Mehr zum Thema Linux Allgemein
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Platz 5 in der Kategorie "Mehr zum Thema Software".
Bewertung: Kundenbewertung 4,80 / 5,00 (4.8 von 5)

Mehr zum Thema Linux Allgemein Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Bewertung
Kundenbewertung 4,80 / 5,00 (4.8 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (8/8).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • sehr viele Möglichkeiten, sicher, stabil
Nachteile/Kritik
  • gewöhnungsbedürftig
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MOFFt

VOM NEWBIE ZUM PROFI

ein Testbericht von 2002-05-12 21:53:00 vom 12.05.2002
Empfehlung: ja
All jene, die sich schon mal über die hohen Preise der Microsoft-Programme geärgert haben und deswegen oder auch allgemein nach Alternativen suchen werden wahrscheinlich Linux schon mal ins Auge gefasst haben.
Mit diesem Bericht versuche ich eine möglichst gute Starthilfe für absolute Neulinge zu geben ohne auf spezielle Details einzugehen, mit einigen anschließenden Spezialltipps, die mit unter auch dem ein oder anderen Linux-Anwender helfen können.



=ALLGEMEINES===

Linux ist ein Betriebssystem (wie Microsofts Windows, Macintoshs OS o.ä.), welches von Unix abstammt und auch sehr viele Ähnlichkeiten damit hat. Linux selbst ist gerade mal 10 Jahre alt geworden.
Wenn man von Linux spricht meint man eigentlich den Kernel - das Herzstück des Betriebssystems, der von Linux Torwalds (damals Student in Helsinki) entwickelt wurde und im September 1991 ins Netz, frei verfügbar, gestellt wurde.
Seither arbeiten immer mehr Programmierer (Studenten, Freiwillige, Freaks, ...) an der Weiterentwicklung von Programmen die dann das eigentliche Betriebssystem darstellen.
Linux selbst ... also der Kernel ist absolut frei und kostenlos unter http://www.kernel.org verfügbar. Unter frei versteht man nicht nur kostenlos, sondern auch dass der Programmcode offengelegt wird (open source) und somit anderen Programmieren ermöglicht diesen selbst zu verwenden oder weiterzu entwickeln ... das ist der große Unterschied zu kostenpflichtigen OS alla MS, und dass ist meiner Meinung auch der Grund warum sich Linux so rasant entwickelt hat und noch weiterentwickeln wird.

Ich selbst hatte ja schon mehrmals mit dem Gedanken gespielt mir eine Linux Distribution (mehr dazu folgend) zuzulegen, doch wer als reiner Windows User etwas reingeschnüffelt hat in eine Unix Umgebung wird hier schnell eingeschüchtert sein ... so auch ich damals.
Als im Herbst 2001 jedoch Windows XP wieder mit einem satten Preis auf den Markt kam, nahm ich kurz Kontakt auf mit ein paar alteingesessenen Linux-Usern über Meinungsforen oder Newsgroups um mir ein paar wichtige Tipps zu holen und wagte den Schritt zu Linux, den ich bis heute nicht bereuhe, ja sogar überaus froh bin diesen gemacht zu haben.



=DISTRIBUTIONEN / KOSTEN===

Da man mit einem Kernel (verarbeitet die elementaren Funktionen, Prozessverwaltung, verwaltet Speicher, Hardware, ...) allein nun mal nicht viel anfangen kann, gibt es mittlerweile unzählige Programme die einem das Arbeiten mit dem Computer ermöglichen (Mailprogramme, Programme zur Einwahl ins Internet, Schreibprogramme, Druckprogramme, ...).
Ein sogn. Minimal-Linux bietet Dir nur eine Konsole (vergleichbar mit MS-Dos) in die Du deine Befehle eingibst. Diese Art der Computer-Beherrschung war vor Jahren nötig um ein Unix/Linux System verwenden zu können ... doch heute gibt es weitaus mehr Möglichkeiten.
Mit dem X-Windows hat man nun die Möglichkeit Programme in Form von grafischen Fenstern verwenden zu können und die sgn. Desktop- oder Windowmanager (KDE, Gnome, Windowmaker, ...) bieten für den Enduser schließlich eine Arbeitsumgebung (ähnlich Windows) die mit Mausklicks möglichst einfachst bedient werden kann (ohne in der Konsole werkeln zu müssen)

Obwohl meine obige Beschreibung auf das minimalste gekürzt ist, kannst Du dir wahrscheinlich vorstellen dass man hier als Neuling nie einen Überblick hätte, welche Programm(kombinationen) nun für einen selbst wichtig sind damit man entsprechend damit arbeiten kann.

Daher gibt es sogenannte Distributionen, worunter man die Zusammenstellung verschiedenster Programme versteht, jeweils aufgebaut auf dem freien Linux Kernel.
Obwohl der Kernel selbst, wie auch fast alle Programme kostenfrei sind, muss man je nach Distribution verschiedenste Beträge berappen.
Man zahlt dabei für den Aufwand des Zusammenstellens bzw. der Wartung der Distribution, für den angebotenen Service und für das mitgelieferte Material (CDs, Bücher, ...)
So kann man sich nun ein völlig kostenloses Betriebssystem wie zb. Debian frei vom Netz herunterladen oder kostenpflichtige Distributionen erwerben wie zb. SuSE.
Die neueste SuSE 8.0 professional kostet glaub ich etwa um die 80-90 Euro, dafür bekommt man da auch 5 Handbücher, 1 DVD, 7 CDs und massenhaft Software um für lange Zeit ausgesorgt zu haben.

Ein wohl kritischer Punkt ist die Wahl der richtigen Distribution.
Als besonderen Tipp kann ich Dir hier geben ... nimm die Distribution, die auch ein Freund von Dir hat (der sich damit schon gut auskennt).
Wenn Du (so wie ich) alleiniger Linux-Pionier in Deinem Bekanntenkreis bist kann ich für absolute Neulinge entweder SuSE (http://www.suse.de) oder Mandrake (http://www.mandrake.de) empfehlen.
Grund ist, dass vor allem diese beiden Distributionen viele (grafische) Hilfswerkzeuge bieten, die einem Neuling das direkte Bearbeiten von Konfigurationsfiles per Konsole ersparen. Je weiter fortgeschritten bzw. je tiefer die User dann in Linux hineintauchen, desto mehr raten sie von solchen sgn. Graphischen GUIs ab und arbeiten nur mehr direkt in der Konsole.
Aber wenn man sich wirklich ausgiebig mit Linux befasst, kommt das ganz von selbst und man kann ja auch problemlos mehrere Distributionen nebeinbei laufen lassen.

In jedem Falle würde ich immer zur neuesten Distribution raten (oder max. ein/zwei Versionen ältere, wenn man diese gebraucht günstigst ersteigern kann) ... dadurch erspart man sich viele Updates (aus Komfort- aber auch Sicherheitsgründen) von verschiedensten Programmen, wo mitunter Lücken gefunden wurden, die man mit Updates schließen kann.



