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Mobbing Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

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Vorteile
  • nichts !!!
  • Nichts
  • Lebenserfahrung, wenn man sich auf die "Beine" stellt.
  • Es gibt keinen positiven Grund für Mobbing.
  • absolut NICHTS
Nachteile/Kritik
  • Macht krank...!!!
  • Mobbing ist keine Lapalie. Wehrt Euch Laßt Euch nichts gefallen.
  • Wehrt sich der Gemobbte nicht, dann wird er mich Sicherheit krank.
  • Angstzustände, schulisches Absacken der Leistungen und noch vieles mehr
  • Mobbing zerstört Menschen und hat für die gesamte Gesellschaft ökonomische Nachteile (höhere Renten- und Krankenkassen- beiträge)
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TheGreatMaster

Mobbing hat viele Gesichter!

ein Testbericht von 2002-03-28 23:59:52 vom 28.03.2002
Empfehlung: nein
Mobbing ist nicht nur im Arbeitsleben ein sehr großes Problem, nein auch im Alltag gibt es viele Mobbingopfer. Den Begriff Mobbing kann man wohl am besten mit dem Wort 'terrorisieren' umschreiben, denn darauf läuft es fast immer hin.

Folgende Mobbingarten kann man meiner Meinung nach unterscheiden!

1. Mobbing am Arbeitsplatz:
Besonders hier hat Mobbing leider Hochkonjunktur. Wenn beispielsweise ein Mitarbeiter unangenehm auffällt, aber nicht so einfach kündbar ist, dann wird oftmals von der Geschäftsführung oder anderen übergeordneten Stellen Mobbing betrieben, um ebend diesen unangenehmen Störenfried dennoch aus der Firma zu jagen. Ich kann Euch verraten, wie manche Spezis es so handhaben. Diese Geschichte hat uns mal unser alter VWL Professor erzählt. Also während der störende Mitarbeiter im Urlaub ist, wird sein Schreibtisch ins Archiv verbannt, oder in ein Kellerbüro ohne Fenster. In dieser Zeit wird schon der Nachfolger eingestellt. Kommt dann der Mitarbeiter aus dem Urlaub und will zu seinem Arbeitsplatz, dann wird ihm mitgeteilt, daß in dieser Zeit sein Büro verlegt worden ist, ebend in den Keller. Das ist zugegeben ein ganz fieser Fall von Mobbing seitens der Geschäftsführung.

Weiter gibt es dann noch Mobbing am Arbeitsplatz zwischen den einzelnen Mitarbeitern. Wenn beispielsweise ein Mitarbeiter den anderen anschwärzt und der dafür vom Chef wiederum Ärger bekommt oder sogar eine Abmahnung erhält. Besonders wenn Mitarbeiter im Konkurrenzkampf stehen, um eine freigewordene Position zu besetzen geschieht es in der Praxis leider sehr oft, das gemobbt wird.

Meiner Meinung nach sollte man, wenn man Mobbingopfer ist, das nicht auf sich sitzen lassen, sondern dem Betriebsrat mitteilen und notfalls auch vor das Arbeitsgericht ziehen. Mobbing ist strafbar und somit sollte man meiner Meinung nach versuchen dem Mobber die Hölle heiß zu machen.

2. Mobbing zwischen In- und Ausländern:
Ein weiteres kritisches Thema ist das Mobbing zwischen In- und Ausländern. Einige Menschen nehmen es als Anlass gegen andersartige oder andersfarbige zu mobben, nur weil deren Art ihnen nicht passt. Hier werden beispielsweise dauernde Anspielungen auf die Andersartigkeit gemacht und manche Leute schrecken auch nicht davor zurück jemanden zusammenzuschlagen. Die Opfer durchleben grausame Zeiten und haben darüberhinaus meistens dann auch noch psychische Probleme. Aber hier darf man als Opfer einfach nicht klein beigeben und man muß auch diese Leute schnellstmöglichst bei der Polizei anzeigen. Ansonsten würde der Teufelskreis des Mobbings nämlich nicht unterbrochen und der psychische K.O. wäre vorprogrammiert.

3. Mobbing im Bekanntenkreis:
Heutzutage wird alleine schon über die Werbung bei den Leuten Erwartungen geschürt, was beispielsweise die Auswahl der Kleidung oder des Konsumverhalten angeht. Wenn jemand diesen Erwartungen nicht gerecht wird, dann wird derjenige oftmals ausgegrenzt und gehänselt. Das ist auch eine Form von Mobbing und dieses tritt auch im Bekanntenkreis auf. Meine Empfehlung an die Opfer ist, sich von den Mobbern zu distanzieren und sich einen anderen Bekanntenkreis aufzubauen, wo die Erwartungen niedriger gehängt sind.

Meiner Meinung nach ist Mobbing somit das mieseste, wie man mit einem Menschen umgehen kann, besonders wenn jemand diskriminiert wird. Aber ein Mobber ist meiner Ansicht nach auch ein mieses Subjekt ohne Charakter. Wer es nötig hat sich einen persönlichen Vorteil zu verschaffen durch mobbing, ist selber oftmals einfach zu unfähig das auf legalem Wege zu tuen. Mobber sind Kriminelle und müssen meiner Meinung nach auch hart bestraft werden, besonders im beruflichen Bereich.

Die Auswirkungen des Mobbings können auch sehr verheerend ausfallen. Anfangs geht beispielsweise der gemobbte nur noch ungern zur Arbeit. Später darauf hat er richtige Angst zur Arbeit zu gehen und noch später hält er die Belastungen des Mobbings psychisch nicht mehr durch und bricht zusammen! Somit ist Mobbing auch eine Körperverletzung.

Mein Fazit:

Mobbing hat viele Gesichter, da es überall in unserer Gesellschaft auftreten kann. Die Opfer von massivem Mobbing tragen auch oftmals krankheitliche Auswirkungen davon und ich bezweifel, daß sich die Mobber darüber überhaupt Gedanken machen. Als mein VWL Professor die Geschichte des mobbens vor einiger Zeit erzählt hatte, wie es häufig in der Praxis vorkommt, mit der Verlegung des Arbeitsplatzes in den Keller, fragte ich mich persönlich, was für Menschen diese Manager in den Unternehmen sind, die solche Aktionen anordnen! Unternehmerisches Denken hin oder her, aber es darf nicht soweit kommen, daß Mobbing eine ständig praktizierte Managementmethode wird. Also meine Empfehlung an alle Mobbingopfer: Wehrt Euch!!!

Mit freundlichen Grüßen

Gerwin (TheGreatMaster)

Update vom 18.12.2001 (altes Yopi)
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Kommentare
Babba
Babba, 31.03.2002
Wie immer ein klasse Bericht
ClaudiaRetzmann
ClaudiaRetzmann, 29.03.2002
Wie recht Du hast. Doch sollte man sich die Frage stellen, wodurch Mobbing eigentlich verursacht wird. Sicher an erster Stelle steht im Bereich Arbeitsplatz der Neid und der Egoismus. Doch treibt die Gesellschaft mit ihren Anspruumlchen nicht das Mobbi
danih14
danih14, 29.03.2002
Verlegung des Arbeitsplatzes in den Keller? So etwas habe ich noch nie gehoumlrt. Aber trotzdem habe auch schon Mobbing am eigenen Leibe erfahren. Und ich muss sagen, dass es nicht gerade schoumln ist. Und leider sitzen da die anderen am laumlngeren
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MOBBING ist ein Thema.

ein Testbericht von 2010-02-26 11:55:08 vom 26.02.2010
Empfehlung: nein
Vorteile: Lebenserfahrung, wenn man sich auf die "Beine" stellt....
Nachteile/Kritik: Wehrt sich der Gemobbte nicht, dann wird er mich Sicherheit krank.
MOBBING
(am Arbeitsplatz)



„MOBBING IST EIN THEMA.“
(by Susanna Preininger)





EINLEITUNG.
Überall am Arbeitsplatz, wo mehrere Menschen arbeiten, kommt es mit Sicherheit zu verschiedenen Ansichten und Anschauungen … solange ein respektvolles miteinander inclusive Akzeptanz und Toleranz geübt wird, sind „normale Auseinandersetzungen“ unvermeidbar … solange niemand bei Auseinandersetzungen und/oder „Reibereien“ persönlich angegriffen oder ausgegrenzt wird, um Kollegen psychisch unter Druck zu setzen, als „Sündenbock“ verwendet wird, halten sich „Reibereien“ in Grenzen.


MICH HAT ES ERWISCHT.
Mobbing am Arbeitsplatz durfte ich am eigenen Leib erfahren, eine Erfahrung, die ich mit Sicherheit mit Herz und Hirn versucht habe zu lösen, wobei mir die Wahrung meines Angesichtes durch überlegtes Handeln mit Rückgrad auch in der Situation des „gemobbt werdens“ ein Anliegen an mich selbst war und für meine weitere Zukunft auch ein Anliegen ist.

Ich bin ein Mensch, der sich keinesfalls auf die tiefe Ebene des Mobbers stellt, da für mich auch in einer solchen Situation Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit ein Anliegen sind.

Ein Anliegen, mit dem einige meiner Arbeitskollegen ein Problem hatten … denn ich habe mich zum Schluß von meinem Arbeitsplatz getrennt … eine Entscheidung, die ich getroffen habe, um mich selbst zu schützen.



WAS IST PASSIERT?
Ich bin in ein Team geraten, welches in den letzten Wochen und Monaten einen hohen Personalwechsel durchgemacht hatte und intern sehr instabil war und aktuell sehr instabil ist.


Der Grund:
Machtkämpfe und Mobbing werden vom Team praktiziert.



DAS TEAM MOBBING:
(scheint ein neuer Volkssport zu sein)

Machtkämpfe untereinander sind an der Tagesordnung:
Kollegen werden ausgegrenzt und psychisch „fertig“ gemacht, wenn sie sich dem Machtkampf MOBBING nicht unterordnen …

Sie werden ausgegrenzt, verbal attakiert, Arbeitsfehler anderer Kollegen werden dem gemobbten Arbeitnehmer unterstellt, anonyme Kontrollanrufe in den Nachtdiensten stehen an der Tagesordnung und sogar in der Freizeit wird man wegen dienstlicher Belange angerufen (die eigentlich im Dienst besprochen werden können, Diensteinteilungen und Dienstanweisungen am Telefon spät abends).

Aus Angst, den Arbeitsplatz zu verlieren und schlecht „dazustehen“,
geben viele Arbeitnehmer dem psychischen Druck nach und machen mit,
in der Hoffnung, daß sich der Druck bessert und die Akzeptanz unter den Kollegen steigt,
die psychischen Druck ausüben und somit ihren Machtanspruch geltend machen.


GEGENTEILIGES PASSIERT, das Mobbing wird mehr:
Der gemobbte Arbeitnehmer wird wegen der Figur oder dem Aussehen schikaniert, er wird angeschrien und es werden Unterstellungen geäußert, die an den Haaren herbeigezogen sind.

Ansprechpunkte zum direkt ansprechen gibt es nicht, sie werden vermieden … die MOBBER fühlen sich daher überlegen, weil sie wissen,
daß der gemobbte Arbeitskollege seinen Arbeitsplatz behalten möchte und das Mobbing sehr sicher stillschweigend hinnehmen wird, ohne sich zur Wehr zu setzen …

… das ist leider in vielen Fällen, wo Arbeitnehmer gemobbt werden, der Fall …

Das macht MOBBER erst so richtig stark … die Angst des gemobbten Arbeitnehmers, der schikaniert und psychisch bis zur Aufgabe transaliert wird … bis zum Burn Out, das durch Mobbing verursacht werden kann … danach folgt ein Krankenstand, der sich über Monate hinziehen kann und den Verslust des Arbeitsplatzes mit sich bringt.

Und für die Zukunft am Arbeitsmarkt bei der Arbeitssuche mit Sicherheit ein Stigma ist … der gemobbte Arbeitnehmer, der mit Burn Out im Krankenstand war und somit nicht mehr brauchbar ist.

In Betrieben, wo Mobbing an der Tagesordnung stehen, werden Mitarbeiter von Kollegen, die wegen einer Krankheit (Darmgrippe, Influenza, grippaler Infekt) von den Mobbern im Team als „Simulanten“ dargestellt.


ZIEL DER MOBBER:
Die Mobber sind am Ziel, wenn ein gemobbter Kollege den Arbeitsplatz verläßt … dafür wird mit dem Mobbing gesorgt … oder „der Kollege wird schlicht und einfach gegangen“.


FALLBEISPIEL I:
Ich habe erlebt, daß eine Kollegin zum Gespräch mit dem Chef und einer anderen vorgesetzten Kollegin gerufen wurde:

Dieser Kollegin wurde nahegelegt, als Kranke (Harnwegsinfekt, grippaler Infekt mit hohem Fiebert) in die Arbeit zu kommen und gefälligst Medikamente nehmen solle, um als Kranke in die Arbeit zu kommen … Krankenstand inakzeptabel.

Sie bekam aufgrund des Krankenstandes den Vorwurf, bei der Arbeit stark nachgelassen zu haben … das führte bei dieser zu einer Depression, sie konnte nicht mehr schlafen und war geknickt.

Sie wehrte sich nicht, brachte nichts zu Sprache … kam zur Arbeit … erledigte diese wie „ferngesteuert“.

Um keinen Mobbing Attacken ausgesetzt zu sein … die MOBBER hatten ihr Ziel erreicht.


