Mindscape Soul Fighter
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Mindscape Soul Fighter

 Dreamcast Spiele
Platz 53 in der Kategorie "Dreamcast Spiele". Abenteuer - Spiel für die Konsole Sega Dreamcast ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

Mindscape Soul Fighter Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

Yasmeen

Der Fluch der Königin

ein Testbericht von 2005-03-01 17:58:32 vom 01.03.2005
Empfehlung: ja
Vorteile: Gute Optik mit besonders schönen Lichteffekten, erstaunlich gute Hintergrundgeschichte, schöne Spielatmosphäre, grundverschiedene Szenarien, drei anwählbare Figuren, zwei interessante Spielmodi ...
Nachteile/Kritik: Etwas müder Soundtrack, es schleicht sich nach und nach Monotonie ein, eigentlich nach einer gewissen Zeit (wenn auch nett verpackt) immer dasselbe, es fehlen Überraschungsmomente
Ein in meinen Augen nicht ganz alltägliches Action-Prügelspiel habe ich mir nun ausgesucht, welches im Jahr 2000 für den Sega Dreamcast erschien. Mit Beat’em-Ups habe ich normalerweise nicht so wahnsinnig viel am Hut, doch bei „Soul Fighter“ handelt es sich keinesfalls um einen 08/15-Prügler, es gibt tatsächlich eine richtige Geschichte, was ja bei reinen Prügelspielen absolut unüblich ist. Doch dies ist nicht der alleinige Grund, weswegen dieses Spiel für mich interessant war und daher auch eine Erwähnung auch heute noch verdient hat. Dreamcast-Besitzer/innen sollten dieses Prügelabenteuer jedenfalls zumindest nicht völlig außer Acht lassen, daher erzähle ich jetzt kurz etwas darüber.

Die Geschichte beginnt im Königreich Gomar, um genauer zu sein mit dem Schicksal einer Königsfamilie. Der junge König Valmek und die (natürlich hübsche) Königin Antea hatten zwei kleine Söhne namens Felies und Sedan, alles wirkte in den ersten Jahren außerordentlich harmonisch und die gesamte Familie führte ein sehr glückliches Leben. Doch dieser Zustand ist (natürlich) nicht von langer Dauer und so passiert eines Tages ein schreckliches Unglück, denn der kleine Sedan fand beim Spielen den tragischen Tod, stürzte anscheinend eine Klippe herunter und brach sich das Genick. Die Trauer ist erwartungsgemäß riesengroß und sowohl die Königin als auch ihr anderer Sohn wollen den Tod von Sedan partout nicht akzeptieren und versuchen alles Mögliche, um den toten Jungen wieder zum Leben erwecken zu können. Verzweifelt wie sie sind, schrecken sie vor nichts zurück, ihnen ist jedes Mittel recht und so überschreiten sie leider Gottes auch eine gewisse Grenze und beschwören als Helfer die Mächte der Finsternis herbei, was jedoch alles Andere als reibungslos abläuft.

Ein Ritter namens Melkior ahnt nämlich nichts Gutes und möchte die Beiden unbedingt von ihrem düsteren Vorhaben abhalten, jedoch wird er durch das Schwert des übriggebliebenen Königssohns Felies getötet, der Sohn des edlen und tapferen Ritters ist dabei Augenzeuge, sein Name ist Altus, auf ihn komme ich gleich noch zu sprechen. Diese Greueltat bleibt auch dem König nicht verborgen, er hat trotz seiner ebenfalls tiefen Trauer (zum Glück) überhaupt kein Verständnis für die Handlungen seiner Frau und seines Sohnes und verbannt diese aus seinem Reich. Damit auch alles seine Richtigkeit hat und um diese zu beobachten, schickt er zusätzlich die Spionin Sayomi gleich hinterher, doch alles scheint nach Plan zu laufen, die Spionin kehrt wieder zum König zurück.

Doch dann passiert fast zeitgleich mit der Rückkehr der Spionin an den königlichen Hof das Unfassbare, Königin Antea setzt Ihre finsteren Machenschaften fort und schafft es tatsächlich, ihre ehemalige Heimat zu verfluchen, was auch umgehend Wirkung zeigt, sämtliche männlichen Einwohners des Königreichs Gomar mutieren zu wilden und äußerst bösartigen Kreaturen, so dass es wirklich finster und nicht gerade besonders gut um Gomar bestellt ist. Zum Glück gelang es dem Magier am Hofe des Königs noch gerade rechtzeitig, sich, die Spionin Sayomi und den vorhin schon angesprochenen Altus vor den Auswirkungen jenes bösen Fluches zu bewahren, leider übersteht König Valmek den Fluch seiner Königin nicht mehr, so dass nur noch diese Drei übrig bleiben.

