TCPA – Diese vier harmlos klingenden Buchstaben verbergen eine der größten Gefahren diese Jahrhunderts.
Die Abkürzung TCPA steht für Trusted Computer Platform Alliance und ist ein Zusammenschluss der weltweit führenden Herstellern von Computerzubehör. Dazu gehören Adobe, AMD, Apple, Compaq, Dell, Fujitsu-Siemens, Gateway, HP, IBM, Intel, Microsoft, Motorola, Nvidia, Samsung, Toshiba, VIA und noch viele weitere Hersteller. Die Technologie, die hierfür entwickelt wurde, heißt TCP (Trusted Computer Platform). Diese Technologie sieht vor, dass zuerst Computer mit einer Komponente namens TPM (Trusted Platform Module) ausgestattet sein müssen. Später sollen dann entsprechende Chips in alle Hardware-Komponenten wie Prozessor, Festplatte und Mainboard eingebaut sein. Das Betriebssystem muss TCP unterstützen. Von der nächsten Windows-Generation, Windows Longhorn, ist bereits bekannt, dass es eine TCP-Unterstützung geben wird. Wenn man den Computer in mehrere Ebenen aufteilt, bei denen sich ganz unten das BIOS, ganz oben die Anwendungen und darunter das Betriebssystem befinden, so wird TCP zwischen BIOS und Betriebssystem angesiedelt. Dadurch hat TCP die Kontrolle über das System noch vor dem Betriebssystem und dem Benutzer.
Aber was ist so schlimm an TCPA und TPM? Mit TCPA soll den Unternehmen ermöglicht werden, jeden Computer zu kontrollieren. Das Ausführen von jeglicher Software und das Öffnen irgendeiner Datei muss von einem Internet-Server erlaubt werden. Angeblich soll dadurch ein sicheres Informationssystem geschaffen werden, in dem Hacker und Viren nicht mehr existieren können. Aber ganz offensichtlich dient TCPA nur dazu, das Verhalten des Benutzers auszuspionieren und nach Belieben zu kontrollieren.
Hard- und Software, die nicht vom TCPA-Konsortium lizenziert wurde, kann auf TCP-Systemen nicht mehr eingesetzt werden. Das wäre folglich das Ende für OpenSource- (wie zum Beispiel Linux) und Freeware-Programme. Für eine solche Lizenzierung werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit astronomische Summen verlangt, zumindest für Privatpersonen und kleine oder mittelständische Unternehmen. Auf Dauer würden solche Unternehmen dann bankrott gehen und von den Großunternehmen (die bekanntlich alle Mitglied in der TCPA sind) aufgekauft werden. So würden irgendwann Monopolstellungen entstehen. Die Hersteller könnten den Markt dann nach Belieben beherrschen. IBM liefert bereits die ersten Notebooks mit TPM aus.
Es liegt nahe, dass diese Technik nicht lange den Hackerangriffen standhalten wird, vor allem weil ständig Kontakt mit einem Internetserver besteht. Aber hier haben die Hersteller vorgesorgt: TCP arbeitet mit einer Verschlüsselungsstärke von 2048 Bit (Zum Vergleich: Die im Internet häufig verwendete und als relativ sicher angesehene SSL-Verschlüsselung arbeitet mit 128 Bit). Dies macht eine Entschlüsselung in Echtzeit nahezu unmöglich. Der Verschlüsselungsalgorithmus wurde allerdings nicht öffentlich bekannt gegeben. Alle Systeme, die heute verwendet werden (wie z.B. DES, RSA oder Diffie-Hellmann, z.B. in der Verschlüsselungssoftware PGP verwendet) wurden vorher veröffentlicht und von vielen Hackern angegriffen. Nach einigen Jahren Testzeit gelten diese Algorithmen dann als sehr sicher. Möglicherweise ist im TCP-System eine Sicherheitslücke?