=UNTERSTÜTZUNG===

Obwohl ich mit meiner frisch gekauften SuSE 7.3 prof. ohne jedliche Vorkenntnisse eine sauberes, funktionierendes Linux auf meinem Rechner in nicht mal einer Stunde hinbekommen habe, kommt man früher oder später mit kleinen oder größeren Problemen in Kontakt.
Eine Hardware funktioniert zb. nicht richtig, ein Programm soll upgedatet werden, der Rechner soll sicherer / abgeschottet werden usw. Wenn man dann nicht einen Freund hat, der sattelfest in Linux ist, braucht man spätestens dann externe Hilfe.
Zwar ist so gut wie ALLES beschrieben und dokumentiert in verschiedenen Hilfe Dateien ... man-pages, info-files, HowTos, ... doch sind diese meist in englisch und für Neulinge (denen noch der Überblick fehlt wie man wo suchen muss) schwer zu gebrauchen.

Daher an dieser Stelle:
Unbedingt ein gutes Einsteiger-Buch ... ich kann persönlich das Werk von Kofler empfehlen (Linux - Installation, Konfiguration, Anwendung) ... siehe dazu Berichte.
Weiters sollte man in diversen Newsgroups mitlesen und lernen, in denen man fallweise auch eigenen Fragen stellen kann (vorher jedoch ausreichend in älteren per groups.google.com suchen)
Gute Anlaufstellen ... at.linux, de.comp.os.unix.linux.infos, de.comp.os.unix.linux.misc, ...



=VORAUSSETZUNGEN===

Grundvoraussetzu ng für ein gutes Linux Betriebssystem ist natürlich ein Rechner.
Man kann natürlich auch auf einem alten 386-er ein Linux aufsetzen - da aber maximal als Minimalsystem mit Textmodus und die wenigsten Neulinge werden so Gefallen daran finden.
Im Prinzip kann man sagen, wenn Windows der Rechner genügt, genügt er Linux auf jeden Fall. Für grafisch und hardwareintensive Oberflächen alla KDE3.0 ist jedoch ein halbwegs aktueller Rechner mit genügend Speicher zu empfehlen (meine SuSE 7.3 läuft zb. auf einem 1GHz AMD-Thunderbird / knapp 400MB RAM / 32MB Grafikkarte) hervorragend.
Auch sollte man beachten, dass man nicht die allerneueste Hardware hat, da hiefür oft erst Treiber für Linux entwickelt werden müssen, was von den Herstellern leider noch immer nicht so unterstützt wird wie für Windows. In jedem Falle gibt es im Internet immer gute Anlaufstellen ob eine einzelne Hardware unterstützt wird oder nicht.

Linux läuft problemlos neben einem zweiten System (zb. Windows).
Dazu ist zu empfehlen zuerst das Windows aufzuspielen und danach erst Linux - problemlos macht SuSE zb. sogar Platz auf einer Windows Festplatte, verringert die Partition und partitioniert bzw. formatiert automatisch für die Linux Distri (ohne dabei das Windows Betriebssystem zu zerstören)
Die eleganteste Lösung jedoch ist eine eigene Festplatte die man Linux vollkommen gönnt und nach belieben werkeln kann (ich persönlich habe 2 Festplatten, wobei auf der ersten meine Arbeitsdistribution läuft und auf der zweiten eine Testdistri. wo ich neue Kernel, Programme oder diverse andere Tests durchführen kann, ohne dabei Gefahr zu laufen meine funktionierende Distri zu zerstören)

Hätte ich zu Anfang meiner Linux Euphorie noch jedem zu Linux geraten, habe ich nun mit einiges mehr an Wissen eine kleine Einschränkung -> DIE BEREITSCHAFT ZU LESEN.
Zwar werden auch hier einzelne Distributionen immer anwenderfreundlicher (ja leider fast Microsoft-ähnlicher), doch jeder ist früher oder später gezwungen sich einzulesen (sei es in Installationsanleitungen, HowTos, Hilfen in Büchern uvm....)
Es mag Anfangs als immenser Aufwand erscheinen, wenn man das erste mal ein eigenes Programm kompiliert (installiert), doch dafür weiß man dann was auf dem System abläuft und geändert wurde (nicht so bei Windows wo man eine setup.exe startet und keine Ahnung hat was einem alles wo draufgespielt wird)



=TIPPS CROSS OVER===

Hier ein paar Tipps quer durch die Linux Palette, die mir schon des öfteren enorm geholfen haben:

:) nie als root arbeiten
Linux ist ein Multiuser System - leg dir Benutzer an mit denen Du arbeitest, auch wenn Du allein am Rechner bist ... allzuschnell gibt man einen falschen Befehl ein, deren Auswirkung als Benutzer wesentlich harmloser ist als der eines Superusers, der zb. ohne Bestätigung die gesamte Festplatte löschen kann.

:) regelmässige Backups
Möglichkeiten gibt es genügend ... entweder entsprechende Programme die zur Sicherung (auf CD oder eigener Partition oder besser noch eigener Festplatte, ...) verwendet werden können, oder man schreibt sich selbst ein kleines Skript dass einem wichtige Daten automatisch sichert ( wichtig hiebei die Verzeichnisse ... /etc ; /root ; /boot ; /home ; /var ; /usr/bin ; /usr/local )

:) Log-Buch führen
Sehr von Nutzen hat sich ein führen eines Log-Buches erwiesen ... wann immer ich Änderungen an meinem System durchführe (neue Programme oder div. Updates, Änderung an Diensten oder Konfigurationsfiles, ...) notiere ich diese kurz in einer Datei, so gut dass ich sie im Falle einer Neuinstallation wieder nachvollziehen kann.
(nach meinem Festplattencrash musste ich mein System neu aufsetzen, wobei ich mir mit dem Logbuch enorm viel Zeit erspart habe)

:) nicht benötigte Dienste abschalten
Bei vielen Standardinstallationen werden eine Menge Dienste installiert und gestartet, die man wahrscheinlich gar nicht braucht (selten hat jemand privat einen eigenen mail-server oder web-server) -> unnötige Dienste daher unbedingt abschalten ... dazu entsprechend in diversen Security-HowTos oder Bücher einlesen.

:) regelmässige Updates durchführen
Klarerweise treten bei Linux Programmen ebenso Lücken (Bugs, Sicherheitslücken, ...) auf wie bei Windows. Der Vorteil hier ist der, dass diese meist sehr schnell behoben werden in Form von neuen Versionen der betroffenen Programmen. Diese kann man sich sofort händisch herunterladen und installieren oder auch von grafischen Hilfsmittel automatisch updaten lassen. So schließt man mögliche offene Lücken aus und kann so die Sicherheit seines Systems entsprechend erhöhen.



