spitzfußprophylaxe



2.Bauchlagerung

Vor teile: Verbesserung der Ventilations-/ Perfusionsverhältnisse bei Patienten mit akuten resp. Problemen, Mobilisierung von Sekret, Eröffnung von Atelektasen aber auch zur Behandlung von Dekubiti

Erste Arbeiten über positive Auswirkung der Bauchlage auf die Oxygenierung wurden vor mehr als 20 Jahren veröffentlicht und bestätigt.



Durchführung der Bauchlage: Patient. kooperativ oder ausreichend sediert:


- Patient.an eine Bettseite legen der Arm, über den gedreht wird, liegt ganz körpernah
- Thorax- und Beckenkissen werden plaziert
- Dr, steht am Kopfende zur Sicherung des Tubus oder der Trachealkanüle
- Ausreichend Personen sind an beiden Bettseiten verteilt ( 3/3:Schulter, Becken, Beine )
- Auf Kommando Pat. vorsichtig aber zügig Kippen und drehen


Kopf sollte leicht gebeugt und gedreht sein, Kissen an der Stirn so das genügend Platz für den Tubus bleibt. Häufige Lagerungskontrollen sind erfordelich, um Druckstellen im Gesichtsbereich zu vermeiden. Arme werden in U-Form gelagert. Je höher das Becken gelagert ist, desto höher sollten auch die Beine liegen. ( zur Erhaltung der Hüft- und Kniestreckung ) Spitzfußprophylaxe nicht vernachlässigen.



Probleme:

- bei der Umlagerung Dislokalisation von Tubus und intravasale Katheter
- Probleme der Hämodynamik
- Druckschäden im Bereich der Aufliegeflächen
- Schwellung des Gesichtes mit unvollständigem Lidschluß ( Bephantenaugensalbe vor Umlagerung )

Üblich max. 12 Stunden Bauchlage, in Literatur 24 bis 36 Stunden

DerMelchior

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-10-29 00:49:33 mit dem Titel LAGERUNGSARTEN auf der Intensivstation Teil 1 -

LAGERUNGSARTEN auf der Intensivstation


Warum ist eine angemessene Lagerung des Intensivpatienten unbedingt notwendig?

Durch Immobilität des Intensivpatienten ( Sedierung, Relaxierung, Koma oder nach schweren Operationen und Unfällen) angepaßte, selbständige Lagerung nicht möglich



Rückenlage über längeren Zeitraum führt zu:

1. Lagerungsschäden
- falsche Lagerungspositionen, unphysiologische Bewegungen oder Haltungen schädigen Knochen Gelenke, Muskeln , Haut und andere Organe

2. respiratorische Störungen
-falsche Lagerung beeinträchtigt die Atmung, nur eine Lungenpartie wird aufgrund der Schwerkraft vermehrt durchblutet aber weniger belüftet
-Atelektasen- später Pneumonieentwicklung



Wie sollte der Intensivpatient gelagert werden?


Vermeidung der aufgefürten Schäden durch engmaschige Lagerungswechsel ( optimal aller 2 Stunden )
Einsatz von Lagerungshilfsmitteln ( Druckentlastung, Ruhigstellung von bestimmten Körperpartien )


- 1. Felle: zur Dekubitusprophylaxe, nehmen die Körperfeuchtigkeit auf, wirken temperaturausgleichend, Haut wird belüftet
- 2. Kissen: zur Hohl und Weichlagerung für Kopf, Arme und Beine
- 3. Schiefe Ebene zur 30-Grad-Schräglagerung: Druckentlastung des Sakralbereiches, Belüftung einer Lungenseite
- 4. Ringe : für Fersen und Ohren
- 5. Spezielle Matratzen ( KCI, ADM )





Welche Lagerungsarten treffen für unsere Station zu?

