Mit MonitorMagic lassen sich NT/2000 Server & Workstations zentral überwachen, dazu gehören neben Systemdiensten auch beliebige Prozesse & Festplatten bzw. Dateisysteme. Diese Dienste können individuell beobachtet und geprüft werden, zudem können Regeln definiert werden was (z.B. wenn ein Dienst terminiert) bei einem Fehler passieren soll (Reboot, Email-Benachrichtigung, SMS-Nachricht etc) die einzelnen Regeln können sehr flexibel definiert werden – zum einen wann & wie oft überprüft werden soll, zum anderen können die Aktionen & Regeln sehr genau festgelegt werden. Die Verwaltung wird komplett durch übersichtliche Windows-Dialoge durchgeführt, dennoch ist die Software sehr komplex und bietet fast schon zu viel Möglichkeiten. Entwickelt wurde die Software von der Firma „Tools4ever“ - ProSoft ist nur ein Reseller, demzufolge gibt es nur eine englische Version.
Obwohl die Bedienung sehr intuitiv erscheint ist die Software äußerst komplex und bietet unübersichtlich viele Möglichkeiten. Praktisch jeder einzelne Prozess oder jede einzelne Verbindung kann überwacht werden und umfassende Regeln können definiert werden. Um den Aufwand trotzdem klein zu halten gibt es die Möglichkeit sogenannte „Policies“ zu definieren, die auf einzelne Rechner / Dienste übertragen werden können. So ist es z.B. möglich, ein Profil für Arbeitsplätze zu erstellen, das dann für beliebig viele Rechner einsetzbar ist. So ist der Aufwand nur ein Mal nötig. MonitorMagic ist in der Lage, folgende Informationen & Dienste zu überwachen:
Für die überwachten Dienste & Informationen können Regeln definiert werden. Diese besagen, was zu tun ist wenn bestimmte Ereignisse eintreten. Dies kann z.B. ein terminierter Dienst sein, oder auch ein Verzeichnis das eine best. Größe überschreitet. Folgende Möglichkeiten gibt es, um auf Ereignisse zu reagieren.
1. Ausführen von Kommandozeilen-Befehlen, Scripten oder Batchdateien
2. Neustart von Diensten oder des ganzen Systems
3. Benachrichtigung per SMS & Email
4. Pop-Up Nachrichten
5. Sound-Benachrichtigungen
Es ist natürlich auch möglich, mehrere Reaktionen zugleich zu starten. Zur Vereinfachung bietet MonitorMagic für verschiedene Programme und Dienste (z.B. Exchange Server, SQL Server) Voreinstellungen, die einfach übernommen werden können. Zur Archivierung und für Statistiken ist es möglich, die Überwachungsdaten in Datenbanken zu speichern. Dabei werden MS SQL, Access und die meisten ODBC Datenbanken unterstützt. So lassen sich auch bequem grafische Übersichten über die Entwicklung erstellen. Außerdem ermöglicht MonitorMagic die komplette Administration & Arbeit per Browser durch ein integriertes Web-Interface. Das Sicherheitsproblem wird dabei durch SSL gelöst. Grundsätzlich gibt es zwei Möglichkeiten MonitorMagic zu betreiben. Entweder kann man auf jeden zu überwachenden Rechner den MonitorMagic-Dienst installieren, oder man kann die Überwachung komplett über das Netzwerk machen. Dies hat den Vorteil, das der notwendige Dienst nicht auf jeden Rechner einzeln installiert werden muss. So muss nicht in das System eingegriffen werden und es wird Rechnerleistung bzw. Speicher gespart. So lassen sich mit minimalem Installationsaufwand auch System überwachen. Der große Nachteil dieser Lösung ist der hohe Netzverkehr, der durch
den Fernbetrieb entsteht. Außerdem ist die gesamte Überwachung von dem einen Dienst abhängig, d.h. wenn der Dienst abstürzt erfolgt nirgendwo mehr eine Überwachung. Ansonsten ist die Möglichkeit jedes System mit dem Dienst auszustatten komplizierter und aufwendiger. Das Sinnvollste ist es also, eine Mischung aus fern- und lokal gesteuerten System zu wählen. Da die Anwendung sehr umfangreich ist, ist es absolut notwendig sich ausführlich mit der Konfiguration & der Einarbeitung zu beschäftigen. Die Überwachung und Regeln sollten sinnvoll durchdacht sein, vor allem sollten die Dienste nicht überladen sein, schon alleine wegen der hohen Netzbelastung. Die Anwendung ist derzeit nur in Englisch erhältlich, setzt aber keine hohen Englischkenntnisse voraus und ist leicht verständlich. Zu bemängeln ist für mich das fehlende Handbuch. Die einzig existierende Dokumentation ist die Online-Hilfe, die mehr oder weniger ausführlich daher kommt. Die Einarbeitung verläuft sehr umständlich, aber unproblematisch. Wer über ein ausgefeiltes Handbuch hinweg sehen kann wird keine Probleme haben. Die Anwendung sollte in jedem fall nur durch Profis erfolgen die auch wirklich wissen was sie tun :). Die Nutzung ist ausschließlich Domänen-Administratoren vorbehalten, da MonitorMagic bei Service-Installationen Domänenbenutzer anlegen muss. Die Nutzung der Überwachungs- & Status-funktionen ist auch als normaler Nutzer möglich. Ein sehr hilfreiches Tool, das sich allerdings nur in größeren Netzwerken lohnt & bezahlt macht. Es folgt eine Übersicht der Kosten & Systemanforderungen.
Diese Preisübersicht kommt von der Tools4ever Homepage und nicht von Prosoft (die keine Preise angeben), die Preise müssten allerdings sehr ähnlich sein. Jede Server-Lizenz beinhaltet zudem noch 10 Workstation-Lizenzen. Die Preise sind gestaffelt und gelten immer PRO Server. 3 Server Lizenzen decken so gleichzeitig 30 Clients ab und kosten 1707 Euro, zumindest so, wie ich es verstanden habe :-)
Anzahl Euro (€)
1-4 569.00
5-9 549.00
10-24 495.00
25-49 475.00
50-99 425.00
100-249 325.00
250-750 275.00
Über 750 auf Anfrage