=ZUSAMMENFASSUNG===

Jeder, der bereit ist zu LESEN, hat mit Linux eine Möglichkeit ein tolles, stabiles, günstiges Betriebssystem zu führen, das Microsoft kaum nachsteht.
Wo Linux derzeit noch eindeutige Nachteile hat sind am Spielesektor und Scanner (vor allem USB -> werden oft nicht unterstützt)
Vor allem am Anfang sollte man auf Windows nicht ganz verzichten und diese parallel betreiben und erst mal ausgiebig in die Linux Welt hineinschnuppern.

Ich hoffe ich konnte einigen von Euch mit diesem, lange geratenen Bericht (knapp 2000 Wörter) eine gute Starthilfe für einen evtl. Einstieg in Linux geben und würde mich über rege Kommentare freuen.

ps. Dieser Bericht ist natürlich beliebig erweiterbar und bei konkreten Vorschlägen in Kommentaren bzw. Gästebuch, kann ich diese fallweise gerne dazunehmen.


happy OS ... heute schon geMOFFt?
...
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Kommentare
biker
biker, 12.05.2002
Ich finde den Bericht gut - einen Neueinsteiger koumlnnte allerdings einiges abschrecken.
diewicca
diewicca, 06.09.2002
Naja nicht ganz wie Microsoft, oder? Das installieren und Konfigurieren ist ne Sache fuumlr sih, aber wenn es laumluft dann laumlufts. Ist Spitze und vor allem sicher. Deswegen bau ich mir jetzt auch nen Linux Suse Server....
katze35
katze35, 02.08.2002
Dissertation, oder was :- gruss Katze
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LordMe

Linux - Vorurteile überwiegen

ein Testbericht von 2003-04-18 12:29:54 vom 18.04.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: sehr viele Möglichkeiten, sicher, stabil...
Nachteile/Kritik: gewöhnungsbedürftig
1) Was kann Linux bzw. Windows besser ?

- Wer ein Zocker (also Spieler) ist sollte auf jeden Fall Windows nutzen!
- Wer auf Stabilität setzt z.B. im Server - Bereich, der sollte ernsthaft Linux in Erwägung ziehen.
- Wer viel mit Grafiken arbeitet und sich keinen Mac kaufen will (Mac ist nunmal das Beste für Grafiken - ist ja aber auch bekannt) sollte Windows nehmen, da es einfach die besseren Programme besitzt, und daher in diesem Bereich besser ist.

2) Benutzerfreundlichkeit

Viele sind immer noch der Meinung, dass Linux nur Computerspezialisten nutzen können, da es keine grafische Oberfläche hat und kompliziert in der Installation und Handhabung ist. Das stimmt jedoch alles so nicht! Es ist schon seit langem möglich, in Linux eine grafische Oberfläche zu nutzen (sogenannte Windowmanager) . Der Verbreitetste ist wohl der KDE.Es gibt allerdings immer noch eine Menge User, die auf die grafische oberfläche verzichten. Ein weiters Argument, das oft gegen Linux vorgebracht wird, sind die vielen Befehle und die komplizierte Konfiguration von Hardware und System. Zu den Befehlen kann ich nur eins sagen: Man muß sie nicht alle können und die wichtigsten sind mit DOS sehr ähnlich wie z.b. "dir" und "cd", um nur 2 zu nennen. Zu der Konfiguration der Hardware kann ich nun dank Yast 2 nur sagen: Alles Humbug. Seit Yast 2 gibt es automatische Hardware-Erkennung sowie eine schöne grafische Konfigurationsoberfläche. Jedoch was immernoch gegen Linux spricht ist das es keine modernen USB Geräte sowie PCI Soundkarten unterstützt. Also in Punkto
Benutzerfreundlichkeit ist meiner Meinung nach Windows der Sieger. Es ist schnell und einfach installiert, alles läuft grafisch und es ist sicher. Mit
"sicher" meine ich, dass man es nicht durch Rumspielen zum kompletten Crash bringen kann, da man nicht viel verstellen kann.

3) Anpassung und Konfiguration

In diesem Punkt liegt Linux weit vorne, da man absolut alles auf die eigenen speziellen Bedürfnisse eistellen kann. Man kann den Quellcode anpassen und Scripts einbauen. Wobei man bei Windows sich an die Richtlinien halten muss. Und wenn man doch was ändert, indem man die Sperren überbrückt, macht man sich
strafbar! Also ein klarer Sieg für Linux.

4) Sicherheit

Im Punkt Sicherheit wird es nun kritisch. Jahre lang galt Linux als das sicherste Betriebssystem. Meiner Meinung nach ist es das immer noch. Windows
an sich ist nämlich "Offen wie ein Schweizer Käse".
Natürlich ist es mitlerweile möglich, Windows mit Firewalls zu sichern, aber meistens sind diese Firewalls nicht sehr effektiv. Die meisten erkennen gerade mal Trojaner, und ich habe sogar schon welche gesehen, die sich durch eine Nuker - Attacke außer Gefecht setzen lassen haben. Man kann Windows natürlich schon absichern, aber dann hat man eine einschlafende Surfgeschwindigkeit, da erst alles 3 mal geprüft wird. Bei Linux hingegen wird ja schon ein Firewall - Script mitgeliefert. Außerdem gibt es bei Linux kein großes Trojaner - Problem, da es nahezu keine Trojaner für Linux gibt, genauso, wie es auch nicht so diese Virenplage gibt. Dazu kann man mit Linux sich ohne großen Aufwand einen Proxy - Server einrichten, welcher das Surfen sehr sicher macht. Und wem das nicht reicht, der kann sich Unmengen an Firewallscripts im Internet besorgen und sie auf sich anpassen und dafür muss man nicht gerade ein guter Programmierer sein.

FAZIT:

Linux ist meiner Meinung besser abzusichern da man es a) ohne großen Kostenaufwand und Aufwand erledigen kann. Bei Windows hingegen muß man viel
Geld für Firewalls zahlen, die unter Umständen eh nichts bringen.
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
modark

Was ist Linux ? Warum sollte ich auf Linux umsteigen ?

ein Testbericht von 2002-10-20 15:27:01 vom 20.10.2002
Empfehlung: ja
Die Anzahl der Computerbenutzer, die auf Linux umsteigen möchten, wird von Jahr zu Jahr, von Tag zu Tag immer grösser. Für die Linuxgemeinde ist diese Tendenz sehr positiv zu betrachten, aber vielen Benutzern scheint der Umstieg einfach zu schwer. Warum ?

Ich werde versuchen, diese Problem als gesamtes anschaulich zu erläutern und die Hemmschwellen der meisten Windows-Benutzer zu erklären. Ich denke, danach wird (hoffentlich) der ein oder andere verstehen, weshalb ein Umstieg nicht leicht ist.