Nun kommen wir nach dieser für ein Prügelabenteuer wirklich erstaunlich interessanten Anfangsgeschichte ins Spiel, wir entscheiden uns nämlich jetzt für einen der drei Charaktere, mit welchem wir in traditionsgemäßer Hack-and-Slay-Weise die Feinde aus dem Weg räumen wollen. Habt Ihr Euch entweder für den Magier Orion oder den jungen Krieger Altus oder die Spionin Sayomi entschieden, kann es losgehen, um die Seelen der bedauernswerten Einwohner des Königreichs Gomar noch retten zu können. Die Kreaturen, in welche sich diese verwandelt haben, sind dabei sehr unterschiedlich (mutierte Füchse, Ratten, Vögel, Reptilien, aber auch Skelettkrieger und sogar Orcs), doch darüber hinaus stellt sich sogar die ehemalige Wache des Königs uns energisch in den Weg, das wird somit alles andere als leicht für uns.

Kurz noch etwas zu den drei Charakteren, denn die Auswahl der Spielfigur hat natürlich entsprechende Auswirkungen auf den gesamten Spielverlauf. Orion ist mit seinem magischen Zauberstab besonders gut im Fernkampf, wenn es ein muss, kämpft er natürlich auch im Nahkampf, und glaubt es mir, das muss sein. Sein Nachteil ist die geringe Ausdauer, insofern ist er nicht besonders leicht zu spielen, schnell mit den Kräften am Ende und nicht besonders robust. Altus ist sehr gut im Schwertkampf, verfügt über eine enorme Ausdauer und ist körperlich ziemlich robust, kann somit sehr gut etwas einstecken. Sein Nachteil ist die mangelnde Beweglichkeit, was mitunter im Kampfgetümmel verheerende Folgen haben kann. Mir am Liebsten war die Spionin Sayomi, die sehr gut im Nahkampf ist, blitzschnell reagiert und mit ihren Messern überfallartig zusticht. Ihre Schwäche ist die mangelnde Durchschlagskraft, sie macht also nicht ganz so viel Schaden, dafür seid Ihr aber wieselflink und müsst eben öfters zuschlagen beziehungsweise zustechen.

Nicht nur, dass die zahlreichen Feinde manchmal sehr widerstandsfähig sind und auch ordentlich austeilen können, sie treten zu allem Überfluss auch noch in mehreren Horden gegen Euch an, Zeit zum Verschnaufen habt Ihr somit so gut wie nie. Lustig ist dabei allerdings, dass sich teilweise vier, fünf oder sogar sechs Kreaturen gleichzeitig auf Euch stürzen wollen, sich in ihrem Eifer aber öfters auch gegenseitig verletzen und sogar töten, verlassen könnt Ihr Euch darauf allerdings nicht, zumindest sorgt dies aber für (unfreiwillige) Komik. Demzufolge treten und schlagen wir, am besten mit wirkungsvollen Kombinationen, auf die Gegner ein, was das zeug hält, zugegebenermaßen kann dies manchmal doch ganz schön stumpfsinnig sein, aber so ist es eben oft bei den Spielen aus dem Prügelgenre. Wie von guten Beat’em-Ups gewohnt, gibt es dabei zahlreiche völlig unterschiedliche Kampfmanöver und teilweise sehr nett anzuschauende Kombinationen zu bestaunen, sowohl im Nah- als auch im Fernkampf müsst Ihr unentwegt Euer kämpferisches Talent unter Beweis stellen.

Doch nicht nur mit der bloßen Faust setzt Ihr Euch zu Wehr, das wäre auf Dauer ja auch zu langweilig, sondern Ihr gelangt zusätzlich auch in den Besitz einer speziellen Waffe, die natürlich hinsichtlich ihrer Art von dem Charakter abhängig ist, welchen Ihr zuvor ausgewählt habt. Magier Orion trägt einen magischen Zauberstab, Ritter Altus ein Schwert und Spionin Sayomi führt zwei messerscharfe Dolche mit sich herum. Etwas Taktik kommt in die Kämpfe dadurch mit hinein, dass Ihr die Waffen nicht unentwegt nutzen könnt, denn bei Gebrauch nutzen diese sich ab und brauchen hin und wieder eine Art Erholungsphase, in denen Ihr dann eben wieder auf die grundlegenden Schlag- und Tritttechniken zurückgreifen müsst.

Insgesamt gibt es in „Soul Fighter“ fünf große Welten, in denen Ihr Euch ordentlich austoben dürft, dabei sind die Gebiete natürlich unterschiedlich und so treiben wir unser Unwesen beispielsweise in tiefen Wäldern, in dunklen Höhlen und sogar in der Kanalisation, im eisigen Gebirge, in einem Tempel, in einer Hafenstadt, in engen Dorfgassen, auf einem Friedhof und schließlich in der Ruine eines Schlosses, von daher gesehen sollte es Euch eigentlich nicht so schnell langweilig werden, zumal es in vielen Gebieten einige Abzweigungen gibt und auch einige Schatztruhen von Euch entdeckt werden wollen. In diesen Truhen gibt es natürlich sehr nützliche Dinge zu finden, so beispielsweise Gegenstände, die Euch wieder auffrischen, Schriftrollen mit sehr nützlichen Informationen und auch spezielle Distanzwaffen wie Äxte und auch eine Armbrust, welche Euch die Kämpfe ein bisschen erleichtern können.