In den USA liegt ein Gesetzes-Entwurf vor, wonach jegliche PCs, die kein TCPA unterstützten, verboten werden sollen. Dieser Entwurf nennt sich SSSCA (Security Systems Standards and
Certification Act). “Unsichere”, also nicht TCPA-konforme Geräte, dürfen in den USA dann weder angeboten noch gekauft werden. Verstöße werden mit fünf (!) Jahren Gefängnis sowie Geldbußen in Höhe von 500.000 US-$ geahndet. Dieses Gesetz würde natürlich nur
in den USA gelten. Trotzdem würde sich das katastrophal auf die restliche Welt auswirken. Nahezu alle großen Hersteller sitzen in den USA. Andere Länder müssen entweder auf den TCPA-Zug aufspringen oder komplett auf USA-Produkte verzichten. Das hieße dann kein Windows, MacOS, Photoshop, Opera, Netscape, Winamp, Word, Excel, Acrobat etc. Also wäre fast alle auf der Welt eingesetzte Software nicht mehr einsetzbar.
TCPA lässt sich in diesen Punkten zusammenfassen:
- Keine informelle Selbstbestimmung. Daten können nicht mehr nach eigenem Willen geöffnet, geändert, gespeichert, kopiert, erstellt werden.
- Völlige Zerstörung des heutigen Marktes. Der freie Zugang zum Markt wäre für Nicht-Konzerne unterbunden.
- Eingeschränktes Eigentumsrecht an der Hard- und Software.
- Beseitigung der Meinungsfreiheit sowohl im Internet als auch auf dem eigenen PC.
- Keine Privatsphäre bei der Nutzung des Computers.
- Keine nationale Unabhängigkeit. Die einzelnen Staaten sind völlig auf die Amerikaner angewiesen.
- Aufteilung der Welt in zwei Teile, nämlich pro und contra TCPA.
Deshalb: TCPA darf sich niemals durchsetzten! Das Recht auf Meinungsfreiheit muss erhalten bleiben! TCPA bedeutet totale Überwachung!
Mir persönlich fällt dabei wieder der Roman 1984 von George Orwell ein. Der Inhalt war noch nie so aktuell wie jetzt. Komplette Überwachung des Individuums durch ein totalitäres System – kommt mir irgendwie bekannt vor...
Wer etwas gegen TCPA tun will, sollte noch heute auf http://www.againsttcpa.com gehen und sich bei „Users against TCPA“ in die Liste eintragen. Jeder Eintrag zählt!
ein Testbericht von Novacat_522003-12-23 18:39:11vom 23.12.2003Empfehlung: nein
Vorteile: Öffnet neue Marketingmöglichkeiten, schützt den PC, reduziert die Raubkopien....Nachteile/Kritik: Es nützt der Freiheit nichts, dass wir sie abschaffen, um sie zu schützen!
Dieses Thema wird schon in vielen Foren und Newsgroups diskutiert, und 2004 wird es soweit sein, doch was ist denn nun TCPA und Palladium?
TCPA steht für Trusted Computing Platform Alliance (Allianz für vertrauenswürdige Computerplattformen), eine von Intel geführte Initiative. Deren erklärtes Ziel ist die "Etablierung einer Computerplattform für das nächste Jahrhundert, die für größeres Vertrauen in den PC sorgen soll". Palladium ist eine Software, die Microsoft in kommende Windows-Versionen integrieren will. Sie soll auf TCPA aufsetzen und zusätzliche Features bereitstellen.
Dies hier ist keine Erfindung, sondern man kann es überall erfahren, sogar von Microsoft selbst.
Zusammen bilden sie eine Computerplattform die verhindert, dass der Anwender die darauf laufenden Anwendungen manipulieren kann, welche abgesichert mit dem Programmhersteller kommunizieren können. Der offensichtliche Anwendungszweck ist das Digital Rights Management (DRM): Disney kann dann DVDs verkaufen, die sich nur auf einer Palladium-Plattform entschlüsseln - also anschauen - lassen, die aber nicht kopiert werden können. Die Musikindustrie kann dann Musikdownloads verkaufen, die nicht mit anderen getauscht werden können. Sie können dann CDs verkaufen, die man nicht mehr als drei mal abspielen kann oder nur am eigenen Geburtstag. Eine Fülle neuer Vermarktungsmöglichkeiten wird sich eröffnen.
TCPA/Palladium wird es zudem viel schwieriger machen, nicht lizensierte Software zu nutzen. Raubkopien können von außerhalb des Computers entdeckt und gelöscht werden. Zudem wird es leichter sein, die Software zu vermieten statt sie zu verkaufen; wenn man die Miete nicht mehr zahlt, kann nicht nur die Software aufhören zu arbeiten, sondern auch alle mit ihr erstellten Dateien. Seit Jahren träumt Bill Gates davon, einen Weg zu finden, die Chinesen für seine Software zahlen zu lassen: Palladium könnte die Erhörung seiner Gebete sein.