FALLBEISPIEL II:
Auch ich hatte einen Krankenstand mit Darmgrippe und hohem Fieber, Bauchkrämpfe … eine Darmgrippe hatte mich erwischt und ich mußte in den Krankenstand … ich saß mehr am Klo als sonstwo …

Mir wurde Simulation bei der Krankmeldung vorgeworfen, und befohlen, am nächsten Tag arbeiten zu kommen … der Gesundheitszustand sei irrelevant.

Da habe ich meine Grenzen gesetzt und klargestellt, daß ich tatsächlich krank bin und daß ich mich bis zum Ende des Krankenstandes auskurieren werde, um Folgeschäden zu riskieren.

Das wollte mein vorgesetzter Kollege nicht hören und rief mich im Krankenstand einige Tage später wieder an, ob ich doch nicht früher in den Dienst kommen könne … er hat kein Personal … er bräuche mich dringend … weil Kollegen im Urlaub und Krank sind.

Ich habe meinen Krankenstand nicht abgebrochen, weil es mir dann zur Last fallen würde, doch nicht so krank zu sein, wie ich es vorgab.

Meine Geradlinigkeit hatte zur Folge, daß ich dem MOBBING meiner Kollegen mit Erlaubnis von „Oben“ ausgesetzt war … das war wortwörtlich die „AUSWAHL ZWISCHEN PEST UND CHOLERA“.


MOBBING AM ARBEITSPLATZ hatte ich in dieser Form bis damals noch nicht am eigenen Leib erfahren … damals aber schon.

Ich wurde spät am Abend (nach 21:00 Uhr) privat vom Chef (von seinem privaten Handy) angerufen, was ich am nächsten Tag dienstlich zu erledigen hatte.

Meine Reaktion:
Dienstanweisungen möchte ich im Dienst erhalten, meine Privatzeit verbringe ich mit Freizeit und ich möchte mit solchen Anrufen nicht nocheinmal aus dem Schlaf gerissen werden.


Das angeordnete Mobbing kam recht bald auf mich zu:
Ich bekam Rügen, daß meine Arbeit nicht paßt, daß ich langsam und träge sei, daß ich für diesen Arbeitsplatz gar nicht geeignet sei.

Meine Kollegen mieden mich. Sie unterstellten mir, der deutschen Sprache nicht mächtig zu sein und schrien mit mir herum … sogar „Kunden“ schüttelten über die Vorgehensweise meiner Kollegen den Kopf.

Meine Reaktion:
War keine Reaktion und die Tatsache, daß ich die Situation auf der nächst höheren Ebene angesprochen hatte, da ein konstruktives Gespräch verwehrt wurde.

Mit mir solidarisiert hat sich von den anderen gemobbten Kollengen keiner … der GRUND war und ist, daß außer mir auch die anderen Kollegen gemobbt und schikaniert werden könnten.

Das ist eine Situation mit drei Gruppen von Arbeitskollegen:
Die, die MOBBEN.
Die, die GEMOBBT WERDEN.
Die, die sich MOBBEN lassen und schweigen.


FAZIT IST:
daß nur ich es in der Hand habe, wie weit ich mich dem Psychodruck aussetze und wie klar ich selbst meine Grenze setze … denn meine Lebensqualität ist mir wichtig, dazu gehört auch ein einigermaßen akzeptables Arbeitsklima am Arbeitsplatz … auf dem ich doch einen großen Teil meiner Zeit verbringe.


MEIN SCHLUSSWORT.
Ich habe meine Grenzen gelegt und meinen Arbeitsplatz verlegt, da mich mit Sicherheit kein Kollege schikaniert und mobbt … ich bin nicht das wehrlose Opfer … ich bin ein Mensch, der kämpft und an dem sich so mancher Mobber die ZÄHNE AUSBEISST.

Mit dem Ergebnis, daß ich mit Sicherheit Rückgrad bewahre und mein Leben selbst in der Hand behalte,
denn nur ich persönlich treffe die Entscheidungen für mein Leben.

So viel zum Thema „MOBBING AM ARBEITSPLATZ“ … ich bleibe mit beiden Beinen im Leben stehen … letztendlich tue ich mir damit etwas Gutes.

In solchen Situationen bin ich mir selbst mit Sicherheit am nächsten und treffe meine Entscheidungen in meinem Sinne:

ICH BIN GEGEN MOBBING AM ARBEITSPLATZ UND GEGEN MOBBING ÜBERHAUPT!!!

ICH BIN EIN SCHLECHTES MOBBING OPFER, weil ich dieses Thema sicher immer anspreche und mich zur Wehr setze – ich habe mein Leben selbst in der Hand, also bin ich kein Opfer!!!


Vielleicht ist dem einen oder anderen Leser und Bewerter mein Bericht eine Hilfestellung.


Susanna Preininger
20. Feber. 2010
...
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Kommentare
christianpirker
christianpirker, 08.03.2010
Toller Bericht! Liebe Grüße, Christian
manu63
manu63, 21.02.2010
viele Grüße von Manuela
mima007
mima007, 22.02.2010
Viele Gruesse, mima007
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LittleGiant

Mobbing am Arbeitsplatz - und meine persönlichen Erfahrungen damit...

ein Testbericht von 2005-09-30 03:28:36 vom 30.09.2005
Empfehlung: nein
Vorteile: Nichts...
Nachteile/Kritik: Mobbing ist keine Lapalie. Wehrt Euch Laßt Euch nichts gefallen.
Mobbing scheint heute so einene Art "Volkssport" geworden zu sein. Was bedeutet es eigentlich, wenn jemand von sich sagt: "Ich werde 'gemobbt`!? Der Begriff 'Mobbing` entstammt - wie unschwer zu erkennen ist - der englischen Sprache. Es handelt sich bei dem Wort Mobbing um ein Kunstwort, dem das englische Verb "to mob" zugrunde liegt. Dies kann man mit "anpöbeln, über jemanden herfallen, angreifen, attackieren, sich zusammenrotten" übersetzen.

Bei Mobbing am Arbeitsplatz handelt es sich um ein Verhalten mit dem Ziel, den Angegriffenen zu "zermürben". Mobbing ist auch kein vorübergehender Zustand. Wer gemobbt wird, hat keine Ruhe mehr am Arbeitsplatz. Das Mobbing wiederholt sich regelmäßig, fast täglich... Das ständige "gemobbt werden" führt beim Opfer (ich spreche da aus eigener Erfahrung) zu Arbeitsunlust, zu Leistungsabfall. Das wiederum ruft den Chef auf den Plan, weil der mit der Arbeit des Betroffenen nicht zufrieden ist. Mobbing hat also nicht nur auf den Betroffenen selbst einen schädlichen Einfluß, auch auf das Betriebsklima im Allgemeinen und damit auf die Arbeitsleistung.

In meinem Fall ging es aber nicht nur um Probleme am Arbeitsplatz - auch mein Privatleben wurde durch Mobbing in Mitleidenschaft gezogen. Ich möchte die Geschichte mal - so gut ich eben kann - erzählen:

Zunächst einmal muß ich erwähnen, daß ich in einer Behindertenwerkstatt arbeite. Dabei handelt es sich aber keineswegs um einen ´Abstellplatz` für Behinderte, sondern um einen modernen Dienstleistungsbetrieb in der Direktmarketingbranche mit ca. 400 Mitarbeitern. Davon sind 300 Behinderte. Die anderen 100 Mitarbeiter setzen sich aus den verschiedensten Berufen zusammen. Unsere Firma bietet Direktmarketing, DTP-Satz, Offsetdruck, Kunst und Handwerk und einiges mehr an.

Diese Dienstleistungen, die bei uns erbracht werden, erbringen hauptsächlich Behinderte - natürlich unter fachkundiger Anleitung entsprechend ausgebildeten Personals. Es gibt hier speziell ausgebildete Gruppenleiter (die korrekte Berufsbezeichnung für diesen Beruf ist - wenn ich richtig informiert bin - Heilerziehungspfleger). Es gibt aber auch Personal, das nicht über diese spezielle Ausbildung verfügt, z. B. im Sekretariat bzw. in der Verwaltung oder in der Druckerei.

Einer meiner Vorgesetzten war - bevor er zu uns kam - als Büromaschinenmechaniker tätig. Ein anderer hat bei Saarberg gearbeitet und fing als Fahrer bei uns an, bevor er Gruppenleiter wurde. Ein Dritter war vorher bei der Post beschäftigt. Dann haben wir natürlich auch Fachpersonal für`s Lager. Nur um mal ein paar Beispiele zu nennen für Leute, die nicht von Berufs wegen mit Behinderten zu tun haben.

Zumindest die Leute, die bei uns als Gruppenleiter arbeiten - und in ihren früheren Berufen absolut nichts mit Behinderten zu tun hatten, mußten eine spezielle Schulung absolvieren. Den Beruf des Heilerziehungspflegers hier näher zu beschreiben, wäre ziemlich aufwändig - deshalb möchte ich auf folgende Internet-Adresse hinweisen. Hier könnt Ihr Euch sehr gut über das Tätigkeitsfeld des Heilerziehungspflegers informieren:
http://berufenet.arbeitsamt.de/bnet2 /H/kurz_B8624108.html

Nun aber zurück zum Thema "Mobbing":
Wie ich bereits erwähnte, gibt es in unserer Firma ca. 300 behinderte Mitarbeiter. Hier sind alle möglichen Arten von Behinderungen vertreten: Blinde, Spastiker, Gehbehinderte und und und... Die muß man wiederum unterteilen in solche Behinderten, die z. B. von Kindheit an behindert sind und deshalb nie einen Beruf erlenen konnten - und solche, die mal ein ganz normales Leben führten, und dann durch einen Unfall oder eine Krankheit "aus der Bahn geworfen" wurden.

So etwas kann jedem passieren. Einige prominente Beispiele: der Handballer Joachim Deckarm und der - kürzlich verstorbene - Schauspieler Christopher Reeve ("Superman"). Auch der weltbekannte Physiker Professor Stephen W. Hawking gehört dazu. Diese Leute haben alle mal ein normales Leben geführt. Bei Deckarm und Reeves waren es Sportunfälle, die zu ihrer Behinderung führten - bei Professor Hawking war es die unheilbare Nervenkrankheit ALS.

Es gab da einen (ebenfalls) behinderten "Kollegen", der wegen einer Nierentransplantation seinen erlernten Berif (Maler) nicht mehr ausüben konnte. So kam er zu uns. Ich bin selbst behindert und habe einen Büroberuf erlernt, 10 Jahre in der EDV gearbeitet. Der Malergesele - K. - war aber offensichtlich nicht nur körperlich (durch seine Nierengeschichte) behindert, sondern auch geistig (oder psychisch). Er glaubte nämlich, er sei was Besonderes! Er erzählte immer wieder gerne und laut, daß er Geselle sei und wie er damals (vor seiner Krankheit) "den Stift flottgemacht" habe. Das erzählte er fast täglich. Um ihn herum etwa 100 behinderte Kollegen (und deren Betreuer), die sich das immer wieder anhören mußten - ob sie wollten oder nicht! Der stolze Herr Geselle nahm überhaupt keine Rücksicht auf die Gefühle seiner Mitarbeiter. Die waren ihm egal. Schließlich hielt er sich ja für was "Besseres". Dabei gibt es viele Leute hier, die - ähnlich wie er - ein ganz normales Leben führten, bis ein Unfall oder eine Krankheit ihr Leben total "umgekrempelt" hat...

Gefördert wurde dieses Verhalten (leider) ausgerechnet von unseren Vorgesetzen. Da K. einen Handwerksberuf erlernt hatte, leistete er gute Arbeit - und genoß auch einiges Ansehen bei unseren Vorgesetzten. Dies nutzte er schamlos aus, um andere - behinderte - Mitarbeiter, die ihm nicht gewachsen waren, zu schikanieren... Und dabei war er nicht gerade zimperlich.

K. war nicht der Einzige, der einen Gesellenbrief o.ä. hatte. Er war aber weit und breit der Einzige, der meinte, er müsse ständig (und lautstark) darüber reden! Was seine Kollegen davon hielten, interessierte ihn überhaupt nicht.

Wäre ihm seine Krankheit nicht dazwischen gekommen, wäre er wohl Meister geworden und hätte vielleicht sogar eine eigene Firma. Es steht mir auch nicht zu, seine Arbeitsleistung zu bewerten - aber was den Umgang mit Menschen betraf, war der Kerl eine Katastrophe. Davon hatte er null Ahnung! Ich muß dazu sagen, die Firma wo K. vor seiner Krankheit arbeitete, war eine Drei-Mann-Firma: Meister, Geselle und Lehrling. Und da war K. (als Geselle) natürlich eine "große Nummer". Hier war er jedoch nur noch "einer von Vielen". Und diesen "Abstieg" konnte K. wohl nicht verkraften!? Er hätte wohl gerne die Zeit zurückgedreht!?

Er benahm sich gegenüber anderen (behinderten) Kollegen sehr überheblich. Das bekam auch ich zu spüren. Ich sagte ihm mal, er solle doch bitte "den Ball etwas flach halten" und die Leute in Ruhe lassen. Und er habe doch sicher auch mal "klein angefangen" - als Lehrling. Und da habe es ganz sicher auch jemanden gegeben, der ihn "flottgemacht" hätte. So etwas wollte K. natürlich nicht hören. Darauf reagierte er ziemlich allergisch... Nein, er war schon immer eine "große Nummer".