Die Linuxgemeinde gründet auf Projekt von Linus Torvalds, einem finnischen Studenten, der 1990 in Helsinki Informatik studierte und u.a. einen Kurs in Unix belegte (Unix ist ein Betriebssystem, wie Windows und Linux auch) Es gab zu wenige Rechner, also sollte man auch von zu Hause aus Zutritt erlangen können, via Modem, hierfür schrieb Linus das an Unix angelegte Betriebssystem Linux. 1991 wurde es von Hackern in aller Welt weiterentwickelt. Hacker sind übrigens nicht als das zu verstehen, was die Medien verbreiten und auch im Volksjargon als Definition bekannt ist, sondern es sind Menschen, die den Dingen auf den Grund gehen, verstehen und verbessern möchten. Linus kann man auch als solchen bezeichnen!! Die Geniale Idee an Linux besteht darin, das es also Open-Source bekannt ist und unter der GNU liegt. D.h. vereinfacht gesprochen, man kann den Quellcode des Systems lesen, verändern und legal kopieren, dementsprechend ist Linux "kostenlos" ! Die Geschichte von Linux begann offiziel 1991.

In den letzten 11 Jahren hat sich Linux zu einem mächtigen Betriebssystem gemausert und hat inzwischen wahrscheinlich zig-Millionen Nutzer gewonnen. Die Vorteile des Systems bestehen v.a. in der Sicherheit und Stabilität die unter Windows meist nicht gegeben ist. Windows ist als System zu verstehen, dass so einfach wie möglich zu benutzen sein soll. Aber jeder sollte eigentlich wissen, dass ab einer gewissen Einfachheit die Gefahren zunehmen. Als Beispiel soll ein Auto herhalten. Nehmen wir an, ein kleines Kind sitzt in einem Auto. Die Mutter ist kurz ausgesteigen, schnell einen Brief in den Kasten werfen und das Kind will sich auch mal auf den Fahrersitz setzen (haben Kinder ja so an sich, lernen durch "nachahmen"). Es greift ans Lenkrad, weil das die Erwachsenen auch immer so machen und spielt an den Hebeln herum. Jetzt gibt es 2 Möglichkeiten:

Fall 1: Es handelt sich um ein ganz normales Auto, mit Kupplung, Schaltknüppel usw. Es passiert nicht, es sei denn, dass Kind würde es schaffen, zu Kuppeln, einen Gang einzulegen, die Handbremse zu lösen, etc,...

Fall 2: Das Auto hat Automatik, das Kind hat es auf jeden Fall leichter und die Statistik beweist, dass Kinder in solchen Situationen mehr Unfälle bei Automatik-Schaltungen hatten.

Genauso ist es beim Vergleich Linux/Windows. Am Anfang ist man ein Kind, man lernt das System spielerisch kennen und solange man niemanden hat, der es vormacht, kann man es auch nicht nachmachen. So sind unter Linux einige Dinge eingeschränkt, die man erst verwenden kann, wenn man das System so gut kennt, dass man ihm nicht schadet, es zerstört, etc. Windows ist hier offener, aber auch ein Fremder kann schnell Schaden am System anrichten, sei es durch Absicht oder Unwissenheit. Ein weiterer VOrteil besteht darin, dass ein Rechner durch verschiedene Benutzer verwendet werden kann, ohne das sie sich gegenseitig in die Quere kommen und sich auch nicht unbedingt vertrauchen müssen. Unter Windows gibt es zwar ähnliche Ansätze, aber ein Benutzermanagement wie unter Linux ist nur unter NT zu finden und das ist zum einen nicht das billigste und zum anderen vom Ansatz her nicht unbedingt für den Normalanwender zu verstehen.

Der nächste schon angesprochene Vorteil besteht in der Stabilität. Wie oft sieht man einen Bluescreen unter Windows, wie oft schafft es Windows nicht, konsequent und sparsam mit dem Speicher umzugehen und verweigert seinen Dienst !? Linux ist hier kaum zu schlagen.

Der Hauptnachteil von Linux besteht darin, dass die Community der normalen Anwender nicht so gross ist wie die der Anwender von Microsoft und, dass Microsoft überall die Finger drin hat. Nachteilig ist auch, dass Windows ein paar Jahre früher am Zug war.

Linux war früher nicht so "benutzerfreundlich" wie es Windows war. Das war aber oben schon durch die Einfachheit angesprochen. Die grafische Oberfläche hat war nicht so ausgereift, aber hier zieht niemand den Bezug zu den alten DOS-Zeiten. Ich nehme mal meine eigene Geschichte als Beispiel, aber das gilt wahrscheinlich für die Meisten:

Ich bin mit DOS aufgewachsten, irgendwann kam Windows dazu, und schliesslich wurde DOS ganz von Windows verdrängt. Des PC hab ich mit DOS kennengelernt, jeder Befehl war mir ein Begriff, die Grundlagen des System bekam ich zu verstehen. Wer mit dem PC arbeiten wollte, musste sich schon ein wenig durch die DOS-Welt hindurchquälen, aber man hat normalerweise dann auch alles kapiert. Das alte Windows war sozusagen nur eine grafische Oberfläche, die Hauptaufgaben wurden immer noch unter DOS bewältigt, bis zu dem Zeitpunkt, an dem Win95 erschien. Alles wurde anders. DOS war nur noch eine Konsole/Eingabeaufforderung und Windows stand im Mittelpunkt. Ich war aber schon mit allem Wissen über die MS-Betriebssystemphilosophie gespickt, wusste also was A: B: C: D: usw. zu bedeuten hatten, die Laufwerksbuchstaben ! Genauso der Promt C:> gab einen Sinn und so war es mit vielen anderen Dingen auch. Dies alles war nun in Win95 integriert, einige Dinge vielen Weg und ich verlor das Bewusstsein dafür. Nebenbei viel mir irgendwann auch nicht mehr auf, dass Dinge unter DOs leichter zu bewältigen sind, als unter Windows (Exkurs: 100 Dateien von .txt in .bak umbenennen !! Unter DOS 15 Zeichen, unter Windows eine halbe Stunde Arbeit, das setzt sich in anderen Bereichen fort). Man vergisst also schnell die Nachteile von Windows, wenn dei Vorteile überwiegen. Benutzern, die mit Win95 eingestiegen sind und nicht mit DOs, feht eine Menge Grundwissen, denn Windows ist eigentlich nur eine Fassade des Betriebssystems. Vor 5 Jahren hab ich mien erstes Linux bekommen und war super happy, habs installiert und gar nichts kapiert. Dann wurde ein bischen das Handbuch gelesen und mit der Zeit wurde mir klar, dass ich ähnlich DOS in der Textbasierten Ebene arbeiten kann und sogar eine Menge Vorteile zu DOS habe. Es ist noch einfacher, nur sah ich die zu investierende Zeit und dachte, ich kann doch genausogut mit Windows arbeiten, da kenn ich alles, wobei mir in diesem Moment nicht bewusst war, dass ich Jahre zuvor diese gleiche Zeit für Windows aufbringen musste. Kann man mit Linux umgehen, spart man diese erneut investierte Zeit wieder. Die grafischen Oberflächen sind inzwischen genauso einfach zu bedienen wie unter Windows auch, man muss halt einige Dinge neu lernen, aber wenn man in ein anderes Land zieht, dann lernt man auch die Sprache, Sitten und Bräuche kennen und muss mehr oder weniger ebenfalls von vorne beginnen. Erst am Ende, wenn man ähnlich viel Zeit für beide Dinge aufgebracht hat, ist man in der Lage eine Entscheidung zu treffen, die beiden Ländern oder Betriebssystemen gerecht wird. Und ich kann nur sagen, auch weil sich Linux in den 5 Jahren, in denen ich inzwischen damit arbeite - mit Windows arbeite ich übrigens noch genausoviel - im Vergleich zu Windows immens weiterentwickelt hat, dass es das System der Zukunft sein wird und sich die investiere Zeit auf jeden Fall durch Zeitersparnis und eine erheblich geringere Erleichterung des Geldbeutelt bemerkbar macht.

