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Platz 11 in der Kategorie "Wohnmobile & Caravans".
Bewertung: Kundenbewertung 3,00 / 5,00 (3.0 von 5)

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Bewertung
Kundenbewertung 3,00 / 5,00 (3.0 von 5)
von 100% aller Autoren empfohlen (2/2).
Bewertungsverteilung:
Vorteile
  • groß, geräumig, gefällige Form,
Nachteile/Kritik
  • Mängel übr Mängel, schlechter Service, kein Kundendienst, unverschämte Behandlung
Allgäuer

Cristall Moorea - dann lieber wieder ins Zelt

ein Testbericht von 2003-03-22 23:51:02 vom 22.03.2003
Empfehlung: ja
Vorteile: groß, geräumig, gefällige Form, ...
Nachteile/Kritik: Mängel übr Mängel, schlechter Service, kein Kundendienst, unverschämte Behandlung
Als hartgesottene Campingbusfahrer suchten wir nach der Geburt unseres 3. Kindes eine Alternative zum Wohnmobil. Wir hatten uns über Jahre hinweg von der Dackelgarage über diverse selbst ausgebaute Kombis und einen Westfalia-VW-Bus zum Hymer Alkovenmobil hochgearbeitet. Schon mit 2 kleinen Kindern ist es kein Vergnügen täglich an einem anderen Ort zu sein und so wollten wir sesshafte Nomaden werden und suchten einen Wohnwagen. Aufgrund eines Inserats in einen Caravanzeitschrift machte ich mich mit unserem Hymer auf den Weg um mir einen Cristall Moorea 530 BK anzuschauen und um ein Angebot für unser altes WoMo einzuholen. Der Abschied war nicht leicht, denn wir wußten, dass ein Wohnwagen, neben der unbestrittenen Vorteilen, auch eine ganze Menge Kompromisse zur Folge hat. Kein Boot mehr in Schlepp, langsamere Reisegeschwindigkeiten, hohe Fährpreise wegen der großen Länge, kein Wildcampen mehr, Arbeit beim Auf- und Abbau, also weniger Mobilität, und noch ein paar Kleinigkeiten.

Der Wohnwagen machte aber einen sehr guten Eindruck. Deutsche Bauteile, Alko-Fahrwerk, gefälliges Design, geräumige Nasszelle, vernünftige Ausstattung. Relativ schnell wurden wir uns einig und der Händler sagte mir die Lieferung bis Oktober 1995 zu. Die Lieferzeit von über 4 Monaten ergab sich aufgrund der von uns gewünschten Extras. Obwohl der Wagen gut ausgestattet war wollten wir eine Auflastung auf 1400 kg damit wir neben den Kinderklamotten auch noch Tauchzeug und ein geräumiges Vorzelt mitnehmen konnten und meine Frau wollte auf 2 zusätzliche Staufachklappen nicht verzichten.

Um es kurz zu machen, der Herbsturlaub fiel ins Wasser weil der Wohnwagen ohne Auflastung geliefert wurde und ich die Abnahme deswegen verweigerte. Dafür mußte ich natürlich auch den Kaufpreis von rund 24000 DM erst später bezahlen, außerdem bekam ich gleich das 96 er Modell mit ein paar kleinen Verbesserungen.

Na ja was solls, so holte ich den Wohnwagen halt erst an einem Samstag Ende Oktober ab und stellte beim Abstellen neben meiner Garage fest, dass der Handgriff an der Kurbel des Bugrades abgebrochen war.

Na ja kann passieren dachte ich und freute mich auf unsere erste Wohnwagenfahrt, die jetzt halt erst an Ostern 1996 stattfinden konnte. Bei der Kontrolle der Beleuchtung vor der ersten Fahrt mußte ich feststellen, dass die Verkabelung der Lichter falsch angeschlossen war. Das war mir beim Abholen gar nicht aufgefallen.

Na ja kann passieren, und so fuhren wir halt einen Tag später als geplant. Beim Herunterkurbeln der sogenannten Schwerlaststützen ging gleich die erste kaputt. Bei genauer Betrachtung stellte ich fest, dass es sich wohl um eine sehr „preiswerte“ Konstruktion handeln mußte. Insgesamt waren nach ein paar Tagen 3 Stück defekt, ich im Laufe von 4 Jahren habe ich aber reihenweise Stützen „verschlissen“ und irgendwann dann andere gekauft, die, an anderer Stelle angebracht, haltbarer waren.

Na ja kann passieren. Und so war unsere erste Nacht im neuen Wohnwagen hat etwas wackelig, aber als alte Buscamper....Und so öffnete ich am nächsten Morgen die Dachstaukästen auf der Suche nach den Kaffeetassen und stellte fest, dass beim Schließen der Klappe jedweils ein Aufsteller gebrochen war. Bis zum Ende des 10tägigen Urlaubs war fast jeder Aufsteller hinüber.