1. Regelmäßiger Wechsel von der Rückenlage zur 30-Grad-Rechtslagerung und zur 30-Grad-Linkslagerung
2. Bauchlagerung
3. Lageru ng des schädelhirntraumatisierenden Patienten
4. Lagerung des wirbelsäulengeschädigten Patienten






1. 30-Grad-Schräglagerung re/li, Rückenlagerung
Standartlagerung auf unserer Station

Vorteile: durch den häufigen Lagewechsel des Körpers wird die Atemluft in der Lunge besser verteilt und gleichzeitig der pulmonale Gasaustausch
Sekret in der Lungenperiepherie wird gelockert und zu den größeren Bronchien befördert, kann besser abgehustet oder endotracheal abgesaugt werden
Druckentlastung des Sakralbereiches während der Seitenlage

Rückenlage: Kissen unter dem Kopf leicht erhöht, nicht überstreckt oder seitlich abgeknickt
Arme werden gelagert indem die Schultern durch leichten Zug am Unterarm nach unten gezogen werden, Arme vom Oberkörper leicht abspreizen, im Ellenbogengelenk beugen und auf ein Kissen lagern , dabei leicht erhöht um den venösen Abstrom zu fördern

Handgelenk in physiologischer Mittelstellung lagern
Beine werden gelagert indem jeder Unterschenkel auf ein geeignetes Kissen gelegt wird, Knie leicht eingebeugt, Ferse muß frei liegen ( Dekubitusgefahr), Füße in 90 Gradwinkel zur Unterlage ( Spitzfußprophylaxe) mittels Kissen oder Bettkasten o.ä. , Beine oder Füße dürfen nicht seitlich abkippen, evtl. abstützen

Seitenlage : Pat. auf eine Seite drehen, in den Rücken von der Schulter bis zum Kreuzbein die 30-Gradseite der schiefen Ebene plazieren. Das Gesäß bleibt frei. Pat. auf die Schräge leicht zurückdrehen, die unte liegende Schulter nach vorn und unten ziehen, den untenliegenden Arm dezent vom Körper abduzieren und im Ellenbogengelenk gebeugt auf ein Kissen legen.
Der Ellenbogen des obenliegenden Armes wird leicht nach hinten gezogen und der Unterarm auf ein Kissen gelagert. Das untere Bein wird in Streckstellung leicht nach hinten und das obere in Beugestellung darüber nach vorn auf ein Kissen gelegt.


Wichtig!!! oberes Bein in Höhe Hüfte
Knie dürfen sich nicht berühren
Fußknöchel frei halten
Spitzfußprophylaxe



2.Bauchlagerung

Vor teile: Verbesserung der Ventilations-/ Perfusionsverhältnisse bei Patienten mit akuten resp. Problemen, Mobilisierung von Sekret, Eröffnung von Atelektasen aber auch zur Behandlung von Dekubiti

Erste Arbeiten über positive Auswirkung der Bauchlage auf die Oxygenierung wurden vor mehr als 20 Jahren veröffentlicht und bestätigt.



Durchführung der Bauchlage: Patient. kooperativ oder ausreichend sediert:


- Patient.an eine Bettseite legen der Arm, über den gedreht wird, liegt ganz körpernah
- Thorax- und Beckenkissen werden plaziert
- Dr, steht am Kopfende zur Sicherung des Tubus oder der Trachealkanüle
- Ausreichend Personen sind an beiden Bettseiten verteilt ( 3/3:Schulter, Becken, Beine )
- Auf Kommando Pat. vorsichtig aber zügig Kippen und drehen


Kopf sollte leicht gebeugt und gedreht sein, Kissen an der Stirn so das genügend Platz für den Tubus bleibt. Häufige Lagerungskontrollen sind erfordelich, um Druckstellen im Gesichtsbereich zu vermeiden. Arme werden in U-Form gelagert. Je höher das Becken gelagert ist, desto höher sollten auch die Beine liegen. ( zur Erhaltung der Hüft- und Kniestreckung ) Spitzfußprophylaxe nicht vernachlässigen.