Bei der Entscheidung der Distribution sollte man sich Zeit lassen, bzw. mehrere probieren. Die meisten sind im Internet frei erhältlich. Vor allem Studenten sollten es mit Debian probieren, es ist absolut kostenfrei zu haben, aktuell, gut strukturiert und leicht zu bedienen, es gibt eine Online-Faq und ist weit verbreitet. SuSE war meine erste Distribution und unterfordert meiner Meinung nach lernwillige, man kann es als Einstieg nehmen, sollte aber, wenn man das System besser kennenlernen möchte auf eine andere Distribution umsteigen, was heute kaum noch Probleme bereitet. Es gibt aber auch noch weitere bekannte Distributionen, wie RedHat, Slackware (Unix-ähnlicher), etc. aber die obigen sind die 2 in Deutschland häufigsten.

Das war ein Versuch, das Thema ein wenig anzureissen und einige Gesichtspunkte in Betracht zu ziehen. Windows schneidet hier nicht ganz so gut ab, wie es andere gerne hätten, aber man kann sich nicht ein Bild von einem System wie Linux machen (genauso wäre es umgekehrt), wenn man es nicht kennt. Eigentlich möchte ich nur die Hemmschwelle nehmen, damit eben diese Beurteilung als Vorurteil durch eine Beurteilung, die auf Erfahrung baut, ersetzt wird.
...
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Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
papa1978

icepack is back

ein Testbericht von 2002-07-03 15:19:51 vom 03.07.2002
Empfehlung: ja
Nach etwa einjähriger Entwicklungszeit macht icepack Linux den Versionssprung zur 2.0. Im Gegensatz zur 1.x ist diese Version RPM-basiert und bietet viele aktuelle Pakete und ein recht komfortables wenngleich gewöhnungsbedürftiges Installationsprogramm.


Öfter mal was Neues: Neben den bekannten Grössen der Linux-Szene wie SuSE, Red Hat, Mandrake, Caldera und Debian gibt es einige kleinere Distributionen, auf die man auch mal einen Blick werfen sollte. icepack Linux, vor etwa einem Jahr erstmals auf dem deutschen Markt aufgetaucht, istin Version 2.0.1 erhältlich (vier CDs, je nach erhaltenem Support ab 29,90 Euro)

icepack 2 ist kurz vor KDE 3 erschienen, enthält also noch die älteren KDE-2.2.4-Pakete - es sind jedoch Update-Pakete auf KDE 3 in Vorbereitung und vielleicht schon mit Fertigstellung diesen Berichtes verfügbar. Neben KDE gibt es die Desktop-Umgebungen GNOME und WindowMaker; desweiteren z.B. StarOffice, Netscape, Mozilla, KOffice, Abiword und Gnumeric.


Installation

Nach Auswahl der Installationssprache und der Begrüssung durch iceTux, das Installationsprogramm, folgt eine kurze Auflistung der erkannten Hardware; das betrifft Prozessor, Platten, CD-ROM, Diskette und eventuelle Netzwerk- und SCSI-Karten.

Im Anschluss wird die Tastaturbelegung eingestellt; hier ist "Deutsch/QWERTZ Latin1-Tastatur mit keinen unbelegten Tasten" Default-Einstellung und bis auf einige Ausnahmen auch die richtige Wahl. Danach wird der Standort festgelegt; "Europa/Berlin" ist hier Vorgabe und kann für andere Länder angepasst werden.


SCSI?

Der nächste Schritt ist nur für Anwender mit SCSI-Karte notwendig: In einer Liste wird die automatisch erkannte Karte bereits angezeigt und braucht nur bestätigt werden. Sollte der Installer sich irren, kann man hier Support für eine andere Karte aktivieren - notwendig ist die Treiberauswahl, damit das SCSI-Modul in die Initial Ramdisk aufgenommen wird, die vor dem Mounten gelesen wird.


Paketauswahl

icepack Linux ist als Einsteigerdistribution konzipiert und erschreckt nicht mit der Auflistung tausender Programme: Im Wesentlichen kann man hier zwischen KDE und GNOME wählen oder beide installieren

Um beispielsweise die WindowMaker-Pakete abzuwählen, klickt man zunächst links auf "WindowMaker" und dann rechts auf "KEIN WindowMaker" - dadurch wird der linke Eintrag rot (statt grün) markiert: das Zeichen für das Abwählen der Pakete.


Wohin installieren?

Jetzt kann die Festplatte ausgewählt werden, auf die icpack Linux installiert werden soll; in den meisten Fällen wird nur eine angezeigt - diese klickt man an (so dass sie blau markiert ist) und Klickt auf "Mehr", um die Platte zu partionieren.


Windows verkleinern

icepack Linux erlaubt das verkleinern von Windos-Partitionen - allerdings nur, wenn es sich dabei um VFAT-Partitionen handelt, wie sie von Windows 9x/ME verwendet werden: Ist auf dem Rechner ein NT-Abkömmling (Windows NT, 2000, XP) auf einer NTFS-Partition installiert, die die ganze Platte füllt, so muss man zum verkleinern ein anderes Tool wie z.B. Partition Magic von PowerQuest verwenden oder aber Windows neu installieren und dabei freien, unpartitionierten Platz auf der Platte lassen.

Es sollte dabei beachtet werden, dass für Linux mindestens zwei Partitionen zur Verfügung stehen: Für das Linux-Dateisystem mindestens 2GByte und für die sog. Swap-Partition (gleich zu setzen mit dem Virtuellen Speicher von Windows), für die sich zum Beispiel eine Grösse von 256-512 MByte eignet.