Na ja kann passieren, da ist ja noch Garantie drauf. In der zweiten Woche fielen so einige Teile im Sanitärraum einfach ab und im dann ging noch die Verdunkelung der Dachluken kaputt.

Na ja kann passieren und nach dem Urlaub gleich zum Händler um die Kinderkrankheiten beheben zu lassen. Leider war der Händler mittlerweile pleite. Ein anderer Händler, zu dem ich allerdings einen etwas weiteren Anfahrtsweg (ca. 30 km einfach) hatte kümmerte sich um die Instandsetzung. Das ging natürlich nicht in ein paar Stunden und so ließ ich den WW erst einmal in der Werkstatt. Bis die Karre aber wieder daheim war legte 120 km zurück. Und das war erst der Anfang.

Schon bei der nächsten Fahrt ging der Deckel des Gasflaschenkastens kaputt, die Scharniere verbogen sich so, dass die Schlösser die Klappe nicht mehr zu halten konnten (Selbsthilfe). Dann mußte ich feststellen: Die Schrauben der Möbel lösten sich immer wieder, die Schiebetür zum Kinderzimmer hing eines Tages nur noch an einem Schräubchen (Selbsthilfe). Das Kunstoffformteil an der Front bekam im Winter einen etwas 35 cm langen Riß, sodass erhebliche Feuchtigkeitsschäden eingetreten sind.

Um diese Schäden im Rahmen der Gewährleistung beheben zu lassen wurde mir zwischenzeitlich ein noch weiter entfernt liegender Vertragshändler genannt, sodass der Wohnwagen im Jahre 1997 wohl eben so viele Kilometer zwischen meinem Wohnort und dem Standort des Händlers unterwegs war wie auf dem Weg zwischen meinem Wohn- und meinen Urlaubsorten.

Nach einem umfangreicheren Schriftwechsel mi dem Ímporteur lieferte ich den Wohnwagen dort zu Regulierung der Schadensfälle an. Ich war stinksauer, zumal das Verhalten des Importeuers eher abschreckend als kulant war. So wurde versucht mir ein Verschulden am Riß in dem Kunstoffformteil zu unterstellen. Meine Untersuchungen ergaben, dass es wohl eher ein Spannungsriß war, der bei großer Kälte aufgetreten ist.

Die Aufsteller der Dachstauklappen brachen reihenweise, bis ich feststellen konnte – ich, ein Laie, nicht der Händler und nicht die sogenannten Fachleute der verschiedenen Vertragshändler und des Importeurs bei dem dann das Kunstoffrontteil letztendlich getauscht wurde – dass diese Aufsteller alle verkehrt herum eingaebaut waren.

Ich entschloss mich deswegen mir auch bei den anderen defekten Teilen selbst zu helfen, zumal die Garantiezeit mittlerweile abgelaufen war.

Die immer wieder wegfallenden Kunstoffteile im Waschraum wurden nicht mehr geklebt, sondern zusätzlich mit Blindnieten befestigt. Die immer wieder herabfallende Schiebetür zum Kinderzimmer wurde ganz ausgebaut, der Deckel zum Gasflaschenkasten wurde umgebaut, die zwischenzeitlich defekten Verdunkelungsrollos an den linken Fenstern wurden ausgetauscht, die an den Dachluken instandgesetzt soweit noch möglich und Mückengitter zum Teil fest verklebt, weil die Kassetten manchmal ohne erkennbaren Grund knallend zurücksprangen – dann waren alle Kinder wach!!!

Nach 4 Jahren Cristall hatten wir endlich genug. Ich wollte wieder einmal einen Urlaub machen in dem, ich mehr Zeit mit den Kindern verbringe als mit meinem Werkzeugkasten. Ich habe jedenfalls die Schnauze voll von diesem wohnwagen, denn unser 12 Jahre alte Hymer hatte weniger Mängel. Dabei möchte ich besonders darauf hinweisen, dass ich so Kleinigkeiten wie zu weiche Schaumstoffe in der Polsterung, ständig davonrutschende Polster auf der Liege der Rundsitzgruppe usw. usw. gar nicht weiter erwähnen will.

Für diejenigen, die trotzdem noch Daten von diesem Wohnwagen haben wollen – bitte:
Und hier kann ich sogar das eine oder andere Positive berichten.

Bezeichnung: Cristall Moorea 530 BK, ein wunderbar heller und geräumiger Wohnwagen, der hinter unserem Ford Windstar hergelaufen ist wie ein Fahrradanhänger.
Gutes Design innen und außen,
Nur geringe Erhöhung des Spritverbrauchs da die schräge Front sparen hilft.