Andere Leute "flott zu machen" schien K. sehr viel Spaß zu machen. "Austeilen" konnte er ganz prima! Nur vom "Einstecken" hielt er herzlich wenig. So geriet ich mal heftig mit ihm aneinander. Schließlich habe ich ja auch einen ehrbaren (Büro-) Beruf erlernt, und hatte es daher absolut nicht nötig, mich von diesem arroganten Schnösel "flott machen" zu lassen. Ich sagte ihm also mal ganz deutlich meine Meinung.

Das hat K. (natürlich) überhaupt nicht gefallen, und so stellte er mir (vor allen anderen Kollegen) als Deppen und als Lügner dar. Er war natürlich völlig unschuldig!

Unterstützung (von meinen damaligen Vorgesetzen) bekam ich so gut wie garnicht! Man sagte mir nur (sinngemäß): "Laß gut sein, jetzt hast du deinem Ärger Luft gemacht - und damit ist die Sache erledigt!" Eine erstaunliche Reaktion angesichts der Tatsache, daß es jede Menge Zeugen für das unkollegiale Verhalten von K. gab. Und darunter hatte nicht nur ich zu leiden, auch andere.

"Erledigt" war die Sache leider noch lange nicht! Es gab aber da nämlich noch einen "Nebenkriegsschauplatz", wenn ich das mal so nennen darf.

Die Vorgeschichte: Als unsere Firma eine neue Filiale bezog - ebenfalls in SB - fuhr ich dort mit dem Zug hin. Ich fuhr also zunächst mit dem Zug nach SB und dort stieg ich in einen anderen Zug um, der noch ein Stück weiterfuhr. In diesem Zug lernte ich eine bildhübsche, junge Dame kennen, die ebenfalls in diesem Ort arbeitete - aber bei einer anderen Firma. Wir kamen im Lauf der Zeit näher und ich verliebte mich in die junge Dame. Das bekam K. (der auch mit diesem Zug fuhr) natürlich mit.

Damals verstand ich mich mit K. noch recht gut. Als er mich aber mit dieser jungen Dame sah, brannten bei ihm wohl einige Sicherungen durch. So etwas nennt man wohl Eifersucht!? Eigentlich völlig unverständlich, denn K. hatte selbst eine Partnerin. Aber wenn es nicht Eifersucht war, die K. zu diesem Verhalten trieb, was war es dann... Eifersucht ist bekanntlich "eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft..."

Damals wußte ich leider (noch) nicht, welch "linke Bazille" K. wirklich war! Deshalb habe ich ihm vertraut, habe ihn auch mal um Rat gefragt - weil ich dachte, ich hätte es mit einem vernünftigen, erwachsenen Menschen zu tun. W. K. war damals ein erwachsener(?) Mann von 38 Jahren. Das hätte ich mal besser nicht tun sollen, denn von nun an machte K. ständig "Theater" - so ungefähr nach dem Motto: "Hurra, M. hat eine Freundin!" Er gab sich wirlich alle Mühe, diese "frohe Botschaft" überall in unserer Abteilung zu verbreiten - allerdings ohne meine Zustimmung. Ich wollte meine Ruhe haben und diese Beziehung einfach nur genießen. Auf die "PR-Maßnahme" des "Kollegen" K. hätte ich gut und gerne verzichten können...

Mit der Ruhe war es endgültig vorbei, als sich noch ein anderer "Kollege" - B., ein Fahrer - in die Sache einmischte. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt meine Freundin M. (in die ich schwer verliebt war) schon einige Zeit nicht mehr gesehen. Durch den "Kollegen" K., der lautstark (aber gegen meinen Willen) verkündete, daß ich eine Freundin bei der Firma O.... hätte, erfuhr auch B. davon. K. machte sich (leider sehr lautstark) "Sorgen" darüber, daß er mich und meine Freundin M. schon lange nicht mehr zusammen gesehen hätte. Ich hab`s mir verbeten, daß K. sich in meinen Kram einmischte, doch der kümmerte sich garnicht drum (O-Ton: "Was willst du denn dagegen tun!?"). K. hatte offensichtlich vor nichts und niemandem Respekt!?

Eines Tages kam der Fahrer (B.) von einer Dienstfahrt zurück und behauptete, er sei bei der Firma O.... gewesen. Und er solle mir von M. ausrichten, daß sie heiraten würde und ich sie gefälligst in Ruhe lassen solle! Ich beklagte mich also bei M., warum sie mir das nicht selbst gesagt habe und diesen B. vorgeschickt hätte. M. wußte jedoch nichts davon - und beklagte sich ihrerseits bei unserem gemeinsamen Bekannten K. Und der hat ihr (was ich ihm nie verzeihen werde) natürlich erzählt, ich sei wohl verrückt - ich hätte nicht mehr alle Tassen im Schrank...

Das führte schließlich dazu, daß M. mir seitdem aus dem Weg geht. Inzwischen habe ich ihr alles erklärt (per Brief) und sie hat`s wohl auch verstanden!? Sie hat sich sowohl bei K. als auch bei B. gemeldet (ich gab ihr die Telefonnummer unser Firma) und hat die beiden - vermutlich - fürchterlich "zur Sau gemacht"... Doch mit mir spricht sie (leider) nicht mehr. M. hat heute wahrscheinlich längst schon einen anderen Partner und will sicher nichts mehr von mir wissen!?

K. ist, wie ich bereits erwähnte, inzwischen verstorben. Dem ist das jetzt alles sowieso egal.Mit B. habe ich mich zwar ausgesprochen, doch ein normales, kollegiales Verhältnis werden wir beiden nie wieder haben...

Wäre ich Chef und nicht ein "gewöhnlicher" Mitarbeiter - ich hätte die Herrschaften gnadenlos vor die Tür gesetzt.... Ich möchte noch erwähen, daß K. nicht zum Personal gehörte, also kein Vorgesetzter war. B. gehört jedoch zum Personal und ist damit einer meiner Vorgesetzten. Ich "erklärte" ihm, wenn er den Begriff "Behinderte" mit "Idioten" verwechseln würde, dann habe er hier nichts zu suchen, dann sollte er sich gefälligst einen anderen Job suchen...Für den Angestellten einer Behindertenwerkstatt sei das eine sehr "lobenswerte" Einstellung!

Beschwert habe ich mich zwar, aber genutzt hat`s (fast) nichts! Wir haben in dieser Behinderten-Werkstatt, wo ich arbeite, auch einen sozialen Dienst - und mit dem mußten sich die beiden "Helden", K. und B. dann auch zwangsläufig auseinandersetzen! Ernsthafte Konsequenzen (z. B. Abmahung oder gar Kündigung) gab`s für die beiden jedoch nicht...

M. - meine Ex-Freundin - hat meinen "lieben Kollegen" K. und B. sehr wahrscheinlich auch ein paar deutliche Worte gesagt... Das konnte ich feststellen, als beide Herren - unabhängig voneinander - mir eines Tages über`n Weg liefen und einen Gesichtsausdruck machten, als wollten sie mich fressen... Ich hab` mich später dann doch noch überwunden, mit den beiden darüber zu sprechen - im Beisein eines Sozialarbeiters (der mir übrigens sehr geholfen hat). Und da waren die beiden "Helden" plötzlich sehr kleinlaut... Ich hatte jetzt zwar meine Genugtuung, doch meine (Ex-)Freundin M. sah ich seitdem nie wieder...

K. hat Ihr - wie ich inzwischen erfahren habe - hinter meinem Rücken das Märchen vom "großen Vorgesetzten" erzählt - und hat dafür gesorgt, daß M. mir aus dem Weg ging. Dazu kam noch das Verhalten des anderen "Kollegen" B. So mußte M. mich zwangsläufig für verrückt halten und brach den Kontakt zu mir ab.

Meinen Vorgesetzten muß ich leider den Vorwurf machen, daß sie die Sache wie eine Lapalie behandelt haben. Mobbing ist jedoch alles andere als eine Lapalie.... Ich hätte natürlich kündigen- und vielleicht woanders unterkommen können - aber im Großen und Ganzen fühlte ich mich in dieser Firma ja durchaus wohl! Und als Behinderter eienen (neuen) Arbeitsplatz zu finden, ist doppelt schwer.

Ich muß dazu sagen - von Mobbing hatte ich damals (leider) noch keinen blassen Schimmer! Gehört (und gelesen) habe ich natürlich schon davon - aber wer rechnet denn schon ernsthaft damit, daß ihm so etwas mal selbst passieren kann!? Mir hat damals niemand geholfen. Ich war ziemlich auf mich allein gestellt - bis ich mich an unseren sozialen Dienst wanndte. Wie bereits gesagt - meine Vorgesetzen / Gruppenleiter haben sich nicht wirklich ernsthaft mit dem Thema auseinandergesetzt...
----------
Damit Euch so etwas garnicht erst passiert - oder damit Ihr wißt, was zu tun ist, wenn es dazu kommt, nenne ich hier ein paar nützliche Internet-Adressen. Mir nutzen diese leider nichts mehr, denn damals hatte ich noch keinen Internet-Anschluß. Aber vielleicht Euch, liebe Ciao-Leser.

In diesem Sinne. Wehrt Euch. Laßt Euch nicht unterkriegen... Das ist aber leichter gesagt, als getan. Erst recht dann, wenn man auf sich allein gestellt ist, keine Unterstützung bekommt.

Internet-Adressen, die Infos zum Thema Mobbing bieten:
- http://www.mobbing-am-arbeitsplatz.de/
- http://www.mobbing-help.de/PC/neu/intro_4.htm
- http://www.mobbing-net.de/

(c) LittleGiant für "Yopi" und "MyMeinung", Cybermike1202 für "Ciao!"
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antjeeule
antjeeule, 13.12.2004
Das ist eine schlimme Sache, mit der man Menschen so stark destruieren kann, dass sie nicht mehr aus noch ein wissen. In deinem Fall halte ich es jetzt mal eher fuumlr eine uumlble Nachrede von diesem Fahrer, der offensichtlich seine eigenen Probleme h
Chrillemaus
Chrillemaus, 04.10.2005
leider ist das sehr verbreitet in der heutigen Zeit, eine schlimme Sache. LG Martina
Dr.Claudia
Dr.Claudia, 14.11.2005
SH LG von Claudia
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Es ist NIE richtig vorbei...

ein Testbericht von 2004-06-01 18:49:33 vom 01.06.2004
Empfehlung: nein
Vorteile: absolut NICHTS...
Nachteile/Kritik: es tut verdammt weh, je nachdem körperlich oder seelisch, es prägt den Menschen, macht ihn kaputt und verfolgt ihn, ...
Liebe Leserinnen und Leser,

heute gibt es mal einen sehr persönlichen Bericht von mir. Eigentlich weiß ich gar nicht, ob es nicht vielleicht sogar besser wäre, wenn ich ihn nichte veröffentliche, aber ich schreibe mir jetzt einfach mal Alles von der Seele und hoffe, dieser Beitrag kann MIR bei der Aufarbeitung der Vergangenheit helfen.

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Vorgeschichte
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Bereits in meiner Anfangszeit hier habe ich einen Beitrag zu dem Thema geschrieben. Allerdings wusste ich damals noch nicht, dass es eine spezielle Kategorie dafür gibt und es war alles ziemlich verworren, da ich zu der Zeit mittendrin steckte. Nun ist das Ganze etwas über zwei Jahre her und ich fühle mich in der Lage nochmals darüber zu berichten. Naja, das eher nicht, aber ich habe das Gefühl, dass ich es loswerden muss, da es immernoch tief in mir drinsitzt...

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Der Anfang vom Ende
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Ich war eine ganz normale Schülerin. Bereits in der Grundschule und im Kindergarten war es bei mir so, dass ich nur eine handvoll Menschen um mich herum brauchte, um glücklich zu sein. Lieber weniger und dafür gute Freunde war meine Devise und ist es noch heute. Eigentlich bin ich immer gut gefahren mit dieser Einstellung. Es gab Leute, mit denen ich klarkam und andere, mit denen ich weniger zu tun hatte - ganz normal eben. Was die Gruppen anging, so gehörte ich von den Noten her zu den besseren, aber das war auch in Ordnung so.

Auch auf der Gesamtschule ging es so weiter. Ich hatte "meine Leute" und war zufrieden. Zwar splittete sich unsere Klasse schon bald auf, aber die Gruppen waren ungefähr gleich groß und standen sich nicht im Weg. Man akzeptierte sich gegenseitig. In dieser Zeit hatte ich ein weibliches Wesen an meiner Seite, was ich damals als meine beste Freundin bezeichnet habe. Eine ruhige, liebe Person, ebenfalls gut in der Schule. Wir konnten uns gut unterhalten, lachen, aber auch zusammen weinen. Es war schön und ich mochte sie wirklich gern. Außerdm ist immer was anderes, ob man Jemanden in der Klasse hat, mit dem man sich super versteht oder ob man allein ist.

Es war wohl die neunte oder zehnte Klasse, als ich eine gesundheitliche Pechsträhne hatte. Ich bin kein Mensch, der wegen einer Kleinigkeit fehlt, aber zu der Zeit kam ich wirklich vom Hundertsten ins Tausendste. Nicht nur, dass es mir je nachdem was es war weh tat, nein ich hatte auch noch einiges aufzuholen, wenn ich wieder da war. Und nicht nur schulisch betrachtet, wie sich schon bald herausstellen sollte..