LILO einrichten

Nun wird noch der Boot-Manager eingerichtet. Für Linux legt der icepack-Installer automatisch einen Eintrag an; wurde eine evtl. vorhandene Windows-Partition als bootfähig erkannt, taucht sie ebenfalls dort auf. Falls nicht, klickt man auf "Mehr" und schiebt die Windows-Partition aus der Liste der nicht-aktiven Partitionen nach oben; danach muss man mit "Zurück" zur vorherigen Maske zurück kehren.

Der Boot-Manager sollte in den MBR (Master Boot Record) der ersten Platte installiert werden, damit er automatisch beim Rechnerstart aktiviert wird. Alternativ kann man ihn auch in den Boot-Sector der Linux-Partition installieren; das ist nur interessant, wenn man einen anderen Boot-Manager verwenden will - in dem muss die neue Linux-Partition nach der Installation aktiviert werden.

Wenn mehrere Boot-Menü-Einträge vorhanden sind, wir nun noch derjenige markiert, der automatisch starten soll, wenn die Wartezeit des Boot-Managers verstrichen ist - danach noch ein Klick auf "Standart-Boot", um genau dies festzulegen: Der Button vor dem Eintrag wird dann blau.

Einmal auf "OK" klicken und die Angaben zum Boot-Manager werden übernommen. Je nach Konfiguration erscheint dann eine Warnung, dass man den Boot-Manager besser auf einer Diskette installieren sollte - es ist in der Regel ratsam, diesem Vorschlag zu folgen, es sei denn, man hat funktionsfähige Windows-Boot-Disketten, mit denen man ein nicht bootendes System wieder Startfähig machen kann.


Mount-Punkte

Im nächsten Schritt legt der Installer die Mount-Punkte für verschiedene Datenträger fest; Diskette und CD-ROM werden als Vorgabe unter "/media/floppy" und "/media/cdrom" eingehängt; die Standardwerte kann amn hier meist übernehmen.


Grafik

Nun wird der Einsatz von X Window vorbereitet. Dazu fragt die Installationsroutine nach Grafikkarte, Monitor, Tastatur und Maus bzw. zeigt die automatisch erkannten Geräte an. Aus den drei Untermenüs muss man jeweils mit "Zurück" zum übergeordneten Punkt zurückspringen; das graue, nicht anklickbare "OK" irritiert hier ein wenig. Eine gute Ide ist es, die Einstellungen per Klick auf "TEST" zu überprüfen. Wenn alles richtig war, erscheint ein Testbildschirm in der gewünschten Auflösung, der nur ein kleines icepack-Logo in der Bildmitte anzeigt.


Netzwerk und Sound

Die Konfiguration der Netzwerkkarte konnte ich nicht durchführen, da ich nur einen Stand-Alone-Rechner habe. Und die Installation der Soundkarte schlug ebenfalls fehl, weil der Installaer die Soundkarte nicht erkannt hat. Beides lässt sich aber, laut aussage eines Bekannten, hinterher problemlos nachholen.


Dienste

Linux ist dank seiner langen Geschichte als Server-System mit diversen Diensten ausgerüstet, die sich je nach Wunsch an- oder abschalten lassen. Man kann daher ruhig im nächsten Schritt durch die Liste der Systemdienste gehen, und alle Dienste, die man kennt und von denen man weiss, dass man sie nicht benötigt, können abgeschaltet werden. Ein Kandidat ist dafür etwa der WWW-Proxy-Server "wwwoffled", der per Default gestartet wird.


Accounts anlegen

In den letzten zwei interaktiven Schritten geht es um den Zugang zum System: Hier gibt man das Passwort für den Systemadministrator "root" ein und legt einen nicht-priviligierten Account für die tägliche Arbeit an. Per Klick auf "Neuer User" lassen sich weitere Accounts anlegen; sonst ein Klick auf "OK". Danach folgen noch Einstellungen für das grafische Login-Programm; diese kann man in der Regel einfach übernehmen.

In der folgenden Maske werden die nun auszuführenden Schritte angezeigt. Ein letztes mal mit "OK" bestätigen, um die Formatierung und die Übertragung der Dateien zu starten. Das Erstellen der Notfalldiskettenist Ratsam, kann aber übersprungen werden, indem man diesen Punkt bestätigt, ohne eine Diskette im Laufwerk zu haben. Das Kopieren der Pakete kann, je nach Rechner und ausgewählten Paketen einige Minuten bist zu einer Stunde dauern; der Installer zeigt dabei stets an, wieviele Pakete noch fehlen.

Nach abgeschlossener Installation erscheint noch ein Hinweis, dass sich Drucker, Modem, ISDN, DSL und Internet via Kabel über den "Konfig-Manager" aktivieren lassen. Jetzt noch ein Klick auf "OK" und wenn alles funktioniert sollte das neue "icepack-Sytem" booten!


Viel Spass und Viel Glück!
...
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Dreamteam

KDE2 Die Oberfläche der Zukunft

ein Testbericht von 2002-06-12 00:08:52 vom 12.06.2002
Empfehlung: ja
Ich selber war wie fast jeder heutzutage Windowsuser.
Irgendwann, angeregt durch etlich Bluescreens habe ich den Schritt gewagt, einmal in die Linux-Welt hineinzuschnuppern, damals noch vergeblich, da ich aus der Dos-Ebene stammend nichts mit Unix-Befehlen anfangen konnte.
Doch mein Unmut über Microsoft hat mich immer mehr dazu bewegt weiter mit Linux zu arbeiten, so wie es auch heute noch ist, und es hat sich wirklich viel getan.
Damals hab ich noch mit dem erst neu erschienenen KDE 1.0 gearbeitet, welches mir zwar gut gefallen hat, aber halt nur gut.
Aufgrund von Grafikkartenfehlern habe ich mir das neue Suse 7.1 zugelegt, in dessen Softwarepacket KDE2 standartmäßig dabei ist.
Ich war wirklich mehr als nur überascht, KDE2 glänz mit einer neu aufgearbeiteten Oberfläche, die zwar erst gewöhnungsbedürftig ist, aber nach kurzer Zeit nicht nur komfortabel sondern richtig angenehm ist. Erschlagen durch den reichlichen Softwareumfang von KDE2 mußte ich mich erst einmal durch das System durchkämpfen, habe dabei aber soviele kleine und große nützliche Tools entdeckt, daß mir das arbeiten am PC wieder so richtig Spaß macht.
Das Standartsoftware-Packet von KDE2 beinhaltet Officeprogramme (KOffice),
Multimediaprogramme (Xmms -> WinAmp pendant, Kaiman -> Mpeg-Player, ...), Dateimanager (Konqueror -> Dateimanager und Browser in einem), Internetprogramme (KMail -> E-Mailprogramm, Kppp - Interneteinwahlprogramm, ...), ...
Besonders angenehm finde ich, daß man den "Desktop" seinen Bedürfnissen voll anpassen kann. Ob man eine andere Hintergrundgrafik wählt oder gleich alle Buttons und Leisten bearbeitet, ob man das KPanel (vgl. Startmenue von Windows) komplett überarbeitet, egal was man machen will, es ist einfach und komfortabel und vor allem stabil!
Die Möglichkeiten scheinen anfangs unbegrenzt, jedoch fehlen noch professionelle Applikationen von Adobe oder Macromedia, ebenso Musikprogramme fehlen noch, aber das ist kein KDE-Thema sondern ein globales Linux Problem.