Es gibt vielerlei Möglichkeiten. Regierungen könnten nur solche Systeme einsetzen auf denen alle Word-Dokumente, die auf Beamten-PCs erstellt wurden als "klassifiziert" gelten und nicht mehr digital an Journalisten weitergegeben werden könnten. Auktions-Sites könnten auf vertrauenswürdiger Proxy-Software zur Abgabe von Geboten bestehen, so dass ein taktisches Bieten über Bietagenten oder ähnliches nicht mehr möglich wäre. Die Benutzung von Cheats bei Computerspielen könnte erschwert werden.
Es gibt natürlich auch Nachteile. Es wird ferngesteuerte Zensur geben: die gleichen Mechanismen, die zur Löschung von raubkopierter Musik verwendet würden, könnten Dokumente löschen die ein Gericht (oder eine Softwarefirma) als anstößig ansieht - dabei könnte es sich um alles handeln, von Pornographie bis zu Schriften, die Politiker kritisieren. Softwarefirmen könnten es auch erschweren, Produkte eines Mitbewerbers einzusetzen; z.B. könnte Word alle Dokumente so verschlüsseln, dass nur Microsoft-Produkte Zugriff darauf haben; somit könnten diese auch nicht mit einem anderen Officeprogramm gelesen werden.
"Nur wenn man Windows zur gleichen Zeit betreibt!" werden einige jetzt sagen, doch das ist falsch, denn nicht nur in Windows stehen diese Informationen, sondern auch in der Hardware.
Nicht nur sämtliche Softwarefirmen und die Musikbranchengiganten und Telekom, Aol und co. wollen bei dieser "tollen" Idee mit Microsoft kooperieren, nein, sondern auch die Hardwarehersteller! Und nicht nur einer oder zwei, nein! Alle!
Das heißt dann, das auf dem Mainboard, der Grafikkarte und allem anderem Zeugs im PC Chips sind, die alle wichtigen Daten an Microsoft bzw. die Blacklist
weitersenden, wo diese !!SOFORT!! überprüft werden.
"Und wenn schon, löte ich halt nen anderen Chip rein!" werden jetzt einige sagen! Denkste! Die Blacklist schaut nicht nur auf Daten und Programme sondern auch ins geliebte BIOS. Das eigentliche Problem liegt dann darin, dass ein PC beim Kauf verifiziert wird. Das heißt, das sobald etwas anderes eingebaut oder verändert wird (in dem Fall der Chip) sagt die Blacklist dem PC das diese Verifizierung ungültig ist und schon macht der nicht mehr mit.
"Irgendein Cracker wirds mit nem Programm schaffen!" hört man da einige Leute sagen, doch wie gesagt, soblad man im Internet ist greift die Hardware auf die Blacklist zu bzw. kann das auch umgekehrt von statten gehen. Somit wird das Programm nach kurzer Zeit auch auf der Liste zu finden sein und nicht mehr gehen.
Seit dem Windows Media Player 9 hat Palladium begonnen, denn im Lizenzvertrag steht:
"Ausschließlich zu dem Zweck, die nicht lizenzierte Verwendung der anwendbaren BS-Software zu verhindern, installieren die BS-Komponenten möglicherweise technologische Maßnahmen auf Ihrem Computer, die entworfen wurden, um eine nicht lizenzierte Verwendung zu verhindern, und Microsoft ist berechtigt, diese Technologie zu verwenden, um zu bestätigen, dass Sie eine lizenzierte Kopie der BS-Software haben. Das Update dieser technologischen Maßnahmen geschieht nur über die Installation dieser BS-Komponenten.
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Eine Liste widerrufener DRM-Software wird jedes Mal, wenn Sie eine Lizenz für Sicheren Inhalt aus dem Internet downloaden, an Ihren Computer gesendet. Daher erklären Sie sich damit einverstanden, dass Microsoft in Verbindung mit dieser Lizenz berechtigt ist, im Auftrag von Eigentümern von Sicherem Inhalt auch Widerrufslisten auf Ihren Computer zu downloaden. Microsoft verpflichtet sich, beim Downloaden solcher Widerrufslisten weder persönliche Informationen noch sonstige Information von Ihrem Computer abzurufen. Eigentümer von Sicherem Inhalt verlangen außerdem möglicherweise von Ihnen, einige der DRM-Komponenten in den BS-Komponenten zu aktualisieren ("DRM-Updates"), bevor Sie auf ihren Inhalt zugreifen."