A propos Schatztruhen, diese lassen sich mit Hilfe der Karte etwas leichter finden, auf welcher übrigens auch die Standorte Eurer Feinde eingezeichnet sind, insofern werdet Ihr hier in „Soul Fighter“ nicht allzu oft orientierungslos durch die Gegend laufen, glaube ich. Schließlich ist es noch interessant zu erwähnen, dass es einen Abenteuer-Modus gibt, in welchem wir mit unserer Hauptfigur uns von einer Welt zur nächsten kämpfen und nach jeder Welt unseren Fortschritt abspeichern dürfen und des Weiteren einen Arcademodus, in welchem wir nach jeder Welt eine andere Figur anwählen dürfen (also eine der drei Hauptcharaktere), dafür aber nur fünf weitere Extraleben haben, sogenannte Continues, was aber sicher auch seinen Reiz hat, ich aber mich auf den Abenteuermodus konzentrierte.

Die Grafik von „Soul Fighter“ kann sich durchaus sehen lassen oder besser gesagt konnte sich besser sehen lassen, denn aus der heutigen Sicht sieht die Optik ja schon etwas angestaubt aus, das ist klar, darf aber eigentlich ja nicht zählen. Immerhin gibt es einen 60-Hz-Modus und tatsächlich sind die Texturen sehr nett anzuschauen,, richtige Grafikfehler seht Ihr eigentlich kaum, die Grafik bleibt fast immer konstant flüssig, was angesichts der zahlreichen Feinde sicher keine Selbstverständlichkeit ist, die Animationen sind richtig große Klasse und die Spezialeffekte, insbesondere bei Licht und Feuer, sind ganz hervorragend gelungen. Der Soundtrack enttäuschte mich hingegen etwas, hier hatte ich mehr etwas mehr von versprochen, angesichts des hohen Actionanteils hätte ich mir zudem mehr krachende Soundeffekte gewünscht, zwar ist die Akustik nicht wirklich schlecht und passt auch jederzeit ganz gut zum Geschehen, doch es war in diesem Punkt ganz sicher mehr drin, so bleibt es aber bei nur einem durchschnittlichen Sound.

Soul Fighter für den Sega Dreamcast ist ein wirklich gelungenes Prügelabenteuer, welches allerdings kleine Schwächen aufweist. Der schönen Grafik, insbesondere den beeindruckenden Animationen und Lichteffekten steht ein etwas müder Soundtrack und eine sich so langsam aber sicher einschleichende Monotonie gegenüber. Es fehlt einfach etwas Abwechslung, trotz der zur Auswahl stehenden drei Hauptfiguren, welche sich auch deutlich voneinander unterscheiden, kommt irgendwann einmal unvermeidlich größere Langeweile auf. Fans solcher Prügelabenteuerspiele wird das wahrscheinlich schrecklich egal sein, interessant ist auf jeden Fall die Hintergrundgeschichte, so viel Tiefgang hatte ich in diesem Genre eigentlich gar nicht erwartet. En paar Rätsel zwischendurch hätten dem Spiel jedenfalls ganz sicher nicht geschadet sowie möglicherweise ein paar Missionsziele, so aber prügelt Ihr Euch relativ unmotiviert von einem Feind zum nächsten und schließlich von einer Welt zur anderen.
Gut fand ich allerdings zweifellos die sehr unterschiedlichen Szenarien, die zur Auswahl stehenden Figuren und die Tatsache, dass es zwei verschiedene Spielmodi (Adventure- und Arcademodus) gibt, dies sorgt dafür, dass das Spiel nicht schon nach einmaligem Durchspielen verstaubt, was ein nicht zu unterschätzender Faktor und eben ein richtiger Pluspunkt ist. Alles in allem kann ich ruhigen Gewissens jedem von Euch, der einen Sega Dreamcast besitzt und generell zumindest ein bisschen für dieses Genre übrig hat, den Kauf dieses actionreichen Schwertprügelspiels empfehlen.
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Produktbeschreibung Mindscape Soul Fighter

Technische Daten und Produkteigenschaften
Abenteuer - Spiel für die Konsole Sega Dreamcast
Allgemeine Informationen Mindscape Soul Fighter
gelistet seit: 01.03.2005
Hersteller: Mindscape
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Bewertung durch unsere Mitglieder
Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Kategorie: Vollprodukt 
Konsolen-System: Dreamcast 
Typ: Adventures & Rollenspiele 
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