Fazit: Bester "Windowmanager" (auch im vgl. zu Windows) bisher, anfänglich etwas "erschlagend" durch den Umfang. Ich hoffe KDE macht weiter so, da Linux dann nicht mehr nur ein Zweit-Betriebssystem auf PC's sein wird.
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Kommentare
biker
biker, 21.06.2002
Warum steht dieser Bericht wohl unter allgemein.
Soviel nur zum Kommentar von quotSchmiddiquot! Wundert mich nur, das nicht noch zu kurz angemeckert wurde.
Der Bericht ist trotzdem nicht schlecht!
Weiter so.
modark
modark, 20.10.2002
aumlhnlich hab ich auch angefangen, nur ohne KDE und erst dann lernst du linux mit all seinen Vorzuumlgen kennen -
schmiddi
schmiddi, 12.06.2002
KDE ist nicht Linux, Linux ist nicht KDE oder wie auch immer. KDE ist nur die grafische Benutzeroberflaumlche fuumlr Linus, wobei es auch noch andere gibt. Und was Linux nun ist duumlrfte die Frage bleiben, da es fuumlr KDE eine eigene Kategorie ge
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deathmatch

Eine kleine Geschichte über Linux

ein Testbericht von 2002-03-24 22:25:33 vom 24.03.2002
Empfehlung: ja
Linux ist komplett kostenlos erhältliches UNIX-System für Intel-Prozessoren,
das von Linus Torvalds einen finnischen Studenten entwickelt wurde.
Er war jedoch zunächst wohl nicht sein Ziel, in vollwertiges Betriebssystem zu implementieren.Er wollte nämlich nur die speziellen Task-Switch-Befehle des 80386-Prozessors näher kennen-und verstehen lernen.Dazu benutzte er zunächst MINIX, ein Lehrsystem für Betriebssystembauer von Andrew Tannenbaum, um sein Testprogramm zu übersetzen.Dem Studenten reichten bald die vorhandenen Möglichkeiten des UNIX-ähnlichen System nicht mehr aus.Er begann aus sein Testprogramm Schritt für Schritt einen kleinen Betriebssystemkern(Kernel) zu entwickeln, der im sogenannten Protected Mode des 80386ers lief und diesen Prozessor somit optimal ausnutzte.Nach dem Task-Switch folgte ein einfacher Tastatur-Treiber,um interaktiv mit dem System arbeiten zu können.Zu diesem Zeitpunkt war Linux noch immer auf Teile des MINIX-Systems angewiesen, was sich aber rasch änderte.
Weil Linus Torvalds kein neues Dateisystem entwickeln wollte entschloss er sich das Filesystem von MINIX zu übernehmen.Damit ersparte er sich nicht nur eine Menge Arbeit,
sondern ihm stand auch ein stabiles System zur Festplattenverwaltung zur Verfügung.
Nach wenigen Monaten hielt Linus Torvalds das System für ausgereift genug, um es der Öffentlichkeit vorzustellen.Im August 1991 erschienen die kompletten Quelltexte von der Linux Version 0.01 erstmalig auf dem größten finnischen FTP-Server im Internet.Es wurde als „freely distributable Minix clone“ angekündigt und nur von wenigen Interessierten im Internet beachtet.Doch bereits im Oktober 1991 wurde die nächste Version 0.02, die auch schon ein paar UNIX-Kommandos beinhaltet, veröffentlicht.Der dazu verfügbare GNU C-Compiler (gcc) erlaubt die Übersetzung kleinerer C-Programme und ermöglichte so die Portierung einer UNIX-Shell (bash).Eine entschiedene Rolle für die einfachen Übertragbarkeiten von Standard UNIX-Software auf das heutige Linux spielte die frühe Entscheidung, sich an POSIX zu orientieren; einer Familie von Standards des Institute of Electrical and Electronics Engineers (IEEE).Am Ende des Jahres 1991 fand Linux eine größere Beachtung.Der Durchbruch kam am 5.Januar 1992 mit der Version 0.12. Linux
War nun mächtig genug, um eine größere Entwickler-Gemeinde zu interessieren.
Inzwischen verfügt das System über einen swapping-Mechanismus, der es gegenüber MINIX eindeutig überlegen machte.Im Laufe der Zeit wurden immer mehr Fehlerkorrekturen und Verbesserungsvorschläge von Entwickler aus der ganzen Welt nach Finnland geschickt, Um auf diese Weise mit an der Verbesserung des Systems zuarbeiten.Heute kann Linux es mit Microsoft Windows aufnehme, Da es Absturz sicher ist und im Gegensatz zu Windows stabil läuft, das ist auch der Grund warum viele Anwender ein Linux-System bevorzugen.Linux wird übrigens oft falsch ausgesprochen.Da viele meinen es ist ein amerikanischer Begriff und reden daher von „Lainux“.Richtig ist aber die finnische Aussprache. Diese entspricht etwa dem ,was ein Deutscher ohne Englischkenntnisse sagen würde, also „Lihnucks“.
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AliAsAliAs
AliAsAliAs, 24.03.2002
bin ein windows fan. gruszlig vom alias
biker
biker, 21.06.2002
bin Windoofs Hasser - muszlig aber leider in der Firma damit arbeiten.
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jensw

Ein Stabiles System

ein Testbericht von 2002-03-07 22:20:19 vom 07.03.2002
Empfehlung: ja
Linux ist ein sehr gutes Betriebsystem.
Es läuft sehr Stabil. Sollte sich trotzdem mal eine Anwendung aufgehängt haben, so kann man sich immer noch ein zweites mal anmelden und diesen Prozeß „killen“. Linux ist also 100%Multitasking fähig (im Gegensatz zu Win98).
Es ist kostengünstig. Linux ist ein kostenloses Betriebsystem. Das einzige, was daran im Laden so teuer ist sind die beiliegenden Dokumentationen. Man sollte aber auf jeden Fall eines dieser Handbücher besitzen, da der normalsterbliche User sonst keinen Durchblick hat.
Die neueren Versionen haben zwar eine Graphische Oberfläche, die gilt aber zuerst zu finden und richtig einzurichten. Das gleiche gilt für die Einrichtung der Hardware (Modem, Sound, ...)
Für absolute Beginner ist (z.B.) ein VHS-Kurs empfehlenswert.
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Kommentare
biker
biker, 21.06.2002
Selber schon mal probiert - oder nur gehoumlrt?
NM-Mark
NM-Mark, 29.10.2002
Obgleich das geschriebene stimmt, finde ich das es sich um zu wenig Informationen handelt
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Stellaluna

Pinguin und Chamäleon beim Nachtplausch

ein Testbericht von 2002-02-18 09:15:23 vom 18.02.2002
Empfehlung: ja
Nunja, irgendwann musste der Tag ja kommen, an dem ich über Windows verzweifle . . . und nachdem ich in den letzten Wochen u.a. durch einen Virus (badtrans lässt grüssen) einen riesigen Datenverlust hatte und mein System mich einfach nur noch angenervt hat :-) Hab ich mir kurzerhand das Buch "Jetzt lerne ich SUSE Linux" von Stefanie Teufel aus dem Markt & Technik Verlag gekauft.