Eines schönen Tages (als ich gesund war) war ich in einer Eisdiele und wurde von dem Kellner angemacht. Das war mir in dem Moment aber gar nicht klar, da ich irgendwas anderes im Kopf hatte oderso. Jedenfalls liess ich ihn indirekt abblitzen. Im Nachhinein erzählte ich dann einigen Bekannten von dem Szenario in der Eisdiele. Sie klärten mich auf, dass eben dieser Kellner gerne mal Besucherinnen vernascht, obwohl er Frau und Kind hat. Abgeblitzt wäre er auch noch nie. Daraufhin meinte ich spaßeshalber, dass ich dann ja seinen Stolz verletzt hätte. Wir alberten noch ein bißchen herum und wechselten irgendwann das Thema.

Joar, und irgendwie bin ich dann etwas später auch mit meiner Freundin auf dieses Erlebnis gekommen, als wir mal wieder über Gott und die Welt gesprochen haben. Ich erzählte ihr, was genau passiert und eben nicht passiert war und was meine Bekannten gesagt hätten. Wir kamen ebenso schnell auf ein anderes Thema - so sind Frauen nunmal.

Etwas später kam es, dass meine Klasse einen Museumsbesuch gemacht hat. Ich war natürlich auch mit von der Partie, bekam aber leider aus welchen Gründen auch immer - schlechte Luft, niedriger Blutdruck, ect. - einen mittelschweren Kreislaufkollaps. Kurz gesagt, ich fiel um wie ein Stein. Um mich gekümmert hat sich allerdings nicht meine beste Freundin, sondern die Älteste aus der Klasse. Selbst der Klassenlehrer wollte sich meiner nicht annehmen und latschte einfach weiter. Über das Wochenende ruhte ich mich aus, tankte Kraft und ging voller Elan am folgenden Montag wieder in die Schule.

Dort angekommen redete ich ganz normal mit meinen Mitschülern. Seltsamerweise würdigte mich meine Freundin keines Blickes und sprach auch sonst kein Wort. Ich dachte mir nichts dabei. Vielleicht hatte sie mich nicht gehört oder schlechte Laune! Doch auch die nächste Zeit ging es so weiter und plötzlich begannen die Mädels in meiner Klasse zu tuscheln, kichern und mit dem Fingern auf mich zu zeigen. Schon bald fragte ich mich, was hier eigentlich los sei, besonders in Situationen, wenn Gruppenarbeit anstand und keiner mit mir in eine Gruppe wollte oder alles, was ich sagte oder tat blöd kommentiert oder ich wie Luft behandelt wurde..

Geradezu beiläufig erfuhr ich, dass ich mich verändert haben solle, ja gar gelogen und angegeben hätte ich! Ich hätte mich damit gebrüstet, dass dieser Typ aus der Eisdiele mit mir habe schlafen wollen. - Ich kam mir vor, wie in einem schlechten Film. Das war doch gar nicht wahr! Ich habe das doch gar nicht gesagt! Der war mir doch wurscht und so etwas habe ich gar nicht nötig!

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Der nächste Schlag
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Es war soweit, ich wurde geschnitten. Ein furchtbares, aber sehr passendes Wort. Man ist anwesend, aber Luft für die anderen. Reiner Psychoterror. Die Lust an der Schule, die mir lange Zeit so viel Freude bereitet hat, wurde immer weniger. Mich würde doch eh niemand vermissen. Denn jetzt war es so, dass die ganze Klasse mitmachte. Die einen heckten Dinge aus, um mich zu quälen - wenn auch "nur" mit Worten und bestimmten Aktionen, handgreiflich wurden sie nicht - die Anderen waren ganz einfach nur Mitläufer, die Angst hatten, dass sie selbst bald dran sein könnten. Besonders enttäuscht war ich dabei von den Jungs und den Mädels, die mich doch bis vor kurzem noch gemocht hatten.

Ebenso die Lehrer und Schulleiter! Ich weiß nicht mehr wann, aber irgendwann haben es meine Eltern herausbekommen. Sie merkten natürlich, dass ich begann mich zu verändern und regelrechte Panik vor der Schule hatte. Auf jeden Fall sprachen wir erst mit dem Klassenlehrer, welcher alles total herunterspielte. Er würde davon nichts mitbekommen und es seien halt Kinder. So hielt ich es weiter aus. Vielleicht war ich wirklich einfach empfindlich und solle mich nicht so anstellen. Anderen geht es noch schlimmer!

Irgendwann stand dann eine sehr schwere Chemie-Arbeit an, für die wirklich die Mehrheit der Klasse einen Spicker hatte. Selbst ich hatte mir einen gemacht, was ich bis zu diesem Zeitpunkt nie getan habe. Aber ich konnte einfach nicht lernen und mich auf so etwas konzentrieren. Außerdem hoffte ich tief in meinem Inneren, dass ich durch diese total bescheuerte Aktion wieder zu der Klasse gehören würde! Es kam natürlich wie es kommen musste - die Arbeit fiel super aus und ich wurde beim Spicken erwischt. Mir stand natürlich niemand bei, im Gegenteil: es wurde noch mehr gelästert und sich wahnsinnig darüber gefreut. Ich hätte es eben nötig und sie nicht. Am liebsten hätte ich die Anderen verpfiffen, aber man hätte mir eh nicht geglaubt und ich hatte viel zu große Angst, den Mund aufzumachen.. Glück im Unglück hatte ich dann doch irgendwo noch, da auch meine Chemielehrerin meine Verwandlung beobachtet hatte. Sie wusste, dass dies nicht meine Art sei und ich ganz schön verzweifelt sein müsse, wenn ich sowas tue - und gab mir eine Vier. Die Note war mir total egal, da ich damit kämpfte, wie ich den nächsten Schultag einigermaßen unbeschadet überstehe.

Meine Eltern wurden von der Lehrerin informiert, hatten ein Gespräch mit ihr und danach gings direkt zum Schulleiter. Der empfahl nur, dass ich zur Schulsozialarbeit gehen sollte. Gesagt, getan. Nach einem Schultag ging ich regelmäßig zu einer netten Frau und heulte mich bei ihr aus. Sie gab mir Tipps, die ich allesamt befolgte, aber die auch alle nichts brachten. Beispielsweise schlug sie vor, dass sich die ganze Klasse zusammensetzen und reden sollte. Das sah dann so aus: wir saßen im Kreis und die übelsten Beschuldigungen prasselten auf mich ein. Ich musste mich schwer zusammenreißen, nicht auch noch vor der ganzen Meute loszuheulen, aber egal, was ich sagte oder versuchte zu erklären, es wurde gleich wieder auseinandergenommen oder total verdreht! Ein Teil der Klasse hielt sich aus raus, was ich ebenfalls nicht gut fand. Alles in allem hatte mich diese Aktion nicht weiter gebracht.

Daraufhin gab der Schulleiter unserer Klasse den Auftrag, dass Jeder von uns über Jemanden schreiben soll, den er oder sie aus der Klasse besonders mag und warum. Wie mir DAS helfen sollte, weiß ich bis heute nicht! Natürlich wollte niemand über mich schreiben, sodass ich einem Mädel zugeteilt wurde. Mit ihr hatte ich mich früher mal verstanden und ich hatte auch wirklich nichts gegen sie. Ich schrieb neutral über sie und sie neutral über mich. Immerhin! Ich dachte schon, ich hätte es geschafft. Doch beim Einsammeln unserer Ausarbeitungen krallten sich ein paar Mädels meinen Schrieb und befanden den natürlich als furchtbar schleimig.

Joar, danach kam die Schulsozialarbeiterin auf die Idee, dass sich nur mal meine ehemals beste Freundin und ich zusammensetzen und reden sollten, da anscheinend ja alles von ihr ausging und sich die Anderen nur ihr angeschlossen hätten. Klang wirklich plausibel! Wieso sollte ich was dagegen haben? Immerhin wollte ich doch Besserung! An einer Freundschaft war ich schon lange nicht mehr interessiert, aber es müsste doch möglich sein, dass wir wenigstens das Nötigste besprechen und zusammen arbeiten können, wenn wir in eine Gruppe eingeteilt werden! - War es nicht...

Es ging schon damit los, dass sie meinte, nicht allein mit mir sprechen zu können und wollen. Sie wollte Verstärkung haben. Da begann mein Lehrer endlich mal, sie etwas härter anzupacken: immerhin wäre das eigentlich eine Sache zwischen uns beiden gewesen und sie hätte die Anderen mit 'reingezogen! Im Übrigen säße ich ihr ja auch allein gegenüber. Nicht mal angeschaut hat sie mich, die sonst so zurückhaltende, liebe. Sie sprach ausschließlich mit meinem Lehrer und so, als wäre ich gar nicht da oder hätte Malaria. Sie könne mir einfach nicht verzeihen und wäre so maßlos enttäuscht.

Fast hätte ich eine verdammt feige Aktion von dem Schulleiter vergessen: es stand also fest, dass ich das beste aus der Sache zu machen hatte. Damit wollten sich meine Eltern und ich aber nicht abgeben, weshalb sie versucht haben, einen Termin mit oben genanntem Herren zu vereinbaren, damit er uns vorschlägt, was wir tun sollen. Man solle denken, dass sich Pädagogen mit sowas auskennen...Stattdessen liess er sich entschuldigen - er wäre krank oder auf Dienstreise oderso. Im Nachhinein fanden wir heraus, dass das gar nicht gestimmt hatte. Schwanz einziehen und der Wahrheit nicht ins Auge sehen nennt man sowas...absolut enttäuschend und geradezu beschämend..

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Neue r Versuch, neues Glück?
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Ich weiß schon gar nicht mehr wie, aber ich habe die restliche Zeit noch 'rumbekommen. Außerhalb der Schule liess ich mir den Rücken von meiner Familie und meinen anderen Freunden stärken und in der Schule selbst versuchte ich einfach mein Ding zu machen. Es war wirklich unglaublich schwer für mich, besonders da es nie wieder wie früher wurde.

Schließlich war die zehnte Klasse vorbei und es sollte eine neue Zeit auf einer neuen Schule beginnen. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie sehr ich mich auf diese neue Chance gefreut habe! Ein vollständiger Neuanfang. Natürlich hatte ich auch große Angst, dass es so weitergehen würde. Immerhin hatte ich am eigenen Leib spüren dürfen, wie schnell sich das Leben ändern kann. Im einen Moment versteht man sich gut und zack, ist alles vorbei und ganz anders! Zusätzlich sollten auch noch eine handvoll der Menschen, die mich so fertig gemacht hatten, ebenfalls auf dieser neuen Schule sein...

Meine Eltern bekamen durch eine Folge der Talkshow Fliege mit, dass es eine Art Organisation gibt, die sich mit Mobbingopfern beschäftigt. Man trifft sich wohl mit "Gleichgesinnten" zu Gesprächen oderso. Aus mir mittlerweile unerklärlichen Gründen habe ich betont, dass ich das nicht will. Meine Methode war die Verdrängung, aber dazu erst gleich mehr.

Nach den Sommerferien kam ich also auf die neue Schule. Ich war total nervös und fertig mit den Nerven, aber Gott meinte es gut mit mir: niemand meiner Peiniger war direkt in meiner Klasse und ich hatte nur drei Kurse gemeinsam mit Mitläufern. Es begann eine wirklich schöne Zeit. Wenn ich über den Schulhof lief, reifen immer mehrere Dutzend Schüler meinen Namen, alle kannten und mochten mich - ich wurde sogar mit großer Mehrheit zur Klassensprecherin gewählt!

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Die Gegenwart
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Momentan befinde ich mich in der zweijährigen Ausbildung. Die Schule habe ich in der elften Klasse verlassen, da ich mich spaßeshalber nebenbei beworben und so weniger Druck als andere hatte. Prompt wurde ich nach der vierten Bewerbung angenommen und habe auch zugesagt, da ich eh nicht studieren, sondern einen Beruf mit Menschen und Verwaltung ausüben wollte.

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Nachwirkungen?
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Absolut! Die sind aber wahrscheinlich auch mein Fehler. Ich habe diesen negativen Teil meines Lebens bis vor kurzem zu verdrängen versucht. Stattdessen hätte ich ihn aufarbeiten und gegen angehen sollen, das weiß ich heute! Immerhin hat mich das Ganze doch sehr geprägt und verändert. Beispielsweise fällt es mir ziemlich schwer, zu Jemandem Vertrauen aufzubauen, da ich erfahren musste, dass sich alles auf einen Schlag ändern kann. Dieses Mädel und ich waren ganze drei Jahre befreundet, als es bergab ging. Anscheinend ist gemeinsam verlebte Zeit heutzutage nichts mehr wert und man hat im Leben keine Sicherheit, was ich sehr schade finde und auch einfach brauche...

Genauso in Beziehungen. Bisher habe ich es zwei Mal erlebt, dass ich mich auf Jemanden eingelassen habe und bereit war, mehr Gefühl zuzulassen. Doch im letzten Moment wurde von IHM dann ein Rückzieher gemacht und ich stand allein da. Traurig und verletzt. Solche Erfahrungen bestätigen mich nur darin, dass einfach alles vergänglich ist.

Meine Freunde wissen genau, was ich wann wie meine. Bei ihnen blühe ich auf und kann ganz ich selbst sein. Nachdem ich erleben musste, dass wohl die Kombination aus meinem spaßig gemeinten Spruch und meinem Fehlen, zu dem ganzen Debakel geführt hat, habe ich schlichtweg Angst, nochmal einen Fehler zu begehen. Ich meine etwas scherzhaft und es kommt anders an. Teilweise reagiere ich auf manche Neckereien, die ja im Job undso ganz normal sind, gar nicht, da ich keinen erneuten Fehltritt leisten will...

