NBG Star Wars Jedi Knight 2: Jedi Outcast
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NBG Star Wars Jedi Knight 2: Jedi Outcast

 Xbox Spiel
Platz 457 in der Kategorie "Xbox Spiele". Genre: Adventures & Rollenspiele / Im Star Wars-Universum entbrennt erneut ein Kampf zwischen den dunklen Mächten und den Jedi Rittern. Der Spieler verkörpert ...mehr
Bewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00 (4.0 von 5)

NBG Star Wars Jedi Knight 2: Jedi Outcast Test, Erfahrungen und Testberichte vom Verbraucher

sinfortuna

Die Power eines (Jedi-)Außenseiters

ein Testbericht von 2006-11-15 14:08:23 vom 15.11.2006
Empfehlung: ja
Vorteile: Mitreißende Spielatmosphäre durch saubere Präsentation und Spieltechnik, gute Story mit Überraschungen, satte Action mit zahlreichen Wummen, hoher Rätselanteil, spannend und anspruchsvoll, Zweispielermodus vorhanden...
Nachteile/Kritik: Längen im Gameplay durch phasenweise orientierungsloses Herumirren, zu komplexe Spielareale, nervenaufreibende Hüpfsequenzen, hoher Schwierigkeitsgrades sorgt gelegentlich für Frust, es ruckelt im Splitscreen-Modus
Eines muss man der legendären Star-Wars-Reihe wirklich lassen: Jahr für Jahr werden die Umsetzungen der weltberühmten Kinofilmepisoden auf Spielkonsolen besser und besser. Und das ist ja nun wahrlich nicht gang und gäbe in einem Geschäft, in welchem es vor stumpfsinnigen und oft minderwertigen, lieblos dahingeklatschten Film-Ablegern quasi nur so wimmelt. Auch im Fall von „Star Wars Jedi Knight 2 – Jedi Outcast“ kann ich fast nur Gutes berichten. Abgesehen von kleinen Macken kommen hier nicht nur Star-Wars-Fans auf ihre Kosten, sondern möglicherweise auch solche, die sich generell nicht besonders für Star Wars interessieren, dafür aber einem zünftigen Ballerspiel nicht abgeneigt sind. Dieses X-Box-Game, welches von Activision entwickelt und im Jahr 2002 auf den Markt geschmissen wurde, weist derart viele Vorzüge auf, dass es eventuell sogar als ausgewachsener Hit bezeichnet werden kann oder zumindest ganz nahe dran ist. Selbst an einen Zweispielermodus wurde gedacht, wenn auch das Soloabenteuer hier eindeutig im Vordergrund steht.


PC-Besitzer kamen bereits Monate zuvor in den Genuss dieses Ego-Shooters, welcher sich nicht nur wegen des großen Namens hervorragend verkaufte. Dabei ist dieses Ballerspiel eng an die berühmte Filmvorlage angelehnt, was ja eigentlich auch zu erwarten gewesen war, schätze ich. In einem packenden Intro werden wir darauf eingestimmt, was uns in der Folgezeit erwarten wird: Action satt. Im Mittelpunkt steht der gute Kyle, welcher sich bekanntlich nicht mehr mit der Jedi-Philosophie beschäftigen möchte und Kurs auf die imperiale Basisstation nimmt, um dort einmal ordentlich aufzuräumen. Wenig überraschend dürfte sein, dass unsere Landung keineswegs unbemerkt bleibt und wir wenig freundlich empfangen werden, unzählige Soldaten des Imperiums erwarten uns in der Hoffnung, dass wir die Basis nicht mehr lebend verlassen werden. Dagegen haben wir naturgemäß etwas einzuwenden und bahnen uns unseren Weg durch ein sehr weitverzweigtes – im Grunde zu sehr verschachteltes – Labyrinth an Gängen. Damit bin ich auch schon bei einem – der wenigen – Problempunkte dieses X-Box-Titels: dem Leveldesign. In den zahllosen Produktionsanlagen und Laboratorien innerhalb der Basis zieht sich das Ganze zuweilen erheblich in die Länge. Dies ist zwar grundsätzlich zu begrüßen – schließlich habe ich weiß Gott nichts gegen einen ordentlichen Spielumfang, der mich weit über 20 Stunden allein schon im Soloabenteuer bei der Stange halten kann, doch angesichts der Tatsache, dass wir alle paar Meter mit dem Feind konfrontiert werden, wiederholt sich das Prozedere zu oft. Uns wird keine Verschnaufpause gegönnt, nahezu unentwegt holzen wir auf die feindliche Übermacht ein bzw. lassen unser Laserschwert glühen. Dabei müssen wir nicht nur praktisch an jeder Tür oder Schleuse auf das Wachpersonal aufpassen, sondern auch die gegebenen Örtlichkeiten wie zum Beispiel üble Selbstschussanlagen und Kameras mit ins Kalkül ziehen. Dabei ist nicht nur ein schneller Finger am Joypad gefragt, sondern auch ordentlich Hirnschmalz, denn so manch ein Rätsel macht uns minutenlang zu schaffen. Um die einzelnen Missionsziele jedenfalls lösen zu können, ist es zwingend erforderlich, nahezu jeden Winkel der riesigen Spielabschnitte zu erforschen, ansonsten geht es schlichtweg einfach nicht weiter. Geduld und Ausdauer sind somit ebenso wichtig wie Geschicklichkeit, Reaktionsschnelligkeit und ein waches Köpfchen.