Probleme:

- bei der Umlagerung Dislokalisation von Tubus und intravasale Katheter
- Probleme der Hämodynamik
- Druckschäden im Bereich der Aufliegeflächen
- Schwellung des Gesichtes mit unvollständigem Lidschluß ( Bephantenaugensalbe vor Umlagerung )

Üblich max. 12 Stunden Bauchlage, in Literatur 24 bis 36 Stunden


3. Lagerung des schädelhirntraumatisierten Pat.

- im Vordergrund Stabilisierung bzw. Verhinderung der Erhöhung des intrakranialen Druckes
- in der Frühphase Rückenlage mit 30 Grad Oberkörperhochlagerung und gerade liegendem Kopf bevorzugen
- der freie Abfluß des hirnvenösen Blutes wird gewährleistet = Prophylaxe der Hirnschwellung
- Seitenlagerung für ICP nicht so günstig, Abkippen des Kopfes = Abflußbehinderung des Jugularvenenblutes
- Kopf-tief-Lage unbedingt verhindern
- Dehnung von Dura und Nervenwurzeln vermeiden
- Achsengerechte Kopflagerung in jeder Situation

4. Lagerung des wirbelsäulengeschädigten Patienten

- Verbiegen und Verschiebungen der WS vermeiden
- Wahrung der physiologischen Krümmungen
- Dehnung der Nervenwurzeln vermeiden ( Anbeugen der Beine in den großen Gelenken )
- Achsengerechtes Drehen beim Betten
- Seitenlagerung nur nach ärztlicher Anordnung
- Bei flacher Lagerung Bett im Ganzen hochstellen = Oberkörper erhöht = Aspirationsprophylaxe, bessere Belüftung der Lunge


Überarbeitet Version

Der Melchior
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 2,00 / 5,00 2
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Scheubi79

Krankenpflege ein Beruf im Wandel

ein Testbericht von 2003-09-01 18:46:41 vom 01.09.2003
Empfehlung: ja
Der Beruf des Krankenpflegers, der Krankenschwester werden sich in den nächsten Jahren verändern.
Die Ursachen darin liegen darin, dass auch unser Gesundheitsystem im Wandel in begriffen ist. Die Aufgaben werden sich aus der aktiven Pflege in den beratenden Bereich verschieben. Was nicht heißen soll, dass es keine Pflegebedürftigen mehr geben wird. Doch der Trend in den Krankenhäusern geht dahin diese in Gesundheitszentren umzuwandeln. Operationen werden mehr in den ambulanten Bereich verlagert, was einen Krankenhausaufenthalt immer weniger bedarf. Aber die Patienten müssen auf ihre Situation nach der OP vorbereitet sein. Die Pflege wird dahin beraten, was der Patient nach seiner Op kann, darf und soll.
Des weiteren werden die Liegezeiten mit der Einführung der DRGs verkürzt. Es kommt zu einer Verschiebung der stationären Pflege auf die ambulante oder Heimpflege.

(Ich sitze derzeitig an einer Projektarbeit, die dies noch weiter verdeutlicht. Sie ist ab Ende November über e-Mail erhältlich. Kostenpunkt noch nicht bekannt)

----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2003-09-01 18:46:41 mit dem Titel Krankenpflege ein Beruf im Wandel

Der Beruf des Krankenpflegers, der Krankenschwester werden sich in den nächsten Jahren verändern.
Die Ursachen darin liegen darin, dass auch unser Gesundheitsystem im Wandel in begriffen ist. Die Aufgaben werden sich aus der aktiven Pflege in den beratenden Bereich verschieben. Was nicht heißen soll, dass es keine Pflegebedürftigen mehr geben wird. Doch der Trend in den Krankenhäusern geht dahin diese in Gesundheitszentren umzuwandeln. Operationen werden mehr in den ambulanten Bereich verlagert, was einen Krankenhausaufenthalt immer weniger bedarf. Aber die Patienten müssen auf ihre Situation nach der OP vorbereitet sein. Die Pflege wird dahin beraten, was der Patient nach seiner Op kann, darf und soll.
Des weiteren werden die Liegezeiten mit der Einführung der DRGs verkürzt. Es kommt zu einer Verschiebung der stationären Pflege auf die ambulante oder Heimpflege.