Vielleicht kann das Mancher nicht so nachvollziehen, aber dieses Erlebnis hat auch meine Einstellung zu ciao beeinflusst. Es war nämlich so, dass ich nicht nur einen Großteil "meiner Leute" verloren habe, sondern noch meine restlichen Freunde in dieser für mich schweren Zeit weiter weg waren oder selbst genügend andere Dinge um die Ohren hatten. So kam es, dass ich gegen April vor zwei Jahren hier so richtig aktiv wurde. An sich nichts besonderes, aber die Reaktionen auf meinen ersten Beitrag zu diesem Thema - der verworrene, ihr erinnert euch vielleicht - haben mir gezeigt, dass es hier durchaus verständnisvolle, nette Menschen gibt! Ich meine jetzt keine Schleimer oder Personen, die einem nur Mitleid entgegenbringen, sondern welche, die wirklich zuhören und Tipps geben. Zusätzlich habe ich dank dieser Community ein Mädel wiederfinden dürfen, was mir gleich beim ersten realen Treffen unendlich sympathisch wurde, ich sie aber leider aus den Augen verlor und die mir im Laufe der nächsten Zeit [bis heute] zeigte, was die Bedeutung von wahrer Freundschaft ist! Ich weiß nicht, was ich ohne sie tun würde oder wer ich ohne sie wäre, weshalb dieses vermeintliche Verbraucherportal eine stärkere Bedeutung für mich hat als blosse Geldmacherei oder ähnliches...

~*~*~*~*~*~*
Schlusswort
~*~*~*~*~*~*
Niema ls hätte ich gedacht, dass mich solch ein vermeintlich kleines Erlebnis so prägen und im Nachhinein noch verfolgen würde! Sicherlich gibt es viel schlimmere Dinge im Leben, aber es wird einen Grund haben, wieso sich so mancher Mensch aufgrund von Mobbing das Leben nimmt. Ich kann nur sagen, dass ich das wirklich niemandem wünsche! Es gibt vielleicht auch Personen, die durch sowas stärker werden, aber bei mir ist es eher ins Gegenteil umgeschlagen. Das merke ich jetzt wieder mal, denn ich habe lange nicht über diese Geschichte gesprochen, geschweigedenn auch nur nachgedacht. Mir wird soeben bewusst, wie sehr ich doch gelitten habe, wie kaputt ich dadurch gegangen bin und wie sehr ich hoffe, das Ganze bald verarbeiten und abhaken zu können. Denn so, wie ich momentan mit Tränen in den Augen - vielleicht auch nur tief in mir drinnen und für andere unsichtbar - bin, möchte ich nicht mehr lange sein..

Puh. Einer meiner schwersten und anstrengendsten Beiträge im Café...Vielen Dank für eure Aufmerksamkeit und das ich mich einfach mal ausheulen konnte!


In diesem Sinne,

colada1985
im Juni 2004


~~ Allen direkt Betroffenen wünsche ich von Herzen ganz viel Kraft und Menschen, die sie unterstützen, damit sie es schaffen und verarbeiten können! Macht es BITTE nicht wie ich, denn ihr werdet es im Nachhinein bereuen, das versichere ich euch.. ~~
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Kommentare
Brita2905
Brita2905, 11.07.2004
Ich habe Deinen Bericht gelesen und kann mich eigentlich nur anschlieszligen: Es tut mir leid, dass Du diese Erfahrung machen muszligtest. Mobbing ist mehr als nur unfair und wohl leider die quoteinfachstequot Variante, des Nichtmiteinanderredens,
Jacqui01
Jacqui01, 30.07.2004
nur zur Genuumlge. Solche Erlebnisse praumlgen einen fast fuumlrs ganze Leben. Ich hab auch einiges durch u. leide heute noch unter bestimmten Erlebnissen aus der Kindheit und Jugend. Ich finde es aber sehr mutig von Dir, daszlig Du so offen daru
LittleGiant
LittleGiant, 07.11.2004
Ich habe selbst mal bittere Erfahrungen mit Mobbing gemacht. Daher kann ich jeden verstehen, der sich daruumlber beklagt. Mobbing ist kein Kavaliersdelikt, Mobbing ist kriminell. Vielleicht werde ich irgendwann mal einen eigenen Beitrag daruumlber
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marsupilami1964

MOBBING - ein Seelenmörder schlimmster Art und Weise !!!

ein Testbericht von 2003-03-26 21:10:13 vom 26.03.2003
Empfehlung: nein
Vorteile: nichts !!!...
Nachteile/Kritik: Macht krank...!!!
Ich hab es hinter mir ... gut 15 Monate habe ich mich der Situation Mobbing ausgesetzt und geglaubt, ich hätte Rückgrat genug, das durchzustehen. Anlass von Mobbingaktionen gegen mich und andere in einer IT-Firma war, dass es ab Ende 2001 bergab ging. Ich gehörte zu jenen, die man loswerden wollte, weil ich "teurer" war als Teamkollegen, indes aber nach "Sozialauswahl" nicht hätte geschasst werden können. Also die schmutzige Variante... und da ich auch noch für den Betriebsrat als Kandidat aufgestellt war, griff ein zusätzlicher Kündigungsschutz.Hier ein soganntes Mobbingtagebuch, wie es von Beratungsstellen immer empfohlen wird. Nicht jeder Zusammenhang wird nachvollziehbar sein, jedoch die Kernaussagen...----------------------ANFANG Mobbingtagebuch15.11.2001 MarK K. beschimpft Jean-Louis G. als"eine kleine Nummer", droht in einer Thematikmit "Konsequenzen", verfälscht Tatsachen, um eigene Fehler zu verbergen (Beschwerdeüber Reinhold Sch. an Dr. K., die ihn angeblichnie erreicht hat)Mitte 12/2001 Wegnahme von Aufgabengebieten: Frau J. teilt mit, dass Jean-Louis G. in Kürze nicht mehr für den Bereich Mobilfunk verantwortlich seiAnfang 01/2002 Jean-Louis G. erfährt, dass er in Kürze nicht mehr für den Bereich "Reisen" zuständig wäre und erhält seitens des Betriebsrates die Info, dieses Idee käme seitens Frau J.14.01.2002 Jean-Louis G. weist darauf hin, dass Frau J. trotzmehrerer Rückfagen zu prüfende Bedarfsmeldungen bis zurückliegend 07.11.2001 zurückhält und auf Rückfragen nicht antwortet und der Zustand zu wüsten Beschwerden u.a. gegenüber Jean-Louis G. führt. Daraufhin wird Jean-Louis G. zur stellvertretenden Personalleiterin Dr. O. zitiert, die diese Reklamation als unangebracht abtut und dann beiläufig informiert, man erwäge, Jean-Louis G. als Ausbilder abzusetzen, da er Mark K. (siehe 15.11.01) im Ansehen "geschadet hätte", als Jean-Louis G. zur Diskussion stellte, wie eine Schweizreise finanziert würde und sich Jean-Louis G. wie andere Ausbilder nicht bereit erklärte, diese gesamteGruppe über seine private Kreditkarte vorzufinanzieren!Hierzu nimmt der Betriebsrat mit Email vom 22.01.02 Stellung und informiert Dr. O., man sei mit der Ausbildertätigkeit von Jean-Louis G. sehr zufrieden und sähe keinen Änderungsbedarf.März 2002 Kommentar MarK K. "du siehst heute scheisse aus"Juni 2002 Marc-K. legt Jean-Louis G. wie erbeten die Personakte vor. Es fehlen mehrere wichtige Belege, u.a. ein Attest In Bezug auf einen Unfall. Kommentar in abfälliger Form: "ach, du bist auch so einer mit 5-Kilo-Schein".Später: will sich laut Info per Email vorbehalten, was er in diePersonalakte von den fehlend eingereichten Belegen sowie der schriftlichen Stellungnahme hinzunimmt. Aus unerfindlichen Gründen nimmt er seine Abteilungskollegin und Lebensgefährtin Katja K. in Cc in den Verteiler.Diese mischt sich ein, behauptet Jean-Louis G. habe sie inden Verteiler gesetzt und nimmt dessen Antwort zum Anlass, eine die Tatsachen verfälschende Antwort zu schreiben und einen vollkommen unnötigen Verteiler, bestehend aus zahllosen nicht involvierten Personen zu benutzen.Dr. K. nimmt dies zum Anlass mit selbem Verteiler dieVorverurteilung zu äußern, Jean-Louis G. habe wohl nicht genug Arbeit.26.06.2002 Im persönlichen Gespräch mit Dr. K. weist Jean-Louis G. auf die Umstände und die seit 15.11.2001 verschleppte Beschwerde, von der Dr. K.angeblich nichts weiss. Herr Reinhold S. behauptete indes damals, er habe den Vorfall gemeldet. Der Wunsch von Jean-Louis G, diese Beschwerde endlich zu prüfen, wird nicht umgesetzt. Statt dessen solle er sich mit Mark K. "aussprechen".10.07.2002 Auch die Reklamation im schriftlich protokollierten Personalgespräch bzgl. der unangemessenen verbalen Übergriffe und falschen Schuld zuweisungen führt zu keiner Klärung. Die Vorgesetzte Frau F. erwägt in einem Satz u.U. ein klärendes Gespräch führen zu wollen, was sie aber Monate später revidiert, am 09.09.02, als sie dem erneut reklamierenden Jean-Louis G. mitteilt, sie stünde hierzu nicht zur Verfügung (Frau F. ist eine Ex-Abteilungskollegin von Mark K. und deren mittlerweile Ehefrau Katja)09.09.2002 Herr Dr. K. sagt zu ein gemeinsames Gespräch in Sachen Mark K. führen zu wollen. Dies ist nach wie vor bis heute nicht geschehen.September bisNovember 2002 Jean-Louis G. erinnert ca 10 Mal an die Erledigung des Zwischenzeugnisses, dessen Entwurf er Ende August 2002 Frau F. überlassen hatte, die inhaltlich keinerlei Einwände hatte - wurde wegen den Verzögerungen auch nochmals in 09 und 10/2002 nachgefragt. Verbindliche Zusagen, z.B. Email vom 23.10. von Frau Dr. O. dass Jean-Louis G. das Zeugnis am selben Tage noch erhält usw. wurden nicht eingehalten. Andere Rückfrage vom 08.11. mit Email führte zur Info durch Frau F., das Zeugnis sei fertig und müsse nur noch unterschrieben werden)Dez. 2002 Einschaltung Rechtsanwalt. Ein Zwischenzeugnis mit enorm schlechter Beurteilung kommt - fern von dem abgesprochenen Entwurf. Ersteller War ausgerechnet jener Marc K., gegen den seit November des Vorjahres eine immer noch nicht bearbeitete Beschwerde läuft!13.12.2002 Jean-Louis G. wird hinterrücks von Frau Anina J. angepöbelt mit dem Spruch "kann sich nicht mal einen Rasierer leisten".13.12.2002 Jean-Louis Glineur meldet sich gegen ca. 11 Uhr bei seiner Vorgesetzten Bernadette F. wegen Magenproblemen krankt. Diese verlautbarte laut einer vertraulichen Info, dass Jean-Louis G. sich wohl nur deshalb mit Magenproblemen krankgemeldet hätte um seinenScheck mit Insolvenzgeld auf der Bank einzuzahlen!16.12.2002 Jean-Louis G. wird "bis auf weiteres" von der Arbeitsleistung seitens Dr. K. gegen Lohnfortzahlung freigestellt, da dieser sich zu dem Zeitpunkt nicht imstande sieht, der formulierten Beschwerde überMobbing nachzugehen. Zugleich äussert er paradoxerweise Zweifel, obwohl er die Sache bislang nicht prüfte und auch aussagte, er habeaktuell keine Zeit hierzu -> wirkt wie Vorurteilung17.12.2002 Email Dr. O - mittlerweile Leiterin der Personalabteilung - die hinweist, man würde das Zeugnis nicht korrigieren, denn man hätte mirgemäß Personalgesprächsprotokoll und Einschätzung der Vorgesetzten Frau F ein "gutes Zeugnis" erstellt.Jean-Louis G weist anhand des formen-eigenen und imINTRANET abrufbaren Zeugnisbaukastens nach, dass zusammenfassend laut X. Zusammenfassung nur ein "durchschnittliches Zeugnis"erstellt wurde. Dieser Hinweis wird schlichtweg ignoriert und führt zu keiner Antwort oder Korrektur des fehlerhaften Zeugnisses. Dr. O weist zusätzlich darauf hin, sie würde auf Reklamation nicht weiter reagierenZusammenfassungDie angesprochenen Personen Fr. F, MarK K , Katja K, Dr. O und Dr. K gehören alle einer Abteilung an -> Personalabteilung.Frau F selbst ist seit 1.2.2002 nicht mehr in Personal, sondern stattdessen Leiterin des Einkauf.Frau J ist heutige Vorgesetzte der Frau F. Frau J steht Jean-Louis G seit Frühjahr 2001 negativ gegenüber, da dieser in seiner Veranwortung als Ausbilder sie wegen Fehlverhaltens im Umgang mit einem Azubi angesprochen hat.Jean-Louis G. weigerte sich übrigen im Frühjahr 2001 am Rauswurf eines Kollegen mitzuwirken. Er sollte "Zündstoff" beitragen. Die Weigerung wurde ihm übelgenommen. März 2003: Zeugnis kommt erst nach Klage, aber im korrekten Entwurf, dessen Anspruch voll bestätigt wurde.ENDE Mobbingtagebuch--------------------Bitte beachten: das ist einfach ein Kopieren und Einfügen, um einen Verlauf ohne tiefere Details darzustellen, wie man es z.B. seinem REchtsanwalt zur Verfügung stellt.Übrigens, u.a. die Mobbingberatung bestätigte bzgl. der Ausführungen bereits einen überdurchschnittlichen Übergriff. Viele kleine Details fehlen ja sogar, würden aber ein Fass ohne Boden werden.Mein Tipp an Menschen, die unter Umständen das Gefühl haben, dass mit ihnen Mopbbing betrieben wird:a) lasst Euch von der tel Mobbingberatung beraten. Ist über die Auskunft auffindbar.b) Sprecht den Personal- oder Betriebsrat an. Nennt die Kollegen und die Situation. Denn der Bettriebsrat hat vielleicht ähnliche Fälle, die er in Eurem Sinne ausschlachten kann, und dann geht's den Mobbern an den Kragenc)führt ein Mobbingtagebuch. Kann sogar im Rechtsfalle für Schmerzengeld gut sein. Seit August 2002 muss der Arbeitgeber nachweisen, dass er alles vorbeugende veranlasste, um Übergriffe zu vermeidenIch empfehle ferner die Literatur von Heinz Leymann, der auch Spezialkliniken für Mobbingopfer in SWE geleitet hat. Hilfreich sind seine diversen Bücher, die z.B: unter amazon unter seinem Namen abrufbar sind. Besonders hilfreich ist jenes "Mobbing - Psychoterror am Arbeitsplatz und wie man sich dagegen wehren kann" mit der ISBM 3-499-26374-2 für R EURO (Wunderlich Taschenbuch). Es ist beonders deswegen wertvoll, weil es die psychiatrischen Syndromen-Krisenreaktionen ab Seite 110 präzise beschreibt und Anfang der Selbsthilfe ist !!!Mein eigenes Fazit: mein Arbeitgeber ist pleite und einige hundert Leute sind ohne Job oder in Berufsqualifizierung. Ich bin dem Mobbing nicht mehr ausgesetzt, habe vieles daraus gelernt, mein Zeugnis durchgesetzt, viele Nerven gelassen und blühe wieder auf :-)Und eines sollte klar sein: nicht nur sensible Leute sind Opfer von Mobbing. Studien zeigen, dass selbst massivste Kerle aus der Bahn geworfen wurden.Nennt nicht jeden Streit gleich Mobbing, doch seid auch nicht zu vorsichtig, Euch zu wehren. Das größte Problem ist, die Situation selbst zu erkennen.No easy way out, have fun & strike against Mobbers ;-) marsupilami
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Heine