FAZIT= Microsoft beginnt mit TCPA & Palladium einen Krieg, den sie sicherlich gewinnen werden, nur weil es zu viele gibt, die nix von den ganzen kram verstehen.
Es ist an der Zeit alles zu tun, was man tun kann um Microsoft Mist auszulöschen - auch wenn man nicht gewinnen kann...
Linktipp: Besucht die Anti-TCPA Website unter http://www.antitcpa.com/
Dort wird auch alles zu dieser Kampagne von Intel und MS erklärt.
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Microsofts neues Konzept kann die Industrie retten
ein Testbericht von zirkunow2003-02-24 18:04:59vom 24.02.2003Empfehlung: nein
„Piraterie ist heute die größte Bedrohung für die Musikindustrie, welches ein weltweites Problem von 4,3 Milliarden US-Dollar darstellt“ äußert IFPI-Chef Jay Berman im Musik-Piraterie Bericht von 2002. Auch das vielversprechende E-Business wird durch illegale Verbreitung geschützter Inhalte um sein Potential gebracht. Microsoft will diesen scheinbar gordischen Knoten lösen und bietet voraussichtlich ab Ende 2004 unter dem Codenamen „Palladium“ ein System an, das Geschäfte mit geistigem Eigentum sicher gestalten soll. Potentielle Kunden sind jedoch verunsichert und befürchten zu viel Kontrolle durch Microsoft.
Bisherige Anstrengungen der Unterhaltungsindustrie im Kampf gegen illegale Verbreitung von
urheberrechtlich geschütztem Material blieben scheinbar ohne Erfolg, der Tausch im Internet geht mittlerweile dank weit verfügbaren Breitbandverbindungen in die nächste Runde. Kein Wunder, wenn da 57 Prozent aller Internetnutzer laut dem Industrieverband Business Software Alliance (BSA) für heruntergeladene geschützte Software selten oder nie bezahlen.
Microsoft will hierfür eine Lösung in naher Zukunft bieten. „Palladium“ soll bereits in die nächste Windows-Version Codename „Longhorn“ integriert sein, zur Zeit sind die Details aber nur skizzenhaft.
So sollen laut Microsoft Presseberichten alle gewohnten Abläufe für den Anwender unverändert bleiben. Nebenbei ergäben sich zusätzliche Möglichkeiten, private Daten und Dokumente in einem abgeschlossenen Bereich sicher zu speichern. Geldgeschäfte würden gefahrlos durchgeführt. Firmen könnten auf eine hohe Datenintegrität zurückgreifen.
Für die Industrie ist es aber von hohem Interesse, dass ein PC mit entsprechender Hardware identifizierbar ist. Dann könnte ein Digital-Rights-Management System feststellen, ob für diesen PC z.B. Musik oder Filme lizenziert wurden, nur dann kann die Wiedergabe gestartet werden. Auch könnten geschützte Dokumente wie Nachrichten, Bilder oder sogar ganze Bücher geschützt ihren Empfänger erreichen, der sie als einziger öffnen kann. Eine Anfertigung und Verbreitung von Raubkopien könnte dadurch minimiert werden.
Nur wie will man ein Gerät verkaufen, welches den Nutzer erst entmündigt, bevor es ihm Rechte zugesteht? Microsoft versucht die Technologie an den Anwender zu bringen und beteuert seine guten Absichten, jedoch gibt es noch viel Misstrauen, weil sie dem Unternehmen oder anderen Interessenverbänden zu viel Kontrolle über den eigenen PC ermöglichen könnte. Überwachung und Zensur wären durch „Palladium“ technisch umsetzbar.
Mit dieser Neuerung vermag die Industrie nicht nur die entstandenen Verluste zu minimieren, sie könnte auch völlig neue Geschäftsbereiche eröffnen. Wer letztendlich den größten Nutzen aus „Palladium“ ziehen kann, wird sich erst auf längere Sicht zeigen.
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