Ich wollte einfach nicht mehr ständig in den undurchdringlichen Tiefen der Windowsregestrierung nach nicht vollständig deinstallierten Programmschlüsseln suchen, hatte keine Lust mehr auf die ständigen Systemabstürze, die sich teilweise selbst ein PC-Profi nicht erklären konnte etc. Zudem brauchte ich für einen neuen Job das System Linux auf meinem Rechner.

Da man als Ahnungslose eigentlich gar nicht so genau weiss, was man zur Linux Instalation alles braucht, auch wenn man das System kostenlos aus dem Netz downloaden kann, war ich glücklich bei unserem netten Buchhändlerin, das Buch von der Teufel *fg* gefunden zu haben. Für knapp 50,- DM sollte es nicht nur eine passende Hilfe für alle Linux-Neulinge sein, die von anderen Betriebssystemen umsteigen wollten, sondern enthielt zu meiner Freude auch eine Startversion von Suse Linux 7.3 mit den aktuellsten Softwarepaketen.

Auf fast 500 Seiten im Din A4 Format wird hier die komplette Installation von Suse Linux paralell zu einem anderen Betriebssystem oder auch als alleinigem Herscher der Festplatte erklärt. Die Beschreibung der Installation selbst war mir wirklich sehr hilfreich. Da Linux in vielen kleinen Paketen daherkommt, ist man doch anfänglich sehr unsicher was man braucht und worauf man besser verzichten sollte. So erklärt die Teufel in recht einfachen Worten worauf man bei der Installation achten sollte.

Aber eins noch zwischendurch, für blutige Computeranfänger, ist weder Linux noch dieses Buch etwas, auch wenn auf dem Umschlag dick "Start ohne Vorwissen" zu lesen ist. Mit den grundlegenden Dingen eines PC sollte man natürlich vertraut sein und auch mit dem einen oder anderen Fachwort. Es wird zwar viel erklärt, aber es schleichen sich immer wieder Passagen ein, in denen immenses Vorwissen vorausgesetzt wird.

Nunja, nachdem ich ersteinmal ohne grössere Probleme das System installiert hatte, ging es nun an die feinheiten und Konfiguartion . . . natürlich alles unter dem Vorbehalt, dass man sich ersteinmal auf dem "Desktop" zurecht finden muss. Auch wenn die textbasierte Ebene von Linux immer wieder erläutert wird, so sollte man diese doch tunlichst meiden, selbst DOS-Kenntnisse helfen hier nicht massgeblich weiter.

Unter der grafischen Arbeitsfläche KDE wirds dann aber auch sehr eindeutig und relativ übersichtlich, was man alles tun muss. Nunja so war mir dies Buch bei der weiteren Konfiguartion sozusagen keine grosse Hilfe mehr, da man kaum ersteinmal alle Kapitel abarbeitet und seitenlange Einführungen über das dateisystem u.ä. durchackert, sondern dann mal sehen will, was man da alles auf dem Rechner hat.

Die weiteren Kapitel über die Installation hinaus, sind zwar ganz interessant, aber sobald man Linux installiert hat, stolpert man sofort über das systemeigene SUSE Hilfezentrum, dass meist mehr Aufschluss gibt, wies weiter geht . . . Einzelne Sachen nachschlagen und nachlesen ist ganz nett, aber über ein hilfreich gehts keineswegs hinaus . . . Ganz sind auch die Fragen & Antwortspielchen am Ende eines jeden Kapitels, allerdings fühlt man sich dann doch eher etwas auf den Arm genommen :-)

Da es sich um ein Markt & Technik Buch handelt ist der Preis normal und Stefanie Teufel soll eine Korifäe (schreibt man das so ?) auf dem Linuxsektor sein, dennoch ist dies buch für diesen Preis, abgesehen von der Software weiss Gott nicht der Stein der Weisen. Trotzdem habe ich mich 2 Nächtelang mit SUSE Hilfezentrum und Buch durchs System geschlagen und es funktioniert :-)

Wenn man bedenkt, dass die günstigste Distribution von Linux im Handel um die 50-60 DM kostet, ist das Geld nicht falsch angelegt, auch wenn die Buch CD natürlich nicht einer KomplettCD entspricht. Wer allerdings jemand Wissenden in seinem Dunstkreis hat, der sollte vielleicht eher zu einer normalen Distribution greifen und auf dieses Buch verzichten. Ohne Vorwissen schön und gut, aber der Effekt ist eher Learning by Doing, auch wenn das nichts schlechtes ist . . .

Apropos . . . eins fällt mir dabei noch ein: Ich hatte mit meiner mitgelieferten CD das Problem, dass offensichtlich eine Sprachdatei fehlte und ich somit den ganzen Desktop auf Englisch hatte . . . das SUSE Hilfezentrum brachte aber auch hier die Lösung, da dies offensichtlich schon mal öfters passierte, bei bestimmten Distributionen bzw. versionen von SUSE. Mit einem kleinen Download, der sich praktisch von selbst "installiert" war das Problem aber behoben . . . also nicht wundern oder verzweifeln . . . im Zweifelsfall das Hilfszentrum oder die Supportdatenbank aufrufen :-)

Der einzige offensichtlich Vorteil des Buches ist, dass es sich speziell mit SUSE Linux beschäftigt. Viele andere Bücher sprechen allgemein über Linux und nicht über eine der vielen Distributionen bzw. Versionen. So wird es dort dem Anfänger noch schwerer gemacht, sich zurechtzufinden . . . Und nun geh ich weiter in die unendlichen Kommandidschungel von Linux stöbern - ohne Buch und mit reinem Menschenverstand :-)

. . . so long yours laura . . .
...
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Kommentare
ahaefner
ahaefner, 18.02.2002
ich muszlig mich doch mal mehr mit linux beschaumlftigen
comix1975
comix1975, 19.02.2002
muss mich auch mal langsam damit anfreunden Linus auf meine Platte zu machen..nur keine Zeit..guter Bericht..
denjuandemarco
denjuandemarco, 18.02.2002
na viel Spaszlig dabei, Linux-Luna!!
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