Sanitärraum mit Thetford Cassettentoilette (mit Kindern unverzichtbar)
Frischwassertank und Abwassertank mit Rollen je 21 Liter (praktisch)
Rundsitzgruppe im Heck (2 Schlafplätze) Tisch nach 2 Jahren sehr wackelig
Stockbett links vorne (obere Liegefläche nur für Kind geeigent)
Sitzgruppe (Einzelbett) vorne rechts
Dachstauraum mit integrierter Beleuchtung ringsherum (sehr schön)
Küchenblock mit Metallkorb, sehr gute Lösung wenns funktioniert, gut ausgestattet
Truma mit Zündautomatik Umluftheizung (feine Sache)
AKS-Schlingerbremse (auf jeden Fall empfehlenswert bei der Größe des Wagens)
Aufbaulänge 6,09 m, Breite ca. 2,30 m
Seitz Cassettenrollos rundum, alle Fenster zu öffnen (gibt gutes Klima, durchzug möglich)
Zusätzlich ein Vorzelt das genau zu diesem Wohnwagen passen muß wegen der schrägen Front
Auflastung auf 1400 kg (empfehlenswert, das die Kiste leer schon fast eine Tonne wiegt)
2 zusätzliche Serviceklappen zur Beladung der Stauräume von außen (praktisch)

Auch wenn sich der Bericht nicht danach anhört, wir haben schöne Tage und Wochen damit verbracht und für einen Wohnwagen in dieser Größenordnung ist das Fahrverhalten trotz der Größe voll in Ordnung.
...
Produktbewertung:Kundenbewertung 1,00 / 5,00 1
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
dabutsch

Wildcamping ist die Krönung

ein Testbericht von 2002-09-20 14:40:03 vom 20.09.2002
Empfehlung: ja
Ich finds ja ehrlich gesagt öde, wenn man sích einen Wohnwagen (oder in meinem Fall einen Bus) kauft/herrichtet, mit dem man zig Tage autark leben könnte und dann von Campingplatz zu Campingplatz gurgt. Aus diesem Gtrund mach ich dass immer so: Ich suche mir eine nette Strecke, und dann fahre ich so lange, bis ich zufällig einen schönen Platz finde, und dann bleibe ich einfach stehen.
Dementsprechend varieren meine Tagesetappen auch von von 20km - bis mehrere Hundert km.
Ich war mit meinem Bus noch nie auf einem Campingplatz und habe dies auch in Zukunft nicht vor. Das einzige Problem ist natürlich: Wie finde ich einen geeigneten Stellplatz?
Ich persönlich übernachte sehr gerne an Gewässern aller Art. Dementsprechend gucke ich mir auf der Karte einen See oder Fluss raus, der sich in der Nähe meines anvisierten Etappenziels befindet, und fahre auf gut Glück darauf los. Und dann einfach immer dem Instinkt hinterher. Wenn man doch noch auf ein bißchen Infrastruktur angewiesen ist (Toilette, Frischwasser, oder gar Dusche) dann empfehlen sich natürlich die Wohnmobilstationen, obwohl ich persönlich da nicht so drauf stehe.
Ebenfalls recht gut ausgerüstet sind meist Häfen.

Wenn man rechtzeitig daran gedacht hat den Wassertank aufzufüllen, und den Abwassertank zu lehren, dann sind der Wahl des Schlafplatzes natürlich keine Grenzen gesetzt.
Ob auf einem Pyrenäen Pass (wunderschöne Sonnenauf und -untergänge!) einem romantischen Fischerdörfchen in Spanien, oder einer Waldlichtung in Frankreich, habe ich schon auf so ziemlich jeden Wagrechten Platz die Handbremse gezogen.
Meistens ungestört.
In Deutschland wird es meines Wissens allgemein geduldet, wenn man nur eine Nacht an dem selben Ort stehen bleibt.
In Frankreich wurde ich erst einmal weggeschickt (aber auch nur weil der Fluss an dem wir standen in der kommenden Nacht geflutet werden sollte:-) )
In der Schweiz ist es natürlich ein bißchen schwieriger, aber wenn man sich darauf einstellt eventuell weggeschickt zu werden, dann hat man auch da keine Probleme. Eine Anzeige oder so habe ich bis jetzt auch da noch nicht kassiert. Wenn sich die Polizei um mich kümmert, dann erzähle ich halt, dass ich gerade eine Panne habe, das glauben die mir bei der Optik meines Busses sofort :-)
In Spanien ist zum Beispiel eine Nacht wildcampen offiziell erlaubt.
Andorra ist sehr schön zum Wandern und billig einkaufen/Tanken. Aber leider klein und in einem Tal gelegen, so dass nicht sehr viele geeignete PLätze zur Wahl stehen.

Ein letzter Tipp noch: Schließt die Schlafplatzsuch noch bei Tageslicht ab.
Es ist nämlich nicht jedermanns Sache, wenn man aufwacht, und feststellt, das es Sonntagmittag ist, die Sonne scheint, und man steht mitten auf Spaniens beliebtesten Grillplatz, und mann wollte eigentlich eine gemütliche Outdoor-Dusche mit der Campshower nehmen:-)

Ich wünsche allen viel Spass, und ein bißchen Risikobereitschaft.
Den ersten: "dreistigkeit siegt", und zweitens: außer wegschickt werden kann euch fast nichts passieren.
Produktbewertung:Kundenbewertung 5,00 / 5,00 5
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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