Mobbing im Alltag

ein Testbericht von 2002-12-07 15:19:05 vom 07.12.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: Es gibt keinen positiven Grund für Mobbing....
Nachteile/Kritik: Mobbing zerstört Menschen und hat für die gesamte Gesellschaft ökonomische Nachteile (höhere Renten- und Krankenkassen- beiträge)
Um eine Meinung über Mobbing bilden zu können, sollte erstmal der
Begriff "Mobbing" geklärt werden.
Die IG Metall veröffentlicht dazu auf ihrer Homepage im Internet
folgendes dazu:
Der Begriff "Mobbing leitet sich aus dem englischen Wort "Mob" ab
und bedeutet soviel wie "zusammengerotteter Pöbel (haufen)" oder
"lärmend über jemanden herfallen, anpöbeln, angreifen, attackieren".
Es wird vor allem dazu verwendet, um ein Phänomen zu beschreiben,
das durch den schwedischen Arzt und Psychologen Heinz Leymann in den
letzten Jahren starkes öffentliches Interesse erfahren hat.
Mobbing ist ein neuer Begriff für ein altes "Übel". Ursprünglich
wurde er von dem Verhaltensforscher Konrad Lorenz für aggressives
Tierverhalten benutzt.
Mittlerweile ist damit "Psychoterror am Arbeitsplatz" gemeint.

An dieser Stelle möchte ich Thomas Mann zitieren, der sich meines
Erachtens über eine Form des Mobbings äußerte, ohne dass es ihm
eigentlich bewußt gewesen wäre. Diese Erscheinung war halt als
Mobbing noch nicht bekannt.
Zitat: Die Bereitschaft zur Recherche nimmt ab,
die Neigung zur Kolportage nimmt zu.
Behauptungen werden ungeprüft verbreitet.
Betroffene werden nicht befragt.
Wer etwas sagt, wird wichtiger als das,
was er sagt.

Nun zu meinen eigenen Erfahrungen am Arbeitsplatz. Ich bin Angestellter im öffentlichen Dienst an der Uni-Paderborn (Finanzverwaltung). Zu meinen Aufgaben gehört es u.a. Überweisungen und ähnliche Buchungen durchzuführen. Bei mir hat alles damit angefangen, dass es zu irgendwelchen Mißverständnissen gekommen ist. Danach haben sich nur noch Gerüchte über meine Person, nicht aber über die dienstlichen Schwierigkeiten, verbreitet.
Zusätzliches Problem in unser Abteilung ist zudem noch, dass sich unser Sachgebietsleiter und Dezernent nicht leiden können.
Tauchen Probleme der Kollegen und Kolleginnen untereinander auf, so hat man sich mit den Kollegen und Kolleginnen auseinanderzusetzen. Unser Sachgebietsleiter hält sich aus allem raus. Unser Dezernent holt einen nacheinander zu sich ins Büro. So weiß keiner, wer was zu wem gesagt hat. Der Ärger ist somit also schon vorprogrammiert.
Bei mir ist es schon vorgekommen, dass Belege verschwunden sind, und mir während eines Gespräches einfach wieder untergeschoben worden sind.
Vor einigen Wochen fing dann eine neue Kollegin bei uns an. Zu ihrem Einstand wurden alle, außer meiner Wenigkeit, eingeladen. Morgens um 8.30 Uhr versammelte sich dann alles bei ihr im Büro. Da mein Büro genau daneben liegt, bekommt man so einiges akustisch mit. Der Gipfel kam dann, als die Runde sich wieder aufgelöst hatte. Die neue Kollegin, ihr werdet es nicht für möglich halten, kam zu mir und stellte mir ein Stück von dem übriggebliebenen Kuchen auf dem Tisch. Sie wurde also schon von den anderen Kolleginen und Kollegen eingeweiht. Na toll, dachte ich, das fängt ja schon gut an mit ihr. Dann habe ich mir aber gedacht, dass sie ja keine andere Wahl hat als neue Kollegin.
Nur anzusprechen brauche ich sie auch nicht, da ich davon ausgehen muss, dass sie oder ihre Kollegin in ihrem Büro, wieder etwas irgendwo ausplaudern werden.
Ich habe auch schon über dem Personalrat versucht dieses Problem zu lösen. Doch leider halten die alle zusammen wie Pech und Schwefel.
Ergeben hat sich, dass sie meinten, doch alles dafür zu tun, damit es wieder besser wird. Bisher blieb alles bei leeren Versprechungen. Der Personalrat sieht dann natürlich auch keine Möglichkeiten mehr.
Mir bleibt nur, dass ich meine Arbeit vernünftig machen kann. Doch immer wieder wird das durch Blockaden und unrichtige Darstellungen erschwert. Egal, denke ich mir, wenn die es nötig haben.
Eine ganz liebe und nette Kollegin, die hier mal gearbeitet hat, meint, dass ich den Job wechseln solle. Das ist aber nicht so einfach, denn in der freien Wirtschaft will man keine Leute aus dem Staatsdienst. Und im Staatsdienst bleiben kann ich dann auch hier. Ein Umzug würde auch wieder jede Menge Geld kosten. Andererseits wiederum möchte man sich ja auch weiterentwickeln.

Nun wieder mal ganz allgemein zum Thema.
Mobbing kann aber überall auftreten; im Kindergarten, in der Schule,
an der Universität, bei der Bundeswehr, in Vereinen und Verbänden
und auch im Zusammenleben in der Familie.

Gesamtwirtschaftlich gesehen entsteht der gesamten Gesellschaft
nach Schätzungen von Experten ein Schaden von etwa 50 Milliarden
Euro pro Jahr. Darin sind auch die Kosten für höhere Renten- und
Krankenkassenbeiträge wegen zunehmenden Frühverrentungen und
steigenden Behandlungskosten enthalten.

Es gibt also nur Verlierer.

Mobbing ist meiner Meinung nach eine Erscheinung,
die sich aufgrund einer Leistungs- und Konkurrenzgesellschaft
schnell Fuß fassen und etablieren konnte.
Der Faktor Arbeitslosigkeit tut sein übriges dazu.
Hier ist die Gesellschaft als Ganzes gefordert.

Hier noch ein Zitat von jemanden, den ich aber aus bestimmten
Gründen nicht nennen möchte: "Mein Gewissen dicktiert mein Handeln".
Dieser Satz prägt mein ganzes Leben.
Mobber handeln meiner Meinung nach ohne jedes Gewissen.
Diejenigen, die einfach zusehen, sind nicht besser.
Helfen ist dann oberstes Gebot.

Wenn sich jemand noch über das Thema informieren möchte,
hier noch einige interessante Internet-Adressen:
www.igmetall.de
www.besserarb eiten.de (für Hilfesuchende)
www.melting-point.fortunecity.com (juristische Hilfe)
www.bundesarbeitsgericht.de (juristische Hilfe)

Ihr könnt auch mit mir Kontakt aufnehmen, wenn ihr
mehr wissen wollt oder Hilfe braucht.
Zur Zeit bin ich mit anderen dabei einen Arbeitskreis
aufzubauen,damit Mobbingopfern vor Ort geholfen werden
kann. Ich habe da einen guten Kontakt zu einer Firma,
die sich mit Personalentwicklung, Couching und dergleichen
beschäftigt. Zusammen werden wir längerfristig gesehen
versuchen dieses Thema auch, wenn nötig, über die Presse,
in die Öffentlichkeit zu tragen. Ziel soll es aber vor allem
sein die Konfliktparteien zusammen an einem Tisch zu
bekommen, um das Problem gemeinsam zu lösen. In diesem Arbeits-
kreis sollen alle möglichen Leute vertreten sein;
Gewerkschafter, Juristen, Ärzte und Therapeuten, Seelsorger,
Vertreter von Selbsthilfegruppen, Vertreter von Krankenkassen,
Personen in leitenden Funktionen, Betriebsräte, Gleichstellungs-
beauftragte, professionelle Berater und natürlich die Opfer von
Mobbing. Es soll also ein richtiges Netzwerk entstehen.

Ich möchte hier zum Schluß an dieser Stelle noch allen
Gemobbten meine besten Grüße ausrichten. Haltet durch,
denn auch die Mobber werden eines Tages ihre Strafe
bekommen, so oder so.
...
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Kommentare
diabolo26
diabolo26, 19.08.2002
guter Bericht, ich hoffe auf mehr.
Indigo
Indigo, 19.08.2002
Zu diesem Thema ein vergleichsweise guter Bericht. Da habe ich bei Yopi schon viel dummes Zeug gelesen.
kulosa
kulosa, 25.04.2002
Wo ist Deine Meinung. Nur Zitate ist fast wie ein Fake. update: Ist leider auch nicht besser, da Du noch immer die Zitate drin hast, muszligte ich eigentlich nicht nuumltzlich geben. Und die drei Zeilen eigene Meinung ist echt zu wenig.
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mbumr

nicht schweigen...handeln!!!

ein Testbericht von 2002-11-30 12:16:21 vom 30.11.2002
Empfehlung: nein
Mobbing am Arbeitsplatz!

So das ist ja ein interessantes Thema und ich hab da auch leider meine Erfahrungen!

Wie alles begann:
Ich hatte mich als Bürokauffrau in einem Autohaus beworben und wurde dank meines guten Zeugnissen * stolz * sofort genommen.

Die ersten Wochen waren noch ganz Ok, da man ja erst mal einen Durchblick für alles schaffen muß und viel zuschauen muß was der Chef macht und wie mans richtig macht!

Eigendlich war ich immer der Meinung, das ich sehr Lernfähig und Willig bin, aber mein Chef sah das wohl anders....

Meine Aufgaben:
Am Anfang durfte ich wirklich nur zuschauen wie alles so gemacht wird, dann so allmählich durfte ich dann auch mal ran....
Buchführung, Kassenbuch, Kundendatein verwalten, neu anlegen und sortieren, Kundenbetreuung...
Ach so Briefe öffnen und sortieren!

Mobbing:
Nachdem ich dann so langsam den durchblich hatte und auch schon einiges gelernt hatte in der Schule, wollte ich natürlich selbstständiger arbeiten und durfte es dann irgendwann auch!
Aber:
In einen Autohaus ist nicht so viel zu tun....

Nachdem mein Chef mir dann alles noch EINMAL gezeigt hatte, sollte ich das dann auch pefekt können und bloß keine Fragen stellen!
Wozu bin ich lehrling?????

Naja ich hab dann angefangen mit dem Kassenbuch, was ja eigendlich noch relativ leicht ist und doch sehr viel verantwortung braucht! Aber das war für mich ganz easy!

