Motorrad Gepäckträger
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Platz 2 in der Kategorie "Tipps & Tricks rund um's Bike".
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Motorrad Gepäckträger gebraucht & neu

Motorrad Gepäckträger Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

piranha67

Die Gepäckträger

ein Testbericht von 2003-02-25 18:45:20 vom 25.02.2003
Empfehlung: ja
An die Gepäckstücke werden auf dem Motorrad sehr hohe Anforderungen gestellt.


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< > Da ist zunächst einmal der Tankrucksack. <>
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Trotz zahlreicher Versuche gibt es keine überzeugende Alternative für den Harro.
Verarbeitung und Konzeption sind konkurrenzlos.

Zwei gravierende Mängel hatte allerdings auch dieser Bestseller: Die Kartentasche ist falsch platziert und reißt leicht ein.. Außerdem fehlt ein vernünftiger Tragegriff. Mittlerweile gibt es allerdings zwei neue Modelle mit größerer Kartentasche.

Immer wieder steht in Testberichten zu lesen, dass man auf dieser oder Enduro keinen Tankrucksack befestigen könne. Ich habe diesbezüglich noch keine unüberwindbaren Probleme gehabt.
Sogar auf dem „Motocross-Tank“ der XT 550 habe ich den größten Harro gefahren. Man braucht nur das Gepäckstück so befestigen, dass es halb auf dem Tank und halb auf der Sitzbank liegt. Das hat sogar den Vorteil, dass der Tankverschluss nicht abgedeckt wird. Lediglich für sehr kleine Fahrer, die weit vorn sitzen, oder bei Zweimannbetrieb gibt es hierbei Probleme. Den hinteren Halteriemen kann man bei einigen Modellen bei abgenommenen Seitendeckeln unter den oberen Rahmenrohren durchfädeln.


Ein recht leidiges Kapitel stellen noch immer die Gepäckträger dar.


Da serienmäßige Konstruktionen die Ausnahme sind, müssen sich die meisten Motorradfahrer mit Fremdproduktionen behelfen. Verschiedene Firmen bieten sogenannte Universalgepäckträger an, die ohne speziellen Anbaukitt an jede Maschine passen sollen.

Davon abgesehen, dass diese Konstruktionen in der Praxis doch nie hundertprozentig passen, haben sie noch einen weiteren gravierenden Nachteil: Die Vielseitigkeit wird meist durch in sich verschiebbare Rohre erreicht. Dies bedeutet mehr Gewicht, mehr Schraub- und mögliche Bruchstellen. Von der Korrosion wollen wir gar nicht erst sprechen.


Nur wenn man für seinen Motorradtyp keinen speziell abgestimmten Träger bekommt, sollte man sich mit den übrigen keineswegs billigeren Universalgepäckträgern abfinden.


Fast alle renommierten Zubehörlieferanten verfolgen das selbe Prinzip: Seitenträger und Gepäckbrücke sind für alle Maschinen identisch.
Distanzstücke, Blinker und Anbauteile werden individuell auf die einzelnen Typen abgestimmt.

Bei einem Motorradwechsel braucht man also keinesfalls das ganze System neu kaufen, sondern nur einen neuen Anbaukitt.

Weniger ist man sich bei der Auswahl des Materials. Es gibt Konstruktionen aus Hohlrohren, Vierkantprofilen, Druckguss und Kunststoffprofilen. Erstgenannte haben den Vorteil, dass man sie jederzeit im Falle eines Bruchs schweißen kann. Vor allem Motorrad-Globetrotter wissen dies zu schätzen. Denn mit viel Gepäck und auf schlechten Straßen sind Brüche fast unvermeidlich. Oft resultieren diese übrigens aus einem nicht fachgerechten Anbau. Die verschweißten oder hartgelöteten Träger dürfen nämlich keinesfalls unter Spannung angeschraubt werden. Stattdessen sollte man lieber mit Distanzscheiben arbeiten.
Diese Warnung gilt insbesondere für Druckgussträger, die besonders bruchgefährdet sind und außerdem auch nicht normal geschweißt werden können. Unterwegs ist man daher auf Notreparaturen angewiesen.



<> Reparatur von Gepäckträgern <>
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Hie rzu besorgt man sich in einer Autowerkstatt, Schrottplatz o.ä. einen Streifen Stahlblech, der möglichst die Breite des gebrochenen Trägers haben sollte. Dann wird die schadhafte Stelle regelrecht geschient. Dies geschieht mit einem Leinenklebeband (Tesaband), oder mit einer Paketschnur, die man anschließend mit Kunstharz (an jeder besseren Tankstelle erhältlich) einstreicht.
Rohrträger lassen sich auch sehr gut von innen schienen. Hierzu sucht man sich ein Stück Hartholz oder ein Stahlrohr, dessen Außendurchmesser möglichst exakt in den Innendurchmesser des gebrochenen Rohres entspricht. Hat man dann noch die Möglichkeit, die Bruchstelle zu löten, ist die Reparatur durchaus dauerhaft und ansehnlich.



<> Vor- und Nachteile <>
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Die Vorteile des Rohr- oder Vierkantgepäckträgers: sehr stabil, leicht zu reparieren.
Die Nachteile: hohes Gewicht, rostanfällig.

Die Vorteile von Druckgussträgern: geringes Gewicht, rostfrei.
Die Nachteile: erhöhte Bruchgefahr bei Stürzen, durch Motorschwingungen oder falschen Anbau.

Die Vorteile beider Systeme vereint ein Gepäckträger aus Kunststoff. Dieser ist extrem leicht, rostet nicht und ist elastisch, also relativ bruchfest. Bisher bietet nur ein Hersteller, die Firma Krauser, Kunststoffseitenträger- und Gepäckbrücken an.



<> Seitenkoffer <>
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Hauptfunktion aller Seitenhalterungen ist die Befestigung von Packtaschen oder Koffern. Ein immer umfangreicheres Angebot an festen Kunststoffkoffern hat die weichen Leder- oder Kunstledertaschen fast vollständig verdrängt. Trotzdem stellen diese Behälter noch immer eine preiswerte Alternative dar. Neben dem erheblich niedrigeren Preis (man bekommt ein Paar zum Preis eines Koffers) schätzen vor allem Endurofahrer die Unverwüstlichkeit der weichen Taschen, die nach einem leichten Rutscher einfach nur ausgebeult werden.
Allerdings sind auch einige Kunststoffkoffer erstaunlich robust. So manchen „Tiefflieger“ haben sie sogar vor schweren Hautabschürfungen bewahrt. Auch im Hautnahen Gedrängel südländischer Metropolen bieten sie eine angenehme „Knautschzone“. In dieser Beziehung gibt es also kaum was auszusetzen.



<> Ärger mit den Schlössern <>
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Mehr Probleme bereiten da schon die Schlösser, mit denen man die Deckel verschließt und den Koffer am Träger befestigt. Hier wurde jahrelang nur Murks geliefert. Erst der Konkurrenzkampf in dem stark expandierenden Zubehörmarkt bescherte uns Schlösser, die endlich die Bezeichnung „Sicherheitsschloss“ auch wirklich verdienen.
Doch auch gute Schlösser werden an Motorrädern nun einmal außerordentlichstrapaziert. Daher empfiehlt es sich, alle Schlüssellöcher hin und wieder mit einem zähflüssigen Montagefett zu präparieren.
Mit dem Hauptfeind Nr. 1, nämlich Salz, muss man übrigen nicht nur im Winter rechnen. Wer von einer Norwegenreise oder einer Inseltour zurückkommt, wird auch im Sommer hässliche Salzfraßspuren an seiner Maschine vorfinden.
Durch das Einfetten der Kofferschlösser kann man diese auch abdichten. Oft verbirgt sich nämlich gerade hier die einzige undichte Stelle. Auf eine Innentasche sollte man allerdings dennoch nicht verzichten. Nur so kann man verhindern, dass einem beim Öffnen der Deckel der Inhalt entgegenfällt. Die meisten Kofferhersteller bieten Nyloninnentaschen an. Gleichwertiges findet man aber auch in Wahrenhäusern, wo es superleichte Reisetaschen schon ab 10 € gibt.
Alle Kofferhersteller warnen vor dem Überschreiten von 130km/h.
Die meisten erlauben auch nicht mehr als 10 Kilo Gewicht pro Koffer.
In der Tat verziehen sich die meisten Gepäckträger bei höherer Belastung und auf schlechten Straßen abenteuerlich. Weshalb sie auch für Globetrotter meist zu schmalbrüstig sind.
Mit mehr oder weniger handwerklichem Geschick entstehen daher oft die verwegensten Konstruktionen aus massiven Rohren oder Vierkanteisen.
Der einzige Anbieter von „pistenfesten“ Gepäckträgern ist der Globetrotterexperte Tesch,
der sich auf das Ausrüsten der Yamaha XT 500 und der BMW R80 G/S spezialisiert hat.
Passend dazu offeriert Tesch riesige Alucontainer mit je 45 Liter Volumen.
Da das Ganze in Kleinserie von Hand fabriziert wird, ist es natürlich nicht gerade billig. Gut das Doppelte wie für eine „normale“ Ausrüstung muss man dafür auf den Tisch legen.
Alleine mit Tankrucksack und Packtaschen stehen uns je nach Größe der Behälter 60 bis 110 Liter Volumen zur Verfügung. Darin können wir rund 40 Kilo Gepäck unterbringen. Das reicht für Werkzeug, Foto- und Kartenmaterial, Regenkleidung, Wäsche, Schuhe für zwei Personen.


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Doch wo bringen wir jetzt Zelt und Schlafsäcke unter?

Man kann die Campingutensilien mehr oder weniger ordentlich mit Gummis auf dem Gepäckträger verzurren. Dabei besteht aber die Gefahr, dass einzelne Teile herausrutschen. Außerdem ist die Ausrüstung der Witterung ausgesetzt.
Die einst verpönte amerikanische Erfindung „Topcase“ gewinnt daher bei uns immer mehr Freunde. Nahezu alle Koffer- und Gepäckträgerhersteller bieten jetzt auch diese Kunststoffboxen an. Sie werden meist mit der Gepäckbrücke fest verschraubt. Sicher stellt solch ein abschließbarer „Kofferraum“ ein willkommenes Fach für Kleinzeug dar. Man kann darin z.b. eine wunderbare Bordküche einrichten (Klappe zu und losfahren).
Nur in der Regel müssen wir auf dem Maschinenheck eben das Zeltzubehör unterbringen. Und an dieser Aufgabe scheitern die meisten Boxen. Hinzu kommt die recht exponierte Anbringung - das Topcase steht oft sogar noch über den Gepäckträger nach hinten hinaus. So ergibt sich die denkbar ungünstigste Gewichtsverteilung. Gleichzeitig wird auch die Seitenwindempfindlichkeit drastisch erhöht. Sinnvoller und praktischer sind nach meiner Erfahrung weiche, wasserdichte Gepäckrollen, wie sie unter der Bezeichnung „Holidaybag“ (und vom Belstaff Importeur Brabetz) angeboten werden.
Ein Minizelt, Zeltstangen und zwei Schlafsäcke finden darin Platz. Man nutzt dabei die von den Packtaschen ohnehin vorgegebene Breite aus, ohne unnötig in die Höhe zu gehen. Je nach Konstruktion des Gepäckträgers kann die Gepäckrolle möglichst weit vorn befestigt werden, im Solobetrieb sogar über der Sitzbank (sehr vorteilhaft für die Gewichtsverteilung)


Ich hoffe, dass ich euch mit meinem Bericht weiterhelfen konnte.

Euer Jan
...
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Produktbeschreibung Motorrad Gepäckträger

 
Allgemeine Informationen Motorrad Gepäckträger
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