Liebe Yopi-Mitglieder,
dieser Bericht handelt von dem Mustek Scanexpress 1200 ED -Flachbettscanner. Er ist ein sehr preiswertes Gerät. Für ca. 50 Euro wandert er über den Ladentisch.
Im Lieferumfang ist ein Anschlusskabel (etwa 1,50m lang) für den parallelen Druckerport enthalten. Ebenso eine Installations-CD und ein zugegebener Maßen mageres und wenig hilfreiches Handbuch.
Er wird an den LPT-Druckerport des Computers angeschlossen. Ein eventueller Drucker kann dann an den Scanner angeschlossen werden.
Die Installation der Treiber war unkompliziert. Das Scanprogramm arbeitet absturzfrei.
Auffällig ist die lange Aufwärmphase des Gerätes, wenn man scannen will. Man kann diesen Vorgang zwar abbrechen, dann ist die Bildqualität aber nicht so gut. Wichtig ist die erste Kalibration des Scanners. Es wird empfohlen hierfür ein weisses Blatt Papier zu nehmen. Die anschliessenden Scans sind dann leicht blaustichig. Also mogelt man etwas, und macht die Kalibration mit einem nicht ganz weissen Blatt Papier. Und siehe da, die Bilder sind jetzt optimal.
Meine Erfahrungen
Das Einscannen der Bilder dauert sehr lange wenn man den Druckerport als normalen LPT1 konfiguriert hat. Also ändert man im BIOS die Einstellungen auf ECP/EPP (falls dies möglich ist) In der Systemkonfiguration von Windows läßt man über Hardware, neue Hardware suchen, die Treiber für die neue Schnittstelle installieren. (Vorher den LPT1-Anschluss aus der Systemkonfiguration entfernen)
Der Vorteil ist jetzt, dass der Druckerport über einen DMA angesteuert wird, und das Scannen wesentlich schneller geht. Aber Achtung! Nicht alle Drucker unterstützen ECP/EPP.(Falls man an dem Scanner noch einen Parallelportdrucker anschließt) In diesem Fall muß man den Druckerport auf den normalen LPT1-Modus belassen und sich mit dem langsamen scannen begnügen. Des Weiteren hilft ein kleiner Trick, der Twaintreiber wird nämlich programmtechnisch etwas gebremst. Im Verzeichnis des Twaintreibers, twain_32A4S2600X löscht man den Eintrag -ScanSetting=SLWSPD
dann geht es auch noch etwas schneller.
Wenn sie Fotos scannen, dann benutzen sie die höchst mögliche Auflösung. Diese liegt bei 1200 x 600 Dots per inch (dpi) Aber auch hier aufgepasst. Wenn sie zu wenig RAM (Hauptspeicher) haben, dann hängt sich das Scannnerprogramm auf. Dies ist ein altbekannter Fehler der Twaintreiber. Wenn der Hauptspeicher nicht ausreicht, dann benutzt Windows den virtuellen Auslagerungsspeicher. Ein Bild kann aber nicht teils im Hauptspeicher und teils im virtuellen Speicher sein, um dargestellt zu werden. Folge- Windows stürzt ab. 64 MB besser noch 128 MB sind empfehlenswert. Auch ist es ratsam vor dem Scannen nicht schon x- verschiedene Programme gestartet zu haben.
Leider wird bei diesem Scanner kein gutes Bildbearbeitungsprogramm beigelegt. (Bei dem Preis vielleicht auch kein Wunder) In kostenlosen Heft-CDs von Computerzeitschriften findet man aber meist sehr gute Programme, teils sogar Vollversionen. So lässt sich dieses Manko leicht verschmerzen. Das OCR- Texterkennungsprogramm lässt auch zu Wünschen übrig. Auch hierfür gibt es auch schon sehr gute und kostenlose Alternativen.
Die Systemvoraussetzungen für den Mustek 1200 ED + sind relativ gering. Ab Windows 95, 32 MB Speicher, (ich empfehle 64, besser 128 MB) 10 MB Festplattenspeicher, CD-Rom Laufwerk kann man den Scanner bereits einsetzen. Auf der CD sind Treiber für Windows 95, 98, 98SE, Windows ME und Windows NT.
Für Windows 2000 und Windows XP reicht zur
Not der NT-Treiber oder man schaut im Internet auf der Mustek-Homepage nach.
Fazit
Wenn man meine Ratschläge zum Scannen befolgt, dann hat man eine passable Scangeschwindigkeit und viel Spass mit diesem Scanner. Die Handhabung ist sehr einfach, jedoch nur über das Scanprogramm zu bedienen. (Er hat also keine zusätzlichen Tasten am Gerät) Er ist zuverlässig, leise und bietet eine gute Bildqualität. Zu diesem Preis eigentlich unschlagbar. Euer rsdcberlin
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