Die Buchführung sah da schon anders aus!!!
Ich machte fehler....was ja eigendlich normal ist im ersten Lehrjahr!
Mein Chef behandelte mich da aber wie ein Profi und so durfte ich 2 Stunden unbezahlt nach Feierabend zusatz Arbeit leisten!!!

Die Kundendatein, waren auch nicht das Problem, die hatte ich in 2 Wochen komplett überarbeitet und sortiert was durcheinander war...aber mein Chef sah nicht mehr durch, so wusste er noch das er eine Rechnung ?Meier? bei ?schulz? einsortiert hatte....die hatte ich ja jetzt natürlich bei ? Meier? einsortiert.....Da war das geschrei groß, was mir doch einfällt, alles durcheinander zu bringen!!!
SORRY....aber das reichte nicht.....ich durfte diesen Abend dann mit den Aufgaben der Putzfrau verbringen und durfte dann eine Woche nur Autos putzen...EGAL....

Wenn alle arbeit getan ist, ist meist noch viel vom Arbeits Tag übrig gewesen und so suchte ich mir arbeit und da im Büro alles fertig war und die Küche auch blitzte..ging ich eben ins Lager da ein wenig helfen und auch was lernen!
Das geviel meinem Chef ja nun überhaupt nicht.....zur Strafe für meinen Fleiß durfte ich dann so 1000 infobriefe eintüten , abstempeln und zukleben!!! Hat so ungefähr 4 Stunden gedauert und meine Hände ganz taub gemacht!!!

Man sieht glaub ich schon, das das alles gar nicht so leicht war, in diesem Autohaus!!!

Aber das schlimmste kommt noch:
Ich sollte ja immer jeden Abend die Post die von den Verkäufern und dem Chef fertig in der Ablage lag mit zum Briefkasten nehmen....das tat ich auch....aber ein mal war da wohl ein Brief drin, den mein Chef falsch beschriftet hat und den hatte ich nun ja auch in den Briefkasten geworfen....
Am nächsten Tag komme ich nichts ahnend zur Arbeit und da stehe ich gerade mal in der tür da werde ich schon vor wartenden Kunden angbrüllt, was mir den Einfällt die Post mitzunehmen......schade das ich das schon seit Wochen tat!!!!.........Da ich mir ja auch nicht alles gefallen lasse, sage ich ihm das auch so und bekomme promt gesagt ich könne doch meine Sachen nehmen und gehen!

Das tat ich dann auch!!!

Das waren jetzt nur ein paar wirklich schlimme Beispiele für eine Ausbildung unter der Vorraussetztung von Mobbing!!!

Meine Empfehlung:
Ob nun in der Ausbildung oder als Angestellter....lasst euch das nicht gefallen, es gibt Hilfe bei jedem Arbeitsgericht oder beim Arbeitsamt!
Sprecht darüber und fresst es nicht in euch hinein...dann könnt ihr bald nicht mehr arbeiten und seit nervlich am ende!
Auch die Beteiligten sollten zur Rede gestellt werden!
Im Schlimmsten Fall lasst euch kündigen oder kündigt selber und geht vors Arbeitsgericht!

Kein noch so schlechter Arbeiter hat es verdient so behandelt zu werden!!!!!

Ich habe leider den Fehler gemacht und nichts gesagt und so konnte ich nicht zu recht vors Arbeitsgericht! Und habe ein Jahr kostbare Zeit verschenkt die ich in einem anderen Ausbildungsbetrieb schöner gehabt haben könnte!
Ich war nach der Kündigung 6 Wochen krank aus nervlichen und psychischen Gründen und habe heute noch angst mich neu zu bewerben, oder irgendwo neu anzufangen..Weil immer die angst da ist es geht da weiter wo es damals aufgehört hat!!!
...
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Fernsteuerung
Fernsteuerung, 18.01.2010
Dieses Mobbing ist schlimm, das kenne ich aus eigener Erfahrung ... und wenn es dann bis ins Privatleben geht, dann scheint dieses Thema schier unüberwindbar.
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Das Mitglied ist nicht mehr auf Yopi.de aktiv.

DICH mach ich fertig!

ein Testbericht von 2002-07-16 17:39:07 vom 16.07.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: ?...
Nachteile/Kritik: Angstzustände, schulisches Absacken der Leistungen und noch vieles mehr
Der Peter schubst das kleine Hänschen. Julia schlägt die schüchterne Paula. Sascha beleidigt den dicken Bolle.

Solange ich denken kann, spielt sich in meiner Klasse (von der 1. bis 10.) Gewalt in Form von Mobbing oder direkten Prügeleien ab. Diesen Bericht widme ich deswegen den Leuten, die es bisher in unserer Klasse und überhaupt unserer Schule ertragen mussten und sich von den Lehrern allein und im Stich gelassen fühlten.

Ich finde, dass das Thema Mobbing ziemlich weitreichend ist. Meine ehemalige Klasse ist das Beste Beispiel, um alle Formen des Mobbings nähern zu schildern, Hilfe zu geben und Fazite zu schließen.


~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~
Was ist Mobbing?
~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~ ~

Ich denke mal, dass jeder hier schon einmal das Wort "Mobbing" im Ohr vernommen hat. Nach meinen Auffassungen kommt es vom englischen Wort "mob = Pöbel" oder auch "mobbish = pöpelhaft" und bedeutet so etwas wie "jemanden anpöbeln" oder für Leute, die mit dem Wort "anpöbeln" nichts verbinden können "fertigmachen" oder auch "dumm von der Seite anlabern" (© Steppy :o)).
Mobbing gibt es in verschiedenen Varianten, z.B. psychisches und physisches Mobbing.

*~*~*~*~*~*~*~*~*
Psychisches Mobbing
~*~*~*~*~*~*~*~*~

Darunter fasst man (oder besser gesagt: fasse ich) jegliche Form von Mobbing, die auf verbalem fertigmachen bestehen. Verbales Mobbing beginnt schon mit der kleinsten Äusserung, z.B. "Du stinkst wie 'ne alte Sau!" und endet oft so, dass sich das Opfer vor solchen Beleidigungen nicht mehr retten kann.

Beispiel aus unserer ehemaligen Klassenstufe:


Es kam das Ende der Winterferien und die Parallelklasse bekam eine neue Mitschülerin von einem der umliegenden Erfurter Dörfer. Wie sich herausstellte wohnte sie früher auf einem Bauernhof, was natürlich einige lustige, aber auch schon beschämende Kommentar hervorbrachte.
Natürlich ist es immer für neue Schüler schwierig, sich in die schon seit 5 Jahren bestehende Klassengemeinschaft zu integrieren. Nach ca. 2 Schulwochen begann der Klassenliebling und Klassenclown sich über die Neue (nennen wir sie mal Melanie) lustig zu machen und kam schließlich zu dem Kommentar, dass sie "stinkt, wie eine Stallsau". Ganz klar, dass die Klasse die Sprüche mit Belustigung aufnahm und fortan das Werk ihren Klassenlieblings fortführten. Melanie versuchte die Sprüche wegzustecken und versuchte immer wieder Kontakt zu einzelnen Klassenmitgliedern aufzunehmen, vergebens. Die Lehrer bekamen von den Hänseleien und immer schlimmer werdenden Beleidigungen nichts mit, typisch. Auch der Klassensprecher zog freudig über die Schülerin her, denn wenn dieser vernünftig gehandelt hätte und nicht mitmachte, würde er bestimmt "Beliebtheitspunkte" bei seinen Kameraden einbüßen müssen. Kurz gesagt: Die gesamte Klasse hat sich gegen Melanie verschworen und zeigte das auch bei jeder günstigen Gelegenheit.
Doch es kam der Tag, an dem sich diese Situation verändern sollte. Es ist so üblich, dass seit der 9. Klasse die Mädchen und Jungs getrennt Sport haben. So passierte es also am Ende der 10. Klasse: Geräteturnen. Ich hatte bisher mit Melanie nichts zu tun und wenn, dann sah ich sie nur im Sportunterricht und kümmerte mich nicht weiter um sie. Übungen der heutigen Stunde sollte sein, sich auf die LK beim Pferd und Schwebebalken vorzubreiten. Die Schüler wurden in 4 Gruppen unterteilt, wobei die 2 anderen Gruppen sich auf ihre Boden-LK und ihre Aerobic-LK vorzubereiten hatten. Ich kam mit Melanie und ihren Mitschülern zum Pferd und wir mussten uns einspringen. Ich habe bis dahin nicht gewusst, dass sie in dieser Klasse wirklich so verhasst ist, bis ich sah, was ihre Mitschülerinnen anstellten. Wir hatten die Wahl mit Hocke (Note 3) oder Krätsche (Note 1+) übers Pferd zu springen. Klar, dass jeder den schweren Krätschsprung versuchte. Jedes Mädchen musste 1x Hilfestellung leisten. Als Melanie an die Reihe kam, war nicht ich, sondern eine ihrer Klassenkameradinnen mit der Hilfestellung dran. Die Art, wie sie ihren Freundinnen zugrinste, konnte nichts gutes verheißen und es passiert genau das, was passieren musste: Die Hilfestellung sprang kurz vor Melanies Krätschsprung zur Seite, Melanie verlor das Gleichgewicht und fiel richtig böse über das Pferd. Resultat: Arm und Beinbruch. Erst dann fing die Klasse mal, darüber nachzudenken, was sie getan haben und ob es überhaupt soweit hätte kommen müssen. Soviel ich heute weiß, haben ihre Eltern sie nach dem Vorfall aus unserer Schule genommen und ich hoffe, dass sie es geschafft hat, an einer anderen Schule Freunde zu finden.


Aber nicht nur andauernde Beleidigungen gehören zum Mobbing. Dieses Beispiel war zwar etwas, worüber über das Verhalten der Klasse gegenüber anderen Schülern etwas ans Tageslicht kam, dennoch wurde dieser Vorfall schnell in die nächste Schublade geschoben.
Ein typischer Fall von Mobbing besteht wohl dann, wenn es um Markenklamotten geht. Ich weiß nicht, wie es an anderen Schulen abläuft, aber in meiner tragen ca. 90% Markenklamotten und wir restlichen 10% bestehen hauptsächlich aus dem puren Gegenteil ;o)
Dadurch, dass noch weitere 2 Leute aus meiner Klasse so gekleidet sind wie ich, kümmern sich unsere Mitschüler nicht weiter drum, was mich beim Gegenfall auch nicht sonderlich interessiert hätte. Ich laufe rum, wie ich mich wohlfühle und wer etwas dagegen hat, der soll sich an die eigene Nase fassen!
Dennoch wird gerade in den Unterstufen (5.-8. Klasse) so ziemlich auf Markenklamotten geachtet und wer sich nicht dementsprechend kleidet ist nun mal "OUT". Auch wir hatten in der 7. Klasse so einen Vorfall mit einer Mitschülerin, die ich vom sehen her schon aus der Grundschule kannte. Ich muß ehrlich gestehen, dass sie die komischsten Zusammensätze von Hose und T-Shirt brachte und auch sonst nicht sonderlich "optisch" rumlief. Aber was solls, ich ignorierte sie, weil ich mich mit ihr auch nicht besonders gut unterhalten konnte.
Auch hier begannen meine Klassenkameraden wieder zu spinnen. Da wurde die Federmappe versteckt oder der Inhalt vom Dachgeschoss auf den Schulhof geschmissen (wenn nicht mitsamt der Federmappe), Beleidigungen kamen wieder zum Vorschein "Die läuft ja rum, wie aus dem Altkleiderspender entlaufen" und so ähnliches. Auch hier haben die Lehrerin nichts unternommen.

Solche und ähnliche Beispiele spielten sich bei uns an der Schule ab. Ich möchte nun nicht jedes einzelne aufschreiben, da dies viel zu viele Berichte in Anspruch nehmen würde. Fakt ist aber, dass bei uns nicht nur Mobbing in dieses 2 Fällen herrschte, sondern es wurden auch schon Leute fertig gemacht, die überhaupt eine andere Meinung hatten und wenn sie eh schon Außenseiter waren, so konnte ihre andere Meinung der Beginn einer Tortur bedeuten.

*~*~*~*~*~*~*~*~*
Physisches Mobbing
~*~*~*~*~*~*~*~*~

Kommen wir nun zu den wirklich extremen Beispielen aus unserer Klasse, dem physischen Mobbing. Ich glaube, dass es jeder kennt, wenn sich in seiner Klasse ein paar Leute kampeln. Das gibt es überall und gehört schon längst zum Alltag in deutschen Schulen. Leider ist dies auch in unsrer Schule schon Alltag geworden und die Lehrer sehen zum Teil auch weg.
Physisches Mobbing hat in unserer Klasse keine Gründe gehabt. Jemand der, den Schülern nach, nicht in die Klasse passte, wurde erst einmal mit Klapsen und kleinen Schlägen auf das vorbereitet, was er über sein ganzes Leben in der Klasse nicht mehr los wurde: Opfer von Diebstählen, Erpressungen und Schutzgelderpressung.