(Ich sitze derzeitig an einer Projektarbeit, die dies noch weiter verdeutlicht. Sie ist ab Ende November über e-Mail erhältlich. Kostenpunkt noch nicht bekannt)
Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:nicht hilfreich
Explizent

Sterbehospitz Bethel in Bielefeld /Ein hospitz der besonderen Art

ein Testbericht von 2003-03-21 01:24:52 vom 21.03.2003
Empfehlung: ja
Hallo!

seit einigen Jahren gibt es auf dem Gelände des Klinikums Bethel ein Sterbehospitz.

Besonders wichtig und auch notwendig, finde ich das dort individuell auf die Bedürfnisse der Patienten eingegangen wird. Einige liegen nur kurz dort, andere recht lange.

was mir sehr wichtig erscheint ist die Tatsache, dass Angehörige geschult werden mit Familienangehörigen umzugehen.

aber auch Ehrenamtlichr Betreuer sind rund um die Uhr anwesend um quasi auch besondere Wünsche zu besonderen Zeiten zu erfüllen.

ein sehr schönes Beispiel. eine Patienten im Krebsendstadium hatte morgens um 3 Uhr Appetit auf Pfandkuchen und diese wurden ihr zubereitet. Auch kleinere Wünsche zu unmöglichsten Tageszeiten werden als normal erachtet.

Das Personal arbeitet nebst der Ärzte Ehrenamtlich. Was ich besonders lobenswert finde, Patienten werden wirklich bis zum letzten atemzug als vollwertige Mitglieder der Gesellschaft behandelt und soweit vorhanden, Familienangehörige einbezogen, die auch mal das Wochenende dort verbringen können. zum anderen werden Patienten tatsächlich schmerzfrei gehalten. Heute brauchte bei aufgeklärten Ärzten kein Patient mehr nennenswerte Schmerzen zu erleiden, die weder süchtig noch andere starke Nebenwirkungen haben. Zum anderen ist es wohl in so einem Hospitz nicht von Nöten.

die Kosten werden vorwiegend durch Spenden abgedeckt und die Ehrenamtliche Tätigkeit.

Solche Hospitze sollte es mehr geben, nur bedarf es privater Förderer.

ich finde es toll, dass es sowas gibt, sich Menschen dieser Patienten annehmen und Ärzte einen Teil ihrer freien Zeit opfern.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
PaulAmsel

Sinn und Zweck der Häuslichen Krankenpflege

ein Testbericht von 2003-01-09 17:33:45 vom 09.01.2003
Empfehlung: ja
Sinn und Zweck der Hauskrankenpflege

Mein Name ist Paul Amsel Altenpfleger aus Berlin

Es gibt Menschen egal welches alter die aufgrund ihres Gesundheitszustandes Pflege oder Hilfe im Haushalt benötigen, zum größten Teil sind es ältere Menschen die eine Hauskrankenpflege dauerhaft in Anspruch nehmen müssen.
Damit nun diese Menschen nicht gleich in ein Pflegeheim, oder in einer anderen Einrichtung gehen müssen gibt es Hauskrankenpflegedienste.

Sinn und Zweck ist es, das Pflegebedürftige Menschen die Medizinische Versorgung sowie Hauswirtschaftliche Hilfe benötigen, zu Hause bleiben können und somit das Soziale Umfeld gewährleistet wird.
Häufig wird aber auch eine Hauskrankenpflege benötigt, damit Pflegende Angehörige entlastet werden, da Pflegende Angehörige ( Sohn, Tochter oder Ekelkinder) meistens dann zwei Haushalte führen müssen und das Privatleben sehr eingeschränkt ist.

Der Nachteil der Hauskrankenpflege ist, das Menschen die alleine sind, den ganzen Tag über einsam in ihren vier Wänden sitzen, wenig oder keine Kommunikation zur Außenwelt haben, und dadurch eine Vereinsamung und Isolation stattfindet.
In so ein Fall ( und das ist kein Einzelfall) müssten das die Pflegedienste diesen Vorgang erkennen und alternativen vorschlagen.

Wer hat Anspruch auf einen Pflegedienst?
Generell kann jeder einen Pflegedienst beanspruchen, wenn man es selbst bezahlt.
Ansonsten benötigt man eine Pflegestufe I – III .
Nähere Auskunft bekommt man bei der zuständigen Krankenkasse Abt. Pflegeversicherung.

Am ende meines Berichtes möchte ich noch ein Wort an meinen Kolleginnen und Kollegen
richten :
Sie sind Gäste bei den Pflegebedürftigen Menschen und ich hoffe das dieses auch so gehandhabt wird, denn häufig habe ich den Eindruck gewonnen das es umgekehrt ist das dass Pflegepersonal die Gastgeber sind und die Kunden ( Patienten) die Gäste sind.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
Ilenia

HOSPIZ-Ein Haus zum sterben

ein Testbericht von 2002-02-24 18:11:23 vom 24.02.2002
Empfehlung: ja
In der Zeitung las das am 1.10.01 in Freiburg das erste stationäre Hospiz in Südbaden eröffnet wurde.
Da bestimmt einige mit so einer Einrichtung nichts anfangen können möchte ich sie euch etwas näher bringen.
Ich selbst bin seit 11 Jahren Altenpflegerin und habe daher auch viel mit Sterbenden zu tun.

Der Gedanke einer solchen Einrichtung ist das Menschen nicht alleine sterben müssen, sondern ständig jemand um sich haben.
Es bietet eine ganz andere Atmosphäre als im Krankenhaus, da die Zimmer viel persönlicher eingerichtet sind. Natürlich ist es für einen Sterbenden am schönsten zu Hause, aber oft lassen es die familiären Verhältnisse dort nicht zu. Eine 24 Stundenbetreuung ist für die Angehörigen oft zu belastend, finanziell nicht möglich oder medizinisch nicht machbar.
Mit finanziell meine ich das wenn der Partner noch arbeiten muß um den Lebensunterhalt zu verdienen, oft sind es ja jüngere Menschen die z.B. an Krebs im Endstadium erkrankt sind und deren Partner nicht einfach aufhören kann zu arbeiten.

Das Haus hat acht Einzelzimmer und das Personal besteht aus 8 examinierten Kranken- und Altenpflegekräften. Diese decken im Wechsel die 24 Stundenbetreung ab. Hier geht es nicht nur darum das medizinische abzudecken, sondern das menschliche. Es wird versucht jedem seine Wünsche zu erfüllen, das fängt schon beim Essen an den hier müssen die Mitarbeiter auch kochen können. Ich weis das so genau da der Hospizleiter mein ehemaliger Chef ist und mit ihm habe ich auch vor einigen Wochen gesprochen.
Das menschliche bedeutet auch einfach nur anwesend zu sein,zuhören können, lachen oder einfach nur die Hand halten.
Es soll kein Haus der Trauer sein, sondern auch der Freude und Spaß am verbleibenden Leben.

Was mich am meisten ärgert ist das es mit der Finanzierung immer so Probleme gibt. So steht in dem Artikel das um die professionelle Pflege zu gewährleisten ein jährliches Defizit von etwa 250 000 DM in Kauf genommen wird. Kommt dieser Betrag nicht durch Spenden rein wird er vom Regionalverbund kirchlicher Krankenhäuser übernommen.
Das ganze wäre auch am Geld gescheitert, hätte nicht eine Freiburger Unternehmersfamilie 1.5 Millionen Mark gespendet um ein Haus zu kaufen, zu renovieren und einzurichten.
Gesamtkosten hierfür waren 2.5 Millionen Mark.

Jetzt kann man sich vorstellen warum es so wenig dieser Einrichtungen gib, weil kein Geld dafür da ist. Ich finde dies sehr traurig, den wer möchte gerne alleine sterben.

******In Würde bis zu Tod leben können******

Dies ist die Überschrift des Artikels und das was das Hospiz möchte.



----- Zusammengeführt, Beitrag vom 2002-02-24 18:11:23 mit dem Titel Was machen ambulante Pflegedienste? Hier gibts die Antwort.....

Fast jeder hat doch schon einmal was über die Sozialstationen oder ambulante Pflegedienste gehört.
Sie gehen zu älteren Menschen in die Wohnung und versorgen sie dort.

Nur was sind das für Menschen die dort arbeiten?
Ja,ich bin so jemand und ich möchte hier mal einen kleinen Einblick in meine Arbeit geben. Ich bin seit 11 Jahren gelernte Altenpflegerin und nach einem Jahr Pflegeheim schaute ich mich nach was anderem um. So fand ich in der Zeitung eine Anzeige in der Mitarbeiter für eine Sozialstation in Freiburg gesucht wurden. Dort fing ich am 1.10.1991 an.
Unser Team besteht aus Krankenschwestern und Altenpflegerinnen.

Es ist im Gegensatz zum Pflegeheim ein ganz anderes arbeiten, den ich gehe zu den Patienten in die Wohnung und bin dort sozusagen Gast.

Auch verhalten sich diese in ihrer Wohnung ganz anders als im Heim.
Ich vergleiche es mal mit dem Spruch „ Einen alten Baum verpflanzt man nicht“ also zuhause fühlen sich die Menschen wohler.

Ja was mache ich den jetzt so den ganzen morgen.
Ich zähle jetzt alles auf was ich mache, um die Vielfältigkeit meiner Arbeit zu verdeutlichen.

- Beim Waschen und anziehen helfen
- Stützstrümpfe an/ ausziehen
- Medikamente verabreichen
- Spritzen geben
- Blutdruck messen
- Verbände wechseln
- Frühstück / Abendessen richten, Mittagessen wärmen
- Fragen, Probleme und Wünsche mit den Patienten und Angehörigen besprechen
- Mit Ärzten über verschiedene Behandlungsarten oder Probleme mit dem Patienten besprechen
- Papierkram :- ( Alles was beim Patienten gemacht wird muß genau dokumentiert werden
Um manche Behandlungen z.B. Spritzen geben mit den Krankenkassen abzurechnen

- Oder einfach nur zuhören, während der Arbeit
- Sterbebegleitung

Also, ihr seht meine Arbeit ist doch sehr abwechslungsreich und wird nie langweilig.
Es ist nicht immer einfach, denn man steht auch oft vor Problemen die in einem Heim besser zu regeln wären.
So sind in einem Heim höhenverstellbare Betten standart, zuhause müssen diese erst von der Krankenkasse genehmigt werden und das ist oft sehr schwierig.
Das einzige was mich stört ist das frühe aufstehen, ich arbeite zur Zeit wieder einmal im Monat ein Wochenende. Und das heißt, ich muß morgens um 6.45 anfangen, habe dafür so um 12.00 Feierabend.
Das mit dem pünklichen Feierabend klappt aber nur wenn nix dazwischen kommt, ist dies der Fall wird gearbeitet bis alle Patienten fertig sind.
Diese kann man nicht auf den nächsten Tag verschieben.

Gruß Tanja
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
-ueby-
-ueby-, 28.04.2002
es waumlre auch sinnvoll den Vergleich zu einem Altenheim darzustellen, denn oftmals ist es zwar die gewohnte Umgebung, aber dennoch mehr Einsamkeit als beispielsweise in einem Senoirenheim.
Cayan
Cayan, 01.07.2002
Gut geschriebener Beitrag!
Crazy-BEN
Crazy-BEN, 24.02.2002
Schaut doch mal zu meinen Beitraumlgen!
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