Die dichte Spielatmosphäre gefällt zudem durch den Abwechslungsreichtum, was die vorhandenen Schauplätze in „Star Wars Jedi Knight 2 – Jedi Outcast“ angeht. In der düsteren Stadt Nar Shaddaa müssen wir einen besonderen Fiesling aufspüren und natürlich unschädlich machen, in den Minen von Artus befreien wir Rebellen und machen zwischendurch immer wieder einen kleinen Abstecher in unser Heimatgebiet Yavin 4, wo wir regelmäßig versuchen, unsere Grundfähigkeiten zu perfektionieren. Hier unterziehen wir uns nach Gesprächen mit Luke Skywalker einigen Prüfungen, die wir unbedingt bestehen müssen, wollen wir in der Folgezeit auf erweiterte Fähigkeiten unseres Laserschwertes zurückgreifen. Des Weiteren ist es im weiteren Verlauf (im Erfolgsfall) möglich, schneller zu laufen, weiter und höher zu springen und nicht zuletzt per Geisteskraft Gegenstände zu verschieben. All das wird auch bitter nötig sein, um manch ein knackiges Rätsel später überhaupt lösen zu können. Langeweile gibt es hier so gut wie nie, da sich zum Glück die Ballerpassagen mit jenen Knobeleinlagen abwechseln. Darüber hinaus sind die Kämpfe an sich nicht derart monoton, wie ich es ursprünglich befürchtet hatte: insgesamt greifen wir auf immerhin acht unterschiedliche Feuerwaffen zurück, die uns neben unserem Lichtschwert wertvolle Dienste leisten werden. Kommt eine dieser Waffen zur Anwendung, wird gekonnt in die Third-Person-Perspektive umgeschaltet, so dass ein gewisser Grad an Übersichtlichkeit in diesem Egoshooter gewährleistet ist. Des Weiteren dürfen wir auch mit Sprengsätzen für Chaos sorgen und mit einem Elektroschocker derart umherwirbeln, dass das Actionherz lacht. Interessant ist hierbei, dass jede Wumme eine Sekundärfunktion innehat, mit der sich Soldaten, mutierte Tierarten und sonstiges außerirdisches Gesocks ganz hervorragend wegblasen lassen. Diese Variante benötigt zwar generell einen nicht zu unterschätzenden Vorrat an Energie bzw. Munition, hat dafür aber einen ordentlichen Wumms, um es einmal etwas salopp auszudrücken. Die taktische Note kommt (somit) nicht derart kurz wie eigentlich von mir befürchtet, zumal uns Nachtsichtgerät und Fernglas ein vorsichtigeres Herangehen an die teils kniffligen Aufgaben ermöglichen.


Netterweise hinterlassen die von uns erlegten Opfer des Öfteren das ein oder andere wertvolle Item, welches wir uns gierig einsacken, speziell Schlüssel sind heißbegehrt, ohne die es kein Weiterkommen gäbe und was erklärt, dass wir zuweilen eine halbe Ewigkeit unterwegs sind, bis wir die entscheidende Tür zum nächsten Abschnitt öffnen können. Anspruch aber auch Schwierigkeitsgrad sind somit wahrlich nicht von Pappe, Einsteiger werden sich hier praktisch vom Start weg eine blutige Nase holen, schätze ich. Doch nicht nur aufgrund der ziemlich hohen Anforderungen an Euer Geschick und der zwingend erforderlichen Ausdauer haben wir es mit einem umfangreichen Abenteuer zu tun, denn selbst erfahrene Egoshooter-Fans werden sicherlich mindestens zwanzig Stunden an „Star Wars Jedi Knight 2 – Jedi Outcast“ zu knabbern haben, voraussichtlich noch deutlich länger, die „Normalsterblichen“ sind mindestens dreißig Stunden beschäftigt. Vergessen werden darf an dieser Stelle aber nicht, dass diesem Game ein nicht zu unterschätzendes Frustpotential innewohnt, dünnhäutige Spielernaturen werden den Abspann aller Voraussicht nach (ohne Hilfe) nicht erleben, schätze ich.


Damit der Wiederspielwert dieses imposanten Science-Fiction-Abenteuers nicht gering ist, wurden einige Zusatzmodi integriert. Habt Ihr es tatsächlich geschafft, das Abenteuer erfolgreich durchzuzocken, erwartet Euch eine weitere spannende Mission, die es zu bewältigen gibt. Wollt Ihr Euch zu zweit austoben, steht Euch eine entsprechende Splitscreen-Variante zur Verfügung, so dass Ihr es gemeinsam – oder besser gesagt gegeneinander (das hauptsächliche Abenteuer kann lediglich alleine bewältigt werden) – auf dem Bildschirm ordentlich krachen lassen könnt. Zwar habe ich schon deutlich mitreißendere Multiplayerschlachten bei Egoshootern erleben dürfen, doch immerhin lockt das Freischalten weiterer Kämpfer zum Weiterzocken, schließlich gibt es Multiplayervarianten wie „Duel, „Capture the Flag“ und „Deathmatch“, auf die ich im Einzelnen jetzt aber nicht eingehen möchte, da dies den Bericht einerseits zu sehr in die Länge ziehen würde, andererseits jene Extramodi den Egoshooter-Fans ohnehin bekannt sein dürften. Schade ist hier, dass der Mehrspielerspaß auf lediglich zwei Mitspieler beschränkt wurde, da hatte ich doch speziell bei der X-Box ein Minimum von vier Zockern vorausgesetzt.


Im Hinblick auf die Präsentation wurde bei „Star Wars Jedi Knight 2 – Jedi Outcast“ ganze Arbeit geleistet: eine prachtvolle Optik gepaart mit einem sehr gelungenen Soundtrack sorgen für eine sehr dichte Spielatmosphäre. Diese Atmosphäre ist primär dafür verantwortlich, dass Ihr Euch durch das ein oder andere sehr knackige Rätsel, den ein oder anderen zu langen Laufweg und die ab und an auftauchenden Frustmomente nicht abschrecken lasst und immer wieder zum Joypad greift und somit bei der Stange bleibt. Einen 60-Hertz-Modus finden wir ebenso vor wie auch die Unterstützung einer satten Surround-Anlage. Riesig große gebäudekomplexe mit auffallend detaillierten Texturen sowohl am Boden als auch an Wand und Decke, schöne Hintergründe auch unter freiem Himmel, massig Spezialeffekte speziell in den Kämpfen und trotz der gewaltigen Action eine konstant flüssige Grafik mit hoher Bildrate, die nur äußerst selten – und dann nur für kurze Zeit – in die Knie geht. Erstaunlicherweise ist es gerade der Zweispielermodus, der in dieser Hinsicht etwas schwächelt und dies, obwohl wir ja nur zu zweit dort unterwegs sind, bei einem (von mir gewünschten) Vierspielerspektakel hätte ich dafür grundsätzlich noch etwas mehr Verständnis gehabt, so aber ist die ein oder andere Ruckel- und Flimmerpassage nicht zu übersehen. Der Soundtrack wird hervorragend in Szene gesetzt und unterstreicht das Star-Wars-Ambiente ganz hervorragend, da machen die Soundeffekte in punkto Klangqualität und Abwechslungsreichtum zum Glück auch keine Ausnahme. Insgesamt hat die Soundkulisse im Vergleich mit der (auch nicht gerade verkehrten Optik) die Nase vorn, ist (sogar) noch einen Tick besser. Kurzum: die krachende Spielatmosphäre überzeugt auf der ganzen Linie.


Die Summe kleiner aber feiner Faktoren sorgt aber letztlich dafür, dass ich „Star Wars Jedi Knight 2 – Jedi Outcast“ nicht als gewaltigen Hit, sondern „nur“ als sehr ordentliches Ballerspiel bezeichnen möchte. Ganz im Gegensatz zu manch einem (aus meiner Sicht oberflächlichen) Urteil der (zu) euphorischen sogenannten „Fachpresse“ gibt es Punkte, welche nicht unwesentlich auf den Gesamtspielspaß drücken: mag ich über die kleinen (bereits erwähnten) Macken des Multiplayermodus noch halbwegs gnädig hinwegsehen, so störte mich auch im Soloabenteuer der ein oder andere Aspekt: da wir ständig auf der Suche sind, sämtliche zum Weiterkommen benötigte Schalter ausfindig zu machen zieht sich manch ein Spielabschnitt auf unangenehme Art und Weise in die Länge. Der Nervfaktor ist dabei wirklich nicht zu unterschätzen. Der sehr komplexe Aufbau eines Levels mit seinen unzähligen verwinkelten Gängen führt zudem zu einigen Passagen, in denen wir orientierungslos durch die Gegend wetzen. Darüber hinaus nervt die ein oder andere Hüpfsequenz und auch Balancier-Aufgaben in einem nicht gerade geringen Ausmaße, was in der Summe dazu führt, dass hier nicht nur sehr viel Lust, sondern auch nicht wenig Frust ständige Begleiter sind. So top die Präsentation in visueller und akustischer Hinsicht auch gelungen sein mag, so zufrieden ich auch mit der Spieltechnik insgesamt bin und so sehr mich die gut erzählte und mit überraschenden Wendungen gespickte Handlung überzeugt, so wenig kann ich diese Nachteile unter den Teppich kehren. Eine Spielspaßwertung von (dann doch „nur“) glatten 80% halte ich demnach für absolut angebracht.





P.S.: Yeah, Yopi! Wieder einmal 'ne 0-Cent-Kategorie bei einem Erstbericht zu einem X-Box-Spiel und dann noch über so etwas "Unpopuläres" wie Star Wars. Grummel. Wird Zeit, dass ich über einen hochspannenden Weichspüler oder Hundefutter oder 'ne Tütensuppe schreibe:-((
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Produktbewertung:Kundenbewertung 4,00 / 5,00 4
Bewertung Testbericht:sehr hilfreich
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Kommentare
Leela
Leela, 15.11.2006
sh :o
waltraud.d
waltraud.d, 15.11.2006
sehr hilfreich
Sweeaty
Sweeaty, 16.11.2006
sehr sehr guter bericht! : liebe grüße!
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Produktbeschreibung NBG Star Wars Jedi Knight 2: Jedi Outcast

Technische Daten und Produkteigenschaften
Im Star Wars-Universum entbrennt erneut ein Kampf zwischen den dunklen Mächten und den Jedi Rittern. Der Spieler verkörpert den kampferprobten Jedi-Ritter Kyle Katarn. Ausgestattet mit Lichtschwert und diversen Jedi-Spezialfähigkeiten zieht dieser in den Kampf gegen die dunklen Jedi-Ritter. Möge die Macht mit ihm sein! Zum 2. Mal tritt Space-Hero Kyle Katarn auf Seiten der Rebellen gegen unermüdliche Widersacher an. Von einem neuen Jedi-Ritter lernt er die Macht richtig zu benutzen um mit Hilfe zahlreicher Waffen darunter das legendäre Lichtschwert das Star Wars -Universum vom Schrecken des Bösen zu befreien. Wertungen in der Presse: - Man!ac 12/2002 Seite 94-95: 85%
Allgemeine Informationen NBG Star Wars Jedi Knight 2: Jedi Outcast
gelistet seit: 18.06.2004
Hersteller: Hersteller: NBGNBG
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Produktbewertung: Kundenbewertung 4,00 / 5,00
Allgemeine Daten
Genre: Adventures & Rollenspiele 
Anwendungsinformation: Actionspiel 
Kategorie: Vollversion 
System: Xbox 
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