*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~
Was kann man als Mitschüler oder Opfer tun?
~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

Zuer st einmal möchte ich alle Mitschüler beten, auf keinen Fall wegzuschauen, nur um nicht in der Klasse unbeliebt zu werden, falls er hilft. Ich hab einiges an Mobbing live in meiner Klasse erlebt und habe auch zu spüren bekommen, wie dreckig es den Leuten zum Schluß ging: Noten abgesackt, freiwillige Sitzenbleiber,.... usw.
Auch, wenn es dem Rest der Klasse NICHT gefällt, wenn man hilft, so sollte man doch überlegen, ob man lieber Beliebtheitspunkte sammeln will oder wirklich jemandem helfen will, der ernsthaft Hilfe benötigt. Die Beispiele aus meiner Klasse gingen z.T. gut aus, doch in anderen Fällen kann es auch bei Selbstmord enden, wie in der Schule einer guten Freundin.
Auch wenn sich die Lehrer als Hilfslehrer und Ansprechpartner geben, so kann man sich in vielen Fällen doch nicht auf Hilfe derer Seite verlassen. Ich weiß von Bekannten, dass es in vielen Fällen von den Lehrern und Direktoren abgestritten wird, nach dem Motto: "An unserer Schule gibt es kein Mobbing!" oder "Ich als Lehrer kann ja doch nichts dagegen machen!" Sollten Aussprachen mit Klassenlehrer- oder Kursleiter oder dem Direktor scheitern, so sollte man sich an das nahe gelegene Schulamt wenden und das Problem dort ansprechen. In den meisten Fällen ist eine Aussprache mit dem Direktor wirksam, da man nicht will, dass dieses Problem öffentlich gemacht wird. Sollte auch das Schulamt scheitern, so kann man, wenn man noch genug Nerven hat, mit dem Problem an die Öffentlichkeit gehen und das wirkt in den meisten Fällen Wunder! In manchen Städten gibt es auch sogenannte Mobbing-Zentralen, an die man sich wenden kann. Wem wirklich geholfen werden möchte und eine solche Zentralen in der Umgebung hat, der sollte da auf alle Fälle mal vorbeischauen!

Ich hoffe, dass ich mit diesem Bericht manchen geholfen habe, die gerade in einer solchen Krise stecken. Hinnehmen und einstecken hilft nichts, es wird höchstens schlimmer!
...
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LaMagra

Aerger am Arbeitsplatz...

ein Testbericht von 2002-07-08 20:17:13 vom 08.07.2002
Empfehlung: nein
Vorteile: nix...
Nachteile/Kritik: siehe Bericht
Alles mit A

Aerger am Arbeitsplatz

Nachdem in der alten Firma, wo ich war, das Klima dermaßen schlecht war, dass meine Kollegin und ich schon Magengeschwüre in der Größe von Fußbällen hatten, kam es gerade richtig, dass ich endlich zu einem Vorstellungsgespräch auf eine Blindbewerbung vom Februar hin eingeladen worden war.
Das Gespräch (und auch 2 weitere) lief sehr gut, und ich wurde engagiert.
Am 1. Juli 2002 war mein erster Arbeitstag.
Alle waren auf den ersten Riecher hin sehr nett, doch schon bald zeichnete sich ab, dass meine Kollegin mir das Leben schwer machen wollte.
Der Grund wurde schon am nächsten Tag offenbart:
Dadurch, dass ich als Bürokauffrau / Buchhalterin eingestellt worden war, wurde sie ja überflüssig.
Sie hatte zwar sowieso nur einen Halbtagsjob und schaffte die Arbeit kaum, aber dass sie das einsehen wollte, dass eine Versetzung das Beste für sie sei, das wollte sie nicht.
Bissige Kommentare gegenüber mir, unbeantwortete Fragen meinerseits standen am zweiten Tag im Raum.
Gott sei Dank war jedes Mal ab Mittag heilige Ruhe, ich konnte mich alleine in die Materie einfühlen.
Am dritten Tag wollte ich wieder etwas wissen.
Als ich zum 8. Mal nachgefragt habe, schaute mich die Kollegin eiskalt an und meinte:
„Sie wissen schon, dass wegen Ihnen irgendwem hier gekündigt wird?“
Ich erwiderte, dass ich das anfangs noch nicht wusste und das jetzt ja auch noch nicht fest stand.
Ihr nächster Satz war: „Sie wissen schon, dass ich das sein werde??“.
Ich drückte ihr mein Bedauern aus, es täte mir leid, aber ich konnte das doch nicht wissen.
Dann grummelte die Kollegin „Es ist ja nicht Ihre Schuld, Sie konnten das ja nicht wissen...“, und keine 10 Minuten später, als ich meine Frage noch einmal wiederholte, kam folgender Brüller:
„Glauben Sie nicht, dass ich Ihnen alles erklären werde, wirklich nicht!“.

Das war ja ne tolle Einarbeitung.
Wenn man auf Fragen keine Antworten kriegt und man nur ständig blöd angeredet wurde...
Naja, die erste Woche ging gut rum.
Heute ist der erste Tag der zweiten Woche, und ich wurde einfach ins eiskalte Wasser geworfen, ich sollte doch das buchen.
Gut, im Lexware hatte ich die Stapelbuchungen aufgerufen und alles eingebucht.
Danach hatte ich die Kollegin gefragt, wie ich denn den Stapel ausdrucken könnte. Sie meinte nur, ich solle selbst rumprobieren, ...“wenn Sie doch so perfekt sind!“. (ich weiß nicht, woher Sie diesen Floh hat, aber sie meint immer ich sei so perfekt und was weiß ich, und deshalb will sie mir nichts erklären...).
In meiner alten Firma war es noch so, dass ich alles zuerst übernehmen musste, um zum Druck zu gelangen. Also tat ich das auch hier in diesem Programm.
Nach ein paar Minuten Suche, wo denn die blöde Möglichkeit sei, den Stapel zu drucken, habe ich nochmal nachgefragt.
Und dann kam heraus, dass ich einen Fehler gemacht hatte.
Ich hätte nicht übernehmen dürfen, jetzt ist ja alles gebucht.
Und wie die Kollegin da zur Furie wurde!
Oh je. Mich wundert’s schwer, dass ich meinen Kopf noch auf meinen Schultern trage.
In den Buchungen war dann ein Fehler (das waren meine ersten geschäftlichen Buchungen, und der Fehler war auch nur, weil die Stammdaten falsch eingegeben worden waren, was ich nachmittags, als ich allein war, noch ausbessern konnte, damit dieser Fehler in Zukunft nicht mehr passiert!).
Ich kann ja die Kollegin irgendwie verstehen.
Andererseits auch nicht.
Ihr wurde die Versetzung in die Abteilung Auftragsverarbeitung angeboten, aber das will sie nicht, weil sie ja wieder Neues lernen müsste.
Aber Stillstand ist Tod in diesem Gewerbe, warum will sie nichts Neues machen?
Sie kündigt lieber, bevor sie in die AV geht...
Ich könnte den Job ja auch machen, wurde aber extra für die Buchhaltung eingestellt, damit ich dieser Frau diesen Job abnehme, weil sie es nicht schafft...
Ich hoffe nur, dass entweder Sie irgendwann demnächst geht oder dass sie netter wird und bereit ist, mir etwas zu erklären.
Ich will hier nicht gehen, bin doch erst eine Woche hier.

Tja, das musste einmal gesagt werden....
Ihr müsst ned werten, ich meine, wie kann man denn auch so was bewerten, es sind ja nur meine Gedanken und Meinungen, und ich habe sie ja eh ins Cafe geschrieben.
Also, bevor ihr sauschlecht wertet, tut es lieber gar nicht. Danke.
Eure Jenny.
...
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TurboFranky

Bewusste Fallen gestellt

ein Testbericht von 2002-07-04 18:42:08 vom 04.07.2002
Empfehlung: nein
Das Fazit direkt zu Beginn dieses Berichtes, dann wisst ihr, ob Weiterlesen für Euch Sinn macht. Als Mobbing-Betroffener glaube ich aus eigener Erfahrung dass zwei der Regel, die von Mobbing-Experten gegeben werden, absolut stimmen:
a) Wehre den Anfängen und zögere nicht, Mobbing sofort öffentlich zu machen. Nur dann hast Du eine Chance!
b) Wenn die Situation sich verwickelt hat, verlasse den Betrieb und entziehe Dich dem Umfeld.

WIE ALLES BEGANN
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Aufgrund einer saublöden Auffassung von Liebe bin ich vor eineinhalb Jahren meiner „Verflossenen“ nach der Trennung nicht nur nachgezogen, sondern habe mir auch noch einen Job in ihrer Firma organisiert (hatte da schon früher mal gearbeitet und sie dort übrigens auch kennengelernt). Weiss der Henker, was ich damit beweisen wollte. Aber das ist ja auch ein anderes Thema. Nun gut, im Job „klappte“ die Zusammenarbeit einigermassen, wir liessen uns gegenüber den meisten Kollegen und Vorgesetzten nichts anmerken – aus beiderseitigem Interesse. Privat klappte der Umgang weniger gut. Irgendwann sagte sie mir, dass sie mich von „ihrem Arbeitsplatz“ weghaben wolle – ich ahnte damals noch nicht, dass sie das in diesem Moment so ernst meinte, wie sie es gesagt hatte.

STUFEN DES MOBBINGS
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S TUFE 1: Wir hatten damals noch privaten Kontakt, das Übliche: Mails, SMS, Telefonate. Eines Tages begann sie damit, meine Nachrichten (inklusive Anrufbeantgworter-Tapes) den Sekretärinnen und gleichaltrigen Kolleginnen zu zeigen. Und rückte sie in den Zusammenhang „Stalking“ (Der Ex, der die nette Frau belästigt). Ich wusste das damals nicht. Da wir im Grossraumbüro arbeiteten - das wurde mir im Nachhinein klar – wurde von diesen ab sofort jeder Blick von mir gewertet. Meine Ex sorgte für Provokationen, suchte sich ihren „Neuen“ (später war’s dann doch nur ‚ne Affäre) im Büro und lebte das auch mehr oder weniger offen vor meinen Augen. Ich dachte mir: Augen zu und durch, denn zu diesem Zeitpunkt brauchte ich den Job.
STUFE 2: Nach dem Beobachten ging es dann direkt härter zur Sache: Drei der Sekretärinnen tauchten beim Boss auf und gaben Vollgas: Ich würde das „arme Mädchen“ unter Druck setzen etc. Glücklicherweise hatte ich schon früh einer engen Mitarbeiterin von ihm die Situation geschildert, von der Ankündigung berichtet, so dass sie sich ein eigenes Bild machen konnte und den Chef zur Seite nahm.
STUFE 3: Isolieren: Im Alltag und bei betrieblichen Veranstaltungen sonderten sich zunehmend Kollegen von mir ab.
STUFE 4: Irgendwann sah man mir an, dass es mir nicht gut ging. Gerüchte von „Nicht belastbar, krank, Alkohol-Problem“ wurden gestreut (all das habe ich erst sehr viel später erfahren).
STUFE 5: Wie im schlechten Film. Eigentlich hatte sich die Situation zwischen meiner Ex und mir längst entspannt (sie hatte mich mal zu einer ausgiebigen Aussprache aufgefordert, danach war relative Ruhe eingekehrt). Doch auf einer Weihnachtsfeier hatte sie eine fiese Falle gebaut. Nach mehreren Stunden tranken wir einen Sekt zusammen und quatschten ein bisschen über unser Leben nach der Trennung (auch eine saublöde Idee – ich weiss) Plötzlich brach sie spontan in Tränen aus, rannte heulend durch den Raum und erzählte irgendwas von „ich habe Dich doch geliebt“. Schwups... da stand ich unerwartet im Kreise der Kollegen und war in ihren Augen offensichtlich der Böse, der dem „kleinen Mädchen“ (wieder) die Hölle heiss machte.
STUFE 6: Eines Morgens fand ich in meinem Postfach einen anonymen Drohbrief. (Falls sich jemand mit Schriftvergleichen auskennt, wäre ich übrigens für einen Tipp dankbar). Demnach war ich an meiner Arbeitsstelle unerwünscht.

SUCHE NACH HILFE
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Ich habe zu all dieser Seite viel über Mobbing recherchiert. Da gab es so sinnvolle Tipps wie: Sofort an den Mobbing-Beauftragten wenden. Das machte in meinem Fall wenig Sinn, denn der „Beauftragte“ war eine „Sie“ und eine Freundin meiner Ex. Die meisten Internet-Seiten zum Thema führen am Ende zu Anwälten. Und dann wird der Spass richtig teuer.

Echte Hilfe habe ich damals nirgendwo gefunden. Dummerweise fühlt man sich in diesen Situationen auch sehr verletzbar und angeschossen. Unter zeitdruck klappt dann sowieso nur wenig.

Nun mögt Ihr denken, dies sei doch eine „private Sache“. Stimmt. Aber die meisten Mobbing-Attacken entwickeln sich aus privaten Problemen, zum Beispiel weil anderen eine Nase nicht passt oder weil sie neidisch auf irgendetwas sind. So speziell wie mein Fall auch sein mag, so repräsentativ ist er daher leider doch.

DIE KONSEQUENZ
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Nach dem Drohbrief habe ich das Handtuch hingeschmissen und habe den betrieb verlassen. Es dauerte zwei Monate, bis ich einen neuen Job an Land gezogen hatte – in einer anderen Stadt, mit einem neuen Umfeld. Obwohl dieser „Neuanfang“ ziemlich hart war – inzwischen glaube ich, dass dies der einzig mögliche Weg war, um mich aus der Sache rauszuziehen. Klar, ich fühlte mich (manchmal kommt das heute auch noch hoch) als Verlierer. Aber irgendwann entstehen in Mobbing-Situationen Kräfteverhältnisse, gegen die man nicht mehr gewinnen kann.